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Dienstag, 5. August MO

UO. Zahrgang

sblatt.)

der internationale 5ozialiftentongreh.

da Arckstve unb deshalb einseitig und

nan von 17 Akten.

und Schwert von der Richtigkeit bolschewisti scher Ideen zu überzeugen, würde eine ge chlon'ene Gegnerschaft finden. Wir haben tue der für den heiligen Krieg Westeuropas gegen den Bolschewismus, noch für den heiligen Krieg des Bolschewismus gegen Westeuropa etwas übrig. Die deutsche Politik wird weder der einen, noch der anderen Seite Fehler mit machen und wird ehrlich neutral bleiben. Wer uns daran hindert, wird das deutsche Volk zu geschlossener Gegnerschaft bereitfinden. Wenn auch die Machtmittel Deutschlands durch den Frieden von Versailles zerschlagen sind, ist e- doch selbst für die heutigen Gewalthaber ge­fährlich, den einheitlichen Willen eines groben Volkes zu mißachten.

i»gs auss jger kilnt' ier: [gier hneten ; Akten

Aus Syrien.

' on , 2. Aug. (WTB.) Emir in Haifa angekominen sein und cal Gourand, Marschall Allenbp

L> F e s s i. mit Ge

b aller Per- i haben, in cht, bauernh ermächtigten chtigung ist er anliegeib ; mmdrfuns cusen lallen.

mehr als ähe der Be- »urch Fern- eichen fein; :en Bcrivad

Mrd, mehr Arbeitsstelle ;

er sind dem ic, Wohnung rcau, in den öchrisi anzii-

waä>ung der s der höheren de dafür an

Naßgabc' dn iten bei dem

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solches Urteil über Schüldfrage gern; ungerecht wäre.--

vesoldungsreform

nz- . h Vieren ies.1877-

gtein9oetlet[^ us-tt

Leb®"

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Die sozialdemokratische Partei Deutsch­lands über die Verantwortlichkeit am Weltkrieg.

Gens, 2. Aug. (WTB.) Der Vorstand der sozialdemokratischen Porter Deutsch­lands überreichte dem internatronalar sozralr- tisckien Kongreß zur Frage der Berant- Wörtlichkeit am Weltkrieg- folgende

Neutralitätspolitik.

Berlin, 2. Aug. (WTB.) Unter, dec UebcrschriftKreuzzüge und Kvalitionskriege schreibt Reichsminister des Auswärtigen Dr. Simons an dieDeutsche Allgemeine Zei­tung" u. a.: Jeder Versuch, uns mit Feuer 119-0.

^R^mar vielleicht ein Fehler, daß ^deutsche Sozialdemokratie das Bündnis mit Oesterreich-lln c?Si nicht ebenso als eine Kinegsaefahr erfannte, wie das russisch-frcuizösische der

Auffassung der deuttchm Sozial^mokratte war der Friede Europas allerdings erst genchert, toeim der Zarismus gestürzt war. und wenn es gelang, die Kluft zwischen Tentschland und' dem West­mächten zu beseitigen. Diesem Zie^ war dr^ TMig- feit der deutschen Sozialdemokratie eitrig Amd, met. Die Deukschrist gibt sodann zu, batz esi die deutsä-e Sozialdemokratie nicht

daß die Führung der auswärtigen Politik m Deutschicnid, ohne Kontrolle des Nerchstage-, cme Gefabr bilden müsse. Die deutsche Revolution kam zum Ungglück der ganze'., Welt, "^id besonders mich des deutschen Volkes selbig fünf SmLi

Der Revolution nicht schon ttuher den Weg gebahnt zu haben, sei cme schuld, deren fid) die deutsche Sozialdemokratie miklagen müsse. Die Denkschrift stellt stodann Mll das nach der russisdien GesamtmobilisaNon rede Dolfnung auf eine Lokalisierung des Krieges zerris, en nxrn Tas Ziel der deutschen Sozialdemokratie wahrend des Krieges war bellen Beendigung auf Grund einer militärischen Lage, die es fernem der beiden Teile ermöglicht hätte, diktatorische Forberungen ru stellen. Ter Friede der Entente von 33 e r i a i 11 e s zeig-, daß -s df> «dwtzmEllu der Entente mit ihrem angeblichen Willen der

I Kreilirit und des Friedens der Volker nicht

Ein französischer TranSportzuq von Eisenbahnangestellteu angchalten.

Berlin, 2. Aug. Den Abendblättern zu­folge wurde am Samstag in Erfurt ein aus Köln kommender Trans vor t z u g mit enter Kompagnie französischer Soldaten und plombierten Wagon mit zwei englischen Mitt- tärpersonen als Bedeckung vom U eber- wach ungsausschuß der Ersurter Eisen­bahner angehalten und den Franzosen- mit- geteilt, daß feine Milttarttansporte nach Polen befördert würden. Der sianzömche .Kornpagnie- fübrer versuchte darauf, die Weiterfahrt gewalt­sam zu erzwingen. Er ließ den Zugführer und den Heizer festnehmen und bie Kompagnie unter .moto bi-Wafs-n schubs qemacht wurden. Einige unerichrockene Eisenbahner erklärten dem franMischen Offizier eiwrgisch, er möge die Waffen schleunigst m den Wagen zu- rüd'bringen lassen, sonst werde fern JUtann bej Transportes Deutschland lebmd verlassen. Daraus stellten die Franzosen die Waffen zusammen. Der französische Offizier zeigte die für seinen Trans­port ausgestellten Eisenbahnsahricheme,t«)bei es sich um eine Abteilung von IvO.tranzömchen Ur­laubern handelte, die sich.angeblich auf der Rück­fahrt zu ihren Truppenteilen in Oben dtfeiten be- sanden. Schließlich wurde dem Transportzug die Weiterfahrt gestattet Die von den en^iichm und französischen Behörden unterzeichneten TEs- partausweise trugen weder den stempel dec r^ut- sdMi Grenzstation noch der Zollstatiow Deshalb wollen die Eisenbahnergewerki chaften letzt beim Reid/sverkehrsniinister vorstellig werden, um bw Regelung der Ueberwachung von Tränst»rten yer- beizuführen.

Simons über die deutsche

rin es heißt:

Unverantwortliche Kreise veranlaßten anläß­lich der Vorkommnisse nach einer Versammlung der USP. einen Teil der Bevölkerung zu Gesetz- losigkeiten und Gewalttaten. Heber den Kopf der Gewerkschaften rief sich eigenmächtig ein Aktions­ausschuß als Inhaber der höchsten Gewalt aus und nahm den offenen Kampf auf gegen die ver- assungsmäßigen Organe. Landfremde versuchten einen spariakistischen Putsch. Ter Führer ist der 'teckbrieflich verfolgte Müller Jordan aus dem Ruhrrevier, der dort wie auch im Lugau-Oels- nitzer Revier namenloses Unglück über die Ar­beiter brachte. Eine terroristische Minderheit ging zu Gewalttätigkeiten über, wobei acht Amk-Per- ouen abgesetzt und das Licht- und ltuastwerk still­gelegt wurde. Man drohte ferner au, das Kraft­werk Hirschfeld stillzulegen. Aus diesem Grunde war die Regierung nicht in der Lage, in Ver­handlungen über bie gestellten Forderungen ein­zutreten. Tas Gesamtministerium beschloß am Sonntag alles zu tun, um bie staatlichen Werk« zu schützen imb im Gange zu halten. Zu diesem Zwecke wurden die Leiter der Landessicherheit, die Polizei- und Militärbefehlshaber ersucht, das Notige zu veranlassen Wenn bis zur Erreichung dieser Aufgabe vorübergehend der Belagerungszu­stand über die unmittelbar bedrohten Gebiete vem Zittau und Löbau verhängt werden mußte, so hofft die Negierung, daß bei tatkräftiger Mit­hilfe der Bevölkerung bei Herstellung der Ruhe imb Sicherheit der Belagerungszustand in kurzer Zeit überflüffig gemacht wird

Zittau, 2. Aug. lWolff.) Der General­streik verschärfte sich wesentlich. Auf der heute vormittag auf der Schießwiese abgehaltenen von etwa 1OOOO Personen besuchten Masienversamm- lung wurde "benZittauer Nachrichten" zufolge betarmtgegeben, daß auch das Gewerkschofts- f ar teil, das bisher em<* ab wartende Haltung eingenommen hatte, sich für die Durchführmig des Massenstreiks imb die Annahme sämtlicher Forderungen der Arbeiter erklärt We

Zittau, 2. Aug. (WB.) Die Nachricht, daß sich das G e w e r k s ch a f t s f a r t e l l in ferner Gesamtheit an dem Generalstreik beteilige und bie Forderungen der Ausständigen unterstütze, be- itätigt sich nicht. Der Fünfzehner-Ausschuß .setzt sich lediglich aus Kommirniiten unb Unabhängigen zusammen. Die Stadt ist auch heute ohne Licht und Kraft. .

Die Erwerbslosen.

Berlin, 2. Aug. (Wolff.) Das Reichs- arbeitsministerium teilt mit: Die Zahl der zu unterstützenden Erwerbslos en ist im Reiche, wie infolge der anhaltenden ungünsti­gen wirtschaftlichen Lage zu erwarten gewesen ist, gewachsen. Rach amtlichen Feststellungen betrug die Zahl der männlichen Erwerbslosen am 15 Juli 262989, die der weiblichen Er- werbslosin 94 154 insgesamt 35 /14^ gegen 321 126 am 1. Juli und 29/185 am 15. Ium 1920. Zu ben eigentlichen Erwerb-loien kom­men 328997 Familienangehörige, die ais Zuschlag«empiänger unterstützt Werdern Die ÄÄ ?u unteWMn E-w» s- losen entspricht dem Stande vorn ld. -Jia s 11920.

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die Basch-, n unb nach Tie Aus- eren zuvcr- angemessen nb in Orb- -nbe Heber uc von Er- r ärzllichen r abzuteilen

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In der Nachmittagssitzung kam der Entwurf der Belgier für bie neuen Statuten zur Verhandlung. Hierzu nahm zuerst der belgische Delegierte Dejardi das Wort: Ter Krieg bat bie ganze Wüt über ben Haufen geworfen imb neue Lebensbedingungen gefdjaffen, denen sich auch die Bergarbeiter anpassen müssen Desl-alb ist ein neues Programm notwendig. Neben der Forderung auf Sozialisierung unb Herabsetzung der Arbeitszeit mutz auch ber Kampf gegen ben Krieg erklärt werden. Gewiß hat der Vorsitzende recht, wenn er wünscht, daß über Vergangenes nicht gesprochen werden soll. Aber andererseits müssen auch die Deutschen erklären, daß sie nichts mehr mit ihrer Bourgeoisie zu tun haben wollen. Tie Belgier und Franzosen können nicht ver­gessen, daß bie Deportationen unter Zustimmung des deutschm Volkes vorgenommen wurden. Wenn sich die deutschen Arbeiter von ihrer Bourgeoise vollständig getrennt haben, bann werden wir wie­der Vertrauen haben können.

Ter Generalsekretär ber deutschen Bergarbei­ter Wißmann erklärt, daß er mit voller Macht die Einigkeit anstvcbe. Aber man müsse nicht rückwärts, sondern vorwärts schauen, sonst wur­den alle Anstrengungen auf eine Verständigung scheitern. Präsident Smillie habe durchaus recht, daß bei Beginn des Krieges eine SSerftanbigung zwischen den einzelnen nationalen Bergar^iter- organifationen unmöglich war, weil sie durch das Militär unterbunden war und bie Hetzpresse aller Länder ins Feuer blies. J-etzt aber hat sich alles gründlich geändert. Deutschland hat nut fernem Militarismus aufgeräumt unb die Deutschen rön­nen nur wünschen, daß die anderen Sauber ihrem Beispiel folgen werben. Gegen den Vorwurf ber Zustimmung zu den Deportittionen erklärt ber deutsche Vertreter, daß die deutschen Gewerkschaften alles getan hätten, um die deportierten Arbeiter wieder in ihre Heimat zurückzuführen. Dieser Versuch wurde von ben Militaristen gewaltsam unterdrückt unb unsere Zeitungen zum Schweigen gezwungen. Wenn bie Belgier und Franzosen das nicht wissen, so müsse ihnen das heute feier- lichst versichert werden. Aber auch bie Deutschen haben ein Recht, über ihre Selben zu sprechen, nicht über bie Leiben des Striegel, fqnbent über bie Leiben, benen das beuts che Sott seit Friedensschluß unterworfen ist. Darum fort mit ben gegenseitigen Vorwürfen, die nur den Absichten der Kapitalisten aller Lan­der bienen. Vereinigen wir uns auf dem Boden der humanen Schweiz, dem Lande der Demo­kratie, dem Lande des Roten Kreuzes, damit es einmal besser wird. Dem Antrag der Belgier auf Statutenrevifion stimmen wir Deutsche zu. Jair wünschen wir eine größere Herabsetzung der Arbeitszeit. In Deutschland haben die Bergarbeiter bereits eine Arbeitszeit ^i heben ©tunben, unb das Ziel muß die SeckMirnben- schicht fein. Erne Arbeitszeit von^ acht Stunden für bie deutschen Bergarbeiter gehört m Deutsch- , land endgültig der Vergangenheit an.

unb Sir Herbert Samuel eine Unterredung gehabt haben. Nach einer weiteren Meldung soll ber Emir Fessal in Kairo angenom­men sein.

Aur Oem Reiche

Die dtrubildung der Regierung in Baden.

Karlsruhe, 2. Aug. (WTB.) Mit der Neubildung der Landesregierung, wie sic wieder'- holt in ben letzten Wochen in ber Presse besprocchcn würbe, beschäfttgte sich heute der Verfassungs- ausschuß ber Lanbesversammlung. Nach dem zim- scheu den beteiligten Parteien vereinbarten machungen scheidet der Staatspräsibeiit Geiß aus ber Lanochregierung aus. Die Zahl der Mi­nister wird auf fünf beschränkt, und zwar Mimster des Innern, Justiz-, Kultus-, Finanz- und Ar­beiterminister. Das Ministerium des Auswärttgen wird aufgelöst. Die auswärtigen und Reichsange­legenhriten bekommt das Ministerium, welches den Staatspräsidenten stellen wirb, die Post- unbDele- graphenangelegenheiten übernimmt der Finanz- Minister.

Generalstreik in Zittau.

Dresden, 2. Aug. (Wolff.) lieber die Borg än ge in Zitta u veröffentlicht die Nach­richtenstelle der StaatsVanzlei eine Mitteilung, wo-

rnimg der dentschni Delegation zu Ansschußanttag für unmögli ch, anderer Länder nicht geöffnet sind

Abbau des Uartoffelpreifes.

Der Reformbund der Gutshöfe hat an ixn gieWminifter für Ernährung und Landwirt- schuft und an das Landesernährungsamt folgendes Zchreibeii gerichtet:

Angesichts ber ungeheuren Not der städtischen Bevölkerung Hut cs sich der Reformbund der Guts- höfe feit feinem Bestehen angelegen sein lassen, ,n einer besseren Versorgung ber Stäbte nach I Jträften beizutragen. Nickst nur eine möglichst nützliche, sondern auch eine möglichst preiswerte Belieferung der stäbtischen Massen muß das Ziel § fein. Trotz allen schwerni wirtschaftlickien Sorgen 1 ber Lanbwirtschaft konnten sich die im R. b. G. T vereinigten Gutswirte der Erkenntnis nickst ver- ? schließen, daß zwecks Abbaues der Preise die Land- : imrischast den ersten Schritt tim müsse. Freilich muß erwartet werden, daß sofort and) die Sen­kung der Preise des landwirtschaftlichen Bedarfs

und Eifenbahnerorganisationen.

Berlin, 2. Aug. (Wolff.) Ter Haupt- ausschstß des Reichstages beriet heute über die Besoldungsreform weiter. Nachdem die beteiligten Eisenbahnerorganisationen ihr Ulti­matum zurückgezogen haben, und nach­dem der Abg. H öfter (Ztt.) mitgeteilt hatte, daß auch bie Gewerkschaft deutscher Enenbalmer von dem Ultimatum zurücktteten, erllärte der Fi­nanzminister, daß für ihn bie leidige Angelegen­heit nunmehr erledigt sei. Ein Antrag des Unter­ausschusses wurde in folgender Form angenom­men: Der Reichstag ist damit einverstanden, daß die criis dem Abschluß des Reichslohntarifs für die Verkehrsarbeiter notwendig werdenden Mittel so­wie die sich daraus ergebenden Ausgleic^zulagen für die Beamten beschafft werden. Der Reichstag erklärt sich grundsätzlich damit einverstanden, daß bei der ringelriteten Nachprüfung des Reichs­besoldungsgesetzes die Folgerungen aus der Lander- befoldungsorbnung für die im Reick besonders vorgenommenen Abstufungen gezogen wird, soweit sie mit dem einheitlichen Aufbau der Reichs- befoldungsordnung zu vereinbaren fer

Zug um Zug folge. .

Eine dieser Tage vom R. b. G. zu Frankfurt a. M. veranstaltete Mitgliederversammlung ferner hefsisckstn Gaugruppe hat beschlossen, mit einer Ermäßigung des bisher vorgesehenen Preise- für H e r b st k a r t o f s e l n den Antrag zu inachen imb sich für Herbstliefecuna mit einem Erzeuger­preis von 20 Mk. pro Zentner für diejenigen Kartoffeln zu begnügen, weld)e ab 1. September geerntet werden. Die in der Versammlung er­schienenen Gutswrrie haben sofort eine Menge von nahezu 100 000 Zentner Herbstkariofseln zum genannten Erzeugerpreise zur Verfügung gestellt. Die iveschäftsstelle des R. d. G. mürbe beauftrag-, die Reichsrcgierung unb bie hessische Lanbesregie- i'img.Don biefer freiwilligen Preissenkung zu ver- Üänbigen und gleichzeitig zu bitten,

1 baß umgehenb unb mit allen Mitteln ber Abbau auch der lanbwirtfchastlichen Produktwns- kosten insbesondere ber Preise für Kunstdünger, Maschinen und sonstige Eisenwaren emge- leite twerde, . , . .

2. daß künftig eme Steigerung ber lanbwiri- schastlichen Löhne von einer ganz besonders sorg­fältigen Prüsimg der Unvermeidlichkeit abhängig genrackst und die vollwertige Erntebcrgung nicht durch Arbeitsemstellmig gefährdet werde, ,

3. daß bie zu ermäßigten Erzeugerpreisen ge- i ieferten Kartoffeln auch nut voller ^cherheit entsprechend billig der minderbemittelten stabtt- fchen Bevölkenmg zugeführt roerben.

Audi die Saatgutwirtschaften haben sich be- teit erklärt, pro Morgen Anbaufläche 30 Zentner Speisekariosfeln zu dem vorgenannten ermäßigten Satze zu liefern. , . _ . . . , .

Der R. b. G. ist daraus gefaßt, daß diese frev ipillige Preisermäßigung manchen Kreisen nicht Mit genug gehen wird. Dem ist entgegenznhalttn, raß sich dieselbe nur durch Hintansetzen der Wiri- sHaftlichkeitsfrage unb in wohlverstandener Wür­digung des Allgemeininteresfes rechtfertigen laßt imb daß dieser erste Schritt des Preisabbaues zu (rrtttäufdjungen führen unb alsbald zurückgenom- jnen werden müßte, wenn ihm nicht der geforderte der Preise ber landwirtschaftlichen Pro- duktionsrnfttel alsbald folgt, fei es zunächst auch nur in befdjeibenen Grenzen. Findet aber auf liefe Weise die deutsche Volkswirtschaft allmählich len Weg zu billigeren imb stetigeren Probuktwns- bebingungen zurück, so wird dies niemand mehr begrüßen als' ber einsichtige Teil ber beutldjen Landwirtschaft, zu welchem unstreitig die weit­aus überwiegende Mehrzahl ber größeren unb kleineren Landwirte zu zählen ist.

Zn diesem Sinne unb unter Berufung auf ;ein Vorangehcn durch die Tat bittet ber R. b. G. weiterhin ine hessische Landesregierung, mit tun­lichster Beschleimigung eine Aussprache unter Zu- iiehimg der Vertreter aller landwirtschaftlichen drganisationen herbeizuführen, um einbeititdje Richtlinien zu gewinnen für die Anbahnung des allgemeinen Preisabbaues und für bie erforder­lichen Anträge an bie Zentralstellen bes Reiches.

Tuma gewLstt worden sei. Er bestreitet nicht, für I eine Militärdiktatur gegen den Bolschewismus eav getreten und auch die S^ialifleu Koltsch.i : unb | Denikin uittersrützt zu haben und sogar General Wrangel zu imterstützen, um der Gewaltpilltik ber Bolschewismen ebenfalls Gewalt entgegenzusetzen. Ter Kongreß beschloß'hieraus Alerinsky nicht anzuerkennen. Hieraus wurde bte Sitzung auf nachmittags 2i/2 Uhr vertagt.

Am Schluß ber Vormittagssitzung teilte ber Vorsitzenbe mit, baß er ben Leiter des inter­nationalen Arbeitsamtes, Thomas, emgelaben habe, den Sitzungen beizuwohnen. Thomas, mit Beifall begrüßt, erklärte, baß bas internationale Arbeitsamt in stetem Kontakt mit den Arbeiter­organisationen der ganzen Welt bleibe und mit allen Kräften an ber Erhaltung unb dem Aus­bau der sozialpolitischen Errungenschaften arbeiten

ernst war. Eine Feststellung der Schuld könne erst einwandfrei erfolge n, wenn von einem von nationalistischen Tendenzen freien Komitee sämtliche Staatsarchive gcöfs- n e t würden. Tie tieferen Ursachen des Welt­krieges lägen in ben imperialistischen Strömungen aller Läiider und in der unglücklichen Mächte­konstellation. Ter unmittelbare Anlaß zum Welt­kriege liege hauptsächlich, wenn and) nicht aus­schließlich, bei ber mit Kopflosigkeit gepaarten Ge­wissenlosigkeit ber jetzt gestürzten beutschen und österreichisch-ungarischen Madsthaber. Die Denk­schrift schließt: Die Sozialisten sollten ausridstig genug sein zu sagen, baß sie einander sehr viel schuldig geblieben sinb, unb daß dies darauf zurnck- zuführen sei, baß ihre Kräfte ber elementaren Ge­walt des Krieges nicht gewachsen waren. Jetzt sei es vor allen Dingen nötig, so stark zu werden, baß es keiner Macht mehr gelingen könne, bas nunmehr geschlossene Kriegstor wieder zu öffnen. Diese Kraft könne nur durch nationale unb inter­nationale Einigkeit der Sozialdemokratie getvon- nen werden. Für diese einzutteten, seien die deut­schen Sozialdemokraten bereit.

Genf, 2. Aug. Tie deutsche Delega­tion ist nunmehr vollzählig ein getroffenund be steht u a. aus Scheibemann, Bernstein, Meerfeld, Fvau Juchartz, Violkenbühr, Wels sowie dem zuerst eingetroffenen Tr. Braun. Nachdem am ^nn- tag Einigkeit erhielt worben war in der Kom­mission für die Verantwortlichkeits­frage, die unter Vorbehalt ber Zustiimnung der noch nicht engetnoffenen deutschen Delegierten ein­stimmig eine Resolution über die Schuldfrage ge­faßt 'hatte, erwies sich am Montag, baß bieiMehr- heit der deutschen Telegierten, darunter Scheibe- manu und Wels, mit dem Wortlaut ber Reso­lution, die als zu einseitig und scharf für Deutschland bezeichnet i. cd, nicht einver­standen ist. Infolgedessen ist diese Angelegendjeit neuerdings an bie Kommission verwiesen worben.

Wie'derVorwärts" mribet, hat ber Vorstand der sozialbemokratischen Reichstagsfraktion zu ber Resolution des AussckMes bes Genfer Zkvngrestcs über die Kriegsschuldfrage folgendes Tele­gramm gesandt: Fraktionsvorstand hält Zustim- numa ber deutschen Delegation zu dem Genfer

Annahme von 2ln*elgtn für d e Tagcdnummer vis zum Nachmittag vorher ohne jede PerbindlichkeU Dreis für l mm höhe füi Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20" Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Gvctz. Berantwottlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold 3«nz: für den Anzeigenteil. H. Deck,, sämtlich in Dietzen.

Nr. 180

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Genf 2 Aug. Ter internationale Sozia- listmkvngrcß vethanoelte in feiner heutigen Vvr- inittagssitzung die Frage ber Zulassung ber an- ^Inen Delegationen. In der Abstimmung spröden uh fünf Delegationen für ben Kommisswnsbc- chluß aus, das lseißt für Nichtanerkennung der französischen Telegierten als vollberechtigte Delegierte weil sie nur eine Gruppe ber französischen Sozialisten vertreten. Sieben Delegationen sprechen sich für ben Antrag dutzsmans aus, das Reifet für Beschränkung des ZtimmrcchtS, un? zwei Delegationen, die oeiitjax unb Die schweizerische, enthielten sich der llbslim- nung. Präsideni Shaw interpretiert die Ab­stimmung in dem! Sinne, lraß Li? srmizöeschen Del ?- gierten leoeufcills das Recht t-abcn, undeichrinkt an den Beratungen attiv sich beteiligen zu können.

Sodann kam bie Frage der Zulassung des Russen Alexiusch als Vertreter ber, Ble'wwgnuPP? jur Verhandlung. Tie Kommission empiiehlt, Alexinski) nickst zuzulassen, ba er keine genügende Aruppe der russischen Sozialisten vertrete. .)iu- oanowilsch <RußlaRd) pvotestiert gegen eine even tuelie Zulassung Mexinskhs, da dieser als Agent Koltschals und Denikins eine Militärdiktatur ver­trete und auf einem Sozialistenkongreß für einen ialdjen Mann kein Platz sei. Aus Vorschlag von Generalsekretär Huvsman wird Alexchstt) das Wort erteilt zur Wahrung seines St and-Punktes. We- xinsly besteht Darauf, als Vertreter ber russischen Sozialisten zu gehen, ba er 22 Jahre lang für den russischen Sazic.lismus arbeitete unb sechsmal vom zsristisckjen und viermal vom bolscholastischen Re­gime ins Gechngnis geworfen worden sei. Ale- «uku w

kinSky stellt fest. Laß er als Sozialist von einer ^r Ente itte müiyremMgeouwei halben Million russischer Arbeiter in bte zweite > Freiheit und des .Friedens der polier

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General-Anzeiger für Oberhefsen

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