Ausgabe 
29.9.1919
 
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Frankreich und der Friedcnsvcrtrag.

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Lloyd George und der Völkerbund.

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_ Berlin, 28. Sept. (WB.) Am 29 9. gab O »< r u Reinha rd dem ReichÄvehrm inister b(* fle»tbc ® rklärun g ab: Wie ich schem mehrfach gemeldet habe, 'nxtfe id) es wert fron mir, irgendwelchen gegenrevvlutronären Be­strebungen nahezustechen ober ettoa sahst zu betreiben. Vielmehr bin ich nach besten Kräften bemüht, die refrtgie R>egierung nach besten Kräften zu stützen inti> zu diesem Zwecke $u helfen, die Drdiiung uub Ruhe tii Deutschland wiederherzu- stellcn. In gleichen Simi.' Ixibe ich auch stets aus die mir imterstetlten Truppen cingetoirkt. Ab- .. gesehen davon, daß durch mein Berhalben gegenüber v baßlder Regierung wühoenü der Mn^Ae in der letzs-

D'Annunzio bleibt unbelehrbar.

Berlin, 29. Sept. Nach einer Meldung des Berliner Lokalanzeigers aus Lugano ist Admiral Cagai in Fiume eingetroffen. Er hatte mit d'Annunzio eine längere Un­terredung, in dec letzterer erklärte: Admiral Cagai ist in Fiume eingetroffen mit dem Auf­trag, den Kommandanten d'Annunzio zu fra­gen, ob er gesonnen ist, mit der Regierung zu verhattdeln. Der Kommandant d'Annunzio hat geantwortet, daß ec die gegenwärtige Re­gierung nicht anerkennt und jede Verhandlung zurückweist.

Fiume, 27. Sept. (WTB.) Südsla­wisches Pressebureau. General C a st e l l i ord­nete die Ablieferung raller Waffen an die Mili­tärbehörden an.

, Das Reichstabinett beschloß, daß in Berück- srchtlgung der Verdienste des Obersten Reinhard von der weiteren Verfolgung dec Angelegenheit druch den Reichswchrminister Abstand zu nehmen ist

ziehungen dort vielleicht mehr aus der öfter» reul^chen Politik gemacht habe, als er hätte machen Men. Aber die Ansicht, er habe den Inten­tionen semer Regierung zuwidirgehande t, sei trtel» l^lcht zu weitgehend, tote übrigens auch di: Be­richte Szögyentzs bezeugten, den B:rchtiotd als oltersuliwach erklärte, dem er aber doch trrtriutc der Berliner Regi:rungsverhältnisse vachruhmt, mW der nur einmal, bei der Ue be r»! 11111 e l u n g desenglischen Vergleichs- Vorschlages wm 25. Juli 1914, ' 1

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Lranksurt a. m. U686

England erkennt Litauens Nnabbängigkeit an.

. Baris, 27. S^pt. Davas. Di? litauische Dele- gatwn bei der Friedenston-ecenz in Paris teilt mit, daß nach einer Erklärung Lord Carsons die britische Regierung die Unabhängigkeit Litauens anerkennt.

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Paris, 27. Sept. (Wolff.) Havas. Le- övre legte der Kammer einen Beschlußantcag vor, der die Regierung ersucht, mit den Ver­tragsstaaten des Versailler Vertrages Be- pcechungen einzuleiten zu dem Zweck, dem O'riedensvertrag anzufügen, der die

I ®mpfieklt J ab Lager , Gießen ^«.Küchengeräte

Wilson hat sich überanstrengt.

A m st e r d a m , 27. Sept. Das Pressebureau Radw meldet aus Annapolis: Wilson brach auf Anordnung seines Arztes wegen nervöser U e b e r a n st r c n g u n g seine Propagandareise ab und keimte nach Washington zurück, wo er am Sonntag eintcifft.

nd Reparil igeln u.Hart* 3äwäff

- ....... uvuuwb yvu.,. Versailles, 28. Sept. (WTB.) Chi-

will Berchtold nur insofern bedingt zulassen, daßlcago Tribüne meldet, daß Lloyd George ?sätr-chki) aus (vrund seines langen Aufe-,ithaltes zur ersten Sitzung des Völkerbundes m Wien, seiner Verwandtschaft und sonstigen Be- nach Washington kommen wffl

3onai)me von Aazetge, f. die 4.aq«nuinihec bid zum Nachmittag vorher ohuejedeVerbmdlichkelt Preis ffle l mm höhe lüt An teigen v.34nmnöreite örtlich 15 Pi., auswärts 18 Pi, für Nell a m e - anzeigen von 70 mm Breite 48 Ps. Bei Platz- vorichrii:20*/.,AuifchlaA, Hauotjchriitleiler: Ang. ^oeg. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigenTclb Dr. Reinhold Zenz; für den Anzetgenlcil: H. Beck-, sämtlich ui ®iegen

- . ~ , - - - -- Entwaffnung

Deutschlands und seiner Verbündeten durch das Verbot der Herstellung gewisser Krjegsartikel und durch Verfügung aller als notwendig erachteten Maßnahmen <ht Wirk­lichkeit durchführt. Der Friedensausschuß be- chloß, dieseri Antrag tzur Beratung zu ftehen und auch die Meinung der Regie^m.g' ein­zuholen. '

So raffiniert aucki alle diese Zenffn-kunststück Kn fern mögen, im Griyrde sind sie herzlichdumm. Einmal wird die Wayri-eit doch an den Tag float« . ,«ur Zeit, als es auch bei uns noch ein, staatlickie Zensur gab, wurde dem österreick<isck>c> xtditer Roda-Roda seine MilitärsatireTer Fell» herrnhügel!" verboten. Auf seine Sefcfjtoert er» niderte der Zensor barsch, und stolz:Solang' ti ..kaiserlich-königliche Zensur gibt, nird Ist Stück über feine unserer Bühnen gehen."Als, dann n ©arten ma lZoolt nv a poar Jverhr!" ent gegnete Rota-Roda gelassen. Alsdann wvav ten ma hoalt nro a poar Ioabr!" so darf sich l-eut, aiich das französische Volk lagen. Und mit ifyn die Bewohner der deutschen Rheinlande.

Vorschüsse für preußische Gemeinden.

B e r l i n, 29. Sept. Wie dieKöln. Ztg." meldet, beantragten in der preußischen Lan­desversammlung die Abgeordneten Heß, Busch und Genossen, den Gemeinden des besetzten Gebietes nun doch endlich ausreichende V o r s ch ü s s e auf die ihnen aus der Be­

setzung entstandenen und fortlaufenden schwe- ren Belastung zukommen zu lassen, damit we- rngstens diese Quelle der Mißstimmung im be- etzten Gebiet unterbunden wird.

_, Zum Schlüsse um eine Erklärung yu der Be- lchiuldigung ersucht, er habe durch die Verwertung eines überhaupt nicket erfolgten serbische Angriff die kaiserliche Zustimmung zur Kriegserklä­rung an Serbien erhalten, ertoiixrte Berch- tolb: Er habe tatsächlich von einem österreichischen Armeekorps die Mitteilimg erhalten, die Serbens hätten angegriffen.^ Diese falsche Stelle im Texte unserer Kriegserklärung ist von mir ausgemerzt norden, nachdem ich informiert war, daß. das ser- bl|che Gefecht nicht stattgejunden hat. Mer die Unterschrift unter die Kriegserklärung hätte ich auch! ohne dieses $efcd;it erholten. Serbiens Wei­gerung, alle löebingungen unserer Rote anzuney- men, hätte genügt.

... P ar i s. 28. Sept. (WTB.) Die Kommission ur den Friedensvertrag besck.loß, Clemencoau eine neue redaktionelle Aenderung, g,:sucht auf die Resoluttvn Lefövre, zu unter Irr riten. Die Kammer ladet die Regierung ein, mit den alliier­ten und assoziierten Mächten in Verbindung zu treten, ob die En t wa f fn nn g D e n t s ch l a n d s

Ein Rechtfertigungsversuch der! Grasen Berchtold.

Cs war anzunehmen, daß Graf Berch told zu den EnthüllunZen aus dem Wiener Staatsarchiv als einer der Hauptbeschuldigten Stellung nehmen würde. Er hat nunmehr dem Vertreter eines Genfer Blattes gegen­über einige Bemerkungen gemacht, die an dem Gesamtbild nicht mehr viel ändern. Be-

Au§ dem besetzten Gebiet.

Französische Zensnrtechnik.

Ter vbcrflächchichp Zeitungsleser im besetzten Webtet merkt rm allgemeinen nichts von der eifri-, gcn Tätigkeit der französischen Zensurltehördc. 92 ti nid,t existierte oder sich b,-soiiderq Zurückhaltung auserlegte, soiideru »veil eben ihq größtes Bestreben darauf gerichtet ist, die Spuren ihrer Tätigkeit bis zur Unkenntlichkeit zu ver- wiichen. So i)t es den rheinischen Blättern streng­stens verboten, die Existenz einer Zensur oder eines amtlichen Pressedienstes überhaupt nur zu ernahnen. Zeniurlücken dürfen in keiner Weise kenntlich sein, weder durchweiße Stellen" noch durch redakttonelle Bemerkungen, mag auch ifr Zusammenhang dadurch aufs grö bl titel entstellt sein. Besonderen Schutz gelvälM der Zen-! wr der Tiorten-Eligue. Hier wendet er alle Mittels »on der sanften Streichung bis zu Verbot, strafting, Verhängiung der Vorzensur an. Er bat , dabn _ctn besonderes pädagogisches System. Manch« * mal streicht er der einen Zeitung, was er anr gleui.en ^ag der anderen erlaubt, so, als roolta er faoen:Wenn du nicht brav bist, kriegst du gestrichen, egal, was!"

Sosarfranzösische Autvren von elirwürdigem' Alter dürfen von rheimscheii Blättern uich un.,»^ straft abgedruckt werden. Höchst amüsaM ist z.A, aus den (Sumrernngcn eines französischen Tipb* waten aus dem Iahrr ,1794 Satze heransgeschnittai zu finden wie:Es fft iinmöglich daß ein Friede« oer Feinde versöhnt, keinen Bruch zwischen Ver­bündeten l^rbeiführt", oder:Befreundete Völker, me vom Gluck bogünstig-t waren, zerfallen bisweilen beim Verteilen der Beute", oder:Das Haupt dav Ju bffchützt, fordert von ihrer Erkenntlil/eil demütigende, empörende Gefälligikeiten", endlich: "Zu 1-eder Nation, die einen Krieg glücklich bt>. en?et bat, herrschst em Bedürfnis nach Ruhe, um luicüer ju Säften zu kommen. Und gerade in dem Augenblick, wo sie anscheinend den Gipfel des Triumphes erreicht hat, könnte man sie vielleti am leichltesten demütigen."

^Ntkiebz- ?l&rietnen

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erstrecke und süc a.le Bachuen im ganzen ver­einigten Königreich sowie Vie elektrischen Bah­nen Gültigkeit habe. Die vereinigte Genossen­schaft der Lokomotivführer und Heizer be­schloß, mit dem Natibnalverband der Eisen- bahner zusMnmenzckgehen. Thomas wurde verständigt, daß die, Genossenschaft bereit sei, wenn nötig., in den'Ausstand zu treten.

Aus den aus London und von den Eisen- bahnktiotenpunkteifin der Provinz vorliegen­den Nachrichten geht hervor, daß die Arbeit allgemein um Mitternacht aufgehört hat.

Amsterdam, 28. Sept. (Wolff.) Ein hiesiges PresKbureau meldet aus London, daß die Zahl £er Ausständigen auf 965 100 ge­schätzt werde. Von amerikanischen und fran­zösischen Arbeitcrkreisen wurde Unterstützung zugesagt.

bJr <3tref? ü b er d aH ganze Landl ten Zeit Beweise für meine Absicht, her Regierung prftTPrfo ir«s uir'X- ---------------- ehrlich dienen zu wollen, erbracht worden sind, habe

ich meine loyale Haltung noch ausdrücklich durch die Verpflichtung bekräftigt, die ich bei meinem Reichswehr auf mich genommen habe. <Daf Gelöbnis, das ich in den nächsten Tagen auf Grund der neuen Verfassung ablegen werde, wird meine Treue i ur Regierung erneut beweisen. Die mir zur Last gelegten Aeuße- nmgen über Mitglieder der Regierung sind, wenn sie gefallen sind, in einer andern Form und in einer immerlnn begreiflichen Erregung seiner Zeit aefallen und waren keineswegs für die Oesfente lichkcit bestimmt. Es hat mir fern gelegen, der periöiilichen Ehre einzelner Regierungsmitgkieder zu naye zu treten.

. Aber nickt mrr auf Verbot und Negation, auch dEe positive Beemftussung sucht die fran» zoiisch.' M ckuarbehorde auf die beuttin Zeitungen zu wirken. Sie werden fortgesetzt mit ZwaiiKZbebi :ragen verleben, deren unveränderter Abdruck Bv. fehl tlt Anfangs konnte man bemerken, wie etn> reine Zeitungen die Einsendung durcki Angabe dep Quelle oder durckj Abdruck im Sprtiaal oder außerledakttoneNen Teil dem Urteil ihrer Sefal kenntlich madxtcit. Heule sck>cmt auch das der», boten, und man erfennt die einaeschimuggelten htel nur noch an ihrer plumpen Tenvemz und ihrem miierabten Deutsch. Wiederholt haben die Zei- umgeil Befehle erhalten, wonach, die amtltin fron, zofistin Beeinfluß sungsartikelungezwungen untei t>en allgemeinen Mitteilungen" erscheinen müssen. Ungezn'ung.m" ist gilt! Sogar die Poopaganba mr denRhin illusträ" und die Gasffpiele der fr anzösischlen Komödianten wird auf diese Weise erpreßt.

Montag, 29. September 19|9

Gletzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

3wMIi.grrun)dru<k u. Serlag: vrSHI'jch- Unio,v!.ch, U. Stein)n.4erei «. Lang-.Schnstleit»«g, Ä,schSft-jt°II- u. önHeret: Schulstr. 7.

Kleidern, ippichen, etc. etc, Schaffungen

ichen

imZeti

en&e war dieRevolution nur eineGe­legenheit zum Stehlen. Tas machte ob anständigen Menschen kopffcheu und jagte sie roiihtr oem alten Regime in die Arme. Lmte, die nie den Mund aufgemacht haben, so lange der Schützen­graben ihnen drohte, haben nach der Revolution in den Fabriken mit ihrem Terrorismus und ter Bergewal kimnig anderer Meinungen die schtimmstcn Sünden der vergangenen Machthabw tau»endfack' übertroffen. Wsm wir durchkomm:n wollen, müssen wir den Mut zur Härte habm wid lieber ein paar tausend Tollkvpfe opfern als ein 60-Millionen-Volk. Im Offizierkorps bleiben m erster Reihe die Heute, die im Januar Für uns gekämpft haben. Sodann die armen Front ofsiziere, die sich im Kriege aus- gezeicknet haben. Wir werden am 1. 1. ein bettel­armes Ofsizierkorps haben, das mit seiner Existenz an bi^ Sicherheit des Landes uni) an die Festig­keit der Regierung gebunden ist. Wo U ebergriffe vorkommen, schaffe ich Dteinetnir. In Ostpreußen habe ich Befehl gegeben, auf bden Mann zu leuern, der nach dem Baltikum hinüber will. Aber mich dort läßt sich der schaudeichaste Knoten nicht mit Gewalt durch-hLusn, fonitent nur mit starter, ruhiger Geduld lösen.

Eine Erklärung des Obersten Reinhnrd.

stimmte neue Tatsack)en gibt er nicht an. Da­gegen stellt er von der damaligen deutschen Regierung fest, sie habe Oesterreich-Ungarn zu verstehen gegeben, daß der Fortbestand des Bündnisses allein von der Wiener Ener­gie abhänge. Man wolle keinen Verbündeten, der sich selbst zum Tode verurteile". Solche utibestimmten Angaben kann man nun glau­ben oder nicht glauben. Herr v. Bethmann- Hollweg und Herr von Jagow waren ihren: ganzen Wesen nach keine Kriegs­hetzer. Wenn es auch möglich ist,

daß gelegentlich einmal von Berlin aus eine Auftnunterung erfolgte, keine zu schwäch­liche Politik Mit reiben, so ist es doch nicht an­gängig, die Tatsache Fu verschleiern, daß in den denkwürdigen Sitzungen des Wiener Kronrates mündige Männer eine Tonart pflegten, die ihnen sicherlich nicht nur von außen her angeblasen worden war. Aber wir wiederholen es: es fehlt noch manches Ma­terial zur endgültigen Beurteilung der gatte seit Sachlage.

Die edlen Franzosen und Belgier bei der Rückkehr unserer Gefangenen.

f' ^7- SeK Heute nachmittag um halb o Uhr kam ein Kriegsgefangenen» trausport vny 1500 Mann aus Marteille ar

getroffen! 'M 1 ?S8M u-Mb w tkkLtr.^

Sin Vertrauensvotum für Koste.

SJerlin, 29. Sept. Unter der Ueberschrift Ernsttmmiges Verttauenspotum für Roske" ichreibt derVorwärts": Tie gestrige Kon­ferenz unse-eer Groß-Berliner Partti- iunktionäre stellt ein besonderes Erngnis in unserer Parteigesckichte dar. Sie hat das V'r- traueitSverhäittns zwischen den Berliner Partft- gewassen und dem Genossen ReickrSw.'brminister N oske, der an exponiertester Stolle steift, neu gekräftigt und mit einem einstimmigen Ver­trauensvotum für Noske geendet. In zweistündiger glänzender Rede frat Rosk: die Prin- zipien seiner Amtsführung targelegt und er hat überzeugt. Tie gan^e Aus'piache betotgte sich auf erfreulicher Höhe imd der Eindruck war allgemein, daß dieses gegjtieitige Sichaus,Prechen von aller­größtem Nutzen geraden ist.

TerBois. Ztg." zufiolse sagte Noske im wesentlichen folgendes: Ter Faft ilteinhard fei für iljn erledigt. Rrnnl-ard habe eine Erklärung ab­gegeben, die er seit langem im Schreibtisch habe, aber auf Wunsch jederzeit veröffentlichen könne. Taraufhin habe das Kftbinett einstimmig beschlos­en, von einer weiteren Verfolgung der Aiigebegen- beit obzuseheu. In vielen Berliner:eversomm» lungen gäben jetzt ehemalige Unorganisierte oen grokcn Don an. Für Hunderte und Tau-

einen Nachtrag

K o w n o, 27. Sept. Aus Anlaß der Anerken- einen! J?1119 J)cc SelbständigkeitLitauens durch «England sand hier.gestern nachmittag 6 Uhr Uelier dte eme große Demonstration statt. Die Menge zog

Grevs erklär e ßtenf § °ii°n baL ^°tcI "Metropole", dem Sitz der eng»

^rn lwbe dln ^est'wreich-Un- li chen Mrsnon, und brachte dieser begeisterte H u l-

aarn i)aoe Den dritten Vorschlag Greys vom bi gu n gen dar Der Ebes der cnalitin Misiinn hiL °o° ^ i7'enLsLr"İch°"s°l°

aLOTMii d r m.T Ä-rSh m,tta-SLln i*n> «enbe Ansprache- Ich bebduere, b°ö ich zu Jhncn toriHte L b Tisch g^hm nicht ans Litauisch reden kann. Es freut mich,

ti Tas^ ^m sosort nach Auft>chun,g Ihnen namens der englischen Regierung zu der

Whnn ä seinerseits sogleich tue I Unabhängigkeit Glück zu wünschen Meine Re-

Ttia ließ gterung wird dafür Sorge trag^ daß die

9en,efe%|0^| .zwischen Polen unb SitiueA so ausfallen, nochmittaa/ ÜJa 31 bu ^auer zufriedensestelll werden. Auch wird

ckutt red ^iTonnen (In I meine Regierung Ihnen finanzielle Hilfe ge» brit dalaiikbin^^^ .w^ft De/ währen. Es liegt an FHnen, Ihre Regierung nach

tcn Budavckt kiner Reise K^»ften in ihren Bestrebungen zu unterstützen.

Mt ^ gaoefen test? W mu& loyal zur Regierung

C-L habe fnfnrf b ^ort' I stellen. Damit muß der Beweis erbracht werden,

(teilet ber fr-«daß Litauen die SellMndigkeit mit Recht ver­soff inan^bürfe Ä ^^-21 Ansprache wurde mit großer Begeiste-

ohne weiteres ItRhrn ni^ I nmg ausgenommen Aus der Menge erscholl der

Run Ml«!

/ taroberatwnen erheblicki eintiäufen und dort um Die Lage tut Valttku«.

iiihfb^,S{-be90nrten ^aben, abbrecken. Bernold Berlin, 27. Sept. (Wolff.) Demnächst Belgrad Hütte besetzt wer-1begibt sich eine gemischte deutsch-alli- sänden (xnewnSS Qt^' ,uuler solchen Um- ierte Kommission nach dem Baltikum, fir ein Mckts um an Qrkmnd Stelle die mit dec Näpmuna

U ( b. t 91 tTer^mV iufamntenSängcnben Fragen ;u klären»,,-, bie

M. prinlich-r Warf bi- finem -wtrgcn Entscheidungen zu treffen Damit bon

Bdji-ebögeriet zu unterbreiten htobei vornherein die Maßiiahmen, die die Kommls- öu 4 Richtern.Oestet-mi-ch-U-ngarn Kindlich gftffmt ^n trifft, , unterstützt werden, ordnete die »wm Zmmerhm habe man angenommen wenn aucfi deuffche Regierung an, daß den Truppenteilen, u m r Vorschlag bereits entspreckien- die den Abmarsch verweigern, die Löhnung ge-

M Vorbehalt, beh auch in bem vom gleichen sperrt wird. Auch sollen die Angehörigen dieser . osterreichisch-ungarischeit Vor- Truppenteile aller Versorgungsansprüche ver- "n Ruftstand toieberfebrt, daß die Opera- lustig gehen.

»on-eik gegen Serbien mertergtrnren. Berchtold bv= 9 3 *

mtet, datz Rußland jemals diesen Vorschlag an- ,nAritAr>

Ü^oamwn habe ober angenommen haben würde, I cn^J,,r^c «ahnstrcik.

b-st Rußland, wie Debrit einwirft, an die Auf- London, 27. Sept. (Wvlff.) Ein Be-te »Dagleit des österreichisch-ungarischen Ver- l amter des Nationalverbandes der Eisenbah- t Moo)ens des territorialen Desinteressements nicht ner teilte dem Reuterschen Bureau mit, daß!

iie Wer^0

GieK'

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geglaubt habe. Auf bie Haltung Tiszas hin- gcioicleii, ber jede Militäraktion gegen Serbien bekämpfte, erwiderte Berchtold: Tisza habe nicht gegen ihn, sondern gegen bie Militärs ge­kämpft, bie, wie in allen Länbern, den Hals nicht hätten voll bekommen können. Meine Aufgabe be­schränkte sich, nackchem die Frage einmal aut» gerollt war, darauf, diese Frage dem Ministerium 511 unterbreiten. Man einigte sich schließlich auf ein Kompromiß, nach welchem Oesterreich-Ungarn auf Annexionen verzichten wollte, abgesehen vonleich­ten Grenzveränderungen", um etliche serbische Ge­biete eventuell anderen Staaten zu geben. (Debrit sagt in einer neuen Zwischenbemerkung: z. B. Ma­zedonien an Bulgarien, wodurch das einmal er» Itrebte Zvel der Sch,vächnng Serirtens ebenfalls erreicht wäre?)

Bern, 28. Sept. (WTB.) Graf Berchtold erklärte in einer Unterredung mit bem Heraus­geber der GenferFeuille", Jean Debrit, er be­trachte sich keineswegs als Hauptschul­digen am Ausbruche des Krieges. Niemand sei fr,ebllebender gewesen als er. Er habe lediglich bie feste U^berzeugiMg gehabt, nach dem noiren rumänischen Erfolge im Balkankrieg und besonders nach der Ermordung des Erzherzog-Thronfolgers von Lvsterreich mit aller Energie handeln zu müssen, um einen Zerfall ber Monarchie im Süben zu verhindern. Uebrigens habe auch ber den t s ch e Verbündete immer geraten, schnell zu handeln, ^ten Interventionen, bie zu einem euro- ZaNchen Kriege führen könnten, zuvor zukommen. Auf eme Zwischenfrage, ob er ttotz bes öster- "-eichischen Rotbuches in Deutschlanb bie treibende prraft zu der Aktion gegen Serbien erblicke, er» fcnlvrte Berchbo.d: Seine Unterredung mit .1 schirsky hätten ihm zu dieser Ueberzeugung gezwungen, die er auch heute noch neben hn^her imd seiner V.-rbü-ndeten durch das Verbot'der Her-

neu Verbündeten, der sich selbst zum T 0 b e b e r u r t e t (e. Auch die Frage, ob Tschtrsch- f 0 immer im Sinne seiner Regierung gebandelt und nicht vielleicht Persönlickpe Pvlitik getrieben hal^,

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