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Zweites Blatt

HL 78

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Donnerstag, 1. April (920

vernommen.

1.

gegründet 1876.

MM

sNachdruck verboten.)

Fortsetzung 13.

zum

frnb

also

l)abt, £>crr Doktor,

ein

schliehlich aus.

Seltersweg 73

GIESSEN

Selters weg 73

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05811

L

57.

8-u einem toten ba& in Vielem mir eine tele-

Mlerheiligsten ljtni>urdX>räng>en da, Jarvis? sagte ich. Freut

Permb'cbtcs,

Historische Aprilfck;erze.

148 Maulwurfe I nud ÜSublniäuic aefang. 3 Fallen 10 Älk. fr. Ä. WeyerstalL Wiesdori.

8-10 10-12 12-14 14-16

Das Wartezimmer war schon mit Patienten an- gefüllt. Auch der Polizeibeamte Jarvis, der di' Nacht zuvor am Pontifex Square den Tr.mst oer- fd?en hatte, war ba runter und grüble militärisch.

als ich mrch wollte.

So, Sie mich. Nun?

Ich hab'

Las brachte meine Ueberlegungm ßimfte, und ich brn überzeugt, liigenblick zwisclren Mimms und Irttljifdye Verbindung lrestand.

Hol s der Henker!" ries ich

24V270 270-:'10 310-37,0 3**100

ie herzlicher ange unserer n wir allen i bauten wir für bie troll-

Die Gräfin.

Roman von G. W. App le ton.

hatte. Tenn ohne diese klein; Ausgabe würde ick ja nie etitos von dem Zweispänner erfdlirm haben, der zweitel los die unglückfelige Gräfin nttführt hatte. Zwar trug be.er Umstand noch dazu bei d e N^tt txs Gelieirnniss-^s zn verdichten, gleich­zeitig riet aber anch ein schwacher Lichtstrahl am die Angelogcckliett. Und so sagte ich mir, dast tds nur dankbar für die Information lern müsse.

Ich l)atte zwei Stunden lang angestrengt in meinem Sprechzimmer zu tun und konnte während dieser Zeit der bvennendm Frage keinen Geoankm schenken. Hieraus folgte ein Rundgang bei M'ine.i Patienten. Endlich sand ich Zeit, mich zu meinem Bankier zn verfügen. Tort vergewissert' ich mich, dast das geheimnisvolle Paket ordnungsgemäß aus- geliesert mid sofort im Sicherhertssdnank oerwrhrt worden war. Ich erlndt eine daraus bezüglich' schriftluhe Empfangsbescheinigung und fragte mich, wie in aller Welt das Ende dieses erstaunlichen Geschäftes sich gestalten würde.

Ich batte bereits die Bank verlassen, als mich plötzlid) ein Einfall veranlabte, n<-der umzukehrm, unb |o betrat ich von neuem das Privat kantvr des Tirekwrs.

Ich mödjte Sie bitten, Herr Direktor, sich zu notieren, d-ß die Papiere, die ich Jhnm zum Ausbewahren übergeben habe, nv'mandem als mir pcrsönlid) ausgeliefert werden dürfen oder im Falle meines Todes meinen gesetzlichen Erben, die sich zudem in aller Form als solche ausweifen

Niemand dagewesen, Billy? fragte ich.

Tod), Herr Dvktar, vor zaei Stunden etwa, Ausländer, wenn ich nicht iroe.

So? hat er eine Starte dagela, en?

lie Geschichte must iid) selber wnter entwuMn. xh mutz meinen eigenen Gesdiätten uachgehen!" ^d> sal) auf mcmcr fieinen Merktasel im Vor- vßätze nad> und fand, dast ich gerade um diese Zeit einen Befud) bei einer Pfarr.-rsfrau zu erlcdig^m lettc. So kam es, dast ich wieder zum Erdenlebm :ub seinen Worbecun gen Mrüd kehrte.

T-jeier Besuch war bald erledigt, und mit dem Shlag di beirat ich wieder mein Sprechzimm'r.

ällölißi^en.

nn Samstag, bem Uhr. von der iöt)ofs aus statt

All dies war mir fetzt völlig klar. Es war bie einzige logisch.' Schluß olgerung ans cutt Rcihe »m Ereignissen, die unwiderleglich alle nadji "tner einzigen Richtung deuteten. Aber wi: war es ilrcn Feinden gelungen, auf dies; Weise zu tri- «nphieren? Aimas Entd.-ckmig einer wertooll'n Ousennadel wies unzwcicliwft daraus hin, dast in Mann, der kein gewöhnlicher Verbrecher sein tonnte, dieses Zimmer betretm hatte. Aber durch oid)C übernatürlichen Kräfte kam er hi'r (Krein ? Und auf weld-e Weise entkam er mit snirer Beute?

Karfreitag: lusflug nach eit Ibmarld) 12 Ulr Itett tzriedhoic.

Im 1. Feierlag.'ni schoppen in ? lokal.

lm 2. Feier»». S» militiunlinntilun1 im Philoi'-sdemoir.

676 2er WotiUti

Gericht-saal.

O Marburg, 31. Marz. In der in Ziegen­hain gestern abgehaltenen Sitzung der Marburger St a rammer w ge.iderZuchthausmeuterei am 21. Dezember v. I. wurden elf Angeklagte

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'1920.

nach Klcibcrs^ 3lbm-2lliiniS

£autili|Mk

stanS, *1 ,«

Hansa Schule v. J. Kunzeimann Ää

Nein. Er hat gesagt, er vomme später wtedrt vorbei.

Wie sah er denn aus?

Das tonn ich nicht genau sagen, Herr Doktor Ern bärtiges Gesicht, grau, nicht weist, ein rtruntr licher Herr.

Wie war er gekleidet?

Er trug einen Uebcrnxf, der nut Pelz füttert .vor und

Tas genügt, erwiderte ich. Ich dendk, ich kenne den Herrn Und was hat er dir geg wen?

Einen Schilling, Herr Todor, antwortete Billy und wurde ganz rot dabei.

(Fortsetzung folgt.) >

ein Auge auf Nummer 19 ge* , wie Sie mir gesagt hatten; aber ich habe nichts Auffälliges bemerkt. Um drei Uhr fuhr ein Zweispänner vor. Es war um diese Zeit ein wenig nebelig, und ich schlendert; langsam vorüber, um nicht zu weit von meinem Platz weg zu sein. Da fuhr der Wagen zurück, int) d.r

Kirchliche Nachrichten.

jlaiholische Grmeindk.

Freitag, 2 April Karfreitag Borin,. 7'/»- Ansetzung d Allerlietigslen. 9: BerstZrte Messe. Prrdigt. Vorm 10 bis nadjm. 5*/.: Anbe« tungostunden. Nachm. 5*/«: Pas wnxuidach: Abds. 8: Predigt s. Männer u. Jünglinge. Samstag, 3. April. Karsamstag. Vorm. 7: Hl. Pushen. 8*/2: Hochmut.

ollegin

's' Wtiii

t'nt heue unb

Israel. Religionsgemeinde. Gottes­dienst i. d. Synagoge ()-Anlage>. SamStag den 3. u. Sonntag den 4. April 1920: Passah- s e st. 1. Tag. Borabd. 6 45, morg. 8.30 P r e- digt. 2. Tag. Borabd 7OO.und 7.45, morg. 8.30. Predigt. Abos. 7.10 u. 7.45. Halb­feiertage: Morg. 7.80, abdö. 7.45.

Israel. R eligions - Gesellschaft. Freitag morgen 6.00. Samstag d 3 April u. Sonntag d. 4. April 1920: Pa 1 > ahsest. 1. Tag : Borabd. 6.30, vorm 8.00. Predigi. Nichm. 4.00. 2. Dag: BvrcL^ 7.45, vorm. 8.00, ^uachm 4.00. Feslesausgrng 7.45. Wochengortesd.cmst: morg. 6.30, abi^. 6.30.

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and.

Nirche ttnö Schule.

** G testen, 31. März. Tie Vv l kS kir ch- liche Arbeitsgemeinschaft hielt am Montob im Sdnpkapast eine Versammlung ab. Nach ernem kurzen Bericht ix>3 Vorsitzenden über bie Ausgaben der Arbeitsgemeinschaft für die nächsü; Zeit fand eine fdir anregende Aussprache statt, die erkennen liest, dast man bestreb ist, fine Stätte zu schaffen, an der sich alle kirdstich interessier len Kreise, o'Qnc Rückfidst auf die pattei> oder kirchen- poli ische Zugechöligi'it zum gemein amen Vlnsbau der Äird>c zur nxdjrm Volkskirche znsammen- siiden, unter strengslor Wahrung Partei ober kir­chenpolitischer Neutralität. Ebenso soll aber auch jede vvn and.wer Seite stattfindende Partei- vdrr tirchenpalitisd>e Emwii'kun« au, die Kird-e, soweit sic dem c^edinr-rn der BvlVssirche znividerläuft, mit allen zur Verfügung f^citben Mi.teln bekämpft werden Jur weiteren Aufkläning über die Zwecke und Ziele der BolMirchiui-en Arbeitsgemeinschaft soll in Kürze ein wnever Vortrag stattftndeu, d,-sgleichen ist die Auffbcllung Vvn Richtlinien ge­plant.

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ßS» rft ein ja ^hundert cal ter Brauch, nn 1. April die Leutein den April zu fchutrn". Die so Genassührten normte der Volksmund Aprilnarr". 3d>öii di» entstehende römische Jlirdic tarnte diese Sitte: iveil der 1. 'Jlpril als der Ok burts-, bei anderen als der Todestag des Erz- sdmlks Judas galt, war man veruch!, seinen Mit­menschen an diesem Tage einen Schabernack zu spielen. Mer auch das in Indien seil aliershcr am 1. April gefeierte Hul-Fest kennt das Narren der Freunde und Nachlarn.

anzusehen. Eingang durch daS weiste Tor." Dau­sende kamen zu Fast oder Wagen vor den Tow.r. Alles fragte nach dem iveisten Tor, das al'er niemand kannte, und nach langem Warten, ge­langte die Riesenmenge zur liebericitginig, dast sis alle alsAvrilnarren" den Heimweg an treten mutzten.

Im Jahre 1914 erlebte ein wohlhabender Züricher Bürger einen recht unangenehmen April­scherz. Er hatte fidi seit Jahren mit einem (Sin* bommen von 40 000 Franken eingeichätzt. Am l. April erhielt er ein amtliches Schreiben, dast ec seit Jahren sein Einkommen viel zu niedrig angegeben.habe und daß darum bei Vermeidung strengster Bcstrasung um genaueste Angabe seines siemrpflickt.gen Ei kommens nadwcfadii w rd. Er schrieb sofort an die Steuerbehörde einen Ent- Ichuldigungsbries und gab an, dast sich sein Ein- kvnimen im letzten Jahre aui 83 000 Franken erhöht habe. Als der Dnei abgeschickt war. wurde ihm erst dieser Aprilscherz seiner Freund« bekanntgegeben, der ihm em erkleckliches Summ* dxn jährlich an Steuerzahlungen kostete Jeder unserer Lcser sei emdrinHiclstt gewarnt, damit er aus ähiüiche Scherze nicht bercinfällt. . . Aber nein! . . . Diese Warnung ist überilüssig. Unsere Leser haben ja selbstverständlich ihr Einkommen immer richtig angegeben.

Tie RedcmsaN vomin den April schicken" wll aus eine Begebenheit tont 1. April 1530 zurückzufühocn fein, die sich während der Tagung tos Reid)stags zu Augsburg $ugetragen haben soll. Tort itnirbe über eine neue Münzordnung beraten: da üc nmrde der 1. April 1530 sesige- sttzt. Geschäftskundige wollten sich hierbei in Geld- spekulativ neu cr.ilaifen und erhofften reichen 00c- nnnn. Alvr anderweitiger Beratungen halber inustte diese Tagung versdwben roerb-n, wodurch bie Geldhirnstrr das Nachsehen hatten. Ter Volks­mund fto tete kheer:sie hätten sich in den Llpril schicken lassen", sie seienAprilnarren".

In der französischen Literatur läßt sich der Aprilsd^erz bis ins 17. Jahrhundert zurückver- solgen; auch wird angenommen, dast diese Sitte mit der Bcrrrtmung Ktaiser Ktarl IX. in Einklang zu bringen ist, der das Neu.a'irssest 1654 vom 1. Ap.-il auf den 1. Januar verlegte.

Von einem bifhoritoen April'cherz sei hier die Rede, den 5?erzog Psälipp von Burgund seinem Hofnarren Kölling svielen wollte. Am 31. März 1466 verabredete der Herzog mit sei iem Narren folgende Wette: Wenn Bölling den Herzog mit einem Atnst scherz zu überlisten vermöge, wolle er ihm ierie Narrenkappe bis an den Rand i,. . Gold füllen, sonst aber solle er die Wette mit feinem Kopf b^ahlen. Ter Narr güig belustigt darauf ein. Bald aber hatte man ihn so betrunken gemacht, dast er b-mmungslos zu Bett gebracht werden müße. Nrch.s wurde er ton Soldaten des Herzogs aufgew.cki und ihm mi geteilt, daß er sich auf sein Ende torbereiten sollte, da er den 1 April verschlafen hätte. Er wurde ins Schloß &>r den Henker geführt, der rfrn statt des Beiles mit einer Wurst in den Nacken schlug. Wie vom Blitz getroffen stürz'e Kölling nieder und der Herzog war außer sich, dast der Narr vom Schrick g-tötet war. Dieser aber sprang nach einigen Minuten auf, riß seine Narrenkappe herunter und iv f seinem Gebieter lachend zu:Herr Herzog, bitte zalSen!"

Nicht minder gut ist ein Aprilschein, der sich 1860 in London zugetragen hat. Auf Tausenden von Einladungskarten, die an die vornehmen Kreise Londons geschickt wurden, stand zu lesen: Tower von London. Hicrdurch wird dem Inhaber dieser Karte gestattet, die jährliche Feierlichkeit, Waschung der weißen Löwen, am 1. April 1860

Hinterbliebenen: SpezereigesM 1920. 05905

laiö, Diphtherie,. Typhus, die sämtlich im Krieg knd auch ,etzt leine erheblichen Opfer gefordert haben, trobei natürlich beadxet werden muß, daß die di den Kliniken an solchen Krankheiten behan betten und auch wohl verftorbenen Kranken zum -grotzden Teil von austerhalb eingeliefert merhei, also nutft ui die Statistik der Stad: Giest?n auf- genommen werden dürfen. Emst? BcHenken Der* unadH natürlich der Mangel >o ich tiger N a h r u n g s mittel, was sich in häufigem Bor- kommen der Rachitis, in letzter Zeit auch wg. ^»patrachitis und ttrwchenerweichung erweist. Eine wirksann- Bekämpfung der Grippe ist nach dem <2tarü> heutiger Erfahrung leider nur in be­schranktem Matze möglich.

Nach diesen Referaten der drei beamteten Aerzte Gietzens entspann sich eine sehr lebhafte ttrisivrache der Anwesenden, wobei die Referenten aui Fragen ausführ ich eingingen. Aus dem Kreis der Versammeken wurden iud> wer.tolle dttiregun- gen gegeben, die ton Mebizinalra! Tr. Aalger gern unb mit Tank enlgc^mgenomrnen wurden. Es wurde beschlossen, bei W.ederl-.ckung derartiger Besprechungen solle das Kr.i^gefundheiisantt mit- litten, was auf vorgebrach.c Wäsche und mit- geteilte Miststände hin gesd-el/en sei. Welches Jnberesse alle Beteiligten der Be^vr.chung entgegen­brachten, gech. daraus htrvvr, dast man sich erst noch dreisründiger Sitzung trennte.

Falls es wünschen^nvrt oder erforderlich er­scheint, sollen bei späteren Bespredningen auch noch wertere Interessenten eingeladen werden.

Ztaötischer Gesundheittwesen in Gießen.

Gießen, 30. März.

(Schluß.)

, Nach diesen Tarlegungen erstattete Medizinal- v ausführliche Mitteilungen

über ben bisl)erigen ^>tand un) über Erfahrungen schulärztlichen Tätigkeit. Tiefe *it tut) aus die lieberwachung ton rund 2800 «chullindern in 63 Klassen erstreckt, nebst zwei Älasten cmer jog. Hilfsschule für schwocl>begabte und gning minderwertige Kinder. Tie sdrulärzt ltdie Betätigung besdtränkt sich dabei nicht nur auf die rungen Schulrekruten - was in vielen Stadien die 5^aup:aufgabe des Schularztes ist wndern sämttichc 2800 2d>ulkinder wurden im Laufe des Sdmljahres mindesrens einmal schul- ^»tlich untersucht. Selbswerständlid) kann diese Untersuchung unter fr inen Umständen auch eine ärjtlidje Behandlung durch den Schularzt iimzasfen. Tn-se must unbedingt den prcckttschen Aerzten vor behalten bleiben, mit denen der Schularzt nicht in Äntfurrenj treten darf, sondern auf deren Mit­hilfe er angewiesen ist. Der Sdwlarzt soll keine ärztliche Praxis treiben, sonst verliert er das Ber- tinufn der praklischen Aerztc, auch erfordert seine Tätigkeit die Ausbildung und Erfahrung des spe »ialiltisch gebildeten Fachmannes Für Minder­bemittelte bieten die Kliniken und Poliklinkkrn aerade in Gießen eine glückliche Gelrgenh.ftt er- Zolgreicber Hilfe. Wetter >wstreckt sich die

Betätigung des Nesigen Schularztes aus

die Auswahl der Kinder für Milch­frühstück, für Ferienkolonien und Solbäder. Es wutt)en Sprechstunden in den einzelnen Schul­häusern abgehalten, um dem Schularzt die nötige Fühlung mit der Schule au ermöglichen, und regelmäßige Klassenbesuche dienten zur fortlaufen­den Uet> nvachung des Reinlichkeits-, Ernälirungs- enh Gesundheitszustandes und der Ermittelung misteckend r Krankheiten ujro. Die Reinlichkeit vieler Kinder, namentlich vieler Mädchen, läßt noch Mitteilpng Herrn Dr. Böttichers manches ru wünschen übrig, trotzdem, dast eine eigene kleine Entlausungsanstalt, ein sog.Lausoleum", ein­gerichtet ist. Der Mangtt an ocife und warmem Wasser (Kvlsteniwt) wirkt au djbier verhängnis­voll. Dringend nötig sei die Anstellung einer oder nod) besser zwfter Schulschwestern, die dem Schul­arzt gerade b i der Durchführung der Reinlichkeits- maßnaInnen zur Seite stünden.

Als drittes Referat gab KreiZasfistenzarzt Dr. schilp per t einen liebe rblick über den Einfluß des Krieges und der jetzigen wirtschas licchm Sckpvic- rigfeiten auf den Stand der Infektions­krankheiten. Er konnte dabei das erfreuliche Ergebnis mit teilen, daß sich hie Stadt Gießen mit den Erfolgen ihrer öffentlichen Gesimlcheitspfferie hm ter allen Städten Deutschlands durchnis sehen lassen könne. Die ungeheure Belastungspr-ob.' des >lrie.res sei glän-end bestanden worden, Line der fiblidjen Kricgsseuchn habe in Gießen Boden ge­funden. Wälzend Flecktttphus, Pocken und Ruhr in zahlreichen anderen Städten und Landorten zum Teil rcd)t erhebliche Airs dehn ung gefunden hatten, fuurben diese Krankheiten in Gießen und im ganzen Kreis Gießen ichon sehr schnell im Entstehen unter­drückt, auch die Ruhr konnte im Jahre 1917 nur ehre verl-älttiismäßii geringe Ausdehnung genrin- ncn. Herr Dr. Schüppert ging dann auf bte an- ren Insektionskranklxi^n über: Masern, Schar-

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müssen. Und als er mich, wie mir schien, mit einiger Ueberraschung onfdxiute, fügte ich läch.'lnü bei: Nur eine Sicherlieitsmast.'eg.'l, £krr Tirrktor, für den Fall, dast Ihre Quittung verloren ginge oder gestvhlm ivürixe.

O ja, ganz recht, ich verstehe, sagte er. Ich werde mir sogleich eure diesbezügliche Wöhs machen.

Ich drückte ihm meinen Tcork aus mib Verlu st zum zweiten Nöale das Haus. Dann eilte ich in meine Wohnung zum Mittagessen. Aus dem Uoj> platz tras ich meinen Diener

Ktttscher ruft:Wo bin ich denn hier?" und ich sage: Pontifex Square.Nie davon gehört," sagt' er,Alisax Terrace möcht ich fahren." Zweite Querstraste rechts, sage ich, und fort war er.

Meine ureigenste Ansicht über Jarvis' gnsttge Fähigkeiten in diesem Auge-nblicke knie ich lieber nicht mit.

Tank schön, Jarvis, sagte ich. Sie feilen, es warten eine Menge Patinnen auf mich. Guten Morgen!

Ich war nicht wenig ärgerlich Über den Pun­schen, als er mit ei-iigermast.il ve.dutzt r Miene grüsste und kehrt machte. Aber schon im nächsten Augenblick sagte mir meine lieber!'gung, hast ich die fünf Schilling trotz allem nicht vcrichwendet

Die Sensation von

Bad-Nauheim ist die ErOtTnonz der Hupfeld-Diele und der Repräsentationsr&ume der Ernst Hupfeldschen Weingroßhandlung

Geschäfts-Eröffnung

Dem verehrten Publikum von Gietien und Umgebung zur Kenntnisnahme, daß Ich Licher Straße 57 ein Antiquitäten- u. Briefmarkengeschäft

sreigclprochen, zwei zu 1 Jahr und G Monaten unb drei zu 1 x\obr und 3 Monaten Gefängnis «rurteilt. Zwei Strasgesangenc wurden bei der Revolte^ damals crichos en und ein Beamter durch einen «dmtz verletzt. Es wurden über 30 Zeugen

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