Bad-Nauheim
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Gittgesaer-t.
iFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, den 5. Ltgust 1920.
Mehr denn je ist es Bedürfnis, sich in den schönen Wäldern unserer Umgebung tu ergehen; durch die Aufstellung zahlresther Bänke des hiesigen V e r s ch ö n e r u n g S - V ? r e r n s, welche dringend des Schutzes eines anständigen Publikums bedürfen, ist dies sehr erleichtert, ^.vch wie trifft man meistens diese B>Ärte an! Nicht allein durch Rohheit ganz oder teilweise yxjtött und beschmutzt, sondern auch deren Umgebung durch zahlreiche Einwickelpapiere lxnck«lt. Von einem anstrindigen, ast einige Sauberkeit gstvöhnten Menschen kann man doch verlangen, daß er sein! Einwickelpapier wieder mitnimmt und nicht anderen die schöne Natur vevetelt. Am LudwigÄwunnen ist dies so schlimm, daß man mehrere Säcke damit füllen fönntc. Ein Naturfreund.
Kirchliche Nachrichten.
Israel. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der S-ynagoge (Süd-Anlage). Samstag, 7 Aug.: Vorabend 7,30 llhr. Morgens 8,30 Uhr. Abends 8,10 und 8,50 Uhr.
Israel. Religions-Gesellschaft. Sabkwtfeier, 7. Aug. Freitag abend 7,20 Uhr. Samstag norm. 8,00, nachm. 4,30, Sabbatausgang 8,50. Wochen gvttesoimst morgens 6,30, abs. 7,00.
yandel.
Berlin, 5. Aug. Börsenstimmungsbild. Tie gestrige feste Grundstimmung übertrug sich auch auf den heutigen Börsenverkehr, obgleich mit Rücksicht auf die innere und außeupoliti-ch: Lage die Umsätze ziemlich eng begrenzt blreben. Für Diontanwerte trat wieder eine Vorliebe zutage, die meist weitere Besrruug-n erfuhren. Neben den fcfjDit gestern nachbörslich wesentlich 'höher um- gesetztm LauraWtte, Oberschlefische! Cieubahnbedarf und Oberschlensche Eisenindustrie wurden heute Bochumer, Gelsentirchmor, Hvl^nbohe, Mannesmann und Rhcvnslahl rege geLaift, dagegen litten Bis- marckhütte unter Reallsierungen, da angeblich von unterrichteter Seite Gerüchte mm Kämpfen um die Mtrenmchrheit bestritten wurden, im Umlauf waren. Farbwerte waren gebessert. ElekttnzidttK- oftien waren anfangs unregelmikig, später aber allgemein fest. Schmort grtaannen 8 Prozent. Bon SpGwlwer.en Augsburg-Nürriberger und Teutschc Waffen ansehnlich höher. Auch Kali AscherAeben 16 Prozent höher, Dolonialpapieve wenig verändert, da die Abschwächung der Devisenkurse keine Anregung bot. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich bei kräftiger Aufwärtsbewegung in Aktten der Teutschen Petvol.umgeseLlschaft, wahrend Deutsche Erdöl vernachlässigt waren und daher zur Sckvväche neigten. Mexikaursche Anleihen waren vorwiegend etwas Jdjroädier. Bur römischen Anleihen waren preußische wiederum etwas nachgrirend. Tie Börse schloß allgemein abgeschvvächt auf außenpolitische Befürchtungen im Anschluß an die heutige Reichstagsrede des Ministers Tr. Simons.
Frankfurt a. M., 5. Aug. Börseu- stimmungsbild. Eine stärkere Zurückhaltung rief die heutige Reichstagrede des Ministers Dr.
704,30
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24,03
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Frankfa:: c Devisenmarkt.
Geld Brief
M., 6. August.
Geld Brief
5. Aug.
11498,50 1501,50
Drüssel-Antroerperr. llhristiania Kopenhagen ....
Stockholm
Helstngfor«. .... Italien. .....
London. ... ... . Rew-Pork Paris Schwerz ... ....
meyer sowie Siemens und Halske verloren ie 2 Pro». Deutsch Heben'ee Cert. gewannen #-s, Baltimore Ohio 2 Pwz. Ettoas wur
den Deutsche Petroleum umgesetzt 880—886—8^«- Erne Steigerung von 15 Proz. erfuhren Nahmaschinenfabrik Haid und Neu, Maschmenfabrrk Breuer Brzgs.-Aktien, »velche rat-.onrertw-urden, gewannen 10, Bad. Uhrmfabr lohne Schuhsabc Herz stellten sich je 5 Proz. h^c.. Schnft^L, Stempel standen tm Abgebot und Ärloten 9 Prozent. Schnellpresse Frankenthal gaben oPwz Cementwerk Heidelberg 2 Proz. nach, ö^ent. Silbermex. erfuhren eine Bef,Eg von 4 Proz^ 5proz. Tehuantepec 2 Proz., 5pvozent. Chilenen Pfandbriefe 13 Prozent.
Spanien
Wien (altes) ...
Deutsch-Oestecr. abg.
Prag
Budapest
Sirmnrs hervor. Die Tendenz war dmM-s nicht anS-rs»v>chen schwach, sondern drückte NÄ nuhr tn der üria*n Äoltung te9
Niedriger gingen allerdings Montanpapure hervor, wobei besonders Laurahütte stärter gedrückt wurden, minus 11V,, Buderus gab« i.
Dnhtm: 4. Aug
Amsterdam «Rotterd. 1443,50 1446,50
354,65 355,35
Bulgarien ....
Konstantinopel. . .
VSrsenknrss.
Frankfurt Berlin
Abend- Slbenb» Schluß- Schluß-
Kurs Kurs Kurs Kurs
Datum: 570Deutfinegsant 4°/gDeut.Reichsanl. 3°stDeut.Reichsanl. 4°/0 Preuß. Konfols Darmstädter Dank Deutsche Dank . . . Disconlo- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Tredrtbank H.,Amerik.'Paketf. Nor d d eutscherLloyd Doch. Guhstahlwrk. D -Luxem b Dergw. Gelsenkirch. Dergw. Harpener Dergbau Obe schl. Tisend.-B. Oberschles.Tisenind. Phönix-Drgb.-Akt. Dad.Anrlin-'U.Soda Höchster Farbwerke (Elcktr. 2L (E. ®.. . Schuckert-Werke. . Felten ° Guilleaume Daimler......
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4.8. 5.8.
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59',50
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310,- 310,-
228,50 224,-
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142,50 142,50 261,50 263,75 197,75 197,25 161,25 161,75 149,- 149,- 141,75 141,75 180,35 181,— 173,- 173,50 438, - 448, - 303,- 364,75 316,- 319,75
389,50 302,- 238,75 245,- 271,- 278,50
451,-
460,- 457,— 352,50 355,50 291,- 297,50 193,- 208,- 21?!- 217*- 305,25 318,75 225.50 220,75 83, - 82,75
295,- 296,-
MarwOtternngo«.
Datum:
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Prag .................
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(3e einem Teil der Auflage xotebrcWa
Besprechungen der russischen DelAierten mit Lloyd George urÄ Bonar Luw.
London, 5. Aug. (WTB.) Rorter. Kras- sin, Kamenew und die anderen Mrtglleder der russischen Delegation w-rachm geft«n nachmittag in der Wohnung Lloyd Georges vor, wo iie beinahe öwer Stunden verblieben. Reuter erfährt, daß Lloyd George und Bonar Law die rusfifchen Telegrerten empfangen haben. Tie BespvschunMM beMgen svcy ausschließlich auf die Fortsetzung des bolschewlstt- sckren Bormarsches gegen Polen trotz t*r Eröffnung der Waffen stillsloridsverhandl-ungen SSie miautet, drückten sich die englischen Mrnrster bei der Besprechung sehr deutlich aus.
Paris, 5. Aug. (WTB.) Wie der „Mutin" meldet, hatte Lloyd George mit Kvassin und Kalmenew gestern eine Bespoechung, die über zwei Stunden dauerte. Nach den wenigen Nackwrchten, die über die Uitterredung bekannt geworden sind, soll en die russischen Vertreter erklärt haben,daß die Antwort ausMoskau auf die englische Note nach ihrer Ansicht nicht zufriedenstellend ausfallen wird.
Nach einer Weiteren Nachricht aus London ßoll bie englische Regierung nach Moskau berichtet haben, daß die internationale KonferenA in London nicht aufgegeben toorben ist.
London, 5. Aug. (WTB.) Reuter. Die englische Notean Rußland spricht zunächst das Erstaunen aus über das Nichteintreffen der Antwort auf die englische Mitteilung vom 29. Zuli. Femer legt sie dar, daß, Wenn die für Ixe Abhaltung der Konferenz in London festgesetzten Bedingungen auch Weiterhin unbaachtet blieben, die Folge der Verzicht auf die Konferenz sein müffe. Wenn die Sowjetregiermig bei ihrer Forderung bleibe, daß die polnischen 8^rtreter ermächtigt werden sollen, nicht allein den Waffenstillstand, sondern auch den Frieden abzuschließen, finde die Konferenz in London nicht statt. Nach ihrer längeren Besprechung mit Lloyd George und Bonar Sato sind die russischen Delegierten in London imstande, ihren Vorgesetzten diesen Stand- punkt der englischen Regierung deutlich All machen.
Polens Entschlüsse.
Paris, 5. Aug. (WDB.) Wie laus London gemeldet wirb, berichtet die „Times" aus Warschau, daß die polnische Regierung die Erklärung abgegeben habe, daß sie nur mit Hilfe von En gl and und Frankreich Friedensver- handlungen mit der ^owjetregierung einleiten werde. In einer Konferenz oer -englischen und französischen Mission *mit ter polnischen Regierung soll über diese Angelegenheit entschieden werden.
Paris, 5. Aug. (WTB.) Nach einer Meldung des „Journal" soll die polnische Regierung beschlossen haben, nach Krackau überzusirdelu, falls sich die Notwendigkeit ergeben sollte, Warschau zu verlassen.
Eine Konferen,; der Randstaaten in Riga.
Kopenhagen, 5. Aug. (WTB.) Nachdem hiesigen litauische Telegraphenduroau begann am 3. Mignst die Konferenz oer Randstaaten in Riga. Tie rusfifch-lettischen Friedmsverhano- lungen nähern sich dem Abschluß. Es Werden täglich Plenarsitzungen abgehalten. BorlLusig ist all-w- dings nur für die wirtschaftlichen Fragen em>. Lösung M finden. Man hoffe jedoch, in einigen Tagen bte Verhandlungen abgeschlossen zu haben.
Polnische Bitterkeit über die englische Politik.
Paris, 5. Aug. (WTB.) Paderwski hat erklärt, daß Lloyd George in S paa gegenüber dem polnische Ministerpräsidenten Graüski eine andere Sprache geführt habe, als Bonar Law dies im englischen Unterhaus getan habe. Man habe in Spaa Grabski die schriftliche Erklärung abgegeben, daß Großbrituu- nien Polen helfen Werbe und daß man seine Existenz innerhalb der polnischen Grenzen sichern
Würde. Padevetosll fragt: Wer HM UNS tQ Meter Auengblick? Ich kann nur sagen: Frankvetch
Die Lage am unteren Euphrach.
Lo ndon, 5. Aug. (WTB.) Die Mitteilung« des Kriegsamtes und bte letzten Berichte lassen a> kennen, daß die Lage am unteren En- phrath ruhiger geworden ist. Die Araber, t* Vorposten nördlich und nordöstlich von tzilla am» griffen hatten, hatten schwere Verluste und lietzch 130 Tote zurück. Die Garnison von Ku sa hält sich ttoch, aber ein Teil der Stadt verbrannte vor bra Tagen.
Die polttische Rolle des Königs von Spauien.
Paris, 5. Aug. (WTB.) Der „Matüe^ setzt seine Enthüllungen über die Unterrebirrtg mit dem spanischen König fort und gibt jetzt zu, daß der König die Unterrcbunfl mit dem französischen MUitärattachee in Madrid geführt habe. Der König von Spanien habe die Ansicht ausgesprochen, daß Rußland nicht zp stark werden dürfe. Aber Oesterreich dürst 'auch nicht zu sehr geschwächt werden. Dom ein Oesterreich, das 20 Millionen fermer Einwohner verlieren würde, würde sich dann Deutschland, als den Kern von Mitteleuropa anfchlirßcm. Ter „Matin" berichtet, daß er seine Enthüllungen über diese Unterredung fortsetzen werde, aus denen hrv- vorgehe, welches Mittel der König von Spanst« anwenden wolle. Um Oesterreich von DerUschlach zu trennen.
Neue Gewalturteile dxr Franzosen in Wiesbaden.
Wiesbaden, 5. Aug. (WTB.) Ein mw liebsames Nachspiel hatte eme am 22. Juli 'hstr abgehaltene Versammlung der Teutschnatstnuil«^ BolkSpattei, in der der Schriftsteller Semmel- Sembach, Berlin, der hier als VortragskÜnstls in einem Gartenvarietee auftritt, über das Thema: Haben wir noch eine Zukunft? ipoach. Ter Red« schweifte von dem txerabninmg§gemi^ Thema, das Fragen innerer Politik behandch sollte, aus die antzenpolitische Lage ab und lsttz sich zu Aeußernmgen hmrcißen, die eine Belädst gung Frankreichs und der Bcsatzungstruppen art* hielten und in denen das französische Militärpolizeigericht einen Versuch der Bo» hetzung der Bevölkerung erblickte. Der Leiter der Versammlung, StadtvewrLmeter Tr. Fresenius ncißbilliate in seiner Schlußrede dir Aeußerunge» des Hasses, ersuchte aber im übrigen, seine Worte zu beherzigen. Das Mllitärpvlizeigcricht verurteilte gestern sowohl Semmel-Se mbach als auch Dr. Fresenius zu 6 Monaten Gefängnis und 3 00 6 Mark Geldstrafe und ordnete di' libation des Urteils au.
A-nmetkung der Redaktion: Man sieht, iv. Franzosen setzen ihre anmaßende Gewaltpolitik auch in ihren richterlichen Urteilen im besetzten Temsch land fort!
Spartakistische Zerstörungru.
Stuttgart, 4. Aug. (WTB.) Dm Geschützautomobile neuester Bamri sollten gestern nachmittag in den Daimlev Werken verladen und der Reichswehr in Ulm zugeführt werden. Spartakistische Arbeiter luden die Geschützwagen wieder ab und zerstörten sie. Zwei Arbeiter zogen sich dabei erhebliche Verletzungen zu.
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Speisen, Salate etc. essen, wenn diese
mit
zubereitet werden.
weiche Essig nicht vertragen können, dürfen wieder nach Herzenslust saure, sowie pikante
Oetker1» KOcheesauer ist kein Kunstprodukt, sondern aus der Natur entstanden und daher vor allem gesund und bekömmlich sowie von einem feinen, jedermann zusagenden Aroma.
Magen-, Leber-, Nieren- und Lungenkranke haben bisher auf den Genuß saurer sowie durch Säure pikant gemachter Speisen, Salate usw, oft verzichten müssen, weil sie Essig nicht vertragen können bzw. Essig ihnen vom Arzt verboten ist Oetker’s KGehensauer ist aber Kranken sowie Gesunden ohne weiteres zuträglich.
Vielfach wird auch sogar beobachtet, daß durch Küchensauer der Appetit angeregt wird, was Im besonderen wiederum für Personen, die zur Kräftigung mehr und abwechslungsreicher essen sollen, von großem Werte ist
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