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1 chor Harmonie-Gemütlich k:it" zusammLngescUos« sen. Dirigent ist .Herr Musik.'ehrer Albert Kasten.

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stimmig angenommen. heutigen Nummer eine Bekanntmachung von größ-

Die Abfindung des bäurischen Königshauses. > ter Wichtigkeit für sämtliche Arbeitgeber und An-

, Q cvm gestellte Durch Verordnung vom 24. April ist be-

München. 8 ML«. lWw^) Jmba^isch-n tanntIid) bie Bersicherungsgrenze von 5000 Mark

Landtag wurde eine Intervellatwn der sozial . < r qqq heraufaefefct worden, und zwar

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der Täter- oder Mittäterschaft ist der Schulamtskandidat Philipp Wolfs aus Untersuchungs'haft genommen worden.

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Königshauses eine ausreichende Entschädigung er­halten müssen. Timm (Soz.) bedauerte, daß der Vertreter der Regierung als Parteimann gesprochen habe. Krausneck erwiderte dagegen, daß er nur die rechtliche Lage objektiv dargelegt habe, damit die Besprechung der Intervellatwn erledigt werde. Die Tagesordnung der nächsten Vollsitzung des Land­tages enthält den Antrag der Frauenabgeordncten? sämtlicher Parteien, die Staatsregierung möge bei der Reichsregierung Schnitte einleiten wegen Zu­rückziehung der schwarzen Truppen im besetzten Gebiet mit Rücksicht auf die

lich rückwirkende Gültigkeit o . ..

Ter Vorstand der Giessener Ortskrankenkasse hat beschlossen, die bisherige Maffeneinteilimg bis zu einem Tagesverdienst von 9,25 Mark imserändert beizubehalten. Für die höheren Verdienstgruppen wird ab 3. Mai eine neue Klasseneinteilung (Klasse 1420) eingeführt, die sich an die alte Einteilung

®eorg Unneryigt, Kaiser-Allee 15, ist für 80000 Mark b'.slenige der Privatrn Hüten, Meichstr. 14, für 70 000 Mk. verkauft worden.

Der Vorstand der hiesigen allgemeinen Orts­krankenkasse veröffentlicht im Anzeigenteil der

auf 15 000 Mark heraufgesetzt worden, und zwar mit Wirkung vom 3. Mai ab. Die Verordnung ist also sckwn in Kraft getreten und hat selbstverständ-

Preis pro Pfund 20 MU Eine Kleinigkeit bei dem Geldreichtum an dem nachgewiesencrniaßen alle Bürger des Deutschen Reiches leiden.

Q Marburg, 7. Mai. Tie Sdadtverord- ncten stimmten im Prinzip der Gleichstellung der Gehälter ufw. der städtischen Beamten zu und geben dem Magistrat anheim, die Vorlagen

industriellen Werke zu übernehmen.

mc. Frankfurt a. M., 7. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt waren die ersten bie 5-

Entschädi es als ei in anderer

Annahme des Beamtenbefoldungsgesetzes in Preussen.

Berlin, 7.Mai. (WB.) Die preußische Landesversammlung hat das Beamtenbe­soldungsgesetz in dritter Lesung ein»

Veranstaltungen.

Samstag, 8. Mai: Liebigshöhe, 8 Uhr, Begrüßungsfeier für die aus der Gefangenschaft heimgÄehrten Gießener. Hotel Viktoria, 8 Uhr, Monatsversammlung der Fünfziger. Lichtspiel­haus wie gestern. Lichtspiele, Seltersweg,Ter Fluch der Kultur" undTas Haus der Leiden­schaften.

Sonntag, 9. Mai: Spielplatz-Werbetag, Beginn der Veranstaltungen 1,45 Uhr mittags. Philosophenwald, 10 Uhr vorm., öffentliche An­gestelltenoersammlung. Caf6 Leib, 8 Uhr, öffentliche Volksversammlung der U. S. P. Kunstverein, die neue Ausstellung ist von 111 Uhr geöffnet. Lichtspieltheater wie Samstag.

AUA Stabt unb Catib»

Gießen, den 8. Mar 1920.

Krankenversicherung.

Torin, darf kein 18 Uhr, int Saale des Felsenk^lers feine dies- i ! jährige Hauprversammlung.

nr nur u n e es als

= Frankfurt a. M., 7. Mai.

Dr. Landmann, der bei der Bürgermeister­wahl dem Unterffraatsfefpetär Gräf unterlag, ist amtsmüde und beabsichtigt, in kurzer Zeit aue den städtischen Diensten zu scheiden, um in seiner badischen Heimat eine leitende Stelle m etnem

** Bismarck-Vortrag. Auf Veranlas- ung der Deuts chnativn alen Bolks- partei sprach gestern abend im Hotel Gross- Herzog der bekannte Schriftsteller mta B smarck- forscher Max Bewer vor einer zahlreichen Zu­hörerschaft überBismarck und d»re B4r- öhnung der Gesinnung^n". Ter Bor-

Das Geschäftszimmer der T. R., Landesunter- * bezirk Wcsterwald-Oberbessen und Ortsgruppe: > Gießen befindet sich Ost-Anlage 111., Zimmer 1 , Anmeldungen werden dort entgegengenommen. |

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hl. Morbi ferienfür-lk schulen im Reg' «n- Memlüts Freu Mstag den l.

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Kreis Friedberg.

bz. Bad-Nauheim, 8. Mai. In derÄ N. Z." lesen wir u. a.: Ter neuen Bvotpreis- erhöhung ist eine Senkung der Qualität gefolgt, die zum Himmel schreit. Mitunter ist das sog. Brot von einer Beschaffenheit, die den Genuß, unmöglich macht. Tas Brot läßt sich nicht schnei- dm, fällt in Klumpen auseinander, schmeckt bitter oder nach Schimmel. Diese ekelerregenden Begleit­erscheinungen sind es, die die Konsumenten ver­anlassen, dasBvot" dem Vieh zu geben. In Gießen ist gerade in den letzten Tagen das Brot auch meist nicht viel besser.

Hessen-Nassau.

Raubmord.

Warnung vor Kettenbriesen.

Es gibt immer noch Leute von der bekann­ten Sorte, die nicht alte werden. Und diese cheinen augenblicklich einem Schwindel zum Opfer fallen zu sollen, der bei dem erhöhten Porto den Geldbeutel Nachdrücklicher als bis­her belastet: dem Kettenbrief. Gestern erhielt eine hiesige Frau einen solchen Brief, in dem sie aufgefordert wird, denGlücksbrief" innerMlb 24 Stunden abzuschreiben und an neun Personen, denen sie Glück wünsche, zu enden, worauf sie eine große Freude erleben verde. Zerreißen der Kette werde Unglück bringen. Ferner geht aus dem Briefe noch hervor, daß dieser Kreis, der von einem amerikanischen Offizier begonnen sei, 44mal um die ganze Welt gehen müsse.

Sollte es in Gießen wirklich noch atl-

Sittlichkeitsverbrechen, die wiederholt an deutschen Frauen und Mädchen begangen und zu ~ Schmach an der weißen Rasse werden.

ein$ubringen.

** Rodheim a. d. Bieber, 8. Mai. Hier findet am nädrften Dienstag, nachmittags 2 Uhr, im Saale des Gastwirts Bender eine Bau ern- Versammlung für den südlichen Teil des Kreises Biedenkopf und die angrenzenden Orte des Kreises Wetzlar statt. Es werden sprechen der Vorsitzende der Bezirksbauernschaft für Nassau^und | r-rn Kreis Wetzlar, Landwirt Hepp aus Seck- hpch und Geschäftsführer Krauß aus Limburg.

** Au s eine 30jährige Tätigkeit bei der Firma I Happel-Gießen blickt am 10. ds Mts. Herr Adam Koch zurück.

** Hausverkäufe. Das Anwesen des

X Gelnhausen, 7. Mai. In der (Sentit* ttmg Soden-Salmünster ist aus dem Silzbu^ die Leiche des seit dem 24. Febr. d. Js. vermissten Fabrikanten Ludwig Schwarz aus Rüs­selsheim a. Rh. gelandet worden. Tie Leiche wir gräßlich verstümmelt, vom Rumpfe sind die Beine abgesagt, der Kops zeigt eine Schusswunde Es liegt Raubmord vor, wie die weiteren Ermittelungen ergeben haben. Unter dem Verdicht' ehemalige

demokraten über den Stand der vermögens­rechtlichen Verhandlungen mit dem früherenKönigshaus beraten. Staatssekre­tär Dr. Krausneck erklärte dazu u. a., daß diese Verhandlungen in Bayern wegen der eigenartigen Lage größere Schwierigkeiten bereiten als cmders- wo. Immerhin sei es das Empfinden weiter Volks­kreise, daß der Staat gegenüber dem Herrscher- Hause, das sich Jahrhunderte hindurch unbestteit- bare Verdienste, insbesondere auf dem Gebiete von Kunst.und Wissenschaft, erworben habe, nicht bloß den einseitigen Rechtsstandpunkt herauszukehren, sondern in Behandlung der ganzen Angelegenheit gewisses Entgegenkommen zeigen müsse. Dr.^S ü ß- heimlSoz.) erklärte die Ausführungen des Staats­sekretärs für nicht befriedigend. S ch r e p t e rtDem.) führte aus, seine Partei stehe auf dem Standpunkt, daß der Anspruch auf Entschädigung für den Ver­lust der Herrscherwürde nickst anerkannt werden dürfe, wohl aber müsse es als Pflicht des Staates betrachtet werden, dem früheren Köstigshaus eine angemessene Entschädigung für die in Staatsbesitz gelangten Vermögensteile aus dem Privatvermögen des früheren Königs oder feines Hauses zuzu­erkennen. Der Unabhängige Tübel lehnte es ab, den vormaligen Regierenden von Bayern auch nur das geringste Opfer auf Kosten der Allgemeinheit des bayrischen Volkes zu bringen. Walz (Mittelp.) vertrat die Ansicht, daß die Mitglieder des früheren

gung für die Her-I ** Der Giessener Mieter-Verein nen Anteil an der | veranstaltet am Montag trn 10. Mai, abends

zuviele geben, die einem solch offenkundigen Blödsinn 3,60 Mk. Porto opfern, ungerechnet Zeit und Briefpapier? Wenn ja, dann ist ihnen auch mit einemGlücksbrief" nicht zu helfen.

itzende, Herr Ko hl Hase, begrüßte die Versamm­lung und wies dabei auf Bismarck als aus die Quelle unserer Kraft hin. In begeisterten und humorvollen Worten schilderte bann Max Bewer den wahren Bismarck den Mann mit tiefstem Gemüt und großer Seele und wies entschieden das verzerrte Bild zurück, das deutschfeindliche Blätter des Jnq und Auslandes von t-em grössten Deutschen aller Zeiten entworfen haben. Kurze Zeit nach der Entlassung Bismarcks--hatte Bewer die Freude von Bismarck nach FriedrichsrUh ge­rufen zu werden. Dort verbrachte er mit Bis­marck eindrucksvolle Stunden, deren geistige Nieser chläge Bewer veröffentlichte. Bewer führte ferner aus, wie um das Herz des deutschen Volkes seit 50 Jahren drei Ideale ringen das nationale, das oziale und religiöse Ideal. Zu unserem Unglück hatten die beiden letzteren das nationale Meal unterminiert und zu Fall gebracht. Um die Seele des deutschen Menschen kämpfen heute Christentum, Monismus und Atheismus. Nur eine christliche und nationale Lebensauffassung, wie sie Bismarck er- üllt habe, könne uns retten. Prachtvolle, dem Leben der Bibel und der Natur entnommene Gleich­nisse und Bilder durchzogen den dreistündigen Vor­trag. dem die Anwesenden stürmischen Beifall zollten. Professor Werner wies banmf btn, dass Bewer ein begabter, feinsinniger und gemüts­tiefer Dichter sei, dessen Werke aber von einem Teil der ihm feindlich gesinnten Pveffe geflissent­lich totgeschwiegen wurden. Mit Worten herzlichen Tankes an den Redner wurde die Versammlung vom Vorsitzenden geschlossen.

** Tie Gesangvererne Harmonie (gegr. 1846) und Gern ü tlichkeit (gegr. 1885) haben sich unter dem Namen Bereinigter Männer-

Kreis Alsfeld.

sw. Alsfeld, 7. Mai. Das Gesetz der guten alten Zeit ist nicht mehr maßgebend. Im vorigen Jahre wurde dem Stadttürmer eine Vergütung von 130 Mk. bezahlt, da sich keine b r e n a m t licher Maibläser" fand. IN diesem Jahre wurde sein Gesuch abgelehnt, da das Maiblasen nach der neuen Instruktion zu seinen Dienstoblie­genheiten zählt. Das Gehalt des Stadttürmers ist jetzt auf 4400 Mk. erhöht worden.

Kreis Büdingen.

4? Bergheim, 8. Mai. EineE in'br echer- b a n d e mackst zur Zeit wieder unsere Gegend un­sicher, in dem Landhaus des bekannten Frank­furter Musikers Mack wurde innerhalb kurzer Zeit zum drittenmal eingebrochen. Wieder fiel eine große Menge wertvoller Sachen den Eindring­lingen zum Opfer, auch den Speisekammern der Landwirte Komp und König sdatteten die Ein­brecher einen nächtlichen Besuch ab und ließen allerhand wertvolle Lebensmittel mitgehen. Im benachbarten Ortenberg wurde ebenfalls ein Ein- bruchsoersuch gemacht, nachdem erst zwei Einbrüche der letzten Zeit trotz großer Untersuchung unauf­geklärt blieben. GleitAettig wurde in Hirzenhain bei Gastwirt Jungmann eingebrochen, hier nahmen die Einbrecher wertvolle Sachern besonders Wäsche, im Wert von einigen tausend Mark mit.

Kreis Schotten.

x Klein-Eichen, 8. Mai. Rechner Will Mm Hofmann und Ehefrau feiern heute das Fest der goldenen Hochzeit.

e. Schotten, 7. Mai. In treuer dlnhang- lichkett an die alte deutsche Heimat wurde bei hiesigen Bürgermeisterei von den Mitgliedern des Schottener Männerchors in Newyort der Betrag von 6000 Mk. zur Verteilung an die meistbedürftigsten Familien der Gemeinde Schotten übermittelt. Tie Schottener in Newyark fühlten sich veranlasst, ihren Namenspatron in dem sc schwer betroffenen Vaterland diese kleine 'Gabe zu schicken.

Infolge der Neureglung werden die Arbeit- 1 geber von der Krankenkasse aufgefordert, innerhalb 5 Tagen für alle Versicherungspflichtigen, deren Einkommen einen Tagesverdienst van 9,2o Mark übersteigt (Höchstgrenze 15 000 Mark im Jahr !) genaue Anzeigen über den derzeitigen Arbeits­verdienst einzureichen.

Durch bte Neureglung der Krankenversicherung werden vor allem solche Angestellte betroffen, die durch cm 5000 Mark übersteigendes Einkommen bisher nicht der Verficherungspflicht unterlagen, vor allem Betriebsleiter, Prokuristen usw. Ein großer Teil dieser Personen, vor allem kaufmän­nische Angestellte, werden wohl bereits einer sogen. E r s atzkas se , meist der Krankenkasse ihrer wirt- chaftlichen Organisation, angehören., Diese seien aber darauf auimerksam gemacht, daß sie nur dann von der Mitgliedschaft bei der zuständigen Zwangs­krankenkasse (Orts-, Betriebs- oder Jnnungskran- kenkasse) befreit sind, wenn sie rechtzeitig An­trag auf Ruhen ihrer Rechte und Pflichten bet dieser Pflichtkrankenkasse gestellt haben.

Warnung vor unreellem Einkauf von Seife.

Trotz wiederholter Veröffentlichung von War- innigen durch die Prcisprüftmgsstelle der Provinz Oberhessen in den Zeitungen wurde bei Vornahme von Geschäftsceviionen festgestellt, dass deutsche Seife unter Ueberschreitung des vorgeschriebmen Höchstpreises zum Verkauf kommt. Das Reichs- wirtschaftsministerium Berlm hat auf Anfrage An mitgeteilt, dass der Ucberwackmngsausschuß der Seisenindustrie deutsche Kern-- und Toilettenseif: vorübergehend ohne Preisaufdruck hergestellt und auch in den Handel gebracht hat. Bon jetzt nb darf nur noch deutsche Seife hergestellt und in den Handel gebracht werden, auf welche der vorgeschrie­bene Berkau fspveis aufgebrueft ist.

Um das ßaufertbe Publikum vor Uefertortete hing zu schützen, gibt die Preisprüfungs­telle der Provinz Oberhessen nack>- teherch die zur Zeit gültigen Höchstpreise für Seift nochmals bekannt:

Bei Abgabe an den Verbraucher dürfen die Preise 1. bet K. A.-Seife einschl. Ver­packung: für 1 Stück von 50 Gramm 0,75 Mk. ür ein Stück von 100 Gramm 1,50 Mk.

2. Bei K. A.-SetfenpulvLr einfchl. Verpackung: für je 250 Gramm 2,10 Mk.

3. Bei Kernseife und sonstiger Seife in fchntttfester Form, mit Ausnahme von Feinseife, mit einem Gehalt an Fetts äure von a) 58 und ntehr vom Hun­dert 30 Mk. für 1 Klg., b) 50 bis 57 v. H. 25 Mk. für 1 Klg.. c) 40 bis 49 v. H 21,25 Mk. für 1 Klg.. d) 30 bis 39 v. H. 14 TtEj für 1 Klg., e', 20 bis 29 v. H. 9,50 Mk. für 1 Klg., f) unter 20 v. H. 3.75 Mk. für 1 Klg.

4. Bei Feinseife einschl. Packung 40 Mk. für 1 Klg.

5. Bei Schmierseife, mit Ausnahme der nach § 2 Abs. 3 in Apotheken ab­zugebenden Kaliseife, mit einem Ge­halt an Fettsäure von a) 38 und ntehr v. H. 15 Mk. für 1 Klg.. b) 33 bis 37 v. H. 12 Mk. für 1 Klg., c) 20 bis 29 v. H. 7,50 Mk. für 1 Klg., d) 10 bis 19 v. H. 3,75 Mk. für 1 Klg., e) unter 10 v. H. 1,70 Mst, für 1 ftlg. nicht überfteigen. Tie Hersteller dieser S'iftn und Seifenpulver 'haben den ftstgesetzten Kbüstv^erkausS- preis auf der Seife selbst bei Seifenpulver auf der Packung in beutlidjer Schrift an zu geben.

Es wiä> ausdrücklich darauf aufmerksam ge­macht und die Kaufleute werden nochmals ge­warnt, Waren ohne Rechnungsbelege vonUn­bekannten" einznkauftn, da die Revisoren der Preis­prüfungsstelle über die Herkunft bet Waren Aus­kunft verlangen werden.

Unentgeltliche Benutzung des Telephons.

Auf eine Verfügung, die einschneidend in die bisherigen Gewohnkieiten eingenit, macht die Ober­postdirektion Darmstadt aufmerksam. Hatte der Telephonbesiher bisher für die Gefälligkeit, den Apparat benützen zu dürfen, im Ortsverkehr 10 bis 20 Pfennige erhoben, so ist ihm das von jetzt an, wenn er Pausä-gebühr zahlt, untersagt. Er muß die Benützung im Ortsverkehr rein aus Gefällig­keit gestatten. Das heißt, er wird sich in Zukunft in den meisten Fallen für die Störung schönstens bedanken, und der arme Teufel, der sich das ver­teuerte Telephon selbst nickst leisten kann, wird von Nachbar zu Nachbar laufen, bis er sich aus Gnade und Barmherzigkeit der Quasselstrippe bedienen darf. Das Publikum hatte sich an den kleinen Tribut vollkommen gewöhnt und für manchen Fernsprechteilnehmer hat sich der Anschluß nur aus diese Weise rentiert. Der Leidtragende wird also letzten Endes auch die Post selbst sein, denn mancher Privat- und Geschäftsmann wird nun den Anschluß kündigen, weil die Gebühr für ihn selbst zu hoch ist und weil er sich für Gratisstörungel» bedankt. Denn wenn die Gelegenheit zum Tele­phonieren das Einzige ist, was man umsonst haben kann, wie wollte man es den lieben Nachbarn ver­denken können, wenn sie so ausgiebig wie möglich davon Gebrauch machen wollen. Sie können sich ja auf die Oberpostdirektion berufen, die sich also verlauten läßt:

Nack) § 24 der Aussührungsbestimmungen zur Fernsprechgebühvenordnung vom 26. September 1919 darf sich der Fernsprechteilnehmer von dritten, telnen Fernspoechanschluß benutzen, nur die Gebühren für diejenigen G.sprächc erstatten lassen, ' für welche er Ein-elgebühren entrichtet; TeÜ- nehmer, welche die Pauschgebühr zahlen, dürfen :! alft dritten die Benutzung ilwes Anschlusses im

Aur Hessen.

Parlamentarisches. Für den ver­storbenen Abg. Scherer ^Offenbach) wird als neues Zentrumsmitglied der Rechts­anwalt Nuß (Worms) in den Landtag lintreten.

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Dar wesen der Technischen Nothilse.

Gießen, 8. Mai.

Ist bet Monatsversammlung des Reichs- bundes deutscher Technik am Donnerstag im Gewerbehause sprach Jng. Schnell, der Be­zirksleiter des LandesunterbezirV Westerwald- Obethessen der Technischen Nothilse in Gießen über das Wesen der T. N Der Redner führte u. a. folgendes aus:

Die Technische diothilfe ist eine staatliche Zi- ikbehötde, dem Reicbsministerium des Inneren unterstellt und über das ganze Reich verbreitet, 'ie die Ausgabe hat, im Falle von Stteiks bei Stillegung von lebenswichtigen Betrieben, wie ^ws- Wasser- und ElektritttätÄverken, Eisenbahn, Poft, Telegraph, Landwirtschaft und Bergbau Not- standsarbciten zu leisten. Also nur solche Arbeiten, ie unbedingt notwendig sind, damit das Lebm und die Arbeitsmöglichkeit (z. B. Versaufen von Bergwerken zu verhindern) erhalten bleibt. Weder Koalitionsrecht noch Streikrecht wird hierdurch an- getastet. Jeder hat grundsätzlich das Recht auf Streik im Wirtschaftskampf: nur findet auch dieses Recht wie jedes andere seine natürlichen Grenzen. Und diese Grenzen sind da, wo die Lebensbedin­gungen des ganzen Volkes, die Existenz der All­gemeinheit, in Frage steht. Aus diesem Grunde ist und kann die Technische Nothilse keine Streik- brecherorganisation fein, sondern nur eine soziale Arbeitsgemeinschaft, deren Mitglieder erkannt ha­ben, daß es neben Klassen- und Einkommensinter­essen auch eine Verpflichtung der Allgemeinheit gegenüber gibt. Es darf nicht mehr vorkommen, daß unschuldige Menschenleben zugrunde gehen, nur weil im Operationssaal dem Arzt die Be­leuchtung oder das Gas und das Wasser fehlte wegen Streiks in den entsprechenden Werken. Es darf nicht mehr Vorkommen, daß unschuldige Säug­linge ihre Milch nicht erhalten können und sterben, nur weil eigene Volksgenossen ihre Arbeit ein­gestellt haben. Wen trifft es am meisten, wenn z. B. die Beleuchtung fehlt, wenn man Kerzen das Stück zu 3 Mark und noch mehr kaufen muß? Nur den Arbeiter. Der Kapitalist kann sich leicht 100 Stück kaufen. Keine kapitalisttschc Mrbett wird von der T. N. geleistet, nur Arbeit, die im Inter­esse des Volksgenossen liegt. Durch die Technische Nothilfe wird gualitativ nicht die gleiche Arbeit geleistet, wie sie der Arbeiter leistet, der Jahr aus Jahr ein in einem Werke beschäftigt ist und seine Arbeit und Maschinen genau kennt. Somit bleibt immer der Druck der Gefahr der Besckstidi- gung und größeren Abnutzung der Anlage bestehen. Die Folge davon ist, daß der Arbeitgeber, in den meisten Fällen die Konnnune, danach trachtet, sich sobald wie möglich mit ihren Arbeitern zu ver- stmidigen, bamit die Arbeit von sachverständigen Händen wieder verrichtet wird.

In der Aussprache wurde auf eine Anfrage von Jng. Schnell erllärt, daß die T N. als Faktor friedlichen Ausgleichs die Landwirte «nd Bauern vor dem Uebermut des die länd- liche Arbeiterschaft aufreizenden Radikalismus schützt, aber auch zugleich vom landwirtschaftlichen Erzeuger von drahmngsmitteln in gerechtester Werse die bereitwillige Herausgabe der lieber- Ichüffe ferner Arbeit fordert. Zu einer weiteren Anfrage über die Stellung der T. N. zu den Ge­rn e r f f eba ft c n nahm der Referent folgende Stel - lung: Die T. N. will bei Streiks in lebenswich­tigen Betrieben nicht die Gewerkschaft ausschal- ten, sondern unterstützen, tnöem sie die Ausfüh­rung der Notstandsarbciten übernimmt, wenn die Arbeiter gegen den Willen der Gewerkschail die lebensnotwendigen Arbeiten einfteUen.

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** Amtliche Persvnalnachrichten. Ernannt wurde am 3. Mai der Oberlehrer an der Oberrealschule zu Gießen Professor Franz Stein zum Tireikm: der Realschule in Lauter­bach mit Wirkung vom 5. 9)lai 1920 ab.

** Von der Landesuniversität. Die ür Hörer aller Fakultäten bestimmte Vorlesung über Hygiene der Ernährung mit besonderer Be­rücksichtigung der heutigen Verhältnisse findet nicht Dienstags, sondern RLontags von 67 Uhr abends im Hörfaal des Hygienischen Jnstttutes statt. Sie ist unentgeltlich und auch Nichtstudierenden zu­gänglich.

** Oberhessischer Kun st verein. Es ist erfreulich, daß trotz den schwierigen Verhält­nissen der Kunstverein in kurzen Abständen immer neue Ausstellungen bringt. Die Mitgliederzahl des Kunstvereins ist 1919 und in diesem Jahr so ge­stiegen, daß es ermöglicht werden konnte, die gegen­wärtig sehr hohen Unkosten, die auf jeder Aus­stellung lasten, doch einigermaßen zu verteilen. Auch die Kauflust in den letzten Jahren hat wesent­lich dazu beigetragen, daß ein häufiger Wechsel der Ausstellung ermöglicht werden kann. Zurzeit enthalten die Räume des Kunstvereins die Ausstel­lung des Ausstellerverbandes Münch­ner Künstler, der mit ungefähr neunzig Werken bekannter Maler Vertreten ist. Diese Künftlervereinigmis, die in diesem Jahre auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken tarnt, hat schon wiederholt im Gießener Kunstverein Aus­stellungen 'veranstaltet, die immer eine gute Auf­nahme fanden und auch für die Künstler finan­ziellen Erfolg hatten. Eine Liste zum Einzeichnen als Mitglied des Kunslvereins liegt im Äusstel- lungssame offen. Jahresbeitrag 10 Mk., der mit den nächsten Angehörigen freien Eintritt zu den Ausstellungen und zu der allftthrlichen Weihnachts- Verlosung ohne besonderen Beitrag berechtigt. Tie Ausstellung ist täglich, Samstag ausgeschlossen, von 111 Uhr und Mittwochs noch von 35 Uhr geöffnet.

** Ein Wohltätigkeits-Volks­fest wird vom Reichsbund der Kriegsbeschä- oigten, Kciegshinterbliebetren und ehemaligen Kriegsteilnehmer vom 15. bis 25. Mai 1920 auf Oswaldsgarten veranstaltet. Näheres siehe Anzeige.

** Die Diebschrvnik. Am Vormittag des 6. Mai d. Js. hat sich ein Unbekannter bei dem Mannerbadc-Berein (inen blau gestrichenen, dreffitzigen mit zwei schwar^m Rudern vcrfthenen Kahn geliehen und ist bis heute nicht wieder zu- rückgelehrt, fo dass angenommen werben muss, dass er ihn veräutzcrt uttb unterschlagen hat. Bor An­kauf wird gewarnt. In letzter Zett wurde mit­telst Einbruchs aus einem hiesigen Gartenhaus ein getragener grauer, mit schwarzen Streifen ver­sehener Cutaway-An^ug, ein grüner, Loden- Hut, eine Schuh- uttb Kleiderbürste, ein Bodeners Gartenbuch und ein grau-grüner, von Mäuftn zerfressener Rucksack mit guten Lcderrremen, ge­stohlen.

** Tas städtische Lebensmittelamt bat für die Veröffentlickmng seiner BMrnntmachun- ejen eine äußerst praktische Neuregelung getroffen, indem es die bisher im Anzeigen- unb teilweise redaktionellen Teil zerstreuten Ankündigungen der ganzen Woche in eine Bekanntmachung zusammen- saßt, die möglichst j^veils in der Sa mstag- nummer veröffentlicht witt>. Auf diese wichtige Sam m elb ekannttttachung, die beute zum ersten mal erscheint, sei ganz besvlchers hingewicsen.

** Holzausgabe. An die Haushal­tungen kommen drei Zentner Hartholz zum Preise von 15 Mk. der Zentner und zwei Zentner W e i ch h o lz für 12 Mk. der Zentner zur Verteilung. Der Betrag von 69 Mk. ist nicht wie bisher auf dem Holzlagerplatz, son­dern beim Brennstoffamt zu entrichten, das hierfür Gutscheine ausgibt, die sodann au dem städttschen Lagerplatz an der Steinstraße gegen die betreffende Holzmenge eingetauscht werden. An die Bezugsberechtigten werden ab Montag bis 1. Mai 1921 gültige Holz - bezugskarten ausgegeben. Näheres über diese beiden Bekanntmachungen ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich.