Die von mir gegen meine Schwägerin Anna Rotb dahier verbreiteren Verleumdungen nehme ich hiermit mit dem größten Bedauern als unwahr zurück und versichere, daß man derselben in keiner Hinsicht etwas Nachteiliges nachsagen kann. 1497
Langsdorf, den 6. Februar 1920.
Minna Roth (Weiersch).
Set: 2171.
Trlegl.- M..
W.
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Technische Messe in Leipzig: Meßhalle Markt, Kabine 13 A. (“”c
Witt
A aus reintteu Rohstoffen für Handel, Gewerbe und tzndnttrie SeWerM.Sietzell
m. 56
Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessens
Donnerstag, 12. Hebruar (920
ausgesprochenen
Zaubertheate
Neue Darbielungr
Trallerhalber fällt £ießen\
ZJnfj.Otto §ö6el
Winkelmann.
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den Gieß. Anzeig, erbeten.
gegründet 1877.
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sich bar
6ls eWL mitnadi «en IS.ftttui der Unterricht aus. i WWkl SWM.
Einhorn
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der tibgeuDntmcu worden Mt Rücksicht auf seine TLebfirchlÄurtzvaZen wurde er zu 1 Irchr 6 Mu-
Dezimal- iir Ketteomaax empfiehlt Karl
leitvt. In der hartigen Verhandlung fcugnetfte, iye Tätern, zu fern. Auf Grund der AuZage des SäMeiders mA des Bankbeamten wurde sie aber M>er^ihrt, und unter Einbeziehung einer van der Strafkammer Frankfurt wegen Diebstahls gegen
stillender Mütter.
Regelmäßig täglich 2 Teelöffel voll In Getränken und Speisen zu nehmen.
Krieg ögefangeuen-Heimkehr.
K Rodheim b. düngen, 9. Febr. deute traf der Kriegsgefangene Nikolai ein Es fehlt letzt nur noch der ebenfalls verheiratete ft fttip-
Airchlic^e Nachrichten«
Israel. Religions
ihm angevechoet. Er nahm bic Straft sofort an, born rbm fei alles egal, und das Gefängnis sei fan liebster "AujeuLhall, Den er am Iwbften gar nicht mehr verlassen walke.
. RückMg der Truppen sst beXanntlid> W( gestohlen worden, brsouders viel aber in bi Satc»an. {frei ELwoichver ans Geilshunsen warm deshalb wegen Diebstahls und Hehlerei «geklagt Das Schöffengericht hatte sie fvngejpro
weil bec Sachen ha ihnen noch txor dem 15. itebmar T919 be^' chlagn ahmt worden seren, die AageVogten «uh der Äewrvnmig vom 14. Dezember 1918 also Mftrei seien. Die-Staats- ««vallfchast focht drefts^llrteil an, weil nur freiwillige Ablieferung Straflösigkeit begründ Da in der heutigen Verhandlung die fvetwillige Ab- lrefermrg von dem einen Angeklagten nachge.rne^n tmte, von dem anderen An geklagten aber der vechlmäheHe Erwerb der Sachen, hxntk* die Be- rnfitng der Sixiatsonwaltschaft verworfen, ohne das, bte zweifelhafte Rechtsfrage entschieden wurde
Gegen «x Urteil des Schöfftngerichts Äaul'ach war von einem ?llrgellagten Berufung eingelegt worden, weil ihm die Strafe zu hoch erschien Nachdem er über die Aussichtslosigkeit seiner De^ rufung belehrt wovden war, nahm er sie vor B>- ginn der Berhandlnng zurück.
tzttetzeuer StrafL«mrt^r.
Greben, 10. FÄr. 1920.
(ßeri^bfaal.
X Marburg, 11. Febr. Das Landgericht verurteilte 4 Männer und 2 Mädchen, di,' in Domderg sich an einer Demonstration beteiligt und mit raten Fahnen m das Rathaus gezogen waren, zu Geldstrafen bB zu 200 Mk. — Ern Laichwirt aus der Bor kener Gegend, cer Vafer verheimlicht hatte, mutz 14 Tage ms G> fängnis und 2000 Mk. Strafe be-ichlen
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K Ä'^?6 >- Kommission auf! ik erknnten Strafe ju einer defemteeiänetn«.
! llTaf< wn 1 ^ahr 2 Monaten verurteilt
9nifMm i‘nl;'v'rb^L$TIt^>cr Dieb ist der Schreiner ^ili>lm v.von Wiesbaden, ftnapp 21 Jahre alt, wegen Tiebstrchls bestraf.
Im L-snimer 1J19 stieg er in Dad-Nau beim im Kurhaus ein, hielt sich unbemerti mehrerl* Sage darinnen auf und nahm alles mir, roa. Nicht nret rrxb nagelfest war. Arn letzten ^age wurde er als er jid) zur Rupe nied.rgelegt ftstgenommen. Bor diesem Däebstabl hatte er in euter Bcnlron in Wiesbaden ebenfalls einen Ein- ^□1(0 umibt. Seine sämtlichen Einbrüche schil- ^lllvnuiieu geständig ist, mit freund lächelnder Miene, macht ferne Witze dazu und als üb es sich um die lprmlofeste Sache handele 2,a man an seiner Zurechnungsfähigkeit ^zweiselt l/rtte, war Oberarzt Tr. Scriba von der veu rmd BÄsgeansNrll als Sachverständiger zuFezog«. Aus seinem Gutachten war zu ent» das; Ä- an unerzogenes, venoahrb^stes, ntttalOd) mmderwerüges Bürschchen, im übrigen aber voll -irrechnungsfähig ist. tz. nmrbe unter Annahme mildernder Umsbände zu 3 Jahren Äe- täHgnid verurteilt. Tic Untei^chungsÄaft mirr^
Aus l'lntrag des Arbeiterousschusses der Firma Baninnger m Metzen Wut» bestimmt, daß ein? AuS- r^echfelung der zur Entlassung bestimmten Arbeiter n«ht zulälirg ist, da in den anderen f>lln<.ilungen des Bämiiugerschen Betriebes die Arbcttszeit rwch nicht bis aus 24 Stunden herabgesetzt ist. Tie ungen bestehen zu Recht, chaffsteedt, veullgenstaedt
Äeiveist st° bei bem ;5 Men (Ent. ®ir hiermit Dank.
Verbliebenen: N\ Ak. • 1920.
nm
. D a rm sta d t IO. Febr. Gesteru morgen fand die Ernsegnung des Kirctsenrats v. Tingeldey, langiahrigen ersten QkxftMcn an unferer Jo- hmo«sgemeinde und ersten Prästdeuteii der Evcm- gelüchen Landessyiwde Lessens, statt. Eine zaÄ- reiche Trauatgemetnde süllte die Kirche bis auf den letzten Watz^ Ein Traucrch»ral des Kirchen- chors und der Gesang der Gemeinde leiteten dic
^n Vierauf nahm Herr Pfarrer Marx die Einsegnung tor Lehrer Roeder widmete im Flamen des 5ktrchau»orstnnds dem Tahingeschiedenen warme Warte des Tairkes für den Ausbau, den er der jungen Gemeinde gegeben hat. Ober» konslstortalpräfi-dent Geheimerat Tr. Rebel rühmte Win Werten als Geistlicher und vor allem als Präsident der Landessynode. — Auch der nächste Redner, Prof. Dr. D TiehL-Friedberg, gedachte im 92001011 der LMdosfynode der verantwortungsvollen Pstichten, die dem Praftdenten der Landos- sy»w^ durch die Mietohitb« «gefallen waren. — Pfarrer Bayer--Raunheim schilderte die Lin .ocs Entschtaseaen an die Sache des Gustav Adolf-Berems. Mit dem Segen Geistlichen, Pfarrer Goethe klang die Trauerjeier aus. Kirchen- ert ^ingeldep wurde am 14. Augcht 1854 m König als Sohn des Pfarrers Eduard Tragel dey geboren, studierte in Erlangen und Gießen wurde 1878 Lunr in Kettenheim, 1879 in Butzbach, 1882 wurde er Pfarrer an der Lukas gemeinde in (54eße n, von wo a^ er 1898 )em Ruf an die JvharwesgernciwK’ im Tarm- tadt folgte.
bald an.
Tie mehrfach bestrafte Andottic K. au» Rochlitz war rm FrMahr v. I. bet einem hiesigen Schneider ^en,dmädchen. Sie wurde dadurch mit fernen BankbeMehungen bekannt. Rach ihrem MstrÜt s ä l | ch t c sie in ganz plumper Weife auf seinen Ramen einen Wechsel, und gedachte, dadurch auf der betrettenben Bank den entipreche^e» Gell»-, betrag zu erhallen. Aus der Bank wurde die Fäl- schuna sofort erkannt. Jur Rede gestellt, wurde Ke Angeklagte noch grob und entfernte fich Auf Grund der Anzeige einer guten Freundin wurde
Für die Firmen ... ........,w
und Bamiinger wird mit Wertung vvm 26 Januar 1920 ab der garantierte MrndesÄohn in der best- entlohnten Gruppe auf 2,70 Mk. festgesetzt, ab 1. März 1920 betrK dieser 3 Mk., d^ üb^igm Lohngruppen und Altersstufen sind ewsprechend zn staffeln. Soweit günstigere Löhne bestehen, btei* bat diese unberLhrt. Die Firmen behielten "" Erklärung vor, die Arbeitnehmer erkannten Schiedsspruch an.
Kirche unö Schule.
Zuui Erscheinen der Schulgescynovellc.
Von einem Gießener Lehrer erhalten wir folgende Zuschrift:
Zu den durch die neue Zeit erforderlich gewordenen Neubearbeitungen von Gesetzen gehört auch eine durchgreifende Umgestaltung des hessischen Gcietzes über das Volksschulwesen. Tenn so vortresliich unser altes Schulgesetz vom Jahre 1874 bei leinet' Einführung war und so brauchbar es auch heute und) in manchen Teilen ist, — in vielen wichtigen Bestimmungen ist die Entwicklung doch weit über den Stand von 1874 hinausgegangen. Daß es indessen nicht nötig ist, ein amj neues Schulgesetz zu schaffen, sondern man fid) daraus beschranken Tann, einzelne rückständig gewordene Beslimmungen durch zeitgemäße zu ersetzen, spricht am besten dafür, wie man das Gesetz von 1874 als Ganzes zu bewerten hat
Nun ist die Vorlage der Regierung „die Abänderung des Gesetzes, das Volksschulwesen betreffend" — gewöhnlich „Sc^llgesetznovellc" genannt --- erschienen und wird in den nächsten Wochen der Prüfung durch die öffentliche Meinung und der Beratung durch die Volkskammer unterliegen. Ein abschließendes Urteil über den Wert der Vorlage ist heute wenige Tage nach ihrem Erscheinen noch nicht ntvgluh. Indessen- der erste Gesamteindcuck ist günstig. — Jnwic weit es gelingen wird, Lehrerschaft und Elteni- haus damit zufriedenMstellen, müssen die nächsten Wochen ergeben. Bei der außerordentlichen Lef- tigkeit, mit der heute wichtige Scchllfragen (z. B. m der Schulverwaltung) umstritten finb, wird man nicht allzu hoffnungsvoll sein dürfen.
Nun der Entwurf vorliegt, sollten neben der Lehrerschaft (die bereits an der Arbeit ist) auch die Eltern nicht versäumen, zu der Vorlage Stellung zu nahmen. Sie sollten es aks ihre Ausgabe anfehen, ihre Meinung zu äußern, wie das m andern Städten (Frankfurt^ in Schulsachen längst gescltehen ist, und nicht die Entstehung eines für ihre Kinder und für unser ganzes Volk P außerordentlich wichtigen Gesetzes nur aus der Ferne ansehen.
Eine Bestimmung des Entwurfs möge heute schon besonders erwähnt werden: der Entwuri bringt eine neue Zusammensetzung der Kreisschul- wmmissiion und fteht dabei u. a. die Aufnahme □on 3 von der .Kreislehrerschaft zu wähleadeit Vertretern vor. Damit wird eine nicht erst seit erhobene, «t vertretbare Forderung der Lehrerschaft erfüllt. — Bemerkt darf hier werden, daß die Lehrerschaft des Kreises Gießen sich schon vor Wochen an bte Kreisschulkommission mit dem Wunsche gewandt hat, ihrer Forderung und der £i erwartenden gesetzlichen Regelung schon jetzt Rechnung zu tragen und 3 Lehrervertreter schon Kt zu ihren Sitzungen heranKuziehen. Tie Kreis- ichulwmmission ist —- nachdem das Lrndesamt mr das Bildungswesen die Zulässigkeit mit einer lermgffigigcn Einschränkung ausgesprochen hatte — auf diesen Wunsch ein gegangen und hat be- ' rertß zu ihrer letzten Sitzung 3 Vertreter zugo- : ogen. Daß sie bamit nicht gewartet hat, bis die 1 Aufnahme von dem beschlossenen Gesetz gefordert i ivürde, verdient Anerkennung und ist ohne Zwei-1 (
IJerbaufslokal: <Seltersweg 73
ZReidjJjaltige oXuswafjl in Sfamtoröedarfs- gegenständen: &ar66änder,
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pert, mddKT bereits von der Rückreise )?me Ankunft meldete.
-1- Riederbiel b. Wetzlar, 10. Febr. Nach bv-nwnaliger Otesangenschaft kam vrcti. Meller E rrrankreich zurück. Er geriet bereite im usten -Miegsiahr in die Hände der Franzosen.
40--«/ • tein!) eim b. jungen, 9. Febr. Der ^-jabagr .Marl Döll trat gestern ans ftanzösisciier tVesangenichan ein, in der er 53 Monate ae- icvmachtet batte, vier fehlt nur nxMl ein Gefangener, der in Sibirien ist.
_ . Treis a d. Lda., 10. Febr. Als erster unserer Gememde.traf heute morgen Musketier u hl, e-obn von Philivv Muhl, ans ftanzömdur Getangensthaft wohlbehalten in seiner Leimat em. Ler GesMtgverein Eintracht braditf ipm heilte abend ein Ständchen.
Der Schlichtungsausschutz der Provinz Obcrhcsscn.
vom 4. Februar .onrden b(- saux <ochudssprnche erlassen.
. ?tojg des Tonischen Transport arbeit
tiw-Berbandes, Gau 15 in Frankfurt a. M , gegen dv F-rrmen m Gieften ivurden mit Wirkung vom 1. Februar 1920 die Löhne, wie folg, festgesetzt t 1. m den Betrieben des gewerbsmäßugen ^1»:» unternejnnatß; .a) ^ulnlcutc mit Zweispänner ^"vn l(>) Mk^ d) Fuhrleutt nnt einem Ä>ochenl!otDi 100 Mk. 2. in gemischteii Be" Fuhrteute mit Zweispänner Wochenlohn SZL r^brteute mit einem Pferd
Wochailohu 95 Mk. 3. Lager imd Transport- schnllichen Firmen Wochenloim vvn OO ^« vorstehenden Löhne bezirb.n sich «ss Arbeiter und <Mhrleute über 21 Jahr, ; denen non 18—21 Jahren stehen fiolgeude Löhne zin 8« 1 a = 95 2ÄT., jn 1 b — 90 Mk., ;u 2 a = 90 ME., zu 2b -- 85 Mk., zu 3 - 80 Mk., denen von 16—18 Jahvm ist der Lohn nach be,anderer Bevoinbarung zn zahlen. Es wurde eine Frist ton 2 Wochen Mr Erklärung über Aw- Nfrhme oder Mehmmg des Schiedsspruches be-, sftmnrt.
Samstag Dornt. 8.30. Predigt. Rachm 3.30. Sob- bateusgang 6.30. — Wochengvttesdimst-. morg 7.00, obds. 5.00.
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