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sind.

v. Halfern.

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Be-

manck-e Straße im neusvM Wllfeck es tut

Berlin, 3. Febr. (Wolff.) Der lionbriit des Steifes Saarbrücken, Verwalttrngsprst d.mt Tr v. Halfern, der von-den französischer Machthabenr aus feinem kreise ansgewtesen tvurb, wird in das preußische Fin an zmin rste- r i um ein treten und das General vese rat über dm F7:iefxmsverttag übernehmen. Er erscheint hiw-- für besonders geeignet, da er in seiner bish'rigm. Tätigkeit reiche Gelegenheit hatte, von dm B-ckim- mrmgen des Friedensocrtcages und ihrer Praktik scheu .Handhabung Kenntnis zu nehmen.

derzug für Lessen am 10. Februar dort abgehen soll. Es ist also anzunehmen, daß er am 12. Februar hier eintressen wird. Die Liste der zu erwartenden 472 Kinder liegt der Reichs,zentrale für L^cimatdienst, Landes- abtellung Lessen, bereits vor. Leider werden nicht alle der zahlreichen eingelausenen Wünsche und Anmeldungen bei der Vertei ung berücksichtigt wer­den können. Ta viele städtische Pflegeeltern die Kinder nur einige Wochen behalten können, wird für manche der vom Lande eingegangenen Mel­dungen erst etwas später eine Besetzung in tracht kommen.

Veranstaltungen.

Mittwoch: Lichtspielhäuser wie Dienstag.

F. Köhlers Verlag, Leipzig. Ter tapfere Soldat, der erst im Beginn des Jahres 1914 in Daressalam lairdete und sogleich militärische Reorganisationen ins Auge faßte, verschtveigt nicht, daß er, im Gegensatz zu der Auffassung des Gouverneurs, der nominell das militärische Oberkommando hatte, der Ansicht war, durch Bedrohung des Feindes in seinem eigenen Gebiet könnte die ^Volonte am besten geschützt werden:

England batte kein Interesse daran gelebt, aus Rücksicht auf uns auch nur einen einzigen Mann in Ostafrika zu verwenden. England hätte auch den letzten brauchbaren Astori, soioeit nicht Rücksicht auf die englische eingeborene Bevölkerung uie§ beschränkte, zu anderen Kriegsschauplätzen, die wichtiger waren als der ost-afrikanische, heranzichcn können. Es hätte also für England zimckfellos Vorteil gehabt, wenn irgend ein Abkommen uns zur Neutralität verurteilt hätte; das war aber nicht der Fall. Die Kongvakle, die sich auf die äquatorialen Gebiete bezieht, spricht nur davon, daß. bei Konflikten von zwei der in Betracht kom­menden Mächte eine dritte ihre guten Trenne zur Vermittlung anbieten könnte^ Ties ist aber, soweit mir bekannt, von ferner Seite geschehen. Wrr waren also nicht verpflichtet, unsere Operationen aus Rücksicht auf irgend ein Abkommen zuruck- $u halten. Vom militärischen Standpunkt aus war es nicht für uns, sondern für England em Nach­teil, daß auch auf ostafrikanischem Boden Krieg geführt wurde. Ter Umstand, daß wir nicht neutral zu bleiben brauchten, setzte uns in die Lage, mrt unserer günstigen Küste dem deutschen Kveuzerktreg im Indischen Ozean als Stützpunkt und Zuflucht zu dienen. Vor allem aber tonnten wrr mit un­seren wenigen tausend Mann während der ganzen Dauer des Krieges eine genxiltig überlegene fernd-, liche Truppenmacht fesseln."

Lettäw-Vorbeck wollte den Feind fefert an der Unganbabafal fassen und angreifen. Einer Truppenversammlung im Norden am Kilimand­scharo stimmte der Gouverneur nicht zu; so fand die Versammlung notgedrungen einen Tagesmarsch westlich von Daressalam, auf den Höhen von Puga, statt. Höchst interessant ist die SMderung, ine der General von der großen Entscheidungsschlacht bei Tanga (41, 5. November 1914) entwirft, inti> wenn man heute auch ungern von Kriegs- ereignissen liest/ so wollen wir doch einige Steifen hwausgreifen, die einen Begriff davon geben, in welch lebendiger, anschaulicher Weise das Werk Lettow-Vvrbeck geschrieoen ist:

Bis dicht an den Bahnhof und in die St tot hinein roar der Feind mit zwonzigfickier lieber^ macht vorgedrungen. Hauptmann von Prince tvar mit seinen beiden Europäetttompagnien sofort vor- gestürmt und latte die zurückgehenden bvaven Tls- Eari augenblicklich zum StelM und Wiedervorgehen gebracht. Tas britische, nur aus Europäern- lang- gedienten Ntannsck-af.en, bestehende Nort Lan- cashire-Regiment, 800 Mann stark, wurde mit schweren Verlusten zurückgeworfen, und auch der .zwischen 'diesem Regiment und dem Strande vor­gehenden indischen Brigade. (Kaschmir-Schützen) wurden die. von ihr genommenen Häuser in hart­näckigem StraßenLunpf entrissen. Aber auch süd­lich von Tanga hatte Hauptmann Baumstark seine Koinpagnien an der Front eingesetzt, uitb nach etwa einstündigem Gefecht beobachtete ich, wie hier die Askari durch die Palmen bis an die Straße TangaPangcmi zurückgingen. Tie Europäer des Kommandos liefen sofort hin und brachten die

Leute zum Stehrn. Ich sehe noch heute den tem­peramentvollen und zähen .Hauptmann v. Ham­merstein vor mir, wie er voller Empörung einem zurückgehenden AStori eine leere Flasche an den tßopf warf. Tas bisherige- Gefecht hatte gezeigt, daß der Feind sich mit seiner in der Flanke un­gesicherten Front nicht weiter nach Süden aus- de litte, als der rechte- Flügel unserer Front reichte. Hier also.. mußte ihn der Gegenstoß vernichtend treffen, und jedem Teilnehmer wird brr Moment unvergeßlich sein, als hier die Maschinengewehre oer 13. KiomtAgnie mit ihtem Dauerfeuer ein» etzten und den fefortigen Umsclßvung des Gefechts herbeiführnm. Tie ganze Front raffte sich auf und stürzte sich mit jubelndem Hurra vorwärts Inzwischen war auch die 4. Kampa gnie eingetrof- fen; wenn sie infolge eines Mißverständnisses auch richt noch 1 weiter über die 13. ausholend. eingc- etzt wurde, sondern sich zwischen dieser und unserer Front -einschob,' so ßam fia- doch noch vor Tunfek- hril zum wirksamen Eingreifen, In wilder Flucht -loh der Feind in dicken Klumpen davon, uno unsere Maschinengewehre, aus Front und Flanke ton zentrisch auf i/n wirlend, mähten ganze Kom­pagnien Mann für Mann nieder.

Im Laufe des Dages verstärkte sich der Ein­druck immer mehr, daß die Meder lag? des Frin- des gewaltig g.wesen war. Ein höherer englischer Offizier, der genau über Einzell-ttoen unterrichtet war,tat mir später gelegentlich eines Gefechts, dessen englische Verluste er au£ 1503 Mann angab. gesagt, daß die Verluste bei Tanga ganz erieolich größer gewesen seien. Ich halte sio jetzt mit 2000 Mann noch für zu niedrig geschätzt. Größer Noch war die moralische Einbuße des Feindes. Aus Gefangenenaussagen und aufgesundenen offiziellen englischen Schriftstücken ging Terror, daß das ge­samte englisch-indische Expeottionstorps, 8000 Viann stark, von unserer ivenig über 1030 Menu starten Truppe vernichtend geschlagen worden war.

Erhaltet die Alleen!

Jeder wackere Deutsche liebt feine Heimat und wünscht, daß ihre eigenartige Schönheit er­halten bleibt. Darin denken alle Patrioten gleich, welcher Partei sie auch langebvreiT mögen. In Seiten schwerer Not tritt das Ideale und tue Rücksicht auf das Schöne zurück hinter dem Ver­langen nach Befriedigung der dringendsten Le­bensbedürfnisse. Eine solche Zeitperiode ist übet uns gekommen. Da gilt es nun den Kops oben behalten und zu verhüten, daß ber Heimat in der Ueberstürzung kein Weh zugefügt rorrb, etn Weh, bas in Jahrzehnten nicht wieder gehellt werden könnte. In Versuchung, einen solchen Fehlgriff zu begehen, führt der Brennstollmangel. Hier muß vor jeder Uedereilung dringend ge­warnt werden. Hier heißt es Abweisung von jeglichem Eigennutz, von aller Habsucht, wie sie sich hinter dem Vorwand verstecken, daß Alleen die Aecker beschatten, und daß ber hohe Stand der Holzpreise auszunutzen sei. In vielen Ge­markungen zieren Wildholz-Alleen die Straßen und sind ein herrlicher Schmuck der Landschaft. Wer will es wagen, ein solch ehrwürdiges und eigenartiges Wahrzeichen her Heimat anzügreifen? Werden unsere Alleen angetastet, so fällt es wie ein Fluch auf das Land. Die entstehende Leere und Oede heften für lange Zeit einen Makel au die Namen derer, die es verschulden,wenn der Heimat das Prachtgewand, das die Natur um ihre Schultern gefegt hall', heruntergerisfen wird. In der Hand unserer Behörden, vor allem der Kreisämter, wissen wir freilich unsere wertvollen Kulturgüter in bestem Schutz. Sache der ganzen Bevölkerung ist es aber, sich für jene Güter ein- zusetzen und es den Behörden zu erleichtern, deren Hüter zu fein, gegenüber unverständigen und unverantwortlichen Eingriffen. Wer sich eines solchen schuldig macht, den trifft moralisch der Vorwurf, das, was Eigentum der ewigen Gemeinde ist, den Söhnen und Enkeln wegzu- nehmen. Lasset darum die Hände von den Alleen!

0 Grünberg, 2, Febr, An der Straße GrünbergMücke, in ber Nähe unserer Stadt, ist man gegenwärtig mit dem Fällen von Bäumen beschäftigt. Es sind dies die Bäume an dem Straßenteife der vor bald 20 Jahren wegen feiner starken Steigung die beiden Ziegel­steige genannt durch einen Umbau außer Be­trieb gesetzt wurde. Tie Bäume sind meistens Eschen und Linden. Tie Stadt hatte hier eine Kckrschbau ntanlage gepflanzt und um diese im Wachstum nicht zu stören, wurde voriges Jahr an dieser Stelle )dx>n eine Reihe der Bäume niebei> gelegt, während jetzt auch ber Rest abgeholzt wird. Auch an der Straße nach Beltershain steht noch eine kurze Allee derartiger Bäume, die dorn Ver­nehmen nach ebenfalls ber Axt des Holzhauers zum Opfer.fallen soll.

Hiljswerk für die österreichischen Kinder.

Aus Wien wird gemeldet, daß der Kin­

nen. Näheres durch Anzeige.

** Uferini-Ga ft spiel. Ter Zauber­künstler Uferinr, der sich eines guten Rufes er­freut, wird am Samstag zwei Gastspielvorstell- ungen im Einhornsaale geben.

**T i e Herrin der Welt", ein Film- zyklus in acht Fortsetzungen, nach dem Roman von Karl Figdor. Der erste Teil:Die Freundin dci gelben Mannes" wird augenblicklich in den Licht­spielen Seltersweg gegeben. Dieser ungewöhnlich großzügig angelegte Filmzhklus ist in m»natt> langeii, äußerst gründlichen Vorarbeiten, mit er­sichtlich fabelhaftem Aufwand an Kosten, mit allem Raffinement künstlerischer Schöpfer'r udigkeit ge­schaffen worden. Das Prachtwerk deutsck)en Film- könnens vereinigt alles, in sich, was von ber .bitt* hasten Darstellung eines fesselnden JnhattsstF- verlangt werden kann. Tie ganze Umgeb iw," der sich die Geschehnisse abwickeln, ist vor M Toren Berlins aus dem mager.m märkischen ©bto» Hoden entstanden. Das Bildband das herrlM Chinesenstadtanfichten mit dem reizvollen ßferour enger- Gäßchen, mit Bootsverkehr, massiv scheinen­den Tempelbauten, und dem ganzen malerisch rott' kenden Chinamilieu roiebergibt verrät buK Tatsache nicht. Tie dekorative Ausgestaltung maM dem hierfür verantwortlichen Martin Jacoby-B^ alle Ehre. Mia May, die Darstellerin der Maud Gregoards, fesselte durch ausdrucksvolles Spiel.

Landkreis Gießen.

Blinvlaile.

x W ieseck, 3. Febr. Den Raum, der V Wochen im alten Schulhaus unsere G.dächtM ausstellung beherbergte, kirnt man nicht wi-llS', er ist in eine Wohnung um gewandelt worixm, Die bald bezogen werden tonn. Die immer grötet nxv benbe Wohnungsnot läßt aber alte pl** Versuche, ihr beijutommen, weit hinter sich. W vates Unternehmertum hat hier früher mit Aut- führung von Neubauten schon vieles gefeilte t; d'" Namen eines dieser Bauherrn hält der Naw- Möserstraßc" fest. Der Gedanke einer Bw genosjenschast wurde auch schon erörtert. Nun es so werden, daß die Gemeinde zur -ön*: Herrin wird. Unser schöner Wald wird. b-^sBau- holz liefern rnüs-en und Versuche mit Lehmstet- aus dem Boden unserer Gemarkung ermuntern durchaus zur Errichtung einer Kolonie vo> Einfamilienhäusern. Die Matertalfr^^ erscheint hier also leichter lösbar als and.'rsrov Die Baw und WvhnungsllomMission des meinderats haben sich mit Architekt Senßi^' der und Techniker H a n s u l t zu einer besonderen Kommission zu ammengeschlossen, die rasche um hoffentlich ganze Arbeit tun wird. Mit aua) iwrtr di von Herrn Senßfelder an geregte Hör1 schäft seinerPraktischen und künstleri.chen fragen in der Volkshochschule ist in unsenn DU die Stimmung sehr lebhaft, daß die kommen^ slo toure ein anderes Bild biedm muß,

zirrinial nöckentlich> noch mit folgenden Dampfern statt- 1. DampferPrincipessa Mafalda" nach Rio be Janeiro usw. von Genua am 4. Febririr, Posschlutz i.i Frankfurt (Main) Auslandstelle, am 1. F-e,ruae. 2. DarnpfecRoo drm" nach New- York, o-on Rotterdam am 13. Feoruar, Postschluß, in Emmerich (Auslandstelle) am 11. Februar vor- J

£ettoro=Dorbctf$ (Erhnerungn aus Dstastila".

Wir haben vor kurzem berichtet. wie auch öon englischer Sri le dieGröße" des Verteidigers von Ostafriba anertannt luicb, und die fütetbung, > das britische Kolanialamt unfece einmalige Kytonic inGeriet von Dan.anjito" umgctault bat, ist ein Anlaß, noch einmal in einem Buche zu blättern, baäumtet ten.lt L-rari|d/en Ncuerschciirungm keines-

** Ein weiterer Heimkehrertrans­port von 1000 Mann wird heute nachmittag 4 Uhr in Gießen eintreffen.

** Aus dem Stadttheaterbureau. Als zweiter hessischer Dichterabend wird am 14. d Monats Ni-bergalls bekannte Posse Tatterich" gegeben. Als dritter hessischer Dichterabend folgt im März bas symbolische Schauspiel von Schwarz (Echzell) Diogenes" oderEin Narr des Lichts". An Neueinstudierungen bringt ber Februar noch SchillersFies ko" und die OperetteDie Frau i rn Hermelin" von Gilbert.

** Braunkohlen - Ausgabe für Minderbemittelte. Die letzte Ausgabe fin­det am Freitag nachmittags zwischen 2 und 4 Uhr im stadttschen Hospital, Seltersweg, statt.

** Holzausgabe an Haushalt an- g en. Auf die in den Händen der Bezugsbereck)- t'gten befindlichen Bezugscheine für Holz muß bis zum 18. Februar ds. Js. das Holz bei dem städtischen Lagerplatz an ber Steinstraße abgeholt fein, da eine dcachlieferung wegen einer beabsichtig­ten zweiten Ausgabe Dom 19. Februar ab nicht nicht mehr erfolgen iäitn.

Mitteilungender Rei chspost. Im Monat Februar fi.tben Po st ab gange nach Amerika außer mit englisäten Dumpse.n (llwa

(Endgültiges (Ergebnis ber Zparpramienan eihe.

Berlin, 3. Febr. (Wolff.) Das vollständige Ergebnis der bei der Reichsbank angemeldeten Jnchnungcat der Spar-Prämtenanleilte.t liegt jetzt vor. Ein Vergleich mit der 9. Kriegsanleihe ergibt folgendes Bild:

.Die Rhrinlande, «Westfalen, Ostpreußen, West-- Preußen (soweit betagt) und Scheswig-Holstein 411 Millionen Sparpr.-Anl. gegen 2733 Millionen Kr.-Anl., d. ch. 15 Prozmt der Kr.-Aul.-Zeichnung; davon Rh.inland und Westfalen ruitd 300 Mil- lioneit gegen 2V1 Milliarden Kr.-Anl. = 13 Proz

Dagegen das übrige Reich 3402 Millionen Sparpr -Anl. gegen 7511 Millionen Kr.-Anl,, ' d. h. 45 Prozent.

Insgesamt sind gezeichnet worden 3818 Million n Sparpr.-Anl. gegen 10 433 Millionen Kriegs-Anleihe.

Ei ige Einzelresultate seien hier wre- bergegeben: Essen 12 Mill. Sparpr.-Anl. gegen 20o Mill. Kr.-Anl. - 6 Proz. Düss ldorf 57 Mill. Sparpr.-Anl. g gen 638 Mill. Kr.-Anl. = 9 Proz. Königsberg 16 Mill. Sparpr.-Anl g?gen 92 Mill. Kr.-Anl. =r 17 Proz. Bremen 33 Mill. Sparpr,- Anlrihe gegen 86 Mill. Kr -Anl. 38 Proz. Hamburg 103 Mill. Sparpr.-Anl. gegen 246 Mill. Kr.-Anl. = 42 Proz. Frankfurt 175 Mill Svar- prämiLn-Anleihe gegen 347 Mill. 51r.-Anl. 50 Proz B rlin (Reichsbank, daher auch z. T. von außerhalb) 1352 Mill. Sparpr.-Anl. gegen 2553 Millionen Kr.-Anl. = 53 Proz. München 115 Millionen gegen 173 Mill. Kr -Anl. 66 Proz. Bayern (rechtsrheinisch' hat 355 Mill. Sparpr- Änlrihe gegen 475 Mill. Kr.-Anl., d. h. 75 Proz. und damit vergleichsweise am besten gezeichnet. Bayerische Pfalz llinksrheinisch) 31 Mill Sparpr- Anleihe gegcri 89 Mill. Kr.-Anl. d. h. 35 Prozent.

Das Wolff-Bureau hebt als auffallend die dürftige Beteiligung der Nfeinlande und West­falens hervor unb spricht von der Sabotage der Sparprämienanleihe durch die ReaktivNwe: die fchwerindusttielle Yfefolg'chast habe diszipliniert die ausgegebene Parole eingelwlten. Im Yfegeniatz zu dieser Kurzfichtigteit, die in der Geschickte der deutschen Not fesdgelxrltcn werden müsse, stehe die starke Beteiligung Bayerns und auch der Pfalz.

mittags und in Hamburg (Auslandstelle) int 9. Februar abends: 3. DampferFveoerik VIII/* nach Newyork, von Kopem-ag«r am 19. Fe­bruar, Postsckstuß i.i Hamburg (Aus.andste le- am 16. Februar mittags und in Emmerich Ausland- stelle) am 15. Fearuar; 4. DampferHolland-ia" nach Rio de Janeiro usw., von Amsterdam am 25. Jeornar, Postschluß i.t Emmerich (Ausland- telle) am 23. Fe.>ruar vormittags und in Ham­burg (Auslandstelle) am 21. Februar abenüs; 5. DampferRotterdam" nach Newyork, von Rotterdam am 27. Februar, Postschluß u Em­merich (Auslandstelte) am 25. Februar vormittags und in Hamburg (Auslandstelle) am 23. Februar abends. Die Absender von Postpaketen nach dem Saargebiet befolgen häufig nicht die neuen Vorschriften über die Beigabe dw von der Befatzungslehörde geforderten Bealritpapbere (je eine Zottinlmltserllärung in deutscher und in ranzösischer Sprache, Anmeldeschein für tie Sta­tistik ifes Warenoerfehrs, Aussuhverllärung und, wenn die zollfreie Einfuhr der Paüte in das Saargebiet beansprucht wird, auch Ur p ungszeüg- nis). Dje Nichtbeachtung der Borschristeu kann die Zurückweisung der betreffenden Pakete, das Fehlen eines Ursprungszeugnisses insbepudere dte Forderung felyr hoher Zollgebühren feit.ns der Verwaltung des Saargebi. ts zur Fplge haben. Die Abschnitte der Paketkarten zu Pa­keten aus dem unbesetzten Deutschland nach Orten in der französischen Zone ber besetzten deutschm Rhein gebiete dürfen wieder zu schriftlichen Mitteilungen benutzt werden.

** Schadensangelegenheiten der Jnlandsdeutschen. Die Zweigstelle Frank­furt a. M. des Verbandes der im Ausland ge­schädigten Jnlandsdeutschen E. V. hat ihre Tätig­keit ausgenommen. Anfragen, Anträge -md Mit- teilungen von Anschriften sind künftig nicht metjr an die Hauptstelle des Verbandes: Berlin W 35, Potsdamersttaße 28, zu richten, sondern an die ge­nannte Zweigstelle, die ihr Bureau Neckerftraße 9. 2. Stock, hat. Der Bezirk der Zweigstelte umfahr das ehemalige Großherzogtum Hessen, die Provinz Hessen-Nassau (mit Ausnahme des Kreises Schmal­kalden), den Kreis Wetzlar, sowie das ehemalig« Fürstentum Waldeck (Arolsen). Der Verband der Jnlandsdeutschen hat lediglich die Schadens­angelegenheiten derJnlandsdeutsch en zu be­arbeiten, d, h derjenigen Firmen und Einzelper­sonen, die bei Ausbruch des Krieges Wohn itz oder ständigen Aufenthalt im Jnlande gehabt und ihn nicht inzwischen ins Ausland verlegt haben. Aus- landsdeutscye haben sich an denBund der 2lus- landsdeutschen", dessen Hauptstelle sich in Berlin W 10, Rauchstraße 23, befindet, zu tvenden, Aus­ländsdeutsche, die mit Inlands deutschen in Anter- essengemernschaft stehen oder ihren Wohn atz zu­gleich im Jnlande und Auslairde gehabt haben, können sich auch an den Verband der Jnlandsdeut-- schen wenden. Dem Vorstand der Zweigstelle ge­hören an die Herren Professor Salomon, Handels­richter Manes und Dr. Eugen Oppenheimer^ Ge­schäftsführer ist Dr. Karlowa, Neckarstt. 9, 2. Stock

** DeutschnationaleVolkspartei. Am kommenden Mittwoch den 11. Februar wird hier im Hotel Einhorn derSeeaöle?"-Kommaw bant Gras Felix v. Luckner oon den Abenteuern erzählen, die er und ferneJungen" auf ihren 35 000 Meilen Kreuzfahrt erlebten. Im Segelschiff, mit unzulänglichen Mitteln, gelang es der Ft einen tapferen Besatzung zu zeigen, daß deutscher Mannesmut unb die Geltung der deutschen Flagge alles vermochten. Ung'atelliches, ans märdfeitfeite Grenzendes hat er erlebt. Jetzt sind sie zurück, Di: Leute vomSeeadler" und ihr Fillwer, der mit ihnen ein Herz und eine Seele war: er erzä-Ü uns in begeisterter Weise v-on all den (snleonGn. der langen Fahrt. Er tut ein gutes Werk damit, denn er läßt uns- wieder glauben, daß wir wck nicht ganz verloren sind und daß deutscher Mut und deutscher Stolz nicht ganz erstorben fein kön-

Uut nnd Land.

Gießen, den 4. Febr. 1920.

Belieferung der -lriegsbeschädiaten.

Vom Reichsschatzministeriu.n ^Reichs Verwer­tungsamt) wlrv mitgeteitt: Tie Reichsregie­rung l-at die Notrige der Kriegsbefchädig- t e n und besonders der Schwerkriegsbeschä­digten stets gewürdigl unb ist immer bemüht gewesen, Mfenö ein.ugveifen, um denen, die dem Vaterlandc ihre Gesundheit geopfert .haben, wieder neue Eristenzmöglichkciten zu schaffen. Wenn bei der Versorgung der Kriegsbeschädigten und der Kriegs!,interb iebencn mit Heeres gut nicht allen Wünschen entsprochen werden konnte, so ist hierbei zunächst zu berücksichtigen, baß gerade die be­gehrtesten Waren: Beikreidung, Wäsche unb Schuh­zeug, im Verhältnis zum Bedarf nur in ganz geringem Umfange ur Verfügung stehen. Fer-.er fehlte eine Organisation, die die Lieferung an die Kriegsbeschädigten in sachgemäßer Weife über­nahm unb durchsülwre. Nachdem nunmehr die anttlichen Ha u p t s ü r so r g e ste l le n für Kriegsbeschädigte und Kriegs hinterbriebenr in ihrem Ausbau ftroeii fortgeschritten sind, daß sie die (Äesamtveittretunz der Kriegsbeschädigren im allgemeinen übernehmen können, ist ihnen

falls übergangen werden darf: Letbow-Vordecks I vom Reichsschatzministerium im Benehmen mit Erinnerimgen aus Ostufrito", erschienen in K. dem Reichsarbritsmmrfermm die Be^e^erung ber - - ~ - " ' ' " " ~ " Kriegsbeschädigten mit freigewordenem

Heeresgutt übertragen worben. Zu diesem Zweck haben sich die Hauptsürsorgestellen gemeinnützige Gesellschasten oder kaufmännische Grichajtoftelten an.ugiieberu. Diesen fallt die Aufgabe zu, ute Belieferung der Kriegsbeschädigten zu sichern, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob diese einem Kriegs- deschädigtcnverbande angehören oder nicht. Dte>e kaufmännisck-en Organe der Hauptfüriorgestellen ollen mit den Zioeigstellen des Reichsverwer­tungsamtes aufs englte zusammenarbeiten, um den Kriegsbeschädigten unb Kriegshinterbliebenen die notwendigen Gebrauchsgegenitände zu ver- chassen, insbesondere solche dRafchinen, Werkzeuge unb ähnliche Geräte, die für den Wiederaufbau der Existenz geeignet sind. Um den Kau,ern den Erwerb zu erleichtern, ist eine Reihe von Ver- günstioungen, namentlich in der Zahlungsweise iwrgefeiten. Solange die Hauptfürsorgeitellen kauf­männische Organisaitonen noch nicht geschallen haben, sollen die Verbände der %riegsbqtoabi^= ten zum unmittelbaren Bezug von Heeresgut in der Zwischenzeit noch bcrechrigt blewen. Eine Sonderregelung ist hinsichtlich der Web-, Wirk-,und Stricktvaren, sowie des Schuhzeugs, die den Reichs­stellen für die Notstandsversorgung der minder­bemittelten Bevölkerung zur Serrügung gestellt werden, getroffen. Diese können auch an Knegs- lfeschädigte und Kriegshinterbliebene nur durch die Kommunalverbände ausgegeben werden.

Aur dem Reiche.

Der neue Tarif der Bergarveiter.

Essen, 3. Febr. (Wolff.) Unter Mitwirkung be§ nach Essen entsandten be/onbeten Kommissars der Reichsregierung, des Regle.ungsrats Dr. Bo- de nst ei n aus Berlin, unb des Reichskoinmis ars Severin g ans Münster wurden geftem Nacht die Tarifverhandlungen im rheinisch- westfälischen Bergbau zu einem glück­lichen Abschluß gebracht. Die Bergleute er­halten eine wesentliche Erhöhung der Löhne, Kinderzulagen und längeren Urlaub. Durch diese Besserstellung wird der '-Bergmann in besonderem Maße befähigt, auch unter den schwierigen Ernäh- rungsverhältnissen seinen mühseligen Beruf aus- zuüben.

Essen, 3. Febr. lWTB.) Hu dem Abschluß der Ta r i fv e r han d l u n gen im rheinisch-west- fälischen Stciutohfenbergbau wird ergänzend mite geteilt, daß allen über 20 Jahre alten Arbeitern unter unb über Tage eine Zickage von 8 Mark, den jüngeren eine entsprechend geringere Dom 1. Feruabr ab genrirhrt wird. Tie Kinderzulaae ist pro Schicht uni) Kind von 20 Pf. auf 1 Mk. er­höht worden, einschließlich des Betrages für die Erhöhung des Brot- unb Kvrtoffelprrises. Mlßer- dem erhalten alle Arbeiter unter Tage ohne Rück­sicht auf das Aller eine Schichtzulage von 3 Mk. Tie Urlaubs tage werben von 6 auf 9 Tage er= töbt, es muß aber auf die über sechs hinaus gehen­den Urlaubs ages d.s Jahres 1920/21 verzichte! werden, dafür jedoch wird die Urlaubsvergütung gezahlt-

Eine Eierkanfsgesellschnft für Groß-Berlin.

Berlin, 3. Febr. (Priv.-Tel.) In der Fett­stelle Groß-Berlins fanden letzthin Bera­tungen über die Gründung einer großen Einkaufs­gesellschaft für dell Lebensmitt.'lverband Berlin unb Vororte statt. LautB. Z." soll diese Getell- schast mit einem Kapital von über 100 Millionen äiiarf gegründet werden. Ihre Hauptraufgabe werde fein, nickt rationierte Lebensmittel, besonders Fett, aus dem Auslande zu erwerben.

Die ErnahrungslaM.

Berlin, 3. Febr. Heute sind.im Reichs- Wirt schaftsrnrni st eriunt reue Besprech­ungen über die Ernährungssrage anberaumt worden, an denen auch der deutsche Städtetag und die großstädtischen Verbraucherverbände tellneh- men sollen.

Neue Gesetzentwürfe.

Ein geplanter neuer Reichsgesetz­en twurs dient -dem Zweck, die Ziele bw >Gül- tigleit der landesrechtlichen Vor schrif- ten gegenüber dem Reichsrecht durch einen höchsten Richterspruch zu klären. Ein weiterer ®nte Wurf soll lautDeutscher Allgemeiner Zeitung" die bisher bei der Beurkundung von Geburten, Heiraten unb Sterbefallen vorgeschriebene An­gabe über bie Religion beseitigen. Er soll ferner einige Formvorschriften des Per­sonenstands gesetzes beseitigen, die für uri-.e belieft Geborene Härten au, weisen, ohne daß diese Be­stimmungen durch ein ZwangÄ-Lrittpns geboten