ÜWUIMM
Ein selten gutes Mittel daneben. Tube M. 9.50, Haut- Creme Dole M. 9.50, Wangenrot Tube M.5.—, Augenscuer GlasM.10.-, Auaen- brauensalt Flasche M.M 50, 'DHttel gegen Mitesser M. 8.50, Mittel neu- Warzen M. 10, Haarpflege» Enrakt 1U. 12.—, all. wirklich vorzüglich,- lOOOsach bewahrt.
Broschüre „Die mod. Sckönbeitsvflege umsonst.
Mal Moller Abteilung M5 HüiWtg 2, Böflfaffl.
heran. aPar- e Zahl abae- n ober . Kein
Fortsetzung 51.
^Nachdruck verboten.)
Putney natürlich.
sagte ich und schob ihr die i, das ist für S«. Gehen Sie
jetzt wieder nach Punrey zurück?
der alten van der
Bester! Dank, | kleine Goldsäule hin,
Dame? Straße
Das genügt, sagte ich, in Sie schaute erstaunt auf. Jawohl, stimmt, Putney. Und wo liegt das Zimmer Im zweiten Stock, rechts aus gesehen.
Erst als sie dies gesehen, begann sie zu schreiben. Ich n<rnh auf und blickte ihr über die Sckmlter, während sie mühsam ihre Buchstaben auf das Papier malte. Ich sah, wie allmählich das Wort Montpelier sich entwickelte, und Dolly Tree Lane sich zu bilden begann. Dann (jtelf ich foe an.
geben? fragte sie und richtete ihre Augen schirt aus die meinigen.
Ich zuckte mit den Achseln, als ich den Umschlag aufbrach. Was zum Denker Kumte denn die Frau meinen, indem sie mir zehn Pfund für einen Brief abverbcrngte? Daudeitc es sich um einen Erprefsmigs .er uch? Ich fa tete dm Dr ei auseinander und sah n-ach drr Unterschrift. Es war eine Mitteilung von der alten Gräfin.
Tie Ueberbringerin grinste, als fv dm Ausdruck der Verwunderung auf meinem Gesicht entdeckte.
Sind Sie befricdigt? fragte sie.
Ich nickte kräftig zur Asickvort und wies ihr einen Stuhl an. Ter Brief nxir in i.asienisch-r Spoackie abgefasit und wies Ueine Advesse auf. Es fiel mir nicht leicht, ihn zu lesen, dr er mit einem stumpfen Bleistift auf ein Stück Packparier geschrieben war. Ich komi.e ii des las Falzende en'.zisirn, ed.r eher aus einzelnen Stücken zusammen setzen :
Lieber Doktor Perigord!
Ich bin jetzt doch meinem Feinde — Vit- toria — in die Hände gesalen, dem Manne, der Ihren Vater gcti’tct hat. Mau^hat mich weggrschlrppt. Ich bin fehr schloach und krank, und cs sfehll mir cm den nötigsten Kleidern. Ich möchte noch nicht sterben. Ich werd! ihm niemals nachgeben. Ich liab's Ihnen ia erzählt, und Sie sind im Besitze der Papiere, Gott sei Dank! summen Sie, mich zu netten,
Die Gräfin.
Roman von G. W. Appleton.
wenn es Ihnen möglich ist. Ich weiß nicht, wo ick) gefangen gehal en werde. Tas Weib, das für mich sorgt und einwilligte, Ihnen die.en Brief zu überbringen, weiß es, nur verlangt sie zehn Pfund in Gold. Geben Sie ihr das, ich habe kein Gcld. Kommen Sie rasch zu mir, bosie es, was es walle! Sie werden es nicht bereuen.
Elena di Frrmgipcmi.
An der Echtheit dieses Brieses war kein Zweifel und Misttrauen möglich. Ich hatte augenblicklich die Handsckwift erkannt. Zu allererst war mein Derz von Mitleid für die arme, verlassene alte Dame in ihrer elendm Höhle, dann aber von Unwil e t ge,7en den gott o'e i Urheler ter ganzen Geschichte erfüllt. D's Blut stieg mir zu Kopf. Ich schlug mit der Faust darmernd auf den Tisch, und es entfuhr mir ein Ausdruck, der nicht Italienisch war, und den ich brr nicht wiederholen möchte. D.nn siel mein Blick wieder auf die Frau, die den Brief überbracht hatte.
Nun, sagte ich. Sie ivollen mir gegen zelm Sovereigns ixm Aufenthaltsort dieser Dame mit- teilen?
Jawohl, Signore, sagte sie und verbeugte sich wieder.
Ich legte ihr Tinte, Jeder und Papier vor, öffnete meinen Schrank, en Mahrn ihm z hn von d.n Sovereigns, die noch vom Geld der alten Dame übriggebl»eben waren und legte sie in Gestalt einer kleinen Säule neben mich auf ten Tisch.
*
Punkt neun Uhr traf ich Tick Molyneux im „Weißen Löwen". Ich hatte mir in der Stadt eine Blendlaterne und einige andere, vielleicht nütz- lick>e Ans^üstungsgegenstärde verschafft: und als Dick überzeugt davon war, die Geschickte von Grund aus zu verstellen, sagte ich:
Komm seht! Wir wollen die alte Dame in weniger als einer halben Stunde ausgraben. Sonst wären wir ein paar Dummköpfe, und das, glaube ich, sind wir denn doch nicht!
(Fortsetzung folgte
Sie liest all ihre schlechten Zähne seben, sagte etwas auf Jtal'e.isch, dis unserem „Bewahre" entspricht, strich die Goldstücke ein und ging ihres Weges.
Ich begab mich in mein Studierzimmer, fetzte mich an bc-i Schreibtisch und füllte ein Telegrammformular aus. Es war au Tick Molyileux gerichtet und lautete einfach:
„Weister Löwe, neun Uhr, bewußte Angelegenheit/'
Ich legte eben einen halben Schilling dazu, als ich die Klingel läuten hörte.
Einen Augenblick später führte das Zimmermädchen eine Frau in mittleren Jahren von lehr unfeinem AussÄfen herein. Sie ixemerte bei ihrem Eintritt unierwürsig
Trage:) Sie dieses Telegramm fofort auf die Post Marie! sagte ich. Es ist von großer Wick-- tigteit — Und als das ersta.mte Zimmermädchen dle Türe hinter sich geschlossen, wandte ich mich an die Frau.
Und mm Frau, waS Sann ich für Sie tun? fragte ich. Bitte, feten Sie sich!
Paria Italiano, signore? lautete ihre unerwartete Antwort.
Si, Bi, signora, parlo Italiano, antwortete ich läck.elnd m ihrer Sprache. Was gibt es beitn ?
Sofort zog sie einen Brief aus ihrem Busen und händigte ihn mir ein. ■
Sie werden mir zehn Pfund in Gold dafür.
m. 130 Drittes Blatt skehener Anzeiger (Sensal-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 5. Juni 1920
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Aus Stadt rind Land.
G t e st e n, idi 5. Juni 1920.
Von welchem Betrag wird die Einkommensteuer gezahlt?
Das feuerfreie Existizminimum beträgt 1500 Mark. Für jeden selbständig zu veranlagenden Steuerpflichtigen ist das steuerbare Einkommen um diesen Betrag zu kürzen. Ein unverheirateter Steuerpflichtiger zum Beispiel, dessen steuerbares Einkommen 10 000 Mk. beträgt, entrichtet die Steuer von 8500 Mk. Einkommen. Das Familien- prioileg gewährt für die Ehefrau und jedes zur Daushaltung des selbständig zu veranlagenden Steuerpsliclstmen zählende minderjährige Kind einen Steuerfreien Betrag von je 500 Mk. Für eine fünfköpfige Familie (Eltern und drei minderjährige Kinder) werden somit auf Grund des Familienprivilegs 4 mal 500 Mk. gleich 2000 Mark in Abzug gebrackst. Beträgt z. B. in solchem Falle das steuerbare Einkommen 12 000 Mk., so stellt sich das steuerpflichtige Einkommen, nach Abzug von 1500 Mk. plus 2000 Mk., auf 8500 Mark. Es ist dabei vorausgesetzt, daß keines der minderjährigen Kinder Arbeitseinkommen hat. Hat ein minderjähriges Kind Arbeitseinkommen, so ist es auf Grund dieses Einkommens selbständig au veranlagen. Der Abzug der 500 Mk. findet dann bei dem Kinde statt. Hat daS Kind weniger als 500 Mk. Einkommen aus Arbeit, so darf der Vater den an 500 Mk. fehlenden Betrag bei der Versteuerung seines eigenen Einkommens für das Kind in Abzug bringen. Hat das Kind 500 Mk. ober mehr Einkommen aus Arbeit, und zwar gleichviel, ob daneben auch Kapitaleinkommen u. dgl. vorliegt ober nicht, so ist der Haushalttmgs- vorstand zu keinem Abzug von seinem steuerbaren Einkommen berechtigt.
Ein über diese Vergünstigungen noch hinaus- gehendes Familienprivilefl ist in den Fällen gewährt, in denen das Einkommen des Danshal- tunasvorständes 10 000 Mk. oder weniger beträgt. Trifft diese Voraussetzung zu, so erhöht sich der steuerfreie Einkommensteuerbetrag von 500 Mk. für die zwecke und jede toritere Person, in* das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, auf 700 Mk. Beträgt z. B. in einer fünfköpsigen Familie (Eltern und 3 Kinder unter 16 Jahren) das zusammengerechnete steuerbare Einkommen des Daushaltungstwrstandes 9000 Mk., so sind von diesem Betrage abzusetzen: für den Steuerpflichtigen selbst 1500 Mk., für die Ehefrau 500 Mk., für die drei noch nicht 16 Jahre alten Kinder zusammen 2100 Mk., insgesamt 4100 Mk., so daß das steuerpflichtige Einkommen 4900 Mk. beträgt.
** Oberyessis cher Kunstverein. Morgen Sonntag ist die Ausstellung noch van 11—1 ITQ: geöffnet, und zwar als Volks tag, wo der Eintritt nur 20 Pf. bewögt. Da die Kunstwerke des Ausstesierverbandes Münchener Künstler erst am nächsten Mittwoch zur Versendung gelangen, Sonnte es noch ermöglicht werden, die Ausstellung morgen Sonntag offen zu lassen.
** Tie Tageslänge im Juni. Der Monat Juni ist ine Zeit der höchsten Lichtfülle. Infolge des hohen Sonnenstandes erreicht die Tages ange am 21. Juni ihren Höhepunkt mit 16 Stunden 28 Minuten, also Wer 8/3 des Tages. Air 'haben an diesem Tage Sommersvnnenstill- stand und Sommeranfang.
** Die Henernte hat vegonnen. In diesem Jähre, gut 14 Tage früher als sonst. llebercH in den Nachbcrvgemeinden hat man schon einige Fuhren Heu glücklich unter Dach und Fach gebracht. Tie Landwirte loben die vorzügliche Güte des Heues. Man rechnet überall mit enter guten Mittelernte.
** Eine reiche Heidelbeerernte steht in diesem Jahre in sicherer Aussicht. Vom Odenwald, aus dem Spessart und namentlich auch vom Hunsrück wird ein sehr reicher Behang der Heidelbeersträucher und eine vorzügliche Entwicklung der Beeren gemeldet. In etwa 14 Tagen dürfte die Heidelbeerernte schon allgemein einsetzen.
** Stillstano, aber keine Senkung der Preise. Ein Frankfurter Blatt bringt unter dieser Ueberschrift einen Artikel, dem wir folgendes entnehmen: Nichts ist verkehrter als der Glaube, daß die momentane Besserung unserer Valuta, die übrigens eine sehr scÄvanfende Kurve zeigt, nunmehr plötzlichem Fallen aller Preise nach sich ziehen würde. Fertigsavrikate dürfen z. B. aus dem Ausland fast nicht mehr ein- «geführt werden: die Einfuhr wird sich nur noch auf Rohstoffe beschränken. Diese machen nun in Deutschland den Verarbeitungsprozeß durch, kom- -men in zirka sechs bis acht Hände, so daß bis zur Fertigstellung einer Ware sechs- bis achtmal Die Umsatzsteuer von IV2 Prozent darauf entrichtet worden ist. Dazu kommen die hohen Bahnfrachten, die hohen Versicherungsprämien geg/n Beraubun- gen der Sendungen die gegriüvärf gen Löhne und Gehälter, die sonstigen erbbhten B.ckrieb5spesen, aufiervem noch der Umstand, daß trotz her G.schästs-
stille der Detaillist beim FabriLcmten nicht billiger I laufen kann, so daß also von einer erheblichen P reissen kun g nicht die Rede sein kann. Dies bezieht sich besonders aus die Belleioutigsbrauck^e. Wenn auch hier und da einzelne Fabrikanten ihre Lager, um sich Luft zu machxm, räumen, so ist eine solche Räumung auf die allgemeine Preislage ohne Wirkung. Die all- igcmchte Zurückhaltung des Pubsikums hat wenigstens das Gute gezeitigt, daß alle unlauteren Elemente aus dem Handel herausgeflogm sind. Die Schieber und Scksteichhandler konnten den Rück- Wag nicht aus halten: sie sind in den meisten Branchen verschwunden. Der legitime Handcl, alle Detaillisten, Grossisten und Fabrikanten haben das ehrliche Bestreben, die Wirtschaftsmaschinc-rie im Gange zu halten und bedürfen dazu der Mithilfe des Publikums. Es ist wirtschaftliche und soziale Pflicht eines jeden einzeln-n, seine Einläufe nach wie vor zu madym, soweit es in seinen mat.-ricHen Kräften steht, dies sollten sich namentlich die besser gestellten Kreise des Volkes gesagt sein lassen.
** Ausfuhr deutschen Mobiliars aus El satz-L 0 t'h r i n g en. Teutchen Bemühungen ist es gelungen, in der Handhabe des deutsch-französischen Abkommens vom 15. November 1919 flirr de Ausfuhr von in Elsatz- Lothringen befindlichen Mobi.siars deutschen Eig.n-- tums namhafte Erleichterungen zu e- zielen. Dt? v-on sianzöfi.cher Seite zugestandene Reuordmmg besieht hauptsächlich in der Bechfeu- nigung des Geschäftsgang s bei den in Fruge kommenden franzöfi'ch.n Behörden, sowie der Vereinfachung der Nachwrife, die vor der Aufhebung des Segrvesters über die Begleichung der Steiger und anderer bevorrechtigter Fo.de ungen von den Franzosen verlangt werden. Für Anträge um Aufhebung des Seguefters oder Erteilung her Ausfuhrerlaubnis ist nach wie vor di? deutsche Möbel- aussichrvommission in Kehl zuständig.
** Reichsbanknvten zu 50 Mark vom 2 0. Oktober 1918 haben ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel bereits seit 10. September 1919 verloren: sie werden nur noch bis zum 10. September ds. Is. von der Reichsbank eingelöst, für die mit diesem Zeitpunkt jede Einlösungspflicht endet. Tie Besitzer solcher Roten werden in ihrem eigenen Interesse erneut an deren rechtzeitige Ablieferung erinnert. Um Irrtümer zu vermeiden, nrirb darauf hingewiesen, daß es sich hierbei nur um die Reichsbank- note vom 20. Oktober 1918 mit der dun k. en quadratischen Umrandung auf der Borderfeite, nicht aber auch um die 50-Mcrrknvte vom 30. November 1918 handelt.
** Drucksachen. Schriftstücke, die mit Durckchruck, Paus- (Kopier)-Presse oder Schreibmaschine hergestellt sind, ferner Drucksachen mit Zeichen, die eine verabredete Sprache darstellen können, gelten nicht als solche Drucksachen, die gegen die ermäßigte Drucksachengebühr befördert werden können. Derartige Sendungen, die nur nach diesen Gebührensätzen freigemacht sind, müssen als unzulässig zurückgewiesen werden.
Starkenburg und Rheinhessen.
= Groß-Gerau, 3 Juni. Die Gnnetnde- körperschasien haben die beiden in Ame-ckE an* sästsigen Gwtz-Gevauer Anthes und Göbel hx» gen ihrer wckde.holten Spenden zu Gunsten dr On^.rmen zu Ehrenbürgcrn Grvß-Gevius ernannt.
Hessen-Nassau.
--- Frankfurt a M., 3. Juni. Eine interessante Entscheidung füllte 'träte der Schl i ch- tungsaussch u ß. TaS Dcddertrheimer Kiivfer- toerf hatte zwei Arbeitern, die früher in einem anderen Betriebe schon einmal Kupferdvätz gestohlen hatten, gekündigt. Ter Betriebsrat des Werkes ließ die Kündigung nicht M, weil die Leute sich sonst gut geführt hatten. Ter Schlich- tungsausschuß sprach die Kündigmrg ans, weil die betreffenden Arbeiter nicht wieder in Versuchung geführt wecken sollten, ordnete jedoch an, daß sie gegen zwei Arbeiter aus einem anderen Betriebe auszutauschen seien.
wanvern und Htikn, vüder.
Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen- kluls. (V. H. C.)
n. Büdingen, 1. Juni. Zum ersten Maf-? feit Kriegsausbruch fand in diesem Jahre wieder eine Hauptversamrnlung des Boyelsbecger Hölien- clubs in al gewohnter Weife wie m früheren Zetten statt. So ging der Tagung auch ein BArüßungs- abend voraus, bei dem das Vvlksfrück „Droben im hohen Vogelsberg" von Tel?g «vh7nfesre!ickr Peter Fuchs-Offenbach a. M., im Beisein des Verfassers zur Aufführung gelangte. Die Bertreter- versamm.'ung am Sonntag war von 32 Zweigvereinen des Landes beschickt, die insgesamt 3535 Mitglieder vertraten. In Bepl)rnderuira des ersten Vorsitzenden, Kreisdire^or Tr. Merck, Schotten, wurden die Ve ck-rndlUt^nt durch Tr. meb. B r uch- bäu f er. Ulrichstein, dem zweiten Vvrsitzenben des
V. D- C. eröffnet. Aus dem durch Lehrer Karl Linck, Rudingshain, gebotenen Jahresbericht ist zu entnehmen, daß die Mctglfederzalsi im abgc- Laufencn BereinIja^oe um mehr als 1000 Brachsen ist, so daß der F.ckedensfüand bald wicver erreicht sein dürfte. Entiprechend feiner Aufgabe als Wanderverein und Heimatbund sind nicht nur in allen Zweigvereinen die Wanderungen wieder eifrig ausgenommen worden, in den Monatsversammlungen wick auch tüd)tige Volksbildungsarbeit gdeiftet. Sckiülerherbergen konnten in Laubach und Lauterbach eingerichtet iverden, in U trüb fleht und auf dem Hohervds'llops sind solche in Aussicht genommen. Zur Herrichtung der Kiubtzäuser wurde von 18 Zweigvereinen ein sieiwilliger Beitrag von 3929,50 Mk. aufgebracht. Ter Klub wurde Mitglied des Bundes Teulsck^r Juyendl-erbergen, Zweigverein Main-La.',«n-Fulda. Die durch Karl Glock, Schotten, gefühtte Rechnung zeigte 10 303,77 Mk. in Eimmyrnc und 8329.13 Mk. in Ausgaben, so daß ein Uel^rschuß von 1974,64 Mk. festgestellt werven konnte. Ter Voranschlag >ourde mit 12 864,64 Mk. gutgetheißen. — Am 4. Juli soll das altgewohnte H v he ro ds ko pf fe st, am 19. September ein gemeinsamer Herbstansflug aller Zweigvereine iwttcrum- hierher nach Büdingen stattfinden. — Als Sitz der nächsten Hauptversammlung, mit der gleitettig eine Gedenkfeier des 40iäl-cigen Besfehens des V. H. C. verbunden sein soll, wurde Sck-otten bestimmt. — Ter an den Gesamtverein abzuführende Beitrag wurde auf 2,50 Mk. pro Mitglick e^bt, um allen Aufgaben des KlübS Tnöglichst gerecht werden zu können. — Anstelle des Kreisdirckuors Tr. Bterck, der sein Amt aus bienfelidjen Gründen niederlegen mußte, wurde Tr.' Brnchhäuser, Ulrichstein, zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ten geschäftsführenden Ausschuß bilden künftig die beiden Vorsitzenden, der Schisiftfüh er und der Rechner des Klubs. — Am Sonntag nachmittag trafen eine große Zahl Wanderer von allen Zweigvereinen hier ein, so daß sich im „Fürsbesthof" und „Stern" bald ein äußerst reges Leben und Treiben entwickelte.
Turnen, Spiel und Sport.
rn. Ter „La"hn-Dünsberg"-Turner-- bund hat seine 10. Bundes-Turnfahrt für Sonntag, den 13. Juni, in Kinzenbach festgesetzt. Der Bund zahlt 36 Vereine, mehr als 403 Turner haben sich für das Wetturnen angemeldet.
— Fußball. Wie bereits an gezeigt, empfängt der Verein für Bewegungsspiele Gießen auf feinem Sportplatz Trieb morgen die L i g a - ma.nnschaft der F A. Germania 18 9 4 Frankfurt des Turnvereins 1860 zu einem Freundschaftsspiel. Germania repräsentiert erste süddeutsckze Klasse und nrirb mit seiner vollständigen Ligamannschaft hier an treten Das Spiel beginnt Ium 4 Uhr. Bon 1/28 Uhr an konzertiert die hiesige Reichswehrkapelle auf dem Platze: außerdem finden morgens um 87^ unb 10 Uhr, fowie nachmittags um 1 und 51/2 Uhr Wettspiele von Jugend- wannschaften des V. f. B. gegen Weilburg und Bad-Nauheim statt. (Siehe Anzeige.)
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 75 vom 4. Juni e.ttlstitt: ReichsP.gswrhl: Wahlscheine. — Außrrkrastetzung der auf ®rui b des Art. 48 der Reichstecfas,uug ec(a feuen Vorschriften. — Regelung dcs Fleiichex-rbmanchs. — Erhebung für d>e Versorgung mit Frühfertoffeln. — Mielcinigungsämter. — Wohnungsnot und Wvhnlrngsbau. — Maßnahmen geg<n de Wohnungsnot. — Aus'üsirung le. larchtvirtfcl-ast ickn n Unfallversicherung. — Benutzung und Iieinhaltung der Spsitzenhäuer. — S.rus,echperce. — Vergü- tungen für die Tättgkcit der Gemeüldeernnehm-r. — Verehr mit Krastsa'hr-rügen.
Reg e lun g des Fleischverbrauchs. Die Kre.sämter werden cngcwie.en, Fleich, das auS einer a’f/nc die erfetivrtidK Ofe-iehmigung vor- genommenen oder nicht vor ch i tsi ä it angez. g- ten Hausfchlachttrng geiuo.in n i i, z gunfoen des Kommunale e bandes o .ne Zach ung einer Entschädigung für verfallen zu erfiäicn und einzuzfehen T'.efe B kannimachung tritt mit ihrer Verkündigung in Kraft.
Erhebungen für die Versorgung mit Frühkartoffeln aus der Ernte 1920. In der Zeit bis zum 7. Juni 1920 sind durch Befragen dr Derief-sinckiaber oder ihrer Stellvertreter d'e Erntesl^chen der feldmäßig angebaut 'N Frülckarto feln se'zustellen. Das Ergeb'sis ist dein Kre Samt bis spätestens 12 Juni 1920 anzn-ngen. Früchkarivfselei z-wger mit einer Ernteffäche von insgefamt Glicht metlr als 200 Quad.atmcler b eiben bei der Erhebung unberückfichligt. Als Frühkartoffeln gelten solckx (früT;e und mitteffrülx) Kartoffeln aus der Ernte 1920, die bis zum 15. September 1920 geerntet werden.
AuSf Üchru ng der landwirtschaftlichen Unfallversicherung. Als Grm.d- lage für die Umlegung der Beiträge zur land- uno orstwirt^chfftlickter Be u sg nos e schast für De sen bferrt ein gcmarr,ti!gswcis au yu et <nsis U.i l g -
kataster aller Grundst^uerpfllchsigen der betreffenden G-emarkimg, so.lxii sie lesiragspffisitrg. sind. Nicht aufzunelMen sick iriefenigen (uruicksteuer- Pflichtige-i, b'.e 1 nur solche Gluck'ü,e besitzest, auf denen dn landedttsckiaft ickxr Betrieb ntcht statt findet, 2. nur Gebäude nebst zugestör-.gen Hofräumen, sowie nur II i c Haars- unb Ziergärten besitzen, nxitii lchierv nicht regelmäßig unb in er» l.e^lichem Umfang? mi; be v.rderen f-lrbeitsk ä ten bLioirtschaftet iverden, und deren Erzeugnisse hauptsächlich dem eigenen Hausl?alt dienen, 3. lediglich lolcben Grundlefitz in der Gemarkung haben, der zu einem landwirtschastlichTN Betrieb gehört, dessen Sitz außerhalb Desfens gelegen ist. Ebenso ist derjenige Grundle itz nicht aufzunehmen, der zu einem landr-irtscha,tidxn Betriebe gehört, aber gemäB § 922 dec Rcick-sversiclL.ung^ordnung einer ge.nerblidrn Terufsgenossenfchrrt zugetsilt ist. Soweit das die Befreiung reckst fertig ei cke V.rhältnis nickst schon von Amts loegen berückfichttgt ist, bleibt es den Bsitragspflichtigen überlas en, die Befreiung bei der Gemeindebehörde berjeiffgm Gemarkung, in der das Dausstück gelegen ober der es polizeilich zugeteilt ist, längslens bis 15. Ium zu beantragen.
Straßensperre. Wegen Ausführung von Stanafarbeiten für die Kleinhaussiedlung am Stadt- wnld muß die Kreisstvaßc „Gieße n—S tern- bach" zwischen Kttomaüer 1 und 2 auf die Dauer pon b Tagen für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.
Vrieskasten der Nc-aktion.
®. ©. h. Ortsbürger Barm jeber werden, der volljährig ist. In den Bezug des Gemeinde- nutzens fann er jedoch erst vom 25. Lebensjahre ab eintreten, vorausgesetzt, daß er verheiratet ist ober nxtr.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 6. Juni: Der Bettelstudent. Montag, 7.: Cannen. Dlcnstag,8.: Martha. Mittwoch, 9.: Das Glöckchen des Eremiten. Donnerstag, 10.: Rigoletto. Freitag, 11.: Lohengrin. Samstag, 12.: Der Zigeunerbacr«. Sonntag, 13.: Fra Diavolo. Montag, 14.: Mignon. Dienstag, 15.: Die Gezeichneten. Mittwoch, 16.: Undine. — Schauspielhaus. Judith. Schauspielferien vom 7. Jmsi bis rnll. 17. Juli 1920.
rttrchllche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
1. Sonntag nach Trinitatis, 6. Juni.
Stadtkirche. Äorm. b U'hr, jugl. Ehristen- lehre s. d. Multonfirm. d. Matthäus-'em.: Zfr. Mahr. 9y8: Psi. Becker. 11: Ksiick-rkirche f. d. Marlusgem.: Pfr. Becker. — Johannes- ki rche Bonn. 8 Uhr, zugl. Christen!, f. b. Reu» konftrm. d Lukasgem.: Pfr. Bechtolsheimer. 9y2: Psi. Ausfeld. 11: Kinderkirche f. d. Johannes- gern.: Psr. Ausfeld. — Sonntag b. 6. Juni, vorm. 10: Kirchberg. 11: Chrislenllchve f. b. männl, Jugend. Nachrn. ly»: Mainzlar. — 6 Juni. Wieseck. Bonn. 9ya: Gottesdienst. 107t: Kinoer- kirche. Rachm. 1: Christenlehre (weibl. Jugend).
Kalholische Gemeinde.
Samstag d. 5. Juni, nachrn. 5 u. abds. 8 Uhr: GelegeNh. z. hl. Brich e. — Sonntag b. 6. Juni. 2. Sonntag n. Pfingsten Vorm. 6V»: Gefege.ch. z. hl. Beichte 7: Dl. Mesfe. Kommun, b. Männer u. Jünglinge. 8: AuStlg. a hl. Kommun. 9. Hochamt m. Pr. Primiz UV»: Dl. Messe. Rachm. 2: Ehrisienlehre: bar sakramental. Andacht. — Montag, Tie st>2g. Mit woch, Donnerstag nachrn. 6V3:. Se^ens-mdacht. Fv.itag, vorm. 7: Segensmesfe. — Äaspvra-Goi teckfenst am 6. Juni. Ich Düngen 8 Uhr, in Laubach 10 Uhr.
• «Kgl« 0° bk g sb ärdüchj®
B9 le bevorzugt®
Kopfschmerz,


