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Montag. 26. Mai 1919

169. Jahrgang

Erst« Blatt

erwartet.

Paris. 25. Mai. lHavas.) Diplomat

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tion, bte Deutschland nach dem Brüsseler Ab

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1.3t®*

»anzuzrigsl

Vie Znedensverhandlungen.

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unbS^ geh ß*

gemacht werden.

Lord H a l d a n e äußert sich in einem kn-lliichen Blatte ähnlich und glaubt, daß es »r Deutschland unmöglich sei, die verlangten Entschädigungen zu zahlen, wenn man tatsäch­lich zu große Gebietsteile von Deutschland ab- ttnnen werde. Bon den Protesten von Mit­gliedern der amerikanischen Delegation wird

Der Kampf um den Frieden.

In dem bisherigen Notenwechsel zwischen Graf Rantzau und Clömenceau ist die Ant- pirt Elönreneeaus über die wirtschaftlichen

K* * * * Jv VvV VUlUVl

Ekinert und Professor Schücking sind enlte 12 Uhr 30 aus- Spa wieder in Ver- mlles eingetroffen. Dr. Melchior ist ^cn finanzieller Besprechungen noch in d geblieben.

»orten, während ein anderes äußert, die Aut- rort müsse Deutschland beweisen, daß die fntente unerschütterlich enMlassen sei, ihre ttbingÄigen zu diktieren. In der Tat, der Hinweis auf die unsere Wirtschaftslagevcr- t-nfachende" Abtrennung von 6 Millionen

Versailles. 24. Mai. (WTB.) Die ^Atsck)en Friedensdelegierten, der Reichs- ^iliister des Auswärtigen Graf Brock­ers f-Ranhau, der Reichsjustizminister

(jungen von besonderer Bedeutung. Sie ttmei Unnad)mi6igft4t und Diktaiorgeist. Ein ', die Note

S als en *»-( 8 uh.

hnr.aqmt »on ÄBjcIjt« f. die iogetmiinmec i gum \ vorder

ohne jfbetkrbn'Pnrtjtwt

Äeilaiprtile:

für örlticve Anzeiaen 25 L'f.Jüc au8iDärtifl<

30 i«, für Reklamen

Mk.1.-»edsl2O'.reue- lag. Blanook-

Idiriit 20 x Nu'lckla Qauptscdri Heiler: Aug.

Vloerb t<cvantiDL'rilia) hir Politik: Ang. Goey. für beuübnarn Zeil: Dr. Reuchold 3«nj; für den Auzeigeiueit: x). Beck: familirt) in Vietzen

Berlin, 24. Mai. Reichs Minister

2 cruburg, der zrmächst wegen jinanzieller

Baum

bu.chsichtig halte, erklären andere Kreise, daß sich die Aendcrungen auch auf den Rückkauf itr Gruben durch Deutschland beziehen. Fer­ner soll der Biercrrat gewillt sein, die wird- aftlichen Klauseln des Vertrages zu modi- zieren, damit eine regelmäßige Zahlung der iitschädigung durch Deutschland sichergestellt ei.

Weitere bedeutungsvolle Stimmen u8 England üben an dem uns vor-

Ur. 121

trr eietenev Iwjdf« \ laalicb, au»et

z*«n- und Feiertag».

»<lB|Sprtts:

twwtft. T<t. 1.35, mertel- Mri'ck vtt 4.05. durch Mbbele- il 3ii>etqfteÜen monotl Mk. 1.25 durch drePost M. 4.05 oierteU iibrt auolcht. Beüetlg.

erniprerv - Anftdtüsfe: ür bte fcdir.f 11 einmal 12 l erlafl,*e|d)a'tefteUe51 tnlchrt^für I ratitnoch-

nd)icn: Anzeiger Oletze».

pOßlchecktonio:

^«iflerl a. M. 11686

rumänische Delegation über die sinanziellcn Bestimmungen anzuhören, die im Vertrag mit Oesterreich ausgenommen werden sollen. Am Sonntag nachmittag prüfte der Viercr- rat die beiden Noten des Grafen Brockdorff-Rantzau über das Saar­ge b i e t. Er beschloß, diese mit einer einzigen Role zu beantworten. Die grundlegenden Be­stimmungen des ursprünglichen Vertragstex­tes sollen nicht geändert werden, es wird nur eine Formel eingefügt werden über den even­tuellen Rückkauf der Gruben durch Deutsch­land. Der Viererrat beschäftigte sich auch mit den russischen Angelegenheiten und horte den Bericht des japanischen Delegierten, der lich für die Anerkennung dec Regierung des Ad­mirals Koltichak- aussprach. Es scheint, daß die Alliierten nunmehr über die Zwcckmäßig- teit der Anerkennung Koltschaks einig find.

Die Leben »Mittelversorgung.

London, 25. Mai. (WTB.) Auf Grund

Die Antwortnote (Tentenceius über die wirtjchasllichcn Bedingungen.

Paris, 23. Mai. (Wolffi Haras. Clemen- c e a u sagt in seiner An.'wortnote auf die Note des Grasen Vrockdorff-Rantzau vom 13. Mai über die wirtschastlicten Bedingungen des Fricdensvertrages, daß die Darlegungen der deut­schen Delegation ganz ungenügend und stark über­trieben sind. Die Antwort bemerkt, daß die deutsche Bevölkerung um 6 Millionen Einwohner vermin­dert wird, andererseits bildet die Wegnahme der Iteutfdim Tonnage eine unabänderliche und not­wendige Züchtigung wegen des unerbittlichen Kampfes gegen die Handelsflotte der Welt. Die Tonnage, die man Deutschland wegnehmen wolle, stelle nicht einmal ein Drittel der auf unverant­wortliche Weist zerstörten Tonnage dar. Tie zoll­freie Einfuhr der Kartoffeln ist für drei Jahre vorgesehen. Die Lage ist die gleiche für Phosphate, die Deutschland vor dem Kriege eingeführt hat und die es auch nachher weiter einführen kann. Deutschland wird weiter ein Viertel seiner Kohlen- Produktion verlieren. Aber diese Kohle komm! aus Übertragenen Gebieten und es b eiben Deutschland 80 Millionen Tonnen Braunkohl'. Außerdem wird die Kohlenprodnklion in den übert agenen Ge­bieten, die vor dem Kriege gewachsen ist. noch weiter wachsen. Ferner muß man in Betracht ziehen, daß Deutschland die durch die systematische Zerstörung an denKohlonbergwerkenNordfrankreichs hervorgerufenen Ausfälle decken muß. Wenn Deutschland gezwungen ist, Ei en uir) Zink einm- fübten, ,so befindet es sich in oeric-bcn Lage wie viele andere Länder. Die Lluslegunvon der deut­schen Note über die Zukunst der deutscten Industrie fmd sehr übertrieben und rechnen nicht damit, daß das durch den Krieg hervorgeruspie wir schaitlichr Unglück allgemein ist. Drsl>alb ist es in i-er Ord­nung, daß Teulschland, das am Kriege schuld ist, darunter lebet Die d.ni f fjen Voraus .-.Zungen ü.er die zukünftige Bevölkerung sind jneilelba t, uno wenn Deutschland von den Verlusten spricht, die es nach dem Kriege an Bevölkerung erleiden wird, so vergißt es die viel beträchtlicheren Verluste, die die ^Alliierten infolge seines Angriffes erlitten ba­den. Uebrchens beruht die Zahl der Verluste, die durch die Blockade verursacht sein sollen, auf ein­fachen .Hypothesen. Außerdem erlitten die deutschen Gebiete nie unter Plünderungen und Derwüskm- feeit. Die intakten Quellen, die ihm Metten, ver­eint mit seiner Einfuhr, müssen für seine Wieder­aufrichtung und Etttwicklung genügen. Die Redu­zierung /Der militärischen Rüstungen wird diese Wiederaufrichtung .erleichtern.

Die 9Zote sckKießt: In dem ungel'euren Welt­unglück ist der Anteil, den Deuts land auf sich nehmen muß, an fetter Scktuld unb nrch an feine i straften »zu messen. Die Nationen Europas weroeu lange «an öen teinahe zu f .£t>nm Lasten zu tragen haben, die ihnen durch den deutschen Angriff au - erlegt worden sind. Es ist gerecht, daß DeuPck^md, ^as dieses Elend verursacht hat, es im volle i Ur | fange feiner Mittel wieder gut macht. Seme Leüen teben nicht den Ursprung in bat Friedenstebiw-- gangen, sondern in denjenigen, die den Krieg hcr- vorgerusen und verlängert haben. Die Urheber des

E h" Landsberg, der Reichspostminister

;>ii' j e § b e i sPräsident Oberbürgermeister

****^ kfannt, daß es sichnur" um Meinungen ^Hochzeit \ J*71 Sackverständigen, nicht aber um stimm- fag**Witafirhpr her <SVf*riT#*rtPti TmrthTf»

renz nimmt die Ueberzcugung auch unter den Franzosen zu-, daß an bem Vertrage erheb kb ch e '2! e n,b e r it n*gWn borgen ommeri roev betb müssen, ehe von der endgültigen Unter­zeichnung die Rede sein könne. Ein Dele­gierter erklärte dem Korrespondenten, die na- tionale Ehre jeder einzelnen Berbandsmacht fordere die Abänderung des Vertrages. Er werde zweifellos abgeändert, aber man könne noch nicht vorher sagen, ob genügend, um ihn zu einer handlichen Grundlage für den Frieden zu mack-en, den der Völkerbund im Laufe der Zeit verbessern würde.

Berlin, 24. Mai. (Wolf.) Ucter den Ver- laut bet SSerbanblimgen in Spa erfahren imr: Die F i nan^dc le g irrten wer »en teute unter dem Vorsitz Dern.durg in Spa zur Leiprcck)- unq teckmischer Gi.ijdteiicii lagen Bis l>cu'e ai>enb werten die Ge^aivorsckstäge völlig fertig sein. Ge­stern uxiTcn mmn icnd Scheid, nimm, Erzterger, Temburq, Bell und sechs Versailler Delegierte, so-oie eine ganze An za ist von Sachverständig.^. Die Besprechungen wurden im kleinsten Steile geführt. In den ersten Tagen der nächsten nvtt-en die Gegenvvrsckiläge r.i einer größeren Denktchriit üter.ii.5: nxxjen <t>.ut d>, eng isck u d französisch), tu welcher alle Fragen al-3 ein­heitlicher Komplex behandelt nxrben, di-g bisher in Einzel'ioicn uof) nickt erledig w-urdcn. Zugrunde gelegt ist der Rechtsboden, ter sich aus i-cr Lansmgiiote -ergibt. Es wurde versuäst, unter Anerkennung ter beiberkitigen Bedürfnisse den. Z.. 'rspalt mit den gegnetischen Vorzügen zu tescitiaen, ter darin besteht, daß einerseits e* Deutschland auf wittichast'ichem Gebiet unmög­lich gemadit nvrben so'l, text/ ut'jmmei, teß mi- tererseits T- utshland die härteren wir schastlickneir Auflagen zugem 11 w rten. Ei wur> versuch , in po i.ivcn Vorschlägen darzulegen, tua? Deuisck»- tenh unter den gegebenen Bedingungen leisieir tarnt und was nicht, und stnrer, daß gewisse Lei- sti'ngen üherltaupt nur nlögtich sind tei einer ge­wissen Gememsamkeil der ArteU zwisck^n den 2kg- nent und uns. 2u* Kabinett und dir De.egalian sired her Ansicht, daß unsere Gegenvarchläge cht teaackbarvs Instrument zu Dertemdlungen, anck zu müjiblidKn, sind. Andere Fvagen sind in Spa nicht verhandelt werten.

stellen, wird es Ihnen leichter werden, tiolilommcir gerecht zu sein.

Nur noch eine Erwägung, die in d esen Ta­gen »vielfach angestellt wird, bitten wir Ihnen snnterbrciten zu dürfen: Wemt der Friede im lot- sentlichen auf der Grundlos, die uns jetzt gebotenk «wird, beschlossen werden sollte, so bebrütet er kei­nen dauernden Friedere, sondern neue Kriege. Er tetentrt die s chwe r fte Erschütterung derjungenDemokratie und besorgt die Ge­schäfte der Reaktion nicht nur in Deutschland, son­dern in allen beteiligten Stottern. Damit gefähr­det er das ganze Werk einer friedlichen Neuorgani­sation der Welt, als deren Prophet Sie aufgetreiere sind. Wir bitten und flehen nicht, Herr Präsident, wir appellieren nur an Ihre eigenen Grundsätze «und-wir tun das als Männer intb Frauen, die sich unter ganz anderen Umständen, auch gegenüber den Versnckmngen des Kckegsglücks, im Kampf für diese Grün s .tz" tewäl rt hab n. Wie hoffen teshrb, Ge­hör zu finden.

Eine Rote der deutsch österreichischen Delegation.

St. G er m a iu cn Laye, 21. Mai. (Wolfs.) Meldung des Wiener Korr.-Bureau. Heute wurde dem Präsidenten Der Friedenskonferenz, Ele­ni e n c e a u. eine Note de r deutsch-öster­reichischen Delegation überreicht, in ter es heißt: Die Nepublii tourte in Kenntnis gesetzt, daß der Oberste Rat Der Alliierten^unD a soziierten Mächte beschlossen hat, sie nach St. G rmam en -Laye für Montag den 12. Mai zur Prüfung der Friedensbedingungen einzuladen. Nach Einholung ter Zustimmung der Nationalver­sammlung beeilte sich die deutzch österreichisck-e Ne­gierung, chre Bevollmächtigten zu ernennen und ihre Delegation zu organisieren. Im Hinblick auf die außerordentliche Bedeutung, die die Friedens-' Unterhandlungen für die Rettung des Landen und zur Wieberhcr tellutig tes matericlLm Lebens te5 Volkes haben, hat die Negierung an die Mitarbeit wichtiger Beamten tes Staat.s, von Neckstsgelchr- ten und Erperten in politischen Wisier.ichaitere avtelliert. Seither ist ter deutsch-Ssterreichisckien Delegation Fe .ne Mitteilung über die Eröff­nung ter Verhandlungen zugckommere. DaS lange Warten auf den Frieden erweckt im Geiste des deutsch-österreichischen Volkes eine um so schwerere Beunruhigung, als die Derzöge- rung den Massen unverständlich er ch int und not­wendigerweise Gerüchte und Besürchtimgen aller Ätt hervorru en muß. Solckte Stimmung ter öffentlichen Meinuna weckt ernste Sorgen in beug auf die Aufrechterhaltung der Ordnung und Ruhe in unferm Vaterland, besonders in den großen, industriclten Zentren sowie in teil testrittenen Ge­bieten, un) zwar sowohl in teil durch die Nach- barftaaien besetzten als aud) in den militärischen- Einbrüchen preisgegebenen. Die deut!ch-ösier- reichische Delegation wendet sich daher an Das Entgeg nkommen tes Präsidenten des Friedens­kongresses, um die Eröf nung von Unterhandlungen mit Deut ch-Oeüerrerch in kür zester Frist zu erlangen, damit die Entscheidung, von der das Schicksal und die Zukunst eines in Ungewißheit und Angst lebmten Volkes abhängt, nicht weiter auf- geschoten wird.

St. Germain, 24. Mai. igez.) Renner.

Ausschreitungen in Prag.

Wien, 23. Mai Die Stadt Prag ist seit vorgestern ter Schauplatz merkwürdiger Vorgänge, die nicht ohne weiteres als Plüntecungen bezeich­net werten können, ober sehr viel Achnlichkeit mit solchen haben. Unter dem SchlagworteGegen ten Lebensmittel- und Warenwucher!" burrfy.iclyn Tausente die Straften, zwing',:i Die u.L, die Preise auf ein Viertel oder Fünftel ter -u Wochen- beginn in Geltung geweser^n herabzustyen, und kaufen zu diesen ermäßigten Preisen w?it üb-r ten (tigenblidlidjen Scoan ein. In dem her s -enden Gedränge werten vielfach auch ohne Zahlung Wa­ren jueggetragen. Sen Mittag hält Militär alle Straßen b.sttzt. Alle Geschäfts!okale mußten ge­schlossen uxroen. Die Höhe der Warenvorräte werd behördlich sestgestellt.

Besprechungen in Spa geblieben ist, wird sfrieges ibürfat den gerechten Folgen reicht ent- am Sonntag ober Montag in Berlin zurück- gehen.

Tie Beratungen des Viererrat».

danken protestieren wir setzt g'gen ten (hrtror.i, der unter Ihrer yirt>.*raninx'rtima tem kni* scheu Volke io gelegt warte t i t. Tie ^knxggrni'te ?chrcs HantelnS sind uw) unbekannt. Wir können uns auch ganz aufrichtig gestauten lei, e Vorstellui'.g von ihnen machen, so nnversttoidüch ist unS der Gegensatz zwischen Ihren Worten undder Tat dieses Vertrags- e n t w u r f e s. Mmi ia(N und, dieser Entwurf iri ein Kompromiß zwifck)en 3bren Grünt: e i iii;b ten noch viel weiter g temten 7\v;teruitntH Fhrer Verbündeten, tnsbesoiucie tes Herrn GL - mcnceau; wir hüt ten cd also Ebnere zu verdanken, daß die Voilage nicht noch viel unybcncrlidKr ausge allen sei Viele sagen, Ihre Sacku' sei in tem Aug nblick ver­loren geivesen, als Sie einwilligten, Ziffer 1 Ihrer vielbesproctencn 14 Punkte, die D e f f c n 11 i rii - reit der Verhandlungen, preiszugeben. In d - Heimlichkeit deS Par.ser Milieus der alten Dipb - niatic meint man fei Fhr alte-S Programm abgewürgt und Ilmen ei n ZugestäredniS nad) dem »ne-eren aufaejnmngen worcvn. Erzwingere Sie, Herr Präsident, zwch jetzt die Oeferti-, licksteit im Sinne Ihres Programmen und lasien Sie (ter öffentlichen Meinung in allen Ländern: Zeit, zu den vorgelegten Besingung-n und zu ten Gi'oenvorschlägei'» Stellimg zu nehmen!

Wir empst tten mit Flpic-n da) Entf tz icte der alles Maß überftei-.'<nten Zerstörungen, die von der deutsckxm Heeresleitung in Nordfratckreich an- gerichtet worden sind und wir sind geneigt, zu glau­ben, daß sie die Notwendigkeiten der Kriegsührungi in unverantwortlickier Weise überfdreitten teten. Aber wir bitten Sic auch, im (Reifte das deutsche

igte Mitglieder der Delegierten handle. j«i5 dünkt, das schwächt die Gewalt und «weiskrast eines solchen Widerspruches

Amsterdam, 25. Mai. (WTB.) Der -

Pariser Korrespondent derDaily News", Sttuationsbencht. Der B i e r e r r a l pruuc meldet am 22. Mai: In Kreisen der Kuuse-I am Sonntag vormittag die Bestimmungen des Vertrages mit Oesterreich und beschloß, die tschecho-slowakische, die südslaviicl>e und die

kommen zugestanden worden ist, durch neu­trale und alliierte Länder Lebens mittel nach Deutschland auszusühren.

Eine deutsche Protestnote gegen das sranzSsiichc Vorgehen in der Psalz.

Berlin, 25. Mai. (WTB') In Ergän- zung des bereits gemeldeten Protestes vom 25. Mai gegen die beabsichtigte Proklamie­rung der neutralen pfälzischen Republik rich­tete Erzberger heute an General von jammer ft ein in Spa zur sofortigen Wei­tergabe an General N u d a n t ein Tele­gramm, worin er darauf Bezug nimmt, daß der Regierungspräsident der Pfalz, von Winter st ein, von General Gerard zwangsweise über den Rhein abgeschoben worden ist und alle pfälzischen Beamten von der französischen Besatzungsbehörde aufge­fordert worden sind, der geplanten neuen Pfälzer Regierung der 21 lLandauer den Treueid zuleisten. Weiter lührte Erzberger die Bekanntmachung des Generals Gerard an, in der es heißt, es sei dem Generalkommando der französischen Armee uzr Kenntnis gekommen, daß Lan­dauer Bewohner wegen ihrer sympathischen Gesinnung für Frankreich von gewissen deut­schen Beamten Ungelegenheiten erfahren hätten. Darin liege ein Verstoß gegen den Befehl des Marschalls Foch, sowie eine Un­korrektheit dem siegreichen und wohlwollen­den Frankreich gegenüber; das französische Besatzungskommauoo werde aber alle Be­strebungen auf Selbständigmachung einer pfälzischen Republik im Anschluß an Frank­reich auf das wohlwollendste fördern und alle gegenteiligen Schritte unterdrücken.

Auf Grund des Tatbestandes ersucht Erz­berger General von Hammerstein, der inter­alliierten Kommission in einer Protest- note zu erklären, General Gerard und die ihm unterstellten französischen Besatzungsbe­hörden hätten ihre Rechte mißbraucht, um einen Staatsstreich zur Loslösung der Pfalz von Bayern und vom Deutschen Reiche zu fördern, der von insgesamt 21 Persönlich­keiten ins Werk gesetzt worden sei, worüber aber die überwältigende Mehrheit der pfäl­zischen Bevölkerung voller Empörung und Entrüstutig sei.

Die deutsche 8r edenrgesellschast an Wilson.

Tie deutsche Frietenss?sellsckDaft bet* durch ihren Vorständen, den Ab^o.ckneken Pvrs Dr. Ludickg Knibbe, an P^äßd^it Wil tr i ein.nof'attn Brief ^rrifiet, tem wir folgende Stellen entnehmen:

Herr Prästdent! In ten letztere beiden Wochen nxrrten aus Teulsck»land ini^L'riig* Ruft ter Em­pörung über die uns zugemutelen Friedens- tet-ingungen an Ihr Ohr gedrungen fein. Manchen von denen, die am laute fiere sich entrüsten, werten Sie bte Berechtigung dazu bestreiten, beim ne habere in den Tagen tes Glücks die Grundsätze, als deren Verfechter sie jetzt auftreten, trrleugnet. Wir deutschen Paziff''e ater dürfen spnecken, t> nn wir baten auch zur Zeit xc glänzenden d ul 'chrn Siege verlangt, daß oer Friese, der dieftii Krieg beendigt, rin Friede dc s Rechts fein solle, ter das Selb'tteftmnnurgsred# ter Voller zu ach­ten bäte und die Letensirrlereffen auch ter Be­siegten nicht verletzen dürft, ein bau erntet Friede, gn'ichert durch einen Völkerbund. ter eine (temein» ntaft gleichberechtigter freier Völker fein müsse In Vitt'-etm'g dieser (tebarr3eu befanten wir uns in völ.ig?r lieberetni'.imntung mit tem Friedens- Programm, tzr tem Sie, Herr Präsident, sich be- üuuit chateu. r$n fSertretuaa teqer glchchcri Ge-

Unsere Gegenvorschläge sollen nun, wie - dieFrks. Ztg." erfahren haben will, nächsten ~~......" lienstag in Versailles überreicht werden.

ifinc Notiz des Wolff-Bureaus stellt heute die nid) von uns am Samstag erwähnte aus- indisckft Nachrickft richtig, als sei der Vor­sitzende unserer Delegation für die Unter- ,'illmung. Die deutsche Feststellung fährt 'ort:Die Bemühungen der Delegation, an- ^.rlniibare Friedensbedingungeu herbeizu- ihren, beweisen am besten, daß die Frage

der jüngsten Milderungen der Blök ______________________.

kadcbe st immun gen wurde jetzt beschlos- Schlachtfeld des oöITetreditöroibri- sen, die Firmen in Großbritannien zu erogen Aushungerungskrieges zu befiebti' mächtigen, innerhalb der monatlichen Ra- Wenn Sie im Grift den Jammer >n s s tinn. hl? Deutschland nach dem Brüsseler Ab- <-ckstachtfeldcs tenn Nordfrankrrrch) gegenuoer-

ftlegten Vertragswerk scharfe Kritik. Nach einem Kopenhagener Telegramm aus London vrtösfeiitlicken 25 Professoren der Univer- fität Oxford und einer Anzahl anderer bri- aiquyigP1 Universitäten einen Aufruf, in dem sie iqcn die Härten der Friedensbedingungen »iiüispruck erheben.

Ter cnglifdie Volkswirtschaftler und Pa- (jifift G. Lcwes-Dickingson, Professor am !Eings-Eollege in Cambridge, fällt in der ,Daily News" ein vernichtendes Urteil über W1 Iden Friedensvertrag. Er schreibt, seit der Zer- i ticuna Carthagos durch die Römer seien niemals einem hesiegten Volke derartige Be­rgungen auferlegt worden. Man übertreibe ^icht, weint man sage, daß aus der deutschen ^'ston ein Volk von Heloten gemacht werde. Semi man die Zivilisation noch retten »volle, nilßten die Beschlüsse von Paris ungeschehen

brr Unterzeichnung oder Nichtunterzeichnung «ch aar nicht aktuell ist. Es ist vorläufig «nteiifbar, daß die Gegner sich toeiaem soll- 1 :m, über den deutschen Gegenvorschlag zu | verhandeln "

Die Annahme in dem letzten Satz der . halbamtlichen Notiz wird in einer Meldung 1 her Pariser Ausgabe desNewyork Herald" worin es heißt.Es ist noch nicht '^endgültig bekannt, ob die vom Vierer rat ge- Alanten Aenderungen reale Konzessionen oder Ärut Aenderungen in Einzelheiten sind. Wäh- »reud franzöi'ifche Streife behaupten, daß es sich ||nur darum bandle, einige Punkte klarzustel- * len, welche die deutsche Delegation für un-

11rich)einwohnern, der Wink, wir möchten uns der bescheidenen Rolle eines Handelsstaa- y statt einer Industriemacht begnügen, fer­ner der billige Vorhalt, wir sparten ia künftig auch die früheren Militär- taften das sind .(tesinnungsproben, die turn noch einer Ausdeutung bedürfen. Friß dter stirb am besten: stirb? Diese Lek- ; ion ist eine Ueberl>ebung des französischen ! 'Y'achtlftibers und beleuchtet, wie wenig man iuf der Gegenseite dem Geiste nach die vier- ^hn Punkte Wilsons berücksickstigen will.

GichenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

StDimngsTttnbörud u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch. u. Steinbruderci K. Lange. Zchr.ftleitung, Geschäslrstelle u.vrnckrrei: Lchulftr. 7.

elUrei uhhuumu uiyit ii u.iu Aiuu ui Wiyn fran.Sfisches Blatt meint denn auch,

s« von Clömenceau ganz persönlich abgefaßt