und
27
Fortsetzung
(Nachdruck verboten.)
Dermifc^tci,
Rudolf Stoffe t-
Blinder Hatz.
Roman von Alfred Sassen.
lt„ 8. &pt Tit 'den des D|b tg erfahren, ba> xn werden lön« irb vergrötzerr hmen bet Stfr den.
Sept. Der xt itt am 20. Z» iralig zusanum
Handel
3. Lederbörsentag in Slmiu.
Mainz, 7. Sept. Unter tablreidrm Besuch fanb heute der 3 Loderbörsentag in Mainz statt. Ter lebhaftere Verte'n in Ferligwbrikaten rief allgemein erne regere Nauflust sowohl m Lauten wie in Leder hervor. Ter Markt ist als sehr fest zu bezeichnen, wenn auch Medrfvrderungen von den Ntäuiern Widerstand entgegengesetzt wird. Bei den Preisen für Rohivare mufUen fid) tnc Kaufliebhaber b.*reitfini>en, höhere Preise zu bewilligen. In Leder wurden die auf den Lagern fertigen Partien zu ungefähr den bei den tobten Börsentagen in Köln und Leipzig notierten Prenen verkcntft, ivobei auch di? Preise mehr nach der obersten Grenze dieser Dotierungen anzogen. Gesucht waren besonders billigere Posten, die aber nicht mehr reichlich angeboten nxrren
Im Anschluß an den Lederbörsenbag fand die zahlreich besuchte Äciute-Aultion statt, bei der za anziehenden Preisen olle angebvtaiai Ifoto Käufer sanden. Die Preise erfuhren gegen die letzte s2t;ir- tion einen Aufschlag von ca. 15—20 Prozent.
Im einzelnen wurden ungefähr folgende Preise erzielt: StW, Rinder, Ochsen ohne Kopf 12,05 bis 13,70 Mk., dto mit Kopf 12,56 bis 13,56 Ml., Bullen ohne Kopf 11,30 bis 12,90 Mk., dto mit Kops 11,55 bis 12,55 Mk., Fresser 13,50 bt« 13,65 Mk., Kalbfelle ohne LVopf 15 — bis 15,65 Mark, Kalbfelle mit Kovf 13,05 bis 13,15 M7., Rohhäute 160,— bis 286,— Mk.
Preise für Leder: Eichenlohg Rhnn. Sohlleder und Vacheleder in Lälfben 80 bis 85 Mk. für 1 Klg. Eichenlohg. Rhein Sohlleder und Bacheleder in Kernstücken 100 bis 110 Mk. für 1 Klg. Sohlleder in Dälftett 65 bis 75 Mk süc 1 Klg. Sohlleder in Kernstücken 98 bis 103 Mk. für 1 Klg. Zahrn-Äacheieder in Lälfton 53 bis 65 Mk. für 1 Klg. Zahm-Bacheloder in K'enr- stücken 40 bis 45 'Mff. für 1 Klg Zahrn-Bache- leder 33 bis 38 Mk. für 1 Klg. Zohm-Baci-eseiten 52 bis 58 Mk. für 1 Klg. Wild-Bacheleder in Kernstücken 72 bis 78 Mk. für 1 Klg
I" 8, Sept. Toj Denkmal m )vrch MtnM ?•/ 8. Sept. Aus ttwoch früh bit r Opfer bei en statt. % m vollzählig rschmuck erschik- " sang vor ber Die tftanffur/tr n ihre Vertreter das tragijäe 6t» irten. eie sichen niederlegen. Tie eigen in mufter» »nsttationen, hxn söhte Bereitschasi te gegen Mittag
,”n der HM !fenm9 ibg* I.
^illkreis.
n Mislag wöhltz
""nn, na6bem ^nrmonn durch ba "»Iden war, 1 schwebt.
* Lin z, 8. Sept. (Wvlff.l Im Gebiete der Nebenflüsse der Donau trat infolge des rnhaltenden Regenwetters der letzten Tage L> o ch - wasser ein, das besonders längs der Enns un'. des Traun arge Verheenmgrn anridx'etc. Sämtliche niedrig gelegenen Ortschaften ttn diesen Flüssen sfttd überflutet und die Brücken weggerissen. Der Verkehe auf den Straften und der Eisenbahn ist lahmgelegt. Ebensee mit seinen Salinen, Teile non Gmunden, Ischl, Govisern, Lxrllstvdt stehen
äD^^nint
Sä && WZ
Ntlfra.
ZZ- Seiber S Äka,‘ und bit ftTÄ tat die & mai >vavn voll.
Ein neuer Sprudel.
fd. Andernach, 8. Sevt. Auf dem Grundstück der Augustus-A-G zu Namedy brech ein neuer kohlensaurer Smudel mit großer Gewalt und starker .Kvhlensäuneentwickelung durch. Nunmehr entspringen in der Gemarkung Namedy drn Quellen in drei- Lis vierstündigen Zrvischeuräumen mit ftarfer Ausstoßung von Mineralwrsier und Kohlensänre der Erde, ein Schauspiel, das täglich zahllose Zuschauer anlockt.
Das Erübeden in Italien.
Paris, 9 Sept. (WTB.) Nach Meldungen aus Rom sind in der Provinz Florenz 2 00 Personen bei dem Erdbeben getötet und über 3 00 verletzt worden In der Provinz Spezia spricht man von mehreren hundert Toten. Die Bewohner kampieren auf dem Lande im Freien, da sie neue Erdstöße befürchten.
iv Sport.
n Sonntag fpitk I ! zweite Mamiön I [[eid'.roertigem I erringen. - 01 I iar mit dm Wann- ■ ■[igei M- T I ■jugciien-BobiW I Propiganoalvmtt. | 3:1 Toren enjf I benW W ■ bagegen ntuBti ■ ige von 7:2 Tom | frei „Jugend t« ■ ;alb an ßorpeman ■ guten ttKt Mg I 'tathlct's-n AL I gungäipiefe * | Sonntag 3 W W
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gestorben.
Rudoli Masse wurde am 7. Mai 1843 zu Graetz in Posen geboren. Zu Beginn der sechziger Jab« kam er nach Berlin, wo er zunächst im Geschäft seines Bruders Salomon Mosse titig war Ströter trat er als kaufmännischer Angestellter in die Firma A. Losmann u. Eo. ein Er widmete sich hier dem Inseratensach und begründete im Jahre 1867 fein- eigene Annoncen-Expedition, welche die Grundlage zu feinem großen Ver- mögensctw?rb wurde, so daß Rudolf Mosse jetzt N-r größte Steuerzahler von Berlin geworden ist Im Jahre 1871 gründet? Mosse das Berliner Tageblatt und erwarb später auch die Berfiner Bo'tszeitung. Auch die Berliner Morgenzettung erscheint im Mosfeschen Verlag. Rudolf Mosse verdankte seinem Einfluß vor allem natürlrch dem Umstande, daß er die richtigen Entschlüsse im richtigen Momente zu fassen wußte. Er verstand fein? Zeit und erkannte die erweiterten publizistischen Bedürfnisse, die die politische und wirtschaftlich? Entwickltmg Deutschlands in den letzten Jahrzehnten entstehen ließen. Auch durch bie SxrnWimgen feines privaten Lebens hat fick Rudolf Moffe den Dank der Ceffcnthrbfeit vertneni. Er sowohl wie seine Gattin sind stets als WvbltSter großen Stils tätig gewesen, wie u a. die Schaffung des Rudolf Mosseftben Küaben- heims beweist. Zu seinem 70. Geburtstag erruft etc Mosse eine Stiftung für erwerbsunfähig? Per- ftmen vorgerückten Alters mit einem Kapital von einer Millian Mark, das in Beträgen von 500 und 1000 Mk. an die bedachten Personen all- iä6rltd) verkeilt werden soll. Außer der erivahnten Stiftung hat flhthofi Molle dem Rudvlf-Virckvw- ibause 100000 Mk., 18 Vereinen und Wohltätig- keitsinstituten je 10000 Ml. schließlich 300 000 Mark zur Verteilung an die Angestellten und Arbeiter her Firma gestiftet Für Angelsörige des fmtrnalistisck«m Benlles hat Mosse eine Stiftung tu Höh? rvn 300 000 Mk. gemacht, deren Zinsen >mters1ützunq-^l»edürftigen Journalisten ohne Riick- ftdit auf ihre Parteistellung zugute kommen sollen.
Uebkrschweminunll im Donaugebiet.
mrter Wasser Auch die Erönau steigt ununterbrochen. Der gesamte Dampfschifssverkehr zwischen Wien und Linz ist eingestellt worden. Der ange- nchtelc Schaden ist überall sehr groß.
Münche^, 8. Sept. (Wvlff.l Aus allen Teilen Süfchayerns taufen Nachrichten über Lo ch- wafserschäden ein. Inn und Salzach richteten in Mülfllvrf, Wasserburg und anderen an ihren Ufern gelegenen Orten schweren Schaden an. Die Bahnstrecken sind vielfach unterbrochen. Ganze Dörfer mtb Stadtteile sieben unter Wafler. In Mübldorl und Erding wurden Häuser fortaeriffen, wobei auch Menschenleben M beklagen sind. Auch die Lech, Wertach und Iller find weiter gestiegen. Die Eisenbahn Augsburg — Ingolstadt ist unterbrochen Tie Isar mit ihren Nebenflüssen führt ein gewaltiges Dvchwaller. Der in ihrem Flußgebiet angerichtete Schaden ge'bt in bie Millionen.
München, 8. Sept. (WDB.l Die st a r k e n Regenfälle im Gebirge und die örtllchen Wolkenbrüche aus der bayrischen Hochebene haben seit gestern aufaehört. Der Oberlauf der Iller, des Lechs und der Isar sind seit gestern im Abnebmen. An der Isar passierte die größte .Hochwasserwelle München gestern Abend 10 Uhr mit 390 Zentimeter Pegelstand. Im Unterlauf der Flülle und an der Donau bauert das katastrophale D o chwasser fort. Im Inn und der Salzach wurden die HSchst- bestände von 1890 fast eroeicht. Die Salzach zeigte beute früh einen ziemlich raschen Rückgang. Die Donau batte vormittags m Passau bei einem stündlichen Zunehmen von 10 Zentimeter bereits den Pegelstand von 790 erreicht.
Salzburg, 8. Sept. (2Lolff.) Die Salzach überflutete die Scckzburaer Vororte Nonnthal und Lehen. Aus dem Ueberschwemmungsgebiet vonPinzgau bis Obern darf werden vielfack Lrückenernsl-ürze, Straßen- imb Dammru'.sche sowie Stockungen im Eisenbahnverkehr gemeldet. Der €d,abnt ist enorm. Der Regen dauert noch lei-cht an.
vorwärts, gerade auf "bie Stelle §u, ^ata stand — sie ergriff die Dand des lungen Mädchens, mit der fcärtt einer Eisenklammer legten sich chre Finger darum.
Dicht vor sich saH die Geängstigte das weiße, 'tarre und doch so dämonisch belebte Gesicht dw schreckliclien alten Frau, sie fühlte einen glüchmr^n Elfern über ihr Gesicht hin wehen, ihr Ohr trafen betäubende Lxnnmerschläge die immer wvder- t^lten, dumpf drängenden Laute: „Sprich, sprich!" r~ — und da fühlte sie eine lähmende Aillen- 'vstgkeit in sich Platz greifen.
„Tort am Sarge lege deinen Schwur ab — in falten Hände des Toten hinein!"
Und mit ehret Bewegung wilden Triumphs ^8 die Blinde das junge MÄchen mit sich hin zu dem grausigen Opferaltar.
„Schwöre! Schwöre!"
Aus den Augen, in denen ein irres Flackern war, itarrte die unglückliche Rena nieder auf *t»a§ wachsbleiche Antlitz des Toten.
Plötzlich fühlte sie ihre öände vereinigt mit J^nen des Verblichenen. Eine Kälte stieg daraus und teilte sich ihrem ganzen Körper mit.
wetndr, der Tote werde sie nun sesthalten —
Berlin, 8. Sept. Börsenstimmungs- bild. Die Unlust und die Zurückhaltung an der Börse ist noch vorherrschrnd, doch ist die Verkaufsneigung jedenfalls geringer geworden. Die Kurs- lildmtg war infolge der noch verschiedentlich l-erauskommeTtden Aare mtregdmä6ig. .Hervortret ettd war die feste Haltung für Auslandswerte wegen der neuerlichen starken Steigerung der Devisenpreise, so daß namentlich Deutsck^e Uebersee, Baltimore, Canada' und Schantung sowie van Auslandsrrnten Mexikaner und Griechen erneut höher gingen. Von Petroleumwerten warenSteaua Romana bei großem Geschäft 125 steigend, wogegen die übrigen Werte auf diesem Gebiet schwacher waren. Von Kolonialwerten büßten Neuguinea wegen der Gmtcigmnig des Besitzes 130 Proz. ein, später aber etwas erholt. Am Montanmarkte machte sich eine Erholung geltend, von der besonders Buderus, Hösch, Thale, Westeregeln profitierten. Schiffahrtswerte mären zumeist noch etwas nachgebeild. Die übrigen Gebiete waren still und weniger verändert, aber Thalc und Goldschmidt steigend. Gegen Schluß trat auf die starke Befestigung des Montanmarktes, besonders für Bochumer, eine allgemeine Befestigung der Tcn- deitz ein Der Einheitskurs für Jndustriewerte war noch inrvegelmäßig, aber gut behanptit
Frankfurt a. M., 9. Sept. Börseir- st i m m u n g s b i l d. Die Abendbörse Vertief fest, unter Bevorzugung von Montanpapieren, wo hie Spekulation zu Rückkäufen schritt. Lebhaft gefragt waren Buderus, welche 24 Proz. gesteigert wurden, 409.—, Mannesmann fanden zu erhöhtem Kurse Aufnahme, 440.—, ferner zogen Harpen er 5 auf 345 an, Gelsenlirchener auf 317.— plus 4 Pvoz., Deutsch Luxemburg 309Vr, Rhein stahl gewinnen 13 Proz., 388.—. Hamburg PaSet- fahrt sind mit 186 — 3 Pro;., Nordd. Lloyd mit 180.— V« Pvoz. erholt. Neu-Guinea waren zu erhöhtem Kurse gefragt, ba die Nachricht von der Enteignung starkm Zweifeln begegnet, 850 genannt. Dtatn Minen waren 20 Mk gebessert, 855 bis 860. Genußscheine 710.—. Deutsche P> troleum abgefchwäche, 1410. Bm JndustriepaPieren, welche im allgemeinen feilere Haltung auiwnsen, notierten Dchuckert 199 —, Prnfelfiabrik fläimberg
^Mmahldy Sängerin Fannv Eleve durch ihr f^M»t!i^«s Organ, oaS hohe Ausbildung besitzt, Ai gutp. iwffnunfltn berechttgte. Auch die übrigen einüimiid;e'' L5äste sanden volle Anerkennmtg. Tie Znizenierurg zeigte mancherlei U-rb-llerun- fltn. Tas Orchester leistete, wie üblich, unter Ba 1- lings Leitung ganz Hervorragendes
* Berlin, 8. Sep: lWoM.) Dr. h. c. Rudolf Moffe ist heute vormittag im Alter von 77 Zähren auf feinem Rittergut in Schenken darf
ewig, ewig — ja, cs gab Fein Entrinnen, Beinen Ausweg mehr —
Eine Ohnmacht wollte sich auf sie nieder- fenfen--
Während ihr die Sinne schon zu vergehen drohten, cmpßmd sie aber das Anprallen ihres Körpers gegen den Sarg--in der unbestimm
ten Dämmerung, die inzwischen hereingebrochen war, sah sie den schmalen Totenschrein schwm- ten — — Allmächtiger, wenn er siel — bie Leiche zu Boden stürzte, sie mit sich reißend — — Tie fürchterliche Vorstellung rüttelte sie auf. Mit einer letzten übermenschlichen ÄYaftanftrengung entwand sie sich den sie umttammemden Armen der alten Frau und gewann die Tür.
Jetzt stand sie draußen im Flur — ein krampfhaftes Aufatmen, das aber der gepeinigten Brust feine Erleichterung gab, — dann taumelte sie oie Treppe hinab--
Anna Reinsdorf, die drunten geroartct_ hatte, fing den von wilder Angst gerüttelten Mädchen- ; körper auf.
„Um Gotteswillen, waS ist denn gesch^en — ? fragte das alte Fräulein mit versagender Stimme.
„Retten ene mich!" keuchte der farblose tmz> verzerrte junge Mund. „Fort, fort!"
In der lnlbofsen.'n Tür der Wohnstube er» ' schien die erschrockene Mraniell.
'21ima ReinSdorf machte eine Bewegung, als : wolle sie das junge Mädchen in die Wohnstube ; geleiten — . ,
Ta aber schrie Rena auf: „Nern, nein! Fort aus diesem House — fort!"
290 —, Spiegel und Spiegelglas 467.— plus s, Zellstoff' Afchanenburg 407.—, Metall Bmywerke 245Vi, Scheideanstalt 608.—, an der -Jtadröödt 610.— bis 614 —, Majchf. Gritzner 456 — plus 15 Proz. Deutsch Uebcrfec fchwächer. 925 — (— 21 Praz.). Mexikaner abgesch.vächt 5pr.iz. Silbermex. 394, 3proz. Silbermer. 265.—, 5vr>;. Golvmex. 488 ä 489»/,, 5pv)z. RachSanlevhe 79'
Frankfurt a. M., 9. Sept.
•teblfenmartt.
Geld Dries Geld Drl«'
Datum-. 7. Sept. 8. Sept.
Das sozialdemokratische Parteiprogramm.
Berlin, 8. Sept. Zur Frage der Erneuerung des sozialdemokratischen Parteiprogramms hebt der „Vonvürts" aus einem ftuiaebwnbaitb der demnächst erscheinen un d, die beiden Anftätze hervor, die die beiden früheren iozieldemokratv'chen ReichswirtscirastsminNler Schmidt und Mistel geliefert haben. Schmidt kommt zu dem Er-gebnis, daß die Planwirtschaft nicht durchführbar fei. wahrend Wissel den Gedanken der letzteren verteidigt.
Die Breslauer Tumulte vor Gericht.
Tlmstertzam-Rstterb. 1628,35 1631,35 1365,85 1669,15
Drüssit.Antwerpen
Christ'ania stopenhagin .. Stockh.lm fielflngfor«. ....
Italien
London.
N«w-7)ork. . .. Pari» Sd)BMtJ......
Spanien
Wien (altes) . ., Deutsch-vesterr. abj.
Prag
Budapest..
Bulgarien ....
Konstantinopel.
373,60 374,40 375,60 376,40
739,26 740,75 744,25 745,75
741,75 743,25 739,25 740,75
1039.- 1041.- 1041,50 1043,50
168,80 169,20
230,75 231,25
183,30 183,70
51,70 51,80
350,65 351,35
846,65 848,35
761,70 763,30
22,47 22,53
21,72 21,78
80,40 80,60
18,60 18,64
170,80 171,20
228,25 228,75 185,-0 185,70
50,07 50,17 354,65 355,35
854,10 155,80
769,20 770,80
21,72 21,78
21,22 21,28
80,80 81,-
18,78 18,82
VHrsenknrfs.
Tahmr. ß^'DeutJtriegsawL 40/n'Deui.<Heid)sanL 3"/,Deuk.Reichsanl. 4"/„ Preuß. llonfolr Darmstadter Band Deutsche Bank . . . Disconto« Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H..Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloytz Doch.Gußstahlwrk. D »Luxemb Berg«. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschl. Eisend.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb..Akt. Bad.Anilin-u.Soda HöchsterFarbwerke Elektr. A. L. G.. Schuckert-Werke. . Felten-Guilleaume Daimler Bud-Lisenw.-Akt. Adlerwcrke .... 4"/,Hess.Staatranl. Electron Griesheim
Frankfurt Berlin
Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs
7.9. 8.9. 7.9. 8.9.
79,50 79,50 79,50 79,50
68,60 68,50
61,20 61,30
70,25 69,60
141,75 141, -
271,- 273,- 271, —
204,- 204,-
171,50 171,—
149,50 149,50
143,50 143,50 186,- 185,75 185,13 181, - 181,50 178,50 564,50 538,- 562,-
310,50 309,50 309,25 306,50 317,- 315,75 309,25
339,- 349,- 338,50 345, -
240,56 - 243,- 242,-
253,- 251,-
474,- 481,- 472,- 472,-
465,- 469,50 465, -
360,- 355,- 358,-
-, - 278,25 271,39
195,- 199, - 198,- 199, - 411,- -,- 408,- 406,-
-,- 235,- 205, -
388,- 410,- 388,25 399,50
248,- 250,- 250,50
75,50
321, - 324 - 329,- 325,-
viarknotterungs«. Datum: 7.9. 8.9.
Zürich 11,40
Amsterdam . .... 6,-
Kopenhag«,. . ........... 13,30
Stockholm 9,45
Prag...... . _ f_
Wien 536,50
London 181,25
Märkte.
)( M a rl-urg, 7 Sept. Der heute hier ab- gehaltene große Herbst-Pferde markt trug ein sehr lebhaftes Gepräge. Trotzdem blieb der Handel bei einem Austrieb von rund 150 Pferden und Fohlen flau, weil die Preise sich fefrr hoch stellten Für das Paar schwere Wagenpferde wurden 40 bis 45 000 Mk, sog. Russenps.rde sollten 8000 Mk. das Paar und einjährige Füllen 900 bis 1000 Mk. daS Stück kosten
(In einem Teil der Auflag.' nriebfrbXL)
Der Pölkerbun-srak.
Amsterdam, 8. Scpt. (WTB.> Mch einer Meldung des „Teleqraas' aus London tritt der Völkerbundsratam 16. September in Paris zusammen. Er wird wichtige Fragen, in der Hauptsache diplomatischen Char<ck»ers, erledigen. Er wird sich mit der Aalandssrage und mit dem deutschen Bericht über die Maßnahmen der Belgier in den Gebieten von Eupen und M a l m c d y befassen und fait der Frage, ob in diesen Gebieten eine Volksabstimmung statt- sinden soll oder nicht. Außerdem wird sich ber Rat mit dem von einer gemischten Kontrollkommission aufgestellten Bericht über die Verwaltung des Saargebietes befaffen.
Deutsche Bürgermeister von den Belgiern adgesetzt.
Berlin, 8. Sept. Der „Lokalanzeiger" berichtet aus Aachen, daß die deutschen Bürgermeister von vier Städten es abgeiehnt haben, den T reu ei d auf die belgische Berfassung abzulegen. Durch einen Erlaß des helgstchen Gvrl- verneurs wurden! sie deshalb chres klmtes «ntbebeni
Be uthen, 8. Sept. (WTD.^ Das auiier* ordentliche weneflinerte Genckft verkandeltc 1-cute in Rvbnik gegen acht Personen fragen Tcihtahme an den Tumulten tri letzten Woche. Die An- kl «ze lautete auf RraL, fdaiksstiedensbrnch und Landesverrat. Das stierichl b-stand aus je einem französischen und italienischen Ofsi-ier mit einem itefanirftben Äwbtftemralt als Borsttzenden. Die 5?erkib*Muf lag m den .\rö*bcn eite? polniidxm Rechtsannmits Zur Verhandlnng frnib ein räub. - rischer IkberfaH gtieaeniM einer ^xiiefatfimtg bei einem BerqwerWGesitzer und bie Berletzung der LnnZödame desselben durch em en Schnlferfchuß. Das Gericht verurteilte wegen vaussiiedenSbruch einen Angcklaqten zu acht Manaten und einem yveiten zu vier Rivmaten GefcheUvis bei fofortiger Verhasiung. Die weiteren Punkte der Anklage wurden fallen gelassen.
Die Breslauer Serl'stMrsse.
Berlin, 8. Sept. der ..Lokalanzeiger" aus Breslau meldet, istdreBreslauerDerbst« messe heute ohne jede Feierbchtztit eröffwet worden Namentlich rn Tertilumrvu war die Kauflust ragt. Störend erwiefen sich die Vorgänge in Over- schlesien, die viele .staufkcktave von der Reise nach Breslau abhäelten.
Der italienische Metaltarbeilerftreik.
Rvm, 8. Sevl. C5ÄDÖ.) Saeßun. Die Zcw tungen beredtten, daß derWiderstantzdertech- nifchen Personals und der AngestelltzAr der Fabriken gegen die Metallindustrrellen im 2Sad}fen begriffen ist. Die Ausführung der Arbeit verursacht den Arbeite« «vtze Schwieng- f eit en, da sie die tritfee tochmische Leitung nicht haben Es ist zur Tatsache genwrden, daß dte FabrikationsHasten der Fab^Tave stöber zu stehen kommen, als #m*>r, was den Arbchsern große Bedenven einffibt. Sie fragen fick: jejti, ab bte dluÄevtung ihrer FastrsHation wirtschaftlich übr- Haupt möglich sei, iraim die Ingenu-ure und Betriebsleiter ihre Mith.'l'' nützt goßen. 9htt das Spezia listen personal wird auch ein bedeutender Truck aus geübt, um es twi zu briagen, mit Den Arbeitern gerwemfente Sache zu machen. Tie Z,n- tungen sind in der Lage, yt berichten, baß kn Berband der Ingenieure den Arbeitern eine negative Antwort erteilt hat
Rom, d. Sept (TO3.) Das „Giornole d'Ia- lia" vernimmt, daß die gewerkschaftlichen Organisationen Englands den i*alv- nifchen angewinen Arsttiterbund um AuSknnlt gefragt haben über die Bedender iwliemschnr 9J?etan<rrbeiterbCTPegwng, mtzem sie erhärten, bah sie die Absicht hätten, die ttaienil tben Arbeiter ?> u unterstützen, damit diese den Sieg erringen Wnnten
Das Erdbeben in Italien.
Rom, 8. Sept. (WB.) Stefani. Jwfelge des l^ten Erdbebens sind die Telegraphen- und Tele- Vbonleitungen an zahlreichen Orten zerstört w-r- ben. In Predo sind z-rchsreiche Mmttnc emgestürzt. Tie Zkirche in Bia Ifeggio würbe »erstark
In Eastatlofra-noo di Sotto fkftrtten di? meinen -ürchen ein. Bon den Ortschaften Rkversano, Fornr und sstbonÄttzvoso stehen nur noch die Türme. In Bvtesioo »ob es eine Ak«E Berfetzter. In Ma- ngito unb Carrara wurden i*M*i*: Läufer be* schHtzi^. In zahlreicher Ortschaften entstand etire Panis, wobei zahlreiche Personen Berletznngen und einige den Tod erlitten.
Ein bslfchewisiischer Fel^u« ßetrtn Indien?
Lond'on, 8. Sept. 030.) (Sät Funkspruch vom 6. besagt: Moskauer Nachrichten melden, i>iB Enver Pascha auf Wunsch LenknS und TratzttS «um Oberkommandratten tzerbolschewistifchen Truppen, die gegen Indien marschieren, enerfannt wurde Ti? bolschewistischen Truppen im Sfauftfuß, Persien, Afghanis«! unb TranS- kaspien sind unter feinen Befehl gestellt worden. Enver Bascha hat fein üxniätoimrtier in Smolensk.
Munitiouserplüsion.
Magdeburg, 8. Sept. (MTB.) In dem Muni tion Sdepvt von Egerwisch box Magdeburg etttjpi* sich gestern in einem SckwPPrn eine schwere Muvrtlon-exvlasron, durch die drei Arbeiter getötet moeben sind. T« Ursache ber Exptofean ist noch wiA emnfkTt.
Hühneraugen
Hornhaut, 5*vn»le« u Wirrea beseitig 5dntotl,5id>0tu.5d!HieBte 1/ । • | 100000fehlwärt
Kukirol -PnwM.3.-
In Apotheken » Dve^erien erhätiliA
Drogerie Noll, Rehahohtr. 51.
Tas alte Fräulein stund dfesem wilden AuS- bruch einen Augenblick ratlos gegenüber, dann sagte sie schnell gefaßt zu der Mamsell: „Es ist wobl am besten, ich nehme Rena mit hu mir nach Sxrufe, bis sie sich etholt und beruhigt hat. Bittt, gehen Sie einmal hinauf zu Frau Bownröst). Melleicht braucht sie Lnlfe."
Während die Mamsell, der erhaltenen Weisung folgend, verständnislos und zitternd die Trepp? hinausichritt, verließen Anno Reirrsdorf und Rena das Haus.
XI.
In der Lehrerwvhnung mischte Anna Reinsdorf der armen Rena vor allem einen nerven berufne erben Trank und bat sie, sich aur em em Ruhebett ein wenig lang auszuftrecken.
DaS alte Fräulein hoffte, nach der grenzenlosen Erregung wurde nun der natürliche Rückschlag kommen und in der Erschöpfung dem jungen Mädchen einige Stunden Schlaf mitbringen
Rena streckte sich wirklich gehorsam aus, mit einem ergreifenden Seufzer u"aus»'pvechttcher Erleichterung, und schlotz auch gleich die Augen. Aber ihre Zähne schlugen noch bann und wann zusammen und die Glieder flogen in leisen, nervösen Zuckungen.
Anna Reinsdvn glaubte sie trotzdem für ein Paar Augenblicke verlassen $u können. Sfe huschte in das anstoßende Zimmer, wo sie ben Bruder fanb.
Boller Bestürzung fragte et: „Mrin Gott, was ist denn geschehen?"
Tie Sck-raster teilte ihm das Wenige mit, was sie selbst wvsttt.
„DaS arme, arme Ding," nickte der Lehrer vor sich hin. „Soviel Itfeert mstsfen um bas bißchen Liebe! Ist es nicht gut, Arina, daß wir m uxtfean stillen S?a)en etngefeufen sind, ost« daß u»s dec- aritge Stürme zerMust haben — ?"
Beinahe hätte ihm die Schwester geantiwrtet: „Davon »erstestt ihr Männer nichts! 3u mas tut dem werblichen .ixnteit weh and wohl zugleich!" Aber der Auseublick schien ihr doch nicht ber rechte ia einer fetchän Aartzernug, die erneu verräwrisch<n 55R d in ihre „Ämuwburihflt" S«le gewährt bette.
Se seufete sie mrr tief auf. Tiefen Seufzer mochte sich der Bruder benten wie er wollte. Dann fegte ne: „Nir stabe« im» aber nicht nur um Rena 6u ßümmern, sondern auch ein wenig mn den armen Jungsn Max, denk' ich. Er wird jetzot Augenblick <m5 ^ena erwartet und iveiß iwch nicht, wesstalb man ihn herausgerufen hat. Geh' such' ihn osr dem abtzufen»en und bring ihn erst einmal hierher zu un5. Es durchrieselt mich geaabvzu bet dem Wbaoikn, daß das arme ffertdfen so un»?r- berritet vor die Aliade, die »m dem eben stall- gefunbeTtm 2üeferitt jedenfalls noch maMos erregt Hl, hintreren soll."
Noch ehe die Schwester ausgesprochen, hatte der Lehrer schon seinen Gartenkittel mit einem Straßcii- rock vertauscht, und griff mm nach dem -ut. Saftig warf er hin: gehe, .vosfentlich erwtsck^
ich bat armen Burschen wirklich noch unter* lvegs."--
(Fvrtsetzung fvlgll)


