lung der Frage eine interne AusKegrckyeit bet Stadt dar stelle.
Verlegung des Juxplatzes. Ter Antrag der BauL»eputat.vn, b-.it Jux Platz für lanbwir -- schiftlick« Zwecke Herz rieten u d zu re. pachten, wird anc,e ommen. D,n a. s (kie e r stamm.n.cn Schau siel.ern soll die Aussel uug Lyter Wohnwagen am Lahnuser hinter d r Bicbertaibalm gegen Zahlung e'.nes Pachtb t.ages an die StM gestattet sein. Weiter wird e n Anlv.g der Maettdepn- tation ange rammen, di en S/ans el e^t gelegen- sich dec 5^e.b> urd Frühja'hrspstr.emärk.e tü. drei Tage die Ausübung iyres Geit^rbes auf dein Oswcldsg-ar.en zu ge'iatt?n.
Ter Fahrpreis de r Straßenbahn wird auf 30 P f. erhöht. Tie Monatskarte kostet nunmehr 25 Mk F- hrmarken werden zu I Ml. für vier Stück ausgegelen.
Die Erhebung von Gebühren für die Äusser 1 i gn n g von Gutachten (5 bis 10 Mk.) und Zeugnissen (50 Pf.) durch Schlachchosd-iresior Tr. Mnch?e wir) genehmigt.
Um ■■/i8 Uhr Wirtz nach fast vierstünioiger Beratung ein Vertu gungsa ritvag der S.adtrerord- ncten B itnrann und Kling anger.ontmc.i.
Nach he Sitzung morgen, Dienstag, 8. Juni, nachmittags 4 Uhr.
Handel
Berlin, 8. Juni. B örsen stim m ungs- bild. Die Börse eröffnete in fester Haltung, weil anscheinend die Möglichkeit der Aufrechterhaltung der jetzigen Koalitionsregierung besteht. Die Aufwärt Äbttvegung der Devisen wirkte aus Auslandsund Kolonialpapiere steigernd. Auch Schisfahrtsaktien tvaren bei lebhafterem Geschäft infolge des Abkommens der Hamburg PaketfahrtgesellsäZast mit dem amerikamsch-n Konzern beträchtlich anziehend. Deutsch Ubersee Elektrische 15 Proz. I höher. Sonst waren die Kursverändermtgen bo I scheiden. Das Geschäft blieb meist beschränkt.
Tie Tiens'ag-Sitzung wird kurz nach 4 Uhr von Oberbürgermeister Keller eröffnet.
Tec Baufluchtlinien plan für eine Straß? im elirmaligen Tvoß'sck-en Gelände an der Rodheimer Straße wird genel-migt.
Tes weiteren werden eine Anzahl Bau gesucht erledigt, darunter das der Firma Gg. PH. ®uil für den Neubau einer Zigarrensabrik am Erd- kaulerweg.
Tas Gesuch der Leichenfrauen um Erhöhung ihrer Gebühren um 25 Pvoz- wird genehmigt. Zur Deckung dieser Mehrkosten wird eine Erhöhung der BeerdigmrgsLosten um 10 Prozent be- schlossen.
Tie Umlagen zur Teckung der Verwaltungskosten des Brennsioffamtes werben t-on 8 auf 12 Pf. für den Zentner Breimstioff erhöht.
Der B r e n n ho l z p r e i s wtrd ton 15 auf 13 Mk. für Hartholz und von 12 auf 10 Mk. für den Zentner Weichhstz herabgesetzt. Au Minderbemittelte soll das Holz zu 6 bzw. 5 Mark abgegeben iverden.
Beigeordneter Tr. Rosenberg bemerkt hierzu, daß die Stadt durch günstige Einkäufe in ober- hessischen Wäldern diese erfreuliche Herabsetzung torneTiincn könne. So käme ihr das Holz aus 'Den Wäldern bei Homberg an der Ohm billiger zu stehen als das aus den Maischen Waldungen.
Stadtv. Wiim (TV.l meint, daß es möglich sei, den Holz preis bei der nächsten Belieferung abermals 'herunterru setzen.
Tie Tagesordnung ist erschöpft. Es' folgen eine Reihe persönlick-er Bemerkungen und An- ftugen, von denen Toir jedoch nur das wesen t-- lichstc wieder geben können.
Stadw. Beckmann (USP.) fragt, uxinn den städtischen Arbeitern für die Zeit vom 1. Januar bis 1. April die Erhöhung des Stundenlohns um 30 Pf. nackbezaUt wird.
Stadtv. Bolz (Soz.> fragt, ob die Streiktegc für die städtischen Arbeiter nun endlich ausge- -zählt würden.
In einer früheren Stadtverordnetensitzung wurde Rin Stadtv. Urstadt (Dem.) mitgeteilt, daß in Frankfurt Süßrahmbutter zu bekommen sei, die angeblich aus einer Gießener Molkerei stamme. Hierzu erklärt nun Beigeordneter Tr. Seid, daß die Untersuchung durch dös Lebensmittelamt nichts positives ergeben 'habe und daß es sich jedenfalls um eines der vielen Gerüchte handele. Tie in Frage kommenden Personen wollen ihre Weisheit wieder von anderen cp'bört haben. Tie Behauptung sei demnach hinfällig.
Stadtv. Otter (USP.) und N e u e n h a g e n <TV.) wünsckxm teilweise Auftzebimg der Gassperrstunden in den Morgen- und Mittagstunden.
Stadtv. Ebel (Dem.^ beantragt, der Oberbürgermeister möge nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub der Stadtvevordnetenversammlung eine Geschäftsordnung tortegen, damit endlich einmal klar umschrieben werde, welche nicht auf der Tages- oronung stellenden Dinge in öffentlicher Sitzung noch vorgebracht werden dürfen.
Tie öffentliche Sitzung wird gegen 6»/> Uhr geschlossen.
den. Tine eventuelle Ausführung des Kanalan- lchlusses würde außerdem noch 20 000 bis 45 000 Mark erfordern.
Beigeordneter Klingspor betonte die Notwendig-keck, die Pläne zur Errichtung eines neuen Bür^rmeisteveigrbäudes so schucell wie möglich sertigzustelleii, da wir bei unserer wirtschaftlichen Lage in absehbarer Zeit mit größeren Notstandsarbeiten rechnen müßten.
Stadtv. Michel (Fr. Vgg.) meint, daß sich vielleicht im Garten des Steins Garten oder der 95ürgeimeifterci eine Baracke aufstellen ließe, in dec das im Abbau befindliche Lebensmittelamt ober ein anderes städtisches Amt untergebracht werben könnte.
Mit der ErweiterungderZuständig- keit des Oberbürgermeisters und der S ch l a ch t h o f d e p u t a t i o n für die Vergebung von Arbeiten und Lieferungen von 500 aus 1000 Mark, bzw. von 10Ö0 auf 3000 Mark erklärt sich die Stadtverordnetenversammlung einverstanden.
Das Gesuch der Kriegs verpfleguugs- anstalt um Befreiung von der Hundesteuer für ihren Wachhund wird abgelehnt.
Ter Baugenossenschaft von 189 4 wird ein weiteres Darlehen von 400000 Mark (bisher insgesamt 400 000 Mark) und ein weiterer Vorschuß von 100 000 Maik genehmigt unter der Bedingung, daß von dem noch zu erbauenden zweiten Bauabsckmitt der Genossenschaft 15 Wohnungen zur Verfügung der Stadt gestellt werden.
Dem Eisen bahn heim stältenverein wird ein Darlehen von 200 000 Mk. gewährt. Hierfür soll an erster Stelle zugunsten der Stadt eine erste Hypothek ausgenommen werden unter der Voraussetzung, daß 3 Stadtvevordnete in den Vorstand dieses Vereins ausgenommen werden.
Tas Gesuch d s E inhc i t s ve r b a n d e s der Ä r i e g s 6 . j v:, ä b i g t e n - eut ch aicks um i eber- lassung eines Geiu/uckszimmerS wird «»gelehnt, da die Stadt >zur Zeit keinen geeigneten Raum zur Verfügung h.ibe, dafür dem Verbände aber eine jährliche Vergütung von 300 Mk. gewährt.
Mit dem Beitritt der Stadt zum Hessischen Wohnungs- und Heim hätten verein e. V erk ä c sich die Stadtverordnetenversammlung einvec standen.
Tas Gesuch des Vorstandes der Lehrer-, Witwen - und Waisenkasse um Erhöhung des Beitrages der Stadt von 103 auf 200 Mark wird für das laufende Rechnungsjäl-r genehmigt.
Ten Mannschaf.sn derSichcrheits wache soll ab 1. April eine Vergütung gleich den Lv'hin- sätzen für angel ernte Arbeiter bei achtstündiger Arbeitszeit gewähtt werden.
Ter Wochenmarkttarif wird durchschnittlich um das Fünffache erhöht.
Tas Sandgeld auf den Vieh- und Krämermärkten wird durchschnittlich um das Zehnfache erhöht.
Stadw. Schinähl (TN.) bemerkt hierbei, daß es ein Skandal sei, wenn man zum Beispiel im Hotel Schutz alle Sorten Schrveine-, Rinds-, Kalbs- und Rehbraten ermatten könne.
Beigeordneter Tr. Seid erkliärt, daß das Lebensmittelamt nicht einschreiten könne, da es keine polizeiliche Zuständigkeit habe.
Stadtv. Müller (Bürgeroerein) fragt, was ge- scksthe, d.mit die Kirschen auf dem Trieb der Gießener Bevölkerung erhalten bleiben. Man könnte sie vielleicht durch die städtischen Arbecker pflücken lassen und sie der Allgemeickh.it zuführen.
Dei'goordneter Tr. Rosenberg bemerkt, oft dese M. scheu un er Aussch uß aller Auswärtiger und Händler versteigert würden.
Tie Wiegegebühren werden ebenfalls um durchschnittlich das Fünffache erhöht.
Mit dec Vi bitug- ein- s Ausschusses für Leibesübungen e klärt sich die Stadtverord- ne e iversammlu g eiuverßanden uns wählt, bzw. bestä.igt folge.'de Personen zu Mitgiedecn dieses Ausschusses die Stadtverordneten Kling, Krailmg, Bolz, Simon und Frau Martin, bie Vorsitzende des Damen tu rnvereins, Kreisassistenzarzt Tr. Scküppert, von den Vorständen dec Turn- und Sportvereine Prokurist Wenzel Mr Turner, Schriftsetzer August Braun für die Freie Turnerschaft, Bergingenieur Münker für Rasensport, Kaufmann Rulxls Rödiger für Radfahrer und Kaufmann Karl Jödt für Ruderer. Als Vertreter der Universität tverbe Walacheinlich Professor Huntemüller bestimmt, mit dem sich bie Stadtverortzneteuver-' sammlung einverstanden erklärte. Weiter war sie damit einverstanden, daß «in Stelle des vorgesehenen UniversitätsLberinspek.ors Erle eventl. Haupts mann Dehmes treten solle.
Zu den sachlichen Kosten des Arbeiter- unoSoldatenrats hätte die Stadt seinerzeit u. a. einen Vorschuß von 1500 Mark geleistet, der Vvn der Stadtvcvvrdneteckversamm- lung nachträglich nicht .Mmel-migt wurde. Tas Kreisamt stellt nun das Ansinnen, daß bie Stadtverordnetenversammlung einen vrbnungsm rßiA-i l Beschluß hierüber fasse. Dieses Ansinnen wurde als gegenstandslos abgelehnt, da die 1503 Mk. nun einmal ausgegeben seien und bie weitere Rege-
Ausgabe von Holz.
An bie Haushaltungen kommen 3 Zentner Hartholz zum Preise von 15 Mk. per Zentner und 2 Zentner Weichholz zum Preise von 12 Mk. per Zentner zur Bert eil ung. T^r Betrag von 69 Mk. ist bei dem Brennstoffamt zu entrichten (nicht wie seither auf bem H-olzlagerplatz).
Es werben beliefert bie bei Bezahlung vom Brennstofsamt ausgehändigteu Gutscheine an Hansh-alcmrgen des Bezirks 10 am Dvnners-tag, 10. Jüni, und Freitag, 11. Juni:
an Haushaltungen des Bezirks 11 am Montag, 14. Juni, und Dienstag, 15. Juni;
an Haushaltungen des Bezirks 12 am Mittwoch, 16. Juni, und Donnerstag, 17. Juni.
an Haushaltungen des Bezirks 13 am Freitag, 18. Juni, und Samstag, 19. Juni 1920.
Die Holzausgabe findet in der Zeit von 8 bis 12Ubr vormittags und vvn 1—4 Uhr nachmittags auf dem städtischen Lagerplatz in der Steinstraße statt.
Gießen, den 7. Jüni 1920. 63488
Städt. Brennstoffamt.
Die Studentenschaft hat nnfere Mitglieder zu einer Bersaminluug am Donnerstag, 10. d. M., abends 8l/4 Uhr, in bei* neuen Univ.-Aula, bei der auch die Gesamtakademikerschaft berührende
Fragen verhandelt weiden, cingeladen. Wir bitten um zahlreiches Eischeinen.
6363DJ
Der Vorstand.
Auskunft erteilt
emo
o/ieo/viden^
be/ der
OPOL1CE
Mtnl<h«rung>bf(fond über 400M/I!ionen Mark
vzzzzzzzziyzzzzzzzzzzzzzz,v/zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz..
Iruitata aller ir! EEUÄStÄ wert «le BrtN’iUe ieiv.-Dreexerel, 8. Usee, «le»*
Frankfurt a. M., 8. Juni. Börsen- st i ni m u n g s bi l d. Die schwankende Haltung der fremden Valuten gab den Anlaß zur Abschwächung in Valutapapieren. Besonders standen Deut- iche Petroleum im Angebot. 570 bis 567 später 573. Niedriger gingen ferner Schantungbahn um, mit 624 bis 622 minus 13 Proz. Lombarden schwächer 33 bis 32V? im freien Verkehr. Von Schiffahrtsaktien wurden Nordd. Lloyd 185 minus 5 Proz., Hapag 190 minus 6 Proz. um- gesetzt. Otavi-Mineu Genuß notierten 570, Otavi- Minen 705 (— 35 Mk.). Creditanstalt 101 verloren 1 Proz. Auf den übrigen Märkten b.ieb das Geschäft ruhig. Von Montanpapieren gingen um: Bockumer 235 (— 3 Proz.), Phönix Bergbau 374 (— 1 Proz.), Kali Westeregeln 615 plus 5 Proz. Deutsch Uebersee Elektrische gaben 15 Proz. nach 775: ferner verloren Chem. Scheideanstalt 12 Prozent. 501 Maschmenfabr. Eßlingen 7 Prvz. 208. Daimler no.iert.n 225, K eyer 220, Gummiws. Peter 300. Farbwerke Höchst 339 plus 1 Proz. Deutsch-Asiat. Bank 391 (— 8 Proz.). Mexikanische Anleihen unterlagen mäßigem Angebot. 5pcoz. Goldmexikaner gaben 10 Proz. auf 320, 5proz. Silber mark 7 Proz. auf 254 nach. 5proz. Reichsanleihe 793/4.
Frankfurt a. M., 9. Ium.
Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Brief
Dalum: 5. Juni 7. Juni
Amsterdam - Notterd. Drülfel-Antwerpen . lkhristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfor» Italien .
London New-York Paris. Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oestecr. abg. Prag.........
Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . .
1468,50 1471,50 1458,50 1461,50 324,65 325,35 324,65 325,35 729,20 730,75 719,25 720,75 684,30 685,70 664,30 665,70 889,10 890,90 886,60 868,40 199,80 200,20 179,80 180,20 229,75 230,25 227,25 227,75 155,80 156,20 157,30 157,70
39,95 40,05 39,95 40,05 309,70 310,30 312,20 312,80 724,25 725,75 726,75 728,25 649,35 650,«5 654,35 655,65
19,98 20,03 19,98 20,02 39,22 30,28 28,97 29,03 90,- 90,60 89,15 93,35 22,47 22,53 21,22 21,28
VSrsenknrse.
Datum: 5*7,.Dcut.fltieqsanL 4"/„Deut.Reichsani. 3°/.Deut.Re chsanl. 4°/0 Preuh. /lonfoir Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto- Besellsch. Dresd-ner D mk. . Nationalbank f. D. Mittels.Creditbank ^.-Amerik.-Pakctf. NorddeulfcherLloytz Doch.Gußstahlwrk. D.-Luxemb.Bergm. Gelsenkirch.Bergro. Harpener Bergbau Oberschl.Eisenb.-B. Oberschles. Eisenink. Phönix.Brgb..?lkt, Bad.Auilin.u.Soda Höchster Farbwerk» (tklur. VI. E. G. . . Schuckert-Werke. . FelteiiLBuilleaum» Daimler Lud.-Eifenw.-Mt. Adlerwerke .. . 4°/0 Hess. Saatsanl. Electron Griesheim
Frankfurt Berlin
Abend- Schluß- Schluß- Sckstuß- Kürs Kurs Kurs Kurs 7.6. 8.6. 7.6. 8.6.
79,75
74,50
79,75 74,40 65,90 73,60
154,- 272,50 196,75 167,-
137,50 155,50 170,- 172,-
244,- 265,-
283,- 265,- 185,- 224,- 383,- 428,- 335,50 280,-
176,75 400,- 221,- 247,- 230,-
86,30 297,-
79,75 74,60 65,90
74,60 154,50 278,- 198,— 171, — 133,50 156,- 198,- 192, - 238,- 265,- 286,- 265,- 187,50 222,50 378,- 430,- 340,- 278,-
178,50 407,-
220,50 247,-
226,50
86,60 301,-
65,40 73,90
155, — 273,- 198,-
138* — 155, - 175,- 177,- 245,- 264,50 283,- 264,- 188,75 221,- 380,- 406,- 334,- 279,50 179,50 410,- 224,75 251, —
79,75 74,30 66,20 74,40
155,- 279,50 199,51 169,88 141,25 156,— 192,- 189,- 238,50
270, - 286,- 264,- 185,- 220,- 378,- 431,50 338,75 280,-
177,50 389,- 226,- 253,- 228,75
86,90
Marknotlerungen.
Datum: 8.6. 7.6.
Zürich 14,30 14,15
Amsterdam 7,- 6,80
Kopenhagen —15,25
Stockholm 12,50 12,50
Wien 428,50 - , -
me. Frankfurt a. M., 8. Juni. Der Pveisrückgang hat jetzt auch auf den Tabakmarkt übergegrisfen. Alle Zigarren Handlungen der Stadt haben die V.wkaufspreise bis zu 40 Proz. ermäßigt. Rohtabak ist in größeren Quantitäten überall käuflich. Aus Mannheim wird zuverläsfig mitgeteilt, das; bie badischen Zigarrenfabriken an das Ende bei" Aufnahmefähigkeit in Rohtabaken gekommen feien. Alle Lager sind überfüllt und es tonnten Zigarren in großen Mengen hergestellt werden, wenn nicht die Aufträge fehlten. Die Konsumenten halten auch aut bem Tabaksmackt sehr zurück.
= Frankfurt a. M., 8. Juni. Die ungeheuren Preisschwankungen lassen bie Ausführung von Aufträgen, bie vor dem
Kriege oder vor ber Revolutionszeit erteilt worden sind, zur Unmöglichkeit werden. Infolgedessen sind gegen einzelne Werke, besonders Automobilsabnken, von Auftraggebern viele Prozesse wegen Nichterfüllung ber Aufträge und Auftragsbebingunsot ängestrengt worben. Jin einem Prozeß, der jetzt vor ber hiesigen Kammer für Hanbelssackxm zum. Austrag kam unb wobei fest gestellt würbe, baß bei den fortgesetzten Preissteigerungen, Jnlandsauf-- träge einfach unausführbar seien, kam man zu bet Ansicht, daß derartige Streitigkeiten besonderen' Schiedsgerichten unterbreitet werden sollen, ba die ordentlichen Gerichte hierfür nicht inelyr zustänoig seien. Diese Auffassung haben sich bereits der Reichsarbeitsminister und ber württembergische Minister zu eigen gemacht.
Büchertisch.
— Die Hügelmühle. Roman in fünf Büchern. Von Karl Gjellerup. 3. Auflage. 401 S. Preis gebunden Mk. 16.—. Verlag von Quelle L Meyer in Leipzig. — Auch in diesem Buche tritt die dem Dichter eigene Mischung kräftiger Nealisti! mit einem mystisck^n Zug hervor, den wir so ausgeprägt in ber skandinavischen Literatur finden. Schwer und wuchtig ist die Handlung aufgebant,. sie folgt dramatischen Gesetzen mtb reißt den Lesers immer mehr mit sich. Es sind prachtvolle Szerven, -die der Dichter uns erleben läßt. Ohne ZloeifeL gehört die „Hügelmühle" zu den Büchern, bie bleibenden Wert haben und deren große Feinheit sich erst so recht bei wiederholtem Lesen offenbart.
(In einem Teil dör Auftage wied.'rholt.)
Die Konferenz von SMa bis Juli auf geschoben.
L o n b o n, 8. Juni. (WTB.) Reuter erfährt: Die Vertreter ber Alliierten werben wahrscheinlich vor ber Konferenz in Spaa in Lonbon zusammenkommen. Die KonserenK- inSpaaistbisJuliaufgeschoben.
Ein Notenwechsel über die Aalandsinfeln.
Stockholm, 8. Juni. (WTB.) Am 3. Jmn überreichte ber finnische Ge sandte in Stvck-- holm bem schwcbifchen Minißer bes Aeutzern eine Note folgenden Inhalts: „Meine Regierung beauftragt mich, der schwedischen Regierung mitzuteilen: Tie sinniche Rcg'erung sieht sich genötigt, bestimmten Protest dagegen zu erheben, batz sich bie schwedische Regierung ohne Rücksicht auf bas Recht unb die Interessen Finnlands zum Sprecher eines Teiles ber Bevölkerung Aaländs, ber unrechtmäßigerweise bie Treummg ber Inselgruppe von Firmlanb fordert, aufgeworfen hat und dadurch ^"ien Bovhrb n unter.ützt. Gleichz itig wünscht die Regierung ber Republik ber känigiichen Re- gierimg zur Kenntnis zu bringen, b-iß Finnland hinsichtlich Aalands seine auch von Schweden vor- behal.lcs 'anerkannte Souveränität behauptet imb unbedingt alle damit unvereinbare Forderungen abweisen must."
Hierauf übermittelt die schwedische Regierung am 8. Juni bem schwedischen Gesandten in Helsingfvrs folgende Antwort: „Ten erhaltenen Instruktionen zufolge habe ich fosgendes mitzuteilen: Nicht o'hne Erstaunen erhielt die schwedische Regierung die Note, die der finnische Gesandte tm Autfraß seiner Reg.ernng am 3. Juni überreicht bat. Seit dem von der Bevölkerung Aalands mit Einstimmigkeit vorgebrachten Verlangen, ihr Schicksal selbst zu beAmmen, hat die königliche Regierung die finnische Regierung nicht in Unkenntnis darüber gelassen, daß sie dieses Verlangen als auf dem Selbstbeslimmungs:echt ber Völker basierend als vollauf rechtmäßig ang<eT;en hat und dauernd ansieht. Auch unterließ die königliche Regierung "'M, int Einverständnis mit Finnland und iiuf Grund Änec Boll's-ibstimmung eine Löstung der Aabandsfrage zu errrichen zu suchen. Weder bis, was schwedischerseits in ber Aalandsfi'age bekannt geworden ist, noch die allgemeine Stellung zu ber Frage innerhalb der Friedensiionferenz konnte der sinnischen Regierung begründeten Anlatz zu dem überreichten Schreiben g ben. In der vom schwedischen Ge'anbten in Helfingfvrs am 19. Juni' 1919 der finnischen Regierung übermittelten Not' hob die königliche Regierung ihre Auffassung des Aalandspwblems ausdrück.ich hervor, darin einbegriffen d:s, was die letzte finnische Note berührt. An der in der genannten Note dargelegten Auffassung hält die königliche Regierung andauernd fest mib hat keine Veranlassung, etwas darüber Anaus anzufiihren.
Kopenhagen, 8. Jnni. (WTB.) Die für Ende dieses Monats nach Helsingfors eickberufcne Pressekonferenz ist abgesagt, da die schtvedischen Journalisten es Mehüten, unter ben jetzigen gespannten Verhältnissen nach Finnland zu reisen
Axelrod.
Berlin, 7. März. (WTB.) Der russische StaatsangehSrige Axelrod ist heute in Begleitung feiner Ehefrau mit einem Transport russischer Kriegsgefangener nach Rußland ab gereist.
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Mitgliederverfanimlung
Sonntag den 13. Jnni 1920, vorm. 10 Ubr, im Saale des Restaurants Sauer, OöwaldSaarte». Tagesordnung:
1. Bericht des Vorsitzenden über die Konferenz am 4. Jnni 1920 in Dannüadt.
2. Beschlnßfassnng zur Generalversammlung.
3. Verschiedenes.
Vollzähliges Erscheinen dringend notwendig 6347 Der Vorstand.
sowie Neulieferung und Zubehör


