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rin. Da r m st a d t, 10. Dez. Ein sch tve

mit der (Meinung ihrer Weihnachtseinkäufe bis res Ün 7lückereiiHiX^fiX in her

auf den vorletzten oder letzten Tag zu märten.5 Tn fKb A 2

Natürlich haben sie nur allerhand Nachteile bo-!^er Dieburger Straße. Dort von. Es fehlt ihnen die rechte Muke, um kl.ia l '^e ^ c3t äwei Fuhrwerke, als ein aus der

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Eine große Ka- findet nächsten

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Für bl Teilnahme lieben Gatt, wir unseren Dank Hern san,verein nlnget, sein die ihn zui

Die tta Frau Elis, fanilit d Samilitfl

Steinbach, b

mummte Kerls erpreßten mit vorgehal­tenen Revolvern bei dem Waldmüller in Jossa 9000 Mk. und überfielen in derselben Nacht den Rhönhof, wo sie den Landwirt Günther aus dem Bett holten; er mußte ihnen 6000 Mark abliefern. Die Bande ist unerkannt ent­kommen.

Turnen, Spiel nnd Sport.

Wetteldericht des Skiklubs Sauerland.

am 9. b. Leiden unlei unb tonte DA im f «ar wir alb tftfbetrübt i

Kreis Friedberg.

± Kirch-Göns, 10. Tez. ninchen- und Geflügelausstellung Sonntag hier statt.

Lehrer zu besetzende zu Schotten.

von 40 000 Mk. Hnbet Annahme. Hessen-Nassau.

Eine Räuberbande.

fd. Fulda, 10. Dez. Sechs

sdpiell ausz-u führen, daß die Tiere noch rechkzem, zum Bock gebvacht werden können. Da es bedenklich erscheint, auf bie Vontahme dieser Unter,uchangen ganz zu verzichten, beauftragt das Kreisamt ke Fletschbeschauer mit der Bornahme solcher Unter» suäMngen in den Londotten. In Gießen ver­bleibt es bei ber bisherigen Anordnung, ba lner genügend Tierärzte öortxniben sind. Ten Fleisch, beschaue rn wird für die Bornahme der Besich, tigung und AussteUung eines Scheines eine Ge-, bühr von 1 Mt. ongesetzt.

Aushebung der Unterhaltung ber Ziegelbergstraße bei Grünberg. Ter Kreistag hat am 25. November d. Js. beschlos. sen, die Unterhaltung der alten Ziegelbergstraße bei Grünberg als Kreisstraße aufzuheben.

Die Gebühren der Schornstein­feger. Unter Aufhebung der zugebilligten Teu­erungszuschläge wird mit Zustimmung des hessi­schen Gesamtministeriums vom 12. Tezember Ifb. Js. ab bis ans weiteres für sämtliche Kvhrbezirkc Des Landes em einheitlicher Teuerungszu- schlag von 60 vom Hundert auf die festgesetzten Gebühren der Schornsteinfeger bewilligt. Schor:> steinfegermeister, die keine Gesellen oder Lehr­linge beschäftigen, dürfen nur die Hälfte dieses Teuerungszuschlags eGeben. Tie hiernach von den Zahlungspflichtigen zu erhebenden Gesamtgebühren­beträge können auf bolle fünf oder zehn Pfennige nach oben abgerundet werden.

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** Ilm Oberhessischen Kunstverein gelangt unter anderem neu zur Ausstellung Ge­mälde von Kurt Leyde-Berlin, farbige Zeichnungen von Els^- König -Mabbuvg und Zeichnungen von Ernst Noether Mannheim. Sämtliche Werke blei­ben nur acht Tage ausgestellt.

** Einen Vortrag überGewerk­schaft Heimstätte Bodenreform" wird am Donnerstag den 16. ds. Mts. Oberpost­sekretär Nicklas-Karlsruhe, Geschäftsführer des Deutschen Heimstättenamtes, auf Einladung des Heimstättenausschusses sämtlicher Gießener Ge­werkschaften im Cafe Leib, Walltorstraße, halten

** Verschiebe deine Weihnachts­ei n k ä n f e nicht bis auf den letzten Tag! Es gibt Menschen, die haben die Angewohnheit.

x Heuchelheim, 10. Dez. Am 27-^-j, sand bie Generalversammlung des Turnvetauv« statt; sie war gut besucht und legte Zeugnis em von dem regen Interesse für die Turnerei. £ Vorsitzeiche gab den Bericht über das abgelauUM Veremsjahr, in dem unsere Turner vom Mwv Bezirks- und den beiden Bergsesten Feldberg uüv Wasserkuppe schöne Erfolge mit nach Haute bra^e ten. Reiche Tätigkeit entwickelten die erst neu gw gründeten zwei Fußballmannschaften. Für aw* geschiedene Vorftandsmitglieder wutten geway^ Rud. Gilbert als 1. Turnwart, Otto Bolkmta« < arc nrt.....< o O irrt i\ > h \')C-

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 180 vom 10. Dez. enthält: Turnunterricht im Winter. Unfallverhütung und den Arbeiter­schutz bei Hoch- und Tiefbauten. Viehseuchen. Besichtigung der Ziegen vor Zulassung zum Decken. Aufhebung der Unterhaltung der Ziegel- bergstvaße bei Grünberg. Gebühren der Schorn­steinfeger.

Maul- und Kiauenfeuche. In fol­genden Gemeinden ist die Seuche erloschen: Odenhaus en, Daubrin gen, Beuern, Rödgen, Haufen und Bettenhausen.

Besichtigung der Ziegen vor Zu - lafsungzum Decken. Die Unterluchungen der Ziegen vor Zulassung zum Deckaki in den Sperr­gebieten häufen sich setzt in der Zeit der Sprung- periode betörtig, daß die Unterfucl-ung aller Be­stände vor dem Zulassen der Tiere zum Decken durch Tierärzte nicht durchführbar erscheint, be­sonders auch deshalb, toeii Sie Brunstzeit bei den

Nu.

* Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden am 7. Dezember der Lehramts­assessor Heinrich Schwarz aus Büdingen zum Oberlehrer an dem Wolfgang-Ernst-Gymnasium zu Büdingen und der Lehramtsassessor Julius W ä l - ter aus Gießen zum Oberlehrer an der 3teal= schule zu Grimberg, mit Wirkung vom 1. Dezember 1920 an. Erledigt ist eine mit einem evangel. &6rer zu besetzende Schulstelle zu A l t e n b u r g, Kreis Alsfeld und eine r "

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Mittwoch' sanier.

Huttfi unb Wissenschaft.

rm. Da rrnstadt, 10. DeH. Das 40säh« rige Bühn eniubiläurn Georg Hemricd Hackers am hiesigen Landestheater gestaltete am Donnerstag abend zu einer großen Huldigung für den allseits beliebten und geschätzten Künstler Nach einer Ansprache verlas Intendant Wartung anerkennende Schreiben des Oberbürgermeisters Tr Glässing und der Berwaltungslommisfum bei Landestheaters. Gleiche anertennenbe Worte spvra Präsident Tr. Strecker im Namen des i.'anbe^' bildungsamtes. Für die Mitglieder des Landes" theaters überbrachte in humordnrchwürzter 9teK: der Regisseur H. Baumeister Glückwünsche tuit überreichte eine von den Mitgliedern gestiftete t. Messing getriebene Truhe, deren Zeichnung dc Sohn Hackers, Baurat Hacker in Hamburg, en& warfen 'bat. Geheimrat v. Römheld überreichte bti Glückwünsche und ein Bild des Großherzogs ntt eigenhändiger Widmung. Ter Gefeierte dankte a bewegten Worten.

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was übrig Bleibt üfto. Und dann tra- zum Feste den Zwangsgedanken mit f, , Du mußt das ynb jenes noch besorgen; batz du ja nichts vergißt! Wir sollen schon vor dem schönen Feste von der Stimmung des Festes getragen werden und uns lieber eure bc» schau licA Stunde ermöglichen, als uns rastlos bis znr Stunde der Bescherung abzuhasten. Darum lieber Leser: besorge dir, was du zu be­sorgen hast, nicht zu spät!

** Ausgabe von Brennholz an Haushaltungen. An Haushaltungen wird wahlweise bis zu 10 Zentner Hart- und WeiHholz ausgegeben. Der Preis ist für den Zentner Hart- lwlH auf 11 Mk. und für Weichholz auf 9 Mk., fest­gesetzt. Das Holz wird zerkleinert geliefert uitd kostet der Zentner 1 Mk. mehr.. Wann dre einzelnen Bezirke abgefertigt werden, ist aus Dem

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lebensFefähvlich sind. Stud. H. Seelig starb an Schädelverletzungen auf dem Transport zum Krankenhaus. Der dritte Insasse des Anhängers konnte sich durch Ab- sprtngen retten.

rm. Darmstadt, 9. Dez. Die Darmstäiüer Stadtverordneten genehmigten heute für bie Speisung unterernährter Kinder die Summe von 500000 Mk. Hierbei 'teilte Dng. Delp mit, daß von devQ uäker gesellschaft etwa 2000 Kinder gespeist werden, daß nach, den ärztlichen UnterfuckMigen aber weiter 5500 Kinder teils schwer, teils leicht unterernährt sind und der Speisung bedürfen. Es wurde sestgestellt, daß 2240 Kinder sehr schlecht und 550o >Kinder leichter unterernährt sind. 4641 Kinder leiden an Anämie, 334 an Tuberkulose, 530 an Rachitis usw. Die Untersuchungen haben weiter ergeben, daß die Schüler der Mittelschulen am stärksten ,zu 77 Prozent, unterernähtt sind, während in den Volksschulen nur 58,5, in den höherem Schulen 49 Prozent vorhanden sind. Von 12 244 Kindern sind 61 Prozent unterernährt. Durch freiwillige Spenden wurden zusammen etwa 790000 Mark aufgebracht, davon 330 000 Mk. aus Darmstadt allein und 327 000 Mk. aus dem Ausland, Ame-

Schneehbhe zirka 8 cm, Raulmwft, ^ctukuluu 4 Grad Celsius. Skibahn teilweise bvouchos Letzter Schneefall am 9* Dezember.

** Der Skiclub Wintersport ®ie- ßen veranstaltet am Dienstag den 14. abends 8 Uhr, im Großen Hörsaal ber UniWP fität emen Vottvrrg:Der Schneelouf (0W

Fußball. Mopgen mittag, treffen sich auf bent Sportplatz Trieb an M Berbandssviel die 1. Mannschaft des BA' flub AieMir 1904 jutb die Lisa-ErfatzM F.-C. 05 Wetzlar. Die Wetzlarer der Spitze der Tabelle stehend, berfüniJUxT gut eingespielte, vor allem Drqxwkich stacke Die Evncheimischcm werden schwere Arveü Vlvoi um ein einigermaßen guieö Resultat zu Leider 'nxtrb B>C. Stiertirr wiederum mit antreten müssen, doch hofst man, daß die Itw- Aufstellung sich besser bewÄnck wie Sonntag. - Uta V,1 Uhr spielt die 2. MmmsMl gegen die 3. Elf von Wetzlar, 'welche ebenM- cm der Spitze in ihrer Klasse sttcht. Beide nxrden jedenfalls spannend sem; der Ausg<m8

Aus Stadt unb Land.

Gießen, den 11. Tez. 1920.

Vorwethnachten.

Garten und Feld liegen kahl und öde vor uns. Die letzten dürren Blätter find hernieder gerauscht; gespenstig ragen die schwarzen Aeste der Baume yrm bletgrxntcn Himmel auf. Heisers KrShen- aeschrei über'm einsamen Felde, hier und da Hundegebelt ober dumpfes Klappern aus den Scheu­nen, sonst scheint alles Leben erloschen M sein. Norrd- und Weststürme rasen dahin. Oder das Gelände liegt in trübseliger Stille ba; feuchte, Volte Nebel lagern in den Gründen und von dem grauen Dezemberhimmel sprüht's nieder stun­denlang, tagelang. Denn Fvau Holle liebt es nicht gerade, schon vor dem Feste ihre schönen weißen Betten zu schütteln.

Um so fröhlicher ist jetzt das Leben und Treiben auf den Straßen! Da werden harzdnstenbe Christbaume angefahren, und ent süßer Dust von Gebackenem erfüllt stttchweife die Wege, dre wir schreiten, um Weihnachtseinkäufe zu besorgen. An den ausgeschmückten Schaufenstern der Laden stehen Mädchen und Buben, halten ihr Erspattes krampf­haft in den kleinen frostroten Händen und über­legen, was sie Vater, Mutter und den Geschwistern schenken könnten. Denn geben möchte gern jeder was wenn nur nicht gerade immer ba§ schönste auch das teuerste wäre! Mit Schachteln und Pa­keten beladen bahnt sich die kinderreiche Mutter einen Weg durch das Gewühl ber Straße. Unb selbst bie Aermsten ber Armen stehen vor den Buben des ChristmaMes, um ihre Klause durch ein kleines Geheimnis der Liebe und Freude zu bereichern. Dazwischen wird ein grüner Tannen- baum durch die Straße geschleift. So bereitet sich allmählich die weihnachtliche Stimmung vor.

Veranstaltungen.

Samstag: Stadtmifsion, Löberftraße 871 Uhr, Vortrag überDer Weg zum Erleben Gottes". Safe Leib, 8 Uhr Konzett und Vor­stellung der Chiemseer. Lichtspieltheater wie gestern.

Sonntag: Eisenbahnhvtel, 10 Uhr, Ver­sammlung der Deutschen aus dem ehemaligen Oesterreich-Ungarn. Stadttheater, 37z Uhr, Die Strohwitwe"; 7 Uhr,Tie versunkene Glocke". Neue Aula, 5 Uhr, Konzert des Kon­zertvereins. Stadtmission, Löberstraße, 3 Uhr Und 81/« Uhr, Vortrag überMenschen in Gott". Johannessaal, 8 Uhr, Kammermusikabend des Evang. Arbeitervereins. Cafe Leib, 8 Ulyr, Konzett und Vorstellung ber Chiemseer. Licht­spieltheater wie Samstag.

und drunter geht, schlecht bedient. Da manchc [ Geschäftsartikel bis auf die Ladenhüter auSnti > Tauft sind, müssen sie mit dem vorlieb nehmen, I

rifa, der Schweiz, Holland, Schweden usw. Der Oberbürgermeister teilte hierbei mit, daß nunmehr auch eine Organisation geschaffen sei, durch welche den kleinen Nentii-em, ÖfsiziersnTitwen und Hin­terbliebenen in geeigneter Weise geholfen wird. Auch die Arbeitsnivaliden sollen in entsprechender Weise unterslützt 'werden. Allen Helfern, besonders auch aus dem Auslande, aus dem viele kleine Beträge zu 510 Mk. entgingen, wurde befoii- derer Dcmk ausgefprochen. Weiter wird die Einführung einer W o vnu n gs lu xu s st e u er öewüligt, danach haben oie Mieter, für die beiden ersten Zimmer, die sie mehr als die Kopfzahl der Familie beträgt, inne haben, je 50 Mk. für jedes weitere Zimmer 100 Mk. zu zahlen. Die Gesamt­steuer darf 2000 Mk. int Jahre nicht übersteigen. Das erste Zimmer über die Kopfzahl ber Familie hinaus bleibt stets .steuerfrei. Die Steuer soll etwa 100 000 Mk. rm Jahre einbringen. Ein fozialbemokratischer Anttag, ber in progressiver Weise eine Besteuerung von 100 Mk. vorsieht Unb eine ^fteuerungSmeglichkeit von 17 000 Mk. er­möglichte, wirb abgelehnt. > Ent Vertrag mit beta ständigen Rat für Kunst um Ueberlaf sunyen des AuSstellungsgebäubes auf der Künstlerkolonie auf drei Jghre und Gewährung einer Garantiesumme

mit ins Leben $u geben. Die nächste Versamm­lung der beiden Bezirke Gießen-Stadt und -Land findet voraussichtlich Ende März in Großen^Lin- den statt. Thema:Der Gesangsunterricht itadi Eitzschen Methode".

von. Es fehlt ihnen die reckte Muhe, um u und gut einzukamen. Sie werben, wo alles brü

yochsclrulnaehrrchten.

Ehrendoktoren ber Universität Frankfurt. Die naturwissenschastliche Fakul­tät der Universität Frankfutt a. M. hat Geheimrat Prof. Wilhelm Kmrrad Röntgen aus Anlaß der 25jährigen Wiederkehr des Jahrestages, an dem er der wissenschaftlichen Welt das Geschenk seiner Entdeckung der X-Strahlen machte, den Ehrendoktor verliehen, ebenso Gymnasialober­lehrer Ludwig Getsenheyner in Kreuznach gelegentlich seines im 79. Lebensjahre gefeierten 50jährigen Ämtsjnbiläums wegen seiner unermüd­lichen wissenschaftlichen Tättgkeit auf dem Ge­biet der Psianzenkunde, besonders der Kreuznacher Flora und der Mißbildungen der Gewächse.

Hr. Staden, 10. Dez. Bürgermeister Braun, welcher seit einunddreißig Jahren hier Mrgermeister war, hat infolge seines Alters die Amtsgeschii^te niedergelrgt. Mit ihm scheidet ein Mann aus dem Amte, der während seiner Amtstättgkeit einen /hervor­ragenden Gerechtig^ettsfinn und viel Aebe catch «gegen die Geringen im Orte bewiesen hat. Im vorigen Jahre ist ihm von den Be­wohnern unseres Ortes, die ihm für feine Tätigkeit Dank wußten, iwchnvals bei der Wahl das Vertrauen ausgedrückt worden.

Starkenburg und Rheinhessen. Ein Lauskußenstreich.

Darmstadt, 10. Dez. Gestern ließ ein junger Mann in einer hiesigen Tageszeitung eine Todesanzeige erscheinen, wonach das Ab­leben eines ord. Professors am Realgymnasium infolge eines plötzlichen Halsleidens bekanntgegeben wurde. Sowohl der Name der Ehefrau unb Ge­burtsname, wie Tag, Stunde unb Ort ber Be- erbigung waren angegeben. Es stellte sich heute vormittag heraus, baß hier ein Streich gegen den Professor, ber sich bester Gesundheit erfreut, ge­führt wurde. Die Ermittlungen sind eingeleitet.

! 2ladt kommendes von dem Studenten Bamme j . uhrtes Motorrad, in dessen Anhänger zwei fitere Studenten saßen, vorüberfahren I wollte. Es kam zum Zusammenstoß und der

Sitzung der rkreisaurschuffes.

Gießen, 9. Dez. 1920.

Der Kreisousschuß verhandelte beute unter Ausschluß der Oeffentlichkeit über einen von zu­ständiger Stelle gestellten Antrag auf Dienst­entlassung eines Kommunalbeamten, weil er sich ein Sittlichkeit s.v erbrechen hatte zu schulden kommen lassen. Die Dienstentlassung wurde mit Wirkung tront 1. Oktober d. I. aüs- gesprvchen.

Als zweiter Punkt stand auf der Tagesordnung bie Vergütung der Handarbeitslehrerin zu Reis­kirchen.

Zur Verhandlung hierüber brauchte es nicht zu kommen, weil die Bürgermeisterei Reiskirchen am Tag vor der Verhandlung berichtet hatte, daß der Gemeinderat der von der Kreisschulkom- mi^sion vor geschlagenen Vergütung zugcstiimmt

Hu dem dritten Punkt der Tagesottmiüng: Reinigung der Kleebach in der Gemarkung Allen- dorf a .d. Lahn machte der Vertreter der Gemernbe geltend, daß der Attikel 94 des Bachgesetzes keine Anwendung finden könne unb bie Gemeinde zu der Reinigung nicht verpflichtet fei, weil bieser auch nicht die Fischereirechte zustünden. Da diese Rechte den Müllern zugesprochen seien, seien diese auch zur Reinigung verpflichtet. Nachdem ber Ver­treter der Kulturinspektion bestätigt hatte, daß die Reinigung unbedingt erforderlich sei und ber Vor­sitzende bemerkt hatte, daß Reinigung und Fischerei­recht nicht in Verbindung ständen, wurde bie Ge­meinde kostenpflichtig verurteilt, den Bettag von mindestens 1000 Mk. zur Reinigung ber Kleebach in der Gemarkung Allendorf a. d. Sahn besitzu- stellen.

Anzeigenteil ersichtlich.

Landkreis Gießrn.

O Grünberg, 10. Dez. Am Mittwoch und Donnerstag gab die Hessische Landes- Wanderbühne in der hiesigen Turnhalle ein Gastspiel. Am ersten Wend gelangte Ger­hart Hauptmanns MäirhenspielDie verfun- Lene Glocke" zur Aufführung, während der zweite Abend das SchauspielKabale und Liebe" von Schiller brachte. Der Erfolg war durclftchlagend, die Leistungen fanden all- seittgen Beifall. Die eigene Büh ne Heinrich- hing, die Echtheit der Kostüme erhöhten noch die Wirkung der Darstellung. Die Landes- Wanderbühne kann getroft wieder hierher kommen, die zahlreichen Besucher ihres ersten Gastspiels werden wieder erscheinen und rwch neue Besucher mitbringen. Besonders sei er­wähnt, daß auch von der Umgegend viele Besucher anwesend waren.

lSchO Trars--Horloff, 10. Dez.Der für nächsten Sonntag vorgesehene Korttags<wend des Herrn LauMeiuz>-Dartastadt muß 'wegen Sp'el- plaiDÄiderung ata Lcmbeschmier auf den 19. ds. Mts. verschoben werden.

u. Heuchelheim, 9. Dez. Neben eini­gen unwesentlichen Angelegenheiten, die teils erledigt, teils zurückgestellt wurden, standen in der G e m e i n d e r a t s s i tz u n g am 6. d. M. auf der Tagesordnung noch zwei für den Gemeindesäckel einschneidende Fragen, die durch Annahme ihre Erledigung fanden. So wurde, durch ein gleiches Vorgehen anderer Orte angeregt, auch hier die Einführung einer Vergnügungssteuer beschlossen, die je nach Umfang und Dauer des Festes, sowie des zu erhebenden Eintrittsgeldes verschieden gestaffelt wurde. Ein weiterer Antrag, der ne­ben der bestehenden allgemeinen Landes- .Hundesteuer noch eine besondere örtliche H undesteuer empfahl, fand gleichfalls An­nahme.

L Lich, 9. Dez. Schulkinder haben hier eine Haussotarnlung vor^enommen, deren schöneZ Ergebnis der Staatlichen Beratungs­stelle für Kriegerehrungin Ost und West verwendet wird. Die GesellschaftGemütlich­keit" konnte durch eine WohltLtigkeitLvercmstaltimg im vorigen Jahre der Stadt bereits einen Grund­stock von 1800 Mutt für ernte Ehrung der nn Weltkrieg gefallenen Söhne der Stadt L ich zur Verfügung stellen. Es ist ver- s! ändlich, daß taan bisher mit der ^Ausführung des Gedankens der Gefallenenehrung «noch zurückge­halten bat, um in überstürzter Eile nicht etwas zu schaffen, was vor der Kritik der Nachwelt nicht bestehen würde. Nachdem aber anerkannte Archi­tekten und Künstler, ;u. a. der hessische Denkmals­pfleger Baurat Dr. Walbe, sich in den Dieiist einer würdigen Gefallenenehrung gestellt habear unb bie Gemeinden mit Rat und 'Tat unterstützen, herrscht nurrmehr doch in weiten Kreisen der Wunsch, daß in der Angelegenheit möglichst bald -"twas gescksieht, zumal in ben meisten Orten der Umgebung schon toürbige Ehrenmale errichtet wor­ben sind. Bei längerem Watten werden'die Kosten für eine das Heloentum unserer Söhne ehrende schlicht-künstlerische Anlage, immer größer. So soll Das Ehrendenkmal, das die Gemeiitbe Wetter- f e l b nach den Pläneii des Architekten Beck-Düssel­dorf errichten will, 20 000 Mark Toften. Erheblich sind auch ba Kosten der bereits in Langd nach deta Eutivurf von Baurat Walbe gusgeführten Ehrenfriedhof und Denknrabanlage. Es sollten da­her der Eiwvohnerfchaft bald Entwürfe einerGe- falleneiiehrung" vorgelegt werden, juitb Körper­schaften und Vereine sollten sich der iSache baldigst annehtaen, um durch Sanrmbimgen unb passende Veranstaltungen die weiteren Mittel crufKickriugeu. Es gibt hier jedermann gerne fern Scherflein zn einem Wette, das auszuführen uns diesDankes- pflicht gsbietet.

Ziehen können, für welche die alliietten Behörden rn dem besetzten Gebiet verantwortlich smd. Sic haben ihre Vecrveter beauftragt, die deutsche Re­gierung wissen zu lassen, daß Reisen ber stieichs- amb Staatsrniniscer in bas besetzte Gebiet künf­tig nur z u g e l a f f e n tocrben können, wenn biesc lwhen Staatsbeamten sich im Verlaufe sol­cher Beie.sungen jeben Aäigriffs gegen bie Regie­rungen ober Behörben ber Mrierten und gegen ben Friede isvertrag entlratten werben.

Ich 'buhe bie Ehre usw.

In Beantwortung dieser Note ist ben Vertretern der beteiligten Mächte heute folgendes mitgcteilt worden:

Tie deutsche Negierung vermag nach den Be­richten, die sie ans Dem besetzten Gebiet erhalten hat, nicht zuzugeben, saß die Reisen des IÄichs- ftiiizlers irub des Außemmnisters die Bevölkerung des Rheinlanbes beunruhigt haben. Eine wiche Wirkung würde auch durckMis dem Eindruck wiber- fBrcdxm, die die Minister auf ihrer Reise per­sönlich erhalten l/rben. Nach ber Ueberzeugung ber Reichsregierung hat bie Reise vielmehr weieutlich zur Beruhigüngber Gemüter beigetvagen. Tie Mvölkermig des bewtzten Gebietes nxir durch be Beschwerden, die mit ber Anwesenheit der Be­satzungstruppen unb der Besatzung Zbchörden bei* Enmbcn sind, in eine höchst erregte, vielfach verzweisek'te Stimmung geraten, die sich infolge ber Reise merlbar gebessert hat. Wenn die Minister aber diese Besserung erzielen unb ber Bevölkerung zeigen wollten, daß ihre schwere Sage von der Reichsregierung voll begriffen wette, so konnten sie nicht aus tine Würdigung des Ver­trages von Versailles verzichten, auf dessen Be­stimmungen lene Sage zurüc^uführen ist. Tie bcutfd^e Regierung mutz es ihrem p f i i ch t m ä - ßigen Ermessen Vorbehalten, ob und toanu sie es gus Gründen der inneren Politik erforderlich erachtet, daß Reichsmsiiister sich von den Verhältnissen tm besetzten Gebiet persönlich überzeugen und Fühlung mit ber rheinischen Be­völkerung nehmen. Sitz kann über den Inhalt ber dort abzugebenden Erklärungen der belgischen, englischen unb französischen Regierung gegenüber im Voraus keinerlei berbinbliche Zu­sicherung abgeben, muß sich vielmehr ihre Landlungsfreiheit mnettialb den Grenzen ihres Programms, das bte Durchführung des Vertrages von Versailles bis zur Grenze des Möglichen Vor­sicht, ausdrücklich Vorbehalten.

TLLrche «nd Schule.

Lehrerversammlung. Die Lehrer der Bezitte Gießen-StaDt und Gießen-Land hatten sich gestern unter dem Vorsitze des Kreisschulinspeb tors Prof. Dr. Alles in ber Turn Halle der Schü- lerschule zu einer amtlichen Versammlung einge» funben. Der .Kreisarzt des Kreises Gießen, Tr. W a l g e r, hielt einen Vortrag überG e ° schlechtskrankheiten unb ih re Be­kam p f u n g". Der Rebner schildert bie riesige Ausbreitung bieser Krankheiten infolge ber über­stürzten Demobilmachung nach bem Kriege; eine Untersuchung ber Entlassenen sei nicht Durchführ­bar gewesen, und so hätten sich die Geschlechts­krankheiten deratt ausgebreitet, daß man jetzt von einer Volksseuche sprechen müsse. Im Interesse ber Volksgesundheit, ja der ganzen Zukunft int- seres Volkes müßten alle Kreise zur Mitarbeil an der Bekämpfung des Uebels gewonnen wetten, so insbesondere auch die Lehrer. Der Redner ver­breitet sich noch über die Art des Austretens, die vevheer enden Wirkungen und die Heilung der Geschlechtskrankheiten. Der hochinteressante Vor­trag wutte mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In bet Aussprache wurde besonbers hervrrge- ^obeu, daß in erster Linie die Eltern geeignet, ja verpflichtet feien, ihre Kinder im gegebenen Zeitpunkt über sexuelle Dinge aufzuklären. Eine Vorführung des Films über Geschlechtskrankheiten soll benmä-khst für die Lehrer des Kreises fbatt# finden. Ein weiterer VortragDie <5 eintat des Kindes im Aufsatzunterricht" wurde von Rektor Bach- Großen-Liuden gehal­ten. Das Heimatprinzip soll mehr als bisher im Unterricht behandelt wetten. Der Vorsitzende gab dann verschiedene Verfügungen bekannt. Ein Merkblatt über bie Wichtigkeit der Zalmpslege gelangt zur Verteilung, in jeder Klasse des Kreises soll ein solches Merkblatt aufgehängt werben uni bie Lehrer sollen im Unterricht auf bie Be­ben tung der Zahnpstege fortgesetzt Hinweisen. Von Wichtigkeit war auch eine Verfügung, welche die eifrige Pflege bes Deutschen Volksliedes fordert, um den Kindern einen reichen Schatz von Liedern

Ziegen sehr kurz ist (24 Stunden), so daß es Ruo. ymutci ui» a. «.uuuvuu, «FC häufig gar nicht möglich ist, die Untersuchung so I und Adolf Rinn als 2. Tumwatt imb -tO- ü