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Jeder GottrSgläubrge habe das R-Er, dm [ Derkehrsveryaiwise erfrrverllchen MaN^Lymen xr. Steuereib ; u verweigern, tu dadurch dir' die Wege zu leiten. Ti: Reserven sind im 5jeu» GolleSgläubigen Lis auf den letzten Pfennig gefaßt bahnwesen längst einge'etzt uno crsckzöpit. Alle zweck- würden, während die Freireligiösen nicht in die dienlichen Maßnahmen werden unverzüglich und Gefahr kämen, wegen Mcürrids gefast zu werden, energisch durchgeführt werden.

deutsche Nationalversammlung.

Berlin, 2d, Oktober.

Arn Master isch Tr ve l

Prä,ident Fei- renba 2> erorrnd die Sitzung um 1 . ll^i.

Bor Cur tritt in die Tagesordnung aedenkt Minister Tr. Zell des schweren Eiscnbahn#Uu# glückö 63m 24. auf dem Bahnhof strnrawitz in LLteilen. Lrrr fcoagen wurden zenrümmen und za^lreicke Reifende gerätn oder verletzt. Ter MI- niuer spcau, zug.ech namm- des preußischen Mi­nisters für cfienL' Arbeiten ben Angchörigen der üiUöUtm und aiLen bei dem Unfall zu scha­den gekommenen Reienden und Bahnbeoienst-nen das tiefiie Mitgefühl der Ei,enbahnverwattung und der Reick Z.ertung ans, TaS HauL hatte sich von den Plätzen erhoben.

Hieraus erfolgt die Fortsetzung der zweitm Beratung des Reich Shans Halts, Rerchseffenvahnni und llntck.svcrkchrsmuiis.rrium,

Neichöverlchisuijuister Dr. Bell:

Ter vollständige Ausbau des neuen Perkehrs- mmisteriumS wird erst in Erscheinung treten, wenn die UeLerleirung der StaatSbahnra auf das Reich erfolgt ist. Bis zum 1, April 1920 wird der Ceschästskreis der Lisenbahnverwaltung ringe» ichräntt fein. Zunächst sind die Lufgaoen des bis- eigen Reichseisenbaynamtes fortzulühren. Lazu aHltt sich die Liquidation der Reick^ci enbahnen in Elsaß-Lothriilgen. Tie wichtigst Aufgabe des Reit^verlchrömrniüerimns ist die Ueberlcitung der Staatöbahnen auf daS Reich. Bei der Besetzung des Ministeriums ist auf die Beteiligung her Län­der weitgehende Rücksicht genommen. Tie Technik wird bei dieser Zusammenseüuna die verdiente Berücksichtigung finden. Auch Nichtakademiker aus oem praktischen Dienst sollen in leitende Stellen befördert werden. Ter Minister wirst alsdann einen kurzen Rückblick auf die Einheitsbestrebun- gen deS deutschen Eisenbahnwesens. Was die Be­teiligung deS Personals an den Arbeiten der 5i)enbaLnvcnualtung anlangt.- fo befiehl die nächste Aufgabe darin, Verhandlungen für Bildung einer Vertretung der Organisationen des gesamten deutschen Eifenbahnpersonals beim Rcichsverkehrs- Ministerium aufzunehmm. Die bisherigen Besprech­ungen haben zu einer erfreulichen Märung geführt. Die konstitutiermde Sitzung soll im Marz Üatt- fiudcn. Dringend reformbedürsiig ist besonders das Werkstätternvefen. Wird diese Mitwirkung in rich­tiger Weise durchgeführt, so wird auch der Geist Der U nauf nebenbei t und Unruhe, der heute im Eisenbahnpersonal steckt, her Erkenntnis von der Notwendig leit der Steigerung der Arbeitsleistung weichen. Hinzu kommt bie besonders wertvolle Mit# iciilung von Technik und Wirtschaft bei der Neu­gestaltung des Verkehrswesens. Besonders soll Be­dacht genommen werden auf eine ständige Verbin­dung mit der Presse. Auf dem Gebiete der Tarif» Politik bezeichnet der Minister die Aussichten als recht trübe. Eine befriedigende Lösung dieser Frage fetzt die Wiederkehr brr Ärbeitswilligkeit und Schaf­fens kraft als notwendige Vorbedingung für Ausbau des Wirtschaftslebens voraus. Auf ban Gebiete der Elektriiierung wird das Ministerium bie Bestre­bungen der beutfd.cn Eifenbahnverwaltungen ztvcck- entfprechend zufamm^nfHließrit. Eine wesentliche Aufgabe wird es fein, eine einheitliche Wasser# strakenpolitik zum Nutze» der Gesamtheit zielb:wußt ourchzuführen. Tie zukünftige Tarifpenüik wird sich mit dem ichwierigeu Problem zu befassen bobm, wie sich die Verhältnisse deS Frachttarifs der Eisui- bahncn und derSchiifabrt zueinander gestalten sol­len. Gemeinschaftliche Arbeit und zielbewußles Zu­sammenwirken zwischen Reich und Länder> die bcfte Gewähr lür eine wirtschaftliche Ausnutzung der Wasserflrsßeu im gemein;amen Interesse ber deutschen Nation bilden. Ter Minister kündigt fodaun einen Gesetzentwurf über das RnchSlust- schdiahrtSamt an. Für das Krastfabrwesen soll lcdiglich^ die Venvaltung der für fiskalische Zweckt entDtlyrltd;. gewordenen Lr.ftwage.i ber Zusuindig- teit bet VnwortungLobteilungen d>s Rcick-sschatz# ministeriumS rcrbleitoi. während das ReichS- verkehrsminaäerium für die Bearbeitung'der samt# lrchen übr gen Aufgaoengebiste » ^änbig fein soll.

Wir niüsscn zu neuen Richtllliicn lür bie Kon- ftiuLton5rragcn, die Beschaffung, Abnahme und Unterhaltung der verschirdeucn Lastwagen kom­men. Zu der VerkehrSnot bemerite der Minister datz dieses Problem vor allem einen hochpoli.ischcn Thar aller habe. Gelingt es nicht, iu kürzester Zeit der weiteten Steigerung ber BerkchrLnot einen Riegel vorzuschieben, so haben wir bestimmt mit dem Zusammenbruch des Lire.chaftslebens und bir Jtrjorgintg bc5 beut;den Volks mit den nouven- DiOltcn Bedarfsarntcln zu rechnen. Das Reichs# kadurctt hat mich beauftragt, gcnieinschaflisch mit bat betreuenden Reichs- und preußischen Ressort# muustern btc zur Durchführung ber Brifcrung ber

Präsident Fehrenbach teilt mit, daß,wenn in diesen Tagen nach Erledigung bei Etats eine Pause eintreten soll, heute bas Verkehrsmimste- runn erledigt werden muß, am Montag und Dienstag ReichSwirlfcha tsm.nistermm, am Mitt- woch von 9 Uhr vormittags ab Leer und Marine, am Donnerstag dritte Lesung des Etats. Vom 18. November an beginnen bann die Beratungen der grocen Steuervorlagen. Der neue Etat wird im neuen Jahr vorge^gt werden.

Aba. Kotzuc kSoz.si: Tie Eisenbahnen be­finden sich in einem trostlosen Zustande. Im Westen zeigt sich eine große Korruption int Eisenbahn­wesen. Ganze 8üjje werden verschoben. Tie Ei en- bahnverwaltmig must von lau männischem Geiste getragen sein. An ber Spitze ber mafchm-ntechni» Ichen Abteilung müssen erste Fachkräfte stehen. Tie BesoldungSresorm muij kommen. Zwangsmaß­nahmen heben die Ar deits Freudigkeit nicht, ioohl aber anständige Bezahlung, Demokratisierung und MitbestimmunAStecht. Bei den Reparaturen ist das Akkordsyftem unmöglich.

Dbg. Schirmer (3eittr. -: Warum benutzen wir zrir Hebung deS Verkehrselends nicht wie in England die Luxusautomob cke, die Berlin und andere Grobstädte oerfläulern? Warum wird nicht W Gunsten der Zufuhr von Lebensmitteln und Kohlen einmal für acht Tage jeder Personen­verkehr eingestellt?

VerkehrSminister Dr. Belt: Tie großen Eikenbahnerverbände sind 511m 27. Oltoder zu einer Besprechung geladen darüber, wittvnt der Kreis der Verbände und Organisationen zu ziehen sei, die bei dem Ministerium vertreten sein lolleu. Tie auS Elsaß-Lothringen vertriebenen Angestell­ten, Beamten und Arbeitsr und deren Familien nerden nicht vergossen n, erben. Ter Fonds der Unterstützungen ist auf 10 Millionen Mark erhöht norden. Im Werkstättenwesen liegt ber Haupt­grund für unsere VerkehrSnot. Von einem wei­teren Angebot von Lokomotiven an uns seitens der Entente ist der Regierung nichts bekannt. Es erscheint auch nicht wahrscheinlich. Bei ber Heran­ziehung aller Verkehrsmittel wird vor dem Luxus nicht sd alt gemacht werden.

Abg. Tr. Zöphel (Dem.): Das BerkehrS- minifterium kann nicht scharf genug an feine prak­tischen Aufgaben Herangehen. Ter finanzielle Aus­gleich zwischen bat Ländern ist scher irrig, aber eS mun doch pcdacht toerbe«, baä sie zu einem ge- meinfamen Unternehmen sich zusammenschließen. Tie wichtig: Fuige des KanalbaueS sollte nicht erst in Preußen, sondern gleich hier beraten werben.

Abg. Dealerk (Dtutschnall.): Die Vcreich­lich ung der Eisenbahn war schon Bismarcks Jdr.'. Jetzt in dieser schlimmen Zeit soll sie G.'stalt atm innen. Nach den großen Leistungen ber Eiseu- r ahnen im Strieae ist eS schmerzlich, daß von dem zersetzenden Einfluß der Revolution auch die Arbeiter- und Beamtenschaft in ihren jünger» Mitgliedern ergriffen wurde. Tie Eisrnbahner müi|\m sich selbst davon befreien. Dem BnkeyrS- minifierium fehlt jede Kraft, sich Geltung zu ver- schaffen. Es ist ein Rahmen ohne Bild, wie es d'.r Minister selbst gesagt yat. An feiner Spitze steht ein Nicktfachmann. Er steht vor einer vollkommen neuen Aufgabe in schwMwr Zeit. Wir -wuseln nicht an seinem guten Willen, aber wir haben feine Zeit zu folchsr Experimentm. Tie Einig­keit -wchckeu Preußen und dem Reich in Eirinbahn- fragen scheint nid>t allzu groß *u sein. Tie ein# gefeßten Ausschüsse sind kalt gestellt und rönnen nicht arbeiten.

Abg. De alert (Deutsch-Natl.) empfichll einen Antrag Arnstadt (Teutsch-Nall.) auf Ein- etzunü eines parlamcntariscl-cn Beirates bei dem Ministerium.

Lerkebrsminister Tr. Bell: Die Vorarbeiten für den Kanal .von Hannover nach Magdeburg find abgefeimten. Tie Opposition des Vorredners war olme jeden positiven Gegenvorschlag. Soll der Fachmann an ber Svitze des Ministeriums denn ein Echenoah-ner, Wasserbauer ober Luftfahrer sein ? Ti- drei Unterftaatöietreiäre sind Fachmänner. Ich habe mich in ten Dienst des Vaterlandes gestellt. Ich habe bei ixm preußischen Eisenba^iunnisler wirksame Unterstichnng gefnudtn. Natürlich muß ich auf bie Berief Lein hrit hinarbeitLn. Bei den g.childeten Ansschüifen ist Preußen h,inrcich:nb ver­treten.

Abg. Deck (Lhtabhji Tie finanzielle 4lus# Nutzung deS ReichSverlehrswesrnS muß für die For­derung kultureller Interessen bienen. Tie Streiks resultieren haupffächlich aus der unwürdigen Be­handlung der Arbeiter. Das mutz anders werden. Tie fdÄien Leistungen ber Weriiwtten berufen auch auf dem Mangel an Werkzeugen und Ma# chinen. Tie Erhöhung Der Fahrpreise ist daS chlechtestc Mittel gegen die BeriehrSnol.

Der Rest des Etats wird hieraus ohne Aus- prack)e erledigt.

Äiontag 1 Uhr: KeichswlrtschastSamt.

Schluß 68/4 Uhr. |

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< Tübingen, 25. Oki. Die Obsternte ist nunmehr überall beendet und ist iu unserem Kreis besser ausgefallen, als man erwartet hatte, vor allem Birnen, aber auch Aepfel haben in einzelnen (De markunaen einen vollen (Ertrag gebracht, besonders reich gesegnet scheint die Gegend umJUler. ft aßt ge­wesen zu sein. Einzelne Apfellläume in Lindheim z. B. brachten eine Rekorderme von 12-15 und noch mehr Zentnern. In 2Illenstadt schätzen Sachkenner den (Er­trag der gesamten Obsternte auf mindestens 750 000 Mark, wenn nicht eine volle Million. Infolge der reichen Ernte konnten alle Haushaltungen jich reich« lich cinbedun, der freie Handel hat, wenn auch die Preise noch hoch waren, doch feine Probe gllnjenb bestanden, es war doch für alle etwas zu haben. Di« Kelterbesitzer machen deshalb gute Geschäfte, auf Wochen hinaus find die Kellern noch bestellt, um ba«

Aus 5ta:t un& Land.

Gießen, den 27. Ott. 1919, De.austaltungen.

ER 0 n t a 9: Stabttheater, Moval. Komödie von Ludwig Thoma. 7 Uhr. Lürcfv^lchaaS, Rauick, nach Strindberg, mit Asta Niel »en. Sckwarz-Weitz-Tl-ea::r, Attrn 115 mit Lotte Neu- atann und LumperimÜtlcrs Lieschen omt .Heüvbi:rs-Romaii.

£tcnf tag: LichtsvielhouS, Die Rache bij Titanen mit Fern Andra,

w So» Äuf6eIb für die Zahlung der Zölle ia Gold ist für die Zeit vom 26. Ottober b.S 1. November auf 520 Ml. vom Hundert fcftgeicät vordon.

** Zigaretten st euer. Im Jnlercsse un­serer zahlrmchrn Leser, bie mit ter Zigaretten steuer unteriiec-.-nben Daren Handel treiben, machen wir an dieser Stelle auf die ettrschnrioenoe Bestimmuag in S 15 des Zigaretten st euergrsetzes be» sonders aurmerkiam. Danach hat, wer iich gewerds- mn^is mit dem Verlaus von Z g'retiui, Zigare t-n# tabitl, Zigaretrenhülseu uiw -Blättchen öefassen will, dies vorher ber Staierbcbötbc an^eigen. Tie Anmeldung hat im Bezirk eines Stcuerontts bei diesem, im übrigen aber munic^lbar bei dem lusiänoi^n Hauptsieueramt zu erfolgen. Tic Beachtung dürfte umsomehr erwroerlich fein, all Ztmck>crl)andlungrn gegen die berafienben gefefr» .ichrn Vorschriften mit besonders hohen Strafen, bis zu 300 Ml. gcahntzet werdcu.

** Ter Verein hessischer [lieferen# bare teilt mit: Am 18. b. Mls. fand zu Frank­furt a. M. eine LollversLmmlunz der hes'.ischen Rc'erendare,statt, die sich neben anderen Standrs- unb Lerufsfragen vor allem mit ber gegenwär­tigen. durch den Lrieg hervorgerufenen Notlage der Referendare, msbesonbere bet Kriegsteilnehmer, b.'lchä'tigte. Nach einstimmigem Beschluß soll bie Gewährung einer laufenden Ausioandsentfchäoi- gung sowie einer Revision der Formen deS As- ief£orcfonwn5 zu Gunsten der Kriegsteilnehmer mit zweckdienlickren Mitteln erstreb: werden.

** Seiber fläbt. Obst- unb Gemüse­stelle kommt von morgen ab Wirsing zum Wrnterbcdarf in arößeten und fleineren Mengen 3nm Berkans. Zwiebeln sind ebensallS wieder rin- getrofsen. Tie Bestellten können abgeholt werden. Rot# und Weißkraut trifft im Lause dieser Woche auch noch ein.

* Tie Deutsche Bolkspartei veian- slaltete am Samstog abend im Saal des Hotels Einhorn" einen Famnienabend, der überaus gut cei'ucht war und einen stimmungsvollen Verlauf nahm. Die vorzüglichrii Darbietungen von Tirettor Tr. Baur und Frau Landgerichtsrat Schudt IGe- Jang), von Frau Prof. Rolofs, Frl. Velke, Frl. Muller und Frl. Krausmüller (Klavier), des conb. Phil. Gräbert (Violine), von Frl. E. Wirth, Frl. Prang, Frl. Hschstetter und stud. Sittig (Rczita^ tiou) wurden von den Zuhörevn mit stürmischem Beirnll ausgenommen. Der Voriitzende, Tr. Krarus- mülLer, tat in einer kurzen Ansprache bie Bedeutung solcher FamilienabcNde vom Stanpuntt der Partet aus bar. Prof. Dr. Biqener wies in einem packen­den Schlußwort auf bie Pflicht eines jeden na# tianalgesinnten Deutschen hin, auch in den Tagen der Not dem schwergeprüften Vaterland di: Treue zu walwen. Ter gemeinsame Gesang des Liedes Teutschland, Icuttolaib über alles" schloß die würdig verlaufene Veranstaltung.

** Tie Gießener Arbeitsschule, di: tätliche Arbeitssmnden für Schüler höherer Lehr- anftalien abhült, hat drei staatlich geprüfte Lehr- fräfte angeftellt und bietet Gelegenheit zur. Bc- aufsiklüiguna der Schularbeiten mit energischer Nachhilfe. Siehe An-cige.

Landkreis Gießen.

ga. Grünberg, 25. Ott. Marie Betz in Newyork, Tochter deS verstorbenen Wühelm Betz, Bäckermeisters aus Grünberg, hat durch daS New- tzorker Bankhaus Zimmerman und Jensbay der Bürgermeisterei Gcünberg 50 Dollars für die armen Kinder überweisen lassen.

** Großen-Linben, 27. Okt. Mor­gen begehen die Eheleute JohS. Sleinnagel unb Frau Marie, geb. Haas, daS Fest dec Sil- bernenHochzeit.

lar: Weiße Riesen: Eieservrris Ludwig MÜL ler-Allondorf uno H. Bepvler. 1. Preis L. ®ünu bel-Tutenhofen. Hildebrandt und H. Müller-L. l.moori: Silber#Kaninchen: Ehrenpreise: L Amend, H. Müller, F. Euler unb Th. HiDelrandt. Mendorf Ph. Z^mmermann-Allendorf, Sieger- tirifc: L. Gümixl-Tutenho^en, H. Binz-Allln# borf, 1. Preise: G. Hofmann-Wiefeck.Ph. Zimmer# moan-Großen-Linden, F. Orser-Auendorf, D.

-Großen-Linoen. F. und G. Llendörser- anb Z Lenzri-Lützellindkn: Schwarz-Loh SiegeroreiS L>. Sommeilod-Großen-Lindm.Ehren­preis Ln^w Licher-Allen-Bu eck, 1. Prelle Sonne- melin: Si.gerp.eis Bh. Zi.nmcrmLnn-Gr..Lui- boin-Heuchel^i.m. L. Müllcr-Allenoors: Herrn- lin: S'.cgervceis Ph. Zimmermakut-Grvßen-Lin. den, Th. Leib-Lcuchell-cun: Blaue Diener: K. Pfrin'er-Dieieck Ehrenpreis: Hafenkanin' <2en: Siegerpreis G. Eiif-Sunn^crg. In Abtei- lung Geflügel eriiieltcii Prci.e: Darbcga-Leich, 3-stern un) PH. 3-mmcrmaun^roücn Linden.

-w. Düngen, 26. Ott Heute vormittag wurde unier neuer evangel. G.'istlicher. Georg g cl, der in ben testen Jahrea in EtiStv LUcU):ii amt.crie, durch Pfarrer Enzel-Obvorn. 1,oicn in feut ncutt» Amt hier eing-führt. Mit b;efcm Amtsantritt war auch das Ernte- bau t idü DcrSaubcn. Nach bu Vorita.ltlltg durch Starrer Engel fangen die Schulkinder einm üim# mmigsvollen Ehor In dem di^t^iu.llen Gottes# laufe hielt nun Pfarrer Göget feine Lntritts- preligi, ber er ^cLteswort: Lulas 12, Ber2 15 bis *22, zu Grunbe gc.egt hatte. Eingangs seiner Rede gedachte er seines oersrorbenen Vorgängers und in bie Freube ber Gemeinde wieder euren Seelsorger zu haben, mischte sich gewiß auch b:i vielen eine stille Wehmut im Gttxuiken an den im Frühjahr b. IS. ben Folgen einer Operation crUamen Kirchenrat Hainer, d:r 35 Jahre lang segensreich in unserer Lenrnnbe gewirkt hatte, eteit dem Tobe dieses um unsere Geonürde hoch­verdienten Mann«- wuttxm die Amtsbandlungm unb GatteSdiens-e hier abwechselnd von bm Geist­lichen 5ct umliegenden Orbe vttsehen

n. Lollar, 26. Ott. Vor einem Vierteljahre wurde hier ein DauSbefiser-Berein ge# gründet. Er bereitete kürzlich die Mieter durch cor schreiben auf eine bevontchcnde allgemeine Mict- steigerung vor. Die an sich für dörfliche verhältnisie schon hohen Mietpreise würden dadurch weit über das nach dem MieterfchuvAeietz ydänige t'Raß er- höht werden. Um dem mirficm begegnm ju können, schlossen sich am 19. Oktober die hiesigen Mieter zu einem Mieter schn-verein sujammen. In der geltern abend im Saale berGermania" ver­anstalteten ersten Miigliederocrjammlung wurden nach einer Aussprache über Zweck und Ziel bet Vereins die Satzungen beraten. Es liegt un Interesse jedes hiesigen Mieters, dem Miclerschutz. verein anzugehörtti. Alle dis ^unt 15. November dieses Jahres eintretenden Mttglicder sind vom Eintttttögeld (1 Mk.) entbunden Heme oormit- tag taub im Gasthaus aut Linde eine Besprechung zur Gründung eines allgemeinen ft 0 n 1 u m n c t» - eins statt. Als Redner war ein Herr dcS Uonfum- vereins Gießen unb Umgegend crfanaicn. Es be­acht Vie Absicht, ben neu zu gründenden Bereu dem Gießener ftonfiunoercui anzuglicdcrn.

Kreis Büdingru.

Neue Quelle» in CelterS.

V SelterS. 25. Olt. Die Gewerkschaft Selters, die btfanntlid) in letzter Zeit mit großem Nachdiitch den Aufschluß unb die Nutz­barmachung der vor Jahren hier erbobrttn Heil Quelle betreibt, ließ in ben letzten Tagen durch ben bekannten Wünschelrutengänger. Gutsbesitzer v. Gräfe, die hiesige Gemar- hing nach neuen Quellen absuchen. Es wurde sestaestellt, baß noch eine größere Anzahl, mev'r Salzquellen, vorhanden sind, die aber alle zu einem einzigen großen Quttlenstrang gehören ollen. Jnterefiant und sehr vielversprechend war die Feststellung des Rutengängers, baß bie z. Z. crboljrtc Quelle einipe Meter neben bem Haupt irang liegt, baß also bie demnächst einsetzenden Bohrungen vorauSfichllich noch cüic Diti beben- teiwece Quelle zutage fördern locroen. Auch eine Brunneittvasserquellc, die sehr stark fein fall, wurde für Moltereidejitzer Fischer teftgcitcUt.

± Großrn-Linbcu, 26. Ott. Seine 13. Verbands-AuSltellung veranstalletc heute in hie­siger Tumlxille der Mitteldeutsche ftaninchen- Zuchtverband. Unter beti zahlreichen Preis­richtern befanden sich die Gemeinde Großen-Linden, der Bauernvereür, bie beiden Gesangocreine, bie Verbandsvereine Wieseck, Mendorf, Dorlar, Du­tenhofen, Steinberg, Leihgestern und Heuck-etheim. Unter ben 315 Stummem befanden «ich wahre Prachtercnullave der Kleintierzucht, so daß die Preisrichter Ebert-Gelnhausen unb Rübsamcn-Gn- Ben eine schwere Auf-abe hatten, um von Züchtern gerecht zu werden. Von den zahlreichen Pcciien leien hier, mir ixe höchsten envöchnt: Deutsche Riesenfchecken: Ehrenpreis -^chttUvslug-Dor- ] Wochen himutr find

gemessen besetzt. Jeder einzelne holte aus seiner Rolle heraus, was in seinen Kräften stand. Rudolf Goll, ber mit jedem Worte einen Lackerfolg zu vcrzeichncn b-llle, gab den gut srankfurterisch geblie­benen Amiel, SLoIf Tele ben enc^isch gesteiften Nathan, Richard Hellborn den i.aäcnjcf) ver- süßlichtcn Earl, Franz Braun daS etwas auS der An geratene, ft lüft in Paris von beut.cfxn Schn- fücksten verlockte Zatt'ble und Karl Volck ben Be.riebsamstcn von allen, den Wiener Ho^bankier Salomon. DaS Quimett roar sehr gut auseinander abpeilimmL Sehr ansprechend wußte Oökar Fei- q e l den Herzog Guitav zu chara'L.erisieren. In Nebenrollen warm nod> beschäftigt: Kuno Erich Weber, Ha»is Heinz Hcreö, Wilhelm Koch, DerinolUi Stichel und Heinrich B e ch st e i n.

Die attc Fran Gudu.a hätte etn?as älter ge­geben roerden. dürfen. Sonst war sie durchaus glaub.ttti, die be: allen Gciolgm und (rijvungcn iln;t5 -soyiieS cm,ad) gcblieLenc Frau, deren natur» UcheS irmp^i.iden iclbg für die fünf WeltvanlierS arn-ick.aggcbend ist. Auguste MarckS wird lüt

Bu./ne immer wertvoller. Vi.fel Winner al» ----alcmonS Tochter gav sich redlich Müi-c, hat avcr an natürlichem Spiel noch mancherlei zu.ertverbeu. »dbegarb Imhof wahrt?in der kleuien Rolle dec Prcnzeiiin imtatK'hge Haltung. Weitere A-orrrrol en verim/en mit be.anderer An- erfeunung Hstoc^a.d Schuft Herr alj attc HauS- Vältciui, ...a.gar.re Wernicke, Lllsy Spren­ger und Vera Bond zier. u

Frai.kfuricr Uraufführung.

Frankiurt, 23. Cf; Bei der Uraufführung bcS*> » d 0 5 D c u- 5 c i 1 h-r beiden

Giehener Stadttheatep.

Die fünf ßrattffurtcr.

Lustspiel von Carl Rößler.

Gießen, 26. Ott. 19.

Dies ist daS Erauicklichste an diesem Lustspiel, bab Vie ganze, kallyerzlge Verquickung von Finan;- operatton und LeiuttS.vttulatiou von bem geraden Qtefuljl cuic5 langen Wiäod>mi über ben kaufen flttooriat wirb uno bah dies ohne Leniimmlalität (tpidneK Guu derartige Aruvaiidlung läge auch Carl Römer ckölltg fern, beim als kühlem, berech- nrnbcm Theater mann steht er bat Puppen seines Stückes einer wie bet anb.ra innerlich s.emp und ohne Anteilnahme gegenübn. Das eruiögiichte eS chm, daS Mllicu ber Judengaife und die in ver- schiedettcn Graden nxltmänuiid) gavorbaten fünf Trank,ur.cr ÜlothschUd» mit bie,er feinen Edaral» Utiflif zu lhp.ficreii und di.lereuLiercn, ohne baß bcr seml.iiche ^rnichlag ver^tzendut Ueig-jdjßnad «bld.c. Das Lustspiel wird nttgcnoivo zur Satire.

Das Stück bietet der Spielleitung manche Ichöne Ausgabe, vornehmlich im zw.i en Aufzuge, wo bte Lciüen sich fwnucn Selten cinanoer y nayevt werden fjl cn. Tai GriippLnspiel der fünf biüniiurti-r >ür sich g.iu-inmeii, will schon wir- lung^voU cm,.u.-.ert «ein. Alan muß s.:gm, daß OS.ac n-cigcl. der bai Spiel jühc.e. im wouig ltüg.iu;leiLn en.ge.KH ließ uno ich be.t Nianchmal lchwier.gm x-t.u^.Lnen ourchaiQ> g.tsachfcn »cig»c.

-eon ben Turnei lern ,mnb criSmal varrn VLl i>Cr 2L£jaiD0<lf *X3 Fur,cen von odcuau. _Cm -lli,treten im dn.lcn .luizng .wc/.t b_-5 fe.n,.c Zpicl ikü ganzen .UmiivjJ. il tuii| buimiuttct jelost wann an-

Leipziger Autoren Hans Reimann unb Hans Natonek wäre tS> im Frankiurter 9tcuen Theater beinahe zu einem fLeinen SLandal gekommen: So wibersprachen sich die MeütungLN deS Publikums, daß die amvcsend-en und vor die Rampe getretenen Verfasser Beifall unb Zisch-, unb Pseiflone zu­gleich hören ließ. In Wirklichkeit verdient bad Siück solch lebhafte Teilnahme weder nach der bejahenden noch Dec ablehnenden Seite. Zunächst steht eS (imVorspiel"» nach reiner GroteSksatire aus, wie man Vie auch von Hans Reimann, dessen Huuwr im allgemeinen ätzend und zersetzend ist, aber der Wärme nmangelt, am ehesten erwar­tet. Das Leben der lleinbürgerlichen Phstistcr- roclt wird, kurz um rissen, ganz nett und in satten Farben geschildert, und hier, nne in der ersten größeren Hälfte von Bild 1, scheint Alles am 5Q?nurd)eii zu gehen unb bcr wackerc übergute S aridesbeantte die Braut hcimsüh-en zu Lmiun. Tte Hemmung, unb ein neues üi.muu der Hand­lung, das tragikomische, setzt erst ein, als beim Hoa;-ei.Smahl (oaS übrigens schon anb:re ähnlich scfehen und nnubergcgibcn haben) ein Glückwunsch# lelcgramm von ftctcb Siäyriger Tochter kommt. Hugo I)ält Staub vor dr:ser Prünng und über­windet durch das große, an« Sentimcntal-lln- wirkliche fnetfenoc UeLermae seiner Güte daS Mißgeschick unb die ttmtäuidj^ng. Er holt daS llino betori uns leg: es in DaJ hochzeittiche Bett. Ter 9ieit die Awwren l/aben keinen gnädig verhüllenden Nebel v»r^ezog.n sei Schneigen. ist den deck)en Anarren nicht reckst gelungen, ck4 der Sa.'.re uno dem Tragifumiia.cn ein ein­heitliches G'-ostoe ecu.bea zu lasien. Man wi.d i-cimegr Vor.piri uno h.guincno-- Oanolung iliD

die späteren Teile a.5 getrennte Welten cmv.uibcn. Die hübschen Emjalle aper, die zuerst ergohten, werden üu Vcrlaui des Slltckes seltner unb schwä­chen durch stete Wieoerholuug ihre Wirkung ab.

Die Aufführung, von Mar Reimattu gclcüet, Soor allem imeocr Dun Waltburg Gelegen# , eine seiner warmblütig gestalteten Sonbcr# jßiiguren mit dem guten Herzen zu zeichnen, uns konnte auch sonst bciriebigcn. tt

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Hermann llnispcl f.

Darmstadt, 20. Ott. Tireknon-rat Her^ mann K'nispel, einer der bcfanntjica uni älteste» Mitglieder bei früh.r.n T^ruistäo.er Hof- tlcatcri, ist heu.e nachmutag Li Darmstadt un Al.cr von nahezu 65 Jahren infolge Herzschlagei geftorben.

ftniipel ist am 26. Tezember 1856 zu OormS als Sohn eines Obersten geboren. Nach einem kurzen Engagement in Hanau tarn er 1875 an bie Tarmstedter Hoibühnr, wo er bi5 zuletzt noch tätig war. Ali artistischer Sekr.tär bei Hoflhea- ter» batte er einen großen Emiluh auf die fünfte lerifdje Leitung ber Darmstadter Bühne. 9ieoer seiner schauspiclerffchen.igttit betätigte siL ftrnspel auch aui li.ecacichcm Gebiete. Er schrieb u. a. eine Geschick e tc* Larm,tabter Ho t.-caterk von 18101890 uno andere UKoLcdnüorifdy Arbeiten.

Wien, 26. Ott. (Wolff.) Tirettor Hein vom Burgtheater üo>.rreicktt H ute ferne T e m i f f i hii. Er wlll sich von nun an nur iu>4> auf bi# schau p.eleli.cye Au.gäbe bechrunll«.

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