Einzelbild herunterladen

Streik in Dresden und Leipzig.

T reSden, 11. Ott Dem StiriTb~r ft 8 b 11* schen Ele ktrizitätswer ke fch^ofseu sich imt 5 Uhr abends aud) bie Ga sarbeiteran, so txib bi? Stadt zum großen Teil ohne Strom mW Lrcht ist. Ter Magistrat verhandelt gegenwärttg mit den Streikenden, bxb find bie Verhrärdlungen bisher ergcbniSs.os rerioutei. Tie Notstandsorber- ten werden von den Arbeitern verrichtet.

Leipzig, 11. Ott. (WB.) Ter heute früh ausgcbrochene Streik erstreckt sich nur auf die Go s- und Elektrizitätswerke. Die Wasserversorgung, die heute vormittag teikwei« unterbrxben war, ist wieder im Gonge. Die ftenbdarbeiten werden von den Streikenden der» richtet. Verhandlungen sind emgeLeitet.

Aus der U.S.P.

Berlin, 12. Oft. Dem ,,Vorwärts" zu­folge ist Sinojetv als Delegierter der Sowjetregierung zum Partei­tag der U.S.P. eingetroffen. Die französische Partei hat als Vertreter für den Halleschen Parteitag Longuet und Sibaud sowie Grumbach geschickt.

Nürnberg, 11. Oft. Die Vorab­stimmung in der U. S. P. D. in Nürnberg ergab die Wahl von vier Delegierten, die sämtlich für den Anschluß an die dritte Internationale sind.

Saarbrücken, 12.Oft. Die BezirkS- ttmferenz der U.S.P. des SaargebietS hat in ihrer Sitzung am 10. Oktober eine Entschließung angenommen, nach der die Parteileitung unverzüglich Schritte unter­nehmen soll zum sofortigen Anschluß an die dritte Internationale in Moskau unter restloser Annahme der 21 Bedingungen.

LautFreiheit" sind nach vorläufi­gen Feststellungen in Halle bisher 220 Be­fürworter und 158 Gegner der Moskauer Bedingungen als Delegierte anwesend.

aus ötm besetzte« Gebiet.

Beschlagnahme nassauischer Güter durch die Franzosen.

fb. Wiesbaden, 11. Ott. Die französische BesatzmrgSbehörde hat die Domäne Frauenstein bei Wiesbaden, ein großes land wirtschaftliches Unter­nehmen, beschlagnahmt. 40 Stück Rindvieh bzw. Milchkühe, ein halbes Dutzend Pferde und eine große Anzahl landwirtschaftlicher Geräte gelangten zur off entliehen Versteigerung, nachdem man sich mit den von den Franzosen gebotenen Preisen Nicht einverstanden erklären konnte. DaS gleiche Schicksal soll noch anderen großen Hofgütern im Nassauischen drohen, so insbesondere dem 1400 Morgen umfassenden Mechtilder Hof bet Erben- heim-Hochheim, wodurch bie Milchversorguna, die ut dem hiesigen Gebiet nicht einmal für Kinder im dritten Lebensjahre ausreicht, naturgemäß noch mehr verschlechtert wird.

Ar»» Statt ttnfc Land.

GieHerr, den 12. Ott. 1920.

Eine deutsch-amerikanische Frauen- Htlssaktion.

llnder dem NamenA rbeitS Hilfe" hat die Deutsch-Amerikanische Frauen­hilfe" (Quavteroollection) eine Einrichtung ver­suchsweise getroffen, die einem doppelten Zw«t dienen soll. Aus vielen Untersuchungen und Fest­stellungen der Quarter o-llection hatte sich ergeben, daß besonders in den Familien des M irtei­st a n de s die größte Not herrscht, daß! viele Frauen, die durch ihre häuslichen Pflichten an Berufs­arbeit verhindert sind, sehr wohl aber fernere oder gangbare Handarbeiten, Näharbeiten usw. anferti- gen und damit ihrer Familie eine sehr beachtens­werte Unterstützung kneten könnten. Ter Markt für L uxu Zarter len in Deutschland ist natürlich viel kleiner als daS Angebot. Jetzt will die Quartero)llection versuchen, dieser Frauenarbeit den amerikanischen Absatz -u erfchliehen. Tis. Quarteroollection will Arbeiten deutsch rn Frauenfleitzes drüben einführen. Es ist voriau- ftg bie Absicht, die Arbeiten tn Amerika nur Basaren zu veräußern. Ter erzielte Gewinn wird ausschließlich wohltätigen Unternehmungen zu ge­wandt. Da die Quateroallectüm sich tn her Hauvt- fadte unterernährter deutscher Kinder annimmt, jie fteibet und in Erholungsheimen unterbrtngt, so werden von diesem Gelbe viele kleine Kinder ge­rettet werden können, imb die deutschen Firmen können das Bewußtsein baten, daß, ihrer Hande Weiß und ihre GesäncklichLfit nicht nur der eigenen Familie Hilfe -ufuhrt, sondern einen Teil zu dem gvoh-n HittSwerk beiträgt

Außerdem tert bie Quarteraollection bie Ab­sicht, ihrer Arbeitshilse später die AuSgäbe von Näharbeit anzngltedern. Dazu wird das Ma­terial von Amerika gesandt, die Arbeit wird zu- geschnftien ausgegeben (an nur wirklich Bedürftige), für die Arbeit wird der übliche HeirnarbeitsprerZ bezahlt und die fettigen Kinderkieider oder Wäsche­stücke werden in der Liebesgabenverteilung b.T Quartereolleeftsn an Arm- ausgeteilt Auch mit diese Art lvill die Quatterooklection mit ihrer LicbeStätigkeit eine doppelte Wirkung erztelM.

Jedes der amerikanischen Mitglieder dieser Or- ganisatron verpflichtet sich, wöchentlich während deS Verlaufs von zehn Jahren einen Quartechoklar, also bei der letzigen Valuta etwa 15 Mark, ihres DauSbaltimgScteldes für deutsche Kinder herzugeben.

Für Hessen ist der Alice-Frauenver- ein mit der Turchführung dieses lwächerzrOen LiebcswerttS betraut worden. Ter Alice-Froueu- verein wird die Organisation des-ganzen Werkes mit feinen Zn-eigveretnen so rasch als möglich durchfilhran. Weiten.' Mitteilungen wechen dann an bie Presse gegeben rot eben.

Das Grundprinzip dieses beirtT<-amerik!cuu- schen Hllfswerkes ist, wie die amerifcntfcfc Joiir- nalistrn Miß Rah B'verS»gc mitteilt, ,.datz nur Damen, die in wirklicher Not sind, berücksicktuit werden: dafür müssen die Vereine garantieren, welche dir Arbeit organisieren". In Heften also bet Mice-Frauenverrin.

Veranstaltungen.

Dienstag: Stadttheater, 7 Uhr, Medea. Tafs Seih, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick - Mcidmger Hotel Einhorn 8 Ubr ßariotö und Rv'.g kämpft. Sichtsptelhaus,Tr. Vampire, 1. Teil". Lichtspiele., SelterSweg Das unbewohnte Haus".

** Amtliche Personalnachrichten. I Ernannt wurde am 5. Oktober dec Lehrer Heinrich Stroh zu Gambach mit Wirkung oom 1. Okt. 1920 an zum Reallchrer an der Realschule zu Butzbach. Uebertragen wurde am 4. Oktober dem Lehrer Karl G anz zu Bvbcnhausen I, Kr. «Bübingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Oter-Aiddersheim, Kr. Büdingen. Die Stelle eines Universitäts-Rentamtmanns bet der Landes Universität Gießen ist oom 1. November 1920 an erledigt. Bewerbungen sind 'bis zum 25. d. M. beim Landesamt für das Bildungswesen ein­zureichen.

* Von der Sandesuniversität. Die im Vorlesungsverzeichnis der Universität emgekündigten Vorlesungen überWesen und Grundsätze der Buchführung und Bilanzierung", die Herr Prokurist und beeidigter Bücherrevisor Hermann Will im Auftrage des Direktors des Volkswirt­schaftlichen Seminars abhält, beginnen am Freitag, dem 5. November er., nachmittags 46 Uhr.

* Wechsel im Stadtverordne- tenkollegium. Durch Wegzug deS Stadt­verordneten Weiß der U. S. P. ist der Gas- ar hei ter Hermann Goß in die Stadtverord­netenversammlung einaetreten.

** Polizeibericht. Eine Frauensperson versuchte am verflossenen Freitag bei einem hie­sigen Althändler zwei Koffer mit Klei­dungsstücken abtzuschcn. Einem Kriminal­beamten, der zufällig den Laden betrat, fiel dies auf und er nahm sie mit zur Wach:, worauf sie nach längerem Srngnen dann eingestand, die Sachen ihrer Tienscherrschaft in Frankfurt a. M. gestohlen zu haben. Sie wurde in Haft genommen und die Sachen der Herrschaft zurückgegeben. Auf Er­suchen einer auswärtigen Behörde wurde am Samstag abend ein billiger Geschäftsmann fest­genommen, als er mit dem Zuge hier ankam. Er wird des Schleichhandels mit Kokain beschuldigt, wovon er 3 Kilo für 32 400 Mk. ab- gesetzt hatte. (Sin hiesiges Dienstmädchen hat am verflossenen Samstag heimlich geboren, oas Kind getötet und unter einem Schrank ver­steckt, wo man cS später vorsand. Im Jahre 1914 hatte das Mädchen em gleiches Verbrechen be­gangen.

.1 Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern vormittag 10 Uhr im Bahnhof. Ms um 10 Uhr der V-Zug von Frankfurt sich in Bewegung setzte, wollte ein 50jähnger Gießener Werkstätten- arfieiter noch schnell übers Gleis. Der Schnellzug erfaßte und überfuhr ihn. Der Unglückliche verlor beide Beine unb wurde am Kopf schwer verletzt. Beim Einlieftm in die Klinik starb er. Der Ver­unglückte feierte gerade feinen Geburtstag.

* Dr. Haller-Munk, der neue Be­sitzer der Engelapotheke, hat, wie wir er­fahren, der Stadt Gießen au§ Anlaß der Uebersiedelung von Berlin nach Gießen einen größeren Betrag gespendet, der zu wohltäti­gen Zwecken verwendet werden soll.

** Die Besitzer von Ob st bäumen der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, |ur Bekämpfung der Obstbarumschädlinge sämtliche Obstbaume bis Mitte November gehörrg abttatzen und mit Kalkmllch (gelöschtem Kalk, der mit viel Wasser verrührt ift) bestreichen zu lassen.

** Die Maul -und Klauenseuche wurde bisher in 291 hessischen Orten fest- gestellt. Die Milchversorgung leidet durch die zahlreichen Erkrankungen deS Viehes ganz besonders. So reicht im Kreise Offenbach und im Kreise Friedberg die zur Anlieferung kommende Milch kaum zur Ernährung der Säuglinge. Auch die Stadt Frankfurt kann aus hessischen Kreisen nur noch notdürftig beliefert werden mit gänzlich unzureichenden Quantitäten.

** Ter Bund der Ausländsdeut­schen veranstaltet am Sonntag, 17. Ott., in der Neuen Aula einen heiteren literarisch-musikal. Abend, bei dem Alfred Auerbach, Leiter oer Bühiren klassen des Tte Hvchschen Konservatoriums in Frankfurt a. M., langjähriges Mitglied des Frankfurter Schauspielhauses, Dichtungen von C. Flaischlm, L. Finckh, W. Sckiusfen sowie hei­tere Volksdichtungen sänväbischer Autoren und PianistJulins Hahn-Gictzeu Werke von Stete lwoen, Haydn, Hlller, E. M. v. Meter vortragen wird.

** T i e P o l e n u n d w i r. Am Stornierst tig ten 14. Oktober, abends 8 Uhr, wird Studienrat KrieSmann aus Lübben im Namen bet Zen­trale deS deutscher Ostmarkenvereins Berlin in ter neuen Aula einen Vortrag über das Thema Die Polen und wir" halten. Kriesmami gilt als vorzüglicher Rchner nnb wird durch seinen Vortrag em klares Bild unserer traurigen Lage im Osten geben. Mr- »aterl«mdSllebenden Frauen unb Männer sowie bie Jugend lind zu diesem lehrreichen Vvrttag auf das Herzlick)ste ringe laden. (Siehe Anvige.)

* Vortrag. Mvntag, 18.d. M., wird ein langjähriger Freund deS bekannten Frankfurter MalerS Steinhaufen, Pfar­rer I. Deggau, in der Johanneskirche einen Lichtbildervortrag über Wilhelm Stein­haufen zum Besten des Diakvnifsenhauses Elisabethenstist in Darmstadt halten. (Nähe­res siehe Anzeige.)

** SB er ist Kriegsteilnehmer? Der BegriffKriegsteilnehmer" ist jetzt auch oom NerchslckZrtzminrster besonders ausgttegi irorbcn. Es ftnd darunter alle Personen zu verstehen, die ver­möge ihres Dienstverhältnisses, Amts ober Berufs Zu der Land- ober Seemacht oder den Schutztrup­pen gehörten ober sich aus Anlaß der Kriegfüh-- rimg im Auslande aushiclteu und sich als Kriegs- syfcmyenc und Geiseln in der Ge.uall des Fein­des besmrden. Dabei ist eS belanglos, ob der Be­treffende m der KamNllinie, in der Etappe ober in der Heimat Dienst getan hat. Auch bei der Aus­stellung der ManteltarifvertrLre war nicht tead- "chtlgt, bie vorteilbafteran Bedingungen für die Kriegsteilnehmer nur dm Personm zum gestehen me gewisse bestimmte Dorauvsetzungeu erfüllen. Der BegriffKri-gs!eilw.-hmer" ist vielmehr in wei- terem Lwrne aus zu te gen

A uslauds wageu im D interso h r- Vlaii. Tie dur6>lausende!' Wa-^-n im Berkehr mit dem Ausland werden wied-n mehr und wel-r ver­mehrt. Ter Ltentcr^rhrpan bringt ein- v.m ^rartlgen Emrichiungeii. msbrsondeve im Ber- tebr mit H-llteud und Belgien. TurtHmiWr 3ur gibt -5 nicht -tue zwischen Amsterdam <rn^ £ r /nbfrn auch zwischen Amst rdam und TreSven. Kurswagen I. und 2 Klass? laufen

zwischen Berlin und Rotterdam, Tvesbeu unb Rotterdam, Leipzig und Amsterdam, Berlin und Paris, Berlin und Ostende, Genua urch Amsterdam usw. DuvriKmf nbe SBagen alte rbrei Kllasien sind vorgesehen zwischen Berlin und Ostende, Berlin, Brüssel und Paris, Berlin und Zürich usw. Turch- lausende Wagen 2. und 3. Klasft werden dcirch- geführt -wisck?en Berlin und Antwerpen, Stuttsrrt und Eger. Tucätgehende Wagen 3. Ällasse fin­den sich im Muterwhrr^an zwischen Ber.rn und Paris funne München und Straßburg. SclLas- nxigen laufen zwischen Berlin und Rotterdam, Hamburg und Rotterdam, s-owie Würzburg und Amsterdam. Speisewagen gibt es im Durchgangs-' verkehr zivischeu Amsterdam und Berlin sowre iBiai und Würzburg.

** Freimarkenheftchen 8 Mk. Neue FrennarTenhef.chen zum Preise von 8 Mk. gelangen t emnächst an die Postans-al en, foerben aber an den Pvstfchallern erst verkauft, wenn die Heftchen früherer Austsgen ausgebraucht sind. Diese ente sp echen aber den jetzigen Gebühren,ttzen so schlecht, tast sie kaum »u verwenden sind. Die neuen Heft­chen enthalten je 10 Fveimarftn zu 40, 30 und 10 Pfermig.

** Der Naturheilverein veranstaltete am letzten Sonntag im Saale deS Katholischen Vereinshauses einen musikalischen Unter­haltungsabend, der bei gutem Besuch in bester Weise verlief. Bon der Fülle der Darbietun­gen verdienen vor allem die Leistungen des G e r n- hardtschen Zither- unb Mandolinen- chorS, der sich in letzter Zeit außerordentlich günstig entwickelt hat, Erwähnung. Aber auch die Tarbietungen von Frau Rose Diehl (Sopran), die mit ihrer weichen klangvollen Stimme die Zu­hörer bis zum letzten Augenblick zu fesseln wußte, sand reichen Beifall. Die Begleitung wurde durch Pianist H a h n in altbewähtter Weise burchgefübrt. Besonderen Eindruck hiitterließen auch die von den vereinigten Männergesangvereinen Harmonie- Gemütlichkeit unter der zielbewußten Leitung ihres Ttri geraten Mvsrk.ehrer Klarsten zu Gehör gebrachten Männerch^ar. Tie vvn Herrn Mrnk gebotenen EellosvliS (Matnerbegieinrng Herr Kin­zenbach) wurden ebenfalls f^r beifällig ante grmivmmen. Auf leben Fall können sowrcht die 9Ritroirfenben, wie auch der Naturheuverein mit dem Erfolg des Abends aufrieben sein.

** Kontertverein. In der gestrigen Besprechung über das Konzert des Schörg^Qttar- tetts ist im ersten Absatz richtig mi lesen:... bei solchem Geben . . (nicht: Geoahr en) und im zweiten Absatz: . mit ihrem Anklang..

(nicht: schwerem).

Landkreis Gietzen.

J. Dllendo rf a. d. Lahn, 11. Ott. Eine große Kaninchen-Ausstellung findet nächsten Sonntag hier statt.

. ** Gr oßen-Buseck, 11. Ott. Die Ehe- Briesträger Henß und Frau Karoline geb. Wag­ner feiern heute Mittwoch das Fest der silbernen Hochzeit.

-m. Lich, 18. OA. Ter gestern unter dem verdacht der Br«ndstiftung Verhaftete mußte mangels Beweise- wieder freigeLasftn wer­den. Eine andere Spur von den Tätern hat man bis jetzt nicht, tvotzdem mit ziemlicher Sicherheit das Feuer, das die Tampfziegelei vollständtg evi- Lfcherte, angel<«t irorben ist. Nur dem tatkräftigen Eingreifen der Wehren ist eS M danken, dtetz tx-e hcmslrxh emporschiagende« Flammen nicht auf die benadbarten HLuser u. Scheunen stdergriften. Diese Gebäude waren in grober Gefahr und ihre Be­wohner hatten bereits ihre Habseligkeiten m Sicher­heit gebracht. Tie Z^aelei-Ättiengesellschaft er­leidet empfindlichen Sävden, auch Knet Schwerner- metfter von hier sind hart betwfftn, da ihnen Eichenstämme, die in der Ziegeln lagerten, mite verbrannten.

Kreis Büdingen.

Der des Humen KürftenpaareS.

ba. Büdingen, 11. Ott.

Bei herrlichstem Wetter hat gestern das junge Fürsten paar Karl zu Dienburg und Büoragen, von der Hochzeitsreise kommend, feinen Einzug gehalten. Die fürstlichen Gntspächter unb Beamten waren dem jungen Paar, das von Geln­hausen im Vicrspänner-Wagen kam, entgegen- geritten und -gefahren. Nach fut,tet Ansprache des Kammerdir. Dr. Weimer wurde bie Fahrt fortgesetzt, unterwegs wurde von K. Geitz zu P.erd ein Degrüftivlgsschreiben überbracht. An der Saline hatten sich die Frauen der Gutspächter em» gefunden, in deren Namen Frl. Flemming einen Blumenstrauß überreickste. An der Ebrenpsorte in der Bahnhofstraße begrüßte Bürgermeister Fendt mit den Gemcindcratsmrtgliedern das Füritenpaar und betonte, daß die Beziehungen zwilchen Äavt und Fürstenhaus stets innig gewesen seien, waS auch sür die Zukunft so bleiben möge, Fürst Karl verband mit seinem Dank die gitirfxn Wünsche. Frl. Emma Glanz überreichte namens der Jung­frauen einen sehr schönest Blumenstrauß. Von der Ehrenpforte aus bildete eine stattliche Anzahl ^ungftauen mit Schleifep in den Farben des Furslenpaares auf der Schulter Spalier, denen sich bie Schulen entschlossen, dahinter eine dicht­gedrängte Menschmmenge, die dem Paar entgegen» jubelte. In den Straßen wehten die Fahnen, von der Neustadt aus bildeten die Vereine bis zum Sck,loß Spalier. Von dem>lonturm spielte der Moaftäbter Posaunenchor. Im <schloßhos hatten sich bereits viele Neugierige eingefunden, zu denen immer twd> weitere zuströmten, als Fürst Karl mit Gemahlin ausstiegen, um die Glückwünsche der Beamten und Dicnerschaft in einem Gedicht des TSchierchens von Forstmeister Hofmann entgegen­zunehmen. Nach einem Hoch aufs Fürstenpaar dankte Fürst Karl für den Empfang, worauf ein Vorbeimarsch der Jungftauen, Schulen undVereine erfolgte. Der Zug marschierte bis zum Marttplay und löste sich auf.

Am Abend kamen v m Kreisamt die Vereine zum Fackttzug zusammen. Eine große Anzahl gackeln, dazwischen viele PapierLaternen, erstrahl ten in der Nacht, als sich der ftottStdx Zug gegen 7?9 Uhr nach dem Schloß in Bewegung setzte. Ter vordere graß? Schloßhos vermochte kaum der Menge Platz z,i bieten, die zur Aufstellung angelegte Fackel- polonaije nahm sich sehr schön aus. Den Jung- irauen und Kindern folgte die Feuerwehr mit b.m ^pullleutrn, denen sich bic Bereme anscklossen, den sch ütz bildete der Verein für Rasenfpiele mit der Kapelle. Nack dem Siebe des Gesangvereins §EMKlstGott grüße dich" s-rach im Auftrage der Buvrager Vereine Hugo Schneider, herzlich oankte Füttt Karl. Das Lied des Gesangvereins LlederkranzHeil'ge Nacht" schloß die Feier, worauf.ber Zug durch das Waisentvr intb die Ober» imh Vorstadt nach dem newm Schulhaus ab- Marschierte, von wo aus b?2 Deveine in die ver­schieden en Lokale zu gremütlrchen Nachftiern sich

>)mau erm hat ihm n rnttelt: ssüj

6ften Ruch ntereS Leid t Tochter b(

K

- B

Jrt hort e h U so MB ^i »erden

nie. Fra S-hlfahrd itliodr in. Mid.ite oe ianhli^ $ jftrnZinsfu Mittlung i 5 w-, ende Ler» He der Ver t gebiete mt Fran

Christiar «in den f letrügerei iÄtrr- i Sornti uni in beinerkoor L-.LS Armös inüFrar «röaltung laß Onieinm? utten eine Ai bist, um dort MllcivM

X Han schick, von d 5cheer in hat in der ? ausgelöst. A

I $4 sind ; k. W

S&ii £>!«* rf IN 01

Xi «s®b i

begaben. Ganz bestmdeven Zuzug hatten bw Schützen und Turner im Fürstenhof sowie d« Rasenspieler mit ihrem hübschen Konzett im «Stent

4 O rtenberg, 11. Ott. Gestern nach­mittag fand in hiesiger Kirche ein auch von aus­wärts gut besuchtes Konzert der Frank­furter Kurrende statt, die zur Zeit in Dt nmgs zur Erholung wellt und bei herrlich'«r OkuobetSvetter auf z.vei Leitrrwagm feciibtri.m Dec Leiter der Kurv.wde, Lehrer Hvsrnann- Frankftrtt, schütte biibcn Teilen des Programms brrze Erttänmgen voraus, der Beglft er, Sood nchsionar Päsle, erläuterte in her Pause Auf­gabe und Ziel der Kurrande. Der erste Teü btadir Choräle, geistliche Volkslieder und Motetten tu Gehör, es wurden gelungenLobe den Herrn o memc «Seele", (htgd.crue.t aus dem EliasHcke deme 2lugen auf . . .", Unter Lilien jener Ken den. Harre meine Seele, Vöglein im kalten Wiu- jer. Der zweite Teil war aussMießlich dem geilt, luhen und dem Volkslied gemeint, ei wurde ge­sungen: Sv ruft die Nachtigall. Ein Männlein lieht im Walde, Jetzt gang ich ans Brunnele. Pappelmäulchen, «Seht tote bie «Sonne dort sinket So nimm denn meine Hände Die Knaixm folg.rn bis in die feinsten Tonschat:ierungm willig ihrem Leiter, langen mit nicht müde werdender Hingabe und in Itets gleicher Tostrernheit und «Schönheit und bereiteten der aufmerksam lausckxmden Zu hörersckxrft eine Stunde wahrer Erquickung. Dank für ihre vortrefflichen Leistungen durften sie unter HmHurechnu7>g einer besonderen Einzel- gäbe zusammen 416 Mk. mit nach Hause nehmen Nach dem Kvnzett brachten sie vor dem «äfck ten gräflichen Herrschaf.en ein «St4ndchen. Vvi und nach item Konzert wurden sie aufs beste tn gastfreien Häusern Ottenbergs bewirket, mußt« vor ihrer Abfahtt nach Gedern, wo s« abent» langen, den zahlreich erschienenen Gastgebern rate) einmal das Pappelmäulchen und andere Vvlls- lieter, die besonders gut gefallen hatten, wieder Halen.

Kreis Schotten.

e. Laubach, 10. Ott. Wie überall ist auä, hier die Wohnungsnot sehr groß. ES ist hte, tatsächlich keine Wohnung zu bekommen. Um für einen Lehrer eine Dienstwohnung zu erhalten, Hai ftch die Gemeinde Laubach an die Gräfin menten müssen, so daß der Lehver seine Wohnung im Grüs> lichen Schlosse bezogen hat. Der Wohnungsnot einigermaßen zu steuern, hat sich die Stadt Lau­bach entschlossen, zwei neue Wohnhäuser mit je Dir Famtlienwohnungen am sog. Röderweg, an der Chaussee nach Wetterfeld, zu erbauen, von denen eins bereits im Rohbau fertig dasteht, das andere seiner Vollendung entgegensteht. Tas Gelände bat der Erdgraf für einen sehr billigen Kaufpreis ter Stadt abgetreten. Außerdem find noch zwei Neu­bauten hier errichtet worden, wovon einer als Woh­nung und der andere als Zigarrenfabrik eingerich­tet wird.

Kreis Frievberg.

nt. Friedberg, 3. Ott. Die fchon länget «tfänte lleberführuny der P r apa ra n den an ftal t von Lich nach Friedberg, soll am 1. April 1921 vor sich gehen. «Sie wird hier in der Blin­denanstalt untergebracht werden, insoweit Raunk dafür erübrigt srnd.

Ü. Vilbel, 11. Ott. In diesem Monat sind eS 25 Jahre, daß die GesangSabtcilung des hieftgeit Kriegeweoerns ins Leben gerufen und toäbrertf bufer Zeit ununterbrochen von Lehrer Ohl.» leitet wurde. Im Hinblick auf unsere schw.r>t $tt: glaubt der Verein von einer größeren Festlichkü! abfthen zu müssen uckd das Jubiläum des Bevriai sowohl als auch das seines Dirigenten tn Jom eineS Konzertes zu feiern. Dieses findet cn 24. Oktober statt. Ter Kriegervevein selbst be­steht schm seit 1874.

Starkenburg und Rheinhessen. Raub Überfall.

Gr.-Zimmern, 10. Ott. In der Nach vom 7. auf den 8. Oktober d. I. wurde die SßirtiT Dietrich in ihrer Wohnung von zwei fremden Per flotten überfallen und beraubt. Cs wurden etivc 4000 Mk. Papiergeld in 2500 Mk. 50-Mark|Leiw7 neuester Art, 500 Mk. Zwan zigmarkschein en, 2 bis 300 Mk. Fünfmarffcheinen und 100 Mk Er« markscheiinn geraubt. Am Tatort ließen die Täter ein 25 Zenttmeter langes Stahlinstrument mit ba EinprägungMagnetftahl" zurück, ebenso eb mehrfach -usammettgefal.teleS Blatt des Frankfurla Generalanzeigers vom 21. «September 1920. M dem AuSschreiben der Staatsanwaltschaft kommw als Täter zwei Leute in Frage. Die Täter sind ii ten letzten 8 Tagen wiederholt in der UmoebuM «xfcben worden und scheinen auch in WirtShäuserv der Umgebung übernachtet |u haben.

rm. Darmstadt, 11. Ott. In der a» Sonntag unter Vorsitz deS Geh. Gewerberatü- Falk-Mainz in Darmstadt tagctcken 6anb- werkervcrsammlung wurde folgende Ent­schließung emstimmig angenommen; Tie tr« sammelten Vertreter der Handwerker-Organism ttonen, Hand wer ter Vereinigungen und Handwerk Fammem erkennen den Reichs verband des Han>* wertti als alleinige Spitzenvertretung des deutsch« Handwerks an. Sie etttaren sich mit den tjorgctn? genen Beschlüssen der Jenaer Tagung des Reiche oerbanbes zur Frage der «Sozialisierung und Kvir-' munalisierung, zur Neuorganisation des Han)-- »verks und zur politischen Betätigung der Handwerk licstm Organisationen einverstanden. Die Tei°- nehmet der Versammlung sehen in dem von bn Hess. Handwerk» tommer, dem Lande5gewerft' verein, den Landesverbänden der Jnnu igert uit' Vereinigungen vorgeschlagenen Organisationiri^' ein wirksames Mittll, das hessische Handwerk qefdXoffenat Vertretung seiner Interessen V- lammenzuchihren und feien bereit, diese Beslf" bintgen zu fördern.

X. Seligen stabt (Hessen), 11. Okt. Durch rechtskräftigen Steafoescheid le? Finanzamtes Irgenftobt ist Moritz Dacharach in A-r.mrfurt a. M. früher in «Selisenstebc, wegen Verhilf? Mr Uni- satz steuer Hinterziehung zu einer Gelte ftrtxfe von 50000 Mk. verurteilt worden.

Hessep-Nassau.

Die Millionenunterschlegungen bei der Pfitlzischen Dank.

fd. Frankfurt a. M., 11. Ott. Hetzner: der die gemeldeten M i l l i o n e n u n t e r s ch l gunaen bei her Filiale der Pfälzischen Dank öf- der Zeil verübt hat, behauptet, die bei M- außer den drei Millionen Mark gefundenMi Brlllantcn und sechs Kilogramin Feingold hi« ausgekauft zu haben. Ebnlso seien die bei sein«» Freunde Beiswariger b-rich^agnahmten 59 000 M-' ten ihm dem Beiswanget zur AufltewahrE über geben rooeben; auch die Brillanten im Wen» von vielleicht etnec halben Million Mark nimi*

Sie

Franks'u

Mfiurt «lebten Ü Mich Han ffkrgrbnisdk Nm über1 JWn «3 n * brübiahräir SMt Snm Ei ifi der 3 »m. tafi o. M.

Üohtu

j

sx

Lh

I

rie IjÄ*

DMnesleischi1 liytu:

IC?

Fjolt etn §