Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (Central-Anzeiger für Tberhesten)
M. 238
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Flachdruck verboten.)
Svrtkgunfl 7-
ami'te Ctinen SBert mehr in sich birgt, nrflTt seine- geschicht ichen, künstleri-
von OfelbfoenbcR würbe M gum L Juni 1921 Dcrlängcrt
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die Zalkner auf Linüenhöhe
Roman von Reinhold Ortmann.
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Jet« Ueberschätzimg roirfickaftlicher Einflüsse auf das bet VS ter.
So läßt sich der Geschickt-unterricht wahr- beftiq fobjeftw) und vaterländisch zugleich ge-
Ziehen--!- 5euen°e^
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lawftag, bett 9.
abend» 8 Ubr:
Psälzer je1 wem
scheu oder Ältuttumswnttes zu schade dafür ist, in bet Dodenkamm-i zu verkommen. Eine «Gesell- 'chrft de. Freund-?", die doch nur einen beschränk- len Kreis umfaffm würde, hat das Mui'eum richt «gründet: zu Freunden will eS sich durch eine Ä rb st ine qefamte Depolkerunq werben; cui diese W ise möchte e4 aber auch die freudige fstitbilfe aller gimnnen, die imstande sind, die barnmlungen zum Degen der Wissen'chaft und der bvlksbildung irgendwie zu 'ördrn: denn fenst ist bif gedeih!iche Weiteren twick unn deS MufeumS enter den heutigen Verhältnissen ernAich in Öftage gefkllt.
Der Besuch deS MusesmS umfaßte seit 1. Septembi rund 1100 fßertönen, davon allein "00 am elften lfreien) Sonntai deS September, ferner 6 Schulklassen mit 160 Schülern, die unter Führung das Museum besichtigten. nk.
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Ktitift tntö IV ff tifcbaff.
Wßsßenft-iftttchr uiü bbttorchlc Erörterungen und Dcrslnmnlungen in Frankfurt a. iiL
Frankfurt a M., 7. Cft. (D'lff.) Im Zusammenhänge mi' der Aus'Vlttmq .,Da- bentfdx Buch" im Lil vrfemeschans ft den rn der Unitrt’ i är rem 8.—10 Cttober eine Reihe wis'enschaf> Lieber und bibtt.philer Erörterung?» und Dcr- 'ammlungen statt, auf denen betanirte Gelehrte Bibliothek-re, Antiquare und Sckvifteller ü er >ie La« der wi'smt'chaf lichen Fvrsäiun-g und der ^eutfdxn Bi li pri v lerrcht-.m werden Ter hni ei*
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Tat achen.
Umbiegunaen im Sinne einrt moralisierenden G.sch.chttunternchts.
Jede Art sentimentaler Geschichtsbetrach-
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„Nein, fb lange tarn ich nicht warten. Ich Pride es nicht ertragen. Deute nsch mutz ich »eisen."
„Sie müssen? TaS ist allerdings etwas an* Und rote lange gedachten Sie fortzu-
Wen?"
„Tas hängt doch wohl von den Umstünden ab. 8* werden mir feine Schtmerigkriten machen — richt wahr?"
„Ich? Gewiß nicht. Mr müssen nur em totmg verlegen. Wenn ich mich recht beirinte, waren 6r sehr erfneut, die große Rolle in dem neuen «ück zu erhallen."
,Lch war glücklich darüber, nachdem ich h jftge unbeschäftigr gewesen war. Neben bietem schvecklichen aber hat es doch keine Bedeutung achr."
„Eine Auffassung, die Ihrem kindlichen $Xi* alle Ehre macht. Ich müßte also Fräulein
Tfesbiu mit der Rolle betrauen."
"Ich bitte darum recht von Herzen, Herr Eireftot."
_ "ES ist schade - sehr schade. Ich hatte es, so pt mit Ihnen im Sinn. Sie können sich nicht ^nkUen, wie schwer eS ist, für ein eng begrenz- te4 Tatern gleich dem Ihrigen passende Ausgabm !^.nnden. Gerade dies wäre nun mal eine ge- “X11- ’öte hätten dazu weder großer Leidenschaft «ch überzeugender Lerzens-öne bedurft, die Ihnen, «e Ste ia wohl wissen, leider versagt sind. Nicht
einmal der Glan» der äußeren Erscheinung, den Sie sich beim beiden Willen nicht zu geben ver« mögen, wäre nötig gewesen. DaS Stück selbst hätte alles für Sie getan. Es ist wie gesagt, sehr schade, daß Sie fo unbedacht meine wohlmeinende Absicht Vereiteln wollen."
„Aber ich tarn doch nicht anders. Mir bleibt ja gar feine Wahl "
,,ES kommt immer darauf an, tote man die Dinge nimmt. Wer zum Theater geht, sollte eS sich stets zum unerschütterlichen Grundsatz machen, immer zuerst an sich und an feine künstlerische Zukunft zu denken."
„Auch wenn eS sich darum handelt, einen geliebten Menschen vielleicht nicht mehr unter den Lebenden zu rät ben? Nein, Sxrr Tirektor, drs dürfen Sie nicht von mir verlangen."
,,34) verlange gar nichts, mein liebes Fräulein, durchaus nichts. Meinetwegen mögen Str heute reifen."
„Oh, ich danke Ihnen — danke Ihnen aus ticfiter Seele. Mir wars so entsetzlich angst, datz Sie es wegen des neuen Stückes abfeftfagen könnten."
„Sehe ich auS wie ein Unmensch?" lächelte Herr Catejon Taus. „Ich bin sogar bereit, Jhn.u noch weiter entgcg-mjulommen. In neun oder zehn Wochen geht die Spielzeit zu Ende. Ta lohnt es eigentlich gar nicht, daß Sie noch ernmal zuruck- tehren. Vtelleicht haben Sie den Wunsch, sich von nun an ganz der Pflege Ihres kranken BaterS zu widmen, llnb ich bin nicht grauiam. Nrcht nur Urlaub will ich Ihnen gewähren, ich bewillige sogar di.' fofortige Lösung Ihres Vertrages."
In jäher Bestürzung sah ihn die juny Schru-
Äs?
<P<ridit»faaL
Sin zweifaches Todesurteil gelte« einen Lcörder.
ft>. Frankfurt a. M., 8. Oft Am 22. Januar hatte hier der Kriminalkommife sar Darder den Metzger Johann Rupp aus Goddelau festgenommen, der wenige Tage zuvor nach Egiocde bei Oldenburg gereift war mit dem ausgesprochenen Zweck, dort das ihm bekannte Ehepaar Jansen zu berauben. Er bat beide Leute ermordet und ist dann dies- per in feine Wohnung -urückgekehrt, wo feine Verhaftung erfolgte. Wie während der ganzen Untersuchung, legte Der Mörder auch in der mehrtägigen Schwurgerichtsverhandlung ein abstoßend freches Wesen an den Tag. Das auf 2fack)e Todesstrafe lautende Urteil nahm der Bursche mit spöttischem Lächeln entgegen.
*
rm. Darmstadt, 8. Oft. Das Sdxmrr- ?trieft verhandelte heute unter AiiSsckstuß der feffcntlickki g a-n den 23 Jahve allen Fr Schmid! aus Trösel i. O., der am 27 Marz ds. IS. ein ebenso al eS, ihm en'.grgenvommendeS unoeickvl eneS Mcibck-en bei Un er-A^steinach ver- geroid ig:e. unter Zubttligung mi de rüder UrnsL. de wegen Notzucht »u 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, abzüglich l Dionat Unteruchungshaft. Der Angellag.e bestritt, Gewalt ang.wendet zu haben.
Gictzcucr Strafkammer.
Aus der Straskammcrsitznng am 5. Oktober feien fotgiibe Fälle hrrvorgehoben:
Der „KauimMin" G aus Dfüreitfrn war nach Verbüßung cin-T läng. r?n Ge ängmöftreie in ®ieyen jug.-rriiL Bon dieser Zeil an feste in Gtesten eine Jieibc von Ei n b r u chs d ie b- stählen ein. Mit >.t Festnahme des G hörten sie auf. Be: G. sand man gftohlenes Gut von brei Einb mchsdfeb'stählcn vor, als er bereits im 'ifegnff stand, Gieß n zu verlassen Ferner war sestg. stellt, daß die Fustspurrn an den Tatorten, irte^eiinbcte der Abdru k der Gummiabsätze genau mit denen des Angella tte.i ülterrinskinmten. D^m grt. agten, bet die Straftaten beftritt uib der behauptet, die bet ihm Dorjenmcnai Gegen- fiäul< von einem B ckanntnr erha ten zu haben, wur.« nicht geg aubt. Er reurt»:, weil vorbestraft, wegen Einlmch-^iebstahls in 3 Fällen zu zwei Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.
Zrt dem Torfe M. war von öoharfritern und Kommissio ten, zu denrni anch Gemeinderats- mitg ied-r g ho t n, bei Ge eg.m.'teit cini es an Sch aps und Bier Dcitcunf n worden. Der da- ma ige D n r g e r m e i st k r rooffe dir Zeche aus die Gern, inl^kasse übernehmen. Um dem vor- gefetzten ftrciäamt den Sachve hast -u verheim- idru, ändert, er bas feoljwntei^e u •g'protofo'l ab. in'tein er d a Namen eines iDt-ig-'rers strich und statt dellen br Ge:netnt>' a!S «t-ig-cy ein» trug. Das Steig jHb d s nestrichrncit ^tttg-^rers feilte zu n Bezahl n her Zech? gebraucht wcrden. Dir Sach kam h tauS Der irü'x e Bürgermeister wurde feegL-n Urkundensäls chu n g im Amte zur gell tz.ich n Mindeststrafe von elltem Monat Gejängni-s orrurtrilt.
Sberhesstscher Museum und Sailsche Sammlung««.
Seit her letzten veröffenf ichung bat bie vor. aekchichtliche Abteilung wieder roefent» siche Lcrricherung erfahren. Durch Ankauf konnte ver Inhalt erneS bet (eroacbeiten leibet zerstörten 'pätbrvnze^ltlichm GrabeS (etwa 1100 v. Thr.) erworben werden: dabei sind besonder- bemerkens- wert die Bruchstücke großer Brlllenftbeln, von denen eine aus den Teilen sich wiederherstellm '.Sßt Unter den (hjrbniifen eigener Aus grabungen deS MullumS ist ein pradbtDol krhalteneS Bronzeschwert aut einem Grab- -Ügel bei Muschenheim hervorzuheben, das 'benfallS der späten Bronzezeit angehört. Ferner iommen demnächst Funde zur Ausst-llung, welche Sie Ausgrabung eines größeren Gräberfädes bei st jede rm o ckst ad t lKr. Büdingen) erbracht Vit; darunter sind neben zahlreichm Bronin) von m'tenschastllcher Bedeutung inSbe'andere die Kefäß.Fu''de, vor allem em ballftotteroice etwa 700 v. Ehr) von einzigartiger R.ichixrttigkeit an Schalen, Töpfen und B.ch?rn, das mit G aphit- nalerti verzirrt ist und einige ganz neue Formen lenncn lehrt Ern kleines 1 eßt bin angebrachtes Sflugmobeli veranfchau'icht ein? Weiterbildung deS -eben der Tnvenvitrme auiaetel ten po!nt cken HflugeS. bet bi: Form deS bei bc.i Germanen schon m vorlteschichfiich-r Zeit zetroa 310 v. Ehr.> gebrauch en Pfluges b roabrt hat. Die Anfertigung erklärender Beischriften in der vorgeschichtticbea Abteilung wurde gefördert: die (rotgeränderten) Ärttd w.tden bet Beachtung jedes Mufeurns- befuchers empfo^cn, der die Abteilung ernsthaft innen Utucti anlL
Irn Saal der Hausindustrie wurde eine 'jrtereffante alte Ge chäftSroage neu angebracht Gefch.nk von §>errn Thr. Biefer).
Die keramische Abteilung erhielt durch « Güte eines Gönners eine äußerst wertvolle Bereicherung in Gestalt eines hervorragenden Ztückes Alt-Marburger Gull's: eine Reiter- stawette, barst llend ..Johanne- Larnb (ober $amb\ Mayoi, 1824" braun glasiert, im steifen, aber das Tharakteristisch - sicher treffenden Stil tu ter Hanbroerk.tkunst; sie ist von großem Jnter- •fie w gen der Settenhrit solcher Vorträtdarftel- ilingcn und dem Uniform funbtgmt besonders wichtig wegen b-.T genauen Wie.erlabe von Einzelheiten der Befteibung und des Sattelwerke?. Das Fiaürchm wurde als N-uerwerbung der belferen «cuchtung w gen zunächst im großen Saal de- ^rdgeschLs es im Schrank der Hanauer Manusaltur ausgestellt.
In der Textilsammlung werden in ■ ro-' Rahmen neu gezeigt ein wettvolles Brokat- i deckchm (Geschenk von Frau Dr. K ewitz) und ein Deckchrn mit kunstvollm Mustern in Kreu'stick>auS em Jahre 1770 (Gllchmk von Frau Gelntimrat Sievers).
Auf einem Tisch im T ra chte n z i m m er sieht als em- tk*T intere'fanteftm letzten Erwer- lvngen cm Bog lkäsig aus Draht 'Geschmk von Frau Vrole sor 6cf), der bi: Kirch- und einen Teil :er ch.rna i ten Be'e^tiguni von Grünin'en dar» sollt: dcr Käfig ist ang fe'ti it von Karl Christian bofmami, 1814—Iß 11 Vfarrer in Grüningen, eeftorben 1869 als D kan und Kirch'nrat in Griebel; mangels anderer Que len der Erkenntnis les bama'tgen Zu^and's d r barpefteHten Bau- ich^iten ist b.*r Käfig für die heimische Geschichts- r>rschung von größter Bch.-utung.
Gerade Ixrs letztgenannte Stück zeiot. von velch-r Wicktigkit selbst halbvergessener d a u s r a t sein 8mm. dcr i tzigen Zeit ber iltgemcinm Raumnot w rd es mancher Hausfrau rerhä^tnismäßig leichtia'l n. sich zum Nutzen des ITku'eums voti einnn B-siytum zu trennen, das
Atz^che Mttö Schule.
Rfehtlintat für bm Gefchichrstinterricht In Volks- und FoNdildungSchulen.
Die Ortsgruppe Darmstadt der Bereinigung hessischer Leboer und Lehrervmen jur Pflege oater» ländischen Gttstes hat sich m letzter Zeit In meb* rern Veriammlun^en mit dem GeschichtSunterrichi in Bolks- und Fvrkbilbimg^fdbulen b faßt- Nack dei Siblete.it ben Borträgen über Wesen, 31trtf Stoff, mtb AuSd h'imn des Geschich-'-imterrichtts und ergi b«rn Äuiipradxn wurden folgende Richt- llnien ausg.stellt.
J. Ziel: Der Geschichtsunterricht hat als vor» nehmstcs Zel: Er-iebung»um Da triotiS« muS. VatriotismuS ist der Wille »um LebcnalS BolkundStaat. Der Gschickto» unterricht hat demnach ju wecken und zu fördern:
1. Ern ickt in das Derdm und die LebrnSbe- binnrngem unseres PolScS.
2. E femttniS bei staatlichen Egoismus als einer Swnwttriebfraf! tm Leben der Böller.
3 Be-ständnis für Saatsnotw ndi ke ten
4. Eb fu'cht vor den großn gelchichtsgrstalten- hen Persönlichkei en
5. E-ziebuna zur Anteilnahme am Volks- und Staats'ebn
Ab , u lehnen sinb:
1. Unioch iche Berberrlichungen geschichtlicher Perlonen und Skrbrf(jungen gesch.chUicher
f anfrtvirHcbhft.
** fBerfcnben von Baumen und Sträuchern grfd« t> nxll cm le en im Ok ober Jetzt rorrbc • auch alle m glichen Aenferwi- gen im Ob - und Be. vengar e ' v r'em'mmen
** Kellerasseln, die beknnn lick) den Bflar»fn durch Anfressen von Seng In und Blatt- irlen schätz ick torden. ne ben am besten durch 'Äbtannen bff i igt. Man (xf-gt die Be te ober Fus-l>öden nbrntzS mi »usg hs^l en Kar vffeln. Nü''en, Kv^.nbi ebrr illran:! rüick n di- m*r' am ivlgenbcn Mvrg-m nre *' en fern: Auch Bei e'en der Bortte mit Heringllauge oder Bepudern der Blumentöpfe mir Ins ftenPulver hlll die Vermehrung dieses Ungvgi. ferd sehr aus.
halten.
H Stoss: Behandelt roirb bie Ge. schichte des deutschen Volkes, vorwiegend in seinen jeweils führenden Schickten. Da Macht und Kultur einander bedingen, stehen Staatsund Kulturgeschichte gleichberechtigt nebeneinander.
Die Geschichd.' fremder Völker ist nur zu lehren, soweit sie zum Verständnis der inneren not' wendig ist. Ä
Tie hessische Geschichte und bie Ortsaefchchte erscheinen nur tm Rahmen der deutschen Geschichte und liefern hierzu als Dcimatgefchichte ben An- schanungsstoff.
III Weg: Den Mittelpunkt des lln'errichts frTbet die lrbn-dige Scf>iTVnmg durch lli' Person- licktteit des Lehrers. Keinesfalls üh.rftü's g wird aber bic'birnb ein rm Sinne dieser Richllinien abaefahtes Geschichtsbuch in de r Hand jedes Schüler S.
IV. Ausdehnung-: In der Fortbildung s f ck le und ihren E--fetzanstal en ist inver allen l’mf änben Platz yi fck«sfe i für einen ver- li.es en den Geschichtsunterricht, der überhoup: auf dieser St tfe evt rH;t fr.icfxtbaT werden farm Vom Ge'cknch Sbuch List dic Forderung, unter III.--
AuS dem ?lmtsvcrtündiauna l>lalt.
•* TaS ArntSverkündigungSblatt Nr. 146 vom 8 Oftob-r '-n.'hä t: Abstimmung in ben bmrfAcn Rand.tz b eten: hier: in West- und Dfttreufeit — EutN'asftuing ter Bevö f iun i. — ETniendnug her Sll.-Tmnnde- und usw tKeifriun-^tn für J919. — Sdifenbun i b-t Tage- und Y'anb- buch-ouszüge. — Russisch' Krieg g fangene — Wicd7rzu an'unq zum £)anbei. — Bfehseuchcn. — Dtenstr.ach ichtrn
Abstirnmungin West-untzOstpreu- ßen Siit dem 14. August 192st ist d.e E teilimi von Sicklocrm.rken zur tHeife m bao bisbe-ige Ab- fhmntint We biet A leiftein und Ma immer der fort» gefall.n unb das Paßhu-eMl brr Jn eralliiertm Kommissfen in A'lenst in mit dem gf ihm Zeitpunkte aufgelöft nwrde:. Bezü lick des 2> rch a igs- oerkchrS nach West- und Dftpoeufcen behäl es im üb igen bei den bestehe, rdm Bllstimmungen fein V> rocnb.TL
Gem äß Beschluß des .ftreisauS- s ck u s se s dcS ffrei es Giesen vom 25 S.p.embr 1920 ist her Metzger Qeinrich Moos Vlll zu Lol- (ar ab 1. Oktober d F wieder zum tzcmtzel mit
Fleisch und Fleischwaten ptgefafen
Maul- und Klauenseuche ist in Linden st ru t h amtlich f figefbelt worden Es wird gebildet ein SpeiTbqirl, W'benb aus dtt Gemar- ftwg Lindenstruth. Das BeobachLngsaebiel bleibt unverändert. — In Ronhausen (Kreis Mar- b"iiog) ist die Maul- «nd Klau n euche austebrochen, ebtttlv in Niederweimar (Kreis Marburg.
Grenzspende. De dem Deut chen Schutzbund für die Grmz- unb Auslandsdeutschm Berlin. brs zum 30. Srptenrbe: 1923 zugunsten der „ßhrnjfbcnhe" erteilte Erlaubtns zur Sammlung
svd lerrn an. „Sie wollen mich entarten, Herr Tcaftar'?"
„Nicht im bösen, Fräulein Fa k! Gütlich und im besten Einvernehmen werben mir uns trennen. Wäve ich ein Tirektir rofc so triefe andere — einer, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist, io könnte ich Ihr hartnäckiges Bestehen aut biete Reise, durch bie ich in d« größte Bcrlegarhert Komme, kehr wohl als stvntraktbruch auslegen, ja, ich tonnte sogar die Zahlung der für bieten Falt bedungenen Lrnrnerteionslstraft von Ihnen verlangen. Aber feien Sie unbesorgt', wiche Bärten liegen nicht in meinem Thaoofter. Wir erfebigm die Sache freundlich unb schmer^ioS. Ihr «ertrag läuft noch für ein weiteres Sptckiahr. Sie geben mir eine schriftliche Erklärung, daß S« njü einer sofortigen Aufhebung cincerftxmben sind, und ich bestätige Ihnen dagegen, datz ich reinerler Ansprüche an Sie stelle. Tag Sie auf Ihre Gage für ben übermorgen ablaufenden Monat verzichten, ist nur ein geringer Beweis der Tunfbarteit, bie ich tun JhnÖr erwarten darf."
Gerda fetz tote erstarrt. CS toar ein Schlag, den sie fegleich in feiner ganzen Schwere kaum fassen konnte. „Aber warum —?" stammelte sie „Nur, w il ich zu meinem honten Vater reisen will? Nur darum *i“
„Es gibt Entschließungen, mein liebes Fräulein, bei denen man unterscheiden mutz zwischen dem Anlaß unb bem eigent ichen Grunde Und eigentliche Gründe bestehen in Ihrem Fall mehr als genug."
„Tart ich sie erfahren?"
„Wenn eie davon, bestehen, will ich fte nicht verhehlen. Don ben Grenzen Ihres Talents sprachen mir ja schon. Es märe ganz prächtig für ein
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gelben kebchtlnÄ erloren. A mber wird gebeten Iben gegen höbe bnuno Beraitr. 1 uugeftn. |
Samstag, 9. Vttober 1920
schaftliche tang^ß am 8. Oftvber steht unter dem Moritz vvn jderrn Gedrinrrat Prvfesfer Dr. Kautzsch, Rett.vr her Universität m Frankfurt a. M., Öfe beim tat $rofei or Dr 4 bra r p. Direktor der ßiuntfurter Stabtinbltetbct. tnc bfeliophile Tonung unter dem Bv^ttz non Feder von Zobel- t i tz unb Jhnw Gvaf Hardenberg Als Rv- femurn sind u a. anaenrlbet: Pwfesfer Dr. Minde-Pouet, £eiw i, Dlvek or der deutschen Bücherei in fleip&ti, ObertiibliDtMar Pnofesior Dr. Marckwald m Fuankrurt a M, Dr Berg- bö f f e r, TireTm der fliyhdxlbfrfrn Bibleotbel, Fprnffurt a. M., Pwfei>)r Dr Witkowski, Lechzig, Dwfesjvr Dr Sou hier. Berlin unb Direktor 2 ilienthaI vom Deutlchen Buchbund. MS Ernbemftr brr Serianrmlungen treten auf: die Drtt:sche Gesellschnf, für ÄrtsiMtdSbuchdanbel, die Ge'ril dyif. der Bi 'fiopl'i en die Maxinrilian- Geiellschnf., t<? Gefellsckiaf. b- ff J<1 ten T' ä.ljerfrtunbe, der Verein deu scher beirre und der Ver ein der deutschen Aniiaua taS- und ErvorlbuchbLldler.
Dcrmi|d>f<e«
* Eine Luftreise zum Montblanc. Der Bergsteigers Port hat in dem Flugsport einen gefährlichen Konkurrenten erhalten und io manchem dünkt eS müheloser unb spamimder d.e höchsten G.pfel zu erflicrxm. als sie in mühfeliger An- ft entrung zu critetgen. Der Petit Parisien Der an* stattet auS diesen Erwägungen hermrs eine Luftreife nach dem Montblam. Der Flieger Dubochct wird von Genf aus den Flirg unternehmen unb auf dem Gipfel des höchsten Berges Europa in einer Maschine landen, die zu diesem Zwecke besonders konstruiert ist.
.-.,.^4; ver «Frankfurter Theater.
Opernhaus. Donntzag, 10. Cfa'er: Ter Scbatzgräb-r. M n ag 11.: Lolte grin Ti mötag, 12.: Matzame Butternv. Mittw-ch, 13.: Ter Troubadour Tonner-tag. 14.: Die (uft’.gcn Wciber P.M Windtar. Freitag, 15.: Ter Rosentavalier SarnS- taq, 16.: Ter Vogclhänd.'er. Sonntag 17.: Tte Dolküvc. Montag. 18 : T-ie F edermauö Diois- tag, 19.: Ter Schatzgräber Mittwoch. 20.: Rig >- l. tto. — Schauspielhaus San tag 10. Lt» ll>b.r, nachmittags 3'/, ubr: Nat.^st der Were. Abends lin Uhr: GanhCa Mon:ag, 11.: L>o- vboklcs' Anttgone. Dienstag. 12.: S't>'o*'eö' An- tiftonc. Mittnwch, 13.. Eandido T*'nne:dtag, 14.; Neunzefe-.'mndert-i.eu'-z hn ' F:eilag, 15.: £)am« let Samsttig, 16.: Tie Journa i.'ten. Sonnt rg, 17 , nachrnit agS 3 llhr: Alt-L> i elberg A'e'ic-S 6V» Uhr: Mario Stuart. tULmtig, 18.: Pl.itz. TienSdag, 19.: Candida. Mittwoch, 20.: Soamlet
Scbadiedie.
Unter P A. Dtlimont verbirgt sich bekanntlich der d utich.- fi"D mpon.it Dr. E. .^rie,er. Un er« h-utrge Numin.r ist trotz ihrer Erniachfeit eine .einer b-fanateften Sdxxdxiu gahen. Der Gedanke, der in ihr enthattm ist, ist des späteren noch ehr häufig bargeMIt worden, aber nur selten! ist die tautru tiu feine erste Fassung von D. '2L Crlimont erreicht roortxm, nn Überhaupt Orli- mant ein fetten geschickter ffonftru.'teur ist. Tal Thema dieser Aufgabe ist unter bem Jlamex Mau efallenth ma oder Guillotmen-Problem in der Schachwelt b. kamst. Nr. 35 ist eine einfache u tt) harmlose Miniatur desselben Meisters.
Nr. 34.
P A. Orlimont fT. SB. 1907 )
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Matt in drei Zügen. Nr. 35.
P. A. Orlimont. (D. W. 1904.)
Weiß: Kd5, D hl, Si5. Schwan: K a8, La7, B b7, b6.
Matt in drei Zügen.
Auflösungen in nächster Nummer.
Liebhabertheater: für eine ernsthafte Bühne aber ist es bod) etwas zu klein Ta rüber wäre unter einer tüchtigen Regie gleich der meinigen ja mel» leicht noch hin weg; u kommen gewesen Aber eS gibt noch eine andere Schwierig tert — eine unüber- windlichl:. Sie haben fein ThLterbtttt, liebes Fräulein !"
„JBein Thoaterblut? Was soll ich banntet verstehen?"
„Sic sind zu spießbürgerlich — -u pblliströS: aut der Bühne rote im Leben. Es ist nicht bannt getan, datz man ferne Rollen fleißig lernt, pünktlich aut ben Droben erscheint unb willig auf bte Anregungen RegissimrS eingeht. Nach al'v- bem fragen die Zuschauer am Wend nidi. Tie Leute wollen vor altem eine bestechende ßrfdcimmg auf ben Brettern fehen — Schick unb Temperament, verführerisches Tugmspfel und fck/ne Toi- lttten. Daß Sie gerade in diesem letzten Punkte sehr weit selbst hinter ben bescheiden st en Anforderungen zurückbleiben, werben Sie yigebar."
Er sprach mild unb gütig tote ein bekümmerte? Later. Gerda aber feixen die erste Betäubung ab* g.'fcbüttelt zu haben: ihre schön.-, volle Gestal» ridjiMe sich stolz auf. „Ich bemühte mich nach besten Kräften, dem Geist meiner Rollen gerecht zu roetben. Wenn Sie fegen, datz mein Können dazu nicht anSteichte, fo weitz ich daraus nrchts zu erwidern. Datz etn verführerisches Augenspiel md dem Publikum diesem Geiste entsprachen bcstte, glaube ich allerdings nicht. Und meine STeicel waren fb, wie ich sie mtr von meiner Gage zu be- schaffen oerrniochte "
(Fortfetzung


