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Mittwoch, 26. November 1919
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Zweites Blatt
M. 277
Sentung der preise?
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2lii4eigeiitaL v Beck; lämtud) m Dieben
$dt Ti^E-räfin hatte ihrm Sahn ytvigt: „Um Tolks willen, 'n» warft ehr denn nur all. ? Und ■” N «**•
Erinnerung wohltätig verhillit harte
.Evelyn!" schrie fte ffrftenb^auf. „O wem
SttiS stiebberg.
# Aus der Wetterau, 23. Nov. Durch den früh eingetreneuen Schneefall undFrost voriger Woche waren noch einige Landtoirtemit Einerntung der Zuckerrüben und Dicktour, m Rück- stond gekommen. Diese Arbeiben können letzt noch vorgenommen werden, ebenso verhält es sich mit der Spätsaat. In manchen Gemarkungen traten die Mäuse in einer solch' verheerendem Zahl auf, daß die Landwirte zuerst biefe schädlichen Nager etwas vertilgen mußten, ehe sie Kvrn und Weizen säten.
Starkenburg und Rheinhessen.
ch. Nieder-Jngelheim, 23. Nov. Obstmarkt. Aepsel kosteten am 17. November 50 bis 130 Mk., am 19. bis 20. 50 bis 120 Mk., Dirnen am 17. Nov. 50 bis 90 Mk., am 19. bis 20 November 50 bis 80 Mk. der Zentner
' RMK. Darmstadt, 24. Nov. Tie Stadtverwaltung gibt mit Rücksicht auf die manchmal beängstigende Anfüllung der Räume, die für das Publikum bestimmt sind, bekannt, daß der Zutritt zu dem an sich sehr beengten Rathaussaale nur gegen Vorzeigung von besonderen Eintrittskarten gestattet ist, die am Tage vorher im Stadthause ausgegeben werden. — Für Gießen ist eine derartige Maßnahme nicht notwendig, denn im all- «mternen ist außer der Presse die Oesfentlichkeit feiten vertreten.
Hessen-Nassau.
Schieber an der Arbeit.
--- Frankfurt a. M., 24. Nov. 58 Zentner holländische Butter, die von einer hiesigen Buttergvoßhandlung ins
besetzte Gebiet verschoben werden sollten, wurden im letzten Augenblick im hiesigen Eilgüterbahnhof beschlagnahmt.
— Frankfurt a. M., 24. Nov. Unter der Deckadresse einer hiesigen chemischen Fabrik verschoben unbekannte (Sktiuier einen Waggon Sckmalz, den sie als Wasserglas deklariert hatten, nach Hannover. Hier rouroe der Schwindel zufällig entdeckt. Die Ware überwies man dem Reichswucheramt, die Geschädigten sind die Schieber. ___
______Äemboli* Zenz; für oen
Das Glück der andern.
Original-Roma» *>u Erich ^beu stein.
Copyright 1916 by Ckdeer » Coep-, Berti* W *- lNochdrock v.-'l n.) Fortsetzun» 57.
Frau Gottorb stürzte an Mvtesta darüber nnd laut schreiend zum Daus hinaus.
Was nachher geschah, blieb immer bintfel in Modestas ErinnerungsvermSs-n.
Als sie wieder zur Desimrimg kam, lag ihr Arm in dem von Magnus, der ihre Hand Mt an feine Brust gedrückt hielt, und sie guiyn mtter den Bäumen hin.
Dor ihnen z-og sich bic Landstraße — em mauweißes Band — in die Finsternis hmem. Tre Bäume fronten zu beiten Seitm Es waren Pappeln, und ihr Laub bewegte sich, leise ra- sckelnd, wenn ter Nachtwind mit geheimnisvoller Hand über ihr Gezweig stricht .
Am Himmel funkelten Mlllvonen Sterne. Hinter dem Wald, der schlvarz und schweigens ira fixer Linken den Hügel krönte, lag em teilet, g^Ltener Sckein, ten der aufftechmte Mond tote eine Berheißung vor sich her sandte.
Tiefe Einsamkeit und das «hemmrSvolle Schweigen der Snmwerruuht breitete sich um sie
Gttt^rb, die sie um so bevettwilliger ausgriff, als sie sich dadurch! alle Scherereien ersparte, die mrn ihr i'Tnft vielleicht beim Begräbnis gemad.t hätte, wenn man gewußt hätte, daß es sich um einen Selbstmörder hantelte. _ , _ .
Man legte sich alp tne Sache te nach ter eigenen Phantaste zurecht. Einige nahmen an, Fräulein Webster halv Evelyn zufällig getroffen und mit Gewalt in chhr -Vcms geschleppt Andere glaubten, fie habe sie mit der Schltucheit ter Irren unter falschem ÄEnd hiwnngelxkt -nd dann erschossen, tote sie ihren Nefsm ten früher in {einem Zunmer ubertEmmch erschossen habe, und em Los ihrn Schwester bereitet hätte, wenn fuh nicht rm Ätjkr vor ihr eingeschossen teb-n nn^e. Das. zufällige Borüderdommen Gras Scmters.lds ließ ocatt Eottorb dann seine Hilfe anrufen. .
Der Umstand, test alle Tienstteftm indm entkernten Wirtschaftsgebauten unbwge. r. ch warm urw strengen Befehl hatten, das Herreni/aus n« ungerufen zu betreten, machte br: "Sache m erttär» fid\ Tie Webster war eben immer schon eine Hallmärrin gewesen . . . -
An einem trüben regnerischen Iunitag tourt»’. (?txltjn unter dem Geleit ter gesamten Mtchdar- schaft zu Grabe getragen.
Eine erdrückende Fülle herrlichste Dlumen- flcnmite schmückte chven Sarg und bewies, w. allgemein die Teilnahme an üftem tvigischmi Geschick war.
Frau lLosensteni und M-odesta fehlten teim Begräbnis. Letztere rang, wie die Gräfin mit Tränen in ten Augen berichtete, in schwerem Nerven-- fieber mit dem Tote, und ihre Mutter hatte tee Pflege übernommen.
(Fortsetzung folgt.)
freundlich einylaben.
Landkreis Gießen.
H. Allendorf a. d. Lumda, 24. Nov Gestern abend hielt der Burenkommandant Koos I o o st e in dem Saal von Eberhard Ranft einen Bortrag über das Thema „England und totr . Jooste, der ein vorzüglicher Erzähler ist, hat mit ten Engländern genau so bittere Erfahrungen gemacht, wie wir. Er ermähnte das deutsche Bolt, ich endlich wieder zu ermannen, damit wir dem Auslände gegenüber wieder stolz „darauf fern lönnen, Deutsche zu sein. Zum Schlüsse wurde von ter zahlreichen Versammlung eine GmtfajheBung angenommen, in der gegen die Zurückhaltung unserer Gefangenen in Frankreich protesttertnnrd. Der Reinertrag des Abends kommt ter Knegs- gesangenensürsorge zugute _ .
ts Inheiden, 24. Nov. In ter am 23 Nov. im „Darmstädter Hof" zu Hungen ab» gelioltenen Versammlung konnte im Anfchiust an die Reichsvereinigung ehemaligär Kriegsgefange- run eine Ortsgruppe zustande gebracht toirten. Tie Gründungsversammlung war trotz der schlechten Witterung gut besucht. Ter 1. Vorsitzende ist Herr Otto Böcher zu Hungen.
Kreis Schotten.
Lardenbach, 23. Nov Tie Zahl ter Kriegsopfer imferer Kirchgemeinte (Lardenbach mit Stockliänser Hvf und Colms Ilsdorf» betragt ein» fchlietzlich eines feit September 1914 Vermißten 22. In Gefangensck-aft gerieten 7 Gemeinteglieter, von denen je einer aus russischer, engtudyer und französischer zurückg.ckehtt sind, vier noch mit so vielen Leibensgenossen m Frankreich auf ^tee Heimkehr warten. Unsere ©emeinte, die in ter Kriegsfürsorge sich immer sehr opferwillig.seigt^ hat auch bei einer Hanssammkung für eine Gedenkstätte unserer Gefallenen nahezu 2000 Mk. vor kurzem
Ta sagte Miamis plötzlich sehr weich: „Ddo-l desto — können Eie mir vergeben?"
51a," antwortete sie ebenso und dachte w wunoert: „Was könnte ich ihm je zu fxrg-ben ^^Er" sagte nichts weiter, soiitern drückte choe Hand nur mit leisem, innigem Truck an f.nn? Brust Er fühlte, test ine furchtbaren Szenm, die sich heute vor ihr abgesptelt hatten, sie m emen tetlvrgiscken Zustand versetzt hatten, den M G'i>t nä, nicht abschütteln konnte. Für ten Moment hatte sie vergessen, was geschahen war . . .
Schweigend schritten fw weiter
£a tauchten die Bäume ton sttettenegy auf — es kam ter Parteingang — die gerade Lmdm- all«, bu- sunt Prttal Wte - teten Fruster — Menschen mck Fackeln und Ärnd- liitern, bewegten sich ihnen entgegen, man hörte dir Stimme ter Gräfin, Ine Befehle erteilte.,
Motesta bitcb plötzlich steh-n. .
„Was ist dos — es sind so viele Mensch.n
Man fucht nach uns," antwortete Magnus behutsam. ' Mir sind sehr lange hart gerann. Aber dort sLhe ich Ihre Mutter. Kommen Sie, ^^Er°-ög'sie sanft mit sich fort. Motesta folgte willenlos wie ein Kino. Ater zwei Schritte vor ihrer Mutter und ter Gräfin, dve ihnen angstvoll E^gcnkcrmen, blieb sie abermals tote angewur-
** Die Geschäftsstunden beim Hauptsteuer amte sind bis auf weiteres auf die Zeit von vormittags 8—12V- und von nachmittags 2—4 Uhr festgesetzt worden. Die Geschäftsräume sind an den Samstag- Nachmittagen 'nur für ganz dringende Abfertigungen geöffnet.
** Höchstpreisüberschreitung do rch Z e i t u n g S o f f e r t e n In ter Öffentlichkeit und in Interessentenkreisen wird vielfach die irrige Auffassung vertreten, wegen Höchstvreisuberschrel- tuna sei nur sttasbar, wer einen Kauf zu höherem Preise als dem Höchstpreis endgültig abqeschloNen bat Demgegenüber ist darauf hinzuwerien, daß nach § 4 Nr. 1 ter Verordnung geten Preis treiberei vom 8. Mai 1918 (Michs-Geletzbl. S 395'' eine vollendete HöchstprcrSübcrschreiiung schon bann vorliegt, wem, jemand emen höheren Preis als den Höchstpreis fordert. Die schnüren Strafen ter genannten Verordnung Wanginö biö zu fünf Jahren und Geldstrafe bis zu 200060 Mk oder eine dieser Sttasen, bei.wieterholtmi Rülcka l sogar Zuchthaus und Geldstrate bis zu 500 00J Mark, außerdem Einziehung der Vorräte, aus bie sich die Straftat bezieht, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und Veröffentlichung der Verurteilung) treten also auch bann schon etn, wenn der ten Höchstpreis übersteigende Preis nur tn Zeilungsosterten geforbert ober bt. Ware zu solchem Preis in Zeitungsofjerten angcbvten wirb
*♦ Akademiker-Bund OberHessen. Am 22. d. M. hielt der neu ge.irüntete Bund, emc Zweigorganisatton des „Rcick^ausschusses der AÜa-- temifdxn Berufsstände, M^Un" sE erste Mitt gli<dcrversammlmia ab. Ster ReickBausschutz, rn dem jetzt ettoa 300 000 Akademiker ter teamteten und freien Berufe zusammengeschloften sind, hat bereits eine grohe Zahl von Zsoeigorganifatronen gegründet, die svivohl an ten ^e die AkatemiLr. schäft berührenden Fragen wirtschaftlicher, tul- tureller und sozialer Natur Mitarbeiten, als auch für Wahrung ter im Interesse des BoWwohleS begründeten Stellung der ASademiker »-fchtesien : ein treten wollen. Der Bund umsastt Gießen nnt Ilmaebuna mck) die Provmz Oberhessen. Leiter ; ntufc ter Vortrag des gesäMstSfühveiiten Drrek-
Aus Stadt nnS Land.
Gießen, ten 26. Nov. 1919.
** Amtliche Per s onalna ch richten. Ter prov. Batemeister Georg Karn zu Bad- Nauheim wird mit Wirürng vom 1. November 1919 an zum Batemeister bei der Bade-und Kurverwaltung BatediauhTim ernannt. — Durch Entschließung des Lantesamts für das Bildmigswesen nntrte ter Lehramtsreferendar Heinrich Kurz zu Offenbach zum Lehvamtsassessor ernannt. — Heber tragen wurden am 17. November Dem Lehrer Gustav Schwamd M Lamperthcrm etne Leinerstelle an ter Volksschule zu Bensheim dem Schulamtsanmärter Wcktelm Krapp zu Lang- tadt eine Lehrerstelle an der Bolkslchule zu Rern- teim, Kreis Tiebirrg; am 18. November tem einsvveilig angestellten Leiter Friedrich Dünger zu Erbcs-Büteshcim eine Lehrerstelle an der cvan- a.lischen Volksschicke yu Wimpfen am Berg, Kreis Heppenl-eim, einstweilig, tem nnstweckig angestellten Lel-ver Gckvrg Hahn zu Mmpfen am Berg eine Sclrrerftelle an ter evangelifchen, Volksschule zu Erbes-Büdeslteim, Kreis Alzey, einlltoeUig, dem einstweilig angestellten Lehrer Wilhelm R othen- meier zu Ober-Seibertenrod eine Le hier stelle an ter Volksschule zu Jugenlieim, Kreis Bingen.
Magnus fühlte, wie die leichte Gestalt an seinem Arm leblos zusammmknickte. Erfchvocken nahm er sie in Vre Änne tote em Kind und trug re, von den entsetzten Frauen b-gleitet, ms Ha-rs. Im Äorübergehen befahl er einmi Diener, kptt an spannen zu Uffen und nach dem Arzte zu
1/1 Oben an gekommen, terschl-ost er die Tür und bettete Motesta auf ein Ssta. Als Frau Lofenstern ihr kalte UmfchilLge machen wollte, damit fne rasch, nieder zur Besinnung tarne, wehrte er sie sanft ab
„La'bt sie. Ick, glaube, eS ist besser, sie hört nick-t, rras ich euch zu sagen ^rbe, und -^wacht erst später. Sie würte das Entsetzlich: sonst noch einmal durchleben." .
Tann berichtete er,* was gektepm war.
Niemwch außer den zunächst Beteiligten er- sukr ten wahren Hergang. Man hatte m aller Sttlle noch vor Aiibruch des Morgens Evelyns Leiche von Bnchegg nach Rettenegg geschafft and »ort aufbewichrt.
Fräulein Webster tourte euer 3rrm<m|t-Ht ütergeten, und ihre Schwester h<ttt: Buchegg zum Verkauf MiSgeschrieben. Sie reifte sogleich^ mrch tem Begräbnis ihres Sohnes, das in aller ^m.e, irno, da fast niemand in der ®egati> iM geBrnnt hatte, nur unter Beteiligung ter Tien.tbovm von Duckegg stattfand, nach Wien.
Evelyn tourte in ter Retteneggn G^^belle beigefetzt. Magnus hatte dies so Mi»:ordnet. Lr mellte nicht, test auch nur ein Ritten out dos Andenken ter Toden falle, und hatte terum.rus- spi-cngeu lassen, die ^site-w vm Duch-gg hate iin Beriolgungswahn ihren Nesiai und lpater Fräulein Losenstein ersch osten. ~
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änderten geldwirtschaftlichen Zustande so stark an- gepastt, dast ihre Rückführung üi normale Bahnen mit großen Lchivierigleiten verknüpft ist. Abgr' seten von der fcftnrnren Tatsache, test ein erheblicher Teil der teutschcm Ziidustrie auf ausländische Rohstoffe angewiesen ist, und diese vor- aussickstlich Jahre lgndurch allzu teuer b^alsten must, abgesehen auch davon, test die Arbeiter sich gegen den Llbteu der gegenwärtigen Lohne mit aller Energie sträuben werten, bleibt ter wichtige Umftan» »u l-rückiichtigm, d°b d^r GklLMrt--Ncr industriellen Anlagen im umgekehrten Verhältnis zur Dersckstechterung ter Währung gestiegen ich Tie Folge ist, test zunächst einmal alle l^sell- sck?aftsunterilehmungcn ihr Kapital durch Ausgabe neuer Attien nicht nur verdoppeln, sondern ost vervielfachen. Das aber bedeutet eme dauernde Erhöhung des Austvandes für Verzinsung und Amortisatton, die notivendigenveise auch dmin noch in höheren Preisen ihren Ausdruck finden musste, wenn Rohstoffpreisc und Löhne wider alles M- ch^arten auf das Vorkriegsmveau hcrallinkM würden. Wir haben also alle Vevanlasiung, Nicht auf einen baldigen „Abbau ter Preise" zu rechnen, sondern uns auf dauernde Verhältnisse elnzu- richten, die nur durch angestrengte Arbeit des ganzen Voltes allmählich verbessert werden können.
Professor ter Nationalökonomie Dr. Georg j Iahn, Braunschweia, schreibt in der „Dentsckyn s Wirtschasts- und Soziallorr<t,pondenz : 1
Im dritten Vierteljahr 1919 sind jätens tes 1 Neichswirtschaftsministeriums p/- nufgeroanbt worden, um bie eingefulnsten Nahrungsmittel billiger als. zum ab-
qebmt zu können, und un Lause dieses Winters lollen weitere 3 Milliarteii tem 0^ Zwecke dienstbar gemacht werten. Man hoffte UJ bdt Kreisen der Reichsregierung und hofft ossenter «och, dadurch eine allgemeine Senkung ter bensmittelpreise herbeisühren zu können Die bisherigen Erfahrungen zeigen iedoch, baB , wünsckstc Wirkung keinesivegs angetreten ist, tenn die Lebensmittelpreife sind nach einem vorüber- .ieheuten Abstieg zur Zeit ter Wieterausnahnie des ÄustenHandels aufs neue gestiegen und teten em Niveau erreicht, das seinesgleichen tn ter -ter» -fangenbeit mcht besitzt. Es ist zwar b^T>er ment i-xfaimt gegeben toorten, in welcher Werse man die ersten P/i Milliarten im einzelnen perivendet hat, und es lässt sich infolgetesserr auch sticht an den Erfahrungstatsack>en nachprüfen, ob Nicht doch jür diese oder jene Warengattung ein günstiges Ergebnis erzielt worden ist; allein bie elemnn» tarste nattvnalökonomische Erkenntnis mußte uns doch von vornherein sagen, test jene Hofmung tnif künstlickse Preissenkung ein arger Irrtum war tiith ist. Aus ter Zeit vor dem Kriege wissen wir, test ine Wareneinsuhr jedesmal dann — und nur tenn — einen Preissturz herveiführt, wenn durch fie ein Uebewtgebot auf dem Binnenmarrt ent* ■itebt. Davon kann jedoch heute solange feine Rede ein, .als die Nachfrage nach Nahrungsmitteldt vestntlich gröber bleibt, als die auf den Markt gelangende Inlandsprodukttcnr und die Einfuhr Zusammen genommen und die letztere infolge der Knappheit auf tem Weltmärkte und unseres Man- <«ls an Zahlungsmitteln sich nicht in der genügen» iöen Weise steigern lästt. Denkbar wäre es aller- Dings, durch ütergro&e Einsuhr einzelner, aus tem Weltmarkt in hinreichenten Mengen voryan- :lXner Waren ftoie z. B. Fifäsräucherwaren und XifdfBonfertxm) wenigstens Ijierfür eine Pverssen- *img herteizuführen; ob aber diese einen Piris- ttur* für andere Lebensmittel nach sich ziehen Ede, ist nocks sehr die Frage, da gerate für die nriditigfteu von ihnen die Dersorgungsaussicksten keine günftigen sind.
Es Werbt also habet, daß die Verwendung öffentlicher Gelter zur Bervilliaung ter ^tens- mittel ein untaugliches Mittel ist und keineswegs zu einem „Abbau ter Preise" fuhrt. Öoch- stens svird damit indirekt der entgegengesetzte Erfolg erzielt. Denn ein solcher Milliartenaufwand kann natürlich nur durch eine wesentliche Erhöhung der Steuern gedeckt werten, die Jndustne und Handel aber von sich abzuwalzen suchen, so test eine neue Preissteigerung die natürliche Folge ist. Wir bcwegeii uns also in einem verhangms- oollen Zirkel, verhängnisvoll besonders deshalb, weil dadurch die Reichst in anz«i nur immer mehr rvmnrrt werden und ter Anreiz zur Geldmacherei näckkst. Dast die letztere immer noch nickst aus- rehört hat, zeigt uns der ReiäMmkarrsweis. Danach waren in Umlauf Millionen Mark:
Bank- Darlehns- Ins-
Can^wirtldiaft
Preiserhöhung für Ktickstoffdü^emittel.
In der Sitzung des Tur.gestickiwsf-Ausschusses vom 2. Oktober ds. Js. m ter die Vertreter dtt Rrtchsbehörten, terdnttschen LLnter, ten Lante wirtschaft, ter Stickswff-lErzeruvr-)Syndikats, ter Tüng.-rfobriken, tes Handels und ter Arbmtilehmer anwesend waren, wurde vom ^tuttwsifYntetat_eine Erhöhung ter Höchstpreise und Umlagen für «ttck- ftofibungcmittel beantragt. Tre Ursache hierfür li«st in ter weiteren andauernden Steigerung ötx Löhne Gehälter, Preise für Roh- unb ollfsstofse, sowie in ten oidtedym und oft lange teuernden SchwieriMten, Einschrünkungen und Emstcllmr am ter Betriebe durch Streiks, ^>fcl<nmaitgd; Waggon mangel unb dergleichen. Hierdurch l st eine weitere Erhöhung ter GrtEMiasttsten verursach' worden, so dast bie deutsche Stickslosfdüiliterinterstt^ um nxäterarbeitcn zu können, eine nicht unerheblich Erhöhung ter Höchstpreise und Umlagen für Stutz swffdünger beanspruchen musste. Die vovgrt«mo Kalkulationen und Unterlagen hierfür tourbey vom Reichswirtschaftsministerium, emgeherrb nach- A’örüft Auf Grund dieser Prusung wurde tem Anträge ter Düngeslickstosfindustrie stattgegeben. Im o.llkfnneinen wird danach das Kilvgmmin Sttck- &ff für teni Verbraucher sich um unqrW 1,50 eritart, beim Natronsalpeter um 2,10 Mark gegen tee bisherigen Verbraucherpreise verteuern.
PermiRte».
* Keine Kohle — keinen Theater platz. In Uelzen verkündete teckr Sage ter Anschlag eines Wandertheaters: „Um das Theottr genügend zu erroärmeu, können nur an tee .ö> fucher Karten zum Verkauf abgegeben nxrten, w pro Billett ein Brikett abttesern. e ♦ I ede siebente Frau ehelvs. W, verheerend der Krieg aus die Ehernöglichteit eiru ge.mrtt hat, ist irtü schon^stnttstiA ermittrtt. Schon vor tem großen Ater last ter Bolter bestmid mit Ausnahme ter Baltenstxraten in allen europäischen Ländern ein Ueberschust an Frauen, doch ist er gegen den jetzt sewortenen Nicht zu vergleichm. Früher war tes BerlMtnis der ^schlechter nn
SKtofo, ta& auf iOOO ^äjrn« IO» Frauen kamen. Jetzt stehl die Zahl 1000. 1159. Zete siebente Frau ist also, ganz abgesehen an anderen Grültten, zur Ehelvirgikeit terurtcilt, nur well für sie kein Mann da ist.__
notcn 31 10.18: 16 661,6 _ . ,
15 10.19: 29 986,9 11615,9 , - ,
In einem Jahre ist demnach ter Papiergeldumlauf um nicht weniger als 15l/2 ^^1101*1^, tm TO»» iiatSdurchschnitt also um P/< TO1II1 arten geflogen. Das heisst ater nicksts anderes, als teß das Reich einen Teil seines Bedarfes laufend mll frisch gedriicktem Papiergeld deckt, sich also tn betrüge» rifdjer Weise Kaufkraft verschafft, bie volkswirtschaftlich gar nickst vorhanden ist, imb so tn unerhörter Steife die Währung verwässert. Die notwendige Folg« ist, test sicü dst Preise Wetter erhöhen, da sich die Warenproduktion nicht enhernt in ter gleichen Weise steigern lästt tote tee Menge ter Zahlungsmittel, das Verhältnis zMschen dem jeweiligen Warenangebot und ter terhantencat Kaufkraft also ungünstiger wird Solange dicft Giüdverwässerimg nicht aufhort, ist an einen „Ab-- bau ter Preise", den man fttzt so oft von ver- nveiselnden Leuten fordern hört, natürlich überhaupt nicht zu denken. Aber auch wenn ter öffentliche HaushaU endlich einmal wistllrch balanciert und damit die Geldmack^rei eingestellt, auch wenn das Reichsnotopfer, auf das wir feit f bretviertel klahven vergeblich warten, endlich emgefortert und sein Ertrag unerroartetertoeifc nicht zum Löcher- stopfen, sontern zur Abdürdung sckstvebenterSchul- ten und zur Einziehung eines Teiles des um» laufenden Papierge^ verwendet werden sollte, so würde eine Pveisseftkung doch noch tmmer nicht mit Sicherheit zu erwarten fern. Denn bte kapitä- listisckie Wirtschaft hat sich inzwischen dem ver-
sung darf nicht weiter Boten gewinnen, da sie einer grtieihlichen Entuncklung zur R e ich s e i n heit nicht förderlich ist. Darum hat das boJ fte Qxtarnt» Ministerium, nnc verlautet, in Berlin energisch Einspruch erhoben gegen die tebauerhdjc Praxis, und nachdrücklich für die süddeulsckien Remerungcn um die erforderliche Rücksich'nähme tei Ansetzung der Besprochungstermiiie gebeten.
(Eine deutsche Hilfsaktion für Wien.
Berlin, 27. Note Das Reicktslabinett hat, ter „Voss. Ztg." zufolge, eine um,a teilte Hilfs-- aktion für W ien beschlossen. Für Dezember
Aus dem Amlsverkündigungsblatt.
** Das Amtsverkündiaungsblatt Nr 125 vom 25. November enthält: Bekanntmachung, betr. ten Verkehr mit Saftfraftroagen. — Die Ausstellung von Wandergeiverbeschetnen. — Gcwerbe-Legittmationskarten — Die Kirchen- und Stiftungsvoranschläge für 1920 und 1920/22. — Reicktsbeihilfe auf tem Gebiet ter Knegswohl- fal/rtsv-flege — Feldbereinigung Ober-Befsingen. — Die Gemerndeviehwage zu Bellersherm.
Tie Ausstellung von Wandergewerbescheinen und Gewerbe-Legitr- m a t i 0 n s k a r t e n. Da die Scheine für die Tauer des Kalenderjahres zu erteilen sind, werten alle Personen, welche den fernerbebrtrteb tm Jahre 1920 fortznseyen oder zu beginnen beabsichtigen, ausgefordert, ihre Anttäge auf Grtellung nn^ Wander gewertet cheines und einer Gewerte-^Lgttt- mationskarte jetzt schon zu stellen.
tors vom Reichsausschust, Dr. Pinteriiell, mis- fallcn, weil dieser wegen ter ungünstigen Ber» behrsverhältnisse nicht rechtzeitig eintvesien tonnte. Vielleicht bann der Vortrag später nachgeholt wer- ten. Nach Genehmigung ter Satzungen und Bestätigung des bd5terigen 2lrbettsausichusses — 1. Vorsitzender Baurat Becker, t^Vorfttzenter Geh. Mediziimlrat Professor Dr, Strahl — erfolgte eine Aussprache über TOittd und Wege zur Erreichung ter gesteckten Ziele. Es ist bc> absickstigt, durch eine Reihe ton Vorträgen Anregungen auf den vielen Gebieten zu geben, die heute eine Stellungnahme ter Akademiker in ihrem und im allgemeinen Interesse dringend erfordern. !lh, 7
** T ie Liga zum Schutze der d e u t-VkUaeret. Sa)UlJtr. 7.
| d)cn Kultur teilt mit, dast die Leitung ter- hiesigen Ortsgruppe auf Herrn Dr. Hermann- Rennert, Stephanstraste 9, über gegangen ist.
Ter Kriegerverein hält Donnerstag abend eine Versammlung ab, in welcher Amtsgerichtsrat Trümpert einen Vortrag teilen wird.' Ausserdem stehen mefteer: andere wichtige XAer^' cineannclegenteitcn zur Beratung.
**' Tie Demokratische Frauen-, gruppe l)Ät Freitag abend 8 Uhr im Gaftteius ■ zum Löwen, Neuenweg 28, eine Zusammenkunft1 ab, in der über Eindrücke ans Schweden berichtet wird. Alle temvkrattsch gesinnten Frauen sind
Mivtesta war es, als sei fta ans wüstem te- klcmmentem Traume erwacht.
Es war s'v lind und still um fte. Und er ging neben ihr und hielt üjre Hand , tote zart mto tetetfam er sie hielt ... als fet sie ent ?)st- barcs Kleinod! Tas war s» süß, dies Wandern r.a notiert . . durch die laue Sammer- nächt Welch Halter Tr.mm!" dachte Mo-, „tweiyn m ror it
'„M-üstte ich doch nie — ich.' aufwachm!" I Gott — Evelyn! S-te ist . ,
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