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Nr. 145

7. Oktober

1920

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110 Mark jährlich zu entridjten.

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XojeQi ßtoncoöolo Purcini. Ilwt

Marl pw Jahr zu enlridjten. Für jedes Stück Großvieh (Pferd,

ist derselbe Betrag Ivie ein Betrag von 210 Ochs, ftul) oder Riiw-

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zusammen einen Haushalt führen, zu 1 L pw Jahr zu entrichten.

1 c) Für jede alleinstehende Person ist

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Achtung!

L leatNr: ier Nerven! ftLch

Bekanntmachung.

Betr.: Maul- und Klauenseuche in Lauter.

In Lauter ist die Maul- und Klauenseuckie amtlich fest­gestellt worden.

Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Lauter.

Tas Beobacht ungsgebi et bleibt unverändert.

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Joh. 8rah«

wieder zusammen.

Der Reichskan^er an die Technische Nochilfe.

Zum einjährigen Bestehen der Tech­nischen Nothilfe hat der Rei ch s k a n z l e r dieser freiwilligen Arbeitsgemeinschaft für eine anläßlich dieses Tages hevansgegebene Sonder­nummer der ZeitschriftDie Räder" folgenden Ausspruch gewidmet:

Am 30. September 1920 blickt die in der Technischen Nothilfe vereinigte freiwillige Arbeits- gemeinschaft deutscher Männer und Frauen auf ein Jahr chres Bestehens zurück. In der Zeit schwerster Not des Vaterlandes als ein Behelf zpr Milderung drohender SchÄ>en für das Ge­meinwohl entstanden, hat sie seitdem in zahl­reich?': Fällen allerorten immer wieder^ erneut

Bekanntmachung.

B e t r.: Ausschluß unzuverlässiger Personen vom Handel: fr er: der Metzger Heinrich Rühl zu Utphe.

Gemäß Beschluß des Kreisausschusses des Kreises Gießen vom 25. September 1920 ist der Metzger Heinrich Rühl zu Utphe ab 1. Oktober wieder zum Handel mit Bieh, Fleisch und Fleischwaren zugelassen.

Gießen, den 28. September 1920

Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r.

Bekanntmachung

die Gebühren im Eichwesen betreffend. Vom 29. September 1920.

Auf Grund des 8 1 der Verordnung vom 23. März 1912 Reg.-Bl S. 213) zur Ausführung der Maß- und Gewichtsord uung vom 30. Mai 1908 Reichs-Gesctzbl. S. 349) ivird hiermit folgendes bestimmt:

8 1. In Abänderung der Bekanntmachungen vom 26. März 1912 i Reg.-Bl. S. 226) und vom 24. Dezember 1919 Reg.-Bl. 1920, S. 45) iverden die dort unter

B. I Ziffer 2, Ziffer 3 Msatz 2 und 3, Ziffer 4 Absatz 2, C. I Ziffer 2, sowie

C. II Zister 3

festgesetzten Gebühren bis auf weiteres um 400 vom Hundert erhöht. '

§ 2. Die durch 8 1 der Bekanntmachung vom 24. Dezember 1919 <Reg.-Bl. 20, S. 45) gelwffene Blenderung von B. II Zister 1 der Bekanntmachung vom 26. März 1912 ivird wieder aufgehoben.

8 3. Diese Bekanntmachung tritt am 1. Oktober 1920 in Straft.

T armstad t, den 29. September 1920.

Hess. Landes-Arbeits- und Wirtschastsamt. Raab

B e t r.: Wie oben.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger­meistereien der Landgemeinden des Kreises.

Indem nnr Sie auf vorstehende Bekanntniachnng Hinweisen, beauslragen lvir Sie, auf genaue Befolgung der oben wiedergege­benen Bestimmungen hinzuwirken und insbesondere das Fcldschutz- persvnal, sowie die Schäfer dementsprechend anzuweisen.

Wir machen Sie ferner darauf aufmerksam, daß. bei außer­gewöhnlicher Witterung, sowie unter besonders gearteten wirtschast-

dem Reiche.

Der Zusammentritt des Reichstags.

Berlin,?. Oft. (Wolff.) Der Reichs­tritt am 19. Oktober, nachmittags 3 Uhr,

In 8 1 2, W a s s e r z i n s, ist für die seitherige Pos. 1 a bis 4 > setzen:

1 a) Für jede selbständige Haushaltung ist eilt Betrag von 10 dis 30 Mark pw Jahr zu entrichten.

1 b) Für jede weitere Familie, die mit einer anderen Familie

Znhaltr-Utbersicht: Gebühren im lkichwesen. - Das Behüten der,Wiesen. - ^Abänderung des Ortsslatuts über den Bezug von Wasser aus der Gemeindewasserleitung zu Wieseck. - Wiederzulassung zum Handel. - Viehseuchen. - Dienstnachrichten. Feldbereinigung Hausen. - Gefunden,"verloren.

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tot erschiene« Teilen mit den ipfern Spaniern. aem ausgefährt. sie derart kaum n wird.

wachen Nerven zu empfehlen, i zeigen atem- ne sie bk M gezeigt wurden.

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Amtrverkündigmgsblatt für die provinzialdirektion Gberhesien und für dar Kreisamt Gießen. Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich.

--- MtoV ;iw»il|H, 14»I «*-* Uk.aine noch nicht ausgegeben habe. TrrM >r- t i n" verweist auf die seit einiger Zeit durch bte Sowjets versuchte Pwvagmrda, durch Radü>te(e- grammc, die die Sozialisten aller Länder gegen einen angeblich von Frankreich dvol-enden An­griff auf die Häfen des Schwarzen Meeres aus- zuhetzen ver'uck/ten. Demgegenüber betont das Blatt, Frankreich denke an feine derartige Ope­ration.

Ein bevorstehender Präliminarfrieden.

Kopenhagen, 7. Okt. (WTB.) Einem Tele­gramm aus Riga zufolge wird die Unterzeichnung des Präliminarfriedens zwischen Polen und Rußland am Freitag in einer öffentlichen Sitzung erfolgen. In polnischm Unterhändler- freilen wird erzählt, daß die Bolschewisten die polnischen Vorschläge in allen wesentlichen Punk­ten angenommen haben. Tie ostgalizische Frage ist in den Verhandlungen ausgeschlossen. Tic Grenze wird westlicher gelegt, als von der, Sowjet­delegation vorgesch'.agen wurde. Die russisch-ukrai­nischen Unterhändler dagegen behaupten, daß das Abkommen mir der Grundlage der panischen Mini- malsorderungen zustande kam, die mit der Er­klärung des allrussischen Exekutiv-Zentralkomitees zusammenfallen.

Die englisch-rnsfifchen Verhandlungen.

L o n d o n, 8. Okt. (WTB.) Reuter ver­nimmt, daß die Antwort der Sowjet- regierung auf die Note Lord Curzons über die britischen Gefangenen und die bolsche­wistische Propaganda nicht vollkom­men zufriedenstellend ist, da von der Sowjet- regierung keine Zusicherungen gegeben wov- dcn sind. Allem Anschein nach wird eine neue

iem K^bestch^t? Fre-N^s Llk n7ch lrasck'en Mchluß eines Ha n d e ls ab ko m- rnd nach durch Schaffung rünstlicher Preisbe- mens und hebt, hervor, daß zahlreiche Be- Menzrmgen und Preisunterschiede wi^erherzu-' stellungeu auf Lokomotiven nno anderes

Brüssel, /.Okt. (WTB.) Finanzkon- rerenz. Betreffend dos internationalen Wandels sprich: Die Konferenz eine Reihe von Täuschen aus An erster Selle drückt sie ihr Vertrauen aus. daß der Völkerbund keine Ge­orgen beit vorüber gehen lassen wird, die oöll^e Diederherstellung und intbeiringte Aufrecht er l>al- tung des Frichens zu sickern. Zum yoeiten V?r- ichen die Konferenz, daß die Besserung den Fmcmz- blge in hohem Maße von der allgemeinen Wieder- eines guten Ernvemebmens zwischen «n Böllern_ abhängt. Driltens scheint es ihr er» unitr-t, daß jedes Land danach strebt, die vor

Mitwirkung und Zustimmung neue Aufgaben nicht übernommen werden bürten, ist eine Finanzgvöa- rung möglich, wie sie die Lage der Reichsstnanzen zur unabweisbaren Pflicht macht. An die Reichs- -gierimg richtet ber Reichsoa: baber, dt Bitte, ihre Entschließung so zu gestalten, daß das Ziel, den Finanzminister mit den zur Durchführung ftrenglter Sparsamkeit bei den Reichsausgaben erttbehrlichen Machtbefugnstsen auszustatten.

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Für Kleinvieh ^Schweine) pw Jahr 15 Mark.

Für Ziegen pw Jahr 0,503,00 Mark.

Bei Entnahme von Wasser zu gcwerblickteu und industriellen Zwecken schätzt die Kommission den mutniaßliä)en Verbrauch und bemißt hiernach den zu entrichtenden Master zins unter Zugrundelegung eines Wasserpreises von 3080 Pfennig für das Kubikmeter.

Bei Wassermesser pw Kubikmeter 3080 Pfennig.

Wasserstrahlapparate, welckie zur Entwässerung von Kellern dienen, sind für

a) Große Apparate 525 Mark pw Jahr

b1 Kleine Apparate 315 Tiart pw Jahr zu entrichten.

Für Badeeinrichtungen sind für

a)'Große 525 Mark,

b) Kleine 320 Mark pw Jahr zu entrichten.

Wer Zapfstellen zum Begießen von Gärten anlegt, hat die Genehmigung der Bürgermeisterei ein-uholen. Durch die Kommission wird nach Größe des Gartens die Taxe festgesetzt, jedoch nicht unter 520 Mark jährlich.

Bei Neuanlegung von Zuleitungen hat der Antragsteller anstatt seither 10 Mark jetzt 50 Mark zu zahlen.

Die Erhöhung tritt mit dem 1. April 1920 rückwirkend in Kvaft.

Wiese ck, den 18. Juni 1920.

Hessische Bürgermeisterei Wieseck.

S ch o m b e r.

ternationalen Kredit unter dem Vorsitz wn Celiier einstimmig angenommene Reso- ution erklärt, die Kommission habe anerfemten müssen, daß kein System, für sich genommen, den yyrcnig5adjen Bedürfnissen ter verschiedenen Län­der entspröäien könne. Tie Kommission emvschl daher dem B'lterbnndsrat die fo'genben Ri.In- linicn: Tie interna iona^e Organrsativn sei "den Starten zur Bernigung zu stellen, die zur St- tenmg der BezahllMg wichtiger Einfuhren Kre­mte in Anspruch zu nehmen wünschten. Tie Staa­ten hätten Bürgschaften zu geben, die sie als geniigenb für die Kredite eradyten. Mit der internationalen Organisation hätten sie fick ub-r Die BedingungLN zu verständige:', unter denen die lÜrgsckza't n zu verwal en iviren. Sckatzscheine, deren ^Uisgabe unter diesen Bürgsda'ten zu ec- ä-lgen hätte, hätten als weite« Sickerung der Kre- tete zur -Deckung ber Wareneinkcki'e zu bienen. 3et Zweck dieses Planes ist, den Staaten Ine Er­langung ü.m Handlsttediten für ihre Angehörigen du erleichtern Ter Bölkerbundsrat würde einen Aus sch u u von Fi anzmännern und Geschäfts- fcuten zur Ausarbeitung der Einzelheiten ernen­nen können. Tie Kommission wurde daraus htn- gmnefen baß man zu besseren Ergebnisten kommen könne, nxnut die als weitere Sicherung bienenden Echavs leine urt.r internationaler Gacantte Ttä::» dm Tie Kommission stimmte dem bet. sie htt fit mit diesem Vorschlag befaßt und ihrer Ansicht nach hott' ber in Aussicht genommene Ausschuß bie Möglichkeit der Anwendung dtstes Vorschlages tu würdigen.

Otrgeieitcten tfotoerungeTi unserer Bertragsgegner abhängig ist, um so zwrngender erhebt sich die Notwendigkeit, auf allen anderen Gebieten eine starke Minderung der Ausgaben cintreten zu lassen, die für ein verarmtes Staatsw.'sen unerläßlich ist. Dazu bedarf es eines wirksamen Ein­flusses des Reichsfinanzmini sters auf die Gestaltung derjenigen Ausgaben, deren Bemessung in unserer Hand liegt. Der Iteichsrat begrüßt daher das im Reichskabinett hervorgetre­tene Bestreben, die Vollmachten der Finanzverwal­tung zu erweitern, auf das lebhafteste. Nur wenn ihr Gebot befolgt werden muß, wenn sie in dro Lage versetzt wird, das Maß der Ausgaben in un- nachsichtlick-er Strenge mit den verfügbaren Mit­teln im Einklang zu halten und wenn ohne ihre

Note nach Moskau gelangt werden.

London, 7. Okt. (Wolff.) Krassin sandte einen langen Brief an Lloyd George, worin er im einzelnen die Be­dürfnisse Rußlands an Rohstoffen und Fa­brikaten darlegt. Krassin besteht auf dem

Bereitwilligkeit und Nützlichkeit beweisen en. In der noch immer durch Mangel und vpheit jeglicher Att wichtiger Lebensbedürfnisse mzeichneten Lage unserer Wirtschaft und scmährung büricn auch die kleinsten toirt tlidien Werte nicht verloren gehen. Bei ber rernährw'g und Entkräftung unserer Be- rung würde das Ausfetzen gemeinnötiger iswichtiger Betriebe ganz besondere Gefahren die Gciundh.'it der Bevölkerung, namentlich Kranken mrd Schwach.'n, mit sich bringen. Es rußerordcntlich erfreulich, daß sich in dieser ?rcn Zeit eine stattliche Anzahl deutscher iner und Frauen bereitfinden, um unter Zu- tellung der eigenen Person und durch lieber- ne persönlicher Mühen und Gefahren das l der Allgemeinheit sichern zu helfen. Wenn r in der Tätigkint der Technischen Nothilfe wiedersptegelnde tiefere Oeoanfr:Einer alle, alle für e inen", der zugleich das istück unserer charitativen Nächstenliebe ist, der überwiegenden Mehrheit des deutschen es richtig ersaßt sein wird, bamt kann die nisch.' Nothilfe ihre übernommene Aufgabe erfüllt ansehen arnd zurücktreten. Dann wird das deutsche Bolt an der Schwelle eine.

een Zukunft stehm."

hswirtschüstsmittistcr Scholz in München.

M ü n ch e n, 8. Okt. (WTB.) Reick)swirt- tsrninister Scholz ist heute zur Be° chung über wirtschaftspolitische Fragen eingetroffen.

Der Gesetzentwurf über Grotz-Berlin.

Berlin, 8. Okt. (Wolff.) Die preußi- Landesversammlung nahm in dritter Le- : die Novelle zum Gesetzentwurf r Groß-Berlin mit 161 gegen 123 nmen bei vier Stimmenthaltungen unter hilung der Abänderungsanträge der Un- ingigen in der Ausschußfassung an.

Der Streik in der Berliner Presse.

Berlin, 7. Okt. (Wolff.). Die Der­er Presse ist heute früh zum großen erschienen. Nicht erschienen sind die Vlät- >er Verlage Scherl, Ullstein, Mosse, ferner ^,Post", dieTägliche Rundschau" und Deutsche Tageszeitu^.

Berlin, 7. Okt. (Wolff.) Der Be- ebsrätekongreß hat eine Ent- eßung angenommen, worin er angesichts

Aussperrung im Berliner Zei - gsge werbe die Solidarität der Ar. '.rschaft betont und die Sache der Ar­te im Berliner Zeitungsgewerbe für die je der Arbeiterschaft von ganz Deutsch­erklärt.

Ein Gewaltstreich im Märkischen Elektrizitätswerk.

Berlin, 7. Okt. ''Wolff.) Von der cktion des Märkischen Elektrizi- swerkes wird mitgeteilt: Nachdem am ttag im Kraftwerk Heegermühle des Mär- 'N Elektrizitätswerkes die Belegschaft in! i wilden Streik getreten war, der von : M i n d e r h e i t durch Terror erzwun- worden war, gelang es durch Vermitttz- . der Gewerkschaftsführer die Belegschaft zu einer geheimen Abstimmung zu bewegen, die mit überwältigender Mehrheit die sofor­tige Aufnahme der Arbeit beschloß. Die Ar­beit wurde darauf am gleichen Abend wieder ausgenommen. Die Rädelsführer der Bewe­gung, die unter dem NamenRevolutionäre Betriebsorganisation" marschiert, holten dar­auf aus den umliegenden Industriebetrieben ihre Anhänger heraus, eroberten in Stärlle von tausend Mann das Kraftwerk, zwangen die Belegschaft zum Verlassen des Betriebes, bildeten einen Aktionsausschuß und legten die Stromlieferung an die gesamte von diesem Kraftwerk versorgte Industrie und Landwirtschaft still. Nachdem durch ein star­kes Aufgebot von Sicherheitspolizei die auf­rührerischen Elemente vertrieben und das Kraftwerk der Betriebsleitung des Märkischen Elektrizitätswerkes wieder übergeben war, wurde zunächst zur Aufrechterhaltung der le­benswichtigen Betriebe der Notbetrieb durch die technische Nothilfe ausgenommen. Nach­dem jetzt genügender Schutz für die arbeits­willige Belegschaft bereitsteht, ist mit der Wie­deraufnahme des vollen Betriebs zu rechnen.

Worum beöarf Deutschland Der Kolonien?

Stuttgart, 7. Okt. (WB.) Der frühere Gouverneur von Deutschs st a fr ika, Schnee, hielt am 6. Oktober im fjüfigen Verein für Handelsgeographie und Förde­rung der deutschen Interessen im Auslande vor einem großen Auditorium einen Vor trag über das Thema:Warum bedarf Deutschland der Kolonien?" Schnee, der als einer der bedeutendsten deutschen Kolonial­politiker wie kein Zweiter berufen ist, über diese wirtschaftliche Lebensfrage Deutschlands zu urteilen, legte dar, daß Deutschland in der jetzigen traurigen Wirtschaftslage mehr denn je auf Kolonialbesitz angennesen sei, den es zur Gewinnung billiger Rohstoffe, als Absatzgebiet, sowie zur Aufnahme seiner überschüsfigen Volkskraft benötige.

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8 W, «Utenin, n-Abend «Herrn M.flrrtnäfjtttm,

45 Vf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platz, vorschnjt 20®,f Auffldlag. Hauptfchrif Urtier: Aug. Voetz. DeranttoorUich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinbold Zenz; für den Anzeigenteil H. Beek, sämtlich in Gießen.

Srettag, 8. Moder 1920

Annahme von Änze gen fix d e Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, vreir für \ mm höbe für Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts

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lichen Verhältnissen eine Verschiebung der in Artitell 1 bis 13 je st gesetzten Termine durch uns erfolgen kann. Dahingehende Anträge ivären eintretendenfalls seitens des Wiesenoorstandes rechtzeitig bei uns z u stellen Gießen, den 2. Ottober 1920.

Kreisamt Gießen.

__Dr. Usinger.

Bekanntmachung.

Betr.. Abärtderung des Ortsslatuts über den Bezug von Wasser aus der Gemeindelvasserleitung zu Wieset.

4tackstehende Münderung des Onsstatuts über den Bezug von Wasser ans der Gemeindewasserleitung zu Wieseck bringen wir Hutmu zur öffentlichen Kenntnis.

Gießen, den 1. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: W elcke r.

Bekanntmachung.

B e t r.: Das Behüten der Wiesen.

Wir fetten uns veranlaßt, die nachstehenden Besttntmungen der W i e s e n p o l i z e i o r d n u n g für den Kreis Gießen erneut zur Kenntnis der Beteiligten zu bringen:

Artrlel 11. Jnsoiveit es sich nicht um abgesondert gelegene Wiesen liandelt, dürfen ohne besondere Genehmigung des Kreis amtes iveder von den Eigentümern selbst, noch mit deren Z u st i m m u n g von Andere n behütet werden:

a) einschürige Wiesen:

1 . mit Schafen vom 1. April b i s 1. Oktob e r,

2 mit Rindvieh v o n» 1. April b i s 1. August;

b) sonstige Wiesen:

1 . mit Sck-asen vorn 1. April bis 1. Oktober

2 mit Rindvieh vorn 15. März bis 15. September.

(V ruiük ober Talwiesen, die mit Bewässerungsanlagen versehen find, dürfen bei nasser Witterung über hau Pt nicht behütet werben Im übrigen ist beim Behüten von Wieselt besoltders dar

auf zu achten, daß die Weidetiere nicht durch Zertreten vorhandener Be- ober Entwässerungsgräben Schäden verursachen: erforderlichen' falls sind sie durch einfache transportable Umzäunungen von den Grobenbösckungen fernzuhalten.

Artikel 12. Die ^chafweide darf auf fremden Wtefen nur vom 15. Oktober bis 22. Februar ober so lange harter Frost dauert, ausgeübt werden.

Artikel 13. W e id e be rech t i g u u g c n auf Wiesen mit an­derem als Schafvieh dürfen nur im Herbst, und zwar vom 1. b i s 15 Oktober, ausgeübt tverben.

Schweine und Gänse sind von ber Weide auf Wiesen ausgeschlossen.

Artikel 14. Aus Wieseudislriklen, insoweit sie künstliche W ä s s e r u n g s a n l a g e n haben, darf keine Weibeberechtigung' ausgeübt werden.

Artikel 15. Die in Artikel 12, 13 und 14 angegebenen .Ver­bote gelten sowohl für eigentHdte Weideservituten, als auch für Weidegemeinsckraften und sonstige Berechtigungen.

Was das Beweiden von anderen Gr und stücken als Wieselt an langt, so verweisen wir auf die Bestimmungen der Art. 25 des Gesetzes, den Umfang usw. ber Weideberechtigungen bett., vom 7. Mai 1849 (in der Fassung ber Bekanntmachung vom 30. Sep­tember 1899 (Reg. Bl. S. 754).

Gießen, den 2. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen.

Dr. Usinger.