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x SBieferf, 1. März. Der K^rcherworsirmL beschloß, von heute an wieder fünf Uhr läuten tu lassen. Dieie alte Sitte war während des Kriege m Wegfall gekommen. Man wünscht ihr Wiederaufleben, auch mit Rücksicht auf die im Feld ar- tritrnben Leute. Freilich kann das Geläute racc und) mit der großem Glocke flattfrnbcn, nicht mehr nne früher mit zweien, da eine von unfern drei Glocken im Krieg geopfert werden mußte. Wegen Erwerbung einer britten Glocke sollten in anbetracht der fortwährenden Preissteigerung bald Schritte getan werden.
x Wieseck, 1 März. Unter großer Beteiligung der tyemembe wurde am Sonntag Flurfchütz i. R. Philipp Weller XII. zu Grabe gebracht. 48 Jahre stand er im Dienst unserer Gemeinde und versah sein nicht leichtes Amt auch noch während des Krieges mit großer Treue. Mit ihm ging wieder einer der Veteranen von 1870/71 von uns. Die Ehvenschüsfe über fernem Grabe fehlten, und viele bedauern aufs neue, daß der M-riegenxTtm wenigstens nicht ferne Veteranen überlebte.
Kreis Lauterbach.
z. Grebenhain, 29. Febr. Ta die hiesige Gemeinde noch über aroße Fichtenwaldbc stände verfügt, entschloß sich der hiesige Ortsvorstand einen 70—90tährigen Bestand innerhalb 3 Jahren fällen zu laßen. Das erste Drittel, 150 Festmeter, ist im Lause dieses Winters gefällt und auf dem Submissionswege vergeben werden. Erne Firma erhielt mit durchschnittlich 500 Mk. pro Feftmeter den Zuschlag. Der Gemeinde fließt hierdurch eine ansehnliche Summe zu, daß hei tügung ihrer Schulden noch ein erheblicher Uebcr- skiwß verbleibt. Demzufolge hat sich auch der Ortsoorstand entschlossen, eine elektrische Beleuchtungsanlage anzulegen. Die Pacht der diesigen Gemeinde-Feld und Waldjagd war Ansang Februar abgelaufen. Tie bisherigen Jagdpächter bestimmten den Ortsvorstand dazu, ihnen die Jagd freihändig wieder zu verpachten, wo ür sie den jährlichen Pachtpreis von 2500 Mk. ür weiter eG Jahre (früherer Pachtpreis 900 Mk.) boten. Ta aber zwei Gemeinderäte das Pacht- Protokoll und gleichzeitig auch das Jagdprotovoll unterschrieben hatten, führte ein hiesiger Ortsbürger Beschwerde am Kreisamt Lauterbach Demzufolge werd die Jagd am 10. März d. I. nochmals öffentlich.verpachtet werden.
Kreis Friedberg.
baz. Bad-Nauheim, 29. Febr. Die gestern unter dem Vorsitze de- Syndikus uno Rechts- rnwalts Stadl zu Ende gebrachten Verhandlungen bezüglich Gewährung einer Teuerungszulage für die kaufmännischen Angestellten haben zu einem besri^digmden Ergebnis geführt. Als laufende monatliche Zulage soll aus den bisherigen Tarif für die Sdrgesteltten in Industrie 60 Prozent und für die Angestellten dis xrichelS 50 Prozent bezahlt werden.
Starkenburg und Rheinhessen. ]
R.MK. Darmstadt, 1 Ma z Für 3500 Mark Silber, nach dem heutigen H‘urMi!O| fiter 70 000 Mark, wurden einem bei ein'in hir- stgen Alchändter tätigen Gehilfen in Frankfurt abgenommen.
Hessen Nassau. Beschlagnahmtes Scknedergut.
— Frantfurta. M., 1. Marz TieWucher- ftelfe beim Poli-<npräsidium ließ durch ihre Streifen in d?r zweiten Hälfte des Februar u. a. beschlagnahmen: 2 schwere Mhc, 24 Schafhämmel, erch.b ichc Mengen Fleisch, 7 Sack Paraffin, größere Partien Piaraarine, Butter und Schmalz und an ftbgnat 42 Kisten, 3 Störte und 1756 Einzelflaschen. — Einem Fuhrwerk der Brotfabrik von Tröser m Weißkirchcn a. T. wurden 12 Sack Mehl ä 120 Pfund, die heimlich nach Frankfurt geschafft werden sollten, beschlagnahmt.
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mc. Frankfurt a. M., 1. März. Die Arbeitsleistung inderEisenbahn- w e r k st ä t t c Nied ist nach genauen Beobachtungen der Eisenbahttdirektion um weitere 10 Prozent in der abgelaufenen Woche gestiegen, so daß jetzt eine Mehrleistung an Arbeit von 35 Prozent erzielt wurde. Angesichts dieser außerordentlichen Besserung haben sich verschiedene Frankfurter große Fabriken entschlossen, ihre Arbeiter sämtlich auf einen ähnlichen Pcrtrag wie die Eisenbahn zu verpflichten.
mc. Frankfurt a. M., 1. März. Da die Frankfurter Krankenhäuser unter stättdiger Ueberfullung leiden und neue Bauten infolge Materialmangels nicht errichtet werden können, plant die Stadt, einen Teil der leichten Kranken im Krankenhaus zu Vilbel in Oberhessen unlerzubringen, namentlich aber solche Kranke, die der dortigen Quellen bedürftig sind.
mc. Frankfurt a. M., 1. März. Die Handelskammer hat ein Nachrichtenbureau an der Frankfurter Börse gegründet, das seine Tätigkeit am heutigen Tage ausgenommen hat. — Weiter wurde eine neue Gebührenordnung eingeführt.
mc. Frankfurt a. M., 1. März. Die Eintrittspreise in die städtischen Theater sollen ab 1. April um 60—80 Prozent erhöht werden.
— Hanau, 1. März Aus dem hiesigen Gefängnis entsprangenmder vergangenen Nacht drei Straf gefangene. .
--- Idstein i. T., 1. März. Ein Wirbelwind, der während des letzten Gewitters am Freitag über die Stadt brauste, hob das große Notdach von dem abgebrannten ScUoßflügÄ ab und warf es in die Tiefe, wo es zerbrach.
Vereine und Borträge.
H öeuertt, 29 Febr. Im BolkÄnldungs- verein sprach beut- im axiale des „Holländischm Hofes" der Bolksschriststetler Hch. Naumann aus Nanzhouien m unterhaltender Weise üb.r Bildung und Leben
Schützer land, 1. März. In zahl reich betuchten öffentlichen Versammlungen sprach aus Einladting der Deutschen Volks Partei Parteiietretär Dr Lutsch-Gießen in den l tzvm Tagen in Nieder-Stoll, Frau-Rom- bad), Ober-Wegiahrt, Rimbach. H n tz- bo r t über d e polittscde und wirt chaftirche Lage sowie über drs bisher von der Seat eben Volks- Partei Geleistete und ihr Programm. Heb‘rill wurde den Aus ülwungen rcider Beiwll zutstl, rntb obgleich stets eine große Zahl von pol irii dien Gegnern anwesend wir, mürbe in den bm Ertrag*? stets folqenlx-n Aussprachen nirgends ein Widn- spruch erhoben.
x Wieseck, 1 März. Der 1897 gegründete „Naudie-Klub" brachte am Samstag u a. drei „Heitere Dorf Bilder aus dem oberhessischen ißolF*leben" von Lehrer Dona l t - Worms, geboren zu Gedern, zur Aufführung. Alle Mitwirkenden haben sich ebrlich bemüht, das mit warmer Heimatliebe geschriebene Stück lebenswahr darzustellen. Bei der Ausstattung konnte man sich an manchem Stück alter Wtesecker Tracht fr.uen, das man aus Schrank und Kasten heruorgeholt. Der Kritiker glaubt an die Sendung der Dorfbühne: eben darum aber ruft er dem StTub für künftige Fälle zu, „weniger und nur gutes wäre mehr gewesen".
Sport.
F u ß b a l l. Das am letzten Sonntag auf dem V. f. B.-Sportplatz auf dem Trieb audgetragene Spiel der ersten Mannschaft des Bereins für Br- Bewegungsspiele Gießen gegen die Siganunrnftbaft des Wetzlarer F.-C. von 1905 war für Gießen ein sportliches Ereignis. Wohl 1200 Zuschauer waren Zeuge eines erftfkrfftyn Kampfes, nne man ihn hier schon lange nicht gesehen hat. Vermöge ihres genauen Zusammenspieles und guter Ballbehandlung gekmg es den Bewegungs, Pietern mit bem lwhen Resullat von 8:0 Toren den Sieg für ihre Farben zu erringen. Die zweite Mannschaft verlor in Wetzlar nach scharfem Spiel mit 4:0. Die körperlich unterlegene tritt.‘ und Schübn- mannschcht verloren mit 7:0 bzw. 6:1 Toren.
— Vergangenen Sonntag trafen sich auf dem Sportplätze an her Hardt die Liga Mannschaften des F E Germania Marburg und des V. f. R. 1900 Gießen. Gießens Anstoß wird abg'fangen, doch kurze Zeit später ist der Sturm wieder im Besitz des Balles, ein kurzes schnelles Zusammenspiel des Innenstnrms und schon nach 5 Niinulen sitzt der Ball unhaltbar in Marburgs Tor. Gießen bleibt weiter im Angriff. Marburgs Verteidigung muß ihre ganze Kraft aufwenden, um dem Überaus schnellen AnMistsspiel Gicßnls nrrtam cm'-
gegnthrten zu tonnex. Zu einem Angriff fern men tie Gäste fetten Mit 4,0 für Gießen werden che Seiten gewechselt In der zn'eiten HaU»zeit ist das Spiel offener. Von beiden Seiten wird letzt (härter angegriffen, nur sind die Angriffe von Giißen durchdachter und daher erfolgreicher Mtt 7:1 Toren gewinnt Gießen das Sinei, wäh^nd es im Vorspiel mit 2:0 Toren unterlag Beide Mannschas.en müssen sich ein bedeutend ruhigeres und feineres Spiel an gewöhnen. Es wird viel u scharf an den Mann gegtnrgeiu Tie FemlZstten ns tvirflidm Fußballspiels kommen dadurch nicht zur Geltung. Tas Spiel entschied die hiesige Stürmerreihe, welche ein schnelles und flüssiges Zusammenspiel vorfühne Besonders wohltuend nhrfte das ruhige und selbstlose Spiel des Mittelstürmers Tie BerteidigLmu war nicht auf ihrer sonstigen Höhe Ungenaue ÄNvehr und vor allem schlechtes SteUimgeipeel cmwg idUen dem Gegner öfters durchzuvommen: unb der cigme Sturm nnrrbe zu wenig mit Bällen gefüttert. 'Diorbürg war technisch zu stark unterlegen. Beftrch dür Gießen sehr gut.
Qod>fcbul!tad>rid>tch.
mc. Frankfurt a. M., 1. März Das Kuratorium der Universität erwägt, ob sich nicht ein Zuzugverbot für Mcdizin- studierende nach Frankfurt notwendig mache, da die medizinischen Universitätskliniken keine weiteren Studierenden ausnehmew können, ohne sowohl das Studium wie die Kranken zu gesährocn. Bor dem ärztlichen Studium wird im übrigen ganz allgemein ge* warnt.
vermischte*.
Ein Raubmord im Bahnpostwagen.
Berlin, 2. Mär». Nach einer Münchener Meldung des „Berliner Lokal-Anzeigers wurde auf der Eisenbahnsttecke Hof—Eger bei Hasclüau der Oberpostschaffner im Bahnpostwagen erschossen und der Wagen au3geiaubt
Ein Dampferunglück.
Halifax, 1. März. (WTB.) Der mit 525 Pass agieren nach Liverpool unterwegs befindliche Dampfer „Bo Hernien" ist östlich von Sambor gesche itert.
Handel.
- Das Aufgeld für die Zahlung der Zölle in Gold beträgt für die Zeil wm 1 bis einschließlich 31 März 1920 9 0 0 vom Hundert. _ ,
me. Frankfurt a. M., 1. Mürz. Tte gütige Generalverfammlung der Braverer Mnding A. G genehmtgte bte Kapiialerböhuug von Matck 2 200 000. Es waren 11 Ak.ionäre mit 996 000 Aiark Mienlcrpital vertreten
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