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Nr. 44

1. April

1920

L i ste.

und

deren

deren

ernannt.

0,03 Gramm, 0,03 Gramm, 0,03 Gramm,

Eucodal . Laudanon Narcophin

Urea dibrompropyldiathylmalo- nylica et ejus salia

Urea dipropylmalonylica et ejus salia

Veronal et ejus salia

Aethylvkenylbarbitursäure deren Sal^e

Diäthylbarbrtursäure und Salze

Diallylbarbitursäure und Salze

Aethylpl^nylrnalonylharnstoff u. dessen Salze

Tiäthylmalonylharnstoff u. des­sen Salze

Diallylmalonylharnftofs und des- sen Salze

Dibrompropyldiäthylmalonyl- harnstoff und dessen Salze

Dipropylrnalonylharnstoff n. des­sen Salze

Veronal und dessen Salze.

Acidum aethylphenylbar bituri- cum et ejus salia

Acidum diaethylbarbituricum et ejus salia

Acidum diallylbarbituricum et ejus salia

Acidum dibrompropyldiaethyl- barbituricum et ejus salia

Acidum dipropylbarbituricum et ejus salia

Aleudrin

Amylenchloralum

Chloralose

Dial et ejus salia Dihydromorphium Dio'genal et ejus salia

Eucodal

Hedonal

Isopral

Laudanon

Luminal et ejus salia

Medinal

Narcophin

Natrium diaethylbarbituricum Nirvanol

Optochin ejusque salia et deri- vata

Pantopon omniaque similia prac- parata, quas alcaloidea Opii continent (Glycopon, Holo- pon etc.)

Paracodin

Paralaudin

Paramorfan

Proponal et ejus salia Tctronal

Urea aethylphenylmalonylica et ejus salia

Urea diaethylmalonylica et ejus salia

Urea diallylmalonylica et ejus salia

Bekanntmachung.

Betr.: Verordnung, den Radfahroerkehr betrefsend.

Es wird folgendes zur öfsentlichen Kenntnis gebracht:

1. Tie Beslimmung über die Anbringung von Nummerplatten an die Fahrräder ist ausgehoben. Tie Besitzer van Fahrrädern haben die seither ausgegebenen Nummerplatten alsbald bei der Bürger­meisterei ihres Wohnorts oder aus Zimmer Nr. 9 in unserem Tienstgebäude abzuliefern.

2. Zn die Radfahrkarte ist künftig die P e r so n a l b c s ch r e i-, bung des Inhabers einzutragen. Tie Anträge auf Benutzung eines Fahrrades sind daher vom Radbesitzer persönlich bet dem Bürgermeister des Walmarts vorzubringen, der die Personal­beschreibung aufnehmen wird. In Gießen sind die Anträge bei dem Polizeiamt oder bei uns vorzubringen.

3. Ter Radsahrer must bei Meldung der in 8 27 der Ver­ordnung vom 6. Mai 1907 den Radfahrverkehr betrefsend, ange- drohlen Strafen die Radfahrkarte stets bei sich führen und aus Verlangen den zuständigen Beamten vorzeigen.

4. Auf unsere Bekanntmachung vom 17. März ds. Js. Amtsverkündigungsblatt Nr. 20 wird nochmals mit dem An- sügen hingewiesen, dast der Stempelbetrag noch bis Ende April ohne Kosten entrichtet werden kann.

G i e st e n, den 29. März 1920.

Kreisamt Gießen.

Dr. Usinger.

Betr.: Tie Erhebung der Kurtaxe und der Badegelder zu Bad- Nauheim.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger­meistereien der Landgemeinden des Kreises.

Tie Kurverwaltung Bad-Nauheim hat die Wahrnehmung ge macht, dast in fcicn benachbarten Städten und Orten Fremde Woh­nung nehmen,^ von da aus die Kurmittel in Bad-Nauheim ge­brauchen, die Konzerte und das Kurhaus besuchen und die Zahlung der Kurtaxe auf diese Weise zu umgeben suchen. Daher ist an­geordnet worden, dast die Abgabe von Bädern in den Badehäusern zu Bad-Naüheim an die Ortsansässigen von Bad-Nauheim und der benachbarten Städte und Orte zukünftig nur dann noch er­folgen soll, wenn von denselben Ausweiskarten nach dem unten abgedruckten Muster dem Aufsichtspersonal in den Bade-

Inhaltr Ucbersicht: Verordnung, den Radfahrverkehr betr. - Bekanntmachung über die Abgabe starkwirkender Arzneimittel usw - (Erbebuna der Kurtaxe und der Badegelder zu Bad-Nauheim. - Brennholzoersorgung. - Baustoffbewirtschaftung. - Dienstnachrichten.

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Akten,

Pantopon oder allen ähnlichen, Opiumalkaloide enthaltenen Zubereitungen (z. B. Glycopon, Hvlovon,...... 0,06 Gramm,

Paracodin.............0,03 Gramm,

Paralaudin.............0,03 Gramm,

Paramorfan (Tihydvomvrphium) ..... 0,03 Gramm

nicht übersteigt. Auf Arzneien, welche zu Einspritzungen unter Haut bestimmt sind, findet dies feine Anwendung.

2. Tie wiederholte Abgabe von Arzneien in den Fällen der Nummer 1 Absatz 2 ist nicht gestattet, lvenn sie von dem Arzt oder Zahnarzt durch einen auf der Anweisung beigesetzten Vermerk untersagt worden ist.

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UmtSDerlünbigungsblatt

für die Provinzialdirektion Oberhessen und für dar Kreisamt Gießen

Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Rur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich.

Anlage zu vorstehender Bekanntmachung

Ergänzungsbestimmung

zu den Vorschriften, betreffend die Abgabe starkwirkender Arznei­mittel, sowie die Beschaffeitl-eit und Bezeichnung der Arzneigläser unb Staubgefäße in den Apotheken.

Tie Vorschriften, betreffend die Wgabe starkwirkender Arznei­mittel, sowie die Beschaffenheit und Bezeichnung der Arzneigläser und Staubgefäße in den Apotheken, werden auf die in der an­liegenden Liste aufgeführten Stoffe mit der Mastgahe ausgedehnt, daß für diese Stoffe an Stelle der §§ 4 und 5 nachstehende Be­stimmungen gelten.

1. Tie wiederholte Abgabe von Arzneien zum inneren Ge­brauche, welche die in der anliegenden Liste aufgeführten Stoffe enthalten, darf nur auf jckesmal erneute, schriftliche, mit Datum und Unterschrift versehene Anweisung eines Arztes oder Zahn­arztes erfolgen.

Jedoch ist die wiederholte Abgabe von Eucodal, Laudanon, Narcophin, Pantopon und allen ähnlichen, Opiumalkaloide ent­haltenden Zubereitungen (z. B. Glycopon, Holopon), Paracodin, Paralaudin und Paramorfan (Tihydvomorphium« gestattet, wenn diese Mittel nicht in einfachen Lösungen oder einfachen Verreibun-- gcn. sondern als Zusatz zu anderen arzneilichen Zubereitungen verschrieben sind und der Gesamtgehalt der Arznei an

lieg tu oie iDescryr Dcgeoen, Dointaraxg umzmgm zu werden.

Ter militärische Lagebericht.

M ü n st er, 2. Llpril. (WTB.) Dem mili­tärischen Lagerbericht ist folgendes zu enttiehmen: Bei Wcsel griff der G.gnec vor gestern abend in Stärke von eüoa 150 Mann an den Straße DinslakenFriedrichsfelde an. Er wurde unter schweren Verlusten abgewiesen. Der Brücken­kopf bei öuenje wurde erweitert. Dorsten tvurbe vorgestern abend von der bolschewistischen Artillerie heftig beschossen. Die Stadtverwaltung bittet dringend um sofortigen militärischen Schutz. An der Lippe wurde während der Nacht und im Morgengrauen eine Sprengung vereitelt. Tie L i p p e b r ü ck e südlich von Rattern wurde nach heftigem Kampfe genommen. Der Gcgn.-r verlor erwa 80 Tote. Die Straßenbrücke südlich Faltern wurde durch Sp eigung leicht beschämt. Die Essen bahnbrücke ist unbeschäaift In Recklinghau­sen haben die Aufrührer am Nachmittag das Post amt gestürmt und mit Sxmbgranaten furchtbare Zerstörungen angerichtet. Alle Postbeamten wur den mobil gemacht, um das dort lagernde Geld zu bewachen, da mit einem zweiten Angriff gerechnet wird. Tas Laubratsamt wurde ebenfalls angegrif­fen. Es wird verteLigt von Beamten und Mit­gliedern der früheren Einwohnerwehr. Bei Pel­kum gab der Gegner dauernd heftiges Maschinen gewehrfeuer ab und sprengte die Brücke beim Bahn­hof. Daraufhin wurde der Ort gestern nachmittag von Reick)swehrtruppcu genommen. Die Eisenbahn­linie Uuna£>a m m soll am Kreuzuugspunkt DortmundWelver gesprengt sein. In Iser­lohn wird die Tiktatur des Proletariats von einer «Minder heft ausgeübt, die Gesseln festsetzte. Aehn liche Zustände sind in Westtg, xxmer, Voßwinkel u.id fyroenoenbri. Em Beispiel für die An bei bolschewistischen Propaganda ist, daß sie die Leichen ihrer eigenen Gefalle_= Kien in der gemeinsten 29et f e selbst Dtr ftü m mein , sft in dieftm Zustand photo graphievcn und die Photographien als Flugblätter oder Postkarten durch ihre Krankenschwestern ver- breften lassen unter der AngaLv, daß die Verstüm­melungen durch A^ichswehrsoldab'N erfolgten.

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ite und beste ler Welt Ferrnneon.

mmunistifchcr Terror in Düsseldorf.

Düsseldorf, 1. 9lprft. iWolff.) Tie in der Halle am Vormittag zur Beschlußfassung über Gen er al stre i k und zum Bericht über Berbanblungen in Münster einberufenen Funk- äre der drei sozialistischen Parteibetricbsrüte )cn durch Trupps der roten Kampffront an Beratungen verhindert. Der kvmmu- sche Führer teilte mit, daß der, bisherige iclborfcr Vollzugsrat abgelebt worden sei. lferufe aus dem bedrängten Gebiet.

Berlin, 24. Llpril. (WTB.) Ter Rcicks- ning gingen folgende Telegramme zu: Tuis- , 2. April. Nach unserer einmütigen Auf- ng der Laae ist ein sofortiges nach- cklichcs Vorgehen der Reichswehr einzige M ittel, um Duisburg und gegcnd vor äußerster Not und nd zu schützen. Wird unserem dringenden chrei nunmehr nicht sofort entsprock>cn, so m unterzeichnete Parteien die Voran ttvorruna dft iveiterc Entwicklung der Tinge ab. Ein lies Telegramm ging von Münster an Sevo ab Tie Sozialdemolratisdie Partei, die Un- mgigc sozialdemokvattsche Partei und die Salbt* »altung Duisburg.

Münster, 2. April. Soeben in Münster ein- isken, wohnten wir sofort einer dringenden! rrednmg der maßgebenden Personen und Zivil- rben der Provinz bei. Es ist unbedingt svfor- - Eingreifen erforderlich. Nur' Ko m m u - :en, Bolschewisten unb Gesindel ten den Widerstand unter blutig- i Terror aufrecht. Unsere Kabinetts- 'lieder und die Zentrumspartei können tue Ver- ortung nicht Iärger tragen, wenn jetzt immer durch Verhandlungen, Fristverlängerung und greiflich: Amnestie gezögert wird. Ersuchen um chende drah! liche Amrei sang an das General - nando, dem ganz allein völlig freie Hand zum tigen Eingreisen unter unverzüglicher Auf- ng der bis Samstag lausenden Friswerlänge- > zu geben ist.

Oberbürgermeister und Landräte der bedräng- itebiete, in deren Städten und Kreisen bereits! inbert wird, verlangen inständigst sofortiges volles Handeln, um die sckxreckliche Leftenszeit kürzen. Hervld, Mausbach unb Gstsing.

Noch keine Entspannung.

Berlin, 2. April. (Wolsf.) Nach den aus rheinisch-westfälischen Jndustriegebier vorlft* en Meldungen macht sich die durch die bo- igeitbe Erledigung der vom ReichSvommissär >e r i n g geführten Verhandlungen eingetretene spannung leider an vielen Orten noch nicht nd. Es trat im Gegenteil sogar an einzelnen len eine Verschärfung der Lage ein, tue sich us erklärt, daß die linksradikalen Elemente n, wie die gesamte Entwicilung im Ruhr- r eine für sie ungünstige Wendung genommen Sie versuchen daher, mit noch schärferen Mft- als bisl-er ihre Macht zu befestigen. Auch ist nücksichttgen, daß an vielen Orlen durch län- Andauer des Generalstreikes und im beson- t durch die verheerende Lebensmittel tnappheit natürliche Verschärfung der Lage sich bemerk- madjtn muß.

Wie in manchen andeven Orten wird auch in en die Lage von bewaffneten Banden be- cht, die nicht mehr in der Hand des Voll- cates sind. Diese Leute hoben das Rathaus t und mit Geioalt den Generalstreik crzwun- Tie Sladkvenvaltung nr.rb mühsam coiftecht er- n. Tie Banken sind gesckstofsen.Eiseiibahneii und ivcnbahnen liegen ftill. Von fccnxif tu ten Ban­den wurden einige Versuche gemacht, di Derkdirek- toren zu verhaften, in manchen Fällen mit Ei folg. Vielfach erzwingen bewaffnete .Kommunisten die Löhnungsauszahlung bei den Stadlkasien. TicS geschah u. a. in Gelsenkirchen und Düsseldorf, wo die Stabt einige 50 000 Mk. und die Banken 100000 Mk., der Gewalt weichend, au ^bezahlten. In Düsseldorf verursacht die sog. Rote Sicherl-eits- n>el)r der Stadt eine tägliche Ausgabe von 2(>000 Mark. In Hamborn bewilligte die Stadtverord- 'b etenversammlung auf Grund einer kommunistischen Erklärung 200000 Mk. Löhnmig für de b.w-ifs- neten Aufrührer. Der Hamborner Vollzugsrat hält lur Zeit noch verhältnismäßig gute Ortmrmg. Führer der Roten Armee im Hamborn.'r Abschnitt ist ein gewis er Dedo, wahrscheinlich nn .Mül­heimer Zuck)rhäusler. In der Geg nd von Dins­laken wird gekämpft. In der Stadt selbst n't Geld- und Lebensmitdelnot aufs Höchste gssttegen. Bezeichnend ist, ba3 mehrheitssozialistich- und un­abhängige Arbeiterführer durch die Jtofnmunifhm mit Gewalt gehindert wurden, nach Münster zur Verständigung mit den Reichsbehörden zu schrm. Mindestens 90 Prozent der Arbeitnsschaft des Jn- dustriebezuks sind für die Wrederk.'hr ber Ord­nung und Wefterführung bzw. Wiederaufnahme der Arbeit.

Sine Auseinandersetzung mit Zrankreich.

Paris, 3. April. (WTB.) Der dyttsche 0-e- schäst-träger Meyer sprach am Freitag bei Millerand vor. Er übergab ihm eine Note, m der die französische Regierung neurrdings ersucht wird, ihre Genehmigung zum Einrücken der d c u t - schon Truppen ins Ruhrgebiet zu geben und durch welche gleichzeitig zur Kenntnis gebracht wird, daß einige Reich-wehrabteftmigen am Don­nerstag morgen nördlich der Linie Wesel-Wulsen oorgedrungen sind. Meyer erklärte dem französi­schen Minister des 2!eußern, daß diese Stteitkräfte ohne die Ermächugung der deutschen Regierung in die genannte Zone eingerückt seien. Mlllerano lisß Meyer seinerseits eine Note zugehen, durch die die deutsche Regierung ausgeforderl wird, ihre Truppen zurückMziehen. Der Ministerpräsident hielt gleichzeftig die Bedingungen aufrecht, die er jdjort irüber für den Fall einer deutschen Be-

I iiiaiycii, wt i uuu; nui in uurcijuuitt <>cu, ' Bieber abschaffen. Sie muß das Hilfsmittel I lc-3 Wiederaufbaues sein. Volksregierung, | licht Klassenherrschaft, ist die Parole! Erfah- I nmg, Vernunft und Besinnung, unter Aus- jliluß von Parteifanalismus, müssen das ver- Bi'tetc Land neu bebauen; dann mag aus der (att sozialpolitischen Fortschritts, die wir der SeBolution verdanken, etwas Gesundes uno | ttiuerhafteS erwachsen. Vor allem soll das sc utschland der Pflicht, schweigender Arbeit, bi: Treue und Ordnung auferstehen! Sicher- b und Stetigkeit erwachsen nicht auf Macht- (eCift und Phrasen tum? -

Was wir zumeist wünschen und erhoffen nui'sen, liegt zunächst außerhalb des Partei- cb*n5. Das Ende des Gewaltfriedens, die iiecstehung eines neuen Völkerfriedens wer- Im nicht nur von deutschen Herzen herbev- icstzhnt. Noch täglich verzeichrten wir mit ircrfter Freude die Anzeichen, die sich im lmslande für einen Umschwung in der bis- !rmgen Politik geltend mack>en. Churchill |h®c: Frül-er war Deutschlands Stärke eine ahr für Europa, jetzt ist sein Darnieder- legocn eine nicht kleinere Gefahr. Und das sa- c.'m sie allmählich alle, die Englörrder, Jtalie- ! pr Amerikaner, soweit sie politisch denken. ?ic: die Franzosen können sich mxf) nicht ins Micksal fügen. Sie fühlen sich, wie auch das gsntümliche Verhalten ihrer Regierung bei ; r Aufruhrgefahr im Ruhrgebiet wieder be- :<Lrt, noch ganz im Kriege. Also ist auch der 'tusche Kampf, mit geistigen Waffen, nrxl> ficht beendigt. Auch heute noch kann man keine luutre Politik ohne Rücksicht auf die

Unpolitischen diotwendigtei.en machen.

Lii müssen in unseren freiheitlichen unb pr fchrittlichen Unternehmungen im Einklang 'leiben mit der Wirklichkeit, die draußen IkrTrscht, müssen im Wettbewerb mit den Völ- . tar die Arbeit rüsten, dürfen das bißchen

Die Ltvigungzverhan-lunzen.

Essen, 2. April. (Wolff.) Aus den E i n i - aungsverhandlungen in Münster ergeben sich für die Arbeiterschaft u. a. folgende Verpflichtungen:

1. Sofortige Einstellung des mftitärischcn Kampfes und sofortige Auflösung der Roten Armee bis spätestens 2. April 12 Uhr mittags. Die Unternehmer sind gehalten, alle bisher beschäs- ttgten Arbeftrr, die an den Kämpfen teil genommen hüben, wieder einzustellen. 2. Sosortiae Frei­lassung der Gefangmen. 3. Sosoriige Wgabe der Waffen, Munition und der erbeuteten Heeres- geritc an dft Stellen, dft von den jetzt bestehenden Vollzugs- und Aktionsausschüssen in Gemeinschaft mit den Gemeindcb.'Hörden festzustellen sind bis spätestens 10. April. 4. Bis 10. April muß in jeder Gemeinde von den organisierten Arbeitern, Angestellten und Beamten sowie den Mehrheits­parteien ein Ordnungsausschuß gebildet sein, der bei der Durchfübrung des Sicherheitsdienstes mft- wirft. Dft rcDolutronärc Arbeiterschaft wird dar­auf zu acksten l>a£cn, daß sie entsprechend ihrer Stärke im Ordnungsaussdmß vertreten ist. 5. Zur Unterstützung der Sicherheitsorgane ist vom Ord- nungsaussckmß eine Ortswchr aus der repub.i kanftchen Bevölkerung, insbesondere den organi­sierten Arbeitern, eingestellten und Beamten zu bilden. Sämtliche Einwohn-invehren sind aufzu­lösen. 6. Dft verfassungsmäßigen Behörden dürfen in der Ausübung ihrer Acmter mcht behindert werden.

Dft R e g i e r u n g ist auf Grund der Biele­feld« Vereinbarungen zu folgendem verpflichtet: 1. Völlige Straffreiheit für die bis 2. April, 12 Uhr mittags, an den Kämpfen beteiligten Arbeiter. Als Aufrührer güt nur berjenige, der nach dem 2.April, mittags 12 Uhr, noch zum Zwecke des Kmnpies gegen die verfassungsmäßigen Organe Waffen führt. 2. Sofortige Aufhebung des Ausnahme­zustandes und des Standrechts bis zum 2. Aprft, 12 Uhr mittags. Aushebung des allgemeinen Aus­nahmezustandes bis spätestens 10. April. 3. Jeder Einmarsch der Regierungstruppen in das Jndu-

Samstag, 3. April 1920

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer dis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. f fl W m Preis für l mm höhe für S R Anzeigen v. 34 ININ Breite

I Hf örtlich 35 Pf., auswärts

A rl 45 Pf.: für Reklame.

Ä Wh/ Anzeigen von 70 mm

Breite 150 Pf Bei Platz. jF Vorschrift 20°, Aufschlag.

r Hauptschriftleiter: Aug.

Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: tz. Dech, i: Zchulstrahe 7. fämtlid) in Gießen.

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Straßenbahn ßerlon u. W - Harten, 5Stüd Ij- bie bishenM «r

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in 1920. ,

lionsWvte zu Viesei qeinber

B c t r.: Wie oben.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Sic werden beauftragt, obige Bekanntmachung in Ihrer Ge­meinde alsbald ortsüblick) veröffentlichen zu lassen. Tie Nummer- ylatten sind einzuziehen und gelegentlich hier abzugeben. Tie Persioitalbeschreibung ist aufzurtehmen und mit der alten Fahrrad­karte einzusenden.

Gieß e n, den 29. März 1920.

Kreisamt Gießen.

____________________Dr. U finger.____________________

Bekanntmachung

tie Abgabe starkwirkender Arzneimittel, sowie die Beschrffenl>eit und die Bezeichnung der Arzneigläser und Standgesäße in den Apotheken betreffend. Vom 24. Februar 1920.

Tie auf Grund des Bundesratsbeschlusses vom 13. Mai 1896 erlassenen Vorschriften über die Wgabe starkwirkender Arzneimittel so.vie^über dft Beschasfenl)eit und Bezeichnung der Arzneigläser und Standgefäße in den Llpothekert werden in der aus der Anlage ersichtlichen Weise ergänzt. Tiefe Ergänzung tritt mit dem 1. März 1920 in Hessen in Kraft.

Tarmstadt, den 24. Februar 1920.

Hessisches Ministerium des Innern.

I. V.: H ölzinger.

ei»:

Dibrompropyldiäthylbartitur- jäure und bereit Salze

Tiprvphlbarbftursäure und deren Salze

Aleudrin

Amylenchloral

Chloralose

Dial und dessen Salze Tihydromorphin

Diogenal und dessen Salze

Eucodal

Hedonal

Isopral

Laudanon

Luminal und dessen Salze

Medinal

Narcophin

Diäthylbarbitursaures Natrium

Nirvanol

Optochin, dessen Salze und Ab­kömmlinge

Pantopon und alle ähnlid)en,

i Opiumalkaloide enthaltenden Zubereitungen (z.B. Glycopon, Holopon)

Paracodin

j Paralaudin

^Paramorfan

-Proponal und dessen Salze Tetronal