9^,50 968,SL
109*^0 10)6,10
1083,9010^,10
905,06
906,95
909,05
Börsenkurse.
Berlin '
177,
183,
396,50
Züricher Devisenmarkt.
100 MK.
901, 314.
418,
301,
254,
21,78
8i,6O 15,27
100 100
100
1
100
100
100 100
100
9.15
1.975
7.80
38.75
22.28
23.25
41.05
1.45
259,
890,
325,
22,47
81,40
14,73
2. 12. 77,50
251,- 9 5,- 332,25
310,- 330,- 536,- 3P,-
297,50 «15,-
177,-
192,25
flr. = fit. = Fr. = £ = ß. =
141,85 2'4,70 243,22 69,93
423,30
1*2,15 255,30
24^,75
70,65 424,20
. 967,50 9H\50 966,50 96 ,50 . 1351,10 1353,Q0 1348,65 1351, 5
2t,72
8l,iG
15,23
4 12. Fronen 195.35
9.05 1.975 7 65
38.50 22 24 23 05 40.75
140 640.-
4.60
7,50
742,-
2,45
23,25
910,95
22*53
84,60
14,77
2.43
23,75
1,43
KurS 3.12. 77,50 67,40 67,40 64,30 180 - 821, 240,- 216,SO 2r»l. - 178,50 190,25 182,50 50»,=0 356,- 387,50 5 ‘0, - 318,50 21'8,50 647,- 541,- 420,- 3)0,- 260,- 475,- 256.50 927,- 308,-
Wechsel auf:
Holland
Deutschland .....
TBieh
Prag.........
Pari,........
London.
Italien........
Brüssel........
Budapest
New-Park......
Agram........
110,85
25 ,70 24V5 09,43
420,55
Marknotierungen.
Datum:
3. 12.
Schweizer
100 Fl. = 195.20
335, 389.
523, 3'7, 292, 64),
141,10 255,30 241,25
69, 7 42:,45
3.1?.
77,50
3.12.
9, iS 4,70
10,50
Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag. - . . biod<t)olm . Wien . . . London. . . Paris . . .
New-Hock
2.12.
9,20
4.67
10,69
Thristiania. . Kopenhagen . Stockholm . . Helsingsors. . Italien . . . . London. . . . New-Pork. . Dari» Schweiz. . . .
330, ?84, 522.
312, 294, 638, 545, 425,
Datum:
5 •/, Deut Kriegsanl. 4 */, Deut. Reichsanl. 3*7„ Deut. Ne chsanl. 4e0 Preuh Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationaiban)« f. D. . Mitleid. Creditbank. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Loyü . Bach Gussstahlwerk . v.- Luxemb. Bergw. Gelsenkirch. Dergw. . Harpener ‘Bergbau . Obeijchl. Eisend.-B. . Oberjchles. Eisenind. . Phönix-Bergb Akt. . Bad. Anilin- u Soda Höchster Farbwerk«. Llektr. A. E. G. . . . Schuckert- Werke . . Felten. Guilleaume . Daim.er Bud.- (Eilen®.» Akt. . Adlerwerke 4"„Hess Staatsanl. . Electron Griesheim .
959- 951,-
(In einem Teil ber Auflage nneberbo(t)
Eine Note der Entente an Srlechentanv.
,, 3-,?«» MTB> 3n bet gtfltm m
»bgctattmen Äonferen$ zwischen Lloyd George, LeygueS mü> Gras Ssor-
•2.12. 77,50 67.- 67 20 61 80
180,- 822,- 24),- 218,- 2(1,50 178,- 190,75 181,50
Spanien
Wien (alles)
Deutsch-Oesterr. . . .
Prag.........
Budapest.......
Bulgarien
Konstantinopel. . . .
Frankfurt
Abend- Abend« Schluß- Ltbluß-
KurS KurS Sbir5
gänge nicht besonders üt3 Gewicht fielen. Dif- käufe waren kxmerkerSloert lurmentlid) m Buderus, die jeitweürg den Kurs 1000 streiften, ferner in Harpenern und Mannesmrnn bei le 20prozentigen Kurserhöhungen. Orangem und Koppel sriigen um 35 Prozent, ferner fließen Ham° burg-SüdanreriÄrner um 15 Prozent, Otavi um 30 Prozent und Kanadas um 50 Prozent. Bankaktien und Valutawerte Ivarcn gtcid)fal3 ülec- wiegend fest. Heimische RentenLverb.' waren leicht gebessert. Dcv.senVurse waren wenig v.randcrt. Von der später kräftiger zum Durchbruch kommenden Erholung zogen au feer Montamverten besonders aus Petrolei mattien Nutzen. Das Geschäft war aber, von Aufckaustverten abgesehen, ni/tyt sonderlich lebhaft, unb eine gewisse Unsicherheit und Zurückhaltung unverkennbar.
Fraü kfn rt a. M., 3. De». Der Abendver- kehr zeigte bei verhältnismäfng rulngcm ©cid)äft eine ziemlich feste Haltung. Man bemerkte bereit? Teckungskäuse zum Woch.-nsck^uß, infolge vereinzelte Monlaiupaptere sich wicber guter Au.nahme- lust erfreuten. Buderus vermocksten ihre Steigerung nicht voll zu behaupten und stellten sich mit 925.— 30 Proz. unter dem Mittagssckchißknrs. Deutsch Luxemburg konnten sich befestigen (390), Ober- Trbart Hinterlagen einem erneuten Rückgang von 5 Proz. anrt 314.— Es notierten ferner Rheinstahl 553.—. Gel senk! rckien 389'z2 plus 2V?, Man» nesmogm 563.—, Harpener 536.—. Zu lebhafteren Umsätzen kam es in SchanÄingbahn, welck» von 620 aus 629 stieg' n. Hamburg Pakeifahrt 192l/2. Otavi Minen 8*10.—, Elektro Bergmann sind 4 Proz. erholt (267.—), ferner Nrtoen Siemens B> triebe zu festeven Kurse Aufnahme' (153). 5 Proz. Silbermexrkoner zeigten mäßige Befestigung 540. 41/2 Proz. Irrig. Anleihe 500.—. 3 Proz. Mexikaner 343.— bis 345.—. 5 Proz. Tohuan- tep:c 485.—. Im freien Verkehr wurden Teutsclie Petroleum lebhafter gehandelt 1810, ferner wurden genannt Mansselder Kuxe 46JO, Julius Sichel 1375.—, Neckarsulmer 335, Hansa Lloyd 184.—. Bei größeren Umsätzen mürben Hirsch Knpferwerke umgesetzt. Mit 403 — stiegen sie 10 Proz. Celluloid Wacker 512.— plus 17 Proz., Zellstoff Aschaffenburg 529.—, Pins lf. Rünibecg 360. Cbemi ck>e Aktien l bhafter. Sch.'id«nstalt 840 zogen 6 Proz., Holzverkohlung 557.— 7 Proz.. Farbnxnke Höckist 424.— 3 Pwz. an. 5 Proz. Reichsanlrihe 771/2.
Amsterdam, 2. Dez. (WTB.) Reuter meldet, das; tar Zusammenfluß der fönt groieu ame- nkonischen CV.sellschaften der Anilinfarbenindnstrie mit einem Gemmtkapi'al von etwa 60 Millionen Pstrnd Sterling bevorstehe.
Frankfurt a. M., 4. Dez.
Berliner Devisenmarkt.
Geld Dries Geld Dries Datum : ?. Dez 3 De?.
Amsterdam. Rotterd 2137.8', 2142.15 2'87,85 2142.15 Brüssel.Antwerpen . 446,55 447,45 447,55 448,45
$ =-639 -
Kr. = 4 80
LeberSnUttelunrrhrn
in Ostv-e'.chen.
meldet auS Königsberg in
^ber^hli
3JJ.
Bekli
Im her S!i jmnerzlinrckr IJ2I an 4 bedürf alleinstehend Vl-M. zu oen
Meldungen n üj 15. Dezembc öiehen, den Der Oberbt
Metz- l fhr!
Corned
für ö/e/e Reifung fotdle für alle übrigen Geltungen unb Fett- fchrlfren Deutschland vnt> be8 LuSlandes Leemittelt 311 ben Heiginalprelsen Hl
pnnoncen'txpeMtion Nuüolf Mosse
Frankfurt e. öl, Fell «LZ
verirrter für Stegen; Srüht'sche Universttätsöruckerel
Vchulstraße 7
Berlin, 3 Dez Tas .Derliner Tageblatt' meldet auS Königsberg in Ostpreusten, daß 01 Heydekrug und Umgebung Lebensminv- imruhen stattg f inden bahnt Tte Temonstronte' konnten von der Landespolizei zerstreut iwrben. Man besüvckstet neue Unruhen wegen der mE^ hasten Brotversorgimg Im Monat November pwö tatsächlich m Kreise Hevdekrug nur ekn»s melrr als 3C0 Zentner Getreide zur Be teilnnn grkon»' men bei einem Bedarf von über 2000 Zentner.
K* ’p.ii “ UC
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Skbwe S®/ gern
K" Abgabe bt u-tb 5 II Msstellen t PL15- »<
ESWimior! Adem Leber
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* 1000H^ 175 qm De1-0 I frhtirffl »n 5)it Laulei hKrl6W: flnflebet-’un
£tit bet Bor iMstrn WM Angebote Jtr itmbtr b. 3- Men bei uni Zuschlagsin SMN.^ te,s.
za wurde befchlosfen, m Achen folgende 7C0tc überreichen zu lassen:
Tie Regierungen von England, Frankreich unh Italien haben dem griechiscl-en Volke stet; ihr '-V« terefje bewiesen und sie haben die Venot-kliäuun seines Jahrhunderte alten Sehnens bem.ist gt Sie sind desl>alb mehr als unangenehm übena du von den Ereignissen, die sich in Gneclienland abgejndt t>aben. eie l?aben nicht die Absicht, in dte umerfn Angclegemheiten Griechenlands einzugnt m. aber sie sehen sich gezwungen, orten zu erklären da« die Z u r 6 ck b e r u f n n g eines Monarchen dessen treuloses Verl-alten und Vb tragen gegen btrt Verband während d-'s Krieges diesem Scharner,-^ ketten und grobe Verluste gebracht hat. nur als be Zustimmung Griechenlands zu der feind eligen Haftung König Konstoittins a igesel-en werden kömch. Hierdurch wurde eine ungünstige neue Vage in dm Beziehungen zwischen Griechenland u. b dem Vkb« taube geschossen. Tie drei Regiere,gen erklär« deshalb, taU sie sich für diesen Fall vollkomm« i r e 'i e H a n d vorbel)alten müssen, um dieser Frax gerecht zu werden.
Tiefe Erklärung bringen die drei Gesandte« auch zur Kenntnis der Presse.
Lloyd George über Europas Bankrott.
Amsterdam, 2. Dez. (WTB.) Englischs Blättern zufolge erNärte Lloyd George in seiner Rede auf dem Essen des Verbandes britifdn Industrieller: Die europäi clten Länder helfen ssj nur durch die Baiiknoteilvresie weiter. Aber mtw mand kann dauernd einen Sack Papier auf den Rücken tragen Europa ist aul dem Wege ju« Bankrott. Es kann nid>: kaufen und nicht Dcrtauitx Europa steht vor unserem Sci»ufeuster das müj den b.sten Waren ist, die die Welt erzeugm tarn. Es ist jedoch in Lnmpm Seine Taschen sind nm mit Papier angefüllt. Eiirora mub sich aber a einer vollen Börse emporarbeiten. Mit einer Hani» bewegung, die zugleich Verachtung und Verzwciß. lung ausdrückte, ries Lloyd George: Und da gibti noch heute Leute in der Welt, die tanken, h ärmti die ouropäisckien Länder sind, um fo reicher den wir sein. Das beste Mittel ist der Frstdem, Die Männer müssen vertilgt werden, bie in brr Welt mit Petroleum lärmen umhergehen und hü Feuer des Krieges fdxüren.
Der französische Militarismus.
P a r i s, 3 Dez (WTB.) Der FinanrmiSschii der Kammer hörte gestern den Kriegs Minister Andre Lesev re, der dem „Figaro" zusolxr erklärte, obwohl er die Notwendigkeit der Hcra!-- S" 51mg der Ausgaben einsehe, sei es ihm aus wirrholt angeführten Gründen nicht möglich, ariaenblicklich bie für die Truppen und für die Hn- ftiellung von Kriegsmaterial vorgesehener Ausgaben herabzusetzen. Die Gründe sei« i dieselben, die ilm veranlagten, die zwcijährixr Dienstzeit zu verteidigen.
Dir Auswanderung nach Amrrika.
Paris, 3. Tez (WTB.) Dre , Chicago Tn-« brme" meldet aus Newyork, tah Vertreter vm 17 transatlaitt scl-en Linien dem Ei rwan eruniir-- kommissar in Wallis Zahlenau'stellun^en überniL- telt haben, aus denen hervorgeht, baß 15 Millionen Europäer um Fahrkarten noL A m e r i la b 1 t t e n. Ter Einwande u lgskommii- sar isf-gestern nach Washington abgereist, um fifi \ mit sstHrenden K>mgrebmi'tgliedern über bie i!i.> wanderungspolitik zu befirrcdten.
Washington, 3. Tez. (WTB.) Der bsr- sitzende deS Ernwanderungsaussckmsfes drs Ar-nb sentantenhauses legte dem AussclZuf; einen Oklt?« | entnmn vor, nach dem die Einwanberuni ' für bie nächsten zwei Jahre verboten ronte 1 für alle Einwauberer, die nicht durch Bmbe befl Blutes mit einem Amerikaner oder mit emtne Auslanber, der in den Vereinigten Saaten 1(6" hast ist und bie Absicht kundgeg?ben hat, sich naturalisieren zu lassen, verknüpft ist.
Gin Bankensturm in Spanien.
M a b r i b, 2 Tez In Barcelona s mb gestern ein Run auf bie Banken statt, der anfebe.-
nond durch Devisenspekulationen bertmeerufen n>o:- den ist imb ZakttunMsckmi rigkeiten zur Folge hat!^ Mit Rück icht auf die G samt läge Kataloniml urti den Kursstand hcs Peseta riefen die Vorgänge groste Grregimg hervor. E n aufserorbenilirfier nisterrat beschloh das Eimgreisen der Back vvm Spanien, der durch königlick?es Dekret die ersoi- derlichen Gavantien gegchen wurden. Man W,} daß irird) das Eingreifen der Bank BeruhigiirL geschaffen wirb. Tie Presse tritt immer mehr dasüv! ein, das; die von Spanien Frankreich gewährte Anleihe in Teilbeträgen znruckbezahlt wird. Ttt» Zahlrngsart soll besonders der Hebung des V- letakurses d enen
tto; 9 °<n T^emei IJ Gber pMgnt
Aus StaM und Land.
Sieben, den 4. Tez. 1920.
** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde cm 30 November der Oberschulrat in dem Landesamt für das Biü)un§Sroesen, Abteilung für Schnlang-elegenheiten, Dr. Heimann Bach, |i.m Mi isterialrat mit Wuckung vom 1_ November 1920 ab.
♦♦ Astronomisches vom Dezember. Die kurzen Tage werden noch kürzer! Die Tageslänge, die zu Anfang des Monats noch 7 Stunden 59 Minuten beträgt, verringert sich bis zum 22. Dezember um 25 Minuten, um dann bis Ende des Monats tvieder langsam zuzunehmen. Die Sonne geht am 1. d. M. 7 Uhr 50 Minuten auf, 3 Uhr 48 Minuten unter. Am 22. um 4 Uhr morgens tritt die Sonne in das Zeichen des Steinbocks, hat um Mittag den größten Abstand vom Scheitelpunkte und bringt den kürzesten Tag hervor: der Winter beginnt. Am 2. Dezember haben mir abnehmenden Mond, am 10. Neumond, am 18. zunehmenden Mond und am 25. Vollmond. Bon den Planetenerscheinungen ist zu erwähnen: der Merkur wird zu Ende der dritten Woche wieder unsichtbar. Die Sichtbarkeitsdauer der Venus nimmt bis 3 Stunden zu. Der Mars ist 2V< Stunden sichtbar. Der Jupiter geht spät abends aus und ist 73/*—83/4 Stunden sichtbar. Die Sichtbarkeitsdauer des Saturn wachst von Mitte Dezember bis zu 8Stunden.
** Kauft zeitig ein und kauft.mög- l ichst am Platze! nf:d-,te man laut ausrufen. Je eher man an die Besorgungen für das Fest geht, i m so größer ist überall bie Auswahl, und sollte man wirstich etwas nicht so finden, wie man es sich gedacht htt, so kann man Bestellunoen aufgeben ober antattotitir darnach suchen Die Hauptsache aber ist, tast mm Ruhe genug hat, um langstm, nach und rad) et-tyitaufen und deshalb mit viel mehr Muße ans Werk gehen Hann, als wenn man das Einlaufen bis auf die letzten Tage verschiebt, wo man oft, um nur überhaupt noch fertig zu werden, irgntb einen Gegenstand nimmt, ber vielleicht seinem Z»v«k, Freude bereiten zu sollen, garr.icfrt ent,pickst. Eii Unrecht gegen bie he mische Industrie ist es, alles von anderen Städten au beziehen. Jedar Kaustwmn will leben, und gerade die gmfje Mühe imb Arbeit, die sich auch, der ßei.te Marn gi?t, feine Kimden zu befriedigen, verdimt Auerüemrung. Man hat zudem noch den Vorteil, selbst auSwählen zu können, während man bei auÄoärtigen sSestellungrn oft enttäuscht wird.
** Beethoven-Abend. Die zweite Veranstaltung des Bundes yir Pflege von Musik und Literatur zu Gunsten der Gedächtnisspende der Universität bringt zur Frier des 150 Geburtstages Beethovens nur Musik von diesem Meister. $frau Werner Jensen aus Berlin, die den gesanglul)en Teil übernommen hat. singt den Liederkreis: An bie ferne Geliebte — sodann em« Grupp? kleinerer £i:ber f»u quefta tom a — Di? Ehre Gottes in ber Natur — Wonne und Wehmut — Die Trom- mol gerührt ustv.) und in der letzten Nummer ihres Programmes zwei Lieber aus bem Cyclus der „Schottischen Lieber'^. Der Vortrog der letztgenannten Lü der bringt für unsere hiesigen Kvnzert- besucher insofern eine selten gehörte Gesang?5num- mer, als nämlich der Gesang auster ber Üblichen Klavierbegltitma noch burch Streichinstrumente (Violine und Cello) begleitet wirb. — Daö Streich- auartett wird zioei Üuartette spielen: Opus 18 Nr. 6 in B-dur und Opis 59 Nr 2 in B-moll. Beethovens Streich D-uartette, OpuS 18, seine ersten Kammermusickchöpf.ingen dieser Gattung — bedeutete in seinem Leben den Abfchlust seiner Schaffenstätigi'eit bis z> m Jahre 1830. B S dahin schien Beethoven iinschlüi.ig zu sein, welchem.Aus- orucksmittel für sein Wesen er den Vorzug geben solle. Mit dem Werk Opus 18 ist der Bann gebrochen. Nun wen bet er sich vermehrt ber Komposition für vier Streichr *u unb fdwn nach se.bs 3obren erscheinen die berühmten drei „russiichm" bem Fürsten Nasoumvfss'ch g widmeten Quartette. An bim kommenden Abend weoen uns von Opus 18 das B-dur unb von Opus 59 das E-moll Quartett zu Gehör gebracht werden. (Näheres siehe Arrzeige.)
♦* Tie Liga zum Schutze ber beut-» fchen Kultur arbeitet feit Begrün dreses Jahres auch in unserer Gi'gend mit Eifer unb mit gioßcm Erfolg. Aber in weiten Kreisen herrscht betauer» ndyrroeitc noch Unklarheit darüber, was die Lwa ist unb was sie will. Zur Klärung hierüber und zur Verb eitung chrer Geta'ken mögen folgende kurze Zeilen dienen. Tae Lim zum Schutze ber deutschen Sriiltur entstand im Te,vmber 1918. J>hre Gedanken brangen in alle Volksschichten unb sanden vasche Verbreitimg: das stete Anwachsen ihrer Mitarbeiter unb Fremide führte bayi, datz die Liga, deren Zentrale sich in Berlin befindet, heute über 15 Landesgruppen verfügt, die sich ihrerseits bis in bie Heilen Döner hineinverzweigen. 3h Dessen bestehen zur Zeit 80 Ortsgruppen. Tze Liga ist keine politische Partei, ionbern sie will innertafb aller Parteien, deren Ziel ein geordnetes Staatswesen ist, an ber Aussölmung der Gegensätze helfel.d mi.arbei'en. Tte G gensätze. bie in den Parteien zum Ausdruck kommen, müssen aber vor allem im Volke selbst aemi'dert werden. Tast tas nach tarn grosten Weltkriege nicht von beiitc auT morgen gldyrbcn bann, wird sich jeher Emsuhtige sagen. Umsomehr ist es nötig, fi^t einer großzügigen Arbeit einzusetzen, die btei Selbstverleugnw g verlangt, msthevo I und fckmnerig ist. Es gibt aber keinen anberen Weg, au5 dem ictzigen Elend hevauszukommen, als den, biß wir uns wieder als Gesamtheit, als Volk fühlen taß leber sich bewußt wirb, tast er aus den anbereu angewiesen ist, unb nid>t mehr in ihm den politischen Gegner unb Feind sieht. Ter trna'ttsche Weg, den bte L ga er.tfd)(ägt, um direkte Fühlung mit unb unter allen Schicen ber Bevölkerung herzustellen, i.t ber des persönlichen Wirkens von Mund zu Mund. Tie ftlcinarbcit beginnt im eng- ft en Freu"dsck»ftskreise, sie erweitert sich aut Vorträge, Milg ie erversammlun.-en und Tt5h:f to s- abenöe, sclstreßtich aus größere mehrwöchige Kurse Jedermann ist zu diesen Besprechungen etngelaben und willkommen. Von Facküeuten werden, unter Aussckattung leber t arteiniäß'gen Färb' n^, rotff- toirtfdtiitlid^, politi che und sonstige g < ije Prr- bleme der Gegenwart bela 'd?lt. Tas Hmptvie! dieser Kurse ist bte Erznihuni tas Teutschen zum Staatsbürger, b. h. zum politischen Denken: jeher muß sich ein Bild darüber machen tön je,, wie die Verhältnisse mib Einrichtungen des b.ut.ctan Stetes von heute geworden sind: deslalb werben auch geschichtliche Betracktungen mit eingefloditen w.r- ben. Kennen wir die Zusammenhänge, die zwi
schen Wirtschaft, Politik, Milos op^r- und Dmst bestehen, erfassen wir den Sinn der Entnricklungs- geschichte des deutschen Volkes, so beschreiten nnr damit den Weg, von dem wir uns letzt leibet so weit entfernt haben: wir werden tann ictcber dahin kommen, mis als Deutsche zu fühlen, wohl anderer Völker Bebeutmig anerfennen, aber auch unserer Eigenart und wieder bewußt werden und bleiben.
Landkreis Gießen.
X Wieseck. 1. Dez. Ta die Notspende für die Innere Mission nächsten Sonntag bei uns durch Konurmandinnen erhrvben werben soll, waren mit ber Hau-sammlung zugunsten der notleidenden Ausländsdeutschen am letzten Sonntag Schulmädchen ber Klasse tas Rektors Döll beauftragt; diese sammelten mit anerkennenswertem Eifer 724,70 Mark. Angesichts ber großen Not- läge ber Inneren Mission in Hessen ist dringend zu wünschen, daß man sie hier ebensowenig rote anderswo die unvermeidliche Häufung von Sammlungen ihr zum Nachteil spüren lassen wird.
L. Langsdorf, 1. Dez. Gestern Abend sprach in einer gut besuchten Versammlung der Liga Herr Wendel mts Gießen über den Friedensvertrag unb seine wirtschaftlichen Folgen für DeutsManb. Ter hiesigen Li^a-Gruppe traten acht neue Mitglieder bei, ihre Gesamtzahl beträgt nun 43.
Schachecke.
Gerabe Unsere Miniaturen scheinen lebhaften Dnk.'ang gefunden zu haben. Schon deswegen, weil diese einfachen, leicht zu überfein tau Stellungni auch den Sck-achfreund »um Lö.en reizen, ber sonst nicht ein Frcunb von Problemen ist; auch gefällt ein Gcdan.e in knapper, fdxtrfer Form immer besser, wie durch viele Steine unb Varianten versteckt. Urtier im Diagramm gctaachec 3 * ist eine Widmung des gefallenen Pros. F. Köhnlrin an den „Akademischen Sck»chttub München 1911", die beitan anderen Stücke entnehmen wir dem Schach- teü ber „Dt. Tageszeitung".
Nr. 48. E. K ö h n l e i n.
abedefgh
a b c d e f g h
Matt in drei Zügen.
Nr. 49. A. K r a e m e t.
Weiß: Kb4, Tgl, Lbl, Bb2, g7 Schwarz: Kal, La2
Matt in brd 8ügat
Nr. 50 A. K r a e m e r.
Weiß: Kg2, L c8. c7, Sa7, Scö.
Schwarz: K a8, B g4.
Matt in drei Zügen.
Auslösungen in nächster Nummer« » ..
Löriingen:
Nr. 46. A. K r a e m e r.
1. Tbl-b8M g7-g5 2 T b8-bb! abX+• 3. Kc5- cö, (3-,) b6-b5. 4. K c6 - c5, b5-b4 5. a3Xb4=t l.-.gb. 2. Kc5-c6. g5. 3. Kc6-b7, Kb5. 4.Tb8-
c8. ~. 5. T c8 - c5#
Zwei sehr hübsckie Spiele vereinigt, bt° erste Variante mit tarn Turinspser ist alt und betonnt, die zweite ein sehr nettes indisches Manöver.
Nr. 47. (Kohte imb Vockelkorn).
1. Del -cl, KXT. 2. Lai -f6+!
Mit fünf verscknedenen reinen Ma ttn'dem. Ein glänzendes Hauptspiel. Die arideren Varianten zu finden, überlassen wir unseren Lösern. Die Namen der Einsender adriger Lösungen in närijfta Nmmner.
yan-el.
Mainzer Warenbörse.
M a i n z , 3. Dez. Auf der heutigen Börse waren Hülsenfrüchtc sehr ruhig und gedrückt. Angebote lagen genügend 'vor, doch wollten sich die Käufer nicht engagieren. Die Lage im Futtermittelmarkt war bei 'starkem Angebot ebenfalls ruhig. Alle Sorten Melasse und Schnitzel waren in größeren Mengen angeboten, da die Fabriken auf Ablieferung drängen. In Sämereien war Rotklee wenig im Geschäft, die Preise sind nachgebend, da aus allen Tev> len des Reiches große Angebote vorliegen. Luzerne ist unverändert und nicht billiger als in der Vorwoche, da das Ausland auf seiner Forderung besteht. Reis ist in genügenden Mengen angeboten und konnte schwer abgeseht wev- den. In Heu und Stroh waren feit längerer Zeit wieder einmal die Preise nachgebend. Man rechnet mit einem weiteren Preisrückgang.
*
Berlin, 3. De». Börsenstimwungs- bild. Gegenüber den gestrigen empfindlichen Kursrückgängen machte sich bereite zu Anfang der Börse eine tamertenswerte Erholung m eiarzelnen Werten adtenb, fo daß bie KurSge.taltung, wenn auch noch uneinhettlrch, so doch ütattv.egenb fest n»ar. Die Wahrnehm:my, daß in einzelnen P«r- meren bte AnstLufe mterefiirrtet Gruppen fort- gefegt Werben, ließ tas Problem der 3nxtng5- aulethe etwas in den Hi itcrffrwtb treten, gab d-m Mattle eine mite Stütze unb förderte auch Die fick im Verlaufe weiter durch'etzenta .uritere Erholung der Kurse Montanwerte erzielten Besse- rmigen b:S 10 Prozent, Facta unb Glrftramerte bis 6 Prozent, denen geseuLber einzeln- Rück-


