Regierung Tie LächsrliHSert, wir wären vec- i<fiTirtrft, Ikgt uns fern. Mr meiern uns grund- lattfid', mit M.marchiskm, ©trefemämiern zu- tammen.viMrbriten. T-r Wahlmärck,«n der Westarps und ©tKftemmnrer, würicu wiederum geglaubt, w.nrn mir jetzt nicht den '-BerovS erbrächten, daß bk S».->3r-afi>em0fralic nicht Säpild an dem lln^ glück unseres 'i^aderlaudes ist. Aus Ehrlichkeit sind nnr nicht in die Regierung eingetreten und baritm Norden mir auch weit erhin der Regie runa fern bleiben. Westarp wird dem Liebeswerben ^tresemanns nack-gcben und dann wirb eine K.xrlition zur Verleumdung der So« zialdem ftratst geschaffen sein Wir werten ab, um dann gründliche Abveckmung y.i halten. Tie Reaktion mutz ungefährlich gemacht loerden, wenn nnr nicht eines Tages eine Org ick>-Armee Var uns haben wellen. Wenn aus der Entwaffnungsaktion eine Ä'abastrephe erwächst, werden wir wissen, wo wir bi-? Schuld zu sncl-en haben. In der Mrt- schastspeli'.it stehen nnc vor er:em Problem, das wir vor uns während des Krieges nie gekannt haben. Die industriel'e Entwicklung l)ä"gt fon der Kahlen , Eisen- unb Rohstoff krerung ab. Die Erweiterung der Bnaduktion ist nicht mehr durch den Willen der Unternehmer, sondern durch d-e Entschlüü' der Arbeiter sck.ast bedi'gtz Wir leimen die Rezept.' Rathnvaus ab, die Arbeitslust trnn nur durch Beteiligung der Arbeiterschaft am Pro- duktiansgewinn ^.stoben werden. Wir treten barer für Vr'rsta a tlichun g des Bergbaues (Kahl«', und Eisen) und der Kra st werke ein. Wir verkennen die Gefahren einer Dozi-ali- sicrmig keineswegs, die darin b-eftehen daß die Arbeiterschaft im Abhänmgk isrerbältnis eom Staat zu stehen Gefähr läuft, nrag sich der Staat auch von den besten Intentionen leiten lassen. Die Wechruntzsreform müsse gefördert werden. Der Wiederaufbau her Bauindustrie darf nicht dem Bodenwuärer dienen, sondern der Allgemeinheit. Die Zwangswirtschaft war kein Soziairnius. Abhilfe muß gcsckwffen tverdcn. Die Frage der- Regelung der Valuta ist eine Kernfrage, ohne eine solche kann es keine Hebung des Außenhandels geben. Anstelle der kapitalistischen .Konkurreiz sehen nnr die Weltsolidarität Generalstreik ist keine Me- dizin. Schulung der Kräfte in den Organisationen verspricht allein Besserung. Die einzige Hoffnung ist unsere Partei. Wels schloß: Wir und guten Mutes und des Sieges in der Zukunft gewiß. Mit uns vas Volk, mit uns der Sieg. (Bravo und Hänbe- klatscken.)
Hierauf erstattete Bartels den Kassenbericht. Die USP. habe weder Mitgliederzahl rwch Kassenbericht veröffentlicht. Die Mitoliederzahl ist um 165 000 gleich 15,6 Proz. gestiegen. Sie beträgt 1 180 268. Keine andere Partei könne solche Zahlen aufwei'en. Bartels fordert eine Vermehrung der Agitation unter den Frauen.
In der Nachmittagsiitzung beginnt dir Aussprache.
Schnabrich - Herskeld beklagt es, daß die 'Partei zu sehr die Politik der Straße mitmache, wie die USP. sie beliebe. Hätte nur ein kleiner Teil der Sozialisten die Courage eines Roske besessen, so stünde cs besser um die Partei. Cohen- Re u ß - Berlin, der eine scharfe Sprache redet, zieht entert größeren Kreis um das Rednerpult. Der Hauptfehler sei vor dem Kriege gewesen, die sogenannte englische Einstellung Man habe immer gehofft, mit Hilfe von Eirgland zu einem billigen Frieden zu kommen oder wenigstens zu einer Milderung der Bedingungen. Dann tritt er für eine Verständigung mit Frankreich ein. Menn wir diese wollten, müßten wir auch verstehen, das; die Franzosen in bitterer Not seien und uns von dem Ge- danken befreien, Geschenke von England auf Kosten Englands zu erwarten. Wenn wir keine direkte Verständigung mit Frankreich suchten, werde der Krieg in Europa nie zu Ende gehen.
Der Redner findet in Eduard Bernstein einen scharfen OJegncr. Dieser ist der Ansicht, daß die französische Sozialdemokratie sich ans dem Wege nach Moskau befände, ob sie allerdings hinkomme, müsse man dahin gestellt sein lassen. Der Einfluß der französischen Arbeiterschaft in der auswärtigen Polittk sei gleich null, weil sic sich zu sehr auf radikalem Wege befänden. Das Leipziger Programm der U. S. P. komme den Moskauer Bedingungen allerdings sehr nahe, auf die paar letzten Bedingungen Lenins komme es nun auch nicht mehr an. Bernstein weist alsdann aus bas Elend in Rußland bin, das durch den Bolschewismus hervorgerufen worben sei, und fragt, ob wir dieses Elend nachalimen sollten. Ein Rein aus der Versammlung ist die Antwott. Man dürfe keine Politik mitmachen, die nur aus der Asche ein künftiges Glück ermatte. Die Kttsis in der U. S. P. müsse sich auswitten, und schließlich gehötten alle zu einer großen Familie.
Fran Bohm- Schuch hält die Wittschafts- polittk für das verbindende Element zwischen den einzelnen Ländern und verlangt eine (tariere Aufklärung der Frauen.
F e l l i s ch - Chemnitz will wissen, wie lange man es noch verantworten könne, daß die fetzige Rechtsregierung in der Schädigung des Arbeiter- Volkes fortfahren könne. Er fordett baldige Neuwahlen, bei denen die Parole lauten müsse: Fort mit der Regierung. Dem Patteivorstand wirft er ein Versagen in bezug auf den Steuerabzug vor.
Heilmann-Berlin meinte, die Regierung dürfe nicht eher gestürzt werden, bis das Volk einstimmig danach verlange. Er geht dann scharf gegen Cohen-Reuß vor. Er kann sich nicht gut denken, daß der Poinmersche Lcrndstnrmmann aus eine Stufe mit der schwarzen Schmach zu stellen sei. Gerade dort, wo die Franzo'en im besetzten (Gebiet sind, sind die Klagen der Bewohner am stärksten Von der englischen Arbeiterpartei dürfe man in erster Linie eine Revision des Friedensvertrages erroarten
Adolf Brann- Berlin spricht ebenfalls ein ernstes Wörtchen mit Cohen unter dem Beifall der Mehrheit der Versammlung. Wer einmal im besetzten Gebiet gewesen fei, könne nicht so reden, wie er es getan. Ob Cohen denn noch nie etwas von einem Dotten gehört habe.
Dr. S ü st h e i m - Nurn berg geht auf die bayrischen Verhältnisse ein und erHärt, daß die Reaktion in Bayern eine deutsche Frage sei. an der die gesamte dnttscl>e ArbitersckZaft nicht achtlos torübergeben dürfe
Schließlich werden die Ntandate 6er Vertreter für gültig ettlärt. Dann nimmt Sch e i d e m a u u, der den Vorsitz führte, das Wort und erklärte, Cohen-Reust sei ja schon von den VorccHnern das gesagt worben, was hätte gesagt iver^en müssten. Es gebe wohl kaum einen zweiten (Stenofiif Deutschland, der -ich so wie er Haitz uustdrü n Stuten. Dm Delegierten aus dem bc etzten 'ri-rie
e sich aus begreift üben Gründen nicht zum Wone melden könn'm, fei dadurch; wohl (Genüge g-cfchci.« Damit schließt die Sitzung. Weiterberalunq , :>> tag vormittag.
Au» Stadt und Lund.
Gießen, den 13. Okt. 1020.
Reue Rachtschncllzüge.
Vom 15. November au wer dm über Hannover, Göttingen, Kassel und Gießen neue Nacht- schnellzuge zwischen Hamburg und Frankfurt a. M. verkehren. Von den beibcii Bügen geht der eine von Altona 9.59 Uhr nachmittags, von Hamburg Hauptbahnhof 10.12 Uhr ab. Ter Gegenzug kehrt nach Hamburg Haupt- bahuhof 8.26 Uhr vormittags zurück, nach Altona 8.59 Uhr. Tie weiteren genauen Fahrzeiten liegen hier noch nicht vor. Tie Züge führen O-Wagcn 1. bis 3. Klasse und Schlafwagen zwischen Altona und Frankfurt am Vtain. '
Lebensmittel.
• ** Städt. Seefisch-Markt. Morgen Donnerstag früh treffen wieder lebmdfrische Nord- feeuxirc wie Cab.iau Schellfisch^, Seehechte, Schol- len, Rotbarsch und Heilbutt ein und fomnten von 8 Uhr ab in dm Markttauben zum Verkauf.
* * Freibank To inerstag, 14. Oktober, werden von 1—3 Uhr nachmittags die 9hni. 2701 bis 2800 Mieteri.
**DerVerkaufvonKraul,Obst u s w. auf Wagcnladungen erfolgt vom kmnmenden Samstag ab an den bestimmten Markttagen auf Oswaldsgarten.
Veranstaltungen.
Mittw-ock-: Slatttbater, 7 Ulw, Menagerie. — Cafe Leib. 8 Uhr, Konzert und Voc- steltung der Medick-liäeidi'nger. — H öst Einhorn, 8 Uhr, Variete und Ring kämpfe. — Lichtspieltheater, wie gestern.
*T Eine ö ffen Nicke Sitzung des Pr ,vi n zialausschnsfes i bet Samstr d.m 16. Oktober 1920, vormittag: 9 Uhr, im Sitzungssaal ds Regierungsgebäudes zu Meßen mit folg^'nder Tagesorivmng statt: 1. rtbücn des Arbeiterrats zu Friedberg: 2. .Sttagv des O. A. V. Cw-feen gtgen dm O. A. V. WricLartsl-aiu auf Erstattung von Unt.rfttltzungskost.eu des Kionnad Bie- dutkops aus W.iüartshain: 3. Auibrötgung und Verteilung der Kosten des lÄelandeeruerbs für die Ncbeub,ih.i Alsfeld Nederaulo.
* * '.Uite d e m S tad t t hea t c rbu re au. Es sei nochmals daran erinnert, daß immer noch eine Anzahl Abonnements nick- abg, holt ft. Es wird dringend ersucht, dies baf.igv nackrzuhvlen, da sonst die Alonncmen star eu z^/eschiki nxrben müft'en, was nur unnö.ige Kosten veruracht
* * Festnahme eines Hoteldiebes. Am verflossenen Montag legierte sich in einer Ilie- sigm Wirtschaft ein unbekannter Mmsch ‘ein, der am nächstm Morgen unter Mitnahme der Bett- wäsck>e von einem Bett eines anderen Zimmers verschwunden war. Gestern gelang es nun, ihn in Wetzlar s.stzunehmwr. Die Wäsche hatte er bereits zu Geld gemacht, das er auch schon bis auf einen kleinen Rest verausgabt hatte. Derarttge Diebe treten in letzter Zeit sehr häufig auf, iveshalb von den Geschäflslmteu bei Aufnahme von Fremden die größte Vorsicht geboten ist.
* * Ein Fahre ad-schwindler. Am 8. d. Mts. erstt-mnHcl.e «ich <in tiutgrc Mensch b i einem hiesigen Fxrhrrvdhändler -.riit F ahr r a d, stgeu. Halbrenner n«rrfenfc?d, mi. w istbwi'.zi-rter Lenk- stangc, Druckhcbrib enrfe, mi. schwerem Nahm n- bau, ebmwlchm Fvl-gen und eiowin Sck-tld mit der stsrrma ..Heiwich Neurath zu 03t-ßen", ind>em er es sich auf eine S.unde lich und bis beute nicht wieder zurückgeliehrt ist. — Am 9. ds. Mls. wuroe aus dem Hausflur tkT Bürgermeifkrei dahier ein Fahrrad, Matte „Adler", uu W^tc von 120-9 Mari, mn ickm^rnzem stiahmmlxm. sck^v-rrzm Fel- gen. grauer neuer Bereifung und schwarzm Grifsen, gestohlen. Vor Andouf wird g-.'nxrmt.
* * Unfall. Zu unfercr gestrigen Nottz über den Unfall a u f d e m B a h n h o f wird uns Ee riebtigenb mitgeteilt, daß der Verunglückte von dem einsahrmben D. 71 in nn.mitte.barer Nähe der De- fehlsansifabe erfaßt und ulxirfahren wurde in dem Augenblick, als er dem ansfahrmden P. 747 aus weiclt-n-wollte. (Tve Befehlsstelle liegt in der Nä',e der Ucbergangsbrücke. Klinikstraße.) Durch das (S>e= täusch des ausfahrenden Perfonmz-nges nnirbe der von hinten kommmde D-Zun überhört.
* * Kohlens chwinbler. Zw.i hiesige junge Leute, die sich als Kohleuliefe-autm ausgaben, ichädigim ihre Abnehmer dadurch, daß sie einen Zentner lieferten und sich 8 bezahlm lietzm. Jl;r ziemlich einträgliches GesckKst wurde ihnen durch Die gestrige Festnahme gelegt
* * Tic neuen Ko h len - Hö ch stpiet s e sind aus dem Anzeigenteil des hmttgm Blattes zu erselnm.
Landkreis Gießen.
S. B. Großen-Buseck, 12. Ott. Gestern feierte O derb riefträger Wilhelm Hentz fern 25- jährigos Dimstiubiläum sowie seine silberne Hochqrit.
X Grünberg, 12. Oft. Der O b st- und Gartenbanverern Gjrihtberg hält am 24. Oltob.r 1920 in der Turnhalle zu Grünberg eine Ausstellung in Obst, Eemüfe, Kons: r- cen, Beeven- und Obstw in, Ackorbaupr-odnttm und -Gerätm usw. ab. Herr Olartenmrister Renlsch aus Fri-Hberg wird nachenitta-gs 3 Uhr m der Tnrnt«lle einen Vortrag halten.
Rodheim b. Hungen, 13. Ott. Für tue Wiederherb.risckia ffung der am 1. Juli rätfefixift verschwundenen Treibriemen aus der h.esr en Pumpstation hat die Gemeinde 1000 M f. Be- lohnung ausgrfetzt.
Kreis Lauterbach.
Die Elektrizitütsverforguns des VogrlS-ergs.
Lauterbach, 11. Okt. Am -Samstag vormittag fand im Joha:mesberg eine Versam m- lung der B ü r g e r m e i st e r der Bezirke Herb- It-riii, Lautettack) und schlitz statt. An:.'ri<'nd wl- ren die Herren Kreisdirekwr u. Werner Ge- briinerat U singcr, Pn.vu zmlrat Wolf, Di:e.- toc v. Stadler und sämtlickn' Bürgermeister der genannten Bezirke mit Ausnahme von Wernges und Unterschwarz. Kreisdir k.or v. Werner 'er-- öffnette die Versammlung, begrübe die Anwesenden itno wies auf den Zweck der Versammlung bin. Danach ergrin Geh imerat Ift'inqer das Wort Gr legte klar wie nutzbringend, schön, bequem uno vor allem billiger als Petroleum Die e'cftrudr Betenchttma fei. Mau könne mit Elekt riütät nickt nur Licht erzeugen, fondern auch Krast zum Antrieb sämtlicher laudnriclscha tlicher Mafck'i:en und autzc'dem noch mit elektrischer Krast kochm und 1 cHger-i Ter Reouer legte dies d".t V riammelien | in ganz kur-,en Beiip elen enseurander uno tetonte bau sich limftichc Gem.i iden oho. Auonah-m der I lleberlaudzerttrale, deren Bau bald in Angriff • genommen werde ai'schliesAM müßten. Es sind । uinen mtn z.vei ^Möglichkeit - bezüglich des Baues
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dritten Male seit wenigen Monaten suchten
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Die preisgcftaltung.
Dir freie Fleischwirtschaft.
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Aunst und w fsenfehaft.
mc. F ran tfurta. M., 11 Oft. Der'Frwrl futter Opernt-irek.vr Le r t war eingefa'^n nwret!' in Barcelona drei Opern zu i.t z.innen. 2®1 Rücksicht auf ferne Frankfurter BerpflichtunM mußte der Künstler ablrhmn.
mc. Trier, 12. Okt. Bet Grabungen wiiM erne große römische B eg r ä bn i s st ä lütt freigelegt, die zahlreiche wertvolle GegeustäiStt
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bveck)cr das Schneiderbedarfsartikelgeschäft von Enk?, Großer Hirschgraben, heim und stahlen in der letzten Nacht für 15 0 0 0 0 M k. Seidenstoffe. Dieser letzte Diebstahl wurde mit einer Kühnl«it ausgesühtt, wie er in den Annalen der Frankfurter Kriminalpo'ir.ei nickft oft vorkommt. Von dem Keller eines Nachbarhauses durchbrachen sie in stundenlanger Arbeit die dicken Hauswände und drangen durch ein etwa 50 Zentimeter Durchmesser umfassendes Loch in die Geschäftsräume ein, wolxn sie di im ganzen stKschästslokal verbreitete Alarmvorrichlung in geschicktester Weise umgingen. Di^- Diebe müssen demnach eine außerordentliche Ortskenntnis der Gefchäjtsräume gehabt haben. Hausbewobncr versich-rrit, daß sie ein klopfendes Geräusch schon seit m hreren Nächten gehört habeil, daß also bie Einbrechw mehrere Tage zur Ausführung ihres Werkes gebraucht haben.
Biedenkopf, 12. Okt. Ter 18fahrige Metzgermeister August Weiß aus Hilchenbach fuhr am letzten Samstag auf seinem Motorrad öic Bezirks- stt aßenstrecke Biedenkopf—Lud.vigshütte. Am so- gcnamitcn „dicken Baum" rannte er — .vahr- sckeinlich durch das Hin- und Herlaufen von .Kindern irregcmacht — wieder einen Abweisstein, geriet unter das Rad und brach die Wirbelsäule. Der Tod trat alsbald ein. Abends wurde die Seidjf mittelst Auto nach Hilck>enbach gebracht.
Nachdem die Aushebung der Zwangsbcnnrt- sckmstung des Fleisches erfolgt ist, ist die Nachfrage nach Schlachtvieh, besonders Schveinen, )rijr Infolgedessen fteigenjn überraschend schneller Weiße bii* Fleischprei e. So erklären auswärtige Metzger, daß ihnen L'i bis 17 Mark für das Pfund Schweiw.sleifch Lcbenbgewicht von den 'Bauern gefordert werden. Tas Fleisch gebt, w*im es über» lnuvi y.i olcheu Prei en gekauft wird noch aus-
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12. Okt Zum en suchten Ein-
Aus dem vorderen Vogelsberg Wird uns ^'schrieben:
fd. Franken, 12. Okt. Bei der Berpachturß der Gemeindejagd 'schnei, e der Jahresprc . von 450 auf 1400 Mk. empor.
mc. Koblenz, 12. Okt. Im Hafen verfiel ein; 'wch England bestimmter Kahn mit A e p f c!: der Beschlagnahme.
Braunschweig, 11. Okc. Heute nachmittag! haben mehrere^ lausend Arbeiter und A tgeMi» eine Demonstration (pogen die K a r : o f fe I not und die Wuck;erpreise veranstaltet. Ei.ie Tc i put«!ion begab sich zum Ernährungsmr.ri?er uri erklätte ihm daß die arlxi eode V-ckoöl."erung. ire.it । sie nickt unverzüglich zu ersch.-viniliche-i Preis die nötigen Kartoffeln erhalte, zur Selbsthilfe grci seit und sich die Kar.-offeln mit Ge'v.rli verschaff" Werbe. Der Minister veriiwach cm n neun dringenden Appell an die Kattoffelp oduzenten uro nvchnrals ernste Vorstellungen lei der stici-- regienmg.
Nürnberg, 11. Okt Der bayerische Land Wirtschastsmiuister Wuzl Hofer chatte Li lerj Sitzung des batzerisck)en Landtags vom 7. d. Mit ! u. a. geäußert, die Stadt Nürnberg sei in ein.i Weise mit Kartoffeln >oersorgt, i;rie nie zuttu f in den letzten Jahren, weschalb mit der K-artosstl | anlieferurtg nach Nürnberg nunmehr gebremst n«f । den müsse. Tiefe dlcußerungen das Ministers h’.h' I jben abtrat von Nürnberg veranlagt, ein Schreiben an das bayerisckw Landivirtschast : Ministerium und an die Nürnberger Mitglicdei des barterischen Landtages zu richten, worin jr । len mäßig festgestellt wird, daß ganz abgeschx von der mißlichen Preisfrage durch die biH.'> erfolgte Anliefenrung von Kartoffeln nachNürnbrnil der zur Deckung des täglichen Bedarfes und i’-iul Winterversorgung no went-igc Oste .rmtck darf t.’ I weitem uvck' nickst erreicht werde, ja daß ogar ei-1 Befürchittmg bestehe, ob überhaupt die vorgeschenil I genu'inblid'zC Ka tofselrcserv geschaffen IDttkn könne. Der S astral legt schär ff eV e r w a h r u n? gegen die AeuHerungen des Mini er-5 ein und Irivwl jede Veranttvort-ung für die Folgen ab. die <n-: der Wcimng des Ministers zu /,br;nren", für ftiitl Industriestadt wie Nürnberg tu mchrfacl-er !öu' ftcht entstehen können.
Gingcmndr.
(Für Form und Iuchttt aller unter dieser Rnbm! stehenden Attikel übernimmt die Redaktion d n Publikum gegenüber keinerlei Verantivortnngst
Gksun?chkitsschtwllche Gerüche.
Tie Anwohner des städtischen Gasweikes wj reit von jeher nicht um ihre Nachbarschaft zu inj neiden. In der letzten Zeit werden aber in >ck Anstalt chemische Prozrsse irorgenommen, btc twJl Wohnen in der Ost-Anlage, untere OlarwnfttoH, Roonstras'e usw. geradezu zur Qual machen. £i‘ Gerüche, die sick dort verbreiten, sind in höchst"' Gradl' widerlich. Uebelkcit erregend und gefw^ heitsschädlich. Man l>at zivar ansch i ieii6 Rücksicht auf die Auivohner die chemisel'e stab: kation auf die Abend- und Nachtsttm^.u rtrü^:. aber dadurch sind die Gerüche durchaus nick'. geirehmer geworden. Es ist den Anw huem t' lach unmöglich, nachts irgettb rin Jeuster o'’^’ zu lassen, da sonst ihrs ganze Wohnung rervc'ck' wird. Wenn das städtische (lsaswerk durch chemiM Produktionsprozesse seine Ei.tnahmen rergrößaai kann, so ist es sehr zu begrüßen, aber dis Gesu'stck heil her Bürgerschaft darf dabei nicht in Mitleid» schäft gezogen ivcrbeit. Unseres Wisfeits gibt ein Ortsstatut, das geräuschvolle und übeirieche'st Fabrikatioitsmcthoden aus dem Weichbild w. Stadt verbannt.
kaufende Publikum nicht geinffTt ist, danerno Tfwr- tasiepveise zu zahlen. Sehr z i begrüße: ist - „Be kannt m achung de - et 8a Sch otten über die Fleischbetvirtschattunst vi Sicherung der Fleisch Versorgung in der Üeb?i gmtgszeit" in der es heißt: „Es ist nunmehr Au' gäbe der Vertretungen der Landwirtsckatt, ducc> nachdrücklichste Griimrirtung aus die einjelncn Land Wirte und in Zusammenarbeit mit den Ven.c hingen dos Viehhcrndels und des Schlncktergewn bes dafür zu sorgen, daß die Fleischversörgwu- her Bedarssgebiete unter Verhütung einer lieber spamtung der..Fleischpreise, der die Kaufkraft tf Konsumenten Kicht gewacksen ist, gesichert wird Tie Landwirte, die Viel/Händler uno Fleiscke- müssen sich der Veranttvottung bttvußt fein, kW die von ihnen immer und immer wieder geforben- Freigabe der Fleischbewittschastung ihnen aujst erlegt."
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fd. Schotten:, 12. Okt. D« Vv gelsber^ bahn wird wahrscheinlich eine recht hohe Divij benbe ocrtciicn können, denn noch niemals nnr.tl auf ihr ein stolchor Verkehr von Schiebern und Hamsterern beobachtet als in die'ni Herbst. Sämtliche Züge sind buchstäb'ich m-1 Reisenden vollgepfropft und zudem noch ntl Koffttn, Kisten und anderen 0jeväckstt"lcken zun! Verstauen von Getreide, Obst und Kartoffeln über füllt. Es ist geradezu unorhött, daß von bei Sch eickchändlern nach fachmännisch r Abschatzuv: täglich mehr als 1000 Zentttw außer Landeß verichleppt und damit der Allgemeinheit entzog^i Werden.
Eine VerforgungSgenleinschaft am Rhein.
mt. Fran kfurta M., 12. Oft. Die Städt und Städtchen am Mittelrhcin und Untermain ve handeln augenblicAick über dic Grü-.idung einet Gesellschaft zur gemeinsamen B e s ch a f f u n g v o i Lebensmitteln. Man ter'prt/.ift sich von de i i Gwßbezug eine wesentlick^ Verdiliigung der 2Bared und eine schnellere Versorgung der Bevölkerung.! Beteiligt find u. a. Trier, Koblenz, Bingen, Kreuitt nach, Rüdeshrim, Wiesbaden, Main-, Hochheim! und Höchst a. M.
Die Monalsbilanz eines WncheramtS.
fd. Frankfurt a. M., 12 Okt. Vorn! Wucheramt Frankfurt tmirben im Monat Sevtnii- der folgende Warenmengen beschlagnahm : 127 Zn Mehl, 17 Zentner Fleisch, 10 Zentner Zucker, 101 Zentner Butter, 45 000 Zigaretten, 1250 Stift Weißbrötch^n, 350 Stück Weißbrote und 14 Zn. Getreide.
k Dunk!« P- Fest sch k äüik In, 3. -ji R <- $rn5: W.Fr. I,r P d .Stufe,
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biefe folgendermaßen: 1. Vorschlag: D^r Drv- vinzialaussckmß baut' die Ueberfanbanl<uje und das Ortsnetz aut seine Kosten, bk Gemrinde hat also nur den Stromverbrauch zu bezahlen. 2. Dorsch l a g: Der Provinzi-alliusschLitz baut bie Urber- lanbanlage und die Gemeinde das Ortsnetz. Ttte Gemeiirde betrachtet also das Ortsnetz als ihr Eigentum, hat aber röten Mann zu stellen, der die Leitung usw. unterhält, was im ersten Vorschlag der Provinzialaussckniß besorgt. Die Bur- iTermrifier entschlossen sick aber für den ersten Vorschlag unb erklärten sich einstimmig für die a l s - baldige Inangriffnahme der Arbröen zum Ausbau der Ueberlandzentvale. Es besteht somit bk Hoffnung, daß in aosehbaver Zett santt- liche Gemrinben des Kreises mtt elektrischer Energie versehen fein werben.
Hessen-Nassau.
Ein MittiardenLi^bstahl vereitelt.
fb. Frankfurt a. M., 12. Okt. In Frankfurt jagt eine Sensation die andere. Noch spricht alle Weit von den Milliouenunterschlagungen bei der Piälzischen Bank, so wird schon wieder ein Verbveck)en bekannt bei dem es sich, wenn es nicht im letzten Augenblick verhütet worden wäre, um die Vernichtung von Milliardenwetten gel-andelt hätte, um Schäden ok überhaupt imberech'enbar genesen wären. Es handelt sich um den Raub von rät-Ivn Geh'imverfabreri und bishw nicht veröffentlich ei Pat nteu der d u schen chemisckien Industrie und ihren Verkauf um einen Judaslohn an das Ausland. Die chemischen Werke Griesheim Elektron. Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt, F-a f.iirt, Rhrnania in Mannh im und Gebrüder Bellinger in Nicder-Jngclheim hatten eine bedeutende Anzahl von Geheim verfahren zur Erzeugung chemischer Werte angemeldet und die Berechnungen, Unterlagen unb Dokumente bei einem F.a fiuricr Patcntamvalt niebergelegt. Hier wurden sie durch bie Sekretärin oes Patentanivalts, der 24jährigen '2lnna Büttner, auf Anstisten ihres Brauligams, des 24jährigen Mechanikers Heinrich Balser, gestohlen. Tie Urheber dieses Planes Waren der 33jährige Architekt Ernst Eymer und der Wlufiker Georg Horst. Die beiden letzteren waren ntu ausUntotscheu Agenten in Verbindung gc- t re len unb hatten es übernommen, diese in bett Besitz der unbezalstbaren Tofumente zu fetzen. Eymer veranlaßte seinen Schwager Heinrich Balser zur Aussul-rung des Diebstahls, der ixuat burck die Büttner und teilweise durch Balser selbst vollzogen wurde. Deu Brkfwechs l zwischen dem Auslande und ben Dieben und Hel)lern vermittelte Horst burch Deckabresfe. Tie Patente, btc einen ganzen Koner füllten, sollten vor etwa 10 Tagen durch den Bruder dos Balser, dem Karl Balser, nach einer Stadt im besetzten Gebiet geschafft unb hier von den ausländischen Ageitten gegen l)vhc Bezahlung in Empfa g genommen werden. Eymer übergab an der Mck-laitirche bem Karl Val ec den Kvfscr zur Wegsck-asfung. Diesen Vorgang und das dabei gesührw Geipräch hatte em Fuhrmann gehört, der sofort einige Beamten der Sicher hi spolizrö aufnrett'.am mache die. nunmehr in auß.eMtt>entzich gefchick er unb umsichtiger Weise gegen die Dieb: üuegtagen und Balser unmittelbar ror dein Hauptbahnl,of mit dem Koffer abfingen. Karl Baller totrrbc. mit dem Koffer nach tont Polizcipräfünum gebracht. Der Koffer barg tatsächlich, bis an den Rand gefüllt, eine Fülle der wichtigsten Patente aus ber deutschen Industrie. Es ist nicht unmöglich, daß vorher ftbon einige Pa ente an das Ausland verschachert worden iinb. Die Untersuchung darüber ist i;n Gange. Die wci even Feschellungen der Kriminalpolizei dectte dann ein ganzes Ratknucst wn Dieben, Sck^windlern und Landesverrätern.aus und führten zur Verhafiung von Ins her neun Personen, .von denen drei wieder entlassen tmirden, da kein Fluckft- verdachl vorlü'gt. Nach Angubc ber ck>emischen Werke hätte die beut.d>e Iitdustrie, wenn ber Si reich gelungen wäre, einen Scha en erlitten, ber überhaupt nicht wieder gut zu machen unb mit" Gelb überhaupt nücht zu berechnen iväre, er wäre emfach in bie Milliarden gegangm. Einige der Hauptiäter hatten von den Ausländern bereits erhebliche Summen zur Ausführung des Patcnt- biebitahls erhalten. Viele dieser Pa ente stellen das Ergebnis langer, teiltveise 10- bis 15jähriger Arbeit deutscher Irngenieure und.Chemiker bar unb sollte aufs Neue ein Triumph' deutscher Geistesarbeit und Mfsensck-aft werden.
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wärt- Tie nichtversorgtt Landbevölkerutig hat seit dem 1. Oktober aar kein, Fleisch meyr, da auf een Dörfern die Metzg.n nicht ichlachen und da- Fleisch auf den größeren Orten der Umgebung rosch o-rtauft ist. Ob dieser Zustand anhält, ist allerdings sehr fraglich, da, i
I fti -ünsligl UMM-l: m |un) II. Dl | beginnende üki duütr E tetoorrag. FSliituug za! jp uno sfagdi [ l>?!oh.it i I 'iU3|b ßül^'.rribm [5-; Znter.'ssc L neibgerxl pybing bflle k dculjch n : Mdmg des S roaub uuj der Mtr Zagdgrbk M, Marie [niiur brand), nt emriimiid) Id) üriiad) di Miü:ln und bieicr irintben eine W-R mit d ing.'iceif? cm p tut? n-.it ! ist iviti), do nm bie Sorg b. die Sfi'tu bst untmW p Ge.eg?nh?
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neben den größtenteils völlig erhaltenen Skelctim barg. Namentlich Kinderschmuck wurde gefundtt. amitmu anyair, m, da es nach Att der otalettc sich wo IM um ciuMi wie man hört, das | Kkinberfriedhof handelt, den man freigelegt tM


