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Notstandsarbeiter feiern.
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unmittelbare Abgabe des Getreides für das ganze
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daß zunächst 'Kreis und Stadt Marburg versorgt toerben, ehe solche nach außerhalb gehen. Lchlicß- lich wurde beschlossen, in jedem Orte Ernährungs- kommissioneu zu bilden, ivelche besonders Den Wucher und den Schleichhandel bekämpfen sollen. Wegen des durch den T r an sPortar beiterst rei f bedingten i'ldaterialmanyels mufften heute
Turnen, Spiel und Sport.
Bezirks-Wetturnen.
Hessen-Nassau.
Der Generalstreik in Hanau.
der Polizei aus.
Starkenburg und Nheinhessen.
Eisenbahn raub.
fd. Frankfurt a. M., 31. Aug. In den letzten Nächten überfielen Ei s enbahnr äube r zwischen Bonames unb Fvankjurt am Westbachnyu den von Gießen kommenden Eilgüterzug, indem sie während der Fahrt unbemerkt aufsprangen und die Wagen beraubten. Gestohlen wurden in der Hauptsache Zigaretten von hohem Werte, die von den Treben zunächst auf dem Heu- boden des Metzgers Lilien in Hausen versteckt wurden. Ter von der Polizei seit langer Zett gesuchte Fuhrmann Wilhelm Fhonius aus Braun- 'heim hatte das Gut dorthin gebracht. Bis setzt sind 4 Beteiligte in Hast genommen, iceüere Verhaftungen stehen bevor. Der VLetzger Lilien spielte bcsanntlich eine Hauptrolle in den großen Vieh- diebstahl^-und Hehlerprozessen, die kürzlich mehrer. Tage lang die hiesige Strafkammer beschäftigten; gegen Lilien mußte damals die Verhandlung vertagt werden, weil er vollständig betrunken wir und nian Zweifel cm seiner geistigen Zurechnungsfähigkeit hatte.
Gießener Turnerschaft. Bei^dcm Bezirksturnen in Wetzlar lief der an zweiter Lotelle stehende M.T.V. die 500 Meter-Stafette nicht fn 66, sondern in 65V- Sekunder. Ter Turnvettin Heuchelheim steht an dritter Stelle mit 66 Sri.
4 Bad-Nauheim, 31 Aug. Ein Fahr- raddieb konnte heute nachmittag in der Fursten- straße bei frischer Tat ertappt werden. Tas Publikum nahm sofort die Verfolgung auf, und auf der Parkstraße bekam der jugendliche Dieb eine hörige Tracht Prügel. Mchher lieferte man
Kreis Friedberg.
Ein Feuergeftcht mit Felddieben.
mc. F riedb erg, 31. Aug. In der Nähe des Opelshäuser Hofes bei Altenstadt kam es in der Nacht vom Sonntag auf Montag zwischen einer zehnköpfigen Diebesbande, die die Bohnen raubte und ausdrosch, und dem Pächter zu einem schweren Feuergefecht, in dessen Verlauf der Pächter erschossen wurde.
verbundenen Erscheimmgen, nickt zum wenigsten -die Zwangswirtschaft und die Kriegsgesell-- schasten. Deren endliche Beseitigung sei ein dringendes Erfordernis, für das die demokratische Partei schon lange gekämpft habe. Ter Redner beleuchtet dann die Widersinnigkrit des Kampfes gegen beit Steuerabzug, der nur dahin führen könne, aus der sozialen direktm Steuer die unsoziale indirekte zu mack>en. Sodann kritisierte er die Wahlagitation der Deutschen Volkspartei, die Interessen aller der zu vertreten, die es gut mit dem Vaterland und seinem Wiederaufbau meinen. In der Aussprache vertrat Herr Lutze von der USP. den Standpunkt seiner Partei mit beit üblichen Schlagworten. Herr Klotz beklagte die Zerrissenheit des Deutschen Volkes und wandte sich mit einem Appell an die Versammlung zur Einigkeit der Parteien. — Ter Referent wies in seinem Schlußwort die Entgegnungen des Unabhängigen zurück. Der Kommunismus, als Gefühlsangelegenheit heute wohl verständlich, könne mir durch die Zerstörung alles Bestehenden seine Ziele erreichen und müsse daher von allen verständigen Politikern mit aller Kraft und Entschiedenheit ab'gewiesen werden.
Kreis Lauterbach.
0 Schlitz, 31. Aug. Schlitzec Amerika- n er haben der neugegründeten Unterstützimgs- kasse der hiesigen Ortsgruppe Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener zusammen dre Summe von nähezu 4000 Mk. überwiesen.
Kreis Schotten.
B. Burkhards, 30. Aug. Die Gemeinde beschloß die Errichtung eines Gedenk st eins für die gefallenen Burkhardser. Der Gedenkstein wird an der Außenwano der Kirche angebracht. Die Entwürfe stammen von dem hessischen Denlmalpfleger, Geheimerat Walde in Darm
stadt .Mit der Ausführung, die in Muschel t'alkstein erfolgt, wurde der Bildhauer Leonhard " Höchst beauftragt. Das Denkmal soll noch diesem Herbst eingeweiht toerben.
me. Frankfurt a. M., 29. Aug. Ein Frankfutter Lichtspieltheaterbesitzer hat unter fernen Besuchern eine inter ess ante Umfrage veranstaltet. Es sollte festgestetlt werden, welcheStücke sich der größten Beliebtbeit erfreuen. Von 1000 Besuchern entschieden sich 412 für Dramen und Schauspiele, 251 hielten humoristische Films für die schönsten, 236 hatten die meiste Freude an Aufklärungsfilmen und nur 63 waren mit Naturaufnahmen einverstanden. Keine Wünsche besonderer Art -hatten 38. Von den 1000 Kinobesuchern waren 588 weiblichen und 412 männlichen Geschlechts.
mc. Frankfurt a. M., 31. Aug. Aus der ganze,: Provinz Hessen-Nassau waren am Sonntag über 40 Offiziere und tveit mehr als 1100 Mannschaften des ehemaligenFelda rtillerie- Regiments Nr. 21 zusammengekommen, um Kricgscrlebnisse ouszutausck)en und über Regimentsfragen zu beraten. Es wurde beschlossen, eine möglichst vollkommene Liste der Gefallenen des Regimentes aufzustellen und arme Hinterbliebene nach Möglichkeit zu unterstützen.
mc. Höchst «Main), 31. Aug. Beigeordneter Schwinn in Unterliederbach verläßt in den nächsten Tagen seinen Posten, um die Stelle als Bürgermeister von Cronberg anzutreten.
X Marburg, 31. Aug Einer im Ssc- boodescheu Saal abgehaltene:! Versammlung Der L a u b b ü r ß e r m e i ste r wohnten auch Vertreter der Reichswirtschaftsstelle zu Kvsfet sowie des Erzeuger- und des Verbraucherverbandes bei. Man besprach die Vorschläge wegen dec Getveidevertei- luug lund einigte sich schließlich dahin, daß die Gemeinden bas Getreide mahlen lassen und das Mehl wie bisher verteilen. Die Verbraucher wünschten
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** Personalnachrichten. Ernannt wurden: Der Studienrat an der Oberreal-- schule zu Mainz Dr. A. Binzel zum Direktor der Realschule zu Butzbach, der dortige Direktor Jak. Reuter zum Direktor der Ernst-Ludwig-Schule zu Bad-Nauheim, der Reallehrer an der Blindenanstalt Christian Schmidt zum Direktor der Anstalt. Der außerordentliche Professor an der Theolog. Fakultät der Universität Halle D. Dr. Hölscher wurde mit Wirkung vom 1. Oktober zum ordentlichen Professor an der Theolog. Fakultät der Landesuniversität berufen.
** Ehrentafel. „Ter Verein ehemaliger 116er" hat dis Andenken seiner im Weltkriege 1914—1918 gefallenen Mitglieder dadurch geehrt, daß er ihnen eine Ehrentafel genndmet hat. Auf dieser 1.50 Meter hohen, künstlerisch ausgestatteten Tafel bestnden sich die Photographien der 28 Helden mit Angabe der Namen unb des Tages ihres Heldentodes. Unter ihnen befinden sich manche Gießener bekannte Persönlichkeiten. Die Ehrentafel ist von heute bis zum Samstag einschließlich im Schaufenster des Gärtners Noll auf oer Mäusburg ausgestellt.
** Aus dem Stadtheaterbureau. In dem Zaubermärchen „Tie Puppen fee", das am Dienstag, 7. Sept., bei kleinen Preisen gegeben wird, sind alle Rollen mit den ersten Kräften besetzt, so daß den Kleinen ein wirklicher Oöenuß verbürgt werden kann. Tie Abendvorstellung „Ter Raub der Sabinerin neu" dürfte besonderes Interesse erwecken, da Rudolf Goll, der Mlbeliebte, zum 1. Male in Gießen den Thcaterdirckcor „Emanuel Striest" spielt.
** I m Bund zur Pflege von Musik imb Literatur sprach Montag abend Kcrbs (zur Zeit Marburgs. Tas Programm bestand aus 3 iE eilen unter den Titeln Liebe, Genius, Gott, und brachte
Eine Zicgenkrankheit.
mc. Vilbel (Oberhessen), 31. Aug. Zu der allenthalben furchtbar wütenden Maul- und Klauenseuche ist nunmehr noch eure Krankheit der Ziegen getreten, über die man sichere Kennzeichen noch nicht hat. Dre Tiere erhalten Schwellungen und Blasen auf der Zunge und gehen nach ganz kurzer Zett em. Die Klauen sind vollkommen gesund. Bisher war es noch nicht möglich, festzustellen, ob es sich vielleicht um eine Abart der Maul- und Klauenseuche oder um eine besondere Krankheit handelt.
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। unrnrrteuxiie r-rogaoe ues «Serie io es sur oas ganze» seinerseits Erfolge gU, erzielen, die Verteidigung 'Jahr. Bezüglich der Kartoffeln wurde gewünscht,! Gießens läßt jedoch keinen Ball durch und die daS.
Arrs rind Land.
Gießen, den 1. Sept. 1920.
Anm Scdanötag.
Die 50jährige Erinnerung einer glanzvollen .Waffentat, die bem deutschen Volke endlich feinen Platz an der Sonne errang, hätte morgen Volk und Vaterland in einmütigem Jubel venammelt, wenn nicht der Ausgang des Weltkrieges uns m die tiefftc nationale Betrübnis und Bedrängnis zurückgeworfen und die deutsche Zukunft mit schick- so lsschweren Wolken verhängt hätte. Tie Stimmung fehlt, die sestesfvöhe, einmütig stark und weihevoll das Gedenken des Sedanstages in äußerem Glanze begeben könnte. Für Preußen sind die Sedansfeiern in den Schulen untersagt worden. Wir brauchen keine Festtichkttien. Wir könne»! selbst darauf verzichten, die Fahnen zu hissen, desto mdyr wollen wir in stiller Selbstbesinnung vergangener Größe gedenken und Mut und Krast daraus schöpfen, um nicht zu verzweifeln, um unseren Witten allmählich wieder emporzüheben und zu neuen! Schaffen aufzurichten.
Der Höchstpreis für Frühkartoffeln.
Die Landeskartoffelstelle gibt bekannt, daß der Erzeuger-Höchstpreis für Frühkartoffeln vom 1.—14. September auf 22 Mark festgesetzt ist. Für gesackte Kartoffeln frei Keller t>c5 Bestellers können 1,50 Mark Zuschlag berechnet werden. Bei Lieferung durch die Ge- !tneiude oder Kommunalverbände kann sich der ! Zuschlag höchstens um eine weitere Mark erhöhen. Bei Lieferung am Ort oder innerhalb * eines Kreises von vier Kilometern darf dec Zuschlag höchstens die Hälfte der vorerwähnten Sätze betragen. — Wir werden auf die Preisgestaltung der Kartoffeln -nochmals näher zurückkommen. — Der Kartoffelabgabepreis für Gieße u ist im heutigen Anzeigenteil auf 30 Mark festgesetzt.
Freigabe der Herbstkarloffeln
Vom KreiSamt wird mrtgeteitt: Nachdem der von den Bedavssstetten angemribete Bedarf an HerbMmttoffeln durch LüfevungSverträge in Gemäßheit der Verordnung mit Herbslkartosscln aus der Ernte 1920 vorn 21. DLai 1920 (Reichs-Gesetz- blatt Seite 1056) sichergesEt ist, wird von der Reichsregierung mit Zustimmung des Reichsrats und des tont Reichstag gewählten Ausschusses von einer weiteren Heranziehung der Herbstkartoffelernte für die öffentliche Bewirtschaftung abgesehen. Aus- gesÄvfsen h-ervon sind die Vorschriften über die Turckführung der auf Grund dieser Verordnung abgeschlossenen Lieferungsverträge, lieber das Verarbeiten von Kartoffeln in Brennereien, Trock- nereien und Stärkefabriken kann der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft weitere Bestimmungen erlassen.
Astronomisches vom September.
Tie Tage nehmen rasch ab! Mit dieser Tatsache muß besonders jene Hausfrau rechnen, die schon zeitig am Morgen tätig sein muß. Wahrend zu Anfang des Monats die Sonne 5 Uhr 12 Min. auf* und 6 Uhr 47 Min. untergehl, erhebt sie sich Ende dieses Monats erst 6 Uhr, um wieder 5 Uhr 39 Min. von uns zu scheiden. Am 23. September 9 Uhr tritt die Sonne in das Zeichen der Wage, gelangt wieder zum Aeqna- tor und macht zum zweiten Male im Jahre Tag und Nacht gleich, d. h. es beginnt der Herbst. Am 5. haben wir abnehmenden, am 20. September zunehmenden Mond. Von den Planeten ist zu erwähnen: Merkur unsichtbar. Venus, Sichtbarkeit zunehmend bis 3A Std. zu Ende d. M. Mars wegen langer Abende Sichtbarkeit zunehmend bis 5/4 Std. zu Ende d. M. Jupiter gegen Ende der 1. Woche d. M. kurze Zeit morgens im Osten sichtbar, geht bann immer früher als die Sonne auf, Ende d. M. 13A Std. sichtbar. Saturn kommt 7. d. M. in Konjunktion mit der Sonne, wird im letzten Monatsdrittel morgens int Osten kurze .. Zeit sichtbar.
Veranstaltungen.
Mittwoch: Neue Aula, 8 Uhr, Vortrag Karl Ettlinger. — Gewerkschaftshaus, 8 Uhr, Angestelltcn-Versammlung. — Lichtspielhaus, „Herengold" und ,,Der Leiermann". — Lichtspiele Seltersweg, tote gestern.
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— Fußball. Vergangenen Sonntag weilte der Ballspielttub Merkur 1904 mit einer kmn- binterteil Mannschaft in Limburg-Runkel als des dortigen Spiel- und Sportvereins, einen Sport Werbetag veranftaltete. Der Gean^r stellte eine sehr flotte, eingespielte Mannscyatt' die für die Verbands-Spiele der AI-Klasse etn* gereiht ist. Nach Anstoß geht Runkel sofort in Führung und bedrängt das Gästetor östers. Merkur findet sich erst in der 20. Min. öwam- men, liefert aber von da ab ein Spiel, vxtcyes erstklassig zu nennen war. In den 25. Mur, durch schönes Durchspiel eingelettet, sendet Feußcr in feiner Manier yum ersten bin. Durch den Erfolg angespornt, erfolgt auf Durchbruch, bis Runkel Eckball verschuldet hat. Tiefer wird von Früger wundervoll getreten und durck Peil und Rinderknecht zum zweiten Erfolg für Gießen verwandelt. Mit 2:U geht es in die Pause. Nach Anstoß zeigt sich dasselbe Bild. B.-K. Merkur leitet einen Angriff nacb dem anderen ein, legt überhaupt eine in letzter Zeit wenig gesehene feine Kombinations- wcise an den Tag, welche auch ohne Zweifel znw Sieg« verhalf. In der 15. Min .spielt der Mittelläufer den Ball wiederum schön vor, schiebt ihr Feußsr zu, welcher ihn zum dritten Erfolge verwandelt Nun gibt Runkel alles heraus, um oua
die Wei he rede 'hielt. Tie Beteiligung am Feste ’.txtr äußerst rege. An den volkstümlichen WetEmpfen (Fünfkampf) nahmen 500 Betturner teil, zu den unter Leitung von Bezirksturnwart Hartmann (Bad-Nauheim) ausgeführlen Freiübmtgen /waren rund 600 Turner angetreten. Sämtliche 22 Vereine des Bezirks hatten Wetturner entsandt. Von etwa 5000 Festbesuchern aus nah und fern, rtonmter sich auch sebr viele Bad-Nauheimer Kurgäste befanden, wurden die turnerischen Veranstaltungen, vor allem auch die Mannschaftskämpfe und Wettspiele, mit lebhaftem Interesse verfolgt. Begürßungsanspvachen hielten der Vorsitzende des Turnvereins Gg. Hahn und Redakteur Schneider (Butzbachs, der letztere als Vertreter des Gaues. Von den Ergebnissen des Einzelwettnrnens nennen wir im folgenden immer nur die ersten Sieger und äußerem noch die Preisträger, die den int Kreise Gießen gelegenen Dezirksvereinen angehören: Aktive Turner (98 Teilnehmer, 48 Sieger): Ehrenpreis: Albert Richter, Dv. 1860 Bad-Nauheim, 8V/2 Punkte: 1. Preiö: H. Winkler, Tv. Tvrnassenheim, 74. P., 2. Theodor Becker, Mtv. Bad-Ncmheim und Fritz Gries, Tv. 1860 Bad- Nauheim, 72 P., 7. R. Lüdge, Tv. Lang-Göns. 64 P., 12. Reinh. Spies, Tv. Lang-Göns, 58Vg P., 28. Wilh. Euler, TV. Grüningen, 49 P-, 30. K. Klee, Tv. Holzheim und A. Spckkus, TV. Lang- Göns, 48 P., 31. W. Tern, Tv. Lang-Göns, 47 P. Zöglings-Oberstufe (112 Be.verber, 60 Sieger): 1. Sieger: Richard Kaiser, Dv. Lang- Göns, 85 P., 2. A. Lehmer, ^Seminar-Tv. Friedberg, 81 P., 3. H. Herrndwdt, Tv. Butzbach, 80 P., 15. Jakob Berthe, Tv. Grüningen, 66^/2 P., 20. H. Euler, Tv. Grüningen, 61 P., ,21. Norbert Grünebcmm, Tv. Lang-Göns, 601/2 P., 22. Hugo Wagner, H. Nies, Tv. Muschntheim, und H. Hofmann, TV. Grümngen, 60 P., 27. W. Schottes, Tv. Muschenheim, 56V2 P.> 30. W. Weisel TV. Musckenheim, 55 P., 35. K. Schmidt Tv. Lang- Göns, 52 P., 36. W. Brngel, Tv. Holzheim, 51V, P„ 37. W. Grieb, Dv. Holzheim, 51 P. Zöa- lings-Unterstufe (150 Be.verber, 103 Sieger) : 1. Preis: Karl Fisch, TV. Butzbach, 89V 2 P- 2. W. Wetz, Tv. Griedel, 88V2 P., 3. A. Lanas- dvrf, Dv. 1860 Bad-Nauheim, 88 P., 10. W. Spieß, Tv. Lang-Göns, 78 P.. 11. W. Beppler, Tv. Lang-Göns, 77V» P., 15. K. Stoll, Tv. Lang- Göns, 741/2 P., 16. Gustav Müller, Tv. Holzheim. 73 P., 17. W. Bender, Tv. Grüningen und W. Brückel, Tv. Lang-Göns, 72 P., 26. H. Sames. Tv. Holzheim, 64V2 P., 29. Ferd. Weiß, Tv. Grü- nrutgcu, Otto Wagner imd O. Lechens, Tv. Lang- Göns, 62i/2 P., 31. E. Klee und H. Diehl, Tv. Holzheim, 6I1/2 P., 32 O. Klee, Tv. Holzheim, 61 P., 37. W. Berg, Tv. Lang-Göns, und ^K. Engeß, Tv. Grüningen, 571/2 P., 42. K. Weil, Tv. Lang-Göns, 541/2 P., 47. H. Grieb, Tv. Holzheim, 491/2 P., 48. W. Krausch, Tv. Muschenheim, 49 P., 50. K. Scklosser, Tv. Gttiningen, 47i/2 P. Schü- ler (145 Teilnehmer, 98 Sieger): 1. Sieger: H. Fisch, Tv. Butzbach, 88 P., 2. W. Stoll, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 85 P-, 3. Aug. Schlosser, Mtv. Bad- Nauheim, 82 P., 4. R. Storch, Tv. Münzenberg, 791/2 P., 7. A. Bö decke, Tv. Lang-Göns, 76i/2 P., 19. H. Klös, Tv. Lang-Göns, 64V2 P., 29. W. Will, Tv. Lang-Göns, 57i/2 P., 35. W. .Schmidt, Tv. Lang-Göns, 54V2 P., 39. W. Müller, Tv. Lang-Göns, 52 P., 40. W. Velten, Tv. Lgna- Göns, und Ph. Fay, Tv. Grüningen, 50 P., 43. K. Fay, Tv. Grüningen, und K. Lüdge, Tv. Lang- Göns, 481/2 P., 44. K. Becker, Tv. Grüningen, 48 P., 48. O. Artz und W. Bnücht, Tv. Sang* Göns, 46 P., 50. W. Dern, Tv. Lang-Göns, 45 P. Von Höchstteistungen an einzelnen Geräten sei er* toäfmt A. Richter, D>. 1860 Bad-Nauheim mit 3 Meter Stabhochsprung. Bei den Faustballwett- ppielen siegte Lang-Göns (2. Mannschaft) gegen Serninar-Turn- und Spielveveinigung II Friedberg 42:31; Sem.-Turn- und Spielvereinigiung Fried- berg (1. Mannschaft» gegen Tv. Lang-Göns I, 30:28; Tv. Lang-Göns II gegen Tv. Holzheim I, 22; 17. Beim Eilbotenlauf (500 Meter) blieben Seminar-Turn- und Spielveveinigung Friedberg in Der Ober- und in der Zöglingsstufe, die Turngemeinde Friedberg in der Schülerstufe erste Sieger. Ganz überraschend waren beim Wetturnen die Leistungen vieler Landveveine. Die höchste zu erreichende Punktzahl betrug in allen Stufen 90.
Am besten waren das anfpruchslio^e HeidenroSttin Goethes, dann aber auch das Hohelied, vonNtetzfcke: Zarathustras Nachtlied und Lie-d des./aick:re'E, Das als einziges auch der wirtlichen Plaittk nicyt entbehrte. Ter Saal war tote üblich — recht leer.
** Wurstkonserven werden vom 2. September ab bei der Städtischen Obst- und Gemüsestelle ausgegeben.- Siehe Anzeigenteil.
** Schuhverkauf. Die am 10. v. M. bestellten Volkswohlstiefel find eingetroffen. Siehe Anzeigenteil.
**S tädt. See fisch ma rkt. Morgen, Donnerstag früh treffen wieder gwßere Mengen lebendfrische Nordseeware, wie Kabeljau, Schellfisch, Seehecht, Seelachs und Rotbarsch ein und kommen morgen von 8 Uhr ab in den Marktlauben zum Berkaus.
** Gießener freiw. Feuerwehr. Bei der 65jährigen Stiftungsfeier am Samstag wurden folgenden Kameraden Dtenst- auszeichnnngen bzw. Diplome überreicht. Dienstauszeichnungen für 40 Jahre erhielten stellv. Brandinspektor Dickore, Obmann 'Rühl, für 30 Jahre: Schriftführer Bourgeois, stellv. Brandmeister Rüdiger, Obmann Kraus, Spritzenmeister I. Dickorö und F. Buchberger: für 25 Jahre: H. Barch, Karl Neuling II., Er. Vaubel; für 20 ^»ahre: I. Heißler, H. Flach, L. Stiehl. Diplom von feiten der Stadt für 15 Jahre wurden verliehen: I. Fölsing, .C Heidelbach, H. Helfenbein, H. Jughardt, H. Lotz, W. Mohr, I- Rosenbecker, L. Sommerlad, W. Schmid und W. Thielmann.
** Die Meisterprüfung hat der Herrenschneider Wilhelm $&aXfer, Bahnhofstraße 31, mit Auszeichnung bestanden, gleichfalls Johann Weicker zu Lick.
** Die Steno graphengesell schäft Gabels berger und Damen-Abteilung E. B. eröffnet am 7. September in der Stadt-Knaben- sckmle einen Anfänger-Lehrgang für Sterwgraphie. Siehe Anzeige in der heutigen Nummer.
** Die Dentfche demo kr atische Par- t e i hielt am Montag im (Safe Leib eine sehr gut besuchte Versammlung ab, in ber Reichstags- abgeordneter Korell über , .Regierung, Reichstag undMeich" sprach. Er führte mis, Deutschland kranke an dem Versailler Frieden, der es durch die Unterbindung seiner Wirtschaft bis zur völligen Mutteere einschnüre. Wir müßten alle »bissen, was uns der Vertrag aufertegt, und andererseits müßten wir durch den ehrlichen Versuch, ihn durchzuführen, den Gegner von seiner Undurch- führbarkeit überzeugen. Rechnet man alle Lasten, «einschließlich der von ber Entente in Aussicht ge- nonunenen finanziellen Enffchädigung, zusammen, so kommen für eine vierköpfige Familie 4400 Mk. jährlich M tragen heraus. Daß bei einer derartigen Sage uns selbst nicht die beste Fincn^wirtfchast, sondern nur der gute Wille unserer Gegner zu betten vermag, werbe ihnen hoffentlich demnächst in Genf klar gemacht werben. Der einzige Weg, der -uns in der Außenpolitik vor den Gefahren der schwersten Erschütterungen zu bewahren vermöge, sdi Einhatten der striktesten Neutralität. Es sei ein großes Verdienst der Arbeiterschaft die Neutralität zu stützen. Eine wirlliche aktive äußere Politik yu führen, sei heut noch unmöglich und alle Vorschläge tz,u einer Orientierung nach dem Kontinent ober England unangebracht, weil doch noch undurchführbar. Unsere ganze Politik sei Takt, Würde imb Geschick, um die vielen Klippen zu vermeiden, die uns noch überall drohen. Auf die innere Politik übergehend, logt ber Redner die Wurzeln unseres wirffchaftlichen Elends bloß, die letzten Endes in der moralischen Depravation und Korruption zu suchen seien, an ber unser Volkskörper kranke. Schuld daran trägt der Krieg und die mit, ihm
Dicktungen aus der Bibel «in sehr guten lieber- fetjungen von Neuß), von Goethe, Nietzsche, Busse, Philippi und Weickjclt. Dem Rezitator gelang es nicht ganz, dem verschiedenartigen Stoff des rvi chen Programms immer gerecht zu werden. Er verfügt zwar über ein nicht unsympathisches Organ
rm. Michelstadt i O-, 31. Aug In Nacht zum Montag wurde in dem tn Sternbach gelegenen Schlosse der Grafen Erbach-Fürstenau em schwerer Einbruch verübt, wobei den Dieben jwrtvslle silberne Bestecke, Nippsachen u. <l int Werte von etwa 30—40 000 Mk. in die Hande fielen. Ter Verlust ist noch.nicht mit Genauigkeit ermittelt. Die Cinbvecher sind mit einer Setter durch ein gewaltsam geöffnetes Fenster emgebnmgen und konnten ihre Tat mit Rücksicht darauf, daß m Steinbach selbst Kirchweihe war, ungestört aus- fühven.
mc. VonderBergftraße,31. Aug. Allenthalben an der Bergstraße wurde mit der Ernte des Tabaks begonnen. Die Pflanzen sind außerordentlich gut geraten und versprechen eine mindestens gute Ermte. Pflanzenschädlinge sind in diesem Jahre infolge der ausgezeichneten trockenen Witterung im Vorsommer kaum aufgetreten.
Die Räuber entkamen. Ob einer von ihnen ungute**Spmchttchnift 1 Ksw^len "nschetti? es > verletzt ist, konnte bisber noch n-ckt festgestellt aber zu wenig modulationsfähig, ja fast monoton. I werden
(?) Nieder-Mörlen (Kreis Friedberg), . Aug. Der 5. Bezirk im Turngau Hessen, dessen Vowrt Bad-Nauheim ist, hielt am Sonntag hier fein diesjähriges Bezirkswetturnen ab. Der hiesige Turnverein hatte damit am Samstag abend die ■ Enthüllung einer Ehrentafel für 13 gefallene Turner verbunden, wobei Pfarrer Tredewig
X. Hanau, 1. Sept, lieber die durch den Ausstand der städtischen Arbeiter mit seinen Folgeerscheinungen geschaffene Sage ist zu berichten, daß die Ausständigen dem Magistrat folgende Verständigungsvvrschlüge unterbreitet hatten. Uebernahme der Steueroerpslich- tung durch die Stadt ober zehnpvozcntige Lohnerhöhung und Freigabe der durch die technffche Nvt- hilfe und SicheöheitApvlizei besetzten Betriebe. In einem Schreiben, das diese Vorschläge behandelte, wrude dem Magistrat ber Vorwurf gemacht, durch das Einsetzen der technischeii Notlfilfe säwie der Sicherheitspolizei den Versuch gemacht au ^aben, wirtschaftliche Bewegungen der Arbeiterschaft^mil politischen Waffen unmöglich zu machen. Diese Unterstellung hat der Magistrat zuttich^.-viesen. Im dringendsten Mgemeininteresse sei er gezwungen gewesen, für das aAgemeine Wohl die schlimmsten Schäden der Gesundheit und Wirtschaft durch Einsatz der Nothilfe zu beheben. Die Nothilfe und damit ^auch die Sick-erhettspolizei könnten erst dann zurückgezogen werden, Ivenn die Arbeit ordnungsgemäß von den städtische Arbeitern toieber übernommen worden sei. Die Arbeiterschaft hat in einer am Montag abend im überfüllten Saale des GewerkschaftShäules auf diese Antwort des Magi- trats die Verschärfung des General- treiks beschlossen. Die Forderungen der städti- -chen Arbeiter sotten jetzt von allen .Arbeitern amtlicher Berussgruppen Hanaus erhoben werden. — Die von einer Abordnung beim Sandrat erhobene Forderung auf Zurückzie!tMig derjenigen Mannschaften der SicherheitSwehr aus den städtischen Betrieben, welche mit Arbeitsverrichtung betraut sind, ist nach einer mit dem Oberpechidenten hecheigeführten Verständigung erfüllt worden.


