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behördliche Anzeigen.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Mitteldeutsche Technische Industrie Gießen eingetragen: Das seitlicr von dem Kaufmann Karl Heinrich Schütte in Gießen betriebene GeschältMitteldeutsche Technische In­dustrie Gießen" ist mit Akttven und Passiven ab 15. Oktober 1919 aus Fräulein Emilie Christine Eicke in Gießen über gegangen, die eS unter der alten Firma weiterbet reibt.

Gießen, den 19. November 1919. 13330B

_______________L>eisisches Amtsgericht. __________ Kartoffelattsgabe 47. Wochel

Die Wochenkartoffelmarke P der 4 7. Woche wird durch Karl Löbsack, West- Änlage, beliefert. 133846

Die starken tömren bis einschließlich Sonn­abend den 29. November 1919 ein gelüst werden.

Gießen, den 28. November 1919.

Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).

Weil bem nd

cb4rfr1» «?SSat; Sb*'» § r^'Ltz

gleich erachtet werden.

ES wurde gemäß den Vorschlägen der Be­triebsdeputation beschlossen mit der Ausnahme, daß allen schwer tzehsähigen Kriegsverletzten Frei- fahrkarten ausgestellt werden sollen.

Der Fahrpreis für Postunterbeamte wurde mit Rücksicht darauf, daß die Post selbst ben Unterschied Ml tragen hat, von 10 aus 15 Pf. ^^ine längere AuSspracke beschwor die Preis- festsevuirg für Gepäckbeförderung auf der Straßenbahn. Die Betriebsdeputatwn hatte vorgeschlagen, daß nur Gepäckstücke bis zu 25 Klg. Mlgelasfen werden sollten, und zwar mit einer Gebühr von 20 Pf. bis 10 Klg. und darüber 50 Pf.

Die Aussprache drehte sich darum, ob man nach Vorschlag Beckmann (U. S. B.) einen Ein- beitSpreis ein führen und ob man das Gepäck nach Raum oder Gewicht berechnen solle.

Bei der Abstimmung ergab sich, daß von nun ab größere Gepäckstücke ans der Straßen­bahn 50 Pf. Beförderungsgebühr kosten.

Stadw. Kling (D.-N.) reale an, die Platt­formen der Straßenbahn mit Decken oder Glas­abschluß auf einer Seite gegen Zug zu schützen. Ferner brachte er verschiedene Wünsche des Fahr- pcrsonals vor. r ,

Durch vermehrte Aufstellungvon Motoren im lleberurndgebiet müssen die Trans­formatoren ausgewechselt werden. Der Neuanschas- fungSpreis ist um 400 Pro», gestiegen Es wird daher beschlossen die Gebühren für Anschlüsse ent- sprechend den Lätzen der Provinz mit Wirkung ab 1. November zu erhöhen.

Die Aufnahme eine» Kaffendarle- hens bei der Vezirkssparkasse wird be­schlossen, da das Kontokorrent der Stadt bet der Mckuldeutschen JPnSnttxmt aufgebraucht ist und lausende Mitte' durch Ausnahme eine» Darl^ms von 1 OOOOOO Mk. beschafft werden müßen. Der Zmsfuß des Darlehens wird in ösfentticher Sitzung nidjt bekannt gegeben.

Zur Ue ber nah meder Kostender Ge­schäftsführung der Kriegsgeson-

Faberstück:

Los 4 etwa 60 Fstm. Fichtenstämme 1. Kl.

5 50 2.

,, 6 35 3.

Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster Lucas, Wißmar und Hegemeister Saluk, Salz- böden. Verkauf erfolgt nach den hier gültigen all- Banrinen Lwlzveriaussbedingungen. Gebote erbitte getrermt noch Losen für je 1 Fstm. bis spätestens L2. Dezember er. an mich. 133698

Krofdorf, 26. November 1919.

Der Bürgermeister.

Kriegsgefangenen beraten und unterstützen soll, wird von den Stadtv. Fourier (USB.), Sch mahl (T.-.), Weiß (USP) abgelchnt. Für die Bewilligung sprechen die Stadtv. KrauS- müller (T.-Bp.), U r st a d t (Dem.) und Mann (S^.). Maßgebend für die ablehnende Dallung waren die Beoenöen, daß das Reich eine B^- pflichtung von sich auf die Kommunen abwälze uns daß die Krifa von einer städtischen Dienststelle nebenbei versorat werden könne.

Bei der Abstimmung wurden beide Kredite genehmigt.

Die Bestätigung des Lehrers Schäfer aus Alsfeld als Zeichenlehrer bei der höheren Mädchenschule ist vom Landesbildungsamt abgelelmt worden, weil er sich zu spät gemeldet, damals sein Examen noch nicht gemacht habe und

aus nute 2. Hyvotdek zu leihen neinchl. Schr. Ang. u. Q22W1 a. d. Gieß. An». Der leiht aus kurze?,eft gegen gute Bezahl, einen Gasmesicc oder überläßt solchen käuflich? Schr. Angeb. u. 13382 an den Gieß. Äuz.

genenheimkehr stelle find 6000Dtt, 8tof Gewährung eines Zus chusses zu der vom Reiche gewährten Beihilfe für heimkeh­rende Kriegsgefangene 23 000 Wk er­forderlich.

Beig. Rosenberg führte hierzu auS:

Tie Reichsregierung hat außer den seinerzeit der Reick^zentralstelle zur Versümmg gestellten 20 Millionen Mark weitere 150 Millionen Mark

Kaufmann Gvsi-ervwski, stütz. tljooL Kornmann, Postschaffner Schffrfeder: von den Hausbesitzern Rentner Christian Reiber, Rentner Kaspar Mül­ler und Archrtoll Philipp 9M>laus. Die TLtigkeit ist chrenarntlick.

Tie Vorschläge werden angenommen.

Stadtv. Krausmüller (T.-Bp) regt an, im Falle, daß Neuanschaffungen erforderlich sind, jede Schärfe zu vermeiden.

Stadw. Mann (Soz.) gibt $n, daß ein Küchenherd, der früher 30 Mk. kostete, jetzt 720 Mark kostet. In Fällen, wo die Neuanschaffung vom Vermieter nicht getragen werden kann, über­nimmt das Wohnungsamt di.e Kosten, zieht aber einen Teil der Miete ein.

Die Genehmigung aller Mretver- träge durch das Wohnungsamt soll zur besseren Kontrolle beim Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt nachgesucht werden.

Zur Unterbringung von Ernzel- Personen (Studenten) soll dem Wohnungs­amt die Befugnis erteilt werden, bewolMe Räume in Anspruch zu nehmen und die Ausstattung der Räume mit verfügbaren Gegenständen ohne Wäsche gegen angemessene Vergütung zu ver- laTl92iicfe Maßnahme soll, wie der Vorsitzende des Wohnungsamtes Stadtv. Mann erklärt, ver­hindern, daß große Wohnungen an geringköpsige Familien abgegeben werden. Marburg hat durch diese Bestimmung 4000 Personen untergebracht. Mit der steigenden Wohnungsnot würden noch weitere Maßnahmen erforderlich werden. Aus der Liste der Wohnungsuchenden könne man Auswahl treffen, obwohl nicht auf alle Wünsche Rücksicht genommen werden könne.

am AnSsVrM-e tfld> Abstimmung kn die heutige Tagesordnung nicht ausgenommen. Sßie Stadtv. Kiel im Lause der Ausl prache mit- teilt, sind van der Reichswehr 123 Offiziere sonne 223 Unteroffiziere und Mannschaft-en bewaffnet worden. Zur Verteilung gelangten 364 Gewehre und 4 Maschinengewehre. Ferner wurden Feld­küchen unb Kleidung angefordert. Die Interpella­tion wurde abgelehnt, weil sich nxber der Ver­treter des Magistrats noch ein Test der Stadt­verordneten unterrichtet zeigten.

Zwei Baugesuche: Errichtung einer Ein­friedigung am Grundstück Gutenbergstraße (nach­trägliche DLpenSerteilung) und Errichtung eines Schornsteins und einer Jarchezrube uff be.n Grundstück Roo Heimer Strage 56 wurden ge­nehmigt.

Fahrpreiserhöhung drr Strastenbahn.

Die Unkosten der Straßenbahn erfordern eine Erhöhung des Fahrpreises. Die meisten Sttaßen- balymm Deuffchiands haben bereits den 25-Pfennrg- Tarif eingenlhrt. Die Straßenbahndirettion schlug eine Erhöhung des Fahrpreises von 15 auf 20 Pf. und der Rionatskarten von 12 auf 18 Mk vor.

Tie Brtriebscepulation hingegen befürwortet den Falwpreis von 15 aus 20 Pf., den Preis der Rtonatskarten auf 15 Mk. und den von 6 Zahl- marken aus 1 Mk. festzusetzen. Für Jd)roerget)!)tgc Lazarettinfassen soll der Fahrpreis 5 Pf., für schweraehfähige striegsverletzte unter Vorlage einer ärztlichen Bescheirngung die Monatskarte aus 6 Mk. sestaesetzt werden.

Im Lause der Verhandlungen beantragte Stadtv. S ch m a h l (T.-R.) Freisahtt für Schwer- gehsähige, Stadtv. KrauSmüller (D. B), baß Unten die Freisahrkarden durch eine Kommission ausgestellt und daß die Lazarettkvanken und ins Zivüleben Mrückgekehrlen Kriegsbeschädigten

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weil Dm die praktische SörbÜbia» Wfc- DaS Äfra» torium habe im Interesse des Lehrers dem Lan- desbildung-samt erne nochmalige vrerwöchentlrche Ausschreibung der Stelle borge,chlagen.

Stadw. Kling (DN.) lehnt den Vorschlag des Kuratoriums ab, da das Vorgehen des Landes­bildungsamtes einen Eingriff in die Selbstverwal­tung der Stadt bedeute. Stadtv. S ch m a h l (DN.) stimmt ihm bei. _

Im Interesse des Lehrers sprechen tne Stadtv. Ur stadt (Dem.!, Simon (Dem.). Kraus­müller (DV.) und G o e r z (Z.) für den Beschluß des Kurawriums, der auch angenommen stnrd.

FünsSchank- und Ka s fee w irt schäft s- gesuche für Frankfurter Straße 62, Walltor- straße 19, Ludwigstraße 55, Wolfstraße 23, Ga­belsbergerstraße und Etzersttaße 6 werden geneh­migt. da vom stützt. Wohnungsamt kein Einspruch erhoben wurde.

Maßnabmeu gegen die Wohnungsnot.

Zur Errichtung von drei Wohnun­gen im östlichen Flügel des Stallgebäudes in der Lwffcite Lahnstraße 5 werden bee erforderlichm 50 000 Mk. ohne Tebatte einstimmig bewilligt.

Als Beisitzer zum Mieteinigungs- a m t werden vom Dausbesitzerverein und Mieter- Verein je drei Beisitzer in Vorschlag gebracht, iuti> zwar vom Mietervcrein die Stadtv. Rkaier, Sunon, Wenzel, als Beisitzer Eisenbahnasiistent Wittkopp, Geometer Schäfer, Kaufmann Prntl)er. Vvm Laus- desitzerverein als Beisitzer Malernwister Launs- pach, Steinhauermeister Louis Schmidt, Schreinev- meister Karl Hahn; als Stellvertreter Malermeister Ebristop'h ^Schmidt IL, Fabrikant dölbeveisen, Kauf­mann Lours sRins^l. m

Ms Vergütung werden vom Wohnungsamt vorgeschlagen für eine Tättgkeit von 2 Stunden 3 Mk., darüber 6 Mk.

Tie Vorschläge werden genehmigt.

Zur Durchführung der Beschlag- nah mevonWohnungen empfiehlt bte Woh- nung^eputation das Verfahren zu vereinfachen. Gegen die Beschlagnahmeerklärung, die vollstreck-' bar ergangen ist, muß innerhalb drei Tagen Ein­spruch erhoben sem, der durch das Wohimngsmnt und einen Beirat geprüft wick.

Bon den Mietern gehören dem Beirat an:

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bewilligt, um den heimgeflehrten Kriegsgefangenen wirtschaftliche Beihilfe zu gctoöljren und ihnen dadurch die Wiederaufnahme einer geregelten A^ beitstätigkeit zu gewähren. Die Beihilfe wird noch erfolgter Entlassuirg der ehemaligen Kriegsgefan­genen aus bem Heeres- oder Marinedienst aus Grund seiner gegenwärtigen wittsck-aftlichen Not­lage und unter Berücksichtigung der Dauer seiner Gefangensäiast durch die zuständige Kriegsgesange- nenheimkchrstelle veranlass. Es ist stets an dem Gruirdsatze sestzuhalten, daß d« Beihilfe dem heim- geflehrten Kriegsgesangenen die Wiederaufnahme einer geregelten ArbeitstätigAeit ermöglichen soll. Sie soll also möglichst nicht zur Bestreitung der Kosten des Unterhalts, sondern möglid)ft in Form einer zweckdienlichen sachlichen Zuwendung gewährt werden, wie z. B. Beschaffung von Beklerdungs- stücken, fehlenden Qlrb.nt5geraten usw. lieber bte Bewilligung der Beihilfen entscheidet ein ,L)ilfs- a u s s ch u ß". Zuständig ist der .tzilfsausschuß des­jenigen Bezirks, nach dem der stnegsgesangene laut seines Entlassungsscheines entlassen ist. Lilss- ausschüsse sind am Sitze der unteren Verwaltungs- behSrde für ben betreffenden Verwaltungsbezirk zu errichten unb sollen bestehen aus: dem von der unteren Verwaltungsbehörde zu bestellenden Vor­sitzenden, einem Vertreter der sozialen Kriegsbeschä- digtensürsorge, vier ehemaligen Kriegsgefangenen. Die Höhe der ru gewächvenden Beihilfe ist vom militärischen Dienstgrade unabhängig. Die Bei­hilfe soll mindestens 100 Mk. betragen und mög­lichst bis zur Höhe von 300 Mk. aus Reicks Mitteln gewährt werden. Im Falle besonderer Bcdürstigkeft kann sie Vis auf 600 Mk. erhöht werden, wenn wenigstens die Hälfte des 300 Mr. übersteigenden Betrages <ru5 den zur Verfügung gestellten Kommunal- oder sonstigen Mitteln ge­deckt nnrd. Für etwa 250 Gefangene ist beim Reich zunächst eine UeVerweisung von zusammen 62 500 Mk. erbeten. Um in der Lage zu fein, den besonders bedürftigen Heimkehrern eine Beihilfe von über 300 Mk. zuzuwerrden, ist es erfor­derlich, daß von der Stadt ein Krckit äut Ver­fügung gestellt wird, denn dann könnte für jede notrotmbigc von der Stadt gewährte Einzel- zulage brs 150 Mk. vom Reich ein gleich hoher Betrag verlangt werden. Welck-er Bettag für Zu- > lagezwecke benötigt wird, läßt fich noch nicht ab- , sehen: bis jetzt smd von etwa 2 50 Gefange­

nen etwa 70 zurückgekebrt. Von diesen 70 Deim- üehrern haben bereits 40 Heimkehrer Gesuche ge» stellt, es scheinen indessen von ihnen nur die

wenigsten eine erhöhte Zulage zu benötigen.

Einstimmig sprickst man sich für die Betrnl- . ligipig der 23 000 Mk. aus. Der ÄtteÄt für die ftrifa (Kriegsgefangenenheini Lehrstelle), die unab- . hängig vom Durchgangslager ist itnb die nach Gießen zurückkehrenden sowie die durchreisendm

Stadtv. Mlchel (Dem.) aus. Dafür sprechen u. a. die Stadtv. urstadt (Dem.), Simon (Dem.), Meier (U.S.P.) unb Neuenhagen (T.-N.).

Bestimmungen für Mietsverträge. Die Zustimmung, daß eine Zwangsräumung unter­bleiben kann, falls es unmöglich ist, eine andere Wohnung aufzuweisen, ist vom Landes-Arbeits­amt abgelehnt worden. Jnznnschen ist sie aber ür Darmstadt erteilt worden. Im Hinblick auf be- anders dringliche Fälle in Greßen soll das Er- uchen beim Landes-Arbeüsamt telegraphisch wie­derholt werden.

Zur BrotpreiSerhöhnng legt Stadt- amhnaim Dr. Serb die Gründe dar, durch die sie erforderlich ccworden ist. Wir tonnten diese Gründe beim Intrafttrettn der neuen Preise in großen Zügen bereits in unserem Blatte mitteilen.

Zur Festsetzung deö Ortslohnes muß gi'mäß K 143 der Reich-Versicherungsordnung auch die Stadtverordnetenversammlung angeböc* werden. Die Ortslöhne sind vom Versichcrungs- amt für männliche Arbeiter über 21 Jahre vou von 4,50 Mk. aus 6,30 Mk. erhöht worden, für solche von 1621 Jahren von 4 Mk. auf 5,60 Mark, von 1416 Jalfren von 2,50 Mk. aus 3,50 Mk.; für weibliche Arbeiter über 27 Jahre von 3,30 Mk. auf 4,60 Mk., von 1621 Jahren von 2,80 Mk. auf 3,90 Mk., von 1416 Jahren von 1,90 Mk. auf 2,50 Mk. ,

Die Stadtv. Mann (Soz.), Fourier (U. S. P.) und Simon (Dem.) halten diese Sätze, für zu niedrig unb beantragen, daß dies dem Lersichc- rungsamt zur KentniS gevracyt werde. Die$ wird durch Wtimmimg beschlossen

Hiermit ist tzie Tascsortzrruns eriebigL

Stadw. Kling (DN.) fragt an, wann dis Stadt wieder Brennholz verteilen könne. Beigeord- neter Krenzien teilt mit, daß dies vor Mitte nächsten Monats kaum möglich sein werde. Stadtv. Krausmüller (DD.) verlangt, daß die Stadl mehr Volz schlagen lasse. Brigeordn. Krenzien glaubt, daß die Waldbestände der Stadt schon außewrdentlich m Anspruch genommen seien. Stadw. Otter (USP.) glaubt, baß man unter den heutigen Berhältmsien darauf keine Rücksicht nehmen könne.

Stadw. Mann (Soz.) teilt zu den Woh- nungsverhälwissen in Gießen noch mit, daß in entern Falle neun Personen in einem Zimmer schla­fen, das als Küche dient, daß in weiteren Fällen sieben bis acht Personen in einem Zimmer schlafen. Die Widerstände gegen die Maßnahmen des Woh­nungsamtes hätten sich verringert. Die Villa in der Ost-Anlage könne stärker belegt Iverden, auch das Siechenhaus. Stadw. Beckmann (USP.) wendet sich gegen die Möglichkeit, daß in bat näch­sten Tagen mehrere Familien zwangsweise aus- ouartiert würden^ Stadw. & d) m a b l (DN.) stimmt ihm bei und verlangt, daß die STafernen Ix-rangrzogen werden Sodann nimmt er die Ge­richtsvollzieher in Schutz, die bei einer Zwangsans- Qiiartienmg nur aussühvende Beamte seien, ißcigj Krenzien teilt mit, daß in der alten Klinik eine Notbaracke für Exmittierte hergerichtet werde. Auf den Schulböden würden Räume zum Unterstellen der Möbel freigemacht.

Fvcru Stadw. Lorenz (Svz.) wendet ffch gegen die verschlechberte Milchversorgung, die be- sonders für die Säuglinge bedrohlich würde, bte , außerdem seft zwei Monaten feine Butter und feinen Grieß erhalten hätten. Stadtv. Fou- . r ier (USP.) bemerkt, in der Milch verso r.vng könne kaum etwas getan werden, da das Land > nicht liefere. Manckie Dörfer lieferten tm gonzen ' fo viel ab, als zwei Bauern allein kiesern föitnrcn- Llußerdcm sei die Milchversoryungsstelle feit sechs , Wochen verwaist, da die Landes-Milch- und Fett- . ftelle trotz dringlichster Mahnung angeblich noch [ feine Persönlichkeit gefunden habe, bte das Ber- t trauen der Landwirte besitze.

Schluß her Sitzung 3/<9 Uhr.

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