17V. Jahrgang
Dienstag, 9. November 1920
Kniet lind Verlag: vrichl'sche Univ.-Vllch- und Steinörnderei R. tätige. Schrlstleiiung, Seschäslrstelle and vnickerei: Schtllstratze 7.
Rev<alutivnsqeden7tage
die
Anhänger des versasswigSrnäßigen Blocks 69 000
l ahnen verkehren nicht unb ent» ungeheure Men
am 4. November oie
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zu
Ter 9. November in Berlin.
ita. .Berlin, 9. Nov. Dem Aufruf Berliner .Gewerkschastskommission und
DaS Abkommen von Spaa durch Entente nicht eingehakten.
England und Rußland.
London, 3. Nov. (Wolff.) Die „Times" meldet: Wenn nicht ein unvorhergesehenes Ereignis eintritt, werden die einleitenden Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Handels mit Rußland innerhalb der nächsten Tage beendet sein. Der Entwurf für das Abkommen sei bereits fertiggestellt. Die britischen Behörden seien jedocl) der Ansicht, daß sie sich zuvor unbedingt davon überzeugen müßten, daß die Bedingungen ordnungsmäßig erfüllt werden, bevor sie das Abkommen in Kraft treten lassen.
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einer Versammlung am 4. November Einre hung in die Ortsklasseneinteilung
Die wemeideratSwahlen in Ftalien.
Mailand, 8. Nov. (WTB.) Aus dem bis Mittag bekannten Wahlergbnis über die G e - meinderatswahlen g^ht hervor, daß für die S o z i a l i st e n 79 000 Stimmen und für die
der di'
beiden sozialistischen Parteien folgend, wird heute, dem Jahrestag der Revolution, in fastallenBetriebendieArbeitnie- dergelegt. Auch die Hoch- und Untergrundbahnen verkehren nicht. Nur die Eisenbahn hält einen notdürftigen Verkehr im Rahmen des SonntagSsohrplanes aufrecht.
Summe f'ftyifetKn. Die Blätter verhüllen nicht daß die ganze ax schon vor Monaten hätte ge> verelt werden können, wenn Frankreich sich nicht von den in Span gefaßten Le cküüsscn zurück- gezog-.m hätte. Ste trösten iich aber bis zu ein'm TävilKtt Geade mit der froffmmr, daß die durch oie'e Berz-Sxrung geruonncne.: E sahrung-nl b.zü> lich Teutichlands Zal>lamgsfäl,i/.',k it zu einer vernünftigeren und gccech eren E,rt ch ibn g d?r aili tenen Rcg erunyn Ge.og.mleil gehen to.*rlon.
Pari s, 8. Nov. >WTB.) Die „L> u m a n i te" schveibt zur Wiedcrgutmachu.lgsftag : Es baute.t sich jetzt darum, zu iv.s en, oj man den Vectra . von Versailles revidiert. Diese Revision, die Englmid und auch Italien anempf. hlen, sei u n - vermeidlich, denn der Akt sei gezeu jede Ausführungstnögiichü-it abgesaßt worden und nehme sich -genau so aus, als ob seine Urheber das allgemeine Elend noch hätten verschärfen wo len. Rur die französische Regierung hülle iich noch in phrasenhaste Ohnmacht.
Da» neue franzöu ch englische Einvernckmcn.
London, 8. Nov. (WTB) Das zwischen der engli'chen und der französi'clie'i R g eriria_ in der Frag? der Feitetzung ter te..t'cken EntsckiD-g-.ing erreichte Einvernehmen wird fier, als ein etwas verspäte er Sch iti vorwärts auf einem schwierigen und irrig m Wege bcz-nckmet. Durch i-a-r Ei verckehmen wird der Wun ch Fraackv ichs, ^aß die Entschädigungssumme d' rck den Wiedergutmachung t-ausschun f stznstl- zen ist, crült. Ebenso ist aber dann dem eng° liichen Wunsckie Reckmung g-irag u, tast ^-ieSumme erst feügeetzr werden soll, nenn die Tvragc vcm Deutschlands Zahlungsfähigkeit ausdrücklich geprüft mordet ist und ein Bericht darüber vorliegt und daß in diesem Stadium Deutschland ausgiebig und direkt zu Rate gezogen nerben soll. Man glaubt un'er die en Umstanden richt bau es sehr schnell geiingai wird, uz tal^chllche Höhe der
GietzenerAnzeiger
Seneral-Anzeiger für Gberhesfen
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Rückwirkung ab 1. April und Gewährung einer Beschaffungszulage entsprechend den Forderungen der Saarbeam'en von monatlich 500 Mark und 100 Mark für jedes Kiltd.
FWeurfhnta und ein großer Teil des Wirtschasts- !V7nS in empfindlichster und schädlichster Weise nrterbirnben worden Es ist nicht das erste 9)7aL 3frön einmal mußte man sich mit fic'?.en und flar* 'i/antben bewaffnen, auf Krürnperwaaen gegen lßuckrrprei'e fahren: die wenigen Brnmn m wur- an,-belagert und man rüstete sich, mit Kind tmb r*vyf an die Sv^ee zu zielten, d.mn ohne Wasser 'mn der Mensch N'cht leben. Das war in den 7<nen tr8 Kapv-Pn tsches Man l'eß sich damals i-lks g-sallen, mrl man wußte, aus welchen Gründen heraus der Steeik der f'ttbtfdxm Arb i er entbinden war Diesmal aber ist es ganz anders Tite fran^veall undiziplinietter Terroristen bat tu Sfreif vom Zaun gebrochen. Ein gmvisser etilt, der Führer der Ele7'rizi ät*ot,vnter, hat er- Blrt, er traucbe nnrr airf den Knopf zu drücken, m die Millionenstadt Berlin aufll egen zu lassen, :rib er tat es Die Gewerkschaftsführer und zwar licht nur die nvhrheits'vvalis'i'chen, sondern auch He rech'Sunabbänagm ber^irfrm. daß die Ge- -Teckfchas'en mit diesem himfen Ausstand nichts >n tun haben wollen und alles aufbieten mW en, am ihn zu verhrndern. Also ist es ein bvlschewi-
(Ein Strafgesetz gegen den Streifterror.
lud Berlin wird geschrieben:
5*n Berlin ist durch den wilden Smeik
»idtifchen Elekt'-izitätsarbeiter der Verkehr,
es ausdrücklich, daß der Gesetzgeber wollte, daß ich der Preis im freien Verkehr durch Angebot! und Nachfrage regeln fohte. Im Ge^rsatz zuk i.'sem Milieu des Gesetzgebers wird ein fröchst-' preis von 25 M k. seckges.'tzt. Man kann diesen Preis für genug r.d Hal tu oder nicht: die Feste -n-ung als Höchstpreis widerspricht den gegebenen Zu icherungen des Reiches, sie ist mit der Auf- ,.t,ung ^er Zmmlgswi.tichast unoer. mbar. DaS Widersinnigste aber ist, daß derjenige, ber mehr olS 25 Mark lür seine Kartoffeln nimmt, vor daS Wuchergeeicht geschlappt werden soll und daß gleichzeitig für die Vertrags-Kartoffeln von Reichs wegen 30 Mark g-zahlt werden. 6ul' größerer Un.ütn ist kaum denkbar.
Zudem solide auch dem Lanb.-SemähmrigsamL bekannt sein, daß Höchstpreise die Ware vom Mar.te teil reiben, daß Höchstpreise ohne gleichzeitige zwangsttxise Bewirtscha hing ganz, ich w.rt.os sind, uno daß durch die Höchstpreise lediglich daS Ge- ichäst der Schieber besorgt wird.
Gänzlich ungesetzlich ist auch gegenüber den Bestimmungen d s Reiche:' die B la ntuiachung über Den Veil.hr mit Kartosfeln vom 25. Dt tobet 1920. Dem Lande Lessen kann das Recht einet Verkhrsreg.lung nicht zugestanden werden. Wir lestreiten, daß bei der freien Wirtschaft bernrhge Anw.ipngen ait die Kv.-isämter er.äs en werden können, durch die der Willkür Tür und Tor geöffnet ist.
Das Schlimmste sind aber letztm Endes die Anordnungen, die scit.-ns des Ministeriums dcS Innern ergangen sind. Dieses, wie auch die übrigen Anordnungen der letzten Zeit, geht zunäM von der ganz irrigen Annahme aus, daß seitens der Landwirtschaft bindende Verpflichtungen zur Ablieferung von 10 Zentnern Kartoffeln ein gegangen worden feien.
Der Unterzeichnete hat in sämtlichen Ver- hand.ungen ausdrücklich erklärt, daß Liefe- rungs Verpflichtungen seitens der Vorstände Der Organisationen n i cht e i n a ega n gen werden könnten, da dies weit Ober den Rahmen
eelinde, M' an del«-
Nur dem besetzten Gebiet.
Ludwigsbafen, 8. Nov. (WTB.) Wie die „Pfälzische Post" meldet, forderte die Ludwigshafener Lehrerschaft in
ita. Pari-, 9. Nov. Gestern nachmittag versammelte sich der Nationalrat der französischen Gewerkschaften, wobei der Berichterstatter, der Gewerkschaftsführer Jouhaux, u. a. erklärte, daß die in Spaa von der Entente übernommenen Verpflichtungen zur besseren Ernährung der deutschen Bergarbeiter nicht eingehalten worden sind. Jou- haux schloß mit der Erklärung, daß eine eventuelle Besetzung des Ruhrgebietes durch Ententetruppen in keiner Weise gerecht wäre.
Beschlüsse der Dotschaflerlonferenz.
Paris, 8. Nov. (WTB.) Die Botschafterkonferenz hat heute vormittag eine Sitzung abgehalten, der Marschall Foch beiwohnte. Sie beschäftigte sich zunächst mit der Frage der Liquidierung des deutschen Kriegsmaterials und foör'e darüber den Bericht zwe'er Vertreter der Wiedergutmachungskommission. A s ann beschäftigte sich der Botschafterrat mit der Frage der Zerstörung der Dieselmotoren. Die getroffene Entscheidung wird baldigst der deutschen Regierung mitgeteilt werden.
Tie -lbliescrung der Milchkühe.
Berlin, 8. Nov. (WTB) Im fraupt- ausschuß des Reichstags erklärte auf eine Anfrage §> e l s f e r i ch s (D.-Natl.) Ministerialdirektor v. S i m s o n, was die Milchkühe angebe, so müsse betont werden, daß die Ziffer 810000 die Endsumme der in den vor- läuftgen Listen der Entente aufgenommenen Kühe bedeute. Eine amtliche Mitteilung darüber, daß auf Lieferung dieser 810 000 Milchkühe unter allen Umständen bestanden werde, liege bisher nicht vor. hierüber würden, ebenso wie über die anderen in den Listen verzeichneten Gegenstände, noch nähere Verhandlungen erforderlich sein. Von deutscher Seite fön ne nur immer w'eder hervorgehoben werden, daß es eine ungeheure Härte bedeuten würde, wenn bei der gegenwärtigen Lage der Milch- und Fettverforgung diese Forderung aufrecht erhalten bliebe.
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fetenmenge umlagert das Stadtbms und den Palazzo Marino. Der bisherige Bürg-rmeister Eal- l'ara, der aus den Wahlen als so-ialisti'ch-r Führer hervorging, hi-lt von dem Balkon des Stadth.an'es eine Ansmach- und stellte feinen Nachfolger Fi li- belli vor. Fillibelli ist Mitg'ied der kommunisti- schm Partei, während Calsara der gemäßigteren Richtung anaehörte. freut* imb movgm sollen in der ganzen S'a -t Freuren?u:-gebunf>e.i des Proletariats ftattfinDen.
Mailand, 8. Nov. lWTB.) Der „Secolo" meldet, daß der bürgerliche Block in den Wahlen zum Provinzialrat den Sieg davongetragen hat. Von den 8 Mablkr i'en der P ovinz 'Mailand vCteichnen 6 rinen Sieg der verfallungs- mäßigen Parteien. Während die Stadt Mailand einen soziallstischm G meinderat haben wird, wird der Provinzia'rat hca Mailand sich aus bürgerlichen Vertret m zusammen festen.
Mailand, 9. Nov. (WTB.) Die lestten Nachricht'n bestätigen dm Sieaderliberalen Partei in d’euia, Floren-, Neai-e' und aar errn m?ni-*er wichtigen Städtm. In Neapel ha-'en die Sozialisten em? schwere Niederlage ertit'm. Fn Florenz kam es »u e*msten, v*on de*i So ia listen ansge östen Zwisck«i'L' er. Na*) len „E-v- riere della Sera" gab es dabei zwei Tote und viele Verwundete.
Rom, 8. Nov. sWTB.) Die Blätter kom- mentir.cn die Ergehniste der Gameindewah- len und betonen die Bedeutuni der konstitutionellen Siege: kenn selbst in Mailand und Turin, Uw die Sozialsten die Mebrbei hatten, beträgt diese nur einige hundert Stimmen also in Städten, in derren sie so stark organiMTt seien. In den anb -en großen Städten sei die Nitderlage der Sozialisten vollständig.
Berlin, 8. Nov. (WTB ) Die Urabstimmungen in den M tisch n B trieben über die Aimalrme oder Ab ehnu.tg d s Sckri d.spruch^' toben nach einer Korr spvndmi, die mit den itäbtifdx» Behörden Fühlung hat, ettoa 14 000 Stimmen für und über 12 000 daie ten tr^'bnt. Da die erforbrr lich? Zweidrittelm hrlwit nidx erreicht wurde, ist das Ergebnis somit mit der Ablehnung des Streiks gleichbedutcnd.
Tie Lehre aus den Vorgängen.
Berlin, 8. Nov. (W-lfs.) Der Minister deS Innern Se bering äu > t e iich a gen über einem Vor reter der „B. Z. a M " folg, ick ermaßen: Die Regierung zieht aus len Berliner Vorsängen und, dem Elek.rizi ä sstre-ck die Lehre, daß sie Maßnahmen ergret at muß. die ereignet sein werden, tünf ighin das wirtickwf fifhe Le'en der Städte vor Gewalttat und Wil.lÄr unbi ziplinierter Gruppen zu schützen. Tas Ergchnw der Ab- ftimmimg der sL> isck>en Gas- unt> Wasserarbeiter, Bureauangestell en usw wir^ erst Hinte alenb vor- liegen. Nach der „B. Z. a M." nulß man mit der M.glickikett eines Äl gern-i-ausstaiües rechnen. Tie bisher bewilligten Erl'.öhimgm der Lölme und Gehälter belasten die stLii chen Finanzen mit nahezu 90 Millionen Tiarf jährlich.
^sH- neuk'mmunisi'"cheS E p*rimcnt, an unveranhnor^fkben freiem aus
Ur. 261
Der -ietzcner Xttjtlcet ^scheint täglich, außer 5onn. und feiertags.
BejngjpTfife:
Monatlich V ark 3.60 mdMK--65Trägerlohn, rierieljahilich'UtLlrk 10 80 ,ndMst.l.95Tkägerlohn: ,urch die Poft viertel, ihrlich Mark 12.-
«uslchUeßlich Bestellgeld. Zer »sprech-Anschlüsse: tir6ieS4riftleüungll2; Serlag.töefchäfiästelletzl. Inschrift für Druhtnach. rchten Lu) i^er Sietzeiu poftsche^tonto:
Sranffurt a. D. 1168.
Der hesflstze Bauernbund zur Kartoffe'cnteijnung.
Der fres sis che Bauernbund hat nach stehende Eingabe an das Landesernährungsaml gerichtet:
An fress. Landesernährungsamt Darmstadt.
Wir halten uns für verpflichtet, darauf hinzu nrifen, daß der von dem LandesemährungSgmr eingesch'avne Wx, auf dem Ge.'.et der Äortof'el txriorgung ein gaaiz verfehlter und ein ungesetzlicher ist.
Vom Reich aus ist die Kartoffelb wrrt-'chaftun'- aufgehoben. Damit en fällt unßres Erachtens >ü die Länder oder womöglich gar Kr ift ua-d Stadt die Mög'ich'ieit, sie aui Umro gen über a te Bunde:- ratsverordrrungen wieder auiltjxm zu !a sen. T:ee Befugnis kann nur auf den Grdicken tu vihanben w?rden. aui denm das Reich tztine Bestimmungm getrofiai bat 3ä ba eUm Be^ammuachung hechr
Eo8 tut die Reaierung, arm der Not zu steuern? ?er vreußisch« Minister des Innern S e v e r i n g, »der kürzlich mit so großer Energie und so geringer sicher Einsicht gegen die Orqesch loslegte, saßt [H? Perliner Licht- und Krallstr'iker mit Glace- । -cmdfchuben an Er hat die Technische Not- Ih'lf e nicht ' sofort bei AuSbruch des Streiks | krfdanufen, weil die Arbeiter ihm ver- I »irrten, sie würden schon selbst für die , riibtinften Notstandsarbeiten sorgen. Die I Eterifenben hatten in den MarUa--wn verlangt »-.id zum Teil anm du'-ch'esetzt, daß diejenigen Be- | mten und technischen Angestelltem^ die damals I eheff'm baf'en, daß Lich^- und Wasi'erverwrgimg [ir bte öfsen<llchen Einrickchm^en insbesondere für ü/ ffranfrnhäu'er, weniast-ms teilweis: cruftecht et» k'ten würd', entlassen wurdm Die Fo^ae war, | feh diesmal di' Dn-estellten des El'k^mzitätsw'rks. 11'? die A-bn'er wegliesen. ihre Bost'n vwliesten. I f‘ muh in den Anschauungen ü'er fr5
Iftoeffw^ ^'ckwllen merbei. W>n- in l'benswich- |:rtt Betrie'en er ei wilden St-ei" hekvorrull, l'odht sich w'<nn ^'äbrdu"g ^er Existenz u"d tc |*:ilinbf<it mbtelwier Vollsnassen strafbar. I.ft den ftviesten Revubli^rn, hn> z. B. fn Nnrd- rerifa, bestehen Mnire- die schärfsten G^fe e'- l'Unmmunge''. Dnipschland. das wirt'cha'tich jährlich ni^cks mehr zu'u'etzen imd auf seine ciVnpolitische Lage äußerste Rü'llicht zu nehmen kt, barr nicht lwiacr ohne nn Schut'ae'etz gegen kn lcbensgeiähr.ickscn St.eilterror bleiben.
Berlin, 8. Nov. lWolff) Amllich. Polizei- räfibmt Richter erläßt folaenbe Bekanntmachung: ter Magistrat von Berlin fordete a"s meine An- i rbmmg sämtliche Angestellte ber Elektrizi- I itSwe rke auf, ihnen Dienst weiter zu berschen | Al» sicherte ihnen den Schutz a^aen Maßregllun- | ?:t ober ivnendn'elche wirtschaftliche Nachteil: zu. | .'6 nv-*be dafür sorgen, daß die Angestellten g*gen I *e Belästigung und Bedrohung mit allen poli- I halben Mitteln nachdrücklichst geschützt werden.
Berlin, 8. Nov. (Welfs.) Bei den Verhandelten mit b-n Elektrizitätsarbeiterw Es- dem Tariftnnigamgsamt wurden den Arbeitern ■»6t unerheb'iche Z«ü ge st ä n dn i ss e gemacht. Mi'seren ren nxtren deshalb enstandm. weil man ■l Eleftrjzitätsarl'eitern zwar die Stnndenznlaae ■fci 50 Pf für die Taq-Sarbeit bewilligen, ihnen Wttr den Zuschlag von 60 Pf. für die Nachtarbeit r Sieben wollte. Inzwischen gab die Stadt nach I'dd bewilligte tre Zulagen für die Tages- und die v I die Nachtarbnt. Der' Verband der freizer und ^MnniPjcn berief deshalb für fette na.rfmrit'n-] he Versammlung der Betriebsräte und P'r- fwensleute ein, in der diese Zugeständnisse be- mtaegeben wurden und die Wiederaufnahm: der 'beit vorgescha-en nvden soll. Man rechnet da- ht, daß die Etektrizitätsarl^i'er nach Annahme l Vereinbarungen mit km Magistrat die Arbeit Vift noch heute nackzt wieder aufttelzmen.
Berlin, 8. Nov. (WB.) Die Junktr.mä--e
Ccrtrm«n5Ieiite scr O’e nrtnk» u"d Stacts- tietex. die etwa 40 000 ftäbtffde Arle't-r vört o- ft. fHmmten nachmit ags nach stmtbenlangci ’lSrt* ^ivcklungcn für 1 2 699 Arbeiter gegen den 19-treif, für 14 289 für den Streik. Ti- Erliche Z weid rr'r tel m eh rbei. tl a'w ernifrt Die 2000 Ange el tei der stra?'- Muscr ftimmten zwar gegen iet Sckn ds nrudi, “te mut) grg^n den Streik. Es wurde eine in?> tfchl ie ß un g gefaßt, ru der zum Aus- kommt, dQß der Schieb'slmuch zu Otersen fei ne een der Kal i aztenng
y ööhne, daß die Arb'iter auf jede Lohnverbefte , vorläufig vernchdaten und eine g'eichmäßtne »mablung für alle Arl>eitnehmcr erfreuten, die L^bigm Verhandlungen herb^igefuhrt werden
Tarnnch ist also zu lwsten, daß morgen alenO die El ktrizilätsarbeiter wieder in ihre ^jjbe zurück? hren. so daß am Mittwoch früh c ^fraßenbahnb'trft b w eder ausgenommen wer- E»'imn. Die Versammlung der dem Maschinisten- «iterverbande an geschloßen en Arbeiter der
< Dektrizitätswerke dauerte in später ^tjdwde rwch axu
war, besch os en worden, daß auf die AbliejerunK von 10 Zentnern je Morgen bei bat Mügltederw hingewirkt werden solle.
Der Unterfertigte hat bei Verhandlungen, die schon vorher [Lattianben und auch gelegent ich eines Gespräches mit frerrn Präsident Neumann ausdrücklich erklärt, daß besonders für die Kreise Friedberg, Büdingen und Gießen eS lein Bewenden bei den Besch'ü sen beha te, die die Vertrauensmännerv.n.samm!ungen der betr. Kreise bereits vorher gefaßt hatten, friernach sollte in erster Linie ' der wirtschaitnch schwache Teil der Bevölkerung in den Gemeinden, je Kops mit 5 Zentnern Kartosfeln zu 20 Mark je Zentner beli'sert und außerdem sollte unsere Ge- schä tsstelle in Friedberg aus den Ueber schützte meinden eine Menge von vier Zentnern! ie Morgen zur Verfügung gestellt werden, die wir dann den Bedarssgemeindcn überweisen wollten. Das Ganze sollte eine durchaus freiwil- ’ l ige Aktion sein. Wir haben unS alle erdenklich? Mühe geg.-ben, die Kartosfeln auijubringatx Durchkreuzt und erschwert wurde unsere Arbeit durch Maßnahmen, die auf Grund von Anocd- nun gen aus Darmstadt durch die Kreisämter getroffen tourben und häufig durch das Verbalttitz der Berbrauch.-c selbst. Wir haben keinen Zweifel darüber gelassen, daß wir unsere Kartoffeln der! Landeskartoffelstelle nicht überließen. Wir haben außerdem bei einer Besprechung aus dem KreiS- lebensmittelamt mit den Vertretern des Reformbundes der Gutshöse vereinbart, daß die Kartosiel^ der Gutshöse in erster Linie an die Städte unb Jndustrieorte und die von uns aufgebrachten Kartoffeln an bis Bedarssgcmcinden der Kreise gingeLi Wir glauben hiermit nach Billigkeit versahreitz zu sein.
Wenn wir Oberhessen gegen die letzte Darmstädter Vereinbarung nicht förmlich Widerspruch erhoben, so ge chah es auS dem Grunde, nril nach unserer Auffas ang in unseren Kreisen dis 10 Zentner für wirtschaftlich Schwach? auigebrucht werden. Teim, daß unter diesen 10 Zentnern auch die Kartosfeln gehörten, die an die Bevö kerun^ unserer Kreise gingen, war für uns se'bswerständ« lich. Wir werden in Kürze mitt.-ilen, wieviel^ llartofseln je Morgen zum Prüfe von 2") Mark abst.-geben jitb, und wr we dei baut lei B:- wns erbringen, daß nnr loyal an den Vereinbarungen gelial en Hal en.
Wir müifcn ganz entschieden fß rote ft dagegen einigen, baß jetzt im Kreise Friedberg unsere erfaßbaren Kartoffelmengen insgefamt bet Stabt Offenbach ü!erwiesen werden sollen. Die Landeskarto fiel stelle hätte etwas früher aufstehen imb nicht mit ihren Anordnungen kommen sollen, w-nn die Aktionen größtenteils, ober wie bei uns, ait völ.iz b endet svrd. Wir im K ei e Fn'edxng ehnen es auch ab, uns von frerrn Vorth der lartoffelDertei uagsstelle Offenbach vor^cst-eiben zu assen, daß Friedberg, Bad-Nauheim, Vilbel uw. höch'tens ein Drittel der von unsl aufiubrrngenben Kartoffeln er ha ten.
Som it überhaupt von emg- gangeren ?iefe- uigsae.pi ichtunge.i gesprvch n wrben fd.mte, sind ie dadurch hinfällig geworden, daß die Hess. Regierung jetzt in dar von rhr beliebten Weifio norgeht. Tas Ministerium des Jttnem tut, alS nrrm wir noch mitten in der Zwangswirtschaft drinnen seien. Es sollen KvmmiNio- i-m oebi d t w rden. die aus den von br- Landes- atro f I e (e Bemftrazten urd a u 5 Gendarmen besteh.n, die die erfaßbaren Men^ien festzu- stellen uno beten wlverzüftich? ®b.'ie;erung in bie Bedarisstellen zu oeranlasi« haoeu. Sollte» bx
hnnaijmc von Anzeiget» für b.e lagesnummer ois zum Olachinmag vorher ohne jcde Qietbiiit'hcbkeit preis für l n m höhe für Anzeigen o. 34 mm Breite örtl.d) 35 Pf., ou^wärts 45 Pf.: lür Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Vt Bei Platz, vorfchri.t 20", Auflchlag. ^auptfchriflletter: Aug. Boetz. Berontwortlich für Politik: Aua. Goetz; für ben übrigen Teil: Dr. Reind,old Zenz: für den Anzeigenteil: ß. Deck, sämtlich in Gießen.
Zwecken unterno'mmtn wird?
der faeuiiPSmäßigen Befugnisse der Vorstände gehe.
---- *'V,~"2"^'"“ur‘ar‘ vv wv" Privatvechlliche Verpflichtungen für untere Mit- stimmen abgegebm worden Und. freute morgen | 0[icbcc können wrr nicht erngehen. Es ist de-shalb proklamaerteu die Sozransten z u nt Zer che n ber. einer Besprechung in Darmstadt, in der O be r- U f f ^,e h esse n durch kein Vorstandsmitglied oer treten


