Einzelbild herunterladen

4

W1

2

gUtfggrten.

Luö

(Frie-b.

WM

EntzOckendi

ifehlungei

fingeironett

<

f

n

T

s n

fr e 3

sgnak weifen

nwibsn b Pu tz -

I i f

Samstag, 31.M

In liscbi

Kreis ftriföbirfl.

. Butzbach, 26 M-ai. GisternnachmiU \ Uhr fand auf dem hiesigen Marktplätze eine grotz

510^225

fljtr hab«

fittrt w® unb

geb.

ArrZ Stadt und Land.

Gicb.cn, 27. Mai 1919.

Gießen wird großstädtisch

(Sme rrcitr Pvli^eivervrdnung für Giertzen vom 19. Mai besagt:

Es isr verboten: 1. Blumenstöcke, Blumenbretter und andere Gesnrsüärrdc auf Büllvaen, vor Fenstern ustv. ohne AMlg^nde Be- estigung auftustetlen, so daß burri), ha» Sterftfr-

schinen- inier-Oeh priemen ÄlHw

öffnete dieselbe mit einer Ansprache. Der von dem Vereinstechniker, Obstbauinspektor Metternich vorgetragene Geschäftsbericht zeigte ein Bild glänynbct Entwicklung (1913: 1633, 1919: 1840 Milglieder) und riesenhafter Arbeitsleistung des Vereins aus allen Gebieten der KriegSfürsorge, die nel^en der eifrigen Mitarbeit der Angestellten, her Mil glieder und besonders der Obmänner nur mög­lich mürbe durch die aufopfernde und aufreibende Tätig leit des Geschäftsführers und durch die selbst­lose Unterstützung des stellv. Vorsitzenden, Kom> merzienrat C l o o s - Gieben. Die Versammlung t «lauste diele Tätigkeit gegenüber allen ungerecht-

allen ober Um schien P ^^-cn btfctei>-i<at können; 2. Teppiche, .Betten, w . r ,e tücher uftv. ans den 'Fensbern hevmrs /nif die Strabe <rns-uschütteln, so daß Per-sorren belästige ober verunreinig »verden können. Tic Schutzmann-

nachmittag fand nach 5 Jahren zum erstenmal und zwar im Weitzelschen Saal unter dem Bor> [i y von Kreisdirektor Geh. Rat Boeckmann Büdingen, die Hauptversammlung de Obst- und Gartenbauvereins für de Kreis Büdingen statt. Der Vorsitzende er

fo,9e|

uh«'1««

KM

** Aus dem Militärwochenblatt Auf ihr Gesuch wurden zu den Res.-Offi-ieren der betreffenden Regimenter übergeführt: die Leut­nants: Bro mm im Inf.-Regt. 87 unter Ver- leiljung eines Patents seines Dienstgrades vom 8. Januar 1918, Hehner, Rittershausen im Ins.-Regt. 88; dem letzteren ist ein Patent seines Dienstgrades vom 31. August 1918 ver­liehen, Frhr. v. u. r u E g l o f f st e i n im Feld- artillerie-Negt. .25 M o e l l e r im Feldart.-Negt. 61 M ü l l e r im Fußart-Regt. 3, unter Ver­leihung eines Patents feines Dienstgrades vom 28. Juni 1918. In das Reserveverhältnis über­geführt-: die Fähnriche: Grüters im Jnf.-Regt. 81, Winkelmann im Inf. Regt. 87, Scriba, S t i m b e r t im Fußart.-Regt. 3. Weichei, Oberstlt. im Feldart.-Regt. 61, mit der gesetzl. Pension zur Disposition gestellt und zum Vor­stand des Art.-Dep. in Karlsruhe ernannt.

** In der städtischen Gemüse- verkanfsstelle (Marktlaubon) sind heute wieder grossere Sendungen Blumenkohl, Rha­barber, Spargel und andere Gemüse ein» getroffen. Ferner kommen noch Apfelsirren, Zitronen und Dörrobst morgen von 8 bis 12 und von 2 bis 6 llhr zum Verlaus.

* Oberhessischer Kunst!

Die in Aussicht gestellten Gemälde von Rob. Curry (München) sind nunmehr einge- troffen und zur Ausstellung gelangt. Die Ausstellung ist morgen Mittwoch von 11 bis

öffentliche Kundgebung gegen den iini : angcdrohtcn Gcwaltfrieden statt. Die Rede hich Professor Dr. S ch i a u von Gießen, woraus iwb teilende Entschließung an den Ministerpraij, I deuten der Republik Deutschland angenomr a » wurde:Viele Hunderte auf dem Marktplatz y . Butzbach versammelte Frauen, Männer von j bad) und Umgebung fordern nachdrücklichst eines , Rechts- und VerständigungSfrieden auf Grnnd ba 14 Wilsonschen Punkte und erheben entschieden!, Widerspruch gegen den an Deutschland veriudjiti I Betrug, wie er in den Friedensbedingungen zu» I Ausdruck kommt, in denen von den 14 Punliq I Wilsons keine Rede mehr ist; diesen Frieden an*,| nehmen, heißt das Tvd-eSurteil des politischen, na* I tionalen unb wirtschaftlichen Lebens in Deutel land unterschreiben uuo heißt günzlich uncrr-il!« I bare Verpflichtungen übernehmen, was ehrlch | Deutsche nicht zu tun vermögen.

Starkenburg und Rheinhessen.

vnt. Darmstadt, 26. Mai. Im Pfunz» | labtet Wald, in der Nähe des Darmst<id!« j Wasserwerkes, ist gestern aus bisher unausgeklac^I Weise ein großer Brand ausgebroä-en, ba| nach den bisherigen Feststellungen etwa 15YM Quadratmeter Kirfer nbestand und über 200 MetM geschlagenes versteigerungsfertiges tzohz in AM verwandelte,, obwohl die Feuerwehren aus EbM stadt und Pfungstadt, Griesheim usw. versucht« des Feuers Herr zu werden. 3

wv. N ieder-Jngelheim, 24. Mai. M dem hiesigen Obstmarkt kostete am 16. Mai bifl Pfund Spargel 1. Sorte 8085 Pf., 2. SM 4045 Pf., Rl-abacher 2223 Pf., am 17. MW kostete Spargel 1. Sorte 6080 Pf., 2. SM 3040 Pf., am 18. Mai Spargel 1. Sorte iil bis 80 Pf., 2. Sorte 40 Pf.

dt. Von der Bergstraße, 26. Mai. Äk günstiger Witterung dürfte es in zwei bis dM W-ochcn die ersten reifen Kirschen geben. To Ernte wird sehr gering ausfallen, weil die BlütrK unter dem Frost stark gelitten hatten. Auch Apn-t kosen, Psirsiti)e und Johannisbeeren, sonne l« Birnen sind zum großen Teil in der Blüte er*), froren. Einen sehr guten Fruchtansatz weifen gegen die Zwetsck)enbäume auf, ba diese erst M zur Blüte kamen.

Kreis Wetzlar.

Dynamitattknlat auf einen Bürgermeister. | dz. Oberscheld, 27. Mai. Sonntag nait I gegen 1 Uhr wurde auf Bürgermeister $) c uftHi ein Dynamit-Attentat verübt. In et« V/2 Meter Entfermmg vom Wohnhause, in « Nähe des Schlafzimmers, wurden, nach der SlfiiÄ der Explosion zu urteilen, wenigstens 2 tfilM gramm Dynamit zur Explosion gebracht. 8ufl Glück wurde, da infolge des Zauns der Sprrnz»' stoff nickst näher an das Haus gebracht rotrbtn konnte, nur bedeutender Sachschaden angerich'.it.II Es unterliegt derDill-Ztg.' zufolge fyintai|| Zweifel, daß es auf das Leben des Bürgermei!Mi l abgesehen war, dem offenbar die Fortfühmg^ seines Amtes verleidet werden soll.

Hessen-Nassau.

Magistrat und Handelskammer gegen « Daucrbefctzimg des Mainzer BrücketlkopM

mr. Frankfurt a. M., 25. Mai. Folgen«! dringendes Telegramm wurde vom Magistrat iw der ^Handelskammer an das Auswärtige Amt W Berlin gerichtet:Tie beabsichtigte DauerbesetziaV des Mainzer Brückenkopfes und die vorbehalM Zollgrenze für das besetzte Gebiet bedrohen unitrel Stadt mit dem Ruin, da sie mit ihrem üxmitUI mit ihrer Industrie, wie mir ihren VerktbM bezichungen in dem rheiumainischen WirtschaÄU gebiet frstgewurzclt ist. Mit einem Friede». « die dauernde Besetzung des Brückenkopfes IliaiW vorsieht, können wir deshalb niemals cinverswuM sein."

mr. Frankfurt a. M., 26. Mai. OiE 1919 waren an sämtlichen Fran kfurter SchW l cn 60525 Schüler torfeanben, 75 weniger nfl im Vorjahre. Die Doiksschnlen besuchen 40SM die Mittelschulen 10 724 und die höheren 5c'« 8977 Schüler. Jnft>lg>e der Unterernähruilq W Einher, die die Leisttrn^ssühigkeit beträchM schnackst, sollen .die Pfingsv- und Herbstferietl «=] Längst Herben.

mr. Frankfurta. M., 26. Mai. TieechW Erdbeeren wurden hier aus dem Markte mit kW bis 26 ML. das Pfund bezahlt.

Aus dem besetzten Rheingebiet.

ttt. Höchst a. M., 26. Mai. Der spediteur Corcilms war wegen EinschmutV gelns von Waren ins unbesetzte Gebiet M 2500 Mk. Geldstrafe und 15 Tagen Gefängnis EW > straft worden. Trotzdem hat er wieder s?sHrHW gelt. Jetzt hat ihn die französische Behörde <u, dem besetzten Gebiet ausgewiesen.

= Mainz, 26. Mai. Wie GeneralsekrM Fecht-Fvanlfurt a. M ans euer VirsanmiM des Bür'gerausschusses in Frankfurt mit ei.tr, W sinden sich in den hiesigen Krankenhäusern cl*W , 500 gcschlechts kranke Mainzer v^kV germadchen, die durch Umgang mit sccitM sischen Soldaten infiziert worden sind.

iN^ni

kefl

Mm *"

Br?

i

gen Laboratorien ®nnen ohne Gas keine experimentellem Dorsührungen vornehmen, wocarrch die Studenten in ihrem Studium erheblich ge- schwigt werden. Wie die Kliniken leiden auch die Privatärzte und Zahnärzte unter der Unmöglichkeit, während ihrer Hauptsprechstunden die Jnstrumtmte abtod)enju können.

Das ist mir eine Seite der Notlage. Wir haben aber auch eine große Zahl von Ge­werbetreibenden, die Gasnwtoren be­sitzen, und Handwerkern, wie Schneider und Spengler, die zum Bügeln und Löten auf Gas angewiesen find. Sprechen wir auch im eigenen Interesse: DerGießener Anzeiger" be­darf eines erheblichen Gasdruckes, um das Blei der Setzmaschinen flüssig zu erhalten. Diese Ma- djinen stelrcn während der Gassperre still und die ganze Herstellung des Textteiles wird unter größten technischen Schwierigieiten auf die wenigen Morgenstunden zusammengedräugt, in denen Gas­druck vorhanden ist.

Muß noch daran erinnert werden, daß bei der geringen Koblenzufuhr nach Gießen sogar die Gefahr bes;«nd, daß dtis Sßajfcrto-err zmn Er- lieK-m tarn ? Heute liegt derSchlacht hof po gut wie fest Der Reichskohlonkornmii)ur wird uns aber unsere Fleischrcierven nicht ersetzen, nxrttn sie DerborKn sind. Wir sind jetzt monatelang hin- gehalten worden Wir können uns mit einem leeren Versprechen nicht mehr abfinden lassen.

Seit wie langer Zeit gibt es in Götzen nackts keine Straßen beleuchtung mehr? Wenn allnächtlich Einbrüche unb Dieb- tähle verübt werden, so ist den Spitzbuben durch die äg.)ptisckpe F-itisvernis das 5?«nttr»erk derart er» leichtett, daß mxm ihr zum gwßen Teil die Ver­antwortung geben darf. Es muß rlfb und) im Namen der öffentlichen Sicherheit eine hinreichende KvAenzusichr bringcatb gefordert werden.

Henn es dem Direktor unseres Gaswerks, wie es den Anschein hat, nicht gelingt, beim Reichs- kolilenkommifsar das erforderliche Quantum durch- zudrücken, so muh sich die Stadtverordnetenver­sammlung mit dieser Frage beschästigrn und nötigenfalls die Bürger- und Studentenschaft ihre Zuflucht zu mawitbaftcm Pro teste mchmen. Es f®H b»ti) Fälle grben, in bmen Pvotes« nicht un­gehört verhallt sind.

Wann wird die Garsperre aufgehoben?

tl. Gießen, 27. Mai.

Wiederum geht uns einEingesandt" zu, in tbem sich eine Hausfrau darüber beklagt, daß der iGasdruck um 12 Uhr mittags vermindert wird, tzu einer Zeit, wo die meisten Haushaltungen am ttolroenbigTtcn Gas gebrauchen. Die Kruder fommen «st um 1 Uhr aus der Schule, viele Beamte um 1 Uhr ober noch später aus dem Dienst. Will die Hausfrau das Elsen morgens ankochen, um es in Vie Kochkiste zu stellen, so versagt auch hierzu der iGasdruck Er ist so gering, daß das mühevoll be­schaffte Essen zur Halste verdirbt. Kohlen zum stellen aber nicht zur Verfügung und Holz ist teuer und brennt schlecht wegen seiner Feuch­tigkeit. Kein Wunder daher, daß die Hausfrauen sich zusammentun und ihre volle Gasflamme tDenigften-3 in der Zeit von 7 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags verlangen. In Fvank^urt hat es die protestierende Bürgerschaft erreicht, daß die Gassperre wieder völlig ausgehoben wurde. Warum sollte das nicht auch für Gießelt burdjp Ml'etzen fein?

Wir sind beim Direktor des Gaswerks vor- ftellig geworren unb haben die Wünsche der Bür- aerschaft nach Aulhebimg der Gassperre vertreten. Was wir dort zur Antwort erhielten, toar ein leeres Versprechen, denn für die Verwirllichung ist imr der Reick>slohlenkommissar zuständig. Aber der sitzt in Berlin unb scheint von unseren Gießener Nöten wenig Almung zu l-aben ober ihnen ferne Beachtung zu schenken. Die uns gesagt wurde, gestatteil es die Kohlcnzufulwrn leider nicht, dic Gar-sverre aufzuheben, es ist aber A ns- sicht vorhanden, daß sie noch vor Pfingsten aufgehoben oder wenigstens gemildert wird.

Beschwerden über die ungünstige Lage der Sperrstuilben lausen auch beim Gaswerk ständig ein. Die Beschwerdeführer möchten aber die Sperr­stunden jeder narb seinem besonderen Wunsche attber» geregelt haben. Würde das Gaswerk all diesen Wünsck)en Rechnung tragen, so bliebe von der Sperrzeit nichts übrig. Eine Aenderung der Sperrzeilen kann aber im Interesse der Gelchästs- leutc, die das Gas in den Vormittagsstunden dringend benöligen, nicht vorgenommen werden.

Eil« Aendemug ober Verminderung der Sperrstunden wäre nur halbe Hilfe. Es muß unicr allen Umständen dafür gesorgt werden, daß die Sperre g a n z f a l l t. Gießen als Universitäts­stadt [aim das vor a len Dingen verlangen. Es hat seine große Zahl von Kliniken^in denen die Acrzte üjre Instrumente in der Sperrzeit nicht mehr abtochen mtö steril machen können. Was das beb.Uict, wir» auch dem Laien ohne weiteres jtlac ieui. Die chemischen, physikalischen unb sonill-

= Mainz, 26. Mai. Nach Mitteilun-M französischen Besatzungsbehörden sollen lei Auslieferung der deutschen Kriegsgefangener. I Gefangenen, die im besetzten Gebiet wohn.'N, sondere Erleichterungen unb Vorrechte vor \» anderen deutschen Brüdern zugestanden wert' Die Angehörigen von Kriegsgefangenen baten Personalien dieser bis zum 5. Juni den Lno der französischen Militärs erwaltung zu u Mitteln. .

mr. Mainr, 26. Mai. D« fnanrösische »n mandobchörde läßt zur Zeit die RI-eiubriiÄ i die Bögen mit Glühlampen verseheir, da bet Jri densschluß eine große I l lum ina t ron. Rheinusers vorgesehen ist. .

-- Dietz a. L., 26. Mai. Das Krtegsgr^ der 10. französischen Armee verurteilte wegen n Wendung gefälschter Reiseausweiie. August Socpen zu 8Monaten Gefängns > 500 Frcs. Geldstrafe unb den Leo Schworj 2 Monaten Gefängnis und 1000 Frcs. GeDM wp. Landau, 24. Mai. Am H a r t m o nn weiter Kopf nnb in den angrengenbcK schnitten werden zur Zeit große Sprengs gen vorgenommen. Große Lager von »w werden in die Luft gesprengt. Die Expl «in nett sind furchtbar und weit oemehmvar.

beringe W

^rog.Aug.No

1 Uhr und nachmittags von 3 des 5 Uhr ge­öffnet. Am Himmelfahrtstag bleibt die Aus­stellung von 11 bis 1 Ulyr geöffnet Die ordentliche Mitglieberversamm- l u n g findet morgen Mittwoch nachmittag 5 Uhr im Sitzungsfaale des Stadthauses statt Alle Mitglieder sind dazu eingeladen.

* Der Krieaerverein, der nun schon im 47. Jahre besteht, hielt am Sams­tag in seinem neuen Vereinslokal, demFel­senkeller", eine Monatsversammlung ab. Die Tagesordnung derHassia"-Landesversamm- limg kam zur Besprechung und nach einigen anderen gesä-äftlichen Mttteilungen hielt der Vorsitzende, Amtsgerichtsrat T r ü m p e r t, einen kurzen Vortrag Die Versammlung ver­lief sehr kameradschaftlich. Der Verein kann weniger mit Festen und sonstigen gern be­suchten Veranstaltungen an die Oeffentlichkeit treten, dafür ist er aber bemüht, mit Unter­stützungen vielerlei Art seinen bedürftigen Mitgliedern beizuskehen. Die Mitglieder mögen sich vertrauensvoll an den Vorsitzen­den Amtsgeriäftsrat Trümpert oder Rech- nunasrat Schisfnie wenden Die retch- halttge Vereinsbibliotliek steht den Mitglie­dern wieder ganz zur Verfügung. In ben Monatsversammlungett werden auch Fragen allgemeiner Art, die für Haus und Famllie wertvoll sind, besprochen Für die nächste Zeit ist ein Familienausflug vorgesehen, wo­bei auch die Kinder der Mitglieder ihre Zer­streuung haben sollen

** D ie Mitgliederversammlung der Wirtschaftlichen Vereinigung der Privatange st eilten von Gießen und Umgegend war verhältnismäßig schwach besucht, was wohl darauf zurückzuführen ist, daß die einzelnen Angestellten-Verbände be­reits zu der geschäftlich en Frage der Sladtverordnetenwahl Stellung genommen hatten und sich darauf beschränkten, ihre Dele­gierten zu entsenden, um ihre Entschlüsse kund­zugeben. Der Referent beleuchtete die Vor­gänge, die zur Aufstellung einer AngesteIl­ten l i st e geführt haben. Einzig und allein die fast vollständige Ausschaltung der Privat­angestellten bei der Aufstellung der Vor­schlagslisten zwangen diese zu ihrem Vor­gehen, das als ein Akt der Notwehr bezeich­net werden muß. Die AuSsührungen der ein­zelnen Redner ließen denn auch den festen Entschluß erkennen, geschlossen für ihre An­gestelltenliste einzutreten. Die öffentliche Auf- llärung soll in einer demnächst stattsindenden Versammlung erfolgen.

** Gegen die unmenschlichen Friedensbedingungen hält am Don­nerstag den 29. Mai, abends 8 Uhr, im Saale des Hotels Einhorn der Bund deutscher Män­ner und Frauen zum Schutze der.persönlichen Freiheit unb des Lebens Wilhelms II., Zweig­stelle Gießen, eine Proteftversammlung ab, in der Prvf. Küntzel, Frankfurt, sprechen wird.

** L ie Gesell schäft Liebig-Mu­seum Gießen hält Sonntag den 1. Juni,>vor­mittags 11 Uhr. ihre 4. Bolksvorlesmm ab. Pros. Dr: Brand wird übec U?, Chemie der Seist sprechen.

** D i e Vortragsvereinigung (Kaufmännischer und Ortsgcwerbeverein) ver­anstaltet heute abend in der neuen Aula ihren ersten diesjährigen Vortrag. Prof. Dr. Schian wird über ^,Das deutsche Volk in seiner Schicksalstunde" sprechen. Der Vortrag ist durchaus unpolitisch.

* Lichtspielhaus (Bahmhofstr. 34). Bon heute bis Freitag gelangt der Film Opium, die Tragödie zweier Aerzte, zur Aufführung. Dert verlockenden Opiumtramn mit seiner sinnberauschenden Musik kann jeder miterleben und mitträiunen, ohne die nachteiligen Folgen des Giftes Mrchten zu müssen.

** Schwarz-Weiß-Lichtspiele, Seltersweg 81, bringt ab heute bis Freitag, 30. Mai, den großen FilmT s ch e r k e s s e n- blut, Drama in 4 Akten, unb das zweiaktige LustspielFranz als Ehestifteri".

Kreis BMngen.

Mordversuch nm Selbstmord.

ba. ® üotn gen, 27. Mar Der 23jährige Hch. Weinei von Hmngründau versuchte gestern tnnnri'Jag ferne frühere Geliebte, die 20jäfjrige Anna Schwarz von Asch, Kreis Hcrsstld, tm (Meitbadter Wald durch mehrere Messerstiche in den Hals zu ermortzen. Wemel hatte das Mäd- dten, mit dem er während der Einquartierung ein Verifältnis angetan gen hatte, das nicht ohne Folgen geblieben sein soll, in Gfelnixiufen abgeholt. Nach ner Tat ging der Tater nach Hause, und verrichtete kleinere Arbci-en; als das Vergeheif (.rfomit wurde, ging er selbst mit zu dem Schau­platz. Tie Gestochene wurde lebend nach Geln­hausen verlracht und soll sich außer Lebensgefahr befinden. Aus ihre Angaben hin wurde die° bingcr Gendarmerie verständigt, bei deren An­kunft in Harigrstadan der Täter sich durch Er­hängen beim Blockhaus im Gelnhauser Wald selbst gerichtet -hatte.

X. Stockheim, 27. Mai. Am Samstag

Verräter ihre Aufrufe zur Proklamation eines «eutralen Pufferstaates Pfalz überall an­schlagen lassen. Diese Aufrufe schildern zuerst die Ohnmacht und das Elend, in die Deutsch­land und besonders auch die Pfalz durch die Friedensbedingungen der Entente versetzt wer den. Daraus zieheir sie dann den schamlosen Schluß:Gewiß, Deutschland ist unser Vater­land! Unser engeres Vaterland ist aber btc Pfalz!! Das Hemd liegt uns näher als der Rock. Wir werden Deutschland nicht retten, wenn wir ihm zu Liebe auch Selbstmord be­gehen!" In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind laut Frks. Ztg. diese Aufrufe an­geschlagen, aber Freitag vormittag größten­teils durch die empörte Bevöllerung wieder be­seitigt worden. Wir sind gespannt daraus, ivclche Antwort und Ausflucht der deutschen Negierung auf ihre Protestnote zugehen wird.

Grotzseuer in einem französischen Lager bei Ludwigshafen.

Ludwigshafen, 26. Mai. (WolffO Gestern nacht bnatix m einem ant Rh. in grlcgentu, als Kaserne für marokkanische Betatzuirgstruppen btcTtenben Lager ha us Gro ßfeuer aus, dem das ganze Gebäude zum Opfer fiel. Die darin be­sinnlichen Soldaten retteten sich mir mit größter Vlühe aus dem Gebäude, zum Teil sprangen sie ans den Fenstern in den Rbein. Ob Mcnsthen'' lel»en zu beklagen sind, konnte nickst in Ecsalnung' gebracht werden, da die Femrzosen, fid) jeder Acuße- rang enthalten. Ein -nit Getreide gefülltes cm- sivhrnoes Lagcrl'ans flmmte nur mit Hilfe der berbcigcrufer.cn Mannheimer Fenenixhren gerettet ttciten. Größere Merrgen Lebensmittel und In- tantcricnuuiition wurden bei demBrundc vernichtet.

Aus Bayern.

Nürnberg, 26. Mai. Der Parteitag der SozialdcmokratieVayerns hat, toic bereits gemeldet, in namentlicher Abstim­mung mit 217 gegen 41 Stimmen sich bereit- erklärt, der Bildung eines Koalitions- rministeriums zuzustimmen. Die Ge­nossen, die gegen die Lildung gestimmt haben, Erklärten, daß sie sich dem Majoritätsbd- Mlusse fügen und in bessern Sinne wirken werden.

Eine Auseinandersetzung mit den Polen.

Berlin, 26. Mai. (WTB.) Das preußisckst Ministerium des Innern hat in einem Telegramm tormt 14. Mai an den polnischen obersten Vvllsrat für den 20. Mai Verhandlungen in Kreutz über den Aus t aus ch der Geiseln unb Gefan- jgenen vor geschlagen. Darauf antwortete der pol- ich'che Oberste Volksrat, daß er in Verhandlungen rnnbtt eintreten könne, solange nicht erwiesen sei, daß die Nacknichten von MafsenverHaftungen von Pvlen in LX>erschlesien und die behördlich: Auf- Löf mrg der Kommisiariate Beuthen des oberster^ -»Imschen Volksvates der Wahrhaft nicht ent-- sprechen. In der telegraphischen Anvrvrt des preußischen Ministeriums > des Innern vom '20. Mai wird daraufbtngepteiftt, daß die Slngabcn über Massenverhaftmigen vvn Po­llen in Oberschlesien jeder tatsächlichen Grund­lage entbehren. Tie Auflösung des ILnterFom* miftariatd Beuthen fti erfolgt, weil seine hoch- 'verräterische Tätigkett die Ruche und Ordmmg i^u geiätaben drohte. Das preußische Ministerium ides Innern stellt mit Bedauern fest, daß die von iTmt ft&ur.ig an gestrebte Regelung der Humanitären Fwgen polnischerseits durch unsutreifenbe Behaup­tungen und durch das Hineinziehen von Dingen, die außer Zusammenl-ang mit diesen Fragen stehen, fort gelebt unmöglich gemacht rtritb.

Postflug BerlinKonstanz.

Berlin, 26. Mai. (WTB.) Das Post­sflugzeug der Deutschen Luftreederei legte am 25. Mai den Flug P e r l i nK o n st a n z mit zwei Passagieren in vier Stunden fünf Minuten zurück.

chaft ist ar.ug-nja'fcn, Zuwiderhandlungen zur An­zeige zu bringen, worauf Bestrafung gemäß § 366, 3 Reichs-Sttaf-Gesetzbuch erfolgen wird.

Die Polizeiverordmurg ist durchaus begrüßens­wert, denn was des Morgens den VvrüberMchenoen. rücksichtslos auf die Zöpfe geschüttelt wurde, ivac geradezu empörend.

Es fch 11e der Bekanntmachung jrtzt nur noch ein Zusatz etma in der Form:

!ES ist verboten:

Betteinlagen und Federbetten, garrz gleid>, ob sie not, grün, blau, mit Serien, Damast, Kattun ober mit Spitzen Überrogen find, als Stolz der Hausfrau zur allgemevien Brwimdc- chmg in "den Fenstern, die der Straße zu gelegen inb, zurs Llusstelluttg zu bringen.

Diese Art Fensterdekoration^ die man jeben Morgen sehen kann, gewiß nicht zur Ver- ciyönerung Gießens bei. Mancher Feernde belächelt daraufhin die Kleinstadt. Aber das wäre immer noch nicht so schliimn, wenn bas ziirn Aushang Ge­brachte immersich sehen lassen" könnte. Das kann man aber leider nicht in allen Fäll«: sagen, z.

Herr Wachtmeister!

Die ehrenvolle Anrede Herr Wachtmeister, die der Student feit alter Zell jedem Schutzmann wer- den liefe, soll unter einer titelftindlichen sozialisti- 'chlen Regrerung die Aintsbezeichmlng des Schutz­mannes werden. So hat es der Vorstand des Ver­bandes Hcsfisclier beamten bei der Reg erung beantragt unb die Regierung hat den Antrag bv- ürwortend den Städten zur einheillick-en gteg^lung überwiesm.

In Ankunft to/rben also dje Amtsbezeichmmcetl der Polricibeamten lauten:

Polizeiwachtrneistcr, statt Sckmtzmann.

Polizeioberwachtmeister, statt Pottzeüvacht- meister. i

Die Bezeichnung Schutzmann bleibt tmr für den auf Probe angestellten Schutzmann.

Warum die Schutzleute die rnllitarisch Ümgtnbe Amtsbezeichnung Wachtmeister anstreben, erklärt sich wohl im Hinblick auf die Genbarmeriebenmren, t>ci denen es nur ©cnbarmerictoeditmrifter imh Genbarmerieoberwachtmeister gibt. Die Titelgleich­stellung der beiden Beamtenkategorien ist in an­deren, nicl-the»'lichen Städten bereits durchgesührt. Darum ist es billig, daß auch die h.sfischen Schutz­leute "hinter ihren nichthossisckien Wacl)t:neisterkvlle- (ten nicht zurück stehen. Wir glauben mir, daß die Bezeickmung Schultz mann sich zu sehr im Volke ein» gebürgert hat, um bald zu verschwinden.

v e r e i n. I fertigten Angriffen ausdrücklich an und billig einmütig alle Beschlüsse des Vorstandes. Tj, Satzungen wurden einer zeitgemäßen Äeuderuiiz unterzogen, einige neue Vorstandsmitglieder jn- gewählt unb bei Vorsitzende und stellv. Vorsitzr^ bei ihrem Rücktritt zu Ehrenvorsitzenden ernannt

Mn

Nach, fektiv kte*