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t>ra4 und Verlag: Srühl'sche rtmv.-Vsch rmd 5tei»dr«rerei H. Lange. Zchnftlettrmg. SefchafUsteSc rmd Druckerei: Zchulstraße 7.

Berlin, 8. Sept. (Wolff.) Die deutsche

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einem Chaos führen werde.

Vorsitz des Ministers Soleti und in Anwesenhint ter Delegierten Englaitds unb Frankreich" wurde eine Vollsitzung abgehalten, in der Jeftgeftcllt wurde, daß Italien bereit ift die in 5im über* nommenen Verpflichtungen tu erfüllen, hierauf wurde die Konferenz gcWofien.

Ein amerikanischer Gelehrter Deutschland.

Haag, 8. Sept. (WTB.) Laut Courant" wird drahtlos aus Newyork

Lloyd George wieder in London.

Paris, 8. Sept. (Wolfs.)'Lloyd George ist gestern abend in London eingetroffen. Er hat aus der Rückreise Paris nicht berührt.

Die Freizone vor» Savoyen.

Paris, 9. Sept. (WTB.) Nach einer Mit­teilung desEcho de Paris" begibt sich Minister­präsident Millerand nach der Zusammenkunft von Aix^les-Bains noch Lausanne, wo er mit dem schweizerischen Bundespräsidenten eine Zu­sammenkunft haben wird. In der Hauptsache wird es sich dabei um die Erledigung der Frage der sogenannten Freizone von Savoyen han­dln.

berichtet, der in

daß Univecsitätsprosessor C rav ach, wi Finanzkreisen großen Einfluß besitzt unb auch auf der Konferenz von Spaa zugegen war, eine Rede hielt, worin er für die wirtschaftliche und poli­tische Unterstützung der augenblicklichen gemäßig­ten deutschm Regierung eintrat. Er sagte, das sei die einzige Art, um Europa wieder hochzubringen, den Alliierten ihre Entschädigungen zu verschaffen und den Bolschewismus abzuwchren. Er sei der Ansicht, daß alle Berichte über die Unzuverlässig­keit dec deutschen Regierung unrichtig seien. Die Enüvaffnung gehe allmählich vor sich. Die Be­hauptungen über geheime Munitionsvorräte seien vollständig aus der Lust gegriffen. Das deutsche Volk leide jedoch sehr viel, daher komme es, daß die Kohlenlieferungen noch nicht auf der Höhe seien. Zum Schluß erklärte sich Cravach gegen die Auslösung des Deutschen Reiches, da dies zu

45 Pf.; für Redlame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platz» Vorschrift 20" Aufschlag. tiuptschristtetter: Aug.

oetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: $> <B**» sämtlich in Dietzen.

Der Streif in Italien.

Rom, 8. Sept. (Wolff.) Stefcrni. Der (Sortiere della Sera" schreibt, daß die sozia­listischen Abgeordneten erklärt haben, über­zeugt zu sein, daß der Konflikt leicht beigelegt werden könnte. Auch der Sekre­tär des allgemeinen italienischen Arbeiter- bundes sprach sich optimistisch aus. Nach Blättermeldungen soll die erste Zusammen­kunft der Arbeiterdelegierten mit den Fabrik­besitzern in Mailand stattfinden.

Mailand, 8. Sept (Wolfs.- Nach einem Telegramm dcs(Sortiere delle Sera" iu der Ge­neralstreik in Triest beigelegt worden. Die Zeitungen sind wieder erschienen.

Paris, 9 Sept. (WTB. Wie dasJour­nal" aus Turin meldet, ill es in Trieft bet oer Beisetzung der Opfer der letzten Tage zu Zusammenstößen gekommen. Es tarn zu einem vierstündigen Feuergefecht zwischen Trupten und Manifestanten, wobei 2 Personen getötet unb 30 verletzt wurden. Die Stadt wurde militärisch besetzt.

Die deutsch-italienische Konferenz in Ltresa.

St re f a, 8. Sept. (Wolff.) Stefani. Die Sachverständigen beschäftigten sich gestern zunächst mit gegenseitigen Mitteilungen über die Methoden unb die Märfte für den Ankauf von Waren für den allgemeinen Verbrauch. Es wurde im allgemeinen festgestellt, daß kein ernster Kon­flikt der Interessen in diesem Punkte vorliege. Ferner befaßte man sich mit der genauen Fest­stellung des deutschen Bedarfes und mit der Frage, was Italien für Rechnung des von ihm zu leistenden Borschus'es gegebenenfalls liefern könne,

Aus der Tschechoslowake!.

Prag, 9. Sept. (WTB.) Ein MinistemtS- besckluß besagt: Da die s'chm u gg le r 11 d)e Aus fuhr von Bedarfsgegenständen, ns Ausland strotz aller Kontroll- und Straf- Verfügungen einen solchen Umfang ang.wmmen bat, daß die ordentlich Versorgung her Bevöl­kerung bedroht ist, tritt die Notwendigkeit um, für die in diesem Gesetz angeführten Verbrechen über alle politischen Gren-bezirke das Stand- recht zu verhängen.

ur dMk.l.b',T!ägertoiul; durch die Pos', viertel, jährlich Mark 12. ousschüetzlich BesteLgew. Fern sprech-Anschlüße: fürdieSchrif^leittmg 112; Verlag, Deschr:! ^steile 51. 3nid)oft für Drahtnach­richten Lintiger Gietzen.

poftscheLlonlo: 5ra«ksnrl a. M. 116»')

Fritdensdelegatio denslönferenz folgende Note überreicht:

Unter rücksichtslosen Eingriffen in die 33er; sorgung der deutschen ^vohienverbvaucher hat die deutsche Regierung alles daran gesetzt, um die in Spaa übernommenen >bohle«lieferungsverpskiä>- timgen zu erfüllen. Ihre Benüchmigen waren bisher von Erfolg gekrönt. Die täglichen Liese- rungszahlen des Monats August bissen erhoffen, daß das Lieferungssoll in diesem Monat erreicht wird. Die deutsckre »tegierung hält sich jedoch für verpflick'tet, die Aufmerksamkeit der verbündeten Regierungen mit allem Nachdruck darauf zu lenken, daß ihr die Erfüllung der von ihr eingegangenen Verpflichtungen unmöglich gemacht wird, wenn die K v h l e n p r o d u k t i o n, die ihr zur Zeit der Verhandlungen in Spaa zur Verfügung stand, eine Einschränkung erfährt. Diele Vvraus- setzung ist bürd) die immer ernster werdende Lage in Oberschlesien ein getreten. Während die mit den Vertretern der Bergarbeitervrganisat-joncn vor kurzem in Oberschlesien geführten Verl>cmd- lungen volles Verständnis der Bergarbeiter für die überaus schwierige Lage Deutschlands und ihre Bereitwilligkeit erkennen ließen, durch Mehr- a r b e i t die oberschlesische Kohlenförderung zu Iteü gern, haben die augenblicklichen Vorgänge tn Ober­schlesien bewirkt, daß im Gegenteil die Kohlen^ Produktion erschreckend gesunken ist, und daß von dem Deutschland belassenen Anteil an der oberschlesischen Kohlenförderung nur noch ver­schwindende Mengen nach Deutschland gelangen. Ein Ersatz dieser Fehlmengen durch eine wei­tere Kürzung der Jnlandversoryung ist nicht möglich. Der deutschen Regierung ist durch die Bestimmungen des Fliedensvertrages lebe Möglichkeit genommen, ihrerseits für die De- ieitigung der Gründe des Rückganges der ober* schleiischen SternshlenföLerung Sorge zu tragen. Sie beehrt sich daher, an die verbündeten Regie­rungen nochmals die dringende Bitte zu richten, unverzüglich die in den deutschen Noten vom 21. und 25. August geforderten Maßnahmen »u ergreifen. Nack den gestern eingegangenen tele- gvaphischen Meldungen soll die interalliierte Kom­mission die Kvhlensendungen aus Oberschlesien überhaupt gesperrt haben. Wie die deutsche Delegation in Spaa bargelegt und die dortige Kon­ferenz durch den Mund des Mmisterpräsrdenten Lloyd George und des Präsidenten der Konferenz Delacroix ausdrücllich anerkannt hat, ist die Aus­führung des Kohlenabtzonrmens vorn 16. Juni 1920 abhängig von einer ausreichenden Beliefe­rung Deutsckjlands mit obersch^esi scher Kahle.

Die Kriegslage im Osten.

Königsberg, 8. Sept. Lagebericht: Im Süwal'kigebiet, nördlich von Sokolka unb Jxi Kamenez Li owsk örtliche KarnpfhandlungOi. Im Grubcschowabsdjnitt hält die polnische Berfolgung der Armee Budjenny an. Oe'.lich von Lemberg dehnten die Polen ihre Angrisfsfrvnt weiter aus. Weiter nördlich überschritten die Polen zwischen Kmuiouk-. und Busk den Bug. Die Gegenangriffe der Bolschewisten bei Busk und Krasne wurden abgewiesen. Dagegen mußte die polnische Front zw>sck»en Chodovow und Rohatyn zurückgerwmmen werden.

Ter polnisch-litauische Streitfall.

Paris, 8. Sept. (Wolft.i TerMattn" meldet aus London: Ter Bölkerbuug wird sich mit dem polnisch-lrtaurfchen Streit- f al I beschäftigen. Ter Fall nnrb jedoch dadurch schwierig, daß Litauen nickt Mitglrtt» des Völker­bundes ist. Es ist zweifelest, ob rn diesem Falle der Wirtsckattsbovk.ttt gegen Litauen angetoencel toerben bann, wenn die Angelegenheit nicht güt­lich bei gelegt werden kann.

Kowno, 8. Sept. (BTB.) Wie das litauische Pressebureau mitteilt, wird die litauische Re­gierung ihren Sitz in den nächsten Tagen nach Wilna, bet Hcmptstadr Litauens verlegst.

schäft über die Krim po-.-ubehalten.

Paris, 9. Sept. (WTB.) Wie derMalin" aus London meldet, hat die russische Dele­gation ihre Antwort auf die letzte Note Balfours bekannt gegeben. Tie Antwort sei sehr sanft und beklage sich über die plötzliche Aende- rung in der Haltung der englischen Regierung. Es scheine, so wird geiagt, daß Balfour unter dem Eindruck stehe, in der militärischen Lage zwischen Rußland und Polen sei eine radikale Aendernng eingetreten. In Wirklichkeit sei nur eine mili­tärische Teilunternehmung nicht geglückt. Tie Kräfte Rußlands, verglichen mit denen Polens, seien dieselben wie vorher. Wem: also die englische Regierung vor drei Wochen anerkannt l)abe, daß Rußland als Sieger das Recht habe, seine Be­dingungen aufzuerlegen, so sei die Lage weiter unverändert. Tie Note schließt mit einem be­geisterten Lob der Sowjeteinrichtungen.

Die Aussicht auf Genf.

Von einem diplomatischen Mi t- a r b e i t e r wird uns geschrieben:

Spätestens Anfang September sollte die Friedenskonferenz von Genf stattfinden. Es ist bis jetzt nichts daraus geworden. Nun schlägt die britische Regierung den 24. September als Termin des Beginnes vor. Als Tagesordnung wird angegeben: Ergänzung der Beschlüsse von Spaa. Und damit man sich in Deutsche land nur ja keine allzugroßen Hoffnungen auf eine'vernünftige Aussprache macht, wird mit schulmeisterlicher Strenge bemerkt, daß Feh- renback) und Simons, die wieder gnädigst vor- geladen werden, Rechenschaft abzulegen hätten über Abrüstung und Kohlenlieferung. Von der Kriegsentschädigung kein Wort. Das überläßt man offenbar den Franzosen. Die Franzosen befolgen hinsichtlich Genf aber nur eine Poli­tik, die der Verschleppung. Wie recht Dr. Si- I mons mit seiner Erklärung hatte, Frankreich möchte die Konferenz von Genf vereiteln oder doch aufschieben, das zeigt sich deutlich an den Ausflüchten, mit denen der PariserTemps" über die leidige Terminsetzung hinwegkommen möchte. Er gräbt ein altes Schreiben aus, das der Oberste Rat am 16. Juni 1919 an die deutsche Regierung richtete und worin es hieß: Bevor die deutschen Behörden irgend­welche Vorschläge machen, haben sie sich mit Vertretern der direkt interessierten Mächte zu besprechen." Somit habe sich die deutsche Re­gierung, meint der Temps, erst einmal bei Frankreich zu unterrichten, ehe sie Vorschläge mache und ehe an eine neue Konferenz gedacht werden könne. Bei welcher Behörde Deutsch»- land zuerst anzuklopfen habe, wird gleich ge­sagt: Bei der Wiedergutmachungskommis­sion! Man stelle sich vor: eine Vorkonferenz mit einem alliierten Ausschuß, der vollständig von Frankreich beherrscht wird und der das größte Interesse daran hat, überspannte Ent­schädigungsforderungen in Diktatform durch­zudrücken.' Eine solche Vorkonferenz wäre wohl txam fefben Stil und Ton beherrscht, in dem die Pariser Botschafterkonferenz drei deutsche Gesuche, darunter den Vorschlag einer neutra­len Untersuchungskommission für Oberschle­sien alsungeheuerliche Forderung" zurück­gewiesen hat. Und wie zum Hohn bemerkt der Temps" über die Genfer Angelegenheit: Wenn Deutschland sich mit uns besprochen

hätte, bevor es in Spaa seine drei Noten über­reichte, so hätte es sich von dem schlechten Ein­druck, den diese Noten machen mußten, über­zeugt, es hätte sie abgeändert, und viel Zeit wäre erspart worden." Soviel Worte, soviel Lügen. In den finanziellen und wirtschaftlichen Denkschriften, die unser Auswärtiges Amt kurz vor Spaa den Regierungen der Entente zuftellte, war nachgewiesen, welche unglaublichen Lasten schon heute, vor Festsetzung der Entschädi­gungssumme, das deutsche Volk infolge des Versailler Vertrages zu tragen hat. Alles, was in Spaa verhandelt und nicht einfach dik­tiert wurde, ist auf gründ dieser deutschen Noten besprochen worden. Die mannhaften Ansprachen von Stinnes und Hue wären gar nicht möglich gewesen ohne dieses Material. Es ist also begreiflich, daß den Franzosen die deutsche Gründlichkeit und Vorarbeit ein Dorn im Auge ist, und sie sähen es gerne, wenn wir für Genf alte Akten, Zahlen und Beweise fallen ließen und uns in die Hände des Wiedergutmachungsansschusses beaäben, um in der neuen Konferenz stumm undbe­reits erfebigt" zu sein. Nein,< diesen Gefallen werden wir den Franzosen nicht tun. Im ReichstagsaussckMß für Auswärtige Ange­legenheiten hat Dr. Simons kürzlich mitge teilt, daß die deutsche Regierung seit ihrer Heimkehr von Spaa mit den Vorarbeiten für Genf aufs eifrigste beschäftigt sei. Diese Vorarbeiten sind in die Hand des Ministerial­direktors v. Simson'gelegt, dessen Fleiß und Umsicht den Alliierten schon bekannt sein dürfte. Herr v. Simson hat sich bereits mit den Hauptmächten der Entente in Verbindung gesetzt, aber nicht, um die deutsche Regierung, wie man es in Paris wünscht, auf franzö­sische Sonderforderungen ses^ulegen, sondern nur um diesmal eine bessere Aus­sprache zwischen dendeutschen und alliierten Sachverständigen herbei- önführen. Man gibt sich in deutschen Regie- runyskreisen durchaus keinen übertriebenen Hoffnungen hin, daß Genf sich zu Spaa ver­halten werde, wie das Licht zum Schatten. Nur das Gewissen und die Pflicht gebietet, Es zu tun, um in Genf in der Aussprache über die Unmöglichkeiten des Versailler Ver­trages einen Schritt vorwärts zu kommen. Das die Alliierten in Schlesien erlebt haben, nmß dem deutschen Standpunkt zu Hilfe kom­men. Deutschland spekuliert nicht auf die Un- bimgkeit der Entente, aber es wird sich fran- Ijjfifcbe Sonderquälereien nicht länger ge-

Lcsterreichö Anschluß an Deutschland.

Salzburg, 8. Sept. (Wolff) Als Abschluß des großdeutschen Reichsparteitages fand gestern abend im Kurhaus eine Massenver­sammlung zur Erörterung der Anschlußfrage statt. Eine Reihe von Rednern behandelte die Not- menbigfeit des Anschlusses vom sozialen, polittschcn, kulturellen unb wirtschaftlichen Standpunkte. Ter Präsident Dinghoser wies barauf hin, daß Deutsch- Oesterreich nur durch die Angliederung an die großdeutsche Volksgemeinschaft lcb'nssähig werben könne. Es sei ein .Verbrechen, dem Volke wcis- tumachen, Deutsch-Oesterreich sei für sich allein lebensfähig. Neber das Reben müsse man hinaus- kommen: es müsse zur Tat geschritten werden. Ter Wille des Volkes solle gelegentlich der Nation nalratswahlen durch eine mit dieser zu verbinden- den Volksabstimmung ermittelt werden. Bvn reicbs- deufichen Rednern sprachen Kemnitz-Frank- furt a. M. (Deutsche Volkspartei), Dr. Falken­berg-München (Deutschnationale Volkspattei), Dr. Dader-Berlin (Deutsche Volkspartei). Eine im Sinne der Ausführungen der Redner gehaltene Entschließung die den Unmutigen Anschlußwillen der Versammlung .auSbrüdte, wurde etn|tinunia angenommen.

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Der Gitijeuer Lyelzer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezuyrprcisr:

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Der Rescrvevorrat Frankreichs.

Paris, 8. Sept. (Wolff.) Wie derPetit Parisien" vom Arbeilsminister LeTrocquer er» nhr, hat Frankreich im August außer den deutschen Kohlenlieferungen 800 000 Tonnen ans England, 280 000 aus Amerika und 80 000 ans Belgien eingefühtt und außerdem 1650 000 Ton­nen selbst gefördert. Der Reservevorrat der französischen Eisenbahnen, der im Januar nur 180 000 Tonnen betrug, beziffert sich jetzt auf 800 000 Tonnen. Das ist der normale Durch­schnittsstand vor dem Kriege. Der Reservevorrat der Pariser Gasanstalten, der 1919 nie höher als 25 000 Tonnen war, übersteigt heute 900 000 Tonnen.

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Eine französische Anleihe in Amerika.

Amsterdam, 8*. Sept. (Wolff.) Einer Reutermelduna aus Neuyork zufolge hat das Haus Morgan die Bedingungen für die französische Anleihe von 100 Mil- lionen Dollar in 8proz. Gvldbonds mit einer Zahlungsfrist von 25 Jahren bekannt­gegeben. Die Anleihe läuft ab 15. Oktober. Die Bonds bilden eine direkte Forderung an die französische Regierung und sind im Jahre 1945 ohne Abzug irgend einer französischen Steuer ein lösbar. Frankreich übernimmt es, während der ersten 5 Jähre mindestens 4 400 000 Dollar jährlich zwecks Ankauf der Bonds zu bezahlen. Die Bonds sind hierauf durch Verzinsun^ zu 110 Prozent mit laufen­den Zinsen zu tilgen.

Aur Oetn Reiche.

Die Ausfuhrlibaaben.

Berlin, 8. Sept. (WB.) In der heutigen Sitzung des volkswirtschaftlichen A-us- s ch u s s e s des Reicl-stags wurde einstimmig wl- gende Entschließung angenommen: Tie Re­gierung zu ersuchen, mit Rücksicht auf bte gegen­wärtigen in den Tevisenlursen und ter Weitmar tt- lage begründeten Aus.'uhr schwierigkei: en btt Aus­ruh rabgaben nach Verordnung vom 20. 12. 1019 für solche Ausfuhrwaren, deren Abätz im Auslande stockt, vorübergehend nicht xu veranlagen, um durch Erleichterung de r Au s f nch r ter Industrie eine erhöhte Beschäftigung zu ve.-schaffen unb da­mit der Arbeitslosigr.it entgege -zunnrken. _ Tie Regierung kann jedoch für solche Waren, bei denen die Inlands- und Ausland.ne'hältnisse eine Er­hebung von AuslUlrrabgaben noch rechtlettigen, die Aussuhrabgabe beibehalten. Ter auf Grund der Verordnung ausgestellte Tatts ist unter Fortsetzung des Prüfungsrefiah.cns de art Umzuges al en, daß die Regierung in kürzeren Zwiscl-enräumen jeweils unter Berücksichtigung der Valuta unb der inne­ren und äußeren Marktlage ben enigen Prozentsatz sestsetzt, mit dem alle Sätze zur Erhebung ge­langen.

Der Mittellandkanal.

Berlin, 8. Sept. (WTB.) Der Mittel- lanbkanalausfchuß der Lwtdesverammlung hat die Vorlage der Regierung, die sie für die Mittellinie entschied, mit großer Mehrheit angenommen. , .

Berlin, 8. Sept. (WTB.) Am.l-ch. Gestern vormittag empfing der Reichskanzler im Bei­sein des ReichsverkehrSmini ers die Mill. Ge­heimräte Boden und Koch sowie den Mi i.tettal- bfretJar Münzel, die im Namen der Regierungen von Anhalt, Braunschweig, Bremen, Oldenburg, Sachsen und Thüringen ihre Wünsche bezüglich der Frage der Fortsetzung des Mittel­landkanals tjortrugen. Sie baten die Reubs- tegierung, die Kanattrage als eine Sache des Reiches zu betrachten, schon vor Uebernahme der Wasierswaßen durch das Reich die Vorarbeiten für ite Fortführung und^ Vollendung des Mittel­landkanals in Angriff zu nehmen und dabei den gesamten vollswittichaftlichen Znterfisen,unb ins­besondere der Bedeutung des mitteldeutt'chrn Jn- dusttt^gebietes durch Berücksichtigung d.-rBorschläge für die südlickie Linienfühiung mit Anschluß Bern­burgLeipzig Rechnung zu tragen. Der Reichs- verke'hrsrninister betonte unter Billigung des Reichskanzlers, oaß die Reichsrebierung frei in ihren Entschlüssen sei und unvoreun-enommen unb objektiv an die Prüfung der Prvjek.e Heran­gehen werde. Die Angelegenheit solle möglichst be- fthleunigt werden.

Die Gewinne der Kriegsgesellschaften.

Tie Abgeordneten der Deutschen Volkspattet v. Kemnik, Tr. Cuttius, Dr. Westermann haben vor kurzem folgende Anfrage an die Regierung gestellt: ,Lst die Reichsregieruna gewlllt, nach Aufhebung der Zwangswirtschaft ben Gewinn der Krtegsgesellsckaften zu prüfen und ihn zur Verbilligung der Lebens- und Futtermittel und des künstlichen Düngers zu verwenden?

®bcrfd)!efien und die KoWenablieferung. Die englisch-rusfifcheu Beryandlungen.

<Wcun. Die oeuriche Moskau, 8. Sapt. (WB.> Durch Funl- n in Mms hat d^Fr^ i swwch. Kamenew l)at ftck an Lloyd Gc- < orge gewandt mit der Frage, ime die englische Regierung sich nach der Anerkennung Wrangen durch die fianzösische Regierung zu der ersteren verhalte, ob Engsand vielleicht für die Angrrtt." Wrangels verantwortlich sei, und ob England ficb vielleicht verpflichtet fühle, üi Anlettacht ferner früheren Schrttte zugunsten Wrai^els neue Maß­nahmen zu seiner Untettiützung zu erg-.Aeifcu. Lloyd George erwiderte, daß Ke eng» lische Regierung die Absicht habe, die Mmpfttand- lungen in Osteuropa zu btenden mti) nur die per- önlickre (5idjtrl>eit der in der K'ttm be ucklichcn Truppen und Flückstsinge gananticren wollte. Eng­land habe nie bte Flbsickü gehabt, bte SVnm von Sowjetrußland zu trennen ober Wränget die Herr-

Der Pattkitag der Unabhäng'gen.

Berlin, 9. Sept. Tas Zentralkomitee der indem es gleichtzeüig die Durchführung der Verein- I unabhängigen sozialdenwkrattschsr

banmgar von Spa sichere und ben berechtigten lautFreiheit" geltem, ben Pattettag nach ffiaue Jnteresjen Italiens Rechnung trage. Unter dem! einzuberufen.

170. labrgang Donnerstag, 9. September 1920

________Ä zts. -.f-nT CX Annahme von Anjemen M W die Tagesnummer dis

GieWLtMzeigers

General-Anzeiger für Gberheffen

ibtr 1920.

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«ekonnnen. all ' Bechthold.

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geb. Welln

er Demühlung ^en danken wir

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