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Zweiter Blatt

8k. 255

litttvoch, 6. LM

chdruck verboten.)

Fortsetzung 3.

Sie sagte das fb leichthin, als handle sich's um tDas völlig Belangloses. Achim Falkner aber oct* nvb es. rhrem Bl ck zu begegnen; mit ernster Niene starrte er vor sich hin.

Du hast recht," sagte er nach einer Weile.Es dire unwürdig, zu verheimlichen, was feiner Reckll-

cuf Weiterabfertigung von Wagenladungen rotrb tut entsprochen, wenn die behördliche Genehmi-

Abmarsch 2

t-»,«» *

die Kalkner aufLinüenhöhe

Roman von Reinhold Ortmann.

"^r-Heicht vergriff ich mich im Ausdruck; lrtz Ju aipJ?9efi; ich will nicht, daß du von die,em ^enen Mädchen geringer benf't, als sie es oex> JgL -uas dir als gewöhnliche Lrebschaft er* i" Wücklickckeit etwas gmz an» e.: es ^war ein aus innigster Verehrung er* "" -undsckxt t.oe.häl nis ein gegen!ri*

cheien-

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»ttünHer*.hc

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scrtigung, feiner Beschönigung bedarf, denn nie plb Beziehungen zwischen Mann und Weib reiner wd unschuldiger gewesen alL mein Verhältnis ju Lrita."

Ich glaube eS und bin gar nicht begierig, t# noch eine verspätete Buchte zu hören.

Trotzdem möchte ich davon sprechen; ich hätte * wohl auch ohne deine Anspielung beite ober ^rgen g.'tan. Es soll in deinem Le zen fein ei>.rfüchck.ges Misst anen gegen Eri a aufkommen."

Frau Signe Iad>te ihr kurzes, girrendes jLachen. .Cifer, udjt? Tu hast mich ganz und gar mtb- veNlanden, wenn du aus meinen Worten etwas T-nartiges herausgehörl hast. Meine Dieinung «ch mir selbst ist zu hoch, lyn oon diesem Bag- 4Cen Laster behelligt zu sein?'

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Au» Staöt und Land.

Gretzen, den 4. Okt. 1920.

Fleischversorgurrg nach Aufhebung der Zwangswirtschaft.

Beim Heber gang in die freie Wirtschaft sino -Vn der Br-Hörve Bestimmungen getroffen tom> 2at oie für die Interessenten von besondere: Wich- Lgkeit sind Dir bisher gültigen, von Den drei hessischen Biehhand^lsverbchnden ausgestellten Er- [ntbrriS tariert b halt n ihre GLtigfeit bis 31. De­zember 1920 Metzger, die Schlachtvieh direkt keim Tierhalter auskausen wollen, benötigen bia> einer ErlaubniSkarte. Anträge auf Erteilung wn Erlaubniskarten sind unter Beifügung eines unoufgezogenen Lichtbildes an das Kreisamt zu achten. Di? Erteilung ist dem Landes-Ernährungs- 2Mt Vorbehalten.

Metzger bedürfen zum gewerbsmäßigen Klein- hmdel mit Frischfleisch der Erlaubnis des Kreis- amted, sobald sie nicht die Besurms zur Führung «s Meistertitels besitzen. Personen die nach den bsher gütenden Vorschriften zum '.ewerbsmäßigen Verfem, von Frischfleisch -imelas':, waren, dürsen .y.ca Gewerbebetrieb auch ohne Lui? Erlaubnis bis ,pn 1. Januar 1921 weiter ausüben.

Tie Preise für Fleisch und Wurstwaren sind rt BerkausSstand anyibringen, und zwar so, daß ir auch von außen sichtbar sind.

Zum Obstversaudt.

Auf Grund der BersandbLschränkuug von Obst 5ti Beförderung nach außerhessischen Stationen Mrd von der Eisenbahn nunmehr, wie folgt, »erfahren: Stückgutversand über 50 Zentner wrrd rar aus Frachtbriefe mit Sichtvermerk des Kreis- r. m t c § vorgenommen. Bei Wagenladungen ist schon bei der Bestellung des Wagens der Fracht- mef mit Sichtvermerk vorzulegen. Demnach ist bei jeder Wagenladung der Sichtvermerk lt8 Kreisamtes emzuholen und nicht, wie seither.

cung hierzu erteilt ist.

Hessische- LandeSwandertiuo.

Die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen hat tersuchswei.se ein Landestvanderkino eingerichtet. Dieses Landeswanderkino soll in den Dienst von Unterricht, Wissenschaft und Volksbildung gestellt werden unb zwar in der ibgerunbet. Die Mittel zu der neuen Vorlage ver­schiedenen Orten Hessens vormittags und nachmittags für die O b e r k l a s s e n der Schulen, und abends für die Erwachse­nen Vorführungen von Lehrfilmen ftattfin- ben. Es darf erwartet werden, daß dieses Un­ternehmen allseitiges Interesse und Unter­stützung findet.

** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 24. September der außerordent­liche ProfZsor für Mechanik und ordmlliche Hono- larprofefsor Dr. tnq. Viktor Blaeß aus Darm- äadt zum ordentlichen Professor für Mechanik an tir Technischen Hochschule zu Darmstadt. Er- ifltrmt wurde am 29. »Lxpfember 1920 der Amts­richter bei dem Amts^richt Offenbach. Amtsge­richtsrat Dr. Ludwig Fuchs zum LandgerickstS- tal bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg r.ü Wirkung vom 1. Oktober 1920.

** Aus dem Stadttheaterbureau. schchmalS sei auf die morgige Eröffnungsvorstel- hingewiesen, die in dem historischen Lustspiel L r s e l o t t von der Pfalz" als erster Diens- npabonnementsausführung das gesamte Personal Ausnahme der Heroine (Frl. d. Br anders' auf ^ie'Bühne bringt. Diese hat Gelegenheit am Mitt- rod) sich in der Titelrolle vonM e d e a" dem bitsigen Publikum vorzustellen. Am 8. d. MtS. «'anal als 1. Freitagsabonnementsvorstelnng der 5inallerzyklusMena gerie" von Kurt Götz zur Erstaufführung. Am Montag (heute), nach­mittags Den 3 bis 5 Uhr, findet an der Tageskasse o r Die Ausgab? der noch nicht eingelösten Diens- lay-Abon-em'nts statt.

** Ter Hessen-Darm st ädter BolkS- !?<rein in Neuyork hielt, rote uns einer un­trer liefet aus einem Briefe mitteilt, den er fetzt erftelt, am 5. September ein Wohltät'gkeitssest cb. welches sehr gut befudjt war. Tie Herren Otto flies und Christnrn Gerhardt, betbe aus ©rün- <t0/ hielten Anspoackzen, in denen hervorgrhoben rairde, daß es notwendig sei, ben notleidenden bilksgenosseri in der aten Heimat über den bm* smbeu Winter hinaus?ülel en, ta es dort be- PderS an Fett, Milch, Fleisch unb Döehl mangele, «b ein Vertreter vom deutschen Roten Kreuz

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SäLS 5JJ aus nmigster Verehrung er« Tff | in V' ; i t. oerhal Nis - ein gegen!ci»

i 1 & | j ^^E^ehen und Jneinande:-Ausgn.en roi eiS ^^emander r<rwachse.^en Geschwi-

bete i* w.if-1 erst bei Ladungen von über 50 Zentnern. Anträgen HO ble (8t ff "rW SnViff>rnbfpTt!<nma hnn MaaenladunoCTr mtrh birseodwklchtz,

onato haben,

dS. Monn«, k tutibnm dr-1» "sttS ttainreite Men, 2,Crtl» lilhelm Roonnr. 26IL" cker^, nett. Schnitt Sn l. 7050 an d. Eieh. er nimmt 11 Tarn

Miitzten in v monatl fBergvi.n erst Kranen Ili mmet 58. ff ir leiht iunn. 8 700 Mait en Sicherheit lkrttche Rütkzahl rlftL Snneboie an den Sie» tfitttbe F iWiOeneine? idjen alten Sinbtl 3i. Näheres imi ter Witter.

lUltb Wl rSdgcn.W'I

Vereine

V.E

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)Montag, 4. Gttoder 1920

sprach sich in diesem Sinne aus. ES wurde wie­derum eine namhafte Summe aufgebracht, für welche zum Teil 9iabnmg5mittd entsandt werden sollen. Ein Teil wird in bar abgeianbt.

** Der Wartburg-Verein mußte in feinem Wochenprogramm die Singstunde ändern. Näheres siehe Anzeige.

Landkreis Gießeu.

Annerod, 4. Okt. Der hiesige Ge­rn e i n d e r a t beabsichtigt im Laufe des nahenden W n ecS innerhalb des Dorfes eine neue Straße aiuufegen, welche die Hauptstraße mit dem öst­lichen Zipfel in gerader Linie verbindet. Dadurch wird cklchi allein eine roll, kommene Berdienstmög- lichfeit für Arbellslose geschaffen, sondern auch den Landwirten unseres Dorfes eine schon lang er­wünschte Abkürzung des Fahrweges ins Feld her­gestellt. Gleichzntig wird dadurch neues Baugelände aufgeschlossen und der Logepürn des Dorfes mehr avgerundet. Die Mittal zu der neuen Vorlage ver­mag die Gemein de lasse aufzubringen.

Kreis Büdingen.

± Fauerbach bei Nidda, 3. Okt. Der HassiabezirkStag für den Bezirk Nidda wurde hier unter dem Vorsitz des Hauptmanns d. R. Schneider-Unter-Schmitten abgehalten. Es wurde eine Liste der KrieaSveteranen von 1866 und 1870/71 aufgestellt, um für diese Altveteranen beim Reich einen Ehrensold zu bewirken, lieber die Fürsorgevrganisation der Hassia für Kriegsbeschädigte und K'ciegs- hinterbliebene referierte ein Präsidialmit­glied aus Darmstadt.

Kreis Lauterbach.

rr. Schlitz, 1. Okt. Infolge fortgesetzt ge­steigerten W a s s e r b e d a r f s, der zur Folge batte, daß in den hochgelegenen Stadttellen während der Sommermonate öfters selbst mit keiner Wasser­pumpe Wasser in manche höher gelegene Wvhn- räume geschafft werden konnte, hat sich nunmehr der Stadtrat entschlossen, zwei neue Quellen fassen zu lassen, um dadurch den Wasserdruck im Sammelbass in zu steigern.

Starkenburg und Rbeinbessen.

sw. D a r m sta d t, 1. Okt. Das Pfründer- hauS ist in unserer neuen Zeit vielen ein Dorn im Auge gewesen. Man hat sich dicher entschlossen, die Bezinchmmg Pfründerhaus inStädtisches Altersheim" umzuwandeln.

Hessen-Nassau.

[] Wetter lKreis Marburg), 1. Okt. Lehrer unb shm or Heusinger hier beging heute in voller Gesundheit sein 40 ähriges Drenstjublläum. Ätzm wurden zahlreiche Ehrungen zulell

<fierid)t*iaaL

Berlin, 2. Okt. (Wolff.) Wie der Vorwarts^^ meldet, wurde in dem Wieder aufnahmeverfahren gegen die Mit­glieder desMarburger<studenten- k o r p s die ursprünglich auf den 18. Oktober angesetzte Verhandlung vor dem Schwur­gericht in Kassel auf Mitte November ver­schoben, da vom Verteidiger und der Staatsanwaltschaft sehr umfangreiches Ent­lastungsmaterial überreicht wurde.

Dtrmifcfote»«

Ein neuer Ausbruch des Vesuv.

Neapel, 2. Okt <WB.) Am 27. September brach der Eruptivnskegel aus dem Ve­suv heraus. Ter Gipfel wurde furt^efdileubcrt und reichlich? Lave floß heraus. Tie Tätig­keit des Vesuvs dauert an, doch beliebt nach Mitteilung des Observatoriums keii e Gefahr, da die Eruptionen stets im Innern erfolgen und die Lava in den Krater gründ zurückfällt, dessen Durch­messer mehr alS einen halben Kilometer beträgt

Sandel.

Berlin, 2. Okt. Börsensttmmungs- bild. Die Börse ließ ein Nackuasten der Gesä?äst> tängfeit e .tennen. Name- tlich am 9)6onb nmarftc wirkte offenbar die Beendigung des Kampfes um die Aktienmajorität. Beim Bochumer Verein für Bergbau auf die Kauflust einschränkend. Bochumer Aktien waren stark angeboten und ziemlich 70 Proz. niedriger. Sonst war die Haltung unregelmäßig BiSmarckhrtst-, Laura und Mm.'.nesman^'. rohren 7 bzw. 5 Proz., dagegen waren Phfelix im Zu­sammenhang mit der ang:b ii-en Inferesfenolmc einer h.^ländischen Finanzgoupue 8 Proz. höher. Döscka'ti^m setzten ihre Steigerung um 8 Pr>z. fort. Bon Farbwnnen büßten Ak'rengesells^a't für Anllinfabrikakti n und Badische A.rllin je 7 P^z. ein. Elektrowerle waren un ege lm ästig ledoch st.e-

a<n Elektrische Licht- und Kraftanlagen auf die Ankündigung der <Eieberauinabme bei Divid^chen- zablung um 12 Pro» Schucken und Semeni- HalSki waren 23 Pvoz. höher Von «vveziai- papieien konnten Adlerroerfe anfäng.td) 10 P oz gewinnen, aber den Gewinn nur zu einem klei­neren Teil behaupten. AugSburg-Nürnbergcr Ma- schiw-n stellten sich 7 Proz. höher. Gebr Böhler verloren 16 Proz. Am Ban len markte hielt bte Festig feit bei öeinen Besserungen an. Devüen- turfe nxrren mähig abgefchwächt. Valutapapiere nachgcbend.

F r a n f f u r t a. M., 2. Okt Börsenstim- mungsbild. Trotz des Wochenschlusses ent­wickelte sich an der frnitigen Börse auf verschiedenen Gebieten eine feste Tendenz. Don inländischen In­dustrieaktien waren erneut Montanpapiere gefragt. Adler Kleher würben rege gehandelt. Daimler Äio- toren behauptet. Fest lagen bei gto&n llms'.tzen Elektro Licht und Kraft. Lahmeher höh-i, desglei­chen Bergmann. AEG. fest. Chemllche Werte meist abgefchwächt. Größeres Interesse machte sich für Dankafiicn bemerkbar. Oesterrvichische Kreditanstalt schwach. Bulutapapiere lagen sonst im allgemeinen vernachlässigt. Mexikaner teilweise abgelchwächt. Sd-ni: i-rtSaktien rückgängig. Im Gegensatz zu dem Jom -jrroiegenb ruhigen Geschäft zeigte sich in Kai s ^industriepapieren eine vorwiegend feste Stim­mung, wobei vereinzelte Spezialpapiere ansehnlich anzogen. Privatdiskont 4 Pritz. unb darunter.

Frankfurt a. M, 4. Okt.

Kevtfenmarkt.

Delk»

*Datum: 1.0

Brief kl.

Geld

2.

Brief

Dht

TfmfTerbain. otter b. Drüstel-Anyverpen llhristiania. .... Kopenhagen .... ötockholm. ..... Heising for» . ... jtalien. ... .... London........

!TietD-7)otl. . . .

Tarts....... .

Schweiz.......

Spanien......

Wien (altes) . . . Deutsch-Oeftecr. adz. Prag........

Budapest.....

Bulgarien .... KonsiantmopU. . .

Datum 5e'0DeutJtdeg5anL 4°^Deut.Reichsanll 3°/Deut.Reichsanl. 4°/. Preutz. Konsolr Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto» Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyl» Boch.Gutzstahlwrk. D -Luxemb Dergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl. Eisens. B. Oberschles.Eifenind. Phönix-Brgb. Akt. Bad.Anilin-u.Soda HöchsterFarbwerke Elek.r. 2ll E. G.. Schuckert-Werke. . gelten - (ßuiJeaume Daimler......

Bud-Lifenw.-Akt. Adlerwerke .... 4®/e5eff.Staat5anL Electron ibriest)cim

«a

anne ...... Amsterdam w . Aopen^age». . . .. praj. . .....

1913,05 1916,95 1908,05 1911,95 432,05 432,95 434,55 435,45 879,10 880,90 861,60 868,40 866,60 868,40 854,10 855,90

1218,75 1221,25 1216,25 1218,75

175,80 176,20 169,60 170,20 254,70 255,30 254,70 255,30

213,50 214,- 213,75 214,25

61,55 61,69 61,13 61,27 409,55 410,45 412,05 412,95

986,50 988,50 986,50 988,50 900,10 901,90 900,10 901,90

23,97 24,03

25,34 25,40 25,22 25,28

81,52 81,72 81,27 81,47

19.48 19,52 18,73 18,77

« < ->,E

vörseuknrs».

Frankfurt Berlin

Abend- Schluft- Schluft- Schluß- Kurs Kurs KurS Kurs 1. 10. 2.10. 1.10. 2.10.

79,50 79,50 79,50 79,50

68,30 68,30

62,90 63,20

67,40 66,75

158,- 157,- 159,50

316,- 319,50

229,50 227,25 229,-

197,- 199,- 200,-

170,- -,- 170,- 173,50

153,- -,- 153,- 153, -

184.50 184.- 184.25

180,50 179,50 697,- -,-

353,50 358,- 352, - 355,50

276* - 278^50 283, - 290, - 545,50 550,-

506,-

403,-

298,- 299,-

229,50 230, -

226,75 -,- 453,-

299,50 300,-

333,-

rkuotterunge«.

Datum

180,- 698,50 353,50 350,- 360,50 275,-

280,- 545,-

515,- 407,-

299,- 230,50

461,- 224,75

440,-

331!-

1.10.

10,10 5,25

11,25

181,13 636,50 356,50 355,-

360,25 280,-

283^0 550,-

507,-

400,- 299,70 233,- 460,-

225, - 448,50 302,-

339'-

2. 10 IQ 20

5.25 12,-

Stockholm......

tuuu.......

London .......

. . .

8*20

8*30

t3n einem Teil tvr Au'lage roreb-rboltj Die Finanzkonferenz in Brüssel.

Brüssel, 2. Okt (WD8.) Finanzkon- ferenz. In der Diskussion, die sich an

den Dortvag des französischen PizepräfidentenlCol­lier an schoß, sprach der bll zücke Minisüi- präsllant Telac roir über Ui c Borlck^äge, eine internationale Bankzu gründen, bte durch die Ausgabe von Oblig-tt onen btc Mittel für den Wiederaufbau schaffen fall. In der NachmittagS- sitzung sprachen zunächst die Vertreter Rumä­niens und Brasiliens Während der Zu­stand b:r Finanzen des ersterai Land?5 cm ganz ungünstiges Bild bietet, zeigt Brasi.fen alle z nck)en crncs roittsckvftlich le festigten Staates. Für die fvaTr^ösische T^esation fprach 7wch E h e y s 1 v n. Sein Bericht ist pifjicm bemerkenswert, als er die eigenen Anstrengungen Frankreiäs t,en?orbä>t, die für beit Wiederaufl^u der zerstörten Gebiete getan wurde. Es seien hierfür rund 21 Milltanen Franken ausgew - ' ivotben. Tabei und) aber nicht sonderlich f daß auch Deutschland fein Bude-et mit ?.a . en iDtilliarben belastet, da

Tert iand nach se.n Friedens'.ertrag a le Lasten zu :. i:ut hat, die aus dieser Ärederaufbauarb?it cntü<'l;-en. Auch an sich bietet die französüche Ft- nanziogc im Vergleich zu Teutschiand ein gün­stigeres Bild, insoweit, als fick im lausenden Jahre die Ausgaben in bebeutmb engeren Grenzen ge­halten haben, so daß Frankreich sogar einen Tell seiner Auslatrdsschulden decken konnte. Für die italienische T^egation sprach Senator Be­rard, der die finanzielle und wrrtsck)asttiÄe Lage als ernst bezeichnetr, die heute durch die roirt^ schaftlichm und sozialen Kämpfe noch verschärft würden. Schließlich sprachen noch die Vertreter der griechischen, livaurschen intb chinesrschen Delv- gatirm.

Togo und Kamerun.

Berlin, 2. Okt. (WTB.) Tie Zeitungsnach­richten, daß Frankreich die ehemaligen deutschen Kolonien Togo und Kamerun zu annektieren beabsichtige, machten bte Mitglieder des Reichs­tages, Laoerrenz und Bernd zum Gegenstand einer Anfrage an die Reichsregierung. Die Rrichsregie- nntg kennt die fraglichen Zeitungsnachrichten und verfolgt sie genauestens. Sie roirh selbstverständ­lich fern Mittel unversucht lassen, auf die Einhal­tung der Bestimmungen des Artikels 22 des Frie- densvertrages hinzuwirken. Tie deutsche Regierung taten jedoch nicht annehmen, daß die französische Regierung angesichts beT klaren Wortlauts oeS Vertrages mit der Absicht umgebe ober damit durchdringen könnte, die früheren deutschen Kolo­nien Togo und Kamerun zu annektieren. Eine solche mit dem Serfatlfer Vertrag nicht in Ein­klang stehende Maßnahme, der die Reichsregierung die Anerkennung versagen müsse, widerspreche der von der ftanzösischen Regierung mit so großem Nachdruck vertretenen Politik der strikten Erfüllung des Versailler FriedensVertrages.

Eine polnische Universität in Bromberg?

Berlin, 2. Okt. Nach demBerliner Tabebl." soll in Bromberg eine polnische Universität eröffnet werden.

Die Fortschritte Wrangels.

Paris, 2. Oft. kW TB.) Nach einer Mel­dung aus Konstantinopel sind die Truppen deS Generals Wrangel ttotz des verzweifelten Widerstandes des FeindeS, der immer neue Re­serven ins Gefecht roirft, besonders Kavallerie und schierische Truppen, wellet gegen Sixelrikow vor­gerückt.

Niederlage der Bolsthewiki In Sibirien.

Rotterdam, 2. Oft. (WTB.) Laut Niemoc Rotterdamschen Courant" meldet der Wochenbericht des britischen KriegS- ministeriumS unter der Rubrik Sibirien: Alle bolscheroisti'chm Divisionen haben die Ostfront verlassen. Die Bolschewisten verlieren in Sibirien bedeutend an Boden. Äntiboischewistische Streit­kräfte sind in Domsk, Nikola ewsk uns anderen Orten aufgetaucht. Auch ein Teil des Heeres der Regierung von Werchnc-Udinsk hat sich gegen die Bolschewisten erklärt und diese mit Sack und Pack verlassen.

Zur Abstimmung in Äüruten.

Wien, 2. Oft. (WTB.) Verschiedenen Mel­dungen znfok'ge haben die Jugoslawen an der Grenze des Kärntner Abstimmungsgebietes größere Truppenmengen zusammengezogen. Das österreichische Ministerium des Aeußern beauftragte den österreichischen Gesandten in Belgrad, bei der fugoslamschen Regie.ung in freundschaf kicher Weist vorstellig zu werden und auf bfe Truppenansamm- lungen aufmerksam zu machen.

Die englische Berggrbeilerbewegung.

London, 2. Oft. lWTB.) Nach ZeitungS» Meldungen hab:n die Grubenbesitzer ben Berg­arbeitern eite Lohnerhöhung von 1 Schilling zugestanden, falls die jährliche Produktion 240 T?iHtonen Tonnen übersteige.

Sehr schön und sehr poetisch Warum aber, wenn ihr euch doch so ausgezeichiet oeefbanoet, warum nahmst du sie nicht yir Frau 7"

2BeiI ich mich tn dich tCT.'tebte, Sigre."

O wie schade! Hätte ick. es damals ahne-t können, ich roirx dem Glück des Fräulein Neu- Hoff gewiß nicht im Wege gerneien sein."

Sprich nickst so. ES form nicht bctn Ernst fein. Aber auch alS Scherz tut es mir roch Wenn es sich um die tiefsten unb heiligsten Dinge han­delt, spielt man nicht mit frivolen Dorten."

Warum, sollt ich es nickst ernsthaft meinen? Es gab doch im Anfang unserer Betair t'ch st eine Beit wo ich dich ohne ein übergross Hrrzweh hätte aufgeben können. Und ich roär.e es g ta.i hoben, wenn ich gerou&t hätte, daß du inetnet- wegen einer anderen die Treue b.achst."

Im gewöhnlichen Sinne Labe ich das nickst getan. Wir waren weder verlobt, noch war jemals eine Liebeserklärung über unsere Lippen gekommen. In seinen äußeren Formen roar unser V^ttehr immer geschwisterlich geölicbrn. Ich erzählte dir, daß wir be Mutter sehr früh verlöret, und daß Fvau Ncuhoff, als die Hausdame meines^Baters, Itntt ihrer unsere Erziehung übernahm, -sie roar die Witwe eines höheren Beamten und brachte rhr Töchbrrchen, das etwa im gleichen Alter stand rote meine Schwester Gerda, mit ins Haus. Erika roar viel jünger alS roir Jtnaben, und es währte large, bis wir in ihr etwas anderes sahen als das görn'.er- haft von oben herab z>u behandelnde Kbtd. Aber sie entwickelle sich früh, viel früher als Gerda; und so rourifc sie uns eine vertraute Freundin, als sre äußerlich noch ein kleines Mädchen roar."

Auch deinem Bruder? Ihr habt euch also, wenn ich To sagen will, in ihre Liebe geteilt."

Auf Achims Stirn erschlen ev.ie Falte, ferne Augenbrauen zuckten.Erichs Verhälmis zu ihr

veränderte sich später," jagte ec kurz.Er hielt sich au&.-rbem viel seltener im Vaterhause auf als ich. Uebrigend galten roir Erita als Vettern, rote fie jd auch meinen Vater Onkel ne.tnt, ohne daß in Wahr- h.it eine Serma.ibtfdxi't besteht; das besstmmte die ganz-; Art unseres Verfehrs, der sich aut die un­befangenste, natürlichste Art unLr ben Augen bei Frnu Neuhosf entroütelte. Als sie starb, war Erika tu tz ihrer achtzehn Zähre reif genug, selbst über sich zu wachen."

Wie alt ist sie beim fetzt?" Awnundziranzig " .

e>j? Ich hätte sie für jünger gehalten. Aber sie ist immerhin zwei Jahre älter als ich, unb es gibt sicherlich Leute, bte sie hübsch traben mür­ben. Ta ist es eigentlich ein gvoßes Unrecht, fte tn dieser Abgeschiedenheit cenauem zu la sen. Hierher verirrt sich doch nicht leicht ein Freier. Ober roart.t s e vielleicht auf etwas Bestimmtes

Ncin. Wie ich sie kenne, wartet sie a it nichts. Sie hängt mit aufrichtiger Liebe an memem Vater, unb das ist für sie Grund genug, ihn m Alter unb Krankheit nicht zu verlass en."

,,Wie edel. Aber du sagtest ,a schon, Latz sie ein _ seltsames Mädchen sei. Ta mutz ich btr neben ihr allerdings schr klein Vorkommen."

fr fehrte ihr sein Gesicht zu unb griff ro:e in einer plötz ichen Aufwallung von Zä,t.ichkelt nach ihrer Hm b.

Was f. Ute mich be'stimmen, Verstfeiche a-« zustellen zwischen dir und ihr? Dei. e Varzüg^ sind anderer Att als di: ihrigen; bis wußte ich sehr wohl schon in der Stunde, da ich mir brrübec klar wurd:, daß ich dich liebte. Aber vielleicht gibt es zwischen euch doch mehr Verwandtes, als dir selbst beroutzt ist."

93:rroanbt25? Tas bejrociffe ich leider sehr " i Nein, du sollst dich nicht verkleinern. Zetztl

tarnt ich dir ja gestehen, daß ich nicht ohne geHerme Sorge roar, als ich dich bat, mich zu meinem Vab.-c zu begleiten. Mir roar ja in beit zroetetn- halb Jahren unserer Ehe noch Beine Gelegenheit gstsoteit, zu erfahren, wie herzlich unb fürsorglich bu sein Dann ft, wie nachgiebig und anschmtegsa nt. Se.t gestern erst lernt- ich's erkennen. Unb ich tarnt dir nicht sagen, wle glücklich ich darüber bm."

Es ist feine Schmeick^lei, roas bu mir Da sagst: aler roir wollen darüber nicht rechten. Ich möchL- dich nur bitten, dein- Erwartungen ntdjt M hoch zu svaunen. Daß ich betntnt Vater freund­lich unb mit sck^tld'lger Ehrerotellmg entgegenttm, war bock stlbiwerlstäridlich. Aber man dan es mir nick-t schwer machen von keiner Selle. Sonst mützt. ich dich vielleicht doch eines Tages enttäujdjen- "

23er sollte es dir schwer machen, Signe? Zn meinem EftermHause ist sicherlich niemand. WM aber könntest du selbst noch ein übriges tun. Etwas, das eigentlich ebeitfj selbstverltMtdlich jetö solch: wie das andere."

Unb das roave?"

Wir sprachen seit langem nicht mehr so offen miteinander wie heute. Darum mag denn mich bas noch gesagt fein. Es roar in der letzten Zeit, mel- l-ncht schon feit mehr als criem Jaln, zwischen uns nicht mehr so, wie es hülle fein rollen. Ich wlll nicht sagen, daß roir uns fremd geworden roäven, denn das ist ein Wort, vor dem ich mich fürcht:. Aber es gab doch ei-vas roie ein mtsicht- banS Hindernis, über das hin weg rocr feibe b?rt rcdjten Weg nicht zu finden roustren. Wollen roir es nicht nxgräumen, Signe jetzt, in dieser Stunde?"

(Fortsetzung folgt.)