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für die Provinzialdirettion Gberhesien und für das Kreisamt Gießen.
Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen MK. 2.50 vierteljährlich.
Nr. 126 3. September 1920
Znhaltr-Uebersicht: Verordnung über die Preise für Schlachtvieh. - Bekanntmachung betr. die öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartoffeln - Verteilung der Tierschutzkalender an die Schuljugend. - Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnfahrten. - Anmeldung sämtlicher Ver. tnebenen aus dem Osten. - Rinderpest. - Dienstnachrichten. - Feldbereinigungen Hausen, Röthges und Langd.
Verordnung
über die Preise für Schlachtvieh. Vom 7. August 1920.
Aus Grund der Verordnung über KttegsrnaßnalMeu zur Sick-c- rung der Vollsernährung vom 22. Mai 1916 (Recchs-Gesetzbl. S. 401) bin*. 18. August 191 / ^Reichs Gesetzbl. S. 823) roiti) verordnet:
8 1. Beim Verlaufe von Schlachtvieh durch den Viehhalter darf der Preis für 50 Kilogramm Lebendgewicht nid)t übersteigen:
I. Bei Rindern:
«verles Klaffe AI) kann nach näherer Aniveifung der Landes-
180 Mari, 240 Mari, 300 Mari, 340 Mari.
1. genug genährten Rindern, einschließlich gering genährten Fressern (Klaffe D)......
2. angefleffchten Rindern < Klaffe C).....
3 fleischigen Rindern (Klaife B).......
4. vollflerschigen Rindern (Klasse A)
Für auSgemäslete oder vollfleiichige Rinder höchsten Schlacht-
zenlralbehörden ein Zuschlag bis zu 40 Äiart für 50 K'üogramm Lebendgewicht bezahlt werden.
II. Bei Kälbern:
5. Schlachtlälbern im Alter unter 3 Aionaten. . 350 Mark.
III. B ei Schweinen:
6. Scl.lachtschweinen (ausgenommen bei Vertrags- maft)............... 350 Biark.
IV. Bei Schafen:
7. minderwerügen und abgemagerten Schafen (Klasse D)............. 200 Mark,
8. mageren und gering genährten Schafen sowie Zuchtböcken (Masse C)......... 260 Mark,
9. vollfleischigen und fetten Mastschafen sowie fleischigen Lämmern und Jährlingen (Masse B- , 310 Mark,
10. vvUsleischigen Lämmern und Jährlingen, Hammeln uno ungelammten Schalen Atlasse A) . . 360 'Mark.
Die Landeszentralbehörden oder die von ihnen bestimmten Stellen können mit Zustimmung des Reichs Ministers für Ernährung und Landwirtschaft Abweichungen vvit den Preisen für ihren Bezirk oder Teile ihres Bezirkes vorschreiben und Rindvieh und Sckmfe in andere Klaffen einordnen. Akaßgebend ist der Höchstpreis des Bezirks, in dem sich die Tiere zur Zeit des «Vertragsabschlusses befinden. »
8 2. Tie im § 1 oder auf Grund deS § 1 festgesetzten Preise sind Höchstpreise im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpreife. Sie schließen, vorbehaltlich anderer Regelung nach 8 3, die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle deS Ortes, von dem das Vieh mit der Bahn oder zu .Wasser versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein.
§ 3. Für die im § 1 oder auf Grund des § 1 festgesetzten, Preise erläßt der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft die näheren Bestimmungen. Er Eamt auch bestimmen, welche Rebenleistungen in den Preisen einbegriffen sind und welche Vergütungen für Rebenleistungen im Höchstfall geivährt roerben dürfen.
Der Reichsminister für Ernährung und Landwirlsck>aft kann Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung zulassen.
8 4. Tiefe Vewrdnung tritt mit Wirkung vorn 11. August 1920 in Straft. Mit diesem Tage treten die §§ 6, 7 und 9 sowie die Vorschriften der §§8 und 10 der Verordnung über die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und für Schlacht- und Nutzvieh vom 15. Juli 1919 (Reichs-Gesetzbl. ,S. 647), fioireit sie sich auf Schlacht- und Nutzvieh beziehen, und die Vewrdnung über die Preise für Schlachtvieh vom 4. Juni 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 1122) bzw. 27. Juli 1920 (Reicki-s-Gesetzbl., S. 1478) außer Kraft.
Berlin, den 7. August 1920.
Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft.
Dr. Hermes.
Bekanntmachung
betreffend die öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartoffeln aus der Ernte 1920 und bereit Höchstpreise. Vom 31. August 1920.
Auf Grund der 8 1 und 2 der Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über die Preise für Frühkartoffeln vom 14. Zuni 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 1204) wird hiermit im Einvernehmen mit der Reichskartvffelstelle bestimmt:
Ter Höchstpreis für Frühkartoffeln aus der Ernte 1920 beträgt vom 1. September bis 14. September d. I. 22 Mark für den Zentner. Tiefer Preis ist Höchstpreis im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpreise.
Der Höchupreis gilt für die tn Hessen erzeugten Kartoffeln und für den Verkauf durch den Kartoffelerjeugcr. Er gilt für die Lieferung ohne sack sowie für Barzahlung beim Empfang: er schließt die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle des LrleS, von dem die Ware mit der Bahn oder zu Wasser «versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein.
Für Lieferung gesackter Kartoffeln, ausschließlich Sack, frei Keller oes Beuellers, kann höchstens ein Zuschlag von 1,50 Platt SU dem Höchstpreis von 22 fötorE für den Zentner gefordert wer den. Bei Lieferung der Kartoffeln vom Lager eines Kommunal Verbundes, einer Gemeinde oder eines Händlers erhöht sich der Zuschlag von 1,50 Mark auf höchstens 2,50 Mark für den, Zentner.
Bei Lieferung durch den Erzeuger innerhalb seines Wohnortes frei Keller oder an einen Ort im Umkreis von nicht »mehr als 4 Kilometern frei Keller darf der .dütfsckchag höchstens die Hälfte der im vorhergehenden Absatz genannten Sätze betragen.
Darmstadt, den 31. August 1920.
Landeskartoffelstelle. I. V.: Becke».
Dem Ober-Bürgermeister zu Gießen und den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Streifes wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise zu verösfentlichen.
Gießen, den 1. September 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Siegert.
Betr.: Tie Verteilung von Tierschutzkalender an die Schuljugend. An die SchulvorMnde des Kreises.
. Wir fragen an, wieviel -stück Tierschutzkalender für 1921 Sie für die dortige Schule bestellt wissen möchten. Ter Preis stellt sich diesmal infolge der stark vermehrten Herstellungskosten auf 50 Pfennig für das Stück. Für unbemittelte Kinder können wieder eine Anzahl Freiexemplare gewährt werden. Tie Feststellungen über die Gesamtzahl der von Zehnen gewünschten Kalender wollen Sie zur Vermeidung späterer Weiterungen recht genau machen. Es empfiehlt sich, ein genaues Verzeichnis mit NamenS- angabe der einzelnen Besteller anzulegen.
Ihren Berichten sehen wir binnen 8 Tagen entgegen, da wir biS zum 15. September 1920 eine Uebersicht über den Ge- samtbedars des Meises vvrlegen sollen.
Gießen, den 30. August 1920.
Meisschulkommission Gießen. I. V.: Hemmerde.
Bekanntmachung.
Betr.: Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnfahrten.
Kriegsbeschädigte mit äußeren Schäden oder inneren Leiden, denen längeres Stehen schadet, sowie Kriegsblinde erhalten bei Eisenbahnfahrten auf Grund eines Ausweises Sitzplätze angewiesen. Ausstellung der Ausweise erfolgt bei der unterzeichneten Stelle auf Grund des Zeugnisses eines beamteten Arztes. Daselbst sind auch die näheren Bestimmungen über Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnfahrten einzusehen.
Tie Bürgermeistereien der Landgemeinden .verden angewiesen, dies zur Kenntnis der Interessenten zu bringen.
Gießen, den 31. August 1920.
Kreisamt Gießen. Amtliche .Kreisfürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene. I. V.: Dr. H e ß.
Betr.: Anmeldung sämtlicher Vertriebenen aus dem Osten.
An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Sie wollen innerhalb 24 Stunden die in Ihren Gemeinden aufenthaltlichen, aus den abgetretenen östlichen Gebieten abgewanderten Personen namhaft machen. Bor- und Zuname, Geburtsdatum, Geburtsort und Beruf dieser Personen, auch ihrer Familien-Angehörigen sind uns anzugeben. Ferner ist zu berichten, welche der bezeichneten Personen erwerbsfähig sind, aber noch keine Beschäftigung haben. Fehlbericht ist erforderlich.
Gießen, den 1. September 1920.
_____________Meisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß._____________
Bekanntmachung.
Betr.: Die Rinderpest.
In Belgien ist die Rinderpest durch indische Zebus eingeschleppt worden, und dadurch die Gefahr der Verseuchung für Deutschland, insbesondere für daS besetzte Gebiet nahe gerückt. Da die Rinderpest als die gefährlichste Rinderseuche unseren durch den Mieg und die Maul- und Klauenseuche ohnedies schwer geschädigten Vieh-
leiftet worden sei, hat Dr. Lnmons starr überschätzt. Wir erkennen dies gänzlich zweifelsfrei aus den Berichten der unabhängigen Führer, die an Ort und Stelle ihre Studien gemacht haben und sehr offenherzig darüber 'vrechen. Ganz schauderhafte Zustände müssen in dem früheren Zarenreiche herrschen. Statt Freiheit und sozialistischer Ordnung herrschen dort Autokratie und ein wirtschaftliches Durch- nnander, dem mehr als irgendwo anders die tulturfaftoren Fleiß und Zielstrebigkeit fehlen. Und wie grell wird das oberste Regime ^leuchtet durch die Berichte über den Kongreß der dritten Internationale, wo das Bonzen- !um sich noch ganz-anders behauptet als auf den wilden Versammlungen der Berliner Ar- Deiterräte seligen Angedenkens. Selbst Lede- bour, der doch ein reiches Maß „revolutionärer Energie" im Leibe hat, ist von der Moskauer Despotie scharf abgerückt. Zeichen und Dunder! Die Partei der Unabhängigen macht denselben Prozeß der Spaltung durch wie die Mehrheitssozialdemokratie. Aber der Berliner Parteikongreß ist noch nicht zu Ende, und die eigentliche Abrechnung und Klärung wird einem noch anzuberaumenden Parteitag Wollen. Es ist einstweilen noch recht schwer, B>er die Aussichten und Unternehmungen eifier radikalen Linksbewegung in Deutschland ?kwas Sicheres vorauszusagen. Mag Rußland mr die meisten eine Enttäuschung fein — wir werden die Tumulte und Putsche, die revolutionäre Hetze, sobald nicht los werden, ^ie Frankfurter und Augsburger Vorfälle, die württembergischen Arbeiterkämpfe, zeugen davon. Wir bleiben in einer Zeit trauriger urmut, die von den Geistern der Verhetzung und Anarchie nach wie vor umflattert werden viro. Desto nachdrücklicher muß gefordert werden eine teste und zcelbewußte Wirtschaftspoli- nr der obersten Reichsinstanzen, feine Dikta-
“AJie tZMttcyeioung m toernn vjr noaj muji gefallen; es wird mit dem französischen Botschafter verhandelt, um die ft'ir das Reich demütigenden Punkte auszuschalten. Dr. Simons soll sich bereit erklärt haben, an Stelle des höchsten Reichsbeamten in der französischen Botschaft zu erscheinen, um Entschuldigungen vorzubringen. Warum ernennt man aber nicht zum Helden dieser Sühneaktion den preußischen Minister des Innern, Herrn Se- vcring? Wenn schon ein deutscher Minister Grund hat, sich für die Pöbelausschreitungen mitverantwortlich zu fühlen, so ist es doch der unmittelbare Vorgesetzte des Oberpräsidenten Zimmer und des Polizeipräsidenten Ernst, die übrigens beide der Partei Severings angehören, nämlich der sozialdemokratischen. Herr Ernst ist, wie heute gemeldet wird, inzwischen ja schon in den Ruhestand versetzt worden; er hatte am Tag der angekündigten Demonstration eine Reise unternommen. Die Natl. Korresp. hat nicht ganz unrecht, wenn sie schreibt: „Man hat ja in Preußen die Verwaltung, den Ordnungs und Sicherheitsdienst und alles mögliche nach revolutionären Grundsätzen „u m o r g a n i f i e r t" und ist jetzt dabei, auf Herrn Severings Geheiß die Umorganifation des Polizeiwesens „auszubauen". Selbstverständlich mutzten und müssen, dabei die altbewährten Beamten über die Klinge springen und an ihre Stelle Leute treten, die nichts anderes aufzuweisen haben, als ihr sozialdemokratisches Parteibuch und, daß sie seinerzeit am lautesten über das alte Regime kra- kehlt haben." Indessen, die Zwischenfälle ziehen das Reich in Mitleidenschaft, und die Franzosen hatten sich natürlich zunächst an das Auswärtige Amt zu halten, dem die Aufgabe, zufällt, den' Ausgleich herbeizuführen. Es muß hervorgehoben werden, daß
CUUljl 11CUC LI tu; eilten. «UJIU! t*n ini WWIU' rung Oberschlesiens, worin er die in den letzten Tagen vorgekommenen verdammenswetten Verbrechen als Untaten gewöhnlicher Banditen hinstellt. Er fordert die gesamte ordnungsliebende Bevölkerung zum Kampf gegen das Banditentum und zur Ablieferung der nod) zuruckgehaltenen Waffen auf. Wer befürchte, sich ftrafbar gemacht zu haben, möge sie heimlich den örtlichen Plebiszitkrmmissionen übergeben, die die Waffen dann ohne Namensnennung an die interalliierten Behörden weitergeben.
(Ein französischer Ultimatum an die Sowjetregierung.
Stockholm, 3. Sept. (WTB.) Aus Hel- fingforü wird telegraphiert: Die französische Regierung hat an Tschitscherin folgendes, von Millecand unterzeichnetes Ultimatum gerichtet: Tie französischen Marinebehörden haben die Vorbereitungen für die Heimfendung des letzten cuffi scheu Transportes aus Frankreich am 15. September und aus Algier am 26. September getroffen. Alle Franzosen, die sich in Rußland befinden, sind deshalb ettoeber nach der finnischen Grenze ober nach Odessa zu befördern. Wenn ein, einziger Franzose nach dem 30. (September gegen seinen Willen in Rußland zurückgehalten wird, ßo wird die ftanzösische Negierung SZeranlasiung nehmen, der französischen Flotte den Befehl zu geben, in Süd- ru.ßland Schritte zu tun, wie sie als erforderlich erachtet werden.
Ter englische Kriegsminister in Paris.
P a r i §, 3. Sept. (Wolff.) Kriegsminister L c- fevre empfing gestern nachmittag be.t englischen Kriegsminister Wmslon Churchill, mit dem er sodann eine längere Unternebung hatte.
Neue Botschastertonferenz.
London, 3. Sept. (Wolft.) Die Botschafterkonferenz tritt am 5. September in Paris zusammen.
mstag, 4. September 1920 2ianal}*e von 3iijeigen für die Tagesnummer bis zum Rackmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45, Vf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Vlatz-
Vorschrift 20* , Aufschlag, chauptschristl etter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr Reinhold Fenz; für den Anzeigenteil: H. Bedt, Zchulstratze 7. sämtlich in Gießen.
e neue Zusammenkunft zwischen Giolitti und Millerand.
arid, 3. Sept. (Wolff.) Eine Radwmelduug om besagt: Nach einer amtlichen Mittet- 1 die Zusammenkunft zwiscl^n G'r o - und MiHerano in Aix-les-BJMö auf '. September festgesetzt worden.
ant>on, 3. Sept. (Wolff.) Tie „Times" aus Luzern: Lloyd Georg e Mjrt Mitte c 23’0d« nach London zurück. Ter Zusam- ift in Aix-les-Bains wohnt er nicht bet.
*
Kohlcnlieserungen an Frankreich.
a r i s, 3. Sept. (WTB.) Im Senat teilte rbeitsminister mit, daß die deutschen enl ief erungen vom 1. bis 28. August »4 Tonnen betrugen. Mit Berüdfiditigaw ei letzten Tage des August beziffern sich die iftlieferungen auf über 1 6 00 0 00 rten. Das Frankreich durch die Wiedergut-- ngskommission unter Zugrundelegung des :mens von Spaa zugebilligte KoMinaent be- 1 550 000 Tonnen.
Die Kriegslage im Offen.
önigsbergi. Pr., 3. Sept. (Wolff.) Sage* . Die Lage im Suwalkigebiet und an der ijen Nvrdfront ist unverändert. Die Armee iennys befinbet sich im weiter enRück- Oestlich von Lemberg an der Gnilaja-Lipa m Dnjestr finden -örtliche Kampfhandlungen
Generalstreik in Ftalien.
I a i 1 a n t>, 3. Sept. (Wolff.) Nach dem iere della Sera" haben die Sozialisten von st und Umgebung bescUossen, in den Go» reit zu treten. Derselbe soll sich über ganz .en und Julien erstrecken.
aris, 3. Sept. (WB.) Nach einer Haöa-> ng aus Rom meldet der „Temps", haft die iter das Arsenal vvn Venedig ohne Zwi itl besetzt habchr. Nach dem „Messagerv" i) die Bese tzung der Fabriken durch r bei ter auch auf Bologna, Florenz, Temi, to und andere Städte ausgedehnt.
schweizerischen Sozialisten gegen den itritt zur dritten Internationale.
>em, 3. Sept. (Wolff.) Die Zeitung,,Sen- e“ meldet aus Chmix-deS-Fvuds, daß die Geileitung des Ausschusses der sozialisti- l Partei der Schweiz mit allen gegen Stimme einen Antrag angenommen hat, nach m das Zentralkomitee ersucht werden soll, den jg auf IBei tritt zur Dritten In ter- onalc abznle hnen.
Aus dem Reiche.
Tagung der Heereskammer.
Berlin, 3. Sept. (Wolff.) Vor Eintritt ? Tagesordnung derHeereskammev- t n g wurde durch "den Vorsitzenden der .»skämmer eine Erklärung abgegeben, woher Brief des Generals v. Seeckt im ttlichen auf Zeitungsberichten über die Kammersitzung beruhte, welche sich in- )en als tendenziös gefärbt und unzu- nd herausstellten und auch in der Presse ftigt wurden. Nach seiner Rückkehr ließ rat v. Seeckt sich von berufenen Persön- iten eingehend berichten und gab Weisungen, die in der jetzigen Tagung zum Ausdruck kamen. Die Kammer selost wird danach nicht den Eindruck erhalten haben, als würden die Redefreiheit sowie die Antrags-, Ab- stimmungs- oder Beschlußfreiheit irgendwie eingeengt. Sie sprach ferner die .Hoffnung aus, daß die Weiterführung der Geschäfte im Sinne fachlicher verantwortungsvoller Weiterarbeit, unabhängig von den Meinungsausdrücken in der Oeffentlichkeit erfolgen und daß dadurch die junge Körperschaft ihre Bedeutung als wichtiges Vertrauensbindealied innerhalb der Wehrmacht erweisen und dementsprechendes Ansehen sich erringen wird.
58er Iin, 3. Sept. (WTB.) Die H eer es- kammer beschloß in ihrer heutigen Sitzung nach Bekanntgabe der bereits mitgeteilten Erklärung ihres Vorsitzenden und nach längerer Aussprache, zunächst den Entwurf der Geschäftsordnung durch Die Vereinigten Ausschüsse der Heeres- und Marinekammer durchberaten zu lassen. Die nächste Zusammenkunft beider Kammern soll voraussichtlich am 26. September stattfinden. Hierbei soll bann auch das Wehrgesetz beraten werden.
Arbeiterkonflikt mit dem Reichsverkehrsminister.
93er lin, 4. Sept. „Vorwärts" und „Freiheit" veröffentlichen einen Aufruf an die deutsch e Arbeiterschaft im Namen des Deuffchen Gewerkschastsbundes, der S.P.D., der U.S.P.D., des Deutschen Eisenbahnerverbandes und des Deuffchen Transportarbeitecverbandes, worin gesagt wird, daß im Widerspruch zu den bekannten Vereinbarungen der Reichsverkehr sm^ nist er eine Verfügung erlassen habe, durch welche die Mitwirkung der deuffchen Arbetter- schaft ausgeschaltet werden soll. Gegen bieie Verffigung wurde sofortiger Emspruch er-


