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Dienstag, 25. November W4

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Swettes Blatt

Nr. 2Z6

Die Spar-Prämicnanleihe

«. birrd> Pfarrer Herpel in Likberg aus der Ternokra-

»nSMtiWa Partei ausgetretmsZ. Wie dasDarrn- fcSä g^5000&^< ^ter Tageblatt" hierzu erfährt, hat er sich der

Betrage ÄjädBrf jährlich aus- Sozraldemokratte angeschlos.m.

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Kopfschmerz

Güterzug springen wollte, aus und geriet die RÄer. Er wurde tödlich verletzt.

Zeit die Stelle seines pensioniert werdenden Vatns übernehmen sollte.

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Die italienische Kammer.

Rom, 25. Nov. (WTB.) Stesani. Wie Blätter melden, wird der Zusammentritt Kammer um einige Tage verzögert, da

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** Libberg, 24. Rov. Bor einigen Tagen konnten wir initteilen, daß der betoraitc Polttiker

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Baptistengemeinde, Lonystr. 2

Mittwoch abend 8'/, Ubr: Vortrag des Herr«

Prediger Ruduitzkv-Berltu: Thema: l(er,

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Arr» Stadt rrnd CattO.

Gießen, den 25. Nov. 1919.

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Besser °b Worte äba^Üci» °

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In ihrer knienden Stellung konnte sie nicht erfolgreich auöweichen. Ter Schutz krachte, inte sie sank ohne einen Laut vornüber auf Gottorb- Lcicye.

Tie alte Webster kicherte triumphiwend ait. Aus ihren Augen flackerte der offene Wahnsinn. Sie hatte in der Gegend immer alsNärrin" ge­golten jetzt, durch den Dod ihres Neffen, den sie in ihrer Weife lieb gewonnen hatte, erfüllte sich das Schicksal ihrer Familie auch an ihr in tra gi'cker Weise.

Selbst ihre Schwester, Frau Gottorb, erkannt« das und wich entsetzt zurück.

Da erblickte die Wahnsinnige MHesta, die tot entgeistert im Türrahmen stand.

C« stutzte und richtete dann blitzschnell die Waffe auf sie.

Noch eine! Noch eine!" fauchte sie,bi5 ist die andere, die ihm die Botschaft gebracht hat! Tte mit schuld ist an seinem Tod. . ."

Modesta drohten die Sinne zu schwindm. Un- fäfrr, sich zu rühren oder auch nur die leiseste Bewcaung zu inadjen, starrte sie auf den tod- krinoenden Lauf, der ihr entgegenblitzte.

Ta ritz sie eine starke Hand zur Seite. Wie im Traum sah sie Magnus sich auf die Irrsinnige stürzen und mit ihr ringen. Ein Schutz entlud sich, aber er ging, ohtie Schaden anzurichten, in die Tecke. Tann siel die Waffe klirrend zu Boden, und Mamrus rief keuchend vor Anstr en- gung:Ruien Sic Leute, Frau Gvttorb rasch lange kann ich Sie allein nicht bewältigen..'

(Forsetzung folgt.)

Sieh mich noch einmal an, Paul! Ich bin bei dir . . Evelyn! Tu wolltest mich ja noch ein­mal sehen! . . . Ich, aber sage dir jetzt, ditz ich dich' doch liebte . . ., dich allein . . .!"

War das Evelyns Stimme, die diese Worte dnnncn sprach in sanften, weichen und zigleich von tiefster Verzweiflung darchbebten Tönm?

Modesta, die vor Erregung kaum atmen konnte, klammerte sich an den Türsbock, um nicht umzu- i in Een.

Was war da drin geschehen?

Sie wagte nicht, die Tür weiter zu öffnen. Ihr war, als ginge dahinter etwas Heiliges vor, das kein Mensch stören dürfe.

Vielleicht dachte Magnus, der nur wenige Schritte von ihr entfernt im tiefen Dunkel des Flurs stand imb aleich>falls erschüttert lauschte, dasselbe, denn er rührte sich nicht.

Tarot wurde es drin auf einmal furchtbar still. Tie schweren rächenden Atemzüge roaren verstummt.

Eine Sttmme, die Modesta nicht kannte, schrie jammernd auf:Er ist tot? O Paul, Piul nie konntest du d.ffner Mutter das antun!"

In den Jammerschvei der Mutter mischte sich ein jauchendes Kichern.

Er?" kreischte es auf.Sie hat ihn g> tötct! Sie ist ferne Mörderin! Aber sie soll ihren Lohn haben."

Mit einem Schrei ritz Modesta die Tür -auf in dem Moment, wo Fräulein Webster ixn R> vo'.vcr an Evelyns Schliß letzte und l-osdrückte.

Evelyn lag auf 'den tien vor dem -L-ofa, das Cottorbs Leiche trug x Sic hatte ihren Kopf aut seine erkaltenden Hände gerückt und suhr erst im letzten Augenblick entsetzt m di: Höhe, als das kalte (Äsen ihre ©tfläfe berührte.

Kreis Wetzlar.

** H örns heim, 24. Nov. In unserem Orte hat sich ein Krieger-Wehr-Vcrein gebildet, der an 80 Mitglieder zählt. Am 18. No- vomber fanden die Wahlen statt: es wurden ge- tvähll: Anton Engel V., Präsident, .Heinrich Bcp- ler. Vizepräsident, Lehrer Schuhmacher, Schrift­führer, Heinrich Bork, Rechner, Anton Gimbel und Otto Schneider, Vorstandsmitglieder. Vom Vorstand wurde am Totensonntag zu Ehren der gefallenen Kameraden ein kostbarer Kranz in der Kirche ausgehängt.

Das Glück der andern.

Original-Rom-an von Erich Eben stein.

Copyright 1916 by Ordner & Comp., Berlin W 30.

lNachdrnck Derbheit.) Fortsetzung 56.

Und dennoch folgte er ihr! Es war etwas, in ihrem plötzlich so venvandelben Wesen, das zwang, ihr auch weiterhin zu folgen gegen Willen und Vernunft. , _ . ... ,

Tas WortDirne" vorhm. hatte ia nicht ferm Ueberzeugung, sondern btotz sein Grimm über ihr verstocktes Schtottgen ihm erpreßt. m

Sie sollte gestehen, was sie an bt-)en Gottorv band was sie in Duchegg wollte.

Aber sie gestand nicht. Sie stand da mit der Miene und tzaltung einer 6'kränkten ^omgrn, die da schweigend geyt, wett man sie unerhört In leidig haMagnus allmählich, und^seine Vernunft kehrte langsam zurück. Mit ihr dte Sorge

Jedenfalls aber mutzte -:r sich auch Gewißh'tt schaf^nüber den Zweck dieses, ftltsamm Weges, llnb da sie ihn wahrscheffllrch nicht an ihrer Seite g.chuldet hätte, folgte er ihr heimlich.

Tavan, daß man sie beide daheim jetzt fcerntS vermissen mutzte und in Unruhe fern könnte, dacht: en gar nicht.

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kombinierten Chancen dieser Anleihe wird der Kurs voraussichtlich ein verhältnismäßig hoher sein. Nach 20 Jahren hat der Besitzer unter allen Umständen das Recht, vom Reiche für seinen Besitz an Spar-Prämienanlcihe für icde 1000 Mk. 1800 Mk. zurückzuverlangen. Da er beim Erwerb 500 Mk. in bar imd 500 Mk. in Kriegsanleihe, deren Wert augenblicklich börsenmäßig ungefähr 400 Mk. ist, in Zahlung gibt, so verzinst sich das angelegte Kapital Don 900 Mk. mit vollen o»/o. dufter dieser ihm sichergestellten Rückzahlung hat er dann alle Gewinnchancen in 20 Jahren un­entgeltlich ausgenützt. *

*' Amtliche Perfon al nachrichten. Ernannt wurde der Militäranwärler Offizierstell- vcrtteter Jakob Schuhmacher zu Darmstadt xum Kanzleigehilfen bei der Ministerialk'anzlei des Ministeriums des Innern, der Kreissekretär Phil. Fuchs zu Mainz zum Kreisobersekretär beim Kreisamt Grotz-Gerau. In den Ruhestand ver­setzt wurde am 20. November der Ministerial- lanzlist Richard Finns zu Darmstadt auf fern Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate ^leisteten Dienste mit Wirkung dorn 1. Januar 1920 an. Erledigt ist eine mit einem evan- vlifchen Lehrer zu besetzende 2. Schulstelle in Niem-Karben, Kreis Friedberg.

* Aus dem Militärwochenblatt. Dm Charakter als Oberstleutnant hat erhalten Major a. D. v. S ch rn e l z i n g u. Wernstein, zuletzt im Dragoner-Regiment Nr. 23, mit einem Dienstalter Dom 12. April 1919. Nouvel. Maror her Landwehr-Inf. 2. Aufgeb. (Darmstadt, früher Bernburgs der Abschied mit der Erlaubnis zum Tragen der Landwehr-Arttllerie-Uniform bewtt- igt. Der Abschied mit der Erlaubnis zum Tragen wr bisherigen Uniform bewilligt: Dr Loeb I Darmstadts, Stabsarzt der Landw. 1. Aufgeb.

** Fahrende Landpost. Born 1. De- .tember ab wird die fahrende Landpost G i c tz e n SteinbergGrüningen aufgehoben; vorn gleichen Zeitpunkt ab wird die fahrende Land- vost Lang-Gönstzolzheim bis Grü- ningen weitergeführt.

** Das Aufgeld für die Zahlung der Zölle in Gold betragt für die Zeit vom 33. bis 29. November d. Js. 775 Mk.

Landkreis Gietzen.

X Wieseck, 22. Nov. Als seltene Doppel- tra u u n g fand heute in unserer Kirche die Trau­ung der beiden Schwestern Anna und Luise Weller, Töchtern des Latrdwitts Karl Weller und seiner Ehefrau Luise geb. Wagenbach, statt.

Kreis Büdingen.

an. Berstadt, 24. Nov. Das Opfer eines llnalücksfalles wurde Ende vergangener Woche der 33jährige Sohn des hiesigen Bahn­vorstehers Weigand. Die Maschine cin^s Güter­zuges erfaßte ihn, als er ahnungslos zwischen dem Geleise stand. Er wurde überfahren und so schw:r verletzt, daß der Tod sofort eintrat. Der ver­unglückte htnterläßt Frau und zwei Kinder. Der Fall ist um so tragischer, als der Sohn in nächster

Stimmzählung und die letzten Formalitäten für die Ernennung der neuen Deputierten noch nicht abgeschlossen sind.

Die Unruhen in Aegypten.

Amsterdam, 24. Nov. (WTB.) Die Times meldet aus Kairo, daß die Unruhen in Aegypten fortdauern. In Alexan-i drien fanden große Kundgebungen statt. Es kam zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Da cs dieser selbst mit öilje der ägyptischen Truppen nicht gelang, die Ordnung wiederherzustrllen, mußten englische Truppen eingreifen. Auch in Tanta und anderen Städten des Nrldeltas fanden Kundgebungen statt. Bei den Unruhen in Kairo am Sonntag betrug die Zahl der Opfer unter der Bevölkerung 84, davon sieben Tote. Dazu kommen noch zahlreiche Opfer unter der ägyptischen Po­lizei und unter den englischen Truppen.

Kairo, 24. Nov. (WTB.) Reuter. Der spätet eingetroffen. Der frühere Finanzminister Wabha Pascha hat das Amt des Premier­ministers angenommen.

Dank-Kundgebung Hindenburgs.

Berlin, 24. Nov. (W. B.) Wir werden um BerösfenUichung nachstehender Kundgebung ersucht: Gelegentlich meiner Reise nach uird üon Berlin, während meines Aufenthaltes daselbst und nach meiner Rückkehr nach Hannover wurden mir wieder von Einzelnen und von Bereinigungen zahlreiche Beweise freundlicher (Sefinnung in Form von Begrüstungen, Schreiben, Telegrammen, Mu- men und sonstigen Gaben entgegengebracht. Sa sehr mich diese AufmerVsamVeiten erfreuen, so wenig bin ich in der Lage, herzlichsten Dank hierfür einzeln auszusprechen. Ich bitte daher, dies aus sckKetzlich durch diese Veröffentlichung tun zu dür­fen. Hannover, 23. November 1919. .Hindenburg

Deutsche Kinder in Dänemark.

Berlin, 24. Nov. (W.B.) Der dänische Mi­nister S t a u n i n g sandte auf das Telegramm des Reichskanzlers aus Kopenhagen folgende Antwort: Ich habe Aufenthattserlaichnis für eine neue An­zahl deutscher Kinder bei dänischen Ar­beitern für die nächste Zett erwirkt. Es ist den dänischen Sozialisten eine Freude, an der Heilung der vom Kriege geschlagenen Wunden Mitwirken zu können.

Miodesta war überzeugt, daß er umgekehrt war. Wie hätte er ihr auch nur einen Schritt toeitr ^lgen Fönnen bei der entsetzlichm Meinung, ine er von ihr hatte?!

Und doch war dres gut, fo gut, datz er fte für schuldig hielt, und darum an Evelyn gar nicht pachte. Nur so konnte Evelyns Unbef)nn:nheit verborgen bleiben.

Freilich, um welchen Pveis!

Tie Siebter von Buch?gg tauchten jcht vor ihr ouf. Alle Fenster des Erdgeschosses warm er­leuchtet, und mlch im Obersdock waren einige Fm- fler bell.

Das Gartentor, sonst immer fest Verschlüssen, stand halb iahen. Nirgends war ein mmschlich:s Wei en zu erblicken.

Modesta sah jetzt, was sonst durch die hohe Mauer, die den ganz-en Besitz umgab, verborgm nurde, daß die Wirtschaftsgebäude ziemlich weit seitab lagen und das große, düstere Wohnhaus ganz allein stand.

Auch hier stand die Haustür offen, und nie­mand war zu er bilden. Moesta trat zögernd in den Flur.

Was sollte sie sagen, wmn ihre Vermutung unrichtig war und Evelyn sich gar nicht hier bc- fanb? .

Aber sie kam nicht dazu, eure Ausrede zu er­sinnen. Aus einer nur angelehnten Tür' rechts Dom Eingang schlugen gebämpite erregte Stimmen an ihr Öhr, dazwischen röchelndes Atmm, das Modefla vor Grauen erstarren ließ.

Jemand schluchzte aut. Tann crtimite sie Evelyns Stimme, die, von Sch'luchgM unterbrochen, jaoie:Vergib mir, Paul . . ., das wollte ich nickt ... bei Gott, das wollte ich nicht

' Und nach einer Pause, in der nichts als die röchelnden Atemzüge zu hören waren, wieder:

wurde, war bei heftigem Sturm von seinem Liegevlatz abgetrieben worden und in den Hasen Don Kjoege eingelausen. Französische Marinemann- chaslen erzwangen das Wiederauslaufen des Seg­lers mit Gewalt und brachten das Schiss unter ftanzösiscker Flagge nach Kopenhagen. Die deutsch« Gesandtschaft erhob bei der däniichen Regierung Protest. Das gleiche geschah durch Vermittlung der deutschen Marinebehörden bei der interalliier­ten Marine-Kommission.

Die Finanzpolitik im besetzten Gebiet.

Alzey, 25. Nov. (WTB.) Der konnnan- diercnde General der französischen Rhein- arm e e gibt bekannt, daß die Gemeinden, Kreise und Bezirke mir An leihen auf­nehmen dürfen, toenn sie vorher die Genehmigung da^u bei dem kommandierenden General nach gesucht und erhalten haben.

Die Dortenschen Machenschaften.

Köln, 25. Nov. (WTB.) Zu der Meldung, daß Anhänger Dörte ns die Druckerei der Mühlheimer Volkszeitung" gekauft haben, um eine Zeitung ihrer Riclstung unter dem Titel Rheinischer Herold" erscheinm zu lassen, meldet dieRheinische Zeitung", daß als Leiter deS neuen Blattes der bisherige Redakteur derKöln Dolksztg.", Dr. Zacher, in Aussicht genom­men sei.

Amerika und die europäischen Finanzen.

Washington, 24. Nov. (Reuter.) Es wird bekannt gegeben, daß ein nationaler Ausschuß für europärsche Finanzen organifiert wird, um die endgültigen Plänc für Gewä hrung lang- sristiger Kredite für europäische Einkäufe m den Bereinigten Staaten zu prüfen.

Hessen-Nassau.

Die Ehrentaftl der Marburger 11er Jäger.

)( Marburg, 23. Nov. Daß das Kürhes­sische Jägerbataillon Nr. 11 im großen Kriege auf den verschiedensten Kriegsschauplätzm roicDer seinen Mann gestanden hat, zeigt die j:tzt veröf­fentlichte Ehrentafel. Es sind gefallen 56 Offizi:«, 124 Oberjäger und 1075 Jäger. Vermißt tourtxm 25 Oberjäger urti> 251 Säger.

*

s. R-odheim a. B., 15. Nov. Älnch der Obsb» und Gartenbau-LZevein hat endlich seine Tätigkeit wieder ausgenommen. Heute tagte er zum ersten Male wieder nach langer Kricgszeit.

X Gelnhausen, 21. Nov. Tie beiden Wilderer, welche den Jagdauffcher (Mger aus Geislitz erschossen haben, silü> ermittelt und fest­genommen worden. Es sind dies die Arbeiter Heinrich Dönges und Gustav Knirr aus Lützel­hausen. Dönges hat eingestanden, den tödlichm Schirß al-gegeben zu haben. Der Brems.'r Nix aus Aufenau glitt, als er auf einen fahrenden

«lost werden. Es gibt keine Prämienanleihe des In- und Auslandes, die derarttg hohe Treffer zur Ausschüttung bringt, wie die Deutsche Spar- Prämienanleihe. Denn es kommen jährlich zehn Treffer zu je 1 Million Marl, 10 Trösser zu je 500 000 Mk., 10 Treffer zu je 300 000 Mk., 10 Treffer zu je 200 000 Mk., 20 Treffer zu je 150000 Mk. und 40 zu je 100 000 Mk. neben vielen Treffern zu 50 000 Mk. bis herab zu 1000 Mk zur Verlosung.

Außerdem erhält jedes 2. Stück bei der jähr­lich statt findenden Tilgungs-, d. h. Rückzahlungs­auslosung. eine Sondervergütung von 1000 Mk., die Borrus genannt wird. Dieser Bonus steigt sogar allmählich auf 4000 Mk. Solange das Stück nicht durch die TUgungsverlosung znrück- «zahlt ist, nimmt es stets an den jährlich zweimal stattsindenden Gewinnziehungen teil, so daß der Besitzer einer Prämienanleihe die Aussicht hat, sogar mehrere Male Vvn der Glücksgöttin bcschentt zu werden. Und dies geschieht alles ohne Gefähr­dung seines Kapitals und ohne Verlust seiner Zrw- sen, denn das Kapital muß ihm mit allen an- gelaufenen Zinsen znrüchgkÄahlt werden.

Die Spar-Prämienanleihe wird wie alle deut­schen Anleihen an der Börse gehandelt, der In­haber solcher Wertpapiere rft deshalb in der Lage, sie täglich verkaufen zu tonnen. Infolge der vielen

bL?7b m^n sie ^rt'fteund ich aufnehmen würde. Lielleickt ging sie Kränkungen od:r gar Temutt- gangen mtseg-n. Tann mußt: er an rhr:r ©eite

Büchertlsch.

Im Reiche des goldenen Drachen nennt sich eine Reiseerzählung^ aus dem Innern Chinas von dem bekannten Schriftsteller Otsriio v. Hanstein, die soeben im Berlage oer Buch­handlung Gustav Fock in Leipzig erschien. In drei mtt je vier farbigen Bildern cmsgestatteten Bänden unter den Einzeltiteln: In Höhlen und Schluchten des Wutai Schau, Unter Mongolen und Tanguten, Bon Tibet noch Peking, schildert der Berjasser die Eindrücke und abenteuzrlidKn Er- lelmisse out einer Wanderung durch das Inner: von China und durch Gebiete, die dem großen Weltverkehr noch nicht erschlossen sind. Die span­nende und an interessanten Verwicklungen reiche Handlung, ebenso wie die Beschreibung der eigen­artigen Sitten und Gewohnheiten der Bewohner und ihrer gesamten Gedankenwelt, machen das Werk ebenso für die reifere Jugend wie für Er­wachsene zur Lektüre geeignet. Infolge des bil­ligen Preises von 7,50 Mk. für den Band, von denen jeder eine für sich abgeschlossene Erzählung bildet, ist jedermann die Anschaffung des Werkes ermöglicht. Die Bücher sind auch in Einzelbänden durch jede Buchhandlung zu beziehen.

Die Weltliteratur. Nr.47. J.J. David, Tai Ungcborene. 30 Pf.

Tie Sterne. Ein Drama in Mer Auf­zügen von Hans Müller. Verlag der I. G. Co Na­schen Buchhandlung Nachfolger in Stuttgart und Berlin. Geheftet 2.50 Mk. gebunden 4.50 Mk.

Frauenbücher von Otto Buchmann. Maries Lied. Gedichte. 50. Tauf. Geb. 4 Mk. Ich trage meine Minne. . . Gedichte. 3. Taus. Geb. 4 Mk Tischbeins Verlag, Hanirover.

Schopenhauer" von Dr. W. O. Tdring, Lübeck 1919, Verlag von Charles Cole- rnan, Lübeck, 209 Seiten, Preis geb. 7.50 Mk.

yochschilnachrrchten.

rm. Darmstadt, 24. Nov. Bei den Wahlen zur Vertretung der hiesigen Studentenschaft an der hiesigen techn. Hochschule wurden 31 Vertreter der Korporationen, 18 Nichtkorporierte und 2 So­zialisten gewählt. Tie Sozialisten erhielten ttotz lebhafter Wahlagitation auf lallen Seiten nur 79 Stimmen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktton dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Zwangswirtschaft für Holz.

Vom Lande wird uns geschrieben:

In einer Zett, in der mit Recht überall so­bald wie möglich der Abbau der 'Ztvangswirtschaft gefordert wird, die alle Moral in unserem Volle vernichtet hat, liest man mit Erstaunen in den neuesten amtlichen Verfügungen, daß nun auch das Holz im kommenden Winter unter Zwangswirtschaft genommen werden soll, und daß an den einzelnen Haushalt, man höre und staune!, nicht mehr als Ve Raummeter pro Kopf abgegeben werden darf. Man weiß in der Tat nicht, wen man nrehr bedauern soll, die Be- völlcruug, der damit auch das allemöttgste Holz zur Bereitung des Essens, von Zimmerheizung ganz zu schweigen, entzogen werden soll, oder di- Regierung, die, den allernotwendigsten Bedarf unstres Bolles scheinbar nicht kennend, solche befrembenben Maßnalnnen trifft. Die regierenden Stellen sollen sich über die dadurch hervor- gerufenen Folgen nur nicht wundern: schon jetzt hört man allgemein, baß die Leute sich das Holz das ihnen vorenthalten wird, mit Gewalt holen werden Auf der anderen Seite wird dem ©(hiebettum und Wucher .ein neues Feldfrucht­barer" Tätigkeit zugewiesen; ixe ehrlichen sind auch da, wie so ost in dieser Zeit, bie Dummen, unb bieienigen, die sich im vorigen Jahr kraft ihres reichen Geldbeutels rerchttch für langer mit Holz eingedeckt haben, tadym sich ins Fäustchen.

so wenig Holz? Ist auf) daran der schone Wilsonsche Frieden schuld, muffen wir vieUercht Holz für den Wiederaufbau der zeritörttn Gebrete liefern oder wurde im Kriege Raubbau getrieben? Dann 'kläre man unser Boll in aller Ruhe auf, bann sorge man durch Zwang tn den Bergwerken für Mehrlieferung von Kohlen, statt das Land und seine nicht ftreitenbe Bevölkerung immer mit Zwang zu bedrohen, unb gebe der Landbevölke­rung (ebenso natürlich der städttschen), die von

Letzte 2Tacbricbttt.

Das Betriebsrättgesetz.

Berlin, 24. Nov. Ein in der Samstag­sitzung des Ausschusses der Nationalversammlung eingebrachter Vermittlungsantrag der Demokraten lautet: ,FfN Unternehmungen, für die ein Aufsichtsrat besteht, ist dieser auf Verlangen des Betriebsausschuffes und, wo ein solcher nicht bestes, des Betriebsrates verpflichtet, die an Ihn gebrachten Anträge und Unterneh­mungen des Betriebsrates, soweit sie sich auf die Organisation des Betriebes und die besonderen Interessen der "Arbettnelnner blichen, in seiner nächsten Sitzung zu behlmdcln. Zu dieser Sitzwrg sind em vis zwei Vertreter zu entsenden, die dort Sitz und Stimme haben."

Berlin, 25. Nov. (WTB.) Die Demo­kratische Fraktion ist gestern erneut zu einer Besprechung über das Aetriebsräte- g e s e tz zusammengetreten. Herr v. Payer als erster Referent, zeigte sich zum Nachgeben bereit. Keinesfalls aber teilte er die extremen Ansichten dec Sozialdemokraten, die bekanntlich den Be­triebsratsmitgliedern einen entscheidenden Einfluß auf die Bilanz einräumen wollen.

Deutsche Frayen tm englischen Unterhaus.

London, 25. Nov. (WTB.) In der gestri­gen Sitzung des UnterhauseserflärteSenat Law, er glaube, daß die Nachrichten, wonach Deutschland eine Armer von 500 000 Mann be­sitze, (übertrieben seien «Er fügte bei, daß der Oberste Rat diese Frage selbstverständlich nicht aus den Augen verloren habe. Er werbe vielmehr darüber wacheri, daß die Vertragsbestimmungen nach der Ratifikation beobachtet werden. Auf eine weitere Anfrage erwiderte Sonar Law, die Reduzierung der deuffchen Bestände könne erst nach der Rati­fikation des Vertrages durchgeführt werden.

Amsterdam, 24. Nov. (WTB.) Telegraaf meldet aus London Dom 23. November: Der Abgeordnete Kennworthy wird morgen im Parlament an den Premierminister die Frage richten, ob im Hinblick auf die monarchrfti- schenBestrebungen und die m r l i t ä r i s ch e Reaktion in Deutschland die Alliierten alles, was in ihrer Macht liegt, tun werden, um die Stellung der gegenroärtigen deutschen Regie­rung zu stärken.

Ein französischrr Nebergriff in der Osts«.

Berlin, 24. Nov. (WTB.) Der deutsche SeglerC a p e 11 a", der anläßlich der Ostsee- sperre auf der Fahrt von Helsingör nach Odense von einem ftanzösischcn Torpedojäger festgehalten

jeher meist Holz brannte unb mtt ihren Oesen viel­fach nur dafür eingerichtet ist, die Mindesttnenge des nötigen Holzes. Vielleicht nehmen »ich die Abgeordneten der Voliskammer einmal energisch dieser weltfremden Verordnung an.

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