Stettag, 50. Mai joy)
Kinonzmaßnahmkn Rranfrtidil.
Serfaillc», 27. Sta (WTB) Der ,.Ma« tin" meldet man könne in Baris eine in Dculfch- land gebrurfle vollständig, All->gaür be> ^rutxni*' Vertrages taufen. — Wie die 'M vrambl aller melden. nhrt tVenmsntiniftcr Aloy mute dem JRte mftv träte FrnanzmaftAabmcn initrrtmittii, durch die er den Qrfurbrnriffen der Loge dtnügcn irilT, und -mar £truermafenalnneit uirb ÄrUcihen
Eia Kongreß brr fronzösischcu Arbeiter- , gctorrfftbaftrii.
Baris. 27. Mar (WW.) Der StaUxsam:* schüfe her f r a n i ö 1 i f <fr c n 'M r bc 11 e r g c ive r (- schalten ist gestern zu einem wegen der Zwischenfälle am 1. Mai ein berufenen ausvrvrdent- lichcn 'remgoek zusarnrnengetveten, der über da.' Borgern zur Türchftihrrmg der ?Irbeitertorbcrjn • gen beschliefen soll. An einer Begrüßungsansprache erfiärte Joul)aur die au« der GinfiTbrimg des Achtstundentage« zu iirfxiibcn Folgerungen für die Hauptfrage und nnes besonder« barar-’ hin, bau sie eine Verbesserung der Arbeiter Wohnungen nach sich sieben mässe. Der B c r sa iller Friede. erfiärte er. fei unbcfndxgenit und verfemv ba-3 wahre Wohl deS Landes. Er lxiltc eine Unurrtettimg dcS Vertrages für iinlx dingt ölig. Es werde die Aufgabe der miernohjnal gefilmten Arbeiter sein, sie durchzufetzen, bamit den Völkern Freiheit und Friede gesiclfert werden Der Landesausschuß müsse den Dorstwid der Ton- federatrvn Okurralc du Travail ehern faftimmtcit Auftvag in dieser Richtung für den nächsten inter uaiicmalen Ge.mrkfchaftskougreß in Amsterdam ßr. den Nach EröNcrimg verschiedener fltteiicriragci! nahm der Ausschuß schließlrci- eine Tagc^'ordnung einsttmmig au, in der er den Matrosen int schwär zen Meere bei ihrer Weigerung, gegen die ruffi schcn Revolutioiüire zu kämpfen, zustimmt, und sich bereit erklärt, sie mit allen Mitteln gegen Strasmaßnabmar der fvanzösischen Regterung zu schützen.
Gründung cincS Bundes der lechnifchen Angestellten und Beamten.
Berlin, 27. Mai. (WTB.) In den Tagen vom 25 bis 27. Mai tagten in Berlin der I i' bnftriebeamtentag des Bundes bei technisch-industriellen Beamten und der Berbandstag des Deutschen Techniker-Berban des. Beide Tagungen beschäftigten sich in bei Hauptsache mit der Gründung einer neuen Ein heitSorganisation der deutschen Tech n i f e r. Die Verhandlungen führten zu einer vollen Verständigung. Am 27. Mai, nachmittags, wurde in einer gemeinsamen Tagung der Bund der rech- nifchen Angestellten und Beamten gegründet. Ei zählt 30000 Mitglieder und umfasst indbeton- bere die Gruppen der Jndusttietechniker, Bn/ technller, Chemiker, technischen Grubenbeamten uno der technischen Angestellten unb Beamten im Staats- und Gemeindedienst. Die Satzung der neuen Einheitsorganisation ist auf streng bemo tratischer Grundlage aufgebaut unb versucht, soweit wie möglich, jeden Bürokratismus in den Per bandskörperschastrn auszuschalten.
Ein nationales SiegeSdenkmal in Amerika
Amsterdam, 27. Mai. (WTB.) Dem „Nieuwe R-ottcrdamfchen Courant" zufolge ist am 23. Mai in Amerika die Sammlung für eine nationale Spende eröffnet worden. Der Zweck der Sammlung ist, 9 Millionen Dol lar zusammen zu bekommen, um mit diesem Geld ein nationale« S ie aeS m onument in 05estalt eines riesigen, 7000 Personen fassenden Gebäudes zur Abhaltung von nationalen und in tcmationalen Versammlungen in Washington zu errichten.
m. 124
Siehener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Gderhessen)
Swett« Blatt
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den ansehnlichen Betrag von
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== Eine künstlerische Sehenswürdigkeit =
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** Amtliche Personalnachrichten.
hatte. Vor der Tür des Hauses drängte ,'ick fine
►eine Rechnung und das Automobil, baj
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a*; nervöse Mann schien bei 11 -irig Widerstand entgegensetzen rvrioa! wagte nicht, sich i i: ^rcn......
Nach Mel- ReichSmini-
Ddit luttag
its m.
Ernst Hupfeld’sche Weingroßhandlung
Hervorrcgende Weine. - Versand nach auswärts.
Mit weit aufgerisfenen Augen starrte er den ■ Mann an, der wie leblos dalag.
kalter Angstschweiß trat ihm auf die Stirn.
In diesem Augmchlick hörte er braunen b'X ! : gehen. Eine riefe Männerstimme erkundigte
. .... . ,,_______,-L zu können.
Dvrioa! wagte nrcht, sich von seinem Platz
am 21. Mm pnn Rechrrer der LandeSwoisenboft in Darmstadt ernannt; dem Schul am tsanwärirr Jakob Fügen aus (hrfteun wurde eine Lehrer-
Noske in Hamburg.
Ha mbnrg, 27. Mai. (WTB.) düngen eines Berichterstatters nxnltx*
das neue wohlschmeckende
Abführmittel
überall erhältlich'
Der Doppelgänger.
Roman von CarlSchüler.
Fortsetzung ?tt. 32.
mmlung erbrachte 1160,43 Mark.
In Ergebenheit
Ihr getreuer Diener/'
' Er steckte den Bries in einen Umschlag, adressierte diesen an Ruth Rosenberg und gab ibn Galdino mit der Wcisimg, ihn sofort in den nächsten Briefkasten zu werfen.
(Fortsetzung folgt.)
Hupfeld's Privai-Hotel“
Stallung. - Auiohalle.
wB ndet rritli iB.ir.iA 111111 L VÄ irt •.tQ
A«S Stadt und Land.
Giefeen, 30. Mai 1919.
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iOottit ,n k«f
•*5 Geld auf Heller und Pfennig zurück. Was "*• wollen Sie — mehr?"
Er hatte wieder und lüicber geraucht. Tie
dichte Menschenmenge
Im Hotel bezahlte er seine Rechnung unb stieg mit seinem Gepäck in das Automobil, bai er hatte warten lassen.
Dann ließ er sich nach dem Bahnhof Friedrich'
(In einem Teil der Auflage nrieberfroH) belgische Truppen besetzen die strittigen Gebiete!
Aachen, 28. Mai lWTB Reuter.
belgischen Truppen haben am Montag Eu- Ven, Moresnet, Herbesthal und S re n besetzt/
W rongo mgir» ieviot lUöberm •Che vij »•tfime en-Aiiite an breit ■■ wollzeog men u. Lu preiswert, litt
üenldunii
Wtniii bien wnm verschobt:^ KM
„Gnädiges Fräulein! DD _________
einer wichtigen Mitteilung veranlaßt mich, Si> zu bitten, morgen um 11 Dl,. /. 1... Cefä zu sein, in dem wir unsere letzt? Unter rebung hatten
streße fahren.
Vom Bahnhof Friedrichstraße fuhr er mit der Stadtbahn nach dem Bahnhof Charlotterchurg Dort nahm er sich ein Automobil, das ihn nach feiner Wohnung brachte.
Er klingelte an der Vortüre, unb Goldina öffnete ihm
.,Der gnädige Herr schon zurück?" staunte er.
„3a, ich habe meine Angelegenheit ralchn- erlet<gt, als ich dachte."
Der Diener trug das Gepäck in das Schlaf zimmer und erkundigte sich bann nach weiteren Bt fehlen.
.Warten!", sagte Dorival.
Er hattt sich an den Schreibtisch gesetzt und schrieb einen kurzen Brief:
hatte -schnell gesprochen. Jetzt machte er / Deute Pause und stärkte sich durch einige füge an der Zigarette.
„Denn ich Ihnen nun das Geld einzahle, es wird nichts aus der Sache?"
.Haben 5te nicht m.ine Garantie, Herr Rot- der? Enttveder, Sie haben in drei Monaten iS Konsulat und den Orden, aber ich gebe Ihren
stelle an der katholischen Volksschule zv Hosbeim, Kreis BenSheim, übertragen; dem Steueraufseher Adam Köhl zu Darmstadt wird mit Wirkung vom 1. Cftober b. I der Steuer auffeherbezirt
—et":— igewieien
nur üt geringer Menge vor. Etz gibt Fuchleuve, die den 'IxUiitnTcidjLum des Sauerlomdes höher schätzen als den bcS Urals Gelingt es das Aus- Wdestetvrfahoen mtwnr[l zu griinltcn, jo wird im Sauerland eine neue Industrie erbtübrn imb unser Baterland findet etnigmnofem Ersatz htr Vertu str, br ihm durch Raub Oer eisässi'chrn 'bälifcigrr erwachsen
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sich nach dem Direktor Labwein. Die Antwort des knrzsichttgen Fräuleins konnte er nicht verstehen,', oder er hörte, daß der Maim sagte, er werde warten.
Tas Fräulein konnte jeden Augenblick nn- heten um den Besuch des Mannes anzumelden. Er mußte schnell handeln.
Er sprang auf. Nur jetzt keine Schwache!
Er nahm Labwein bi? noch glimmende Zigarette aus der Hand, löschte ihr Feuer mtb legte sie in seine Zigaretterüwse. Diese steckte er zu sich. Er frrttc sich> bad alles schon vorher überlegt. Man sollte nicht sofort wissen, wodurch ßabirein lxtanbt worden tpar.
Tann knöpfte er dem Schlafenden hastig Rock und Weste auf In der runeren Tasche der Weste steckte eine lederne Brieftasche. In ihr vermutete Dr>riv<ll das Dokument. Den Inhalt der Drief- tesche nachzuprüfen, dazu hatte er jetzt keine Zett. Er mußte darauf bedacht sein, sich in Sicherheit zu bringen. Jeder Augenb ick des Zögerns konnte verhängnisvoll werden. Er horte, wie braußeni der Mamr mit der rieten Stimme sich mit dem Fräulein unterhielt. Der Mann wurde .ungeduldig. Er behauptete, er hätte nur fün- DK- nuten mit Labwein zu sprechen, und drängte das F?äulein, ihn anzumelden.
Dorival steckte die Brieftasche zu sich, scAüpste in seinen Mantel, griff nach fernem Hut und wollte das Zimmer verlassen. In diesem Augenblick fiel Labwein vom Sessel und glitt zu Boden.
Es widerstrebte Dorival, den Mann so liegen *u lassen. Er hob ihn aut unb drückte ihn wieder in den Sessel. Darm eilte er in das Borderzimmer.
,.Liebes Fräulein," sagte er zu der Dureaw" vorsteherirr, „gehen Sie einmal hinein zu
wv. M annhe i m , 28. 9Rai Der 40 Jab« alle Oberpostastistrnt Jak Friedr. Kaufmann bat feine Frau, fein etfiäbruri Töchterchen und sich selbst erschossen. Tas yucite Kind Kaufmanns, ein nruniähriyr Knabe, befand sich roäbnnb der Tot in der Schule. Tas Platio zur Tat ist vennulltch in Familrenstreitigkeiten zu suchen.
** Zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs haben sich auf Veranlassung der Reichs bank Berlin unter ihrer Beteiligung sämtliche namhaften deutschen Geldmstilute und Rörperschaften dahin geeinigt, ihrer Kundschaft für Eingänge auf Konto durch Zählkarten unb Post- überwersungen ab 1. Juni fctnerlei Gebühren mehr in Rechnung zu stellen. Damtt ist eine von vielen maßgebcuden Fachleuten erhobene Forderung erfüllt unb eine schrankenlose Verbindung bes Gftonetzes der Post mit bemieniflctt aller Geldinstitute liergestellt. Die Reichsbanl erhebt künftig im Postscheckverkehr nur noch (^buhren für Barauszahlungen aus ihrem Postscheckkonto.
** Hil sSwerk für die den t scheu Kriegs-und Zivilgefangenen Eine zugunsten des HilfSwerkcs in der hiesigen Höheren und Gmxitcrtnt Mädchenschule unter den Sckriiler-
tor Labwein. Er verlangt nach Ihnen. Ich glaube, er fühlt sich nicht wohl."
Dicht an der Türe, die zum Korridor führte, saß ein großer, breitschultriger Mann, dessen Snci- bung unb blonder Bollbart auf einen Gutsbesitzer schließen liefe. Er hatte die Worte Dorivals gehört. Er stand auf unb fragte interessiert: „Was, Labwein ist nicht ipofet? Da muß ich doch auch mal nach ihm sehen." Er ging durch die Pforte in dem Zahltisch nach der Tür, die zu dem Zimmer Labweins führte.
Dorival aber war mit einem Satz bei der An-gangStur, zog äai Schlüssel, der innen im Schloß steckte, heraus, öffnete die Tür, trat auf den Korridor, schloß die Tür hinter sich ab und steckte den Schlüssel ein. So, nun war er zunächst vor einer Verfolgung sicher.
In diesem Augenblick horte er das Fräulein laute Schrcte ans stoßen.
Er stieg die drei knarrenden Holzstiegen rasch hinab. Aus der Sttaße schlug er eine schnelle Gongart ein. Bald rwr er in die Friedrichstraße eingebogen, itv er sich in den Strom der Fußgänger mischte, der sich ohne Unterbrechung auf beiden Bürg.Tsteigen dahimwälzte.
Hier fühlte er sich sicher. .
Er liefe sich von der Menschenwvge bis an bw 2Beibenbammerf>rikfe treiben, schlenderte am exrtff= bauerbamm enttana, benutzte einen günliigni Augenblick unb warf den Schlüssel der Burcautüre in die Spree. Tann winkte er einem oorübet» fahrenden Auto, stieg ein und liefe sich nach seinem Hotel fohvm. Al 3 das Auto die Friedrich- strafee binauftuhr und di Zägcrsttaßc überauertE, warf er durch die Fcust^rschriben trs Wagens eine Blick eut das Haus, das er soeben verlassen
Mlrtsabtretang unb Dolfstrnäbrung.
Tie Ernährung des deutschen 70-Mlllionen- Zolles basierte bi-her zu einem rje'enüidjen Tril irr brn ajnar.<<f)eji Uebrrschustgebi.ten im Osten; •fr tnc Ftii ck>- und Frt oct orgunq kam auch das Sethenniü.j-(X<: in Nordichieckri, in Frage. Durch ,< m Vers '. Ie» geforderten lvcbictsabrretunge i Türbc mltur>nnaß die denttche Vollsernährung tn ter octWeiti <tx)lli'ten Weise beeinflußt werden.
in Oft' und Westpreußm, Posen unb Schlc- rnv Scbleckwri urch Rheinland ab;utretendett G> -vte Elfaß-Lotlmngrn imb Saar gebiet sind hier r.f-cT Rechnung gestellt beherbergen eine Bcoöl- lenmg von raub 7‘s Millionen; das finb 11,3 vjvok der beut i dien Gesa mibe oölkcrung,, wikhnnd tlf nach dem Jahresburchschtritt 1913/14 an der ieirfftbat Gesamteste mit wert höheren Ziffern haeüiqt ttxnnr, nämlich bei Futtergetrride mit J 7 Proz, Brotgetreide mit 19 Prvz, 3udmiKxm nit 20 Pro;, stnrwffeln mit 20 Proz
Auch der ?biteil der Vichprodukiion, 15 Proz. des deutschen (Vefamtbcitajib**, ftrlyt bedeutend über tun Deoölkcrungsantcll. Tiefe Ueberfchufegebiric •«rat demnach nicht mir imstande, bic eigetec drvölkcrung von 7'/, Millionen zu ernähren, son- rrrti darüber hinaus noch 5,7 Millionen ans dm übrigen Reiche. Aus ihrem Jahresübersckmß z <n Dvot» treibe konnte beispulSweise ein Monats-
gebens» unb Futtermitteln trotz der fortgesetzten Steigerung der (Smteerträgc sehr lwch. Er betrug libcfid) nach Abzug der WteberauSfuhr etwa rl,37 Mill. Tonnen an Brotgetteibe, 4,19 Mill.
i»mten Futtergetreide, 3,48 Mill. Tonnen Futter- rrttel, 0,37 Mül Tonnen Karwffeln, 0^4 Mill, rannen Oelfrüchte u a., 0,36 Mill. Tonnen 1 ii'fensrücktte und 0,50 Mill. Tonnen Gemüfe, fbst, Kakao ufio., zusammen über 10,8 Mill. Nonnen vegetabilische Nahrungsmittel. Dazu treten |ort) über 1 Mill. Tonnen tierische Erzeugnisse, »les zusammen im Wert von 2ch Milliarden illarf nach damaligen Preisen, etwa 10 Milliarden klark nach dem heutigen Stand der Valuta: eine iter bett gegenroärtigen llmständen noch um ein islsaches verschlimmerte, burd) die FriedenSl'edin- «i'gen unerschwingliche Summe. Aus dem letzten innbc ist auch auf eine ausreichende Steigerung « inländischen Erzeugung nicht zu rechnen, im hegen teil wird viel eher ein Rückgang der Ernte- naifität zu erwarten fein. Es ist daher nickst zu id gesagt, sondern entspricht den harten Tat» «4en, daß die m Versailles Dcrlan^ten Gebiets' tirrtungen nicht mehr und nicht weniger bedeuten.
vermischtes.
Plattnftiude im eantrlgnbr.
hl. Brilon. 27. Mai. Tie ,,Wald. Runds.ch." schreibt: stiirz 'vor Ausbruch des Krieges hjeirbe darauf auftncrfiain gemacht, daß fuf; in dem sog. Wettergestein uv den Kneifen Olpe, Sieyen sowie im Wesdrrgvald PlatinrwrSonrmen naefmx’iim lassen. In der Kriesszeit tonnte man diesen Plwr nicht weiter tRrfolgen. Nun fiJxr finden sich Inter- esfenten, die das nötige Kapital zur Ausbeutung der Lundstätten ausbringen wollen. Im Gegcw- say zu den PlattnVorkommen im Ural, bisher den reichsten der Welt, banbclt es sich bei di-Zem Vorkommen um Metall, das nur durch das Aus» fch?ideverfahren gttvrmnen werden taut. Neben Platin fand man auch Gold und Silber, allerdings
*• Die Reichswirtschafts stelle für Flachs gibt bekannt: ES wird erneut darauf fein» gewiesen, daß sowohl Flachsstengel als auch mts- gearbeiteter Flachs jeher Menge nach wie vor zugunsten der Deutschen Flachs-Bau-<^efettschaft, Berlin W 56, Markarafenstr. 36, beschlagnahmt sind und an deren Ankäufer abgeiiefett werden müssen. Bei bet vorläufig sehr geringen AuS^ ficht, unterer verhängnisvollen Faser knappheil durch Einführen abzuhelfen, ist cs Ehrenpflicht eines jeden an feinem Teil dazu beantragen, durch restlose Ablieferung des Flachses die Belle,- bungdnot der Bevölkerung zu lindern und einen Tell der zahlreick^en Arbeiter, die in der Texril- inbuftrie Lohn und Brot finden, in Zukunft Befchästimingsmöglichkeit zu schaffen.
** y m Auftrage der Liga znm Schutze der deutschen Kultur wird Tr. Schlarb mis Petersburg heute abend 8 Uhr im „Hotel Einhorn" über das Thema „Soll Deutschland enden wie Rußland?" sprechen.
** Oefsentliche Vorträge über Physiologie (Lehre vom Leben). Professor Tr. Bürker wird heute abend 8'/« Uhr tm Hör- IflOl des Phyfivl-ogischen Instituts, Senckenberg- fhäfee 15, über „Gehörsempfindung" sprechen.
Landkreis Gießen.
** Tro he, 29. Mai Auf die am Sonntag den 1. Juni hier ftattfntbcnbc öffentlich? 8er-» sammlungder KriegSbefchüdigten unb -Hinterbliebenen weisen wir besonders lstn Siehe Inserat.
Starkenbura und Rheinhessen.
mt. Mainz, 28. Mai. Ein Waldbrand, der eine AuSbchmmg erreichte, wie sie für unjere Verhältnisse selten tft tont etc am Sonntag auf dem Kamm des Rheingauaebirges am Ervacher Kvpf zwischen SchlangTnbab uta> der Hallgarter Zange. Gknxtltigc Rauchwolken vom hellen Gelb bis zum ticfi’ben Schwanz kennzeichneten die Brandstellen. Bis zum Abend war das Fetter auf seinen Herd beschränkt Der Schaden ist erheblich
Urtid Wetzlar.
Ein Samys mit Eisenbahndiebeu.
dz. Dutenhofen, 25. Mai. Hier würben in letzter Zeit eine Anzahl Einbrüche in Eisenbahnwagen verübt, wobei nicht nur Lebensrnittel, sondern auch fast ganze Wagenladunaen Möbel gestohlen wurden Daraufhin legten sich vorgestern drei Streckenarbeiter auf die Lauer, unb es gelang ilmen eine fünfföpsigc Diebesbande auf frisch«! Tat zu überraschen Es kam zu einem Kampf, bei tujn der Revolver eine große Rolle spielte Einen der Spitzbuben konnte man scsthalten, die vier anderen, deren Namen der Verhaftebe normte, sollen später auch gefaßt worden fein
Hsxrf des ganzen Reiches gedeckt werden, and brm Fleisch- und Kartoffel Überschuß sogar mehr t i rin Mmratsbebarf.
Besonders schwer fallen hier die vier agrari- ifjen Ostprovin en ins Getvicht. Ihre Abttrnnung »m Reiche müßte in den industriellen und dichter heoölketten Teilen des Reiches den Bufammenbnid) »r Äolksenlährung herbei führen Ihr Flüc'e^- rhalt, 24 Proz. der Reichsiläch:, tritt, als E.n •litte betrachtet, für das Reich in verstärktet 1 rutung hervor, denn im Anbau von Roggen rachen sie 36 Proz der deutsch?» Eniteffäche aus, fri lortoffdn 30 Proz, bei Gerste 28 Pro; , und ck« Erntcetträge beroi-gen sich in denselben Anteil- nozenten In der deutschen Aetrcidebewirtschaf- ina des lausenden Wirtschaftsjahres geben sie 17,6 Proz des gesamten Lieserungssolls, in der iartofielversorgung 30 Prvz der LieferungS- emldiglrit der Erzeuger im Reiche, nach Abzug »n Schwund, Saatgutbedarf, Eigenbedarf für !; nährung, Brennereien und Trockneceien, ferner Ä 6 Proz. der Butterlieferungen, 30 Proz. des ' Harnten Auikornrnens an Oelfrüchten (Winter- jnb Sommerölsaaten), 27 Proz an Rohzucker-
mrfprgung. 30 Proz. der Schweineumlagen und ihofstraid 2^5 Prvz der Rinderumlagen. Bei Abtrennung n—an in Anspruch genommenen Gebiete würde miwitori kuischland zwei Drittel des gesamten Gebietes er vier Provinzen für die NahrungSmittelver« । orgnng verlieren. Auf einen Ersatz von Polen öichtr-tntz! V mit Rücksicht aui die demnächstige Gestaltung hlnnmi <l handel.'-politischen Verhältnisse und den gegen« uldpp.l «irsigen Zustand der polnischen Landwittschast w Luer. * tuf absehbare Zeit ebensowenig zu rechnen wie vtf einen Ersatz durch Einfuhr, denn dies letztere timten bic Fnedensbedingungen so gut wie un- nbglich, weil sie die deutsche Industrie und den rutschen Handel derart knebeln, dafe allein schon br Bezahlung der einzuführenden Lebensmittel v Frage gestellt ist Schon im Frieden war der eutschc Bedarf an ausländischer Zufuhr von
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a I r* tob dadurch mindestens der 5. Tell der beut« teuM 8 1 ’ten Bevölkerung zu einem langsamen Hungertode
ster Noske heute in Hamburg xu Verhandlungen über die Uebmiafome der 12 000 Mann starken Hamburger Dolkswebr in die Reichswehr und auf den Reichsetat. Borter besichtigte er uter Führung des .Wrnmandanten van Groß-Hamburg, Lampel, die im Hafen liegenden Lelensmittel- schiffe, um zu sehen, in welcher Weise die Lebensmitteleinkuhr gehandhabt wird. Während der Verhandlungen im Ratlxrus Hafen sich ^riiegsbeschä- bigte unb Lazarettinsaficn zu einer Demonstration zusammengefunden unb drangen in das Rathaus em, wo sie mit Noske zu verhandeln verlangten, der ixm ihnen, ehe er mit ihnen Rücksprache nehmen wollte, beschimpft wurde. Die Eindringlinge, etwa 100 an der Zahl, ra übten i n de r Garberob^Kletdiingsstücke und Waffen. Später gelang es dem Minister Noske, der vom Balkon des Rathauses zu der Menge sprtch. fie zu beruhigen und die vernünftige Mchrheft der Temonsttanten zum Abzug zu teilt gen. Er versprach den .itriegsbeschädigten imb Lazarettinsassen Berücksichtigung ihrer Forderungen. Infolge dieser Störung konnten bic die Bolkswehr betreffenden Verhandlunaen nicht toeu tvrgffHljrt werden. Rrichswehrrmnistri Noske hrt abrrnds Hamburg wieder verlassen.
Von her sächsischen Volkskammer.
Berlin, 28. Mai. Die sächsische Volkskammer sprach sich laut „Berliner Lokal-Anzeiger" in ihrer sozialdemokratischen Mehrheit grundsätzlich für bic Abschaffung aller Ent- schädigungsansprüche der Ber^werks- besitzer aus.
Plsiudernugen in Teplitz.
Wien, 28. Mai. (WTB.) Heute kam e8 in Teplitz zu Plünderungen. Eine au5 der Stadt unb der Umgebung jufammenge-» strömte Menge räumte eine grofeeAn- »ahl Geschäfte auS. Polizei und MUitSr schritt gegen bie Plünderer ent.
Die Antwort ClemenceauS an die Dentsch Oesterreicher.
Wien, 27. Mar. (WTB.) StaatSAmzlcr Rermer hat alS Präsident der deutsch-öster- reichtschen Friedensdelegatton heute abend ein Schreiben Clemencoaus erhalten, wonach der Entwurf des Friedensverirages am 30. Mai in St. Germain zur Ueberreichung an die österoeichffche Delegation fertig-gestellt sein wird. Jedoch werden die Maaibcn Fragen einer späteren Prfr'img Vorbehalten bleiben müssen: 1. die Stärke der mllitärischen fträfte, bie in Zukunft in Oesterreich zu unterhalten sein werben, 2. bic Fraga der S chadengutmachun g und der Schulden.
Ein Gerücht über den Rücktritt ClemeneeauS.
Bern, 27. Mai (WTB.) Bon amerikanischer Seite hören wir, baß insgefamt 2 5 Mitglieder der amerikanischen Sachver- ftändigenkvmmtssion für die Frieden Delegation ihre Aemter zur Verfügung gestellt l-aben angesichts der wachsenden Unzufrie- bfnheit mit den FritHensbebingungen. Tas Ge- rückst Vvtt dem bevorstehenden Rücktritt Cle- n'.enceauL wurde in politischen Kreisen der Schnriz von vornherein mit starkem Mißtrauen cufgenommai. Ein Bericht der „Neuen Züricher Zeitung", der das Gerücht wiedcrgab, faßt bic Stimmung der Börse dahin zusammen: „Fest auf Panser Tendenz wechsel." ES sreht demnach so aus, als wove das Gerücht ein reines Börsen- monöoer getoefai.
reine
—- ^arte tonten nur noch lallend tertor. n ntU ‘ Kbps senkte sich nad) vorn Tie Augenlider : blchssen sich, trotzdem er gegen die über ihn hm» •aitn ’ n‘®b€ Müdigkeit cnsutanpfen suchte.
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Er wollte den le^en Satz noch einmal wiever- ^«n, brachte ihn aber nicht zu Ende Fahle u «Bife kroch über sein Gesicht, bann sank er kraft- riSLi* iufammc Tas Opium !>atte seine Wirkung Schneller als Tvrival eriraritt Ixi.te. Der ie, nervöse Mann schien dem Gift besonders
„Hupfeld's Diele“
Täglich abends: Lrstklass. musikal. Darbietungen.
Nachmittagstee Sr Konzert.
„Hupfeld's Weinstuben“
44 m i i i u/ I V i I V II u L II U U/ I I UJ k I n.
a Bureauvorsteber bei dem Kreisamt Heppen- [,r" a rim. Recknungörat Philipp S chpeiber,mürbe


