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8reitag, 25. Juli 1919

169. Jahrgang

Erstes Blatt

welche von

6teu Dienstbehörde

m. m

ter Lietzener Bnzeigei erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags.

Bezugspreis:

monatl. Mk. 1.60, viertel- jährlich Mk. 4.80, durch Ubhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch diePostMk.4.50oiertel- jöhrt. ausschl. Äestellg. sternlprech - Anschlüsse: Mir diekchri1tleitungll2 !Verlag,ÄeschästSstelle51 AnschristfürDralitnach- richten: Anzeiger Lietzen.

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Swulfurt a. Dl. U686

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gw Z>(te.

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Gieftencr Anreger

General-Anzeiger für Oberheffen

Zwllllngrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steinbruderei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle u.Druckerei- Schulstr. 7.

Sagt, da nur toeirige deutsche Werte

ungLnsch

Das Programm des guten i Willens. Fr

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Frankreichs Finanzlage.

des

y^reilmHige.

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treffen.

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ihn

das

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einmütigen Willen, weiter in Treue Millionen Mark in Austtcht genommen i|t, ^Bayern zu sbehm, gaben die Vertreter des Damit wird diese Gesellschast die. größte .deutsche vsälEen Volkes dadurch Ausdruck, daß sie den Aktiengesellschaft bilden und betaM fern, sich Ministerpräsidenten Hofsmann zur Abgabe sol-I auch ftlr etwa forderliche erhebliche Anleche- ^ender Erkl^mg ömktWai; Li- pfalLÜcheu > lause bu notioaibiflen Äubite iu bejchaifea. Dre

Die finanziellen Klauseln de» FricdenSvertrages.

Line Vlohstellung Lrzbergers.

Berlin, 24. Juli.

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*5 unterzogen Iw, u'^'enschasl.

b noch weiter;

und Gnechjsch und

11 die Prnwng er-

en Prüfung ge- luch macht, ()at, statt ' cm Zeugnis einer icn, aus dem hervor- » angeführten Para- cng von Zeichnungen !er Nachweis geführt

lafsung zur Prüfung neuten Gesuche reugnis bejzu>

ahme an der Prü- kann Msnahinsiveise hmigt werden.

Gesuche um Ju­ng als derjeni- enJahres statt- i lendet wird, der Ge- itfen md bei den Er- : bei uns, einzureichen

3. Instanz vorlegen

eine längere Zeit be­er Nachsuchenden, mit en Termin zu warten, Hi machen, andern- «vorstehenden Prüfung

die zu Prüfenden ge- Anl. 2 zur Webr-Ord- 1 Nr. 68 von 1901) !, sowie des Lokals, in »eitere Bekanntmachung ing.

Abgeordneten ersuchen den Ministerpräsidenten,, Aktien der zu gründenden Aktiengesellschast sollen in ihrem Namen zu erfiären, daß sie die Agitation kein Handelsobjelt bilden, bleiben vielmehr dauernd für ein Groß-Hessen' zurückweiseir und für die im Besitz des Konsortiums: dieies bezieht keine Aufrechter Irnttung der Verbindung der Pfalz mit1 ***

SteUen ftflttb8/ >erw'"' <chL-

Die pfälzische Republik.

Berlin, 24. Juli. DieFreie Pfalz".

Organ der pfälzischen Franzotenrreunbe, rech­net wie aus einem Artikel der letzten Nummer hervorgeht, damit, daß die Ausrufung der Republik Pfalz in nicht allzu langer Zeit erfolgen dürste. Als Ausgabe einer vorläufigen Regierung bezeichnet das Blatt die Ausrufung der Republik und ihre Anerkennung durch sämtliche Staaten. Nach Erreichung dieses Zieles werde die Regierung zurücktreten und es werde dann ein pfälzischer Volksrat durch allgemeine Wahlen gebildet werden. , _.

Bamberg, 24. Juli. An der letzten Sitzung des Landtagsausschusses für auswärtige Ange­legenheiten nahmen auch die psälzitchen Adgeoro- neten zum bayerischen Landtag teil, xem ent-

g.

mirben in hiesiger Stab« flechte, 3 Portenmime nhalt, 1 Öermuhr, m m*. 1 l*W'» [ Kurbel vvn einer M &terl)(tnw;

bandnhr, 1*3 srsz-

ii nuuhkN. jedem icnstante tom utjI njtb inner va-

gesellschast vornehmen.

Die Ausgestaltung der Reichssteuergesctze.

Berlin, 24. Juli. (WTB.) 2Bie die Voss^ Ztg." aus zuverlässiger Quelle aus Stuttgart er* ährt, wurde zwischen dem Reickzsfiitackzminisler und den süddeutschen Finanzministern in der Frage der Ausgestaltung der Reichssteuergesetz« eine Einigung erzielt.

Versailles, 24. Juli. (WTB.) Ter Frie- temsausschuß der Kammer hörte gestern die Fort­setzung des Berichtes des Abg. Dubois über die füinaiiziellcn Klauseln des Friedensvertrages an. TLubois sagte, man frage sich, ob Deutschland in bwr Lage sei, die Vervfliästung^n des Vertrages pqi erfüllen. Man müsse bedenken, daß die Ber- rmögensaufstellung Helsserickis Objekte in Betracht

verloren hat.

2ius dem besetzten Gebiet.

Luch Schwäche.

Die Rede des Ministers des Aeußeren irar besonders durch Schwäche gekennzeichnet. Teuischland verzichtet völlig auf das deutsche Schwert und wartet lammfromm, bis sich der i Militarismus der anderen in völkerbünd- licken Pazifismus verwandelt hat. Deutsch­land feiert Belgien als das unschuldigste Land. Deutschland schaltet sich selbst aus der großen Politik aus. Es will von irgend einer politischen Ausnutzung der Weltlage nichts «rissen. Deutschland wird sich an keinerMlianz beteiligen. Seine einzige Aufgabe nach Außen bin besteht darin, sich mit dem Kranz kleiner Staaten, der uns umgibt, in Zukunft fried­lich auseinanderzusetzen und abzuwarten, bu feine Friedfertigkeit über die Gewaltpolrtt der anderen triumphiert hat.

Hierin kündigten sich abermals die inter­nationales Ideen und internationalen Er­wartungen der sozialdemokratischen Partei­schulung .an, die durch nationale Gesichts- Duntte iioch nicht überwunden werden konnten.

Bayern eintreten.

Minister Hünisch über die rhcinifcheFrage.

Berlin, 24. Juli. Minister Hani ich machte einem Mitarbeiter der Düsseldorfer Nach­richten eine Reihe von Ausführungen, in denen er die rheinische Frage als die wichtigst für ganz Preußen und das Reich bezeickmete. Die Z er­splitterung des einzigen großen Staates, den das Reich habe, halte er für den ungeeignetsten Weg, um zu einem Einheits­staate zu kommen. Der Minister sagte dann: Die Begründung, daß durch die Loslöiung der.Rhein- lande zu einem Einheitsstaate zu kommen i|t, kann ich nicht als richtig anertennen. Der Einheit s- sta a t wird im Laufe der Jahre körn men und zwar nicht durch einen gesetzgeberischen Akt, son­dern einfach dadurch, daß das Reich nach und nach eine große Einrichtung nach der anderen über» nimmt. Es steht durchaus im Bereich der Möglich­keit, daß über kurz oder lang die ge f anttc Ju­stizverwaltung auf 'das Reich übergeht. Jedenfalls sind bereits Besprechungen nach dieser Richtung hin im Gange. Zum Schlüsse erflärbe der Minister, daß die Regierung bereit sein wird, durch kluge Auswahl der Beamten imb entspreä-eii^ Maßnahmen frühere Fehler auf diesem Gebiete wie­der gut zu machen.

Düsseldor s, 24. Juli. (WTB.) Nachdem (gefteni die allgemeine Aussprache über die rhei­nisch-westfälische Frage unter dem Vorsitz des Mi- nifterDräiiben'ten Hirsch zu Ende geführt worden ist, soll nher den dem Landtag unterbreiteten rl u - tononti'egesetzentwurf und die wirlscbast- kichen Fragen gesprochen werden. Die Vertreter der Regierung beabsichtigen, nach Berlin zurückzu* kehren.

Schwere Unruhen in Straßburg.

Daß der Ministerpräsident der Plan­wirtschaft eine scharfe Absage erteilen «.werde, «vor vorauszusehen, aber cs war ebenfalls verauszusehen, daß er die Ueberführung wei­terer Betriebe in die Gemeinwirtschast be­fürworten werde. Die nächsten Pläne er­strecken sich bereits auf die Erzeugung der elektrischen Kraft, sowie zahlreiche Erz- und

Eisenhütten, sowie Bergbaubetriebe. Solche Versuche können nicht ausbleiben, sie dürfen aber nicht nach dem Parteiinteresse, sondern müssen nach dem Wohle des Volksganzen orientiert sein. Und bann können Köpfe und feräftc des Wirtschaftslebens nicht ausgefchal- tet werden, auf die man jetzt gerne Verzicht leisten möchte. Das Wirtfchaftsprogcanun dcs Ministerpräsidenten versucht zwischen den gefahren einer ganz freien und einer ganz auf Zwang gestellten Wirtschaft hindurchzu­lavieren. Darin bekundet sich guter Wille, aber

Offenburg, 24. Juli. Nach Mittei­lungen, die derOffenburger Zeitung" zuge­fangen sind, ist es am Dienstag in Straß»- mrg zu blutigen Zusammen st öß en zwischen dem französischen Mili­tär und der Zivilbevölkerung ge- bmmen. Anlaß war der Streik der Straßrkbahner. Um den Verkehr auf­rechtzuerhalten, hatten französische Offiziere und Unteroffiziere die Bedienung der Wagen übernommen. Dies erregte eine derartige Er- ntterung unter den Arbeitern, daß sie die Straßenbahnwagen mit Steinen bombardier­ten und die Leitungsdrähte zerstörten. Bei den Zusammenstößen sollen ein Offizier und mehrere Soldaten getötet und mehrere französische Persönlichkeiten mißhandelt wor­den sein. Es wurden auch Flugblätter vcv- teilt, die die S e l b st ä n d i g k e i t des ehe­maligen Reichslandes forderten. Allem An­schein nach ist die Stimmung der Straßbur­ger Bevölkerung sehr erbittert.

Die FcftstellU'.igsbelHrden im besetzten Gebiet.

Für die Vergütung von Leistungen für die feindlichen Heere im besetzten Reichsgebiet sind besondere Feststellungsbehörden vorge­sehen. Für diese find im allgemeinen die Re­gierungspräsidenten jetzt bestimmt worden. Eine Ausnahme machen aber die Eisenbahn- unü Kleinbahnunternehmungen.

Aur dem Ueiche.

Reichs-Anleihe-rlktien-Gesellschaft."

Berlin, 24. $uli. (Wolff.) Zum Zwecke der Regulierung dcs Kriegsanleihemarktes bildete sich unter Führung der Reichsbcrnk und unter Rcrchs- garantie ein Konsortium, zu welchem auß<r der Preußischen Staatsbank (Scelfandlung) und der Preußischen Zcntralgenos.enfcha tslasse die in einem Verband zujammengeschlossenen öfsentlich-reaft- (icbcn Banken und der Verband der Girozentralen, die deutschen Sparkassen, die großen Banken und Bankhäuser sowie überhaupt nahezu alle bedeuten­deren deutschen Bankfirmen zur Mitwirkung ein» geladen sind. Tas Konsortium soll in Erfüllung der Erklärungen, welche vom Reick)sbankpräsidenten im Laufe des Krieges nrieberbolt abgegeben mor» den sind, dafür Sorge tragen, daß die Ber­kau s s m ö g l i ch kei t für Kriegsanleihen auch dann erhalten bleibt, wenn infolge der Wiederau süllung dec Warenlager oder aus anderen Grün­den große Anleihebeträge in kurzer Zeit auf den Markt kommen. In solchen Fällen soll es un­gerechtfertigte und in äußeren oder inneren Ver­hältnissen nicht begründete K u r s s e n k u n g e n! der Kriegsanleihe hintan halten. Vor allem aber ist seine Bestimmung, die aufgenommenen Beträge wieder zu dauernder Anlage unterzubrin­gen, um die Umwandlung konsolidierter in schwe­bende Schulden zu verhüten. Der große Umwng des möglicherweise in Frage kommenden Ma­terials bedingte den Zusammenschluß etnes ent­sprechend finanzkräftigen Konsortiums. Die ver­folgten Zwecke bringen es aber mit sich, daN nicht nur an eine vorübergehende Aktion gedacht ist, und aus diesem Grund« erad>tete man es für not­wendig, dem Konsortium ein in sich fester ge­schlossenes Organ, nämlich eine Aktiengesellschaft, zur Seite zu Hellen, lvelche den Namen Reichs- Anleihe-Aktien ge seil schäft tragen soll und für welche ein Aktienkapital von 400 Millionen Mark in Aussicht genommen ist.

Erzberger hat am 25. April 1917 dem Staats­sekretär Zimmermann eine Aufzeichnung über Be­sprechungen in Wien am 22. und 23. April mit Kaiser Karl, mit Mitgliedern der Familie Parma und Braganza und dem Grafen Czemin zugestellt. Tiefe Aufzeichnungen stimmen se bst nicht reä>t zu den T-arstellungen derbesonderen Seite" der Teutscktcn Wlg. Ztg.". Erzberger bemerkte m seinen Aufzeichnungen, der Kaiser habe erklärt, daß in drei bis vier Monaten tarn den Mittel­mächten eine entsck-eidentx Friedensaklion einge­leitet werden müsse. Bis dalstn sollte keine öf­fentliche ErNärung erfolgen. Tret bis vier M> nate später war aber gerade die Zeit der Fnedens- rcfolutbn vorn 19. Juli und ebenso die Zeit, da Erzberger den Czerninschen Beruht anders verwertete. Erzberger kannte also einiges au? diesem Bericht. Später stellte es sich heraus, daß Erzberger den streng geheimen Bertckst selbst in den Händen gehabt hatte. In Wteii war eine lwchnatpeinliche Untersuchung die Folge, da ein Vertrauensbruch von amtlicher Seite vermutet wurde, bis sich heraus stellte, daß Erzberger den Bericht aus Oesterreich, aber von anderer Seite bekommen hatte. Es war für Wien wie Berlin eine sehr peinliche Ueberraschung, als eine rhei­nische Zeitung den Geheimbericht des Gra­sen Czemin ungeniert besprach. Es wurde sestgestellt, daß Erzberger den Bericht in einer Versammlung, wenn ich nicht irre in Frankfurt a M., vertraulich verwertet hatte. Das Geheim­nis nahm seinen Weg nach Paris und wurde mit besonderer Genugtuung pomTemps" besprochen. Ein französischer Diplomat hat in Wien verraten, es habe 1917 einen Augenblick gegeben, wo Lloyd George, der über Krieg und Frieden entschied, in feiner Siegeszuversicht infolge des U-Boottrieges wankend geworden war und Verständigungsgedan­ken nicht mehr unzugänglich war. Lloyd George und Ribot hätten im Begriff gestanden, nach Rom zu reisen, um mit dem italienischen Kollegen dre Frage eines Verständigungsfriedens zu beraten. Die geplante Reise aber sei aufgegeben worden, weil veränderte Nachrichten aus Oesterreich tmx trafen. Da habe man benJBerftänbigungßgebanfen endgültig fallen lassem Man habe jebod) Monat für Monat auf den Zusammenbruch der Mittel­mächte fest gewartet und habe sich deren kraitvolle Angrille ün HerbÜ 1917 unb im Frübiahr 1918

Näterepulik in Kroatien.

Budapest, 24. Juli. (Wolff.) Das Ungar. Telegr - und Korresp.-Bureau erhält von verschre- denen Orten an der Demarkationslinie Mkldnngm über den Ausbruch der Revolutron tn Kroatien Die Serben versuchen me kroati- chen Revoluttonäre durch Militär niederzuhalten. An mehreren Orten kam es zu Zulammenstoßen zwischen Serben und Kroaten. Wettere Meldungen besagen, daß die kroatischen Soldaten m verichie- denen Städten eine selbständige kroatische Re­publik ausgerufen und für die ungarvche Räterepublik demonstriert baten. Stellenweitt haben kroatische Soldaten bie Temarkattonsllnre überschritten und verbrüdern sich mit den ungari­schen roten Soldaten.

Vor einem neuen Valkankrieg?

Berlin, 24. Juli. (WTB.) Wie die Deutsche Allg. Ztg." erfährt, erllarte gelbem Veniselos, wenn die Vlmtr.Inner fich m der mtt- garischen Frage nicht den griechischen Wünichcn fügten, fei ein neuer Balkankriegunver­meidlich. In den amerikanischen Streuen ut man unangenehm davon überrascht, daß Vemselos, der Hieb immer als eifriger Befürworter des Volker» Hundes aufspielte, nunmehr den Glaubeir an

Paris, 23. Juli. (Wolff.) Davas. In der Kammer sagte Finanzmülister Klotz in Erwiderung auf eine Interpellation über die Fi- nanzpolilik der Regierung, daß die Emission der Schatzscheine zugeivommen ba.be, während die Vor- chüsse der Bank von Frankreich» zurückgingen. D.n Mimster erklärte, daß die Ausgabe eüier neuen Anleihe beschlossen sei, daß aber der hierfür günstige Augenb ick abgewartet werden müsse. Be­züglich der aufgestapelteu Vorräte sagte der Mt- nister, daß deren Ligiridieruiig erljebiirfK Efimati­men bringen werde. Ferner wies er darauf hin, daß die neuen Eisenbabntarife gestatten tDcrb'it, die Reisenden das bezahlen zu lassen, nxti beut*, der Steuerzahler entrichten müsse. Ter Mmchter erklärte, daß er zu allen Steuern seine Zuflucht nehmen werde und ersuckste das Parlament um "eine Mitarbeit. Für die Aufstellung von Staats- Monopolen bezüglich der finanziellen BeztelMngen mit den Alliierten führte Klotz aus, datz ote gegenwärtig schwelenden Verhaudtungeu erpolgreul) durchgefiihrt werden, beim, so fügte er hinzu, mir hegen Vertrauen auf diejenigen, die uns ge­holfen haben, den Krieg zu getoinnen.

Amerika und der Friede.

A rn stc r d a m, 24. Juli. (Wolff.) Das Prefle- bureau Radio meldet ans Washington: Der ee» natsausschuß für auswärtige Angelegenlietten timmte der Ernennung eines amerikanischen Vertreters bei der Sßiebergut- machungskommissioIt zu. Das Repra- entmttenlMis nahm das Eesctz gegen den Al ko hol mißbrauch mit 387 gegen 100 Sttmmen an. Das Gesetz ist so wettgehend, daß man glaubt, es werde den Handel mit alkolwl- halttgen Getränken vollständig unterdrücken. Die Vorlage geht jetzt an den Senat

Versailles, 24. Juli. (WTB.) Der -Son­derberichterstatter desEcho de Pans m .Wa- hington molöct, daß die Führe r d e rO p p o- ition im Senat Wilson mügeteut hätten, datz 35 Senatoren eittschlossen seien, den Frie dens- vertrag abzulehnen. Senator MvrnS, em Anhänger des Völlcrbundes, weigerte sich, von Wilson vertrauliche Mitteilungen über den Fw» densvnttag entgegenzunehmen. Man guaube, hall er Wilson wegen der Sckiantmrgsarge erneut wie greifen wolle.

Der englische Bergarbeiterstreik.

London, 24. Juli. (Wolff.) Im Uni^haus teilte Sonar Law mit, die Lage m den Koh­lenbergwerken sei wie folgt: -Leckls LckMfi'e sind ersoffen, 17 SckKMe in Gefahr zu ersaufen. In zwei Sck'äck^en wurden die Purnparbetten ein­gestellt. Dadurch) befinden sich auch diese schachte in Gefahr. In Lancashire und Rvtttngham 4 ist die Lage unverändert. In Nordnmles behnM sich noch ein großer Teil der Arbeiters.rast tm Ausstand. Es ist jetwch beschlossen.wor^n, dw Arbeit wieder anfzunehmen, durch eine EntsäM- bung, die bezüglich her von den Arbeitern vorge­brachten BcsäLvcrde getroffen worden ist. xer Vollzugsausschuß der Bergarbeiter wird morgen mit Lloyd George und Bvnar Law zusammen-

Dividende. Da das Reichsbanldircltorium die Lei­tung des Konsortiums in Händen bat, so wird es auch eines seiner Mitglieder in den Vorfland der Aktiengesellschaft entsenden, in deren Amsicbtsrat der Reichsbankpräsident H a v e n st e i n den Vorsch 'ührt. Der gesamte Aussichtsrat und Vorstand bet Gesellschast wird ehrenamtlich tätig sein. Obgleich bei der gegenwärtigen Lage des Marktes für die Kriegsanleihe ein sofortiges Eingreifen des Kow ortiums nicht in Frage kommt, and) keineswegs daran gedacht ist, aus Steigerung des Kurses ober auch nur auf ein starres Festhalten an dem jetzigen Shirdniocan hinzuwirken, so wird man doch, um ür alle Fälle gerüstet zu sein, vormissichtlich schon in allernächster Zeit die Gründung der Attiew

Unter der UeberschristTer JmmediatberiÄt Grasen Czemin vom 12. Tlpril 1917 ver­öffentlichen dieHamburger NachriMen" Dar­legungen des Botschafters a. D. Gras Wedel zu den vielerörterten Missionen Erzbergers in Wiens Es wird da unter andrem zuerst auf die Bemer­kung derDeutschen Allg. Zeitung" hingeiviesen, toonach Erzberger in Bethrnann-Hvllwegs Auftrag) nach Wien gereift wäre, und in Verhandlungen mit laiser Karl und Czemin erreicht hätte, daß über-, türzte Friedeirsschritte unterblieben. Wedel er­klärt: Tie Dinge lagen anders. Nach der Peters-' burger Märzrevolutivn wurde man in Wiener maßgebenden Kreisen nervös. Graf Czemin über* reichte Kaiser Kärl am 12. April einen Jmmediat- bericht, der für das deutsche Hauptquartier bestimmt war und durch den Flügeladjutanten Graf Letw- chowsd) in Homburg überreicht wurde. Ter Beruht entwarf ein äußerst pessimistisches Bild über me Lage in Oesterreich, filarier Karl und Ezemitt Mach­ten bei einem Besuch in Homburg den Vorschlag, Deutschland solle Elsaß-Lothrincxn an Frankreich alitreten. Oesterreich sei zu Gebietsabtretungen be­reit und wolle das ohnehin schon verlorene Galy- zien zu Polen schlagen. Dieser Immediatbcricht machte im deutschen Hauptquartter nirfjt den ge* Nünschten Eindruck, und zwar wegen feiner lieber* treibungen. Nacku ten sErfolgen der n ch'ien Monate machte in Wien die deprimierte Stimmung einer zuversickllicheren Platz. Wie Graf Wedel hört, bestreitet £xrr v. Bethmann-Hollweg, Herrn Erz­berger Mitteilungen aus den: Jrnrnediatbericht Czernins gernacktt zu haben. Solck-e Verttauens- seliakeit wäre aiuh unbegreiflich gewesen. Er be­streitet desgleickien, Herrn Erzbergn nach Wien gesandt zu haben. Dazu lag kein ÄMlaß vor. Erz* berger hat ans eigener Initiative oft während dest Krieges Reisen ins Ausland unternommen. Er versäumte nie, vorher beim Reichskanzler oder Auswärtigen Amt zu seiner Orientierung vorzu­sprechen. Erzberger berief sich dann im Ausland auf diese Besprechungen, und man hielt ihn dami für einen Abgesandten der Regiernng.

Die immer wieder hmausgeschobene Er­klärung des Programms des Kabinetts Bauer ist nun endlich erfolgt. Es ist Stellung ge­nommen worden, ohne daß man von einem virklichen Standpunkt reden kann. Nur der gute Wille tonn nicht verkannt werden, wenn wch nicht ersichtlich ist, was der gute Wille allein wird erreichen können.

Ein großer Zug war weder in der Rede des Mmsterpräsidenten noch in der des Außenministers zu verzeichnen, das Kabinett verfügt über keine parlamentarische Größe niehr. Das parlamentarische Niveau ist ge­sunken. So war es auch rnöglich, daß der Ministerpräsident seine Rede zu Anfang und Ende mit Angriffen auf die Rechte einrahmte Mid den Parteiführer mehr herausstellte als den Staatsmann. So war es auch möglich, d«ß manches Ernstgemeinte wie Selbstironie klang, so, wenn er erklärte, dem demokrati­schen Volke fehle es nicht an Rechten, sondern an Fähigkeiten, das Regieren fetze wie jedes Handwerk eine gewisse Vorbildung voraus, und man müsse wieder Respekt vor der Sach- fmntni-3 lernen. So wenn er im Sinne der Lppositionsparteien tadelte, daß der leitende Schreier an die Spitze komme und daß die Mitgliedschaft einer Partei den Weg zu den Regierungsstellen öffne.

Sonst war die Rede eine Aufforde- rung zur gemeinsamen Arbeit am Mie­te rcmfbau Deutschlands und eine Warnung vor den Streits. Ein obligatorisches Schieds­gericht soll die Streiklust brechen. Das wird aber nur möglich sein, wenn hinter diesem Schiedsgericht die Autorität des Staates sieht. Drese zu stärken, weiß er sich aber kein Mittel.

Einverstanden muß man sein mit der Er- kl ärung unseres unerschütterlichen F r te = ^dcns willens und der Bereitschaft, bie r Priedensbedingungen nach besten hflTtn" , ü'rüsten zu erfüllen. Möge der gute Wille der v , Mjifl Negierung uns hier zum Ziele verhelfen und 'rt Möge es gelingen, mit dem Wiederaufbau W NN [ Rordfrankreichs, der unsere einzige Revanche fein soll, den Wiederaufbau Deutsch- londs zu verbinden.

Hinsicht! der Werte Deutschlands im feind- äi lülchen Auslande, ^ic meisten SBeite befänden sich

T- m Awertta. Frankreich sei verMtnismäßjg in

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