Freitag, 0. August 1920
Erstes Blatt
170. Jahrgang
Annahme
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Maiser
In der Frage der Arbeitszeit begründete Rose
320
Preisen verkauften.
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Die Lage im Osten.
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Streik in Vorpommern.
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moüftranteii in die hiesigen Konditoreien cindraugen und die Kuchen zu niedrigeren
längeren Debatte konnte man sich jedoch über dir Ausgestaltung des internationalen Sekretariats
Uus dem besetzten Gebiet.
Keine Vatcrlandslicder auf dem Rhein.
Mainz, 31. Juli. Im Hinblick aus mehrfach vorgekommene Zwischenfälle aus den Rheindampfern, wo deutsche nationale Lieder usw. gesungen wurden, die von Fahrgästen, die den Besetzungsmächten angehörten, übel vermerkt wurden, hat die interalliierte Rheinlandkommission in einem besonderen Schreiben an den deutschen Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete dataui aufmerksam gemacht, daß Kundgebungen auf den Rheindampfern, die geeignet sind, als gegen die alliierten Armeen oder gegen Ango- ijörioe der Befetzungsmächte (also auch gegen Zivilisten!) gerichtet aufgefaßt zu werden, um bedingt verboten sind und streng bestraft werden. e
Darmstadt, 5. Aug. (Wolff.) Die interalliierte Kommission hat beschlossen, den wegen ihres Protestes gegen den Kapp- Putsch aus Mainz ausgewieienen Lehrern die Rückkehr in das besetzte Gebiet zu gestatten unter der Bedingung, daß ihre Rückkehr nur als Privatpersonen erfolgt. Als Lehrer würden sie keine Verwendung mehr finden. _ ,
M ainz, 5. Aug. (WTB.) Heute nacht ist bei Marienborn, kurz vor Mainz, ein^ von Saarbrücken kommendes, mit fünf P ec- son en besetztes Automobil eine Bö- schung hinabgestürzt. Laut dem „Mainzer Anzeiger" ist dabei der Besitzer des Automobils, ein Herr Remoittet, und sem Chasseur namens Sander, beide aus Saarbrücken, getötet worden. Außerdem wurde cme Dame schwer und die beiden anderen leichter verletzt.
Der internationale 5ozia!isteirkoiigreh.
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poft^aouto: Zlatrhurt a. M. U686
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Swinemünde, 5. Aug. (Wolff.) Der Streik der Beamten und der Arbeiterschaft der Ueberlandzentrale Stralsund und der Betriebswerke Swinemünde dauert nach wie vor in vollem Umfange an, so daß ganz Vorpommern ohne Licht und Kraft ist. Der Aufsichtsrat der Ueberlandzentrale lehnte in den bisherigen Verhandlungen die Gehalts- und Lohnerhöhungen ab, die an- 1 aesichts des günstigen Abschlusses bei der Ge-
Lloyd George über da» Borrücken der Russen.
Amsterdam, 5. Aug. (WTB.) Reuter. Im - Unterhause erklärte Llertzd George: Das - Vorrücken der Svwjetstreitkräfte und die Verzöge trung in der Beantwirtung des englischen Delo- . grammS p<oin 29. Juli habe einen Ve rdacht be- ; Küglich der Aufrichtigkeit der Sow', c t- ; regierung in der poln.scheu Frage aufkom-, ei lassen. Wenn sich dieser Verpacht im glückliche toeiv!1 bestätigen sollte, werde ec (Lloyd George) am M cn- tag eine Erklärung über die militärischen und in Ultimen Maßnahmen abgcben, die möglicherweise not- weMg werden würden.
Ein angeblicher Geyeimvcrtrag mit Rußland.
Paris, 5. Aug. (Wolff.) Die Agentur Havas verbreitet eine Mitteilung der Londoner „Times", wonach D eu tsch l a nd mit Sowjetrußland vor der Offensive gegen Polen einen Geheimvertrag abgeschlossen habe, der folgende Bestimmungen enthält: 1. Es wird Rußland erlaubt, ohne jegliche Intervention von deutscher Seite sich aller Wafteu- Munitionsvorräte und rollenden Materials Polens zu bemächtigen. 2. Nach der Eroberung Polens kann Rußland eine gewiße Zahl roter Kommissare nach Polen entsenden zur Kontrolle der Ausfuhr polnischer Vorräte jeder Art, 3. Rußland wird sodann Polen vollständig räumen zugunsten Deutschlands. Die Deutschen werden darauf Polen besetzen als Garantie für die späteren Kredite an Rußland und für den Austausch deutscher Fabrikate.
Paris, 5. Aug. (WTB.) Nach dem „Petit Parisien" bringen die „Times" am 5. August den Text einer angeblich durch Geheimrat von Maltzahn im Auftrage der deutschen Regierung, und Herrn Kopp im Auftrage der Sowjetregierung vereinbarten V e r- tragsentwurf über wirtschaftliche und politische Abmachungen zwischen Deutschland und Rußland in Verbindung mit der militärischen Lage im Osten. In gleicher Weise wird von Havas verbreitet, daß bereits vor der pol Nischen Offensive ein Geheimvertrag zwischen Deutschland und Sowjetrußland be- tand. Diese beiden Meldungen entbehren jeber Grundlage und sind frei erfunden. Zwischen Deutschland und Rußland bestehen keinerlei derartige Abmachungen.
Revolution in Ostgalizien?
Paris, 5. Aug. (WTB.) Ter „Ten^s" meldet unter Vorbehalt, daß nach einem rusmchen FAnkspruch sich in Oftaalizien ein revolutionäres Komitee gebildet habe.
Das Gesetz über den Lohnabzug.
Mit dem 1. August tritt das neue Gesetz über tat Lo hnabru g in Kraft. Auch die vorläufigen Aus, ührungsbe ft immungen M diesem Gesetze sind erlassen norden.
Nach den neuen Beftinmmngen gilt nun folgendes : \ \ -rr.
1. Zum Barlohn ist hinzururechnen der Wert der Natnralb^üge, z. B. Kost und Wohnung. ^ie höhe dieses Wertes ivird durch die einzelnen Lan- beöfirrair^bmter festgestellt und seinerzeit bekannt- gegeben toeiten. Bis zu dieser Regelung sind bte RLturalbwüge einzustetzen mit dem Werte, der fwh aus den Lohrttarifvereinbarungen ergibt. Wo solche ßcreinbcnmgen nicht bestehen, sind die vom Versicherungsamte festgesetzten örtlichen Preise matz gchend. 3etod> ist bis zu der Festsetzung durch daS Landesfirr-anzamt als Wert von stättural- und Sachbezügen fern höherer Betral als 5 Mark für den Tag, 30 Mark für die Woche und 1125 Mark für den Monat crntzurvckmen. _
Als Arbeitslohn gelten Löhne, Gehälter, Besoldungen, Taittiemen, Gvatifttationen oder sonstige für Arbei sleistungen gewährte Bezüge, sonne Wartem'loer, Rutt.-gchLtter, Witwen- und Waisen- Vensionen und ander? Be-.üge oder geÜNverte Vorteile für frühere Dienstleistung oder Berufstätigkeit.
2 Tie Beiträge für Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, Angestellten-, Invaliden- und Ettverbs- losenmiterstützungssassLn, sowie für Witwen-, Waisen- und Penfionskclfien und Beiträge zu öffentlichen Berufs- und Wirtschaftsvertretungen können vom Arbeitslohn abgesetzt werden, soweit sie vom Arbeitgeber entrichtet und zu Lasten des Arbeitnehmers verrechnet werden. _
3 Bei Arbeitnehmern, die das 14. Lebens- iahr noch nicht vollendet haben, findet ein Abzug vom Arbeitslohn nicht statt.
4 Der Steuerabzug ioird nicht mehr vom vn- geflhgtai Tage-, Wochen- oder Vdonatslohn vorge- nommen. Es bleiben virkmehr gewisse Teile des L-chnes vom Steuerabzüge frei. Diese Teile sind so berechnet, teß die sozialen Ermäßigungen des Einkommensteuergesetzes bereits beim Steuerabzug
Genf, 5. Aug (WTB.) In der Nachmittags sitzung S o zia l i sten ko n g re s se s tour:c zuerst Xe Db.'ltungnähme der Iniernationale zum Inteift-'.tionalen Arbeitsamt in Genf er- örtert. Die tem d r Kommission unterbrci etc Ent- X:.-es;ung '.vurte gegen vier englische Stimme'.', an- u...nmen. Tic Entschließung erklärt, daß der Nfon» ares; mit Geiiugru.'Uig Kenntnis nimmt von cer Grüilimng des Internationalen -Arnes und nut Freuden Xe Ergebnisse dec Konferenzen m Wa- slington und Genua verzeichnet, die emeit teteu- tenten Schritt auf d.m Wege der internationalen Sozialreform darstellen. Ter Kongreß fordert die Arbeiterorganisationen der ganzen Welt auf, das Internationale Arbeitsamt zu unterstützen.
Darauf legann Xe Aussprach? über das po- l i t i s che S y st e m de r S ? z i a l bemo r rat i e. Namens cer Kommission unterbreitete SidncyW^bv (England) dem Kongreß einen Beschluß der u. a. erklärt, teß das Versagen des strvitalisti-chen Systems Xe Ueternckhme der politischen Macht durch Xe Arbeiterklasse zu einer geschicbiiickoii Notw-n- Xg-feit mache. — In einer Abendsitzung, die bis 12 'lltrr nachts d inerte, nrhm der Kongretz Xe Mitschließung, betreffend tes politische Lys em der ziak-emokvalie nach einer umfangreichen Aussprache, (in der sich alle D'lefterten beteiligttn, an. Der Kongreß bekennt sich danach, zur Demokratie als dem einzig richtige Weg zur Erreichung Sozialismus und lehnt das b o l 1 ^ero Sy stem ab. 3um Schluß teilte^der ^0^1X111 mit, daß der nächste .Kongreß im ^ahre 1322 m Brüssel ftattsinden wird.
Der internationale vergarbeitertongreh.
Genf, 5. Aug. (Wolff.) Ter internationale Bergarbeiterkongreß setzte heute vormittag seine Beratungen fort mit der Behänd lang des belgischen Statutenentwur'es. Nach dem Entwurf setzt sich der „Internationale Bergarbeiterbund", wie er genannt werden soll, zum Ziele, die gewerkschaftlichen Rechte der Bergarb iter zu verteidigen und die Maßnahmen zu veranlaßen, die geeignet sind für den wirksamen schütz der Mitglieder des Bundes. Der Bund hat msteion- dere zum Zweck, die wirtschaftlichen und fonalen Interessen der Bergarbeiter zu verbessern und die Beseitigung des Kapitalismus durch die ^ozialnie- rung ber Bergwerke zu erstteben. Falls em internationaler Kongreß zur Durchsetzung ferner Forde rungen einen Generalstreik anordnen sollte, so ist dieser nur dann durchzuführen, wenn sich eine Zwei drittelmehrheit dafür ausspricht. Alle nationalen Sektionen haben sich einem solchen Beschlüße dann zu fügen. Alliährlich soll ein internationaler Kongreß einberufen werden, doch kann das internatio- nale Komitee in außerordentlichen Fällen einen außerordentlich«! Kongreß einberusen. — In der
für d t Tagesnummer bis zum Wad}ingiag vorher ohne jede Peibindlichbcit. Preis für l mm Höhe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlid) 35 Pf., au» cm 15 45 Pf.! für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20" f Aufschlag Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Derantwortlich für Politik: Aug. Goetz! für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen.
nur 37 bis 38 Jahre. 38 Prozent brächten es zwar zu einem höheren Lebensalter, aber es lmndle sich hier meistens um Bergleute, die nicht ständig unter Tage arbeiteten. Tie Lungenschwindsucht hätte nahezu um 300 Prozent zugenommen. Bei einer Sechsstundenschicht müßten übrigens drei Schichten zur Förderung und eine Zechsswnten- schicht für Reparaturarbeiten gefahren werden, waS gegenüber den jetzigen drei siebenfinnben* schichten ein Plus von vier Stunden bedeute, mithin also, eine Steigerung der Produktion.
Genf, 5. Aug. (WB.) Rose Deutschland) betont, daß die Forderung des Seck'sstundentages in feinem Zusammentenge mit den Verhandlungen in Span stehe, sondern unmittelbar nach dem Ausbruch der Revolution in Deutschland erhoben worden sei. Es hantele sich um keine deutsche Jn- triguc. Die Deutschen verlangten auch nicht fo- forttge Einführung des Sechsftundent.rg s, Ion- terit erst müßten die tea;nischen Vorbei eitunaen getroffen werden. Aber die Forderung müsse schon jetzt erhoben werden, damit sie einmal venoier lickst 1 verteil könnte. Die d.-ulschen Bergarbeiter erwarteten, daß ihre ausländischiM Kollegen dein teutfd'cu Beispiele bald folgen werten uno daß sie, wenn die Entente in das Rul)«rreviei einmarschiere, und wenn infolge militäriidjer Maßnahmen die deutschen Bergarbeiter ulm die Errungenschaften ter Revolution gebracht werten sollten, sich mit den deutschen Bergarbeitern solidarisch erklären. Wenn sich einmal die Verhältnisse ter deutschen Bergarbeiter inwlge des Druckes der Entente noch verschlimmern sollten, so wäre dies eine unausbleibliche Folge, daß die deutschen Bergarbeiter in Messen aus- wantem müßten, wodurch den ausländischen Bergarbeitern eine bedeutende Konkurrenz entstehen
würde. m
Ter luxembrrrgische Delegierte B n k 0 w a c unterstützte die teutlchen Vorschläge. Tie Kohleii- not müsse wesentlich gemildert werden, ater auch die von dein MüüartsmuS unnütz zurückgehaltenen' Arbeiter niüßten für die Bergbauindusttie Verwendung finden.
Auch in'der NachmittagStttzung wird die Ans- ipradye über dm Sechsstundentag fortgesetzt. Es sprachen verschiedene Delegierte, die im _ allgemeinen die deutsche Forderung auf Einführung ter Sechsstuntenschicht als annehmbar bezeichneten.
W iß mann (Teuckchland) betonte nochmals, daß die teutschm Bergarbeiter nur unter tein Zwange ter Berhältniise uno unter dem Drucke, ter Alliierten Heberschichten fahren mußten, denn 2 Millionen Tonnen müßten monatlich an die Alliierten abgeliesert werden. Dadurch tourte wahrscheinlich ein großer Teil ter deutschen Jn- buftrie lahm gelegt werten imb Tau lende von teutschen Arbeitern würden brotlos werden, »lert hoffe ter deutsche Arbeiter auf die Unterstützung ter Internationale. .
Es fand schließlich eine Resolution Annahme, in ter es heißt: Angesichts des gesundheitsge^ fährlichen Charatters erklärt sich ter Kongreß grundsätzlich für den Sechssttmtentag der unter Tag arbeitenden Bergleute. Ter Rückgang in ter Produktion ter ganzen Welt könne durch eine verlängerte Schichtzeit, nicht gehoben werten. Ter Kongreß erklärt sich auch bereit, dem. Versuch auf Verlängerung ter Arbeitszeit mit internationalen Mitteln Widerstand zu leisten.
Nächste Sitzung morgen vyrmittag.
hessische Vorkammer
rm. Darmstadt, 5. Aug. 1920.
Präsident Adelung eröffnet dtt Sitzung um 9 40 Uhr Zunächst wird die Absttnrnrmig über tee Abänderung des Bollsschulgesctz.'s rorgenominen und der Ausschußantrag angenommen, ^er Aw- trag, wonach
verheiratete Lehrerinnen
im Schuldienst bleiben können, wird abgetetzmt.,
Tann wird die Regierungsvorlag' l tr. Matz- nähmen gegen die ^lrbeitslosigkeit, wonach 20 Millionen Mart zur Ausführung notwendiger Arbeiten bereitgesveltt weiten so'.len mit dem Zusatzantrag des 9£bg. Eiß'wtt. bn die Aus- iüchrung ter Dammarbeiten bet Offenback)—Mühlheim foltert, genehmigt.
Drei Regierungsoorlas^n, tetr. Nieternhla- (Tung von Ärasoerfähren, finden olync xebatte Einnahme. ,
Der Antrag Siegt, betr. Crnrerhung ter CJte lvfener Staatsbeamten in die Senns nasse C wird für erledigt erklärt. — Der dring iche ÄnttXV Schorn, Soherr und Gen., bett. Revinon der Otts- Nasieneinteilung, nn.ro bis zur Entsch.'idung ter Frage durch das Reich der Regierung als Material überwiesen. _, <__
Tie Anfrage des Abg. Schreiber, Berwenountz Hess Staatsbeamten im Reübw-n' r, tritt, für erledigt erklärt. Tie Regierungsvorlag. bett . ttr- f.retfung ter Gültigkeit ter Aussthrum'srttttm- ncungen «im Reichswer.gcuchengeietz utd ter betr. Entschädigung für die an Maul- und K.auen^ ieuche gefallene Tier usw. wird angenommen Tie Vorckellung des Verbandes der An gellten in ?en staatlichen >nankeEstaltm und Kltmk n wird der Regierung als Mattnal uterrotae i. VvrsteNung der Bettiebsausschu-ft der »eil- uüi>j
entricksten sind.
Oder ein «ndenS. Beispiel: Ein unverheirateter Steuerpstickstiger tezieht <inen Wochenbohn nach Abzug der Versicherun^teituäge in £»öte von 260 Mark In diesem Satte sind 30 Mark abzusetzen, i"o daß nur von 230 Mark der lOvrozcntige Abzug gemocht zu werten braucht. Wird ter M>zuq in diesem Jahre für 40 Woclieit (vorn! 2o. ^uni 1920 ab) gemacht, so werten dem Arbcitnehmer insgesamt 020 Mcark etubehalten. Bei einem steuerpflichtigen Eintiornmen von rund 11503 Mark hat er aber für 1923 demnächst 1755 Mark Einkommensteuer zu zahlen.
Paris, 5. August. (WTB.) Sowohl der JtemH" als auch das „Journal des 4:6bat" glauben heute versichern zu können, daß die Lage in Polen auf Grund der letzten 3cack>- richten als ftatioitär angesehen roerten kann. 00 habe es sich nicht bewahrheitet, daß die Polen die Buglinie schon au fg eg eben hätten. Nach dem „Temps" sollen die Bollche- wisten, die den Bug nördlich Brest-Litowsk überschritten haben, keine Fortschritte in der Rickstung. —- ^mf Warschau gemacht haben. Nach dem „Jvurncht gesrchts des günstigen Abschlnstes
Roch ein deutsch-franzöfifcher Notenwechsel über die Flaggensrage.
Berlin, 5. Aug. (WB.) Die Flaggenfrage ist, wie wir hören, Gegenltand eines Notenwechsels zwischen der sran-Ackchen Botschaft und der deutschen Regierung. Letztere hosft, Wittel und Wege zu finden, die aus der Flaggen- angelegenheit entstandene Spannung im Sinne der Bölkerbundsakte zu erledigen.
Eine neue Drahtverbindung zwischen Deutschland und Italien.
Berlin, 5. Aug. (WTB.) Das „Berl. Tageblatt" veröffentlicht eine Unterredung mit dem italienischen Botschafter in Berlin, d e M a r- tino, worin dieser bestätigt, datz die Mangel ter postalischen Verbindungen ter Hauptgrund für die falsche Uitterrichttnig des Ausland.'^ luer den Stand bei Dinge in Italien leien. Zur Zeit schwebten Verhandlungen, um eine neue direkte Drahtverbindung zwischen Deutschland und Italien auf dem geographisch kürzesten Wege, nämlich über Innsbruck, herzustellen.
berücksichtigt ioerten.
Born lOvvrzentigen Lohnabzug bleiten fr?i: bei Tagesb-'imtev^chiMg 5 Viari für den Tag, Hmrie je l.üO Mk. sü^ie Eheftau des Arteitneh- merS und für jedes zur Haushaltung tes Arbeit- mchmers»Fhlente minderjährige Kind; bei Wochen^ Miu 30 ^(arf für die W«lx sowie für bte .Frau und jeteS mViderMrige KmÄ je 10 Mark; bei W^natslohn 125 Mark für den 4Rvnat urd> je 40 Mark für die Ghefvan und jedes'minderstährige Kind.
Ueberfteigt unter Berücksichtigung dieser Er- müß^iungen ter Lohn, auf das Jahr umgerechnrt, dieSumme von 15 000 Mark, so werden >15 (Prozent erboten; geht Lohn oder Gettolt über 30000 Mark, so Ü»mmen 20 Pw-ent Gehaltsabzug m Frage, bei mehr als 50000 Mart 25 Pvoz nt lusio., bi9 bei Beträgen von jährlich über 1 Million 55 Prozent des Gckhalts oder der Tantteme abgezogen werten.
Ter 9Irbeitgeter 'hat bei jeter Lohnzahlung sestruftetten, ob ter Arbeitsbohn unter den vorgenannten Bedingungen die bezeichneten Grenzen überWcitet. Bei ter Umrechnung des Arbeitslohnes auf ein Jahr ist das Jahr mit 1300 »Arbeitstagen, 50 Wochen oder 12 Monaten zugrunde fru legen, sofern nicht nach ter Art ter ArteitstätigkM eine Kürzere Beschäftigungsdauer für das Jahr an- zunekmen ist iz. B. bei Saisonarbeitern).
Wenn also beispielsweise ein verheirateter Arbeitnehmer mit 4 Kindern nach Abzug ter obengenannten Bei trag: zur sozialen Verlicherung 756 Mark MonatÄickhil bezieht, so terechnct sich ter Steuerabzug folgendermaßen: Es sind zunächst 125 Mark abzusetzen und weiter 5 mal 40 — 200 Mark für die Eheftau und 4 Kinder, so daß insgesamt 325 Mark dem Steuerabzug nicht unterliegen. Es bleibt dann noch für den Steuerabzug eine Summe rw 431 Mark, von denen 10 Proz. einzubehalten sind. Tas würde 43,10 Mk. ausmachen. Jecvck) ist in den Ausftrhrungstesttmm- inungen vorgeschrieben, daß ter Beitrag auf volle Marl nach mit en abzununten ist. Für das Steuer- jahr 1920 ivett-en ihm somit, da ter Abzug erst seit dem 25. Juni 1920 in Kraft,ist, ttnd er daher in diesem Jckhre bei Monatslöhnen nur für zehn Monate erfolgt. 433 Mark eintehatten. Das steuerpflichtige Einkommen für 1920 berechnet sich dagegen aur mintestens 4200 Mark, wovon für 1920 488 Mark an Einkommensteuer demnächst zu
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des Töbat" sotten die Polen im Norden bei Lomsha und in Galizien jetzt eine Gegenosfensirc eingeleitet haben. Auch sei es falsch, daß die Bol schewisten bereits Osttolenka eingenommen hätten. Das „Journal des D4bat" meldet weiter, daß gegenwärtig zwischen den Attiierten Verhandlung gen über die Dtahnahmen ftnrtfiuten, die zur Hilfe für Polen ergriffen werden sollten.
Warschau, 5. Aug. (WTB.) Die polnische Regierung hat die Führer der englischen und französischen Mission gebeten, persönlich nach Paris und London zurück zukehren, um ihren Regierungen münd!ick) Bericht über die Lage in Polen zu erstatten. Auch sind die Führer ter beiden Missionen ersucht morten, ihren Regierungen Vorschläge über die Mittel zu unterbreiten, die geeignet toärm, die Hilfeleistungen für Polen vorteilhaft zu gestalten.
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be.L Die -ä^ungen können Acht mm f morgeu vormittag vertagt wurde.
erscheinen. Die Arbeiter der ^oanerwerle ^wr <^n ^>cr ^.rüge ber Arbeitszeit tegrüntete Rose nemünbe streiken nicht. Der Betrieb wird Deutschland) die NotiEdigkeit ter Einfühnuig durch Dampfanlagen aufrcchterhalten, so daß I her Sechsstuntenschicht in Teutsckstand, wo sckwn Swinemünde ivieder Wasser hat. Dagegen sind ,etzt die Siebenstundenschicht burchgefübrt fei. die 9iachbarorte, wie Heringsdorf usw., ohne Durck) die langen Krßgojahrr sei ter (teiunbbeitte- Wasser. Im attgemeinen ist die Lage ruhig, »ustaud der Bergarbeilci besonders stark .r n?münde fanden aeltern Lebens^- heruntergekommen. Aach -lial)rigir Tätigkeit trete
iS Verlaus die Dc- bereits JntmlLitLt ein. Das Durchschnittsalter der "Unruhen statt, m deren BeNau, die T f-täni>ig nnter Tage arteitenten Bergleute betrage
GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
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