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Nr. 505 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Mittwoch, 31. Dezember WO

uns

tes, her an

Da>

FPrf'-nfarfe.

Berlin

Kurs Kurs

123,75

231,

200,

29.12.

Handel

370,

Fortsetzung 19.

(Nachdruck verboten.)

inti) den tiefen Butzen. die durch Vorhänge ge-Ihr seid hört, Modder Geigen. Doch Ihr jltzlussen waren, saß m einem hochLchnigen Linien-1 raufet auch an Euren Sohn denken. Er wollte nicht

1834,-

936,- 1053,50

1011,-

31.12.

77,50

64,75

30.12.

11,40

1R53.50

964.- 1069.- 1019,-

1856,50 966,-

1071,-

1051,

bet* und

Der deutsche (Einheitsstaat.

Dom Hessischen Bolksbund wird

-u- den

243,- 261,50 204,25 256,-

Iürlch.....

Amsterdam. . .

Kope^-Haoen. . Stockholm . . . Wien......

246,- 262,- 205,50

256,75

Kurs 30.12.

77,7,0

61,75

Holland . Dänemark Schweden 'Jlorroeatn Schwki? .

124,- 125,50

234,50 214,25 302,-

238,- 159,25 168,50

292,- 360,25

242,50

Frankfurt a. 9JL, 31. Dezember.

Tefis^nmarkt.

351,50 221,- 239,-

148,50 244,50 261,-

203,50

120,- 270,- 178,-

148,50 123 - 128,- 124,-

122,50 229,-

213,50 302,- 239,-

154,50

Berlin, 31. Dez. Börsen ft immun gs- b i l d. Tie Erwartungen auf niedrigere Festsetzung der Steuerkurse sind zunächst enttäuscht. Auch das

Euch drauf. Ihr aber Jngewart kommt er das will ich nicht, denn mal lreb gehabt. Feine

Da niemand antwortete, trat sie in die Küche, dem Stolz und Schmuckstück dieser kleinen, nie­deren Frieftrchäuer. In der ziemlich großen, so­gen, rnnten Wohnküche mit den blanken Kacheln

Zur Stage der Höchstmieten.

Tie Verordnung vomf9. Dezember über Höchst- müden bestimmt, daftalle Kündigungen zum Zwecke der Mjetfteigerung bis zur Veröffentlichung

läng-ert.

Es wäre dalvr eine geseÄiche Ergänzung da- hingel-end erwünscht, daß aus Antrag des Haus- ngentümers auch eine Heraufsetzung der Wohnungsmieten, die zur Zeit der Festsetzung der Höchslnricten trreinbart oder durch die Eini- aungsämter festgesetzt sind, bis zur Grenze der Höchstmiete erfolgen kann.

stutft eine ölte Frau am Herdfeuer, über dem in einem blauten Kessel die Morgensuvpe brodelte.

wieder.

Sölve kämpfte mit den Tränen.

im Gotteskoog bleiben, er verlangt nach Euch und Ihr selbst braucht Pflege und Aufwartung." Die alte Frau löste die zitternden Hände von der Lehne des Stahles und stand, ehe es Sölp.' hindern konnte, auf ihren schwantarden Fasten.

5,425 10,75 10,- 370,-

Die kleine, hagere Fvauengeftalt saft ganz farnmengetauert und blickte erschreckt auf frühen Cast.

,^Los wollt Ihr hier?" ftamme'te fte stört. SAve trat schnell auf die Greisin zu streckte ihr herzlich die Hand entgegen.

Da sÄuchzte Sölve heift auf und umschlang die kleine, schwankende Frau, die sich mühsam der Tür genähert hatte, mit beiden Armen.

Ihr braucht ihn nicht zu holen, Modder Gerken ich selbst habe Euch den Sohn nach List gebracht. Hört Ihr die Männer draußen stampfen? Sre tragen Euren Sohn, den totgeglruh­ten, ins Vaterhaus."

Starr sah Mutter Geilen Sölve an, dann kam es wie ein Schrei von ihren Lippen:

Mein Sohn?" und dann zitterte es noch ein­mal ganz leise unter Tränen nachM«.in Sohn!"

Und dre Tür weit öffnend und den Männern entgegen humpelnd, sagte sie, als.ve sie lich- reich stützte: .

Um diesen da, den du mir gebraktz, soll drr

Sölve ging schnell, obwohl sie oft bis an die Knie im tiefen Sand versank. Ueber den klein-m, weltverlorenen Ort mit den iventgen Häusern toibte nod) der erste Morgen träum seine rote Glut. Kein Laut regte sich. Nur hier uird da kräuselte sich aus seinem alten Friesendach leiser, feinn Rauch.

Das letzte Haus, ganz nahe den Dünen, war das von Jngewart Ferks. Ueber dem niederen, rief heralchängenden Strohdach, von Moos über­polstert, flatterten kreisdxmh und lachend ein paar Möven.

Gerade, als Sölve ihre Hand auf die Klinke legte, öffnete sich dre Tür und eine Frau trat dem fangen Mädchen entgegen.

,Zch möchte Gerken Ferks Unedlen," sagte Sölde zu der Schifsersftari, augenscheinlich einer Nachbarm, dre sich der Kranken an genommen. Die Frau maß Sökve vom Kvpf bis zu den Füßen mit prüfenden Micken, dann sagte sie:

Geist nur hinein. Es geht ihr heute besser, die Nachricht, daß ihr Sohn lebt, die sie erst Dar* nieder geworfen, weil sie sich schon lange um ihn sorgte, hat sie wieder zu sich gebracht."

Sölve llopfte.

könnte Euch schlagen ich ich habe dich ftnx Sölve."

. . 1831.- . . 934. . . 10d! 50 . . 1009,-

Kürs

31.12.

77,50

64,37

60,25

60,25

121,

265,- 179,

Büchertisch.

Wiener Luft. Ein Romarr von Theo­dor von Sosnosky. 320 Seiten, gebunden 7,50 Mk. Max Hesses Verlag, Berlin W 15. Das Thema bildet der Gegensatz zivischcn dem einfachenWiener Mädel" und der Weltdame. Zwischen beiden ein lunger Mamr der guten Gesellschaft, -er, vom Gelde verlockt, sich für die ModÄiame entscheidet, bis er seinen Irrtum zu spät erkennt. Um diese Hauptftguven puls.ert in kräftigen Schlägen das Leben und Treiben der ernst so genuhfrvhen Donau- stadt.

Kerne Ursache, Frau Ferks," wehrte der Äi* pitan,ich frage bald einmal wieder nach, wie eL Euch und Eurem Sohn geht."

(Forschung folgt.)

Wien ialtes). . . . Deutsch-Üsterr.abg. Dudav-st......

Prag........

Helsingfors . . . . Spanien......

3Rar6notienmgen.

Datum:

Kennt Ihr mich nicht mchr, Modder Geilen? Ich bin Sölve Widerten und bring Euch Nach­richt von Eurem Sohn."

Wetterten?" fragte die alte Frau, sich kerzen­gerade aufrichtend, eisige Abwehr in den einge­sunkenen, blassen Llugen, ,ftne tarnt man hier nickst mehr."

Doch, Marder Geitar," schmeichelte das Mäd­chen, vor der alten Frau in die Knie sinkend ustd ihren blonden Kvpf in ihren Schaft schmiegend, habt Ihr denn vergessen, wie oft ich als Kind bet Euch war und Ihr mir so schöne Märchen er­zähltet, vom Eierkönig und der treuen Ose? Ich weiß," fuhr sie fort,man hat Euch und Eurem Sohn schweres Weh bereitet, und ich begreife, daß Ihr zürnt. Aber, Modder Gerten, ich möchte versuchen, wenigstens etwas davon gut zu machen. Ihr selbst seid Front und Ihr könnt Euren Sohn nicht pflegen er ater batte Seh sucht nach Euch und da erlaubt, daft ich bet Euch bleibe und ihn und Euch gesund pflege."

Nein," gab die alte Friefenfrau zur Ant­wort,lieber will ich zugrunde gehen, ehe ich dulde, daft eine Sebixrfen hier nochmals den Fuß auf die Diele setzt. Geht und kommt nie

(F-'b Brief 30. Dez.

292,- 360,- 225,-

240,- 149,- 245,- 262,-

205,- 264,50

30. 12.

77,50 64,30

6 ,- CO,25 120,- 272,- 179,12 119,- 124, - 128,- 121,75 123.- 23?,- 212,- 302,50 235.- 153,75 168,75 2*76,50 350,- 222,- 239,75

Seegespenster.

Roman von Anny Wothe.

Ameritanisciies Copyright W 8 by Anny Wothe-Mihn, Leipzig

Mein Sohn," sagte sie zwischen Lachen und Weinen,er will zu mir, zu feiner Mutter? Ich wusste es ja, daft er da nicht bleiben würde, bei der schönen, falschen Hexe, die ihm das Herz verzaubert hat. Ich wuftte es, daft er in Not und Tod den Weg zu seiner Mutter sinken würde. Aber was steht Ihr noch hier? Ich will hin zu ihm, gleich jetzt. Glaubt nicht, daft ich es nicht tarnt. Oh, ich bin ganz kräftig und stark, verlaßt ~ ' müftt fort, wenn mein

Datum: 5°/Dent.striegsanl. 4e'n'D<u< Reichsanl. 3/ Dert.Re chsanl. 4° 0 Preug. Konsols Darmstädter Dank Deutsche Dank. . . Disconto- «besellsch. Dresdener D mk. . Naiionalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerlk.-Paketf. NorddentscherLloyd Doch, ü'-ftstah rork D.» Lux-mb. Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener 'Bergbau D erschl. Eisend.» B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb.'Akt. Dad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elcktr. 2*. E. G.. . Schuckert-Werke. . FeltenLGuilleaume Daimler......

Bub.» Eisenw.-Akt. Adlerwerke . . . . 4U/O Hess. Saatsanl. Electron Griesheim

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270,50 178.50

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historisches, sondern auch das Reich selbst ein kul- ! turpolikisches Recht. j

Die biß Irrige föderative Verfassung Teuft ch- lands hat nicht gehindert, daft das Reich groß und mächtig geworden ist. Mit einer Schcin- mrtonoinie, etwa in der Art der für die preußischen Provinzen vorgesckstageuen, ist daher weder ihm noch den deulsckren Stämmen selbst gedient. Die Autonomie muft für die deutsck>en Länder das Recht in sich schlieften, sich selbst Gesetze zu geben, soweit bisher die Landesgesetzgebung zuständig war, eigene Gerichtsbarkeit und eigene Verwaltung zu haben, sich selbst Beamte und Richter zu geben. Auch kulturelle Fragen, insbesondere Kirchen- und Schul- angelegenbeiten, müssen zu der Zuständigfeit b-r Länder (Reichsprovinzen) gehören; nur die großen Richtlinien sind Sache des Reichs. Die gescknchllich, völkisch und wirtschaftlich begründete Gestaltung von Reichsteilen mit solcher Autonomie kann auch die Anhänger des Föderalivstaates befriedigen. Dann würde der deutsckie Ernlfe.tsstaat ein Ge­bilde sein, welches dem Bedürfnis und dem Eto- raktec des deutschen Volkes entspricht. In BMern erbeben sich zwar Sttmmen, welche van einem Einheitsstaat nichts wissen wollen. DieMün­chen-Augsburger Abendzeitung" lessptelswei e will den Gedanken des Einheitsstaates erst ausreifen lassen. Aber gerade jetzt dürfte für die Verwirk­lichung desselben in deutschem Sinne der gecignetfte Zeitpunkt sein, zumal die Militär- und bie ©teuere Iwbeit bereits aus das Reich aber gegangen sind, so daft heute von einer Souveränität bet Einzel­staaten schon nickst mehr gesprochen werden kann.

Das deutsche Volk ringt nach Einheit, um frei nach innen und aussen zu werden. Vergessen wir aber nicht, daft die deutschen Stämme die Träger des Reiches gewesen sind und bleiben wer­den, solange es ein deutsches Volk gibt. Der groft- deutsche Gedanke ist gerade jetzt wieder lebendig worden, wo die deutschen Brüder in Oester­reich sich nach Vereinigung mit dem Reiche sehnen. Stehen auch jetzt noch äußere Kräfte der Ver­einigung ganz Deutschlands entgegen, unterbinden wird sie sich nicht lassen. Dann werden noch blü­hende Provinzen dem Reiche erwachsen. Die Ti­roler, die Steiermärker und die anderen öfter» reichisckien Stammesbrüder werden sich als Teile des Deutsckxen Reiches wohlfüAcn, wenn man ihre Sbammesart sich frei entfalten laßt. Auch Hessen, Thüringen, Hannover haben kraft ihres historisck>en Rechts Anspruch auf reichsunmittelbare Selbst­verwaltung Wir Hessen begrüßen daher den 'An­trag der Mehrheitsparteien der Preuhischen Landesversammlung als einen Schritt zur deut­schen Einheit, die frei von Zentralismus und Par- tikularismus Deutschland wieder seine Geltung in der Welt verschaffen wird.

Ferks, den man in die Küche trug, zusammen­brach, und immer nur das eine stammelte: Mieu Jung, mien leine Jung!"

Da hob der Kranke feine müden Lider und blickte groß und erstaunt um sich. ,

Daheim," flüsterte er, die Hand an die schmer­zende Sttrn legend,nneber daheim." Und dann ein einziger, jauchzender Laut:Mutter!"

Und in schweigendem Jammer und herz­erschütternder Wiedersehensfrende wnnten Mutte, und Sohn. ,

Stumm zogen die beiden Schifter, br Jnge­wart getragen, sich zurück. Bent Banken aber, der gleichsalls mit Hand angelegt hatte, sagte!

Er muft sofort zu Bett, seht, chm schwinde! schon wieder das Bewufttsein."

Zart wie eine Frau löste er bie Hande Mutter Geikeus, die noch immer ihren Sohn mnfangen hielten, und im Verein mit Sölve bettete er In- gemärt in eine der Butzen an der Wand mit den dicken Kissen aus Eiderdaunen, in der Jngewart als Junge so köstlich geruht. Da schlaft Jngewart sofort vor tiefer Erschöpfung bie Augen.

Auch Mutter Geltens schwache fttafr war sammengebrochen, und ohne viel zu fragen, trug der Kapitän die alte Frau in die andere Butze. Da lag sie nun und sah mit groben, offenen Augen herüber zu ihrem Sohn, der augenscheinlich sanft schlieft und ein glück.iches Lächeln huschte über ihre vergrämten Züge.

Tanke, Herr," sagte sie, dem Kapitän die Hand reichend,lohns Euch Gott."

der Höchstieten chie nicht mr einem Monat ein­treten wird- unwirksam>. ist,

daft die nad i.len Ncte.vert:ägen zur Au^bung des Mnstv -u'-ges bis jun Ende dieies Jahres cr,brüerlici >tttndigungs.rklü.ung incht toirifam abfir.yeben mrr.en kann, und iuft daher in den w i.-en Fül.en ttx Mietvertrag wegen nicht recht- z i.ig erfolgter Mrüigung sich aus iinc bestimmte Zeit (gnvol^nlich auf ein x^al*r) verlängert. In­folgedessen H-Tbcn d.e alte-: V^erei.ibarungen, mit­hin auch i: vereinbarte A? tethöhe bestehen.

Tas m bremülm e Ofefetz .hat den billigens­werten Ziveck, üb.-rmüsäst Mieten auf ein nor­males Mast herunterzuschrauben D mzufolrc e r- mäßigen sich iie Mieten vom nächten Miet- zalilimgstermin ab auf »'en Betrag bei Hochst-- n i, den, eventuell sogar ans etneii noch nvvngtrcit betrag. d.ärg-n:s ist aber ^/.i.irmt, daft an-.rmal niedrige Mieten vom Zeitpunkt t-cr An­setzung der 5)öchstmieten an auf Normal maß

der Höchstmieten herausges«tz' nxTben.

funden hat.

Im Interesse der Bevölkerung der Kvcite Eu­pen mW Malmedy, die von ihrer beimatlidxn Re­gierung Schutz und Hilfe erwartet und in ihrer übergroßen Mehrl-eit dem Anschluh an Belgien abgeneigt ist, kann sich die deutsche Regierung mit der Antwort der alliierten und assoziierten Ne­gierungen vom 10. November nicht für be­friedigt crllären. Sie hält es vielmehr für ihre Mickst, aut ihren in der Note vom 3. Oktober ge-s stellten Anttaa zurückzukommen und zu bitten, vaft die alliierten und assoziierten Regierungen diesen Antrag erneut eingel-end prüfen, daft sie die lückenhaften und unklaren Bestimmungen des Arttkels 34 des Friedensvertrages im Geiste ihrer nrieverholten feierl'dxm Zusicherungen ergän^m, lmft eine mit der Ueberioachung der Abstimmung beauftragte Komniission des Völkerbundes einge­setzt wird und da.; die Beschllverdcn gegen das Verhalten der belgischen Behörden alsbald abge-

(Rrlb Brief Datunt 2P Dez.

Verantwortung die Abstimmung durchführen und für eine freie Stimmabgabe Vorsorge treifen. Kann Man an sich schon von den Behörden eines Staa- dem Ergebnis oer Abstimmung inter­essiert ist, schwerlich eine unpartäisck>e Haltung er narrten, so liefert das in der deutschen Note vom 3. Oktober eingehend geschild rte Vortehm der bel­gischen Behörden in den Kr is n Eupen und Mal­medy nach Ansickst der deutschen Regierung den Be­weis dafür, daft bei einer unter belgischer Leitung stattsindenden Volksbesraguna von einer freien Stimmabgabe nicht bie Rede sein kann. Die deutsche Regierung kann nicht umhin, ihrem Be- sr-mden darüber Ausdruck zu verleihen, daft ihre ausführlichen Beschocrden über dieses Verhalten, dessentwegen auch jetzt noch fortwährend Klagen der verängstigten Bea<bner einlaufen, m der Antwort der alliierten und assoziierten R^rierungen mit keinem Worte berührt werden. In >hrer Note vom 3. Oktober batte die deutsche R^erung heroor- gcito xm, eine Vom Bö11crbund ernannte ft' o Ni­rn i s s i o n zur Ueberwachung der M'stimmung ein­zusetzen. Dieser B'.-'-schlag, der übrig-ens dem Ar­tikel 34 des Friedens Vertrags keiiuswegs wider­spricht, war von der deutscknm Regierung nicht willkürlich gemacht, sondcni war veraulaftt durch die Zusickternng in ber Antwort der alliierten und assoziierten Regierungen vom IG. Juni (Teil 8.,

I Absckstiitt 1), daß de Abstimmungunter der Lei- j tunxr des Völkerbundes" stattfinden werde. In der Antivortnote vom 10. November wird erklärt, dieser Zusicherung werde Genüge geleistet, wenn Belgien das Ergebnis dn: Absttmmung dem Völkerbunde imterbreite und seine Entscheiduna abivarte. Der deutschen Regierung ersch int diese Mslegung als eine Einschränkung der früheren Zusicherung. Sie vermag ferner nicht zu ersetzen, Ivie der Völkerbund, der in den Kreeisen Eupen unb Malmedv über keinerlei Organe verfügt und anjcheinerrd auch nicht verfügen soll, in der Lage fein konnte, nackMägirch festzustellen, ob und in welcher Weife eine unzu­lässige Beeinflussung der Bevölkerung stattge-

Seschrieben: t r , ,

In der Preußischen Landestersammlnng bo ben die drei Mehrheitsparteien unter dem 13 De- zemler 1919 eüen Anttag eingebracht, desfen Schlutzpassus lautet:Aus diesen Erwägungen her­aus ersucht bie Landesverfarnmlung die Staate regierimg, sofort und noch vor Evrbringmrg der endgültigen B^rsasfung die Reick)sregierung zu ver­anlassen, mit den Regierungen aller deutschen Lan­der über die Errichtung des beut;eben Einheits­staates in Verlxindlungen einzutreten." Dieser An­trag ist hochbedeut am. Er bezweckt den Auslrnu des deutsckfen Bundesstaates zu einem Einlfeits- ftaat. Es wird in dem Anträge ge'agl:In allen Schichten unseres bentidjen Bolles, unab­hängig von der Parteizugehörigkeit, schlägt dreier Eedanke immer tiefer Wurzel, offenbart sich immer starker die Sehnsucht nach einer Vereinigung aller deutschen Stämme in einem einzigen deutschen Vollsstaate, in deut den eflrzelncn Stämmen weitestgehende Selbstverwaltung gesichert wird." Gerade dieser TeU des Antrages verrät staatsmän­nisches und deutsches Fühlen. Der Zenttallsmus endpricht nicht dem d.mtsckstm Empfinden und auch nicht dem deutschen Volksck»aralter. Die deutschen Stämme haben.stets chre eigene Art und Kültur gehegt nnb gepflegt und dadurch den inneren Reich­tum Deutjchlands erzielt, den fein Feind ihm rauben form. Andererseits ist es zu begrüsten, wenn dem Partikularismus einzelner Teile des deutschen Boltes gesteuert wird. Denn der Par­tikularismus nxrr es gerade, der jahrhunderte­lang die deutsche Einheit unterbunden hat. Wer'.est- gehende Autonomie unb Setbfi'öermaltung aber muft für die einzelnen deutsck-en Stämme gefor­dert werden. Darauf haben nicht nur sie ei'

Frankfurt

Abei?> 1-Uhr-- Schluft Ansangs-

dieser Erwcrrtimg gemacht wurden, höltere Prresc bewilligen. Hinzu kam die bevorstehende Ratifi­kation des Friedensvertrages, so daß das Ge­schäft auf der ganzen Linie lebhaft angeregt nxrr. Valutawerte waren durchweg kräftig erhöht, des­gleichen Montanpapiere, Schtffahrts-, Elektro- und Spezialwerte, die fast ausnalMsfes 4 bis 6 Proz. gewannen und im Verlaufe weiter stiegen. Hei­mische Rentenwerte lagen still und behauptet.

Frankfurt a. M., 31. Dez. Börsen- stimmungsbild. Am letzten Berkechrstage der Börse vor Jahresschluß z.igte die Sp.kularion größere Zurückhaltung, so daß das Geschäft auf den ernzelnelt Märkten meist keinen großen Umfang annahm. Die Tendenz formte aber im allgemeinen als fest bezeichnet werden, wenn sich auch in ein­zelnen Fällen eine gewisse Abspannung bemerkbar machte. Anregung brachte die Nachricht von der be­vorstehenden Rattsikation, doch blieb die zuversicht­liche Auffassung nicht lange bestehen. Einzelite Werte des Montanmarktes stellten sich wesentlich höher, so unter anderem Phönix 297. Aück .Deutsch-Luxemburgs traten mit einer Besserung von drei Prozent in tat Verkehr. Buderus IV2 Proz. gesteigert. Wer ftleyer fan­den auf Berliner Käufe Anregung und komtten sich ca. 13 Pvoz. erhöhen Elektrische Deutsch- llckersee wurden mit 695 15 Proz. höher be- zalflt. Elektron Griesheim 200. Schantungbahn verbesserten ihren 5kurs um 20 Pwz. Lombar­den 40,12, Canadas 1010 bis 1020. Norddeutsche Lloyd schvächten sich 2 Pvoz. ab. Auch in an­deren Werten wie Zellstoff Waldlwf bestand An--

Es ergibt sich aTo als Fvlae . die Hauseigen­tümer, n»eldx bish-r Irfc Mieten vereinbaren konnten, crlriten durch bie Bevordnmig vorn 9. De­zember ben Nachteil, daß ,w für die künftige Zett Ttitr bie Höchstamete ertzflten. Was sie tzslicr an zu tobet Miete ein gezogen haben, bleibt ilynen. Ti: nuhruitigen Hauseigentümer aber, nut Nücksschi au? -eo Kift>-g bis ,etzt ihren M etern emc wesentliche M eternMigung zugebi.ligt haben, und d.reen K'ontrafte te-rch eine >etzt erfeltende Kün­digung ablaufen würden, erl iben den Schaden, baß sie, abgefelren von dem Minderertrage ihrer Häuser für die z'rre'ickliegende Zeit, nicht einmal jetzt die unter der Ofeenze der Höchstmiete Irgcnben Mteten ihres Harsses für iie lüchste Zeit bis zur Höle "er Höchsmriete lrraussetzen können. Bi lmehr lau- s.m diese Verträge mit niedriger Miete für btc ganze Zeit weiter, um die sich infolge der nicht möglichen Kündigung die Verttagsdauer Der»

Staatsanzeigers am 27. Dezember veröffentllcht worden. Interessenten können die 22 ©eitern um­fassende Liste in der Geschäftsstelle unseres Mattes einsehen._______________________________

Letzte Nachrichten.

Die deutsche Antwortnote über Eupen und Malmedy.

Berlin, 30. Dez. (Wolff.) Auf die am 4. b. Mts. mitgeteilte Note Cternenceaus bett. Eupen und Malmedy ist jetzt von der deutschen Frie­densdelegation eine Antwortnote m Paris überreicht motben, in der es heißt: Dre Note der alliierten und assoziierten Regierungen vom 10. 9lot>ember betont besonders, daß das Abstim­mungsverfahren für Eupen und Malm^y nicht mit der für Obeschiessen oder Schleswig vorgeseyenen Volksbefragung verglichen werden dürfe. Dem­gegenüber muß die deutsche Regierung wiederholt bar auf Hinweisen,. daß die alliierten und asso­ziierten Regierungen in ihrer Note vom 16. Jnni die dlbftimmung in Eupen und MalmedH mit der Abstimmung-in Schleswig auf dieselbe Stufe ge­stellt und mit den gleichen Worten behandelt haben, und daft bei allen Volksabstimmungen, einerlei unter welchen äußeren Formen sie statt­finden, gewisse gemeinsame Grundsätze obwalten müssen. Die Antwortnote vom 10. 9tooember er­klärt ferner, Belgien werde unter feiner eigenen

stellt werden."

Vorfehläge des Landrsvnliandcs der Beamten- und Lechrervereine in Hessen.

rm. Darmstadt, 31. Dez. Der Landes­verband der Beamten- und Lehrer-- vereine in Hessen hat an das hessische Ge­samtministerium eine Eingabe gerichtet, in welcher als Mittel zur Besserung der wirtschaft­lichen Verhältnisse empsohen wird: l.datz Amerika eine ftreditanleihe von 3040 Mill. Mk. zur Verfügung stellt, 2. Festsetzung eines Tages, von welchem ab keinerlei Preiserhöhung beim Er­zeuger, Groß-- oder Kleinhandel melyr sta:tfuttwn darf, 3. dementsprecheird keinerlei Erhöhung der Löhne und Teuerun^zulagen mehr, 4. Einfuhr­verbot für Luxusartikel und Zuchtl^ausstrafe für verbotswidrige Einfuhr, 5. Rechnungszwang und UrjprungsnackMeis für alle Waren, 6. Aushebung des AchMundentags, 7. angemessene Verkaufs­preise für die ins Ausland gehenden Waren und Rohstosse, 8. hohe Ausfuhrzölle, 9. Arbeits-wang für arbeitsfähige Personen mit Ortswechsel tm Arbeitsstätten.

Der Stimirmngsumschwung in Amerika.

Neu York, 29. Dez. Die Liebestätig- keit für die Bedürfttgen in Deutschland, beson­ders aber die Sammlung von 100000 Dollars als Weihnachtsgabe für die deutsche ft'inderhilfe und die Einstellung der Oppo­sition der American Legion gegen die deutsche Musik scheinen symptomattsch zu fern für den fortscknertenden Stirnmunasumschwung in Ame­rika gegenüber DaitscUand. (Frkf. Ztg.)

Kohlen not in Frankfurt.

Frankfurt, 31. Dez. Der andauernd« große Kohlenmangel zwingt Stvaftentzahn unb Waldbahn, auch am Nenjahrsdag den Betrieb voll- ständig einzustellen. ___________________

vergeben fein." .

Sölve liefen die Tränen über rhr langes Ge­sicht, als sie sah, wte die alte Frau über Jngewart |

gebot, 252. Interesse zeigte sich für South West. Fer. er befanden sich Eolm^ms^- im Sfertevr, 5o5. Deutsche Petroleum ^3 J. Ltaviminen jo .en 12Vs Proz. Qi. Am Sienterrmartt b.ieb die Stimmung im allgemeinen betzruput. Rühriger lagen 5pro- zenttge Bulgaren. Haroener fanden fifeter zu er­höhten ftürsen Aufnahme. Der Schluß grjlalttc sich ruhig. Die Icnbens blieb fest. Drivatorstont 4 Prozent.

oer öieuernreie jinv dunuu,(l ««uu-. Die 0 vrlä u fi« ^S t eu e r k ur s eUnd

Publikum mußte für viele Kaufaufträge, bte msSteuerwerteder Wettpaprere, tue der Bereck;- '* mir* uuitg bet Vermögenszuwachssteuer zu

Grunde liegen, sind in einer Sonderrmmmer des Deutschen Staatsanzecherä und des Preußisckfen

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27,45

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9^9,-

941,-

939,-

941,-