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Kirchliche Nachrichten.

ffefcbt.

an bcr

kti Organ nrtro in uutenomen Angelegenheiten die deutsch« Nationalversammlung fungieren. Das Regie rungsorgan der deutschen Nation wird das deuts^ Ministerium mit dem Sih in Budapest sein.

Au» Staat und Land.

Gieße n, den 36. Januar 1919.

Lebendmittel.

Käfe-Derteilung. Don Freitag den 31.Ian.

Mittwoch den 5. Febr gelangt in verschiedenen Geschäften Käse zur Verteilung. (Siehe Dekanntm.)

Amtliche Personalnachrichten. (Ernannt mürbe am 22. Januar 1919 der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Ortenberg Jakob Bremmer zum Kanzleidiener am Landgericht der Provinz Star- hcnburg mit Wirkung vorn 1. Februar d. Is.

* Eine seltene Auszeichnung ist unserem Tlitbürg r, dem Geh. Kommerzienrat Siegm. Heichel­heim. anläßlich seines 78. Geburtstages zuteil gewor­den. Die .Große Freimaurerloge Jur Ein­tracht" hat ihm in Würdi ung feiner außergewöhn­lichen Verdienste auf dem Gebiete der sozialen Wohl- fahrtspflege. sowie in Anerkennung seiner hervor­ragende» maurerischen Werktätigkeit die Ehren- jBitgliebjdjajt verlieh«».

hd) war.

** Säuglingsspende. Die seinerzeit zugunsten der Säuglingsspende bestellten Iumbusch'schen Dulder ind angekommen und können im Stadthaus, Zimmer Nr. 16, in Empfang genommen werden.

* Die Auszahlung der Familienunter, stützungen an die Angehörigen der zum Heeres- dienst (Eingerufenen für 1. bis 15. Februar bzw. für Januar 1919 findet vom 31. Januar bis 7. Februar statt. Siehe Bekanntmachung.

** DaS Ende der Feldpost. Infolge! bei Demobilmachung treten die den L<eoH mit) Mu rineai'g-hörigen gewichsten Psr otx ruwlstigunucn für Fe.dpestscnduuseii am 31. Januar außer Straft. Für £ieerv4^ und Marruea. g-. hörige in den besetzten Gebieten erlöschen d.e Vergünstigungen einhcitlich mit dem lieber tritt auf h-timische iBodcn. Vom 1. Februar ab erfolgt die 2kiört>erinig von Sendungen an die Angelwrigen i>:5 Heeres und der Marine im Jnlande nach den dafür bestchanLen allgemeinen Vorschriften (So batenb.t f).

* Meldepflicht für gewerbliche Kohlen­verbraucher im Februar Gewerbliche Verbrau­cher von mindestens 10 Tonnen Kohle, Koks und Briketts monatlich müssen laut Bekanntmachung des Reichskommissars für die Kohlenverteilung vom 4. 3a nuar 1919 (Reichsanzeiger Nr. 5) die üblichen TM düngen in der Zeit vom 1. bis 5. Februar 1919 er neut erstatten. Die Meldepflichtigen werden darau aufmerksam gemacht, daß die Preise für die Melde harten erhöht worden find. Die Meldekarten find nunmehr bei den bekannten Stellen (Orts- oder Be- zirkskohlen-, Kriegswirtschafts-, Kriegsamtsstelle bzw der an ihre Stelle getretene Jivilverwaltungsstell- zum Preise von 35 Pf. für ein Meldekartenhest mit 4 Karten (40 Pf. mit 5 Karlen) nebst Wortlaut der Bekanntmachung, sowie von 10 Pf. für eine Einzel- harte erhältlich.

Stenographie. Einem dringenden Bedürf- nis entsprechend eröffnet die Stenographen-Gesellschast (Rabek'berget" und Damenabteilung e. V. neben Fortbildungskursen am 4. Februar auch wieder einen Lehrgang für AMM« in ö« MtewMlen (Babels.

Die Gebühren für Feuerbestattung mürben erhöht, für die Verbrennung einer Leiche bonOffen*

Darmstadt, 29. Jan. (WTB.) Tas

voll stand igc Ergebnis der Wahlen zur muB öas 200 he,fischen Vo.kslammer liegt nunmehr vor. Es Prolog im Simmel erbielteu Stimmen: Sozialdemokratische Partei

270 588 (31 Sitzes, Unabhängige Sozialisten 8775 (1 Sitz), Demokratische Partei 115198 (13 Sitze), Zentrum 107 856 (13 Sitze), Deutsche yolkspartci 62591 (7 Sitze), Hessische Volks­partei 45 334 (5 Sitzt).

Der Kampf gegen die Polen.

Bromberg, 29. Ian. (22TB.) Amtlich. Gegen 5 Uhr nachmittags griffen die Polen in Stärke von etwa 200 Mann Wilhelmsdorf an. Sie wurden ab- gewiesen und bis Paulina zurückgeworfen. Paulina wurde angegriffen, unter Zurücklassung von zwei Maschinengewehren und Munition zogen sich die Polen fluchtartig zurück. 3n der Gegend von Nctzseld erfolgreiche Patrouillentätigkeit. Jn den dortigen Abschnitten herrscht Ruhe.

Die Soldatenrate de8 4. Armeekorps.

Magdeburg, 28. Jan. (WTB.) Der Dele- gxertentag der Soldatenräte des 4. Ar- tiicckorps beschloß, den Erlaß über die Kom- Snanbogcmalt für ungültig zu erklären Bis zur gesetzlichen Festlegung der Stellung der Soldaten- röte durch den neu einzuberufenden Reichs-Sol» datenrotskongrcß soll im Bereich des 4. Armeekorps der Soldaten rat die ausführende Kommandogewalt in den Händen haben. Offiziere intb Beamte, die sich dieser widersetzen, sollen entlassen werden.

von Nuabhängiaen erschossen.

Das Endresultat der Wahlen in Preußen.

Berlin, 29.Januar. (W.B5 Das Endresultat «us den Wahlen zur preußischen Landes- versammlung liegt nach nichtamtlichen Meldungen nunmehr vor. Lediglich das (Ergebnis aus dem 8. Wahlkreis (Pofen) mit 21 Mandaten fehlt noch und konnte bisher nicht beschafft werden, da seit gestern mittag jede Verbindung mit unserer Posener Agentur gestört ist.

Don 401 Mandaten entfallen auf: die Sozial­demokratische Partei 142 Sitze, Christliche Dolks- partei 87 Sitze, Deutsche Demokratische Partei 61 Sitze, Deutsch-nationale Volkspartei 41 Sitze, Unab­hängige Sozialdemokratische Partei 24 Sitze, Deutsche Dolkspartri 13 Sitze.

Außerdem haben die schleswig-holsteinischen- Dauern- und Landarbeiter-Demokraten im 14. Wahl­kreise Sckleswig-Holstein einen Sih, die Welfen im 16. Wahlkreise Anrich, Stabe und Osnabrück 2 und im 16. Wahlkreis Hanooer, Hildesheim und Lüne­burg 4 Sitze.

Fulda, 28. Jan. (Priv.-Tel.) DieFul­daer Bettung" berichtet: Oberleutnant Weif­fenbach, ein aktiver Offizier des hiesigen Feld-Artulerie-Regiments 47, wurde vergan­gene Nacht von dem Sohn des Führers der hiesigen unabhängigen Sozialdemo­kraten, Malermeister Krönung, er­schossen. Weiffenbach hatte nach der Dar­stellung des Kommandos des hiesigen Feld- Artillerie-Regiments mit fünf Offizieren vor dem Krönunaschvn Hause vaterlandisciie Lieder gesungen. Als die Offiziere 50 Meder von dem Hause entfernt waren, siel aus diesem ein Schuß. Die Offiziere eilten zurück und stießen in dem Hausflur aus Krönung und seinen Sohn, der im Verlauf eines Worttveckffels den Oberleutnant erschoß. Sämtliche bei dem Vor­fall amvesende Offiziere waren ohne jede Waffe.

Württemberg» Kriegsverluste.

Stuttgart, 28. Ion. (WTB.) In der ver­fassunggebenden Landesversammlung erklärte der Minister des Jmrcrn Dr. Lindemann auf das von dem Abg. Gröber (Ztr.) dem Kultusminister Heimann ausgesprochene Mißtrauen, daß die provisorische Regierung grundlegende Neuerungen auf dem (Gebiete des Kirchen- und Schulwesens nicky in Angriff nehmen werde. Der Leiter des Kriegs­wesens Heimann betonte, die Soldatenrate in der jetzigen Form seien dann nicht mehr nötig, wenn das neue, auf allgemeiner Wehrpflicht aus- pebaute VolkSheer reichsgesetzlich feftgelejt sei. Bis dabin erachteten es die Soldatenrate als ihre Pflicht, darüber zu wachen, daß die Errungenschaf­ten der Revolution verankert würden. Die bestcheii- ven freiwilligen Sicherheitskompagnien seien die Vorläufer der freiwilligen Bolkswehr. Bon 750 ins Feld gerückten würltcmbergisckten Truppenteilen seien 232 mit rund 8500 Köpfen noch nicht zurück- gefrört. 415 aller Formationen seien demobilisiert unb aufgelöst. Die Zahl der ausinarschierenden Württemberger betrug 520000 gleich 21 Prozent der gesamten württembergischen Bevölkerung. (Ge­fallen sind 59 000 Offiziere und Mannschaften gleich 11,3 Prozent. Verwundet wurden 158 000 gleich 30,4 Prozent. Vermißt sinb 17 000 gleich 3,3 Prozent.

Franz Mehring t-

Berlin, 29. Jan. Der bekannte sozialdemo- krattsche Schriftsteller Franz Mehring ist heute in einem Sanatorium an einer Lungenentzündung ge» storben.

IbergerWn Kurzschrift in der Gastwirtschaft Sauer,»für angewandte physikalische und mdustrrelle Themk I Neustadt 58 (s. Anzeige in heutiger Nummer) habllMert. __________

" Große Kälte in Sicht? Der milden Wit- &

terung scheint ein Ziel gesetzt zu fein; aus den Der- XCirOK Uttö

einigten Staaten von Amerika w rd eine rteftge I r Grebenbai n, 26. Jan. (<yreK Kältewelle gemeldet, die über dem ganzen Canbe, I rerfammltmg.) Lier fand geftent tute freu >3er* mit Ausnahme von Neuyork und der Ostküste, lagert. I iammlnng oberh'jsiscker Lehrer statt, die aus den Man verzeichnet Temperaturen von 20 bis 30 Grad I verschiedensten Bezirksvereinen sehr gut tcUicbt roar. Celsius unter Null. In vielen Teilen ber Bereinigten I fcjfe Wille, die von unserer republilanildteix Staaten gab es große Schneestürme. (Es ist nicht aus-1 Regierung proklamierte Neuordnung des Schul- geschl ffen, baß bie Kältewelle über den Ozean 3U hrefenä, auf dem Boden der Selbstverwaltung uns herüberkommt. I ruljenb, möglichst bald verwirklichen zu betten,

Kreis Schotten. I brachte die rege Beteiligung zustande Lehrer Stent-

Reinharbshain, 29 Jan. Der Fahrer I wann eröffnete die Versammlung mit ericm Appell Heinrich Decker, Fuhrpa^k-Kol. 835, ber am 6. Okt nn alle, sich mit aller Entschu'denbeit auf den als vermißt gemeldet wurde, hat jetzt seinen Ange- Standpunkt der Freiheit und Selbständigkeit tedes hörigen aus serbischer Gefangenschaft geschrieben. rynzelnen Lehrers zu stellen. Dte innert Freiung

e Ullichstein, 28. Fan. Am 1. Februar feiert! durch bie Revolution müsse nun auch enblu> dem ber hiesige Oberbriefträger I. Wassern sein Lehrerstand zugute kommen, der immer noch nut SOiäbriges Dienstjubiläum. Unseren Glückwunsch! am meisten unter dem alten Dureaufratismi^ zu

e Aus dem Kreise Schotten, 28. Fan. Die teilen habe. Darauf hielt Lehrer Weber-Ren- von ber Heeresverwaltung an bie Zivilbevölkerung ters einen zweistündigen, tief durchdachten Vortrag abgegebenen unb bie während ber Truppenburch. über die dringe,td nötige Neugestaltung, bic unfere Märsche eingestellten Pferbe sind vielfach mit Seuchen I gesamte Schulverwaltung erfahren mutz. Das alte ; behaftet, so baß eine große Ansteckungsgefahr für engherzige und schablomsierende Beaunickttgungs- die übrigen Pferde besteht. (Es wirb baher bnngenb system des monarchischen Staates müLc letzt fallen, ' empfohlen, alle Ställe unb sonstigen Räume, in benen um allen jungen, treibenden Kröfteit eine freie Militärpferbe standen, zu desinfizieren und zu kalken Entwicklung zu sickern. Bis jetzt sei zur Betretung ; unb wenn möglich 6-8 Wochen lang nicht m t Pfer- des Grziehcrstanbes aus den Fesseln des ancien

> ben zu belegen. Auch empfiehlt es sich, bie erworbenen regime noch nichts geschehen. Darum hatten die

i OTilnärpferbe zunächst abgefonbert aufzustellen ober Lehrer, besonders die jüngeren, alle Ursache, mit 1 doch durch Zwischenwände von den übrigen Pferden I alten Kräften und durch eifrige Mitarbeit das

! abzusperren. Die gemeinsame Benutzung von Krippen, werdende Werk zu fördern, um eine möglichst

Tränkeimern unb Puhgeschirren ist auf jeben Fall I schnelle Verwirklichung der dringenden fRcformet , streng zu vermeiden, da diese die gefährlichsten Ber-1 zu erreichen. Die Volksschule, das gröl,te ©r- breiter ber Seuchen sind. ziehungsinstitut des Reiches, müsse sofort rmierttch

Kreis Friedberg befreit werden, UM den besten irräftat, die noch

4. Bad-Nauhcim, 28. J<m. Scfnwre grMfdt feien, eint freie auntilung tu Mem Stombroirnb.-n am »inzen Sffcper, bi: die.^ber. Nur dadurch Bnne bie Sdnde zu ihren HEm fütmmg in» Kraukmlums bedingten, zog sich ern ^litungeu hmaufgrfLhrt werden ^em mhallrerchm Sckiuljung.' zu, bcr sich an einem Auto Benzin ab» Dorttage folgte die Versammlung mit regem Inter füllte inib äeses in ein Wachtfeuer goß, das sich eile Ins jum Schluß und ^"dete demRedtwr ret^ ein militärischer Posten am Güterbahnhvie gemacht ck>en Beriall^- Ar bex $^a-au]l0 hatte In der 5täl>e des Bah'ch^s wurda-i < tnem wurde von versckncdenen Rednern betorrt, Me lehr Anwohner der Frankfurter Sttaß-' 3 Schnxi n cs an der Fett sei das snther^, ^e ttinen Kräste und mehrere Enten a-siohlen un) auf dem Platze lahmende Beaufiichtigungsmstem iu.bcin tgen, an abgeschlachtet. Die PÄiz.r ist den Tätern auf der die Stelle des Schulin^ftors nne Korperickmft v^ ^yur I ^Lehrern iunb Eltenri treten au laften Ans meint

Q Bad-Nauheim, 29. San. In der Fachleuten habe sich jeder Lehrer feinen padagog^ gestern abgehaltenen S t a d t v e r o r d n e t e n - ,chen Berater auszuwahlen. Nur dann kmnie iede sitz ung wurden folgende Beschlüsse gefaßt.. Für padagoguckie Richtung ru ihrem Rechte kommen, Notstandsarbeiten werden 20 000 Mark bewilligt, und der Lehrer sei, wii-er das schon lmge wünsche, Für die städtischen Arbeiter und Bedienfletcn temer obersten Behörde selbst verantwortlich und wird eine Alters-, Witwen- und Waisenversorgung mcht mehr einer untergeordneten Ste.le. Der letzigo einger-ichtet. - Zur Verwaltung dec Geschäfte der Staat werde schon aus sEä^leil Gründen auf Eiwerbslosenfürsorge wird ein aus zwei Arbeit- diesen Weg gewiesen Die Loslöfum; der

.iiehmern unb zwei Arbeitgebern gebildeter Aus- Schulverwaltung vom Kreisamt müße b. l. rgst vo.l» chuß gewählt. Die im tzochwald gelegene Wald- zogen, und demLehrer. mchfe fern alteS Aktew- wirtschaft, ein beliebter Ausflugsort, soll jur New- material, das sich rwch bart befr.ibe, aljbalb aus- verpacvtuno ausaeschrseben werden. I gehandrgt werden. Dem sog. Beamtenbund stehe

^Kirfenfnirfl nntz stifteittbesten man mit recht gemilchten Gefühlen gegenüber.

n Offenbach a M 25 ^Infolge des Tadelnde Worte wurden gegen die Redaktion des durch frcsch n^^St ra ^nbab^er^,-Gd)ul60ten" gerichtet, und es wurden Awenel en Streiks mutzte die Stadtverwalttuig deren laut, ob dre an gewissen ®^a2ro°hrJrIlgC11D^!1na Gchalt um 40 Prozent erhö.'ien, so daß Schaffner bekundete Ge/wnunk' 6^^^, der N^ordrmi^ nunmehr 230-304 Mk., Wagenführer 237 bis der Dinge solche Wege L» wersm, wvsie das Inter- 313 Mk. monatlich ^ziehen. Die Stadtvervr- efie der Schule und ^brer erfo^^^ wurde TLctentecriammün-g sah sich dadurch genötigt, auch gefordett, datz zu tülm Aemte^^s Land^ itehrete- t<e Bezüge ber übrigen stäb-tischen Beamten, Lehrer «reins Wirkliche Bolk>.schultehrer rugelasten und Arlxuter um 40 Prvieitt ihres GrnndaeHalts I merden dürften. (Ä. jei nötig, baß mit mog- S er' SSetVtoWtaTta« lid.fter Skicileumgun« emr SertreterBer^mml.m«

Lothringer wurden 100J Mk. bewilligt. -

Stadtverordneter Dr. Enlan stellte den Aittrag, I ^bert in allen ob.n berührterilF^gen zulnkten. du Sadt mßcK bic tirritbtuna einer! Weiterhin beschloß man, diese Versammlungen der 3»eilammet tex Mxtx«xdnxaun9" »u eu.et

Strafkammer in Ofseiibach eiierg.sch betreiben. I ständigen Einrichtung zu machen.

Interpret.

**Steinkohlen--Bezugsgesellschafi ließen. Der 5?ohlenverein hat jetzt sei en Dec­wal tungsbericht für das letzte Geschäftsjahr er- 'cheinen lassen, der den Zeitraum vom August 1917 bis Ende Juli 1918 umfaßt. Danach ist der Mit­gliederbestand von 1457 auf 1333 zurückgegangen Neue Mitglieder wurden nickt zugelassen. Tic an die Mitglieder abgegebenen 2>rcitnftoffm<mcei be­trugen 33116 Zentner (gegen 43,680 Zent er im Vorjahr). Die Aufwendungcn für Kohlen betrugen 52860 Mk. (55 499), für Frachten und Stempel 9331 Mk. (11012), für Oktrois 1064 Mk. (1631), ür Wiegegcld 97 Mk. (406), für Fuhrlohn 4812 Mark (3556), für Ginbringerlohn unb Anfahren 8219 Mk. (1419), Verwaltungskosten 1324 Ml. (1747), mithin wurden für die Siefenntg an die Mitglieder aufgewendet 77 720 Mk. (75 473). Der esamte Kassenumiatz in Eirviahme und Ausgabe betrug 99 798 Mk. (131050), wobei als lieber- ahlung 21 908 Mk. (55 279) an die einzeliien leberzahler zurückgezahlt wurden, ba i'ineir Brom- tofse dafür nicht geliefert werden lonr.tcn. Der Re- ervesonds ber Gesellschaft beträgt 7742 Mark (10 319). Die Preise, welche der Verein sei ch Ab- liiehmern in Rechnung stellen komtte, belaufen sich mit allen Unkosten für Küchenkohlen 2,17 Marl, Anthrazitkohlen 2,83 Mk., Hüttenkoks 2,62 Mk., Anthrazit-Gier 2,20 Mk., Brauilkohlen-Briketts 1,47 Mk. Jntereßant sind die vom Lande! in der in Frage kommenden Zeit berechneten Löchstprei e. Kückrenrohle 2,55 Mk., Anthrazitkohle 3,40 Mk., Lüttenkoks 3,15 Mk., Anthrazit-Eier 2,60 Mk., Braunkohlen-Briketts 1,70 Mk., welche im April 1918 noch um je 5 Pf. unb bei Draunkohlen-Bri- tettd sogar um 10 Ps. pro Zentrier erhöht wurden. Der Verein mußte dazrr übergehe.i, eilten Lager­platz zu halten, um die Breunmaterralien in kleine­ren Mengen abgeben zu können. Er hat bei 3491 Einzellicferungen 700 Abgaben mehr als im Vor- jahr herausgebracht. Der Vorstand hofft, daß es nach Abschluß ber Friedensverhandlungen ihm möglich sein wird, bie Mttglieber mit Kohlen toicber reichlicher versorgen zu köiuien, als dies bei den gegebenen Verhältnissen hi bei letzten Jahren mdg»

Lesscn-Nassau. Eingesandt.

- Frankfurt a. WL, 29 San. Der Ma- ^ ^nm unb Inhalt aller unter bitter Rubrik gnfteat stimmte in seiner letzten Sitzung ben Aiv-1 stehenden Artikel übernimmt bie Rebakrion bent träpi.*n bcr SckMlbehorben auf U n e n t g e 1111 d> -> Publikum gegenüber teinerlci Verautivvrtnng.) leit ber LehrNii11el für Volts- unb Fori- Gießen, 26. Fan.

biibunqsschüler, sowie ben neuen Bestimmnngen I Um unser Volk zu befähigen, aus dem über un« über Schulgelbbefreinng für Mittelschüler und hereingebrockenen Elend wieder herauszukommen Schüler höherer Schulen zu. Für bte UiKiitgc ttich- unb n* wieder aufzurichten, ist es vor allem erfor- teil ber Lernmittel stellt bic Stadt 200OOJ Mark d^lich, daß die Heranwachsende Jugend gesund in den nächstjähr g-en Lai^«lisplan ein. Schul- ^d kräftig erhalten wird. Schon während des Krieges ylbbefrctung erhalten bas dritte, vierte usw.Kmb wurde dieser Gesichtspunkt bei der Verteilung der von eitern, bereu Ein kommen 6000 Mark nicht Lebensmittel nicht hinreichend berücksichtigt, und die übersteigt. Die ffnanzrclle Wirkung dieser Neu- Tugend ist leider fast durchweg gesundheitlich geschädigt, orbnung nnri) auf 20 000 Mark jahrltcheit Schul- Durch die langen Ferien während des letzten halben geltzaussall berechnet. I Wahres find die Kinder im Lernen recht zurückgekom«

5ranhfurt a. UL, 29. Jan. Der Direktor wen, und es werden jetzt große Anforderungen an sie der Deutschen Dank in Berlin, Arthur v. Gwinner, bestellt. Da ist es ein großer Mißstand, daß wegen ein geborener Frankfurter, tritt am 31. März nad) I &er Belegung von Schulräumen mit Truppen 46jahnger beruflicher Tätigkeit von der Leitung der I Hauptunterricht auch nachmittags erteilt werden Bank zurück und zieht sich ins Privatleben zurück. mu{, gn ben [enten zwei Stunden werden die Kinder M't .hm scheidet eme der ersten Finanzgrößen Deutsch- nid)t mehr viel leisten können: die ganze Einrichtung lands, der wir die Erschließung Mesopotamrens unb aber wirkt gesundheitschädigend. Hier muß alsbald Kle nasiens durch den Bau der anatol.schen und der Wandel geschaffen werden. Entweder ist dafür zu sor- Bagdad-Dahn sowie die Erschließung der rumänischen gen dah die Truppen, an deren Vorhandensein die Oelselder verdanken, aus dem öffentlichen Leben. I Allgemeinheit jetzt ein sehr geringes Ontereffe hat,

-- Lochst a. M., 29. Jan. Der Saumtier* I aus den Schulen fortkommen, oder daß, wie es im nebmer Peter S t m o n un Stabttnl Sindlingen Dezember der Fall war, ein Teil der Kinder in Räu. nntrbe wcZur ückhnl ung van Jagd-unbKri?'s I mcn außerhalb der Schulen vormittags unterrichtet wafren vom Üomma.id.-ur,der hier li.-mben f ran- wird. Hierfür dürfen bann aber nur gut geheizte ron s ck. en ö u bdiv ilion ZU sechs Monaten Bäume gewählt werden. Ein Vater.

Gefangntel 500 rttanks Geldsttase Der»! ----------

Nacheilfahrt fand ein Briefkasten der Nedaktion. rranzvfttcher Soibat ben Tob nn Marn. Dte I m

Leiche mürbe bei Okriftel gelänbet D. K. m w- Denn der mb en ^-tenst Eur-

mr Limburg, 29. Januar. 3n dem von den ktettetene vor serrnrr Rückkehr vetttirbt ober Dar- Amerikanern besetzten Gebiet wird ein schwunghafter wird, so mirb bie UntcrftuOung so lange ge- Handel mit deutschen Orden und Ehren- wahrt, bis bic^rmatwn, roeldjcr^er angeborte^ dicken getrieben. Nun macht der amerikanische ° " f b en F r ie de ns f u ßz ur Ückk eh rt o d e r V.-fehlshaber bekannt, daß für ein Eis-rnes Kreui aufge l ö st wir d. Insoweit die Angebongen auf erster Klaffe nicht mehr wie 20 Mark mi'1 für -in I Gründ des Militar-Liuterbltebenen-rtersorgungS- solches zweiter Klaffe nicht mehr mie 15 Tlarh .^cnte ober fonftige $e?üge erbaltni, fällt

bezahlt werden Dürfen 9 bie ,vamittenunterstübung mit bem Bezug ber Hm-

- Nieberböchffadt «x> terbliebenen-Versorgungsgebührm-.se.fort. Stell«

«ü X«? aU* Äc88eücn,8db W ®Üt'

i aw \ 1- N-» ««nn 'Mam.tma.Sun,

inS eiti Ser abge H n 3 ° f ° des stcllverttetenben Generalkommandos deS

L_:____ 118. A.-K. könnLti alle ordnmtgsmaßtg entiaffenen

flOdlfcfiul Mtiitärper'onen ohne Rücksicht auf Jahrgänge unb

taenrtatren« früheren Wohnort sich im neutralen Geriete anf-

-- Franksurt a. M., 29. Jan. In der Natur- halten 2. Die Adresse dürfte >oohl lauten: An ben wiffeuscha tlichen Fakultät hat sich Dr. Gustav Fester, Vkn-Ü7>:nben der baiticben Wasstnsti.'IstandSkvm« bisher Professor g» ber Umoersüät Konstantinopel | mijsvß», L.errn Slaalssettetär Erzberger in Spo^t

bad) 1 w*rben 30 Mk., für bic einer solchen von aus-I Israelitische Heiigionsgemeinbe. OJutte^tnenft in wärts 40 Mk. erhoben. I ber Synagoge (Süb-Anlage). Samstag, 1 Febr.

= Aus dem Rherngau, 29. Jan. Durch Vorabb.: 5.15: morg.: 9: odds.: 5.30 u 6 10. Verfügung ber ftanzö ischen Milttarbehörben wur- Israelitische Neligioargesellsch^st. Sabbat.eiet am ben bie LöchstPreise für 1916er SBcinl i Febr. Frei:ag abb. 4.55; Sarnsrng vorm. 8.30 bei Leckenw.rten auf 4 Mark für ein Liter fest- Preb.: nachrn. >30; Sabbatausg. 6.10; Wochen- r""£ Sämtliche Zapflolale müssen diesen Preis l goLtesbicnst: morgens 7 00 unb abenbs 5.00.

Tür anichlagen. I -----------

** Aus dem Stadttheater-Vureau! gie- Als im Stabttheater im Jahre 1911Frusts zum tsche erstenmal hier gegeben wurde, warb der erste -teil der Tragödie aus zwei Abende oerletlt, um bicieö Meisterwerk der Weltliteratur einmal möglichst un- , . . gekürzt zu Gehör zu bringen. Bei der bevorstehen-

Das Endergebnis der hemschen Mahlen, den diesjährigen Aufführung wurde aus Z,vea> ------ mäßigfritsgründen von dieser Ginteuung abge.elxn. Um das Werk an einem Abeird gut Herauszubrut- -"n, muß das Vorspiel aus bem Theater,Der vtuiuy uh Li'.«-«-! ,Die Walpurgi-nackig toeg- bleiben, sonst aber werden alle Sz«ten gebracht. Direktor Steingoetter, der das Werk wie bei ber ersten so erfolgreichen Ausfühning ebenfalls ursze- niert, hat eine Einrichtung in 21 Bildern gettoffeit, die alle Lcwaltjamen Zusumittenziehungen ver-^ meidet und doch eine sehr schnelle Sjeneitfolge tx- möglicht. Für bie Reihenfolge der einzelnen Lttbei fei aus ben Theaterzettel verwiesen.

* (Ein musikalisch-deklamatorischer Dor- tragsabenb, deffen Reinerttag für die deutschen (Be­fangenen in Sibirien bestimmt mar, hatte gestern abend zahlreiche Zuhörer im Saale des Hotels Groß- Herzog versammelt. 3m deklamatorischen Teile trug Frau Mendelssohn-Bartholdy den erhabenen Psalm 90 und I. Eorinther 13 aus der D bei vor, und im Anschluß daran ein biblisches Gedicht von Frieda Schanz: Lea weint um Rahcl. Die Zeitge- mäßheit der Bibelstellen mag ihre Aufnahme in ein Vortragsprogramm rechtfertigen. Es folgten Gedicht« von Friedrich Lienhard, deren (c gnung für einen öffentlichen Vortrag man bezweifeln kann, wenn auch Frau Mendelssohn-Dartholdy mit liebevollem Verständnis die lyrischen Feinheiten der Dichtungen herausarbeitcte. Die Vortragende, die in dem balladen- haftenDauer von Lupstein" zwar dramatischen Aus­bau fand, wird mitDichtcrwerken einfachen Stimmungs- gehaltes den größteiiEmdruck erzielen,da sich hierfür auch ihce stimmlichen Mittel besonders eignen. Aber Goethes Zauberlehrling" sowieDer Gott und die Dajadele" stellen andere deklamatorische Ansprüche. Den musika­lischen Teil des Abends bestritt Herr Dr. G. Rasncr mit eigenen Kompositionen. (Es ist nicht hoch genug zu veranschlagen, wenn es heute einem Musi er ge­lingt, eine gefällige Musik zu schreiben, die weder extremen, modernen Richtungen verfällt, noch mit jedem Takte an unsere großen Meister erinnert Herr Dr. Rasner gab erfreuliche Proben, hinter denen zwar nicht der Schaffenszwang einer ein- heitlichen musikal schen Persönlichkeit zu stehen scheint, aber ein musikalisch feinempfindendes Talent, das seine Gedanken persönlich zu formulieren vermag. (Eigen­artig reizvoll war die Elegie Eis-Moll, im alten Stile glücklich nachgeschaffen zwei Menuette, die Frau Dr. Spohr (Violine) prachtvoll interpretierte und die all­gemein den größten Anklang fanden. Am Flügel war der Komponist seinen eigenen Werken ein feinsinniger