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tfjen. Tie Symphonie mußte Herr Prof G u ftav «ter Por.-cht Trautmann in einer Gestalt »oieder-ugeben, Dem MtftL

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Kreis Schotten.

* Laubach, 2. Dez. In unserer 9hmte mer 282 ist von dem am hiesigen Gymnasium Fridericianum vor einigen Monaten begrfln* beten Deutschen Juqendbnnd bil Rede. Wir erhalten hierzu folgende Zuschrift: Am 27. Au au st 1920 wurde hier eine Hun« dertschast Laubach des DeutschenJu« aendbundes Gießen, P f. O gegründet. Dec Deutsche Juaendbund Gießen besteht aber be* kanntlich erstens überhaupt nicht an einer: bestimmten Anstalt, geschweige denn nur air einer höheren Anstalt, und zweitens hat et. sich, frei von jedem Klassenunterschied nnbi jeder Parteipolitik, das Ziel gesetzt die früher' oft so große Kluft zwischen Gymnasiasten untü Stadtschülern allmählich zu überbrücken unü so die Heranwachsende deutsche Jugend zS einem einigen, nicht aber in Klassen uni» Parteien gespaltenen Volk heranznziehen. $n diesem Sinne hat die Hundertschaft Laubach

Hessen-Nassau.

Ein MagistratSkonflikt in Höchst.

Höchst, 3. Dez. Eine Wahlsitzung Höchster Stadtparlamentes, die gestern

n i n g s, der eine starke Färb- und Formstiltir besitzt, die seinen Aquarellen zwar eine dekoraB Note geben, dafür aber das Organisch' des Bud ganzen reizvoll betonen. H. Geil tu st ist oll überzeugendsten in seinen Bew gung^skiz >eu.^o H. E. Steinbach erkennt man ein ko'o ist« Talent, das aber noch der Pflege b?darf. Mii'U'ws gemalt sind kleine Arbeiten von H. Ondf^ O. Kowarzik zeigt onTreffernbe Aounrelle cj nächsten Umgebung. Der Gießener Plastiker J Ködding hat eine eigenartig? Entwicklung ff" nommen, deren Endziel noch nicht abfiiif.b tll Einzelne Arbeiten gewinnen dadurch an | schlo'senhei*, während andere noch ziemlich prob »- matisch bleiben. Von zwingender Modernität lm' Plaketten und Holzschnitte von N. Dietrich" Dresden.

Eichener Konjcrtoerdn.

Gießen, 3. Dezember. Erstes Orchesterkonzert: Landestheater-Orchefter unter Leitung von Pws. Gustav Trautmann, Walter Rehberg (Klavier).

Bee.h)vcn-Feier.

Tas Gedächtnis des Groszen, der mit einem harten Schick,al gekämpft bat wie Wenige, soll uns tn diesen Tagen eine Ausrichtung und Stählung sein. Ter Konzertverein hat es durch die würdige Ausführung eines erlesene Beethovensche Werke umfassenden Programms begangen. Voran die gleichermaßen von Zerrisienheit und herbem Trotz erfüllte Cor.vlan-Ouvertüre: daraus das festliche, sonnige Es-dur-Klavierkonzert: end.ich, im letzten Satze des Konzertes rhythmisch vorausgesagt, die 7. Symphonie mit ihrer Grundstimmung brau­senden Siegesjubels.

Tas Orchester des Landertheaters wurde, soweit seine Eigenart es zuließ, ben großen Anforderungen des Ab?nds vollauf gerecht. Im letzten Satze b?r Symphonie machte sich die Schwäche des Blaskörvers bemerkbar; und hin und wieder (wir denken besonders an den ersten Satz der Symphonie! hätte vielleicht noch etwas mehr (_n Anspannung geleistet werden können. Die gegenseitige Fühlung, um welche in der Ou­vertüre nock« 'enrmeri wurde, stellte sich im Laufe des Klavierkonzertes ein, um nicht mehr zu wei-

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ihr erstes öffentliches Auftreten den Wolfram Eschenbach-Abend, veranstaltet.

^*tr ®.aIttT Re hberg zeigte sich als ein tüchtiger, mit ganzem Ernste nach hohem Ziel strcbmder Pianist Die wuchtige Vollkraft, wie sie rPVx Ewmn Fischws Sviel charakterifierte, ftkht bem nrgendl chen Künstler noch nicht za Ök» bote. So mag auch beim Zu'ebrnen des ToneS vom Mezzo forte an die Schitier mi noch weitere Bc- vetch'rung fähig fein Dafür hat andererseits das P^ano und Tianiftimn eine sehr sorgfältige Kultur erfahren, imd der Anschlag ist frei von feder Härte Das sind hoch-u bmrrten e V-rzüge Das Tonhild w rd^mit musterhaft r Sau'erkeit und un'er g-öß- ^>t beim Pedal -ebrauch wieder gegeben

- . er wurde sehr lebhafter Beifall zu Teil

Olea Hassel mann-Ku rh-Wiekba*^^ deren l b n^ige farbl'vrüh nd' Paett' berjt? 9 t« erwähnt wurden, ist vom Porträt und Stillebst zum Gruvvenbilde übergegangen und zeigt anö' hier geschmackvolle Farbgebung in charakteriw'' scheu Formen. Von eindringlicher Wirkung «: , ein Bühnenbild zu Mignon. Farbireudii sind autt | die Aauarelle von H. Treuner - Frank u t All I 1 Radierer ist S. L a b o s ch i n - Breslau in Gieß" r | sehr geschätzt. Kräftiger in Strich und Ton sind dl!: Radierungen von H. H i r z e l - Berlin,

Vornahme der Wahl zweier Beigeord­neten anberaumt worden war, zeitigte einm schweren Konflikt zwisck>en den geschlos­sen zusammen stehenden bürgerlichen ^urteint und den vereinigten ' sozialistischen Fralti» nen. Die Bürgerlichen wehrten sich dagegen, daß bei diesen Wahlen wiederum, wie schon kürzlich gelegentlich einer anderen Wahl zuin Magistrat der Machtstandpunkt der schwachen sozialistischen Mehrheit zum Ausdruck kom­men sollte, ohne dem Bürgertum zugleich dir Sicherheit zu geben, daß bei einer demnächsl vorzunehmenden Wahl eines weiteren Bei-- geordneten der Kandidat der bürgerlichen Par­teien gewählt wurde. Eine dahin zielende, von. den bürgerlichen Parteien geforderte Hart Er­klärung lehnten die sozialistischen Fraktionenl ab. Vielmehr betonten sie, daß sie auf ein fr»1 zialistisches Programm gewählt seien und sich bemühen würden, auch den Magistrat sozia-- listisch zu gestalten. Daraufhin verließen dir: Bürgerlichen unter Protest gegen die Nichtach­tung einer starken Minderheit den SitznngS-« saal. Gewählt wurde von den allein im Saal, gebliebenen sozialistischen Fraktionen ein: Mehrheitssozialift und ein Anhänger beü Rechtsunabhängigen. Wie man hört, beablich' tigen die bürgerlichen Stadtverordneten, hre Mandate zu den verschiedenen städtische»: Kommissionen niederzulegen und diese Hal­tung solange zu beobachten, bis die soua- listische Mehrheit den Rechten der starken» gerlichen, Minderheit die gebührende Beach hing schenkt.

Arrr Stadt rind itand.

Gießen, ben 4. Tcz. 1920.

Bauernregeln vom Dezember.

Kalter Dezember und fruchtreis Salvr sind ver­einigt immerdar. Jst's in der heiligen Nacht bell und klar, so gibt's cm segensreiches Jahr. Weihnachten naß, gibt leere Spei die r und Faß. Wenn der Nord zu Vollmond löst, folgt ein lan­ger harter Frost. Frau Lucia findet «u kurz den tag, drum wird er länger acht Tag danach. Der hcil'gc Christ willne Cisbrücke haben, fehlt sie, wird felbst er damit sich begaben. Wenn die Kälte in den ersten Adventwock>en bam, so hält sie zehn volle Wochen au. Grüne Weihnachten weiße Ostern. Fließt jetzt noch bet Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft. etcett die Krähe zu Weihnacht int Klee, sitzt sie zu Ostern oft im Schnee. Dezember veränderlich und lmd, der ganze Winter ein Kind. Auf leiten Dezember mit tüdjtigem Sdjnee folgt etn fruchtbares Jahr mit reichlichem Klee. Glatter Pelz am Wilde, dann wirb der Winter milde. Je dunkler es über Dezember-Schnee war, je mehr leuchtet Segen im tonftigen Jahr. Dezember kalt mit Schnee, gibt Storn aus feder Höh'. Tüngereime: Wer spärlich fernen Acker düngt, der weiß schon, was die Ernte bringt HanS düngte seine Felder schlecht, war Ackermann, fetzt ist et Knecht. Wer gute Ernte machen will, der dünge, pflüg irnb grabe viel. Jobs läßt die Jauche in den Bach, ein Tummkopf tut es ihm nach. Tünger ist die Seele vom Ackerbau, sie gehören zusammen nrie Mann und Frau. Gutes Vieh, gute Streu, reichlich Futter gibt fetten Mist, reiche Ernten, viel Milch, Käs' und Butter.

Veranstaltungen.

SamStag: Stadtt Heater, 7 Uhr,Bun- bury". Eafs Leib, 8 Uhr, Konzert und Vor­stellung der Ehiemseer. Lichtspieltheater wie gestern.

Sonntag: Stadttheater, 3 Uhr,Minna von Barnhelm": 6V2 Uhr, «Die Strohwitwe". Stadtmisfionssaal, Löberstr. 14, Beginn der Vor­träge überDie Toten und das Jenseits". Felsenkeller, 21/i Uhr, Zusammenkunst der 115er. Neue Aula, 5 Uhr, Becihovcn-Wend des Bun­des zur Pflege von Musik und Literatur. Katholisches BereinSl-aiis, 8 Uhr, ösfcmlidfer Vor- trag der Deulschnatwnalen VolkSpartri (Rcjchs- tagdabgeodmeter v. Graefe). Cafs Leib, 8 Uhr, Konzert und VorsteNung der Chiemser. Licyt- spieltheater wie gestern.

wie sie mit solcher Klarheit nicht oft geboten wird Besonders wohltuend war die weise Mäßigung im Zeitmaß. Tie so häufig begegnende Ueber- treibung des Vivace im ersten Satze, welche den unablässig obwaltenden stoßenden Rhytl> mus vor die Melodie, die Form vor den Inhalt fchcbt und GiiVoniafeit und Ermüdung zur Aolne hat, war grundsätzlich vermieden: im zweiten v Jt>ar Allegretto. dessen Un'erstreichimg den Charakter des ergreifenden Trauermarsches verdirbt, sachgemäß einem Andante aigenähert; ebenso war das Prestogeschwirr des reizenden drit­ten Satzes gezügelt und nur die Zwifckiensätze schie­nen sich hier ein nvrig zu dehnen. Vor allem ober twirbe im letzten Satze das verwi ch.mde Hetzen a is- geschaltet und eine seltene Durchsichtigkeit erzi'lt, so daß man ungern auf die Ansangswiederholung verzichtete.

** Amtliche Personalnachrichten. Erledigt ist die Stelle ein?s Sekretärs dm der Landesuniversität Gießen. Bewerbungen hier­für sind dort zum 15. Dezember 1920 einzu­reichen.

* Oberhessischer Knnstvere in. Der AuSsteNung wurden unter anderem neu einge­reiht zwei Gemälde von Prof. Kaiser-München imb eine kleine Sammlung Juna. Zeichnungen von Welkoborsky-Gießen. Sämtliche ausgestellten Werke bleiben mir noch 14 Tage in der Aus­stellung. Hm übrigen verweisen lvic auf die Be­sprechung im heurigen Blatte.

** Die Not der Inneren Mission in der Gegenwart ist erdrückend schwer. Zwar Hal sie die Not immer gekannt, denn sie ist aus der Not vergangener Tage geboren. Aber jetzt ist die Innere Mission nicht mehr die Dienerin der Not, sondern sie selbst droht der Not zu erliegen in einem Augen­blick, in dem sie leben muß, um der Not des ganzen Volkes willen. Die Gründungen Wickiems, Flied- ners, Bodelschwinghs, die aui lange Jahre reich gesegneter Töt g'eit zurückblicken, rufen um Hilie. Zu ihnen gesellen sich jetzt die dringenden Hilfe­rufe aus unserem Hessenlande: sie sollen uns jetzt besonders in die Seele bringen, weil auch ihr Dienst uns besonders gegolten bat. Das Tiakonissenhaus Eli ab t «nsti t und der Hess. Diakonieverein, die Epileptifchrn-Auslalt und das Krüppelheim tn Nieder-Ramstabt, Sie Rettungs- Häuser und die evangelisck)eu Krankenhäurr hin und her im Lande erheben laut ihre Stimme und rufen:Helft uns in unserer Not, damit wir unserem Volke Helsen können in seiner Not!" Es ist zunächst eine furchtbare finanzielle Not. Die Ausgaben der Anstalten sind infolge der Geld­entwertung gewaltig gestiegen, insbesondere die für Detzung, Lebensmittel, Kleidung, Ghälter. Es bleibt nur ein wirklicher Ausweg: Die Innere Mission muß ganz anders wie bi her gri agen w'r- ben von der evangelischen Chri'tenheit selbst. Ein Anfang zu einer großzügigen Hilfe soll die Not svenbe der Inneren Mission sein, die am ersten Advent als Kirch nkollekte und in der Doch? vorn ersten zum zweiten Advent als Haussammlung erhoben wird. Sie soll zunächft den Anstalten helfen, die Fehlbeträge der beiden letzten Jahre zu decken; dam sind bebeubmbe Summen nötig, mindestens eine halbe Million Mark. Sammel^ stellen sind überall die Piarrämber. Unmittelbare Uebcrwcisunaeu erbittet man auf das Postscl^ck- fonto: Notsvende für die Innere Mission in Hessen, Darmstadt. Karlstraße 21. I, Nr. 63065 beim Postscheckamt Frank urt a. M.

** ©lädt Lebensmittela'mt. Die Warenausgabe für die Woch- vom 6.12. Dez. ist aus dcm Anzeigenteil zu ersehen

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keschLstkgte sich flSgl Dr. ©trefmtann nrit ben I auch neuerdings wieder «rufgetauchtcn Gerüchten, die von einer Annäherung oder gar von Fusivns- verhandlimgen zwischen der Deutsckxm Vonspartci und der Dcmokratisckx'u Partei wissen wollen. Er betonte, daß die Partei von irgendwelchen Verhandlungen nichts wisse. Adg. Dr. Strcscmann g'ng dann weiter auf Sie Frage der oberschlesischen Autonomie ein, in deren Beurteilung sich seit der Zentralvorstondssitzung tn Hannover die Lage geändert habe. Das Zen­trum habe in vollem D^wußtsei'i den Autonomie­gedanken in die oberschle ische Agitation geworfen und schließlich habe fidh in Oberschlesien selbst von den Deutschnationalen bis zu den Sozialdemr,- kraten eine einheitliche F-ront gebildet, die für die Autonemicgewährnng rintrete

In der Ansspcrclre nahm zunächst der hessi­sche Landtagsabgcordnetc Dingel- d e y das Wort. Er sprach zu den Ausführungen Dr. Strestmanns. besonders zu denen über die auswärtige Politik seine SitPimntung aus. Jn- bezug aus die innere Politik hieß er das Vorgehen der Reichsregierung gegen ben nriltxm Streik wtll- fenrmen, forderte aber auch eine entspreckxmbe Oustiz zur Durck>führung der Reoierungsabsichten. r verlangte weiter die Abstreifung der heute längst ü^rflüssig gewordenen Fesseln, Sie das Wirtschaftsleben immer noch eineiigen und tftq durch das TcmobilnrachungSgcsetz festgriegt worden sind. Gegen die Vorlage über eine beschleunigte Einzieh­ung des Reichsnotopfers -änbrrte her ReS- ner lebhafte Bedenken und wandte sich auch gegen die unstete Politik des Reichs fr nanMrni'ters tn der Frage des orgmtifotorrdjen Aufbaues der Fi­nanzbehörden. Zum Sck>luß sprach Dr. Dingel- dey sein Bedauern über die Angriffe gewisser deulschnationaler Kcei'c gegen die Deutsche Volks­partei aus. Es liege darin ein Mangel an Ver­antwortungsgefühl, der sachliche aber entschiedene Abwehr verdiene.

In der ganzen Debatte kam unter benr leb­haftesten Beifall der Versanrnrlung einmütig die Auffassung zum Ausdruck, daß Deutschland auf der vollen Gleick>berechtigung der im Re ch woh­nenden Oberschlesier bestehen imb ben Gedanken einer nachträglichen oder iörtHdi getrennten Ab­stimmung dieser Oberschlesier mit aller Energie iudidtoeifen müsse.

. se. Climbach, 3. Dez. Gestern weilte ein Knminalkommisi'ar von Gicßetc in Kesselbach mid führte Untersuchung gegen ben erst seit trügen Monaten gewählten Bürgermeister. Tie Un­tersuchung erstreckte fick) auf den VerdaäW des Diebstahls, des Wuchers, der ©--riebetei und des SittlichkeitSverbrccl>ens, eS waren 14 Zeugen qx. laden. Wie verlautet, soll SamStag den 4. Ss Mts. die Untersuchung ^veitergeführt werden.

a. Hungen, 2. Dez. In der Gemeinde­rat s s i tz u n g vom 1. Dezember wurde wlgendes verhandelt: Im alten Rathouse sind Wohnungen mit einem Kostenaufwand von 2D 003 Mk. ciit- aerichtet fvorden: es be'l'chm aber bezüglich ber sanitären Verhältnisse Sckfwierigkeiten, dic schwer zu beheben sind, zumal derRebenläger in Be­tracht kommt. Es soll in den Akten (die etwa 30 Jahre zurück liegen) nackfgeiorscht werden, auf Grund welcher Abmachungen die von der Stadt au§geführte Senkgrube auf dem Grrmdstück des Nebenlagers erfolgt ist. Für den nach Huug?n versetzten Bahnmeister Gcasmäderi'wird eine Woh­nung von 2 Zimmern frei gegeben. Die Erlau« fuug des Ortsbürgerrechts soll erhöbt werben au! 600 Mk., vorbclfaltlich der behördlichen Geuehmi, gung. Der Betrag war bisher 238 Mk., unter ben derzeitigen Verhältnissen kommt die einjährig Nutzung an Holz diesem Betrag ungefähr gleich. Es werden sieben Anträge auf Gmrrbung bti Ortsbü-""-''"chts ntnrh:gt, roeit-'t 9fnträ^e fof!tn VV- ur Entsch i int i über i b sch^o e ie Er ö u g zurückgeiu l t roeroen. Der jäyruch' Gebal, tej Bürgermeisters wird auf 10 030 Mk. festge'ert, und zwar 5000 Mk. Grundgehalt und 5000 Mk, Teuerungszulage. Der Beschluß wurde in Ab­wesenheit des Bürgermeisters mit Mehrheit gefasst, ein Teil ber Gemeinderatsmitqli.der war iflr 400Q. Mark Grundgehalt und 6000 Mk, Teuerungs­zulage.

Nu» Oessen.

Die Abstimmung im hessischen OVerlthrer- vevein.

Wir nerben um Ausnahme der folgenden Zu­schrift geb ten:

Tie Zuschrift ber vier hiesigen Ober­lehrer in Nr. 284 des Gießener Anzeigers ist geeignet, ein dvrckwus falsches Bild von ber Abstim­mung im Hessiichen Oberlehrervercin zu geben. 5)h Gegner des Vorstandes waren saft vollzählig er» fch enm, da es galt, einen wohl vorbereiteten Stoß gegen den nach ihrer Ansichtreaktionär" zu­sammengesetzten Vorstand zu führen, ^m ganzen hatten sich 312 Heroen in die Anwesenheitsliste ein» geschrieben. Nach der Abstimmung verließen die Gegner, etwa 50 Herren den Saal, um gesondert $u beraten. ZuMg ben, daß noch einige Vorstccnds- gegner im Saal zurückgeblieben waren so geht doch aus diesen Zahlen schon unzweideutig hervor, daß die Mehrheit wirklich überwältigend war. Noch un­günstiger aber gestaltet sich das Abstimmungsergeb' nis für die Mindcrl'eit, wenn man bedenkt, daß die Anhänger des Vorstandes des über 930 Mit­glieder zählenden Oberlehrer Vereins zum größrtn Teil der Tagung ferngeb.'ieben waren. Nun soll das Ergebnis ber Abstirnnr' ng zpvifelbaft gewesen gewesen sein, so daß di.se wiederholt werben mußte. Ja. ein Hammelspnmg sei vorgeschlagen wvrSen. Das letzte st'mmt. aber znwiselhaft war das Ergeb­nis nicht. Mehrere Herren riefen,nach ber ersten Abstimmimg imb der Gegenprobe, daß eine St'mmenzählimi vorg nommen werden solle. Der Vorsitzende mar ''edoch der Ansicht daß dies voll­ständig überslüfsig sei und bat einen Führer der Gegner, zu ent'chnden. ob eine zeitraubend- Zäh­lung wirklich notwendig sei. So kam es zu der zweiten Abstiimnr- ng Der bett. Herr hat bei der zittaoetretenden überwältigenden Mehrheit rine für die Mrndcrleit z"^ifclloö sehr beschämende Zählung nicht mehr verlanrt. Die Anregung, einen Hammel­sprung vorzunehmon, sollte nur zur Erleichterung der Zählung tnrneu. nicht aber um zu entscheiden, welche Partei die Mehrheit habe Was soll mm die Bemerkung, baßvon keinem einzigen der Red­ner, die nicht bem Vorstand angebör en, das Vor­gehen des Vorstandes gebilligt wurde", bedeuten? Soll bam t ge'agt ftin daß mich die Versammlung bas Vorgehen des Vorstendes nickft gebilligt habe? Das Abstimmungsergebnis redet mtrllid) eine zu de"tlich' Svrack;e. Nun. meine Herren es war wirk­lich nicht nötig, noch tauge Verteidigungsreden zu halten. nack»dcm ber Vorstand alle Angriffe, die »nm Teil recht kindlich waren, restlos surüdMmc» sen hatte. Im übrigen war die Regie Ser Minder­heit gut, ihre Niederlage osfenüch liß, insbesondere als die Herren nach einstünbiaer ^Beratung ganz friedlich auf der Bildfläd« nneder erschienen wirklich fern Bild selbstbewußter, kraftvoller Oppo­sition. Vielleicht würbe eine Abstimmung in ben Amtsgenossenschaften die Streitfrage am besten en b drüben

GberheWcher Uunstverein.

Gießen, 3. Dez. 1920.

Die Weihnacht^nisstel'ung bes Cberh'ffifdyn Kunstvereins bringt eine Reihe neuer Werke, dar­unter auch von Künstlern, die bisher üjechaitvt noch nicht ober selten hier vertreten waren. Die Fülle des auf engem Raum zu Bietenden hat eine übersichtliche Gruppierung schwer gemacht imb erschwert auch eine Besprechung aus zu am men- fassenden Gesickftspunkten. Bemerkenswertes sei datier ohne systemat.schen Zusammenhang heraus» gegriffen.

Durch eine wenig verständlich; Verwendung Segantin,scher TechuU sind 2 0ctbilber von Josef ab ten er, Amenbingen, aufsallend. Rick)ard Kaiser-München l-at Sie Aufstellung mit zwei weiteren sehr feinen Landschaften l>- chickt.

Eine ganz andere LandschastSauffas'ung spricht aus den Bildern von D. Se i p-Frankfurt, der mit hellen, zarten Tönen eine lyrisch; Stim­mung erzielt. K Pelka- Darmstadt zrigt bufthe Tannen meist im Kontrast zu verklingenden Efe- brrgsaueschmtten. Fr H e i n - Leipzig sucht bem otimmungSgebfllt der Watbestiese ebenfalls gc- recht zu werden, ohne jedoch zu ihr bas intime Verhältnis wie Pelka zu finden.

M. Stegmoyer - Darmstadt feitet mit "was kühl ausgefaßten Motiven aus her Umg-bimg vv" Gießen zu Gießener Künstlern über, die btee Wcihnachtsausstetlung besonders stark le'chickt haben. Die grüßte Beachtung verdient R. B ün-

8u8 betn ?

" Dar f t!76 Dom ! -fanilienuri ta des Gc N für die Wen Düi achis<tzten.

Du Ne (tote lÄtmbtt 192Ü& ' M bangmin, Somidt) auifäl allen Maden i

Der Sängerkranz Gießen veran­staltet am Donnerstag, 9. Dez., abends 8 Uhr, in der ndrien Aula ber Universität ejice Aufführung der ahreszei t en", Oratorium von Jo>. Haydn. Am Vortage findet ebenfalls um 8 Uhr in der neuen Aula die öffentliche Haupdprobe statt.

Die Balten aus Gießen und Umgegend werden zu einer Zusammenkunft im Universitäts- Cafö in Girßen, Plockstraße, am Freitag, 10. Dez., nachmittags 4 Uhr, eingeladen.

*r öu dem Vortrag des Reichs- tagsabg. von Graefe-Gotdebee wird uns nod> gtridtrieben: Ter Vortrag sendet morgen, Sonntag, abends 8 Uhr im t a t h o L_ Ver­einshaus, Liebigftraße, statt. Ter Saal ist geheizt. Herr von Graefe war eine Reihe von Jahren tm diplomatischen Dienst tätig und ist in ber ganzen Welt herum gekommen; er darf wher für sich in Ansprud? nehmen, ein bejonders guter Kenner der auswärtigen Politik zu fein. Der fetzt tm 62. Lebensjahre stehende f&xclamenharter ist trotzdem ein lugeubltcher Feuergetft geblieben und von ungewöhnlick-er Eraftizitäl, die ito auch be­fähigte, bei fernem vorgeschrittenen Alter ben fdw- cen Krtegsdienst in vorderster Linie, ja felbst fcklwere Verwundungen gut zu überstehen. So Bleibt Herr von Graefe auch em stets unerschrockener na­tionaler Vorkämpfer trotz der ihm in ben letzten Wahlkämpfen voqi frecher DubciM,and zugefüglen echeblichen Besck>ädtgmigen.

** Di e Deutsche Volks Partei hält Montag abetid 8V< Uhr im , Hindenburg" einen TislussionSabend mit einem Berickst über den Nürn­berger Parteitag und eine Aussprache über hef- siscl>c Politik ab.

** Das Fest der silbernen Hochzeit begehen am 6. Dc-ember Sie Eheleute Joh. Ludwig Appel und Frau Elisabeth, geb. Heidelbach, Kaiser- Allee 24.

** Das kürzlich inS Leben gerufene Wirtschaftskartell Gießen, das den Zweck verfolgt, das Bürgertum ohne jede Rück­sicht aus Parteizugehörigkeit und ohne Rücksicht auf Kvnfesßon ober Religion zu einer wirtschaft­lichen Macht zu vereinigen, nimmt, wie man uns schreibt, eine erfreuliche Entwicklung. Die im hes- silchen Landtage an dem Abg. Ka ii 1 gestellte Anfrage über den Hess. Schutz- und Wirtsckiasts- bunb, dem baS Wirtschaftskartell Gießen ange- lwrt, sind bekanntlich eine Bcantworttma seitens Ser Regierung, daß gegen einen wirtschaftlichen Zusammenschluß keinerlei verfassungsmäßige oder, staatrechtliche Bedenken bestehen. Die Antwort konnte nicht anders ausfallen, da diese Wirt­schaftsorganisationen nur die Absicht haben, dem Bürgertum zu einer Stellung zu verhelfen, die ihm nach seiner Bedeutung für den Staat zukommt. Es soll durch sie eine ruhige, wirtschaftliche Ent­wicklung des Mittelstandes herbeigeführt werben, geführt gegen jeden Umsturzversuch von links ober von rechts. Nach den ausgegebenen Richtlinien steht das Wirtschaftskartell auf dem Boden ber Verfassung und sieht in der vorhan­denen Sicherheitspolizei und in der Reichswehr die in erster Linie berufenen Körperschaften zum Schutze von Eigentum und Leben. Ms eine Art Bürgerliche Gewerlfchaft vertritt es die Jnter- efien des Mittelstandes, den es in den jetzigen schwierigen Zeiten durch Zusammenschluß wirt- fdiaftlich stark machen will, damit er nicht durch andere Organisationen auf die Seite geschoben und zur Dedeutungslosigkert verurteilt weroen tann.

* HeimstättenauSschuß der deut­schen Gewerkschaften. Die Wichtigkeit ber Heimstätten- und Siedlungsfrage hat, wie man uns schreibt, auch hier die verdiente Anerkennung gefunden, indem gestern abenb ein dreigliedriger Ausschuß der Groß-Gewerkichaften gebildet wurde. Dessen Ausgabe wird es nun sein, auch in unserer Stadt für eine gesunde Boden-Vorratswirtschaft und -Verteilung einzutreten und den Heimftätten- gebanfen nach einheitlichen Grundsätzen zur Durch­führung zu bringen. Mitglieder des Ausschusses sind: Albert Biermi, Bahnhofstraße 15, afS Ver- tre er besAllgemeinen Deutschen Gerverki'chaftS- bundes", Ferd. Johann Mohr. Balmhofstr. 9 a, für benDeutschen Beamtenbirnd", Georg Grünig, Bahnhofstraße 66, für dieArbeitsgemeinfchaft der freien Ängestelltenverbände".

Landkreis Ziesten.

HkssisH- LanLes-Wonderblihne.

** L ick» 4. De-. In der heute abend ftatt- fi-^benben Vorftellm'a derVersunkenen Glocke" sind befck>äftigä die Damm: Elisaheth Maisch (Magda^, Jutta Wilf'ng <Die alte Witti­ch n>, Irene Kohl (Rautendelein''. Grete Bniibt S'E«riitt, Cla a Kühncmann, Else Gractz. Irene itfdrfe /Elfen). Tie Herren: Kvrl Kreuzin^cr ^Glockengießer , Adolf Sch'ifmer (Pfarrer', Karl Schnell (Scknilmoister), Äk'ert Arid <Barbier), Adolf Borstendorfer (Nickelmann), P«iul Schnerl 'Waldschrat». In der motfl gen VorstellungI u ° gendsreunbe" sind beschäftigt die Tarnen: Grete Berndt (Dora Len^», Gertrud Falkner, l Amalie Sieberts Jutta Wiffi-y (Toni Seitenler« g-r-, Elfe Gractz (LiSbeth Ge lach/ mtb die Herren: Brimo Wartene) Ernst Stocki ger, Hans Fromann iPhilipp Winkler), ?Idolf Sck<if'ner (H'inz Haoe- dorii). Karl Kren»:nger (Waldemar Scholz), M- bert Arid (Stephan Diener).

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