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Datum:
Amsterdam» Rotterd. Drüssel-Antwerpen .
Christiania
Kopenhagen
Stockholm
Helsingfors
Italien
London New-Hock Paris
Schweiz. ... ....
Spanien
Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg.
Prag
Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . .
hl. Wunderthausen, 30. Juni. Einige in Amerika lebende Wunderthäuser haben ihrer Hermatgemeinde einen ansehnlichen Geldbetrag gestiftet, der es dieser ermöglicht, ihre neuen Kirchenglocken zu bezahlen und außerdem noch eine Turmuhr anzuschaffen.
Zürich . . .
Amsterdam .
Kopenhagen.
Stockholm.
Wien
Prag . . . .
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ausgesüNt, das bemängelt, daß das Wiesbadener freisprechende Urteil die Gewinnberechnung so unvollständig ausgeführt habe, daß eine Nachprüfung in Leipzig nicht möglich gewesen sei. Die beiden Angeklagten schilderten die Entwicklung ihres Unternehmens, das anfänglich prosperierte, gegen das Jahr 1909 aber zurückgegangen ist, so daß schließ- liw 1914 die Geschäftsteilhaber auf einen Teil chrer Einlagen verzichteten. Im Jahre 1915 konnte aber bereits wieder eine Dividende von 25 Proz. ausbezahlt und die Einlagen wieder zurückvergütet werden. Im nächsten Jahre zahlte das Unter»
Schneiderin nimmt noch Kund, an tn u nutzer dem Hause. Tchr Aug. u. ü 11640 cu 0. G. AÜ4
traten mehr in den Hintergrund. Deutsche Erdöl und Steaua Romana litten unter Gewmnrealu ienmgen. Köln-Rottweiler erfuhren bemerkens^ verte Erhöhungen um 16 Prozent. Kaliaktien chwächten sich ab. Deutsche Kali verloren 12 Proz Anlagepapiere hatten geringes Geschäft bei wenig verändertem Kursstand. Die Börse schloß still. Die Abwärtsbewegung in Petroleumaktcen machten im freien Verkehr weiter erhebliche Fortschritte, deutsche Erdölaktien sanken bis 1005. Nachbörslich allgemein fest, nur Petrolenmaktien matt. Dem sches Erdöl 990, deutsches Petroleum 728, Steaua 975.
Frankfurt a. M., 30. Juni. Börsenstimmungsbild. Petroleumaktien, loeldjc ge gen Schluß der Mittagsbörse ins Weichen kamen, was hauptsächlich mit weiteren ®eroinnentnafrmcn
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(Monts m. b. Emvf. sucht wegen Aust. d. Hauöh. anderw. Wirkungskr. in f. franenL Hau sh. z. 1. Okt. s. hier od. Umneb. Schr. Angeb. u. 011675 an den Gieh.Anz.
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Sport.
— Reiterfest! des Wetterauer 9t et» rervereins. Am 11. Juli wird auf dem Sport- Platz der Sevottse tn Friedberg seit 6 Jahren wieder ein Sportfest eigner Art stattfinden, es ist kein Pferderennen wie in vielen Großstädten, es ist eine Konkurreirz im Schaufahren, Retten und Springen verschiedener Art von Pferden des landwirtsä-aft- lick^en und privaten Betriebes. Besonders stark laufen die Anmelcrungen in der Spriirg.onlurrenz und Jagd ein. Bon der Stadt Friedberg, vvm Gießener Retterverein, Vvm landivirtschaftlichen Casino, von verschiedenen Förderern des Sports .und Freunden des Vereins werden wertvolle Preise gestiftet.
29.6.
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Frankfurt Devisenmarkt. Geld Brief
Geld Brief
30. Juni
in Zusammenhang stand, eröffneten sck)iwach, ließen aber int Verlaufs Erholung ^erkennen. Deutsche ~ und sck)1 offen
nehmen 40 Prozent Dividende. Den wetteren Verlauf per Vormittags- und NachmittagsverHandlungen füllte die Nachprüfung dieser Gewinne und die Art der Buchführung aus. — Die Verhandlungen der nächsten Tage werden sich ausschließlich um die Gewttmberechnung drehen. Für das Jahr 1915 und 1916 hat ein Sachverständiger den Gewinn auf 4,8 Millionen Mark im „üblichen Sinn des Kaufmanns" berechtret. Die Kriegssteuer betrug in diesen beiden Jahren 21/2 Millionen. Im Juni 1914 beschäftigten die Angeklagten 368 Arbeiter, im Januar 1915 297 Arbeiter, im April 1915 449 Arbeiter, im November 1916 784 Arbeiter und 50 Kriegsgefangene. Die Löhne betrugen für 1915 1180 000 Mark. Im Laufe der Verhandlungen kam il a auch zur Sprache, daß die Firma schweizerisches Kapital von einer halben Million Franken im Geschäft stecken hat, die dem Vertrage entsprechend in Franken auszahlbar ist, so daß diese halbe Million mit 10 Millionen zu Lasten der Firma gebucht werden mußte.
— Frankfurt a. M., 30. Juni. _ heute begonnenen Prozeß gegen die beiden Fabrikanten Philipp in Wiesbaden waren zunächst außer den beiden Angeklagten nur die Sachverständigen geladen. Die Vormittagsverhandlungerr wurden mit der Verlesung des Leipziger Urteils
vor seinem Tode für seine „Gesammelten Werke" aufstellte, bringt einen sorgfältig durchgesedenen Text und läßt den Werken des Dichters eine aus- ührliche biographische Einleitung vom H.'ran^ geber, sämtliche selbstbiographische Aufzeichnungen Anzengrubers und eine btt auf die Gegemoart fort geführte vollständige Anzengruber-Bibliograph^ vvrangehen. — Allen Widerständen und Hemmungen zum Trotz hat es sich der Verlag Reclam nugelegen sein lassen, die 4 Bände auch äußerlich so her« auszubringen, daß sie den alten guten Ruf der Helios-Klassiker rechtfertigen. Insbesondere ist es ihm gelungen, ein gutes holzfreies Papier zu erhalten. Er hofft so mit seiner Anzengruber-AuS« gabe weitesten .Streifen des deutschen Volkes bi: Möglichkeit zu bieten, einen feiner großen Dichter kennen und lieben zu lernen.
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Handel
yifkruitfl der Ursprunqsz-eugnisft beim Warenverkehr mit dem Saargebiet.
Frankfurt a. M., 29. Juni. Nach neuen Vorschriften der frairzösischen Zollverwaltung müssen vom 1. Juli 1920 ab die Ursprungszeugnisse der in das Saargebiet frei eingefühcten deutschen Waren das Visum eines französi- f d> e n Konsulats oder einer offiziellen französischen Mission tragen. Jedoch werden nach den sranzösischen Zollbestimmungen die von den deutschen Zoll stellen ausgestellten Ursprungs- zeugnissc als gültige Ausweise über den deutschen Ursprung der Ware angesehen, wenn sie den Sichtvermerk oder die Beglaubigiung des französischen Konsulates nicht tragen. Aus Ersuchen der Vereinigten HandelsÄnnmern Frankfurt a. M.- Hatum 'hat das hiesige Hauplzollamt die ihm unterstellten Zollämter angewiesen, Anträgen auf Beglaubigung ron Urspru ngszeugn ifl'en für das Saar- gebiec zu entspreche^., wenn den Zollämtern von den'betreffenden Finnen bie (bi k litschen Ursprung, der 'Waren ztoeiftllos ireimenden Belege zur Einsicht vorgelegt werben.
Am sterda m, ,29. Juni. (WTB.) Ter „Ti- mes" zusiolge gestattete der Kontrolleur des cng- lisck>en Clearingamtes, daß zwischen englischen und deutschen Firmen ein unmittelbarer Ausgleich ivegen der Vv rkrieg s sch uld en stnttfinden darf. Alle Vorschläge für eine Bezahlung oder einen Ausgleich der B-orkriegsschulden dürfen indessen nur durch Vermittlung des Clearingamtes erfolgen.
Berlin, 30. Juni. Börsenstimmungsbild. Trotz der sich mehrenden Ursachen zur Gejchästs- enthaltung zeigten sich zu Beginn des Börsenverkehrs doch vielfach Kurserhöhungen. Den Anstoß hierzu gab das neuerliche Anziehen der Devisenkurse. Naturgemäß zogen hieraus Valutapapiere, insbesondere Kolmnalwerte Nutzen. Mexikanische Anleihen stellten sich gleichfalls im Zu- fammenbange damit höher. Aber auch in Montan- werten und Farbaktien waren Kursbesserungen bis zu 7 Prozent zu verzeichnen, die aber meist bei der herrschenden Unsicherheit sich späterhin nicht behaupteten. Vorübergehend entwickelte sich eine lebhaftere Aufwürtsbewegung in Schisfahrttaktten, für die als Erklärung wiederum Gerüchte von Verhandlungen mit amerikanischen Unternehmungen herhalten mußten. Argo setzten mit einer Besserung von 35 Prozent ein. Petroleumwerte
§trautz-«eger--8rst in vad-Nauheim.
Bad-Nauheim, 29. Juni 1920. 1
III.
Mtt einem starken Erfolge für das Orchester endigte gestern abend das Strruß-Reger-Fest. Ter dritte Abend 'warwieÄcrum Rich. Strautz gewidmet. Seinem lebensprühenden „Ton Juan", in dem der Jugend sseuerpulse fliege, und der doch schließlich ’fo reiigniert auskliTi^t tarnt man auch heute, man dem Werke objettiber entgegrmftebt, wic damals, als dies vp. 20 -um ersten Male dtt Konzertsäle durckgog, nickst widerstehen. Er fesselt uns aus verschiedenen Gründen nach wie vor, er wirkt auch, gerade an den Stellen, Sie nicht zum Wesentlichen gehören, auf die nach Melodien gierige Hörerschaft — aber er gibt uns, und das ist doch schließlich für seine allgemeine musikalische Dideutnng das ausschlaggebende, wenig mit nach Hause -zur tieferen Verarbeitung. Jngmdfrisch, wie 4utx>r, bleibt dagegen der ,,Tttl Eulenspiegel", ein Werk, dem man infolge ferner geschlossenen Form, feiner prägnanten Gedanken und der feinen Verarbeitung seiner Grundidee stets freundlich gesinnt bleiben wird. Und dies besonders, wenn die technische Ausarbeitung eine so sorgfältige ist, wie sie Pvofestvr H. Minder st ein dem Werke an- aedeihen ließ. Sehr lobenswert führten die Holzbläser, ivenn auch hier und ba etwas humorlos, ihre -Aufgabe durch.
Eine 'gleich lttbevolle Durcharbeitung lvar dem „Heldenleben" 'zuteil geworden. Auch httr die Bläser vortrefflich, gleich lobenswert der Streichkörper. Tie 'Solovwline im dritten Mschnttt brachte Konzertmeister Müller zu guter (Rettung. Ein bißchen mehr Tenrperament hätte die Leisttmg noch gehoben. Tas „Heldenlebsn" luurix in Bad-Nauheim zum ersten Male gespielt. Tas bedarf besonderen Tankes und besonderer Anerkennung.
Weniger ansprechend als die Leistungen des OHchesiers erschienen die Liedervvrtoäge des Frankfurter Opernsängers John G l ä s c r. Freilich der Beifall der Hörer war groß. Und was will man überhaupt, vvm Standpunkt des großen Publikums aus, gegen einen Tenor sagen?. So ein hohes abc hu seine Wirkung bei Boieldieu wie bei Strauß, ob es -um ganzen paßt ober nicht. Und wenn es gar so schmelzend gelungen wird, wie hier, erst recht. Aber dies ändert doch nichts an den Tatsachen, daß dem Liedersänger des gestrigen Abends die wirksamsten Sttauß-Lttder bereits ;am vorigen Montag vorweggenommen waren, uird daß e r die von ihm gewählten nicht überall so anpackte, wie es wohl der Komponist wünschen mag. Lieder, wie „Tie Nacht" und „Ich liebe dich", dtt an unb für sich der Vertonung widerstreben, können höchstens durch vollendete ge- sangstcchnisckte Ausdeutung interessieren. In dieser Beziehung aber blieben einige Wünsche unerfüllt. Rech t au iS rechend fang Herr- Gläser ,^Jch trage meine Minne"; „3ueLgmtngrz und „Breit über mein Haupt dem schwarzes £>aar". Herr W. Salo mun aus Frankfurt begleitete auch diesmal. Schade, daß feine korrekte und technisch lobenswerte Behandlung des Klavierteiles wiederum nur selten eigenartige Farben aufwies. Der ihm zur Verfügung stehende Flügel hat ihm übrigens feine Aufgabe erschwert.
Im ganzen darf man mit dem künstlerischen Erfolge "des Strmrß-Roger-Festes zufrieden sein. Möge die vommende, in jeder Beziehung immer schwieriger werdende Zett es gestatten, weiteren ähnlichen Ausgaben näherzutreten! m.
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Frankfurt
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Eine französische Erinnerungsmedaille.
Paris, 29. Juni. (Pr.-Tel.) Die Regie- nmg erläßt ein Gesetz betreffend die sogen. „Erinnerunysm ed ai(ie" an den „Großen Weltkrieg" in Frankreich, die jedem Soldaten, der augenblicklich bei oen Fahnen steht oder mindestens sechs Monate im Feuerbereich Militärischen Dienst getan hat, verliehen werden soll.
Rückgabe früherer Krttnstrophäen.
Paris, 29. Juni. (WTB.) Gemäß Art. 145 des Versailler Vertrages, der dtt Rückgabe der Kriegstrophäen der beiden letzten Kriege vorschreibt, hat dtt deutsche Regierung dem Oberkommissariat der Republik in Straßburg 3 6 alte Kanonen übergeben, die dtt deutschen Truppen 1870 erbeutet haben.
Explosionsunglück.
Berlin, 30. Juni. (Pr.-T.) Der „Berliner Lok.-Anz." meldet: In dem alten Lager bei Jüterbog flog heute nacht ein Pulvers chuppen in die Hust. Durcb die starke Explosion wurden dtt umliegenden Fachiverkgebäude vernichtet. Acht Soldaten wurden durch Splitter verletzt. Wie dem Blatt von militärischer Seite mitgeteilt wird, scheint Brandstiftung vorzuliogen.
Büchertisch.
— Anzengruber. Herausg-egeben von Carl W. Neumann. 4 Bände mit Bilderbeilagen und einem noch nicht veröffentlichten Brtts in Faksimile. Auf holzfreiem Papier. In Halblernen 50 Mk. Ladenpreis. In Halbfranz 150 Mk. Laden- preis. Die seit langem vorbereitete, von Carl W. Neumann besorgte Reclamsche Ausgabe fußt auf dem Plan, den der Dichter selbst ein paar Wochen
Petroleum ttaten 726 in den Verkehr 729.—. Deutsche Erdöl 995 bis 998 übrigen Gebieten nahm das Geschäft einen rutyigcn Verlauf. Otavi-Minen abgescklwacht, 780 später 790.—. Genußscheine 670.—. Chem. Bad. Anilin ssind 2 Proz. gebessert, 429.—. Scheideanstalt E i n heit 478.—, 6V2 Proz. erholt. Montanpapttre behaupteten ihren Kursstand. Phönix Bergbau 400.—. Bochumer 250 72 plus 472. Fränkische Schuhfabrik büßten 4 Proz. ein, 195.—. Metall Bingwerke 200V-' minus 41/2. Neu Guinea büßten 15 Proz. ein, 675.—. .Lombarden fest, 3OV2 plus 303/d. Schantungbahn 628.— plus 3 Proz. 5proz.' Reichsanleihe 79.60. 4p?oz. Spar-Prämien-Anleihe 91.80. 4proz. Bayenr 87.30. Mexikaner schvächten sich ab. 5proz. Goldmexikaner 352.— (— 5V2), 5proz. Tehuantepec 202.—. 4i/2btoj. Irrig. Mexikaner 196.— (— 3V2 Proz.). Deutsch Asiat. Bank wurden 16 Proz. auf 415.— gesteigert. Schuhfabrik Aug. Wessels 209.— plus 1 Proz.
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gehen.
Karwfftlausfuhr aus Belgttn
Brüssel, 30. Jmn. (WTB.) Infolge der reichlichen Kartoffelernte und der mäßigen Preise hat der Ernährungsminister beschlossen, daß ab 1. Juli Kartoffeln ohne weitere Erlaubnis ausge- führt werden dürfen.
Irland.
sterdam , 29. Juni. (WTB.) Bei der Beratung des H 0 m er u l eg e setzes im englischen Unterhause betonte Llohd George geittru, daß bei der gegenwärtigen Stimmung in Irland es keinen Vorschlag gebe, der gleiclMitig für 00s englische und das irische Volk annehmbar itxirc. Er zweifle nicht an der Besserung der öffentlichen Meinung in Irland, aber eine solche Besserung könne erst eintreten, wenn die Irländer sich 11 ar machten, daß keine Partei in England bereit sei, Irland mehr zu geben als das, was ihm durch die gegenwärtige Regierung geboten sei, und daß die Amerikaner ihnen keine Hilfe bei ihrem Streben nack einer unabhängigen irischen Republik gewähren würden.
; Aus der italienischen Kammer.
Rom, 29. Juni. (WTB.) Dtt Kammer setzte dtt Diskussion der B u d g e t z w ö l f t e l fort. Im Verlaufe der Diskussion wiederholte Giolitti, Italien werde keine Truppen nach Albanien senden. Ein mit mehr als nur militärischen Vollmachten versehener Diplomat habe sich am Dienstag nach Albanien begeben, um mit der albanischen Regierung zu unterhandeln. Es sei zu erwarten, daß aus diese Weife eine rasche Verständigung mit Albanien erzielt werde. Giolitti sprach darauf von den Ereignissen in Ancona; die Regierung werde nicht so hart mit den rebellischen Elementen verfahren. Was dtt begangenen Verbrechen betreffe, so werde sich die Justiz damit zu befassen haben in voller Unabhängigkeit und ohne jede Beeinflussung durch die Regierung. Die Kammer beschloß den Schluß der Debatte und Uebergang zur Tagesordnung mit 222 gegen 93 Stimmen.
Die Meutereien in Italien.
Rom, 30. Juni. (WTB.) ©tefani. In Beantwortung einer Interpellation betonte der Kriegsmimster im Senat, daß bte in Ancona meuternden Bersaglieri Mm öffentlichen Ordnungsdienst gehörten. Er hob hervor, daß br Rt> gierung einen Kommissar nach Albanien '(Men werde, der ausdrücklich erklären solle, daß Italien bte Unabhängigkeit Albaniens anerkenne. Ter Minister betont, daß in allen Städten Italien» sich Freiwillige für Albanien gemeldet hatten.
(In einem Teck der Auflage nriebirtplt.)
Der britische Botschafter für Berlin.
Lon do u, 30. Juni. (WTB.), Reuter. Lord d'Abernon wird unverzüglich abreisen, um seinen Posten als britischer Botschafter in Berlin anzu- treten. Seine Ernennung ist nur vorläufig und hat ihren Grund in den wirtschaftlichen Problemen, die in den internationalen Beziehungen zu Deutschland vorherrschen.
Belgiens Entschädigung.
Rotterdam, 30. Juni. (WTB.) Der Brüsseler Korrespondent des „Nieuwe Rotterdam- scheu Courant" erfährt aus zuverlässiger Quelle, daß Belgien eine Mindestentschädigung von 10 Milliarden Franken fordern werde.
Arnderung der Ein- und Ausfuhr.
Paris, 30. Juni. (WTB.) Auf eine EM- schließung der Vereinigung ftanzöftscher Kaufleute und Jndusttiellen im Rheinland ^Sitz Mainz) hat M i l l e r a n d mit einem Schreiben geantwortet, in dem er mitteilt, daß die deutsche Regierung bedeutende Zugeständnisse in der Frage der Aende rung der Ein- und Ausfuhr gemacht habe. Sie habe sich damit einverstanden erklärt, daß ein französisch-deutsches Schiedsgericht gebildet werden soll, das ständig im Rheinland für die Schwierigkeiten im Transitverkehr bei der Ein- und Ausfuhr in Deutschland in Zukunft zuständig sein wird. Im übrigen verweist Millerand auf die 9tote des Botschaftsrats vom 7. Juni, in der die deutsche Regierung aufgefordert wurde, ihre Handelsregulationen mit den Bestimmungen des Vcwsailler Vertrages in Einklang zu bringen. Dtt französischen Kaufleute und Jndusttiellen auf dem linken Rheinufer können in Zukunft mit Ruhe ihren Geschäften nach-
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