int KjeiVutm^mfxr Sirne: „MeT, was der „Tägl. Anzeige^' Är Rücktritts-ab'ichen des Präsiden- tcn Tr. Strecker «oder g-ir über seine Büver- fcirng um den JntendarttempD,' cu feinen Mefern r.if** ^utifd'pen nrogt, ist vollständig aus der Luft gegriffen/' *
— Ter LandwgsttbgooÄm te Gruber in (Soz.) ist ivegen Berz ig nach Kreuznach af5 Mit- fllieb ter Kanuner ausge schieden und wird für ihn als Nach o ger nach den Bestimmungen der Verhältniswahl der nächste auf der sivzialtemo- koa.ischen Li' e, Mrl Neff, Gastwirt in Michelstadt, eintreten.
—Btmxn—— ।
Art» Stadt nn- Land.
Gießen, den 7. Juni 1920.
** Es ist herbstlich kühl, ja man möchte sagen falt. Während wir im Mai wunderschönes Wetter, ja tagelang schwüle Hitze hatten, läßt sich der Juni schlecht an. Man meint sich (in den Oktober versetzt und sucht den Ueberzieher wieder herbei. Dem Landwirt, Gärtner und Viehhalter paßt das Wetter gar glicht, denn es wächst kein Futter, er kann die Hackfrüchte nicht pflanzen und auch lein Heu Machen. Eine große Trockenheit herrscht auf den Aeckern und Wiesen, denn nach der Hitze im Mai saugt der kalte Wind das bißchen Feuchtigkeit noch aus dem Boden. Gurken und (Bohnen gehen im Wachstum nicht vorwärts. Ein durchweichender Regen wäre uns dringend (nötig.
** Das Heimkehrfest ehemaliger Kriegsgefangener ,das seit Samstag übend auf der Licbigshöhe abgehalten wird, kann als gelungen betrachtet werden. Der erste Abend war ehe- tnaligen Kriegsgefangenen und ihren Angehörigen allein zugänglich. Der Ehrenvorsitzende, der R. i. R. PH. Göring, wies in einer Ansprache darauf hin, daß noch viele deutsche Soldaten in Rußlano und auch noch ein Teil in Frankreich zurück gehalten würden und daß es Pflicht eines jeden zurückgekehrten Kriegsgefangenen sei, der noch nicht Heim- 'gekchrten zu gtitenfen und alles zu tun, um ihre Befreiung zu beschleunigen. Aus diesem Grunde erklärte er das Heimkehrfest, trotz der schweren (Zeiten, für berechtigt, da es hauptsächlich zu Gun- steir der sibirischen Gefangenen veranstaltet sei. — Ein reiches Programm füllte den Rest des Abends aus. Der Gesangverein Heiterkeit hatte einen Teil seiner Mitglieder zur Verfügung gestellt, die zur (Beranstaltung passenoe Lieder vortrugen. Ein von Mitgliedern gespieltes Theaterstück wurde allgemein eifbällig ausgenommen. Ten Höhepunkt des Festes (bildete die Borführung einer Reihe von Gruppen- bildern aus Gefangenschaft. Dem Vorsitzenden des Festausschusses, Dunkel, war es gelungen, in diesen Bildern das Gesangenenlöben und -Los darzustel- licherlen. — Am Sonntag setzte sich das Fest bei ungewöhnlich zahlreicher Beteiligung fort und wird Montag abeno seinen Abschluß erreuhen. (Näheres siehe Anzeige.)
** Der Verband der Kassenärzte für die Provinz Oberhessen teilt mit, daß der vertragslose Zustand gegenüber oer Eisenbahnbetriebskrankenkasse Frankfurt am Main mit Dienstag dem 8. Juni, mittags 12 Uhr, aufgehoben ist.
** Li chr spiele Seltersweg". Tie Direktion bittet uns mitzuteilen, daß „Tie letzten Menschen", „Tie Avcte 2. Teil" nach dem te- ril'fmtten Ullstein-Roman. „Tie Arche", ,,Das Problem eines Weltunterganges" nur noch heute zur letzten, 9-Uchr-Vorstellung. zur Vorführung gelangt. Wheves Inserat.
Landkreis Gießen.
T Heuchelheim, 6. Juni. Tie heutige Orts'chau des jungen Kaninchenzucht-Vereins kann als eine wohlgelungene bezeichnet werden. Es ivaren recht schöne Zuchttiere ausgestellt, und so konnte der Prcisiichöcr M. Schmall-Gießen zahlreiche Ehrenpreise und Geldpreise austeilen. Ehrenpreise erhielten: F. San sieben, L. Müller, Leonhardt-Arnold, August Rinn, Ferd. Stein- müller, W. Sonneborn, H. Kloos': 1. Preise: v. Arnold (2), W. Steinmüller, W. Waldfchmidt, O. 'Kreiling, H. Kloos, H. Krück, M. SonnebE, Ludwig Kröck und P. Rinn: 2. Preise: O. Kreiling, L. Arnold, Aug. Rinn, F. Metzler, F. Sanftleben, F. Sack (2), W. Strinmüller (2), W. Waldschmidt (2); 3. Preise: P. Rinn, G. Heid, M. Rinn, H. Lenz, F. Schmidt, F. Hvf-
gung des Nachtzuges zum Bahnhof begeben hatten. Sie /überwältigten den diensttuenden Oberpostschafffuer, knebelten ihn und raubten drei Kisten, in denen ein Barinhalt von ins-
bern zu schwer gewesen. Dadurch ist der größte Teil des Raubes in Höhe von 200000 Mk. wieder in den Besitz des Postamtes gelangt. Die beiden anderen Kisten mit ihrem Inhalt von 24 800 Mark fehlen noch.
Hessen-Nassau.
Raubüberfall -auf ein Postgebäude.
Bing-en, 5. Juni. (Wolff.) Heute nacht drangen, der „Mittel rheinischen Volkszeitung" zufolge, vier vermummte Männer mittels Nachschlüssel in das Postgebäude ein, als leben sich drei Beamte zur Absertw
leben eüven gewaltigen Aufschwung genommen. England 'habe uns darum als Konkurrenten vernichten wollen. So )<ien wir in den Krieg gezogen worden. Ter Versailler Friedsnsvertrag sei eher ein „perverS-ailler" Vertrag zu nennen. Di? Wiedergntmachungskoinmis.ion, bk noch aus Jahre hinaus Deutschland bis ins Kleinste überwachen würde, könne, wenn es ihr gefalle, das ganze deutsche Kulturleben unterbind.-n. Aber aus den scharfen Maßnahmen der Entente gehe hervor, daß sie uns fürchte. Der nitiona e Gedanke müße uns voranleuchten. Tie Völker der ErÄe könnten ohne Tentschland nicht existieren. Wir müßten zu einer inneren Einigung kommen und sollten in dem politischen Gegner nicht den Feind sehen, sondern den Bruder zu se'hen lernen. Aus die von reichem Beifall gefolgten dlussührungen (sie nnrrbm manchmal durch Tumult auf der Galerie empfindlich gestört) meldete sich nur ein Diskussionsredner, Herr Schmidt, der verlangte, man müsse, wie es der Hmiptrodner bei dem Krieg getan, auch Oie Revolution als aus den ganzen Verhältnisen h r- aus entriMTiben erklären und dürfe sie nicht mit Machenschaften einer politischen Partei zurück- sühren. Tie 'hohen Löhne und Gehäl.er entsprächen den Ledönsmittelpreisen. Dann forderte er eine Erklärung darüber, daß der an der Spitze der d-eutschnationalen WaAli e stehmde Abg'ordnete Dorsch sich gegen die BeamtenbesoDungseeform solle eusge'pvvcten haben. — Prof. Bovent -- j di e n erwiderte, der Abgeordnete Dorsch labe sachlich Bericht erstattet und nur Bedenken bar fiter geäußert, daß für die neuen Beamten geh älter kein;
Vie letzten Wahlversammlungen.
'^Wahlversammlung der Deutsch- nationalen Volks Partei. D:r Reduer d.s iLLbends, Prvf. Bo ven t schen-Berlin, ging1 aus von dem Versprechen der sozialistischen Regierung, dem Volke Friede, Freiheit, Arbeit und Brot zu schaffen. Was habe sie gehalten? Der Friede sei ein Schandfrie.e ohnegleichen. Was die Freiheit be- tre'fe, s-o könne man höchstens sagen, wir seien frei von Ordnung. Ueberall mache sich die schlimmste Zvorruplion bemerkbar. Tie Einführung der achtstündigen Arbit^eit habe Schwerftarbei:er wie die Bergarbeiter veranlaßt, eine unxh gering'm Arbeitszeit zu verlangen. Tem 'hätte dann und) die übrige Arbeiterschaft wieder gleichgestellt fein Uwllen usf., so daß eine wesentliche Verminderung des gesamten deutschen Arbests-ertrags das Resultat gewesen sei. Die Schusdenlast des Staates wachse ins Ungeheure. Unsere Industrie sei nicht m«!hr konlurrenzfähig. Betriebsräte möcht- er wohl anerkennen solange sie botz wirt'chast.'ich, aber nicht politisch wirkten. D.e Deutfchnationale Volkspartei sei nicht konservativ, sondern eine neu? Partei mit neuen Zielen. Sie knüpfe allerdings an dem, was vvm Alten gut und bewährt sei, at. Vor dem Krieg habe das deutsche Wirtschafte-
nrcmn, F. Sack (2), F. Will (3), O. Hofmann, H. Kröck, Lorenz Burk (2), Ferd. Sdernmüller (2), Theodor Leib, R. Kreiling und H. Lenz.
± Klein-Linden, 5. Juni. Ter Gemeind erat genehmigte das Gesuch des Eisen- bähn-Heimstättenvereins, der beabsichtigt, an fcter Arankiurter Straße — Ortsaiusgang nach Gvoßen- Linden — Wohnhäuser für Bahnbedienstete zu errichten.
± Graßen-Linden, 6. Juni. Ter in den Kreisen der Gießener SpcrzierMnger und der Bienenzüchter bek.inutc Bahnwärter S ch r ö - de r, ivelcher im Walde „Lindener Adark" stationiert war, wurde 'heute unter zahlreicher Beteiligung zur letzten Ruhe gebettet. Er 'hat 20 Jahre im Walde seines Amtes gewaltet.
Starkenburg und Rheinhessen.
vz. Offenbach, 5. Juni. Laut „Offenb. Ztg." sind in Offenbach die Schuhpreise, wie aus den großen Preisschildern in den Schaufenstern der -Schuhwarengeschäfte ersicht- sick)tlich sei, bereits um 50 Prozent gesunken.
= Frankfurt a M., 6. Juni. Durch die Eisenbähnttiminalpvlizei. 'wurde Samstag im D-Zug Frankfurt—Darmstadt eine seit Mou-aten gesuchte Hochstaplerin und Gepäckdiebin fest genommen. Tie ' Schwindlerin hat mit einem fingierten Telegramm eine Schauspielerin von Berlin nach Mamkheim gebockt und sie 'hier ihrer gesamten Gardewbe beraubt. In ihrem Besitz befanden sich Unmengrn gefälschter Papiere. Als man späer die 'hiesige Mahnung der Hochstaplerin durchsuchte, fand man ein Tagebuch vor, in dem das Frauenzimmer iljre gesamten Schwindeleien und TiebßäÄe chwiwbvgtsch verewigt hatte. Sogar die Zeitungsausschnitte, die von rheen Gastrollen berichteten, fanden sich sorgfältig registriert vor. Tie Schwindlerin, in deren Besitz sich ferner gefälschte BankauÄveise über s-cchc hohe Beträge voilanden, reiste unter den Namen Foau von Reitzenstein, Frau Ingenieur Tr. Bergmann, Frau Tr. Bergmann usw. Jetzt will sie eine von ihrem Manne getvemtt lebende Eisenbahnbeamtenfrau Maximiliane Malterer aus München sein.
utvi ceijicn, hl ucnrn ein -Ourinyan von insgesamt 224 800 Mark lag, und verschwanden. Heute früh wurde die größte der Kisten von j einem Bahnbeamten m der Nähe Bingens dergefunden, wahrscheinlich war sie den Räu-
Deckimg vorhmiden sei. Mit einem Doch auf das Wohl des deutschen Vaterlandes und dem Abfingen der Nationalhymne schloß die Versammlung.
** Die USP. hatte am Samstag wie andere Parteien noch eine letzte Versammlung, die willig verlief, da feine Propaganda mehr betrieben werden konnte. Es machte sich allgenrein eine Müdigkeit bemerkbar, die es zu Störungen nicht me'hr gelangen ließ. Ter Redner d-es Abends, Fische r- Offenbach, war nicht erschienen, für ihn trat Landtagsabgeordneter Kiel ein. Er hielt eine bängere Rede zu der Rechtfertigung seiner Politik im Landtag, deren Richtschnur treu seiner Partei, Sozialisierung und Gleicl)ordnrmg aller Klassen, gewesen seien. Dann 'hielt er für sich und für seine Partei Abrechnung mit den feindlichen Brüdern, den M ^hchei tssvzial iften, die zur Koalition bereit gewesen wären, was ein Aufgebw. des Erfurter Programms sei. In der Aussprache verbreitete Genosse Fischer- Gießen sich über die anderen Parteien unb deren Programme, die albesamr das Glück für alle versprächen, um damit zu schließen, daß nur die USP. diesem Programm gerecht werden könne, da sie folgerichtig das Kapital und deren Partei-m bekämpften und sich auf keine Koalition einließm. Betreffs der äußern Politik trat er für die Verbindung mit Rußland ein und warnte vor den Gruselmärchen, die durch größere Blätter gingen. Genosse Metz beleuchtete sodann einige rcd>t merkwürdige Zustände aus den Kliniken, so die Frage der Ettrhntskost, des Aerzte- streiks, der für hohes Honorar von einem Arzte oaau noch gebrochen worden war und was so noch mehr vorgeL>mmen war. Im Schlußwort forderte Kiel zum Eintreten für die Partei des Pvo- letariats auf.
O Wiefeck, 6. Juni. Eine von der Deutschen Bolkspartei für den letzten Abend vorm Wahltag einberufene Wählerversammlung wurde in letzter Stunde abgesagt. Unser großes Dorf erlebte also in diesem Wahlkampf wie im letzten nicht eine Versammlung der Rechtsparteien! Ein Teil der ihr besttmmten Zuhörerschaft verstärkte die Versammlung der Mehrheitssozialisten bei Dorfeld, in der auch die U. S. P. stark vertreten war. Unterassistent Schmulbach -Gießen zeigte bei erfreulicher Freiheit gegenüber dem Erfurter Programm in der Frage des Achtstundentags sich enger als sein früher hier auf getretener Genosse Becker, warnte vor Groß-Hessen, sagte manck)es gute zur Jugendfrage und fand auch warme nationale Töne. In der Aussprache verlas u. a. Pfarrer Sattler eine Entgegnung auf einen von Entstellungen strotzenden, Aeußerungen von einer Wahlversammlung auf die Kanzel verlegenden Artikel im „Volksrecht", auf deren Abdruck dort mait seit Tagen wartet: bei der Kirchenfrage empfahl er den Evang. Bund als Mitkämpfer gegen die linksrheinischen Loslösungsbestrebungen. Die U. S. P. hatte Stephan-Gießen geschickt, der „Diktatur" übersetzte mit „politische Gewalt" und ein sehr rosiges Bild vom heutigen Rußland zeichnete. Die Auseinandersetzung nahm hier einen recht lebhaften Charakter an Im Schlußwort zeigte der Hauptredner Verständnis für die Kirche und
verglick» die bisherige Praxis der U. S. P. mit einer ,Lampe im Sonnenschein am Tag". Erst uni Vs2 Uhr schloß die Versammlung und damit der Wahlkampf.
Vermischte».
Die Gruft Gorthes und Schillers beraubt.
Weimar, 5. Juni. (WTB.) Unbekannte Einbrecher drangen in vergangener Nacht in die Fürfteng ruft auf dem alten Friedhof ein und beraubten die Särge von Goethe, Schiller und des Großherzogs Karl Alexander. Es fehlen goldene und silberne Kränze. Nach den Einbrechern wird eifrig gefahndet.
Wiederherstellung der Bibliothek von Locken.
Bern, 5. Juni. (Wolff.) Hier unterzeichneten zahlreiche Persönlichkeiten aus der deutschen und romanischen Schweiz einen Aust ruf an das Schweizer Volk zwecks Wiederherstellung der 1914 zerstörten Bibliothek von Löwen.
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Berlin, 6. Juni. (Priv.-Tnel.) Der ,Lokalanzeiger" meldet ans Wien: Anläßlich der Vereidigung der neuen Wehrmacht wird zvm ersten Male die neue Vo lkshy mne gesungen werden, deren Text vom Staatsminister Renner verfaßt ist. Die Musik stammt von dem Grazer Komponisten Kienzl.
B e r l i n, 6. Juni. (Wolff.) Der Schrift, fteller Dr. Paul Hamburger, General, sekretär des Reick)sverbandes der deutschen Presse, ist nachts gestorben.
Berlin, 6. Juni. (Wolff.) Wie dem „Berliner Tageblatt" Ms dem Haag gedrahtet wird, ist der frühere deutsche Riesendampl- fer „Imperator" wieder für den Pafsai- gierbienft eingerichtet worden und macht in diesen Tagen seine erste Reise nach Neuyork. Reeder ist die Cunard-Linie.
* Die Ehescheidung als sittliche Forderung. Während sonst allgemein die Ehescheidungen als ein Zeichen sittlichen Tiefstandes gelten imb man allgemein die Lockerung der ehelichen Banve durch die Zunahme der Scheidungen beklagt, blieb es einem amerikanischen Geifllichen ttorbchalten, die Ehesck-eidung als sittliche Fordo- nrrtg aufzustellen und im Gegensatz zu allen bisherigen Anschauungen aus der Menge b.xr Ehescheidungen aus einen moralischen Hochstand der Ge- lschäft zu schließen. Für bieien eigenartigen Moralphilvsophen, den Reo. Arnold Keller aus dceühaven in Connecticut, ist jede Eh?, in der die Liebe ausgehvrt hat, eine Sünde wider den heiligen Geist und muß daher geschieden werdm. „Niemand", so sagt Keller, „soll seine Hände in sittlicher Entrüstung emporheben, wenn er ' rjälyrt, daß die Zahl der Ehescheidungen immer zunimmt, denn diese El>escheidungen sind ein Segen und eine Not Wendigkeit, so lange noch nicht das reine Christentum unb die reine christliche Siebe im amerikanischen Leben herrscht. Tausende und Abertausende von Menschen leben miteinander in einem unglücklichen Zustand der Ehe, in dem sie sich nicht verstehen unb 'geradezu hassen. Wenn aber das hvclKe mid ein zige Motiv des Zusammenlebens, nämlich das der Liebe wegfällt, dann ist die Ehe nichts anderes als Ehebruch, und die Scheidung einer solchen Ehe müßte als sittliche Forderung ausgestellt und unterstützt werden, wenn nicht unsere verkehrten Moral- anschauimgen die Lüge dieser innerlich unwahr gewordenen Ehen ausrecht erhielten."
HandeL.
Berlin, 5. Juni. (Wolff.) Nach einer Drahtmeldung der deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen ist der dänische Valutarat am 4. Juni aufgehoben worden. Der Va» lutahandel ist gegenwärtig frei ohne Einfuhrbeschränkung. Eine gesetzliche Regelung der Einfuhr ist wahrscheinlich.
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Wetzlar, den 4. Juni 1920.
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