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Nr. 165

kT November

19*40

: Schulstratze 7.

150 Gramm

25CF Gramm

wünscht, bat

gdiM

im WiiwL IlMvTer^S

1 - November drückte Lloyd George ' fortschreitenden Entwaffnung Teutsch- seine Zufriedenheit aus: in salbungs- llear Tone verhieß er uns eine Berständi- ^z, wenn wir den Versailler Vertrag ehr- > erfüllen wollten! Wie töunte er uns auch ^'lii, wenn unsere Regierung den Vorsatz l demnächst nähere Angaben über die zu lende Wiedergutnmchungssnmme zu chen! Ausdrücklich ließ er erkennen, daß Worte noch keine Zustimmung zu den lshen Abrechnungen bedeute? Gestern ** er der deutschen Regierung ob ihres

blei.'e, die ihm ter JVrfttkvarcrt nn rurpredr, m d andevers<its, he t'e t et r d s T e u t > eben R e i- cbes nur beratende St imm e frifei srl t-it. D» die Mark yir Zeit nur 2) EenrneS re e, müsse man Dte Zchl, die für Qkbna-f grimbct n»TÄe, mit 6 mult> i^nen, um die Summe o> Vapürmark tu ftulei, tx- Te.tVXemb ?^Nei müf e. 2Teitn für Frxrnkrrich 220 Milldatten mark in Frage tomri, so feen das 1320 Millhtt en PLprnwwrk, imb da Frn'k.irich nur 52 Prozent 'er GeftrmKm tschäbiguk g rr'oalte, Io werde ftH br t$r=. xnvfdmR Tcutid)<v.ii>3 auf mehr als 2000 Milliarden Pa p ror m ark betauen.

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im S-it «JfJ ilüir''rQ^n d eriorde^M

gestellt werden.

Der bayerische Kurs, wie ihn der Ministerpräsident v. Kahr im bayerischen Landtag vertreten hat, bedeutet auch nur die Wiederfestigung von Ordnung und Recht. Seine hauptsächliche Bedeutung liegt in der Wirkung auf das Ausland. Es ist ein alter, guter Grundsatz, daß kein Bundesstaat AuS- landpolitik auf eigene F a u st machen sollte. Daß aber die Mitwirkung Bayerns diesmal nicht nur nützlich, sondern notwen­dig ist, wußte Herr v. Kahr zu beweisen. Vielleicht werden damit den Herren Mille­rand und Foch einige antipreußische Zähne ausgebrochen. Es ift nicht uninteressant, zu wissen, wie weit Frankreich die Zuspitzung eines Konfliktes gerade mit Bayern zu treiben geneigt wäre. Die Pio­nierarbeit unserer süddeutschen Volksgenossen scheint in London auf feinen besonderen Widerstand zu stoßen, sonst hätte Lloyd George seine gelinde Rede nicht geholten. Die stirn- runzelnde Sorge, der grolle. de, höchst wichtig tuende Ernst der deutschen Kritiker des bayerischen Kurses gilt aber nur innerpolfr tischen Wünschen und Envägungen. Man fürchtet den Verlust niandter Errungenschaften der Revolution. S^att mitjuhelfen an der noch immer stark bedroh cn D ederhe: stellu:g von Ordnung und Recht, statt das vaterländische Empfinden unsrer verabsch edeten Dfmiere zu.en und in neue, tem heutigen Staat ent» prechende Wirkungtbehnen zu leiten, erhebt man den alten P.üzel des Hasses. Aus diese Weise kommt keine Front der Mitte zustande! Was wir brauchen ist eine Hebung und Stär­kung des Nationalgefühls und Unterlassung alles gegenteiligen Handelns, durch das die Gegensätze nur verschärft werden.

AmlsverkündigungMati

für die Provinztaldireltion Gderhessen und für das Kreisamt Gießen.

nach : SloMag, Di-N-I.,. Donn.rst.g und greitag. Nur durch di. Dust ,u d.zi.h.n g.g.n Md 2.50 ui-n-ljihrltch.

rag von Santa Margherita eine bcfere Lösung^ alle früheren Auskunstsmutel Ter Veo- t au s Dalmatien sei f eiüd) (rixmcrjCirf)

>ie itaftenftchen Herzen. DieTnlnma ' spricht lebhaften Wunsch auS, das 8uiammcnlcbeit Italienern und Südslawen mäie btc ®autb* ciner Nnttächigen Verbindmm brr b eiben yr bilden TerHomere d'Italia" bebanert falls ben Verlust Dalmatiens und sagt, ben rag sei ein glänzender Beweis des bemofmii»

Gnstes I a'iens. das nie impe ialisttsch ge- t sei und auch nie sein rjpcbe. TasOHnw d'Jtalia" schreibt, der Verzicht aui Dalmatien in außemrdentlich^s O fer, das Italien dem den EuwvaS brachte. Wie dieTribuna" er- , berührt der Vertrag ?llban'en und Monroe ' o in keiner Hinsickst Tas Blatt glaubt zu n, die diese Länder berührenden Fragen mür» in Santa Margherita nicht beixriheO werben. Santa Margherita, 12 N w (Wick s) südslawische Abordnung er L rtr, tte mi) djen Vorschläge als gerecht anerkannt oben.

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is Öen Ausschüssen des Nelchstags.

Berlin ,12. Nov. (Wolff.) Im Haupt» schuß des Reichstags nnrbe rin Antrag, Zentrums angenommen, wonach die Reichs* ning erlucht werden soll, gegen in bn 9ll>. ung böswillige und säumige Erzeuger von betreibe scharfe Maßnahmen zu rrifen und die zur Mftarfrnt berufenen lantroirtsklnft- l Venifsverbände einzwvirkm, ihren aanzm für die 9lblieferung von Brotgetreide, Ha­rn d Gerste einzuietzen.

3*er Unterausschuß ft? Reichswirt- ftsratS setzte die BeraUmg der briwn von siebener Kommission erstatteten Giitachem zur ialisierungsfrage fort. Um&reit ntnehmer) meinte, der G'dank' der Geml-iw» chaft sei in dem Medrheitsgutachten völlig ver- igt: er könne die Arbeiter nicht für ba< Auf- de- Sozia'isierung entschädigen Glrich dm isttsch-n feien auch die ch i'tl chm Bergorbritw ne föefei'igung de? Drioa besitzes In dem ch^en sei aber nidi die Svirr von creme ms« . .chaftlielxm Gedanken des Mitbesitzes ind der

Mitverwa tung im Berasau: die Durch iihnung ' dieser Vorschläge würde das, was fr.über noch an Einbettl ichem im Ve gbau sei, frUlii uerTDifdien. Loesfler (Arbeftnehmer) bezrichnNe die Schaf- hmfl von Klrinakim als nicht mehr zeitgemäß,- die Schätze des SanbeS gehö len der A l rmrirv brit ohne Vorreckfte für einzelne Bolksrmüssen. Dv'ch dm Vorfch ag rire3 riesigen Konzerns auf t> iva kavitalisti cher Grwndlrge ne:de keine Ver­ständigung rnög ich. Es mülie ein cn ldnedener Schritt zur soriaüstischen Q>'mriminrtfrfiah getan Herben. Ebefredak cur Bernhard vermißt-' in dem einen Gutachten dm Gedanken dw ttkinciju- wirtschaft, m dem and ren bat Gedanken eurer oer- Itänbicm Ockonominervig.

Berlin, 12. Nov. (WDB.^i Im HMlvtauS- schuß des Reichstages erklärte ein Regv-rungs- Vertreter, daß die R e i ch 4 ka r t o f f e l st e l l e Hofe, im nächjten Jahre ihre Täi,keit rinfteflen SU können Zur Zer! fei sie noch in starkem Um- range brichastigt, da die Durchführung der Liele- ntne?Dertcäge und die Verwaltung der Rrichs- rcs rven cchrbliche Arbeit mache und die Bevölke- curg die Reichskar'of'elstelle in starlem Umfange nvch immer in Anspruch neunte. Der Etat des RrichsernuhrungsminisvcriumS wurde angenommen und erledigt.

Aur öcm Hei ehe, eint stürmisch- ordneltrfitzung in Neustrelitz.

Neu-Strelitz, 12. Nov. (Wol'f.) Nach einem Beschließ des Landtags sollte der Ar­beiterschaft der Loh"4ntsiall nährend der llappstreiktage in v llem Umf nge rrr-rütit ive^rm. Es war v^rrese^e.i, daß der Saoi, dir Kommunen und die Ärfrntgeber j? ein Dnttel zu zahlen tjöiren. Während die anem gro rn Städte oe5 (Jai acteä Mecllenburg-Str li^ ti Tragung des auf die Kommunen ent gll.nrdm Drittels ab- gel hnt haben, wurde der B schluß b rd' die Smbt- vecorditeten-Versammlung der Lan etlxriiptstadt Neu-Strelitz einstimmig bewilligt. Ti-s grischah unter dem Truck cin*r stark erregten Bollsm.nge, die nid), nur b?n Z ischau r aum und den Sitzungssaal beä Slad^parlmnaUL, funbern

Der Vertrag von Sa-fa Mürgbcr'ta.

R o m, 12. N»v (ATB. ) Nach einer S'efani- melbung begrüben die Blätter der Nachricht von dem bevotttehe.lden Abschluß des Vertrages v o n S a n t a M a r g h e r i l a. Obgleich der Ver­trag Italien nicht alles gewähre, was ihm vor Emtrut in den Krieg zuge ichert worden war, er­mögliche er es doch dem ita ienischen Volke, aus dem Zustand der Ungarn6beit herauszutommcn Uno in eine Evoche des Friedens einzutreten^ deren alle bedürfteu. Aach derIcünina" ist der

aus die Marke 77 der Nährmittelkarte C: Teigwaren (500 Gramm 5.50 Mk ), auf die Marke 78 der Nährmittelkarte C:

Reis (500 Gramm ca. 6 Mk.).

Wer die auf ihn entfallende Ware du beziehen unter Vorlage seiner Karte bei einem Kleinhändler seines Wohn ortes bis zum 20. d. Mts. eine Bestellung aufzugeben. Dabei ist darauf zu achten, das; der Kleinhändler nur die betteffenden Bestell­marken ab trennt und auf der gleichzifferigen Quitttmgs- und Bezugsmarke die Bestellung bestätigt.

Wer die vorgesehene Frist für die Bestellung nicht einhält, verliert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware.

Die Kleinhandelsgeschäste haben die Bestellmarken auf die in Betracht kommenden Bestellbogen aufzukleben und spätestens am 25. November d. I. der Ottoßhandelsvereinigung e. G. m. b. H in Gießen, West-Anlage 31, einzusenden.

Nichteinhaltung dieser Frist zieht den Ausschluß des betteffenden Kleinhandelsgeschäftes von der Beteiligung an dem Vertrieb der Nährmittel nach sich.

>!e Aufruhrbewegung in Moskau.

Koben Hagen, 12. Nov. iWTB.l DieBer- ike Tidende" telegravhrirt wird, gingen au# i zuverlässige Nachrichten ent, wonach die te Ausrlihrbewegung in Moskau endgü ti 1 von der ©om etn'gimtm unter» cf t worden ist. Der Au rihr umfart- vier rote m-n:er und fast a le Ai b iter in den fla-tfidtm ieben. D e Sowi treaierung n ng in sdnirfster e gegen die Aufrührer vor. Sie gab b-m Kv- ; für die Aufrecht.rha tung der Sf^entlichnr -rheit Befehl, eine große Anzahl von Mit- ern der r-vo ut onären Unte'-tudmngsk.'m- on zu k»ntw!li*ren, da diese Mitgüeder be­diel wurden, nicht energifch gemt i bte ührer voreegangen zu sein. In Moskau wur- >0 000 Mann besonders ?urcrläf i; r T'uvvrn nmengezo wn, um jede neue Äuiruhrfr.wegung rzuschlagen.

Rückziia WrangelS?

Varis, 13. Nov. Nach einer Mekbimg des nps" ist in Pa iS die Nachricht eintrrtroffen isrubpen des Generals Wrangel hätten I>ch ih en Haiiptstellnngen an der O st f r o n t »u-- ichen müssen.

Bekanntmachung.

Betr.: Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirtschaftung genommenen Nährmittel; hier: Bestellung von Nährmittel.

Gemäß § 5 unserer Bekanntmachung vom 12. März 1917 ^'O?bisblatt Nr. 48) über die Verbrauchsregelung der in die öffent hebe ^wirlschastung genommenen Nährmittel wird für die Land gemeinden des Kreises folgendes bestimmt:

Es sollen ausgegeben werden:

1. für brotgetteideversorgungsberechtigte Kinder bis zu 12 Jah­ren (rote Karte)

auf die Marke 68 der Nährmittelkarte B: 150 Gramm , Gries (500 Gramm 1.90 Mk.), 150 Gramm Hafer- flocken (500 Gramm 2.10 Mk.);

2. für die übrige brotgetreideversorgungsberechtigte Bevölkerung (blaue Karte)

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Bei Einsendung der Bestellmarken an die Großhandelsvereini­gung Gießen ist von den Kleinhändlern auf der Rückleite der Bogen anzugeben, von welchem Großhändler die Ware geliefert werden soll.

Den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung sofort ortsüblich zu veröffeittlichen.

Gießen, den 11. November 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert.

Eine Konferenz der Vremierminister de- britischen Re ches.

London, 12 Noy. (WTB) Im Unter* Hause vdl e Llwd G«7v»- ml da'; für Mitte öxni 1921 eine Konferenz bet Premier­minister bes Britischen Reiches anbe* räumt ist.

Die «Mmpse in Jrlond.

Paris, 13 Nov. Nach einer Meldung der ..Daily Mail" htt der Staatssett-tür für Jr'and geitern im Unterbaute erklärt, ei seien in den festen zwöl' Mona.en in Irland 1300 Per- tonen getötet und über 500 verwundet worben.

London, 12. Nov (Aol'f.) Das Unter­haus hat mit 183 aegen 52 Stimmen die i r i s ch. vomerule-Bill in 3. Lesung angenommen.

imstag, 15. November 1920 hnn<iiiu< uvu Unjelgen für b.e Tagesnummei bis yk A A zum diochmiltag vorher

ohnk j.be Lerdinblichtreit.

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Reinbolb Zenz; für ben Anzeigenteile .h. Deck, sämtlich In Bietzen.

U lrchen ae|. m v ., esy NM _56.Sll|tii|j|(|

ben lljJ abends b Ut,]

HerrenkomW im Hquariur.

komitag den U W ob 4 Ubr naibil

(jomtlienausßJ und Tau;

" der flarlin!t Um rege iBcttllld td Hflffiv ftr iBwJ Braetzt)

(e. f. V.).

Mittwoch. 17. lioJ 8.15 Ubr abtni-

Öaupt-Iahn- versamml? im 6ai6(tnilirii?

iailf6'£lbiuni

1. Eingänge, 2. flulii neuer liii olicber, 'M jtonblroolil, 4. Äm Han? bau flomr. j 5. SauimiiSünbtuj Amiage lind weid frfmiilitö bei bem I stand cnuurcidjrn. | 018728 Tcr

Ühibcrfluj

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Zniiistag ad." MitzNedv

K ffllHrtfl® HMichen Bemühens einige ermunternde

r ber te, heute schickt er den Murschall Fock)

'^"ldigunasielegramm! Gewiß, England yr(iHhl8.ji e die überspannten Ansprüche Frank­en' Don*0 ä IF1® herabmildern, es graut ihm allmählich v |||ß HjliiiD« ten Zurüstungen der Gallier, und eZ r ii 'ImnflllrHKt ^cr ätzten Zeit manchen Dämpfer '9 ypjbÄf ker. Die zwischen London und Paris ge- " .(L e i Verhandlungen über die Wieder- " ach u ngs frage führten zu jenern

Mpromiß, das in der ^orm ben französi- W Standpunkt respekttert, in der Sache £ ^en EnAländern den Weg der Entschei- V M'j°ffeii hält. Die Londoner Politik schleppt

7 tiflfrlEPj Bundesgenossen an der Seine umso ^en dart so willkommenen Lor- \ ß'LW *i - - Bewunderung herbei, je nüchterner ui£en geschäftlicheTeil der Ausein- t,,^otzung zu lösen gewillt ist.Unverän- Zunetgung und Bewunderung" wid- iift. oer König Georg dem französischett

5 tei diesen Schmeicheleien und den öit<UGcn Nationalfestes manche Enr- überwinden mag! Es hat während t>iele Deutsche gegeben, die mit Gerung und einer gemiffen Scheu dem moralischen Weltwiltens der 1 gegenüberstanden. Die der Humanität waren die I

Baubeginn verzögert wird, empfiehlt es sich, uns die Gesuche sofort unter Berfücsimg der erforbcrltäten Unterlagen siehe Anikel 66 der ^'^Bauordnung-) vorzulegen.

^ie Twlizeiorgane sind erneut angewiesen, jeden Verstoß gegen bte obengenannten Beslimmuirgeu unnadifidnlidi zur Anzeige zu ^'ir beaunrag.-n Sie bafrr, diese wiederholt bekannt- zugebm und auf ihre Durchsührung zu achten.

Gießen, den 9. November 1920.

_______________Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r.

Betr.: Vorübergehende Erleichterung der Untersuchung von Schlachtvieh.

An das Polizeiamt Gießen unö die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

1oon^ die Verordnung der Reichsregierung vorn 19. September 1J2() über Aufhebung lrtegsimrtfchaftlickier Vorschriften auf dem Gebiete der onenrltchen Z-lrischversorgung (Reichs-Gesctzbl. S. 1673) Ut me Bekanntmachung vom 21. Januar 1915 betreffenb vorüber geljeube Erleichterung der Untersuchung von Schlachtvieh ^Reichs wefetzbl. S. 34 ) mti Wirkung vom 1. Oktober 1920 ausgehoben iuorben Darnach muß die im § 1 Msatz 1 des Gesetzes, 'b.-treffend d« Scklachivteh und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900, vorge- fttrtebene amtlrche Untersuchung der Schlachttiere v o r der Scklach

'vt^er vorschriftsmäßig ausgeführt tverden.

Turm die Aufhebung obengenannter Bekanntmachung ist auch unsere Bekanntmachung vom 3. März 1915, veröffentlicht im Kretsblatt Nr. 23, hinfällig.

Ste vwllen dies zur Kenntnis der Jnteressentm und des tzleisch- befckaupersonals bringen.

Gießen, den 10. November 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r.

Bekanntmachung

über die Anzeigepflicht und die behördlichen Anordnungen bei Ausgrabungen und finden Vom 25. Oktober 1920.

Zur Ausführung der Artikel 25 und 26 des Gesetzes, ben Denkmalschutz betreffend, vvm 16. Juli 1902, wird folgendes bestimmt:

8 1 Die in Artikel 25 dlbsatz 1 und 2 vvrgeschriebenen An zeigen beabsich:ig(er Ausgrabungen und Grabungen sind an den Denlinalpfleger für die Mtertümer zu richten.

Die in Artikel 26 Ms atz 1 vvrgeschriebenen Fundanzeigen sind an die Bürgermeistereien oder das Kreisamt des Fnndvrtes zu erstatten.

8 2. Tie Mrgermeistereien und das Kreisamt haben von den ihnen nach 8 1 Wiatz 2 erstatteten Funoanzeigeti dem Denkmal Pfteger für die Altertümer unverzüglich und spätestens am nächsten Werktage telegraphisch oder telephonisch zu benachrichtigen und ihm gleiäszeitig den Jnlwlt der Aiizeige schriftlich mitzuteilen.

Ist für das Gebiet des Fundortes ein Bezirksstelloertreter des Denkmalpftegers bestellt, so ist in der gleichen Zeit auch der Bezirksstellvertreter in geeigneter Weise zu benachrichtigen

8 3 Zuständig zum Erlaß der in Artikel 25 und 26 vor gesehenen b.-hördlicksen Anordnungen ist der Tenkmalpfleger für die ^lltertümer.

Der Denkmalpfleger kann in einzelnen Fällen geeignete Per­sonen beauftragen, im Falle seiner Verhinderung die erforder litten Anordnungen am Ausgrabungs ober Fundort zu treffen.

Die Befugnisse nackt Absatz 1 und 2 stehen auch den Bezirks stellvertretern des Denkmalpftegers zu.

£ 4. Der Denkmalpfleger für die Mtertümer hat dem Kreis amt von den Anzeigen .beabsichtigter Ausgrabungen ober Gra bungen sowie von ben ihm durch die Bürgerineistereien erstatteten Fundanzeigen fofott Kenntnis zu geben. k

§ 5 Diese Bekanntmachung tritt sofort in Kraft. Gleichzeitig wird btc Bekmmtmacksung, bie Anzeig.'pflicht und die behördlichen Anordnungen bei Ausgrabungen und Funden betreffeub, vom 19. Februar 1903 (Reg. Bl. Nr. 12, S. 63 von 1903) aufg-hoben.

Darmstadt, ben 25. Oktober 1920.

Das Landesamt für das Bildungswesen. I. V.: L ö h l e i n.

Betr.: Wie oben. ---

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger­meistereien der Landgemeinden des Kreises.

Indem wir Sie auf vorstehende Bekanntmachung Hinweisen, beauftragen wir Sie, auf genaue Befolgung der oben miebergegebe neu Bestimmungen hinzuwirken.

Gießen, den 30. Oktober 1920.

_______________Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r.

Betr.: Gesetz, die allgemeine Bauordnung be­treffend; hier: Einholung der Baugenehmi­gung.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

In letzter 3eit ist wiederholt mit der Ausführung von Bauten begonnen worden, ohne daß Genehmigung der Baupolizeibehörbe ^rlag. Nicht selten hat dieses Vorgehen eine Gefährdung der Reckte Dritter, vor allem der Gemeinden selbst nach sich igetogen. Wir sehen uns daher veranlaßt, auf die diesbezüglichen Bestim mungen und Verordnungen erneut und nachdrücklichst hinzu.reisen.

Dis Genehmigung ist erforderlich ilnd rechtzeitig einzuholen:

1. wenn innerhalb oder außerhalb eines Ortes ein Wohn- cebäube ober überhaupt ein Gebäude mit einer Feuerungsanlage ober irgend ein Gebäude an einer bestehenden oder in den geneh­migten Bauplan aufgenommenen öffentlichen Straße oder an einem Matze neu aufgeführt Iwi-ben soll, auch falls dies auf Iber Baustätte eines vorhanden geivesenen Gebäudes geschieht:

, 2. wenn an einem bereits bestehenden Gebäude an dessen äußerer, nach der Straße gehenden Seite eine Hauptänderung Potgenommen werden soll (Artikel .132 b. P.St.G);

3. wenn eine neue Feuerstätte errichtet ober eine bereits Vor­hand en e an einen anderen Ort verlegt ober abgeändert 'loerben ssoll (Strafgesetzbuch § 368, 3 und P.St.G.):

4. wenn an össentlickien Plätzen, Kreis- und Ortssttaßen neue Einfriedigungen errichtet oder vorhandene versetzt werden sollen Pvlizewewrdimng f. d. Landgemeiiiden des Kreises Gießen vom 19. Mai 1903).

Um zu verhüten, daß durch das Genehmig'llngsverfahren der