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‘tat, 22. Ott Dvj n der lrtzlen Tage tzi en Bachläusen LuM lsreichi, die Mühlen yi cht wie ein Sd^amr n tonn auch durch bist im Hochsommer, der l Tas ist ein öaeeifl ’i bei Lcklvbent aM bidbeu bet toW. t irrdgmEe.
L Dkib. fjtuit grifitti tts ri\ bu LchrtzrmM VilnWm einen Ham. H. Lr hatte in Stumpe« ähnchen gehamstert Du 1 hatte ihm schon lang! ipptn vermocht Lls bei irtenrob |eintm Teschäft ie Ulrichstein banonWinb. n dem, war ihm drohte. Denbarmen letzten ihnr stellte ihn hier im Die. erhaften. Der Hamsterei, rte sich unb es Kam zier bie vdechanb erhielt arm aus bem Kampfplatz ierwunben unb zur Blu mürben seine P«!onaliv hamsterlen Waren adge ® heute hielt i= »Hot Dl- Älnfc‘1 at- über bie Entsteh"! 's- Diesmal galten |t» dein Mychos der Sriech« tn Uorträge werben ma serer Zeit ringe Beteiligung em Staube chcer SBJ betot. berarugen von \\i euigegeniubnngen.
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Di*. Möser Johanne»etra*ee 1<> Technlscn-chemische Analysen :: Gutachter. Ausarb. von Verfahren Unterricht in Chemie.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
Breunholz.
Wettervoraussage
:ür Samstag: Vorwiegend bedeckt, bis auf Nebel trocken, nachts etwas wärmer, westliche Winde.
von vielen Setten erhalten die Verbraucher' zu den festgesetzten Höchstpreisen von den Erzeugern Kartoffeln nicht geliefert, da in den meisten Fällen eine nicht unwesentliche Ueberschreitung der Höchstpreise angestrebt werde. Ein derartiges Gebaren steht mit den gesetzlichen Bestimmungen im Widerspruch. Dem Landes-Ernährungsamt sind bis heute leider nur wenige Fälle bekannt geworden, in denen eine Ueberschreitung des Höchstpreises stattgefunden hat. In allen Fällen wird gegen die Schuldigen rücksichtslos oorgegangen und Anzeige erstattet werden. Eine Unterbindung dieser Höchstpreisüberschreitungen kann aber nur dann stättfinden, wenn die Verbraucher den zuständigen Stellen von den Mehrforderungen der Landwirte Kenntnis geben und Anzeige erstatten. Das Landes-Ernährunds- amt richtet an alle Verbraucher, die höhere Preise, wie die festgesetzten Höchstpreise für die Kartoffeln bezahlen mutzten, das dringende Ersuchen, ihm mitzu- teilen, wie hoch sie die Kartoffeln bezahlen muhten und den Namen des Lieferers anzugeben. Es wird von dieser Stelle aus dann das roeilere veranlaßt und auf scharfe Bestrafung der Schuldigen gedrungen werden.
** Kartoffelversorgung. Vorn Le bensrnittelarnt wird uns mitgeteilt, daß heute e i n Waggon Kartoffeln ein getroffen sei. Wei ter sei darauf aufmerksam gemacht, daß wegen der geringen Zufuhren vorläufig nur die jeweils tau- ende Karwffelmarfc beliefert werben kann: in dieser Woche also Marke 4 3. Die ab gelaufenen Marken werben, sobald reichlichere Zufuhren ein treffen, nachträglich noch beliefert.
Vermochte».
* Berlin, 23. Okt. (Wolff.) Zum Vorsitzenden des Deutzchen Werkbundes wurde Profeffor Hans Pölzig gewählt. Profeffor Pölzig ist Stabtbaura a Dreien und baut zur Zeit Reinhards Große- öchauspielhaus in Berlin.
Gerlchtrsaal.
Ein Schiebkrprozcß.
X Hanau, 22. Okt. Dor der Strafkammer hat heute ein Prozeß seinen Anfang genommen, dessen Dauer sich auf 4-5 Wochen erstrecken wird. Es handelt sich um die Aburteilung der im Jahre 1918 aufgedeckten Schiebungen mit Brotgetreide, Kartoffeln und Vieh. Etwa 3000 Zentner beschlagnahmtes inländisches (Betreibe ist unter Ueberschreitung der Höchstpreise aufgekauft und zu Mehl - das als Auslandsmehl vertrieben wurde —, zu Graupen, Grieß, Grütze und Kaffee-Erfatz verarbeitet worden. Dann ist Vieh als Zuchtvieh aufgekauft und geschlachtet worden, in Wachenbuchen (Kreis Hanau) wurde eine Geheimschlächterei errichtet. Kartoffeln sind in größerer Menge nach Westfalen verschoben worden. 12 Angeklagte haben sich vor der Strafkammer zu verantworten, der 13. Angeklagte, Kaufmann Ernst Doering aus Hanau, ist in Berlin erkrankt. Anfänglich war die Zahl der Angeklagten 22, doch sind 9 von ihnen unter die Amnestie gefallen. Auch der frühere Landrat des Kreises Hanau, Frhr. Laar, jetzt in Hildesheim, befindet sich unter den Angeklagten, der bei seiner heutigen Vernehmung entschieden bestritt, Kenntnis von den Verfehlungen gehabt zu haben. Es sind 46 Zeugen und 14 Sachverständige geladen.
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Anzeiger vervffentli^ uul, man aber nach einer Bekanntmachung der <vtadt-
Vie Kartotfekerjorgung.
** Anzeige von Höchstpreisüberschrei ung bei Kartoffeln. Dom hessischen Landes-Er^ ilährungsamt wird un- geschrieben: Nach Mitteilung
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Behörde zulässig fein.
Wenn bis jetzt die Stadt Giehen wohl als ?.rne der letzten Städte, obgleich sie letzt in einem Grenzgebiet liegt unb wegen ihrer gesunden Lage und noch guten Crnahrmtgsverhältni.sen von Zu- ziehenden bevorzugt wird, bie Genehmigung erhalten hat, den Zuzug von Fremden zu verbieten, so ist es eigcnltd) nicht verstänÄich, weshalb diese Sefiimmung nicht schärfer gehon^lmöt w.rd. Zw-»'.r ist es nicht gestattet, bett aus den besetzten Gebieten Vertriebenen und den aus den Ostfeepro- vinzen j.tzl in erheblicher Menge wegen ihren alten Beziehungen zu Gießen zuziehenden Balten und anderen Ostdeutschen den Zuzug zu verbieten, aber cs müßte doch unter anderem mindestens möglich sein, daß die Stcchtverwaltung £>anb in Hand mit der Universität arbeitet und diese darüber auf dem laufenden erhält, irmreroeit si noch für Stucenten aufnahmefähig ist. Die Uni ver.ität müßte dann ol/ne Rücksiast auf die Wünsch, mancher Professoren die Annahme weiterer. Stu- denten verweig-rn. Jetzt sind die Verhäl misse dieser armen Omdenten trotz des gut gemeinten Au - rufs der Unioerfttäl nach Beschaffung von Stu bentenlmten einfach unhaltbar und unwürdig. Sie leben teilweise in Räumen, die zu den sästechtesrei in der Stadt gehören, in denen sie kaum studieren können und für bie jie hohe Miete zahlen ntnfien, teils nächtigen sie in Hotels und zwar oft mn auf Sows unb füllen tagsüber erwärmte Räume, wie die Uni.'er^ftälsbib iotl.ek oder die Wirt- sckxlften. 2älte men sich weiter einmal die Zimmer tafeln in den Lwtels an unb würde man da ton trolliercn, so würde man finden, daß die vo.
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= Ockstadt, 23. Okt. Die Gemeinde brachte im Jahre 1917 rund 15000 Zentner, im Fahre 1918 etwa 10000 Zentner Kartoffeln zur Ablieferung, im Fahre des Hells 1919 nicht 300 Zentner. Dafür holen aber Schieber, Schleichhändler unb Hamsterer aus allen Städten der Umgegend mit Autos und Fuhrwerken usw. Kartoffeln in Hülle und Fülle bei Tag unb bei Nacht aus dem Orte.
Berlin, 22. Ott. (Wolff.) Im Laus- haltungsausschuß der preußischen Landesversammlung wurde gestern abend ein Antrag angenommen, der in der Durchführung des § 128 Absatz 2 der Reichsverfassung alle Ausnahmebestimmungen gegen
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Letzte Nachrichten.
• Aus dem Betricbsräteausschuß.
Berlin. 23. Ott. (WTB.) Jrn Betriebs- räteausschuß her Nationalversammlung ist folgender Rrgierungsvorschlag angenommen Worben: Tie Mitglieder des Betriebsrates werben in geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Der- hältnisWalst auf zwei Zahrc gewählt. Artikel 30, der bestimmt, daß durch Beschluß der Mißbilligung durch die Betriebsversammlung der Betriebsrat zu- rücktreten muß, wirb durch einen Mehrheitsbeschluß gerstichen.
eine Reichskonferenz über Tbeaterfrageu.
Berlin, 23. Ott. (WB.) Im Reichsmini- fhertum des Amern fand am Donnerstag eine Konteren- über Theaterfragen statt. Beteiligt waren das Reichsministerium des Innern, das Reichsarbeftsministerium unb die Kultusministerien der Länder. Reichsminister Kock betonte die Notwendigkeit, »in reichsimgen in die Angelegenheiten des Th-aterwefms einzugveifcn. Unterstaatssekvelär Becker, Preußen, begrüßte Di: Konferenz, Deren Zweck eine möglichst weitgehend-' lulturelle Derständigung zwischen den Rx ichs- itpb Landesinsdanzen unter Führung des Reichs st 1. Unterstaatsfekretär Schulz erläuterte das Programm der Konferenz. Den ersten Teil der 5>:r tandlungen bildete eine lehr eingel^nde Aussprache über die Frage der Fortführung der f r ü - heren H-ofbühnen als Staatstbeater. Die finanztellen Schwierigkeiten, namentlich bei beit Heineren Bühnen, würben scharf hervorgch)ben. Es herrschte aber Einigkeit darüber, daß, aas kulturellen Gründen die in .öffentlicher tzand befind- lidcn Theater unter angemessener ftnanzieller Bc tcüigung der Gemeinden aufvecht zu erhalten feien. Koch> stellte in Aussicht, gegenüber den Staatst Heatern 1 m Rahmen des k o m- menden Kvmmunalisierungsgesetzes Vie pribate Theaterkvnkurrenz aus- zu'chalten oder doch zu beaufsichtigen. Vielfach wurde angeregt, die Üeberschüsse der lonrmu nairfierten Kinos zur ftnrnzielten Stärkung der Theater zu benutzen. Tie Konstrenz beschäftigst sich alsdann mit dem Verhältnis zwischen dem Bühnenverein unb den Landesregierungen und nut den Tarifverträgen für bie Künstler unb Angestell- . len sowie einer Reihe anderer wichtiger Theater.
Zölibat der Lehrerinnen beseitigt:
Das französische Programm in den beschien Gebieten.
Versailles, 23. Okt. (WB.) Ter Band der großen ftonzösischen Vereinigung gab dem zum Hohen 5i:>mmifsar der franzö ifchen Regierung in den rf^entiidpen Provinzen ernannten Paul Ti - r arb ein Festessen. Tabei hielt Tirard nur P r 0 g ramm rede, in der er u. a. sagte: Ten Annexion-Gedanken dürfe man nicht in Bekrocht zioh.m, denn das widersprech: der nan-- zö iscken Tradition. Man hat Frontteich Absichten untergcjd.oben, bie es niemals gehabt hat. Wir wollen, das in dem neuen Deutschland kein neuer Militarismus aufkommen kann. Wir wollen, daß bie rheinische Bevölkerung eine Stimme hat in der deutschen Föderation, in deren Gemeinschaft sie bleiben will. Was wir wollen, ist, auf vorgeschobenem Posten eine Stellung zu bewaL-rcn, bie uns schützt gegen einen Krieg. Hinsichtlich der Wiederherstellung der w i r t s d>a f t l i che n L e jie jungen sagte Tivard, man werde zanächst die notwenbigen Rohmaterialien für die Wiederherstellung der Kampftone einfiUiren lasten tnrb alsdann tm mittleren Prozentsatz alle Produtte, die Frankreich n-xfy nicht her,teilen könne. Luxusartikel aber dürsten nickst eingeführt werbtn. Aas die intellektuelle Frage einge'.)ent>, sagte der Kom- mtssar, man dürfe nicht bu.ben, daß die jungen deutschen im Geiste der Revanche erzogen würden. In.0 gedessen müsse man ihren Schulunterricht überwachen. Tivard sagst sckließlich>, dieDaltangFrankreichswerde oon der Haltung Deutschlands a b- hangen.
Dem Verdienst seine Krone.
Rom, 24. Okt. (Wolff.) Ter Gemeinderat von Rom hat beschlossen, den König für feine Ber- jienfte die Bürgerkrone anguLi. tcn und General Tiaz sowie Admiral Thaon de Rever zu Bürgern Roms zu ernennen.
der Stabt «stattete Zeitdauer für bw Beherbergung von Fremden bei weitem überschritten .vird und daß sogar Ausländer, insbesondere wieder Russen, die Gastsreurrdschaft von Greßen für längere Zeit mißbrauchen. In dieser Lsinsicht müßte also das städtisch: Wohnungsamt in ständiger Fühlung nnt der polizeilichen Meldestelle bleiben.
in Rucksäcken unb Körben nach Frankfurt schaffen wollten. - Ein Eisenbahnwagen Benzol, ber burch Reichsbeamte von Bab-9iauheim nach Frankfurt verschoben werben sollte, würbe burch bie Ehrlichkell eines Eisenbahnbeamten, ben man in bie Schieber« geschichte verwickeln wollte, ber Volkswirtschaft ge» rettet.
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ge. Eschwege, 23. Ott. Durch Großfeuer «mrden gestern die Wirtschaftsgebäude der benachbarten Domäne barste vollständig emgeäschert. Mitverbrennt sind rund 4000 Zentner ungedroschenes Getreide, 600 Zentner Heu, landwirtschafl- ttche Maschinen unb Kleinvieh. Die Gntstehungs- Ursache ist noch unbekannt.
= Frankfurt a. M., 23. Okt. Alle rationierte Waren (Schmalz, Speck, Butter, Wurst) wirb vom 25. Oktober ab nach Mitteilungen ber Polizei beschlagnahmt.
= Frankfurt a.M.,23. Okt. Mehlvertcllungs- stelle unb Cebensrntttelamt beschloßen infolge ber fteigenben Mehlpreise eine Grhühung des Brotpreises von 95 Pf. auf 1.20 Mk. für ben Drei- pfunblaib. Die Entscheidung bes Magisttats steht noch aus.
ge. Salzschlirf, 22. Ott. Dem Landwirt Wirtz von Trier, der einen Wasen Frucht nach Fulda bringen wollte, wurden unterwegs bie Pferde scheu» und gingen durch. Ter auf bem Wagen sitzestde 15jährige Sohn des Wirtz stürzte hierbei ab, geriet unter bie Räder und wurde getötet.
Verwaltung, welche ein Ergreifen benutzter Wohnungen, bie angeblich für ben Mieter zu groß sind, rechtferiigeu; wo unb Wann sind solche Bestimmungen erlassen worden? Die Nvttz, des städtischen Wolnrungsamtes in der letzten Freitag- nummer des Gießener Anzeigers bann eine solche Bekanntmachung der Gemeindebehörden nicht ersetzen, wie wohl ja auch ein städttsches Wcchrmngs- amt zum selbsbändigen Erlaß derartiger Bestimmungen gar nicht befugt ist. Trotzdem also anscheinend hier ein Versäumnis vorliegt unb Bestimmungen über Zwangseinmietungen und dergleichen in benutzte Wohnungen fehlen, sind seither schon in zahlreichen Füllen solc^ Matz^ regeln von bet Stadt ober ben von ihr eingerichteten Aenttern vorgenommen worden. Es wurden bem Vernehmen nach in benutzte Wohnungen Familien ober Einzelpersonen zwangsweise eingewiesen. Hausbesitzer würben zu baulichen Veränderungen gezwungen, Mieter zur Duldung solcher baulichen Herstellungen veranlaßt, sogar verlangt, daß Famllien aus- und in eine andere Heinere Wohnung einziehen sollten. Für diese, doch in die Rechte der Häuslichveft, ans die gerade ber Deutsche und der Engländer so stolz sind (ntt; House is my caftle), eingreifenden Maßnahmen fehlt also anscheinend in Gießen jede B e rechts gung, ganz abgesehen davon, daß nach bat Beschwerden, ixe man allenthalben hört, thre Durchführung durchaus nicht mit einem klugen Abwägen der entgegenstehenden Interessen verbunden war. Wenn man immer nur verlangt, daß man soziales Verständnis für bie Arbeiterklafte haben soll, so muß doch auch einmal betont werben, daß auch andere Berufsstände und Bevölterungs- klassen Anspruch auf soziales Verständnis haben. Es besteht auch bie Gefahr, daß ein einseitiges und rücksichtsloses Vorgehen gegen die Inhaber von größeren, insbesondere Einzel Wohnungen, dte- fen ihren Aufenthalt in Gießen derartig verettlt, ' ' " — " auf geben, ihre Häuser
wegziehen unb daß dadurch, da sie Wohl meistens noch zu den wohl- pabenberen Leuten gehören, bie Steuerkraft Greens empsinblicb geschwächt wird. Wenn aber eine Stadt nach ben noch zu beschaffenden gesetzluhen Unterlagen wirklich zu solch etnldpietbcnben JDlafg nahmen greifen Will, so müßte sie sich hoch erst einmal vorher die Frage vorlegen, ob sie stlbst von ihrer Seite alles getan Hai, um die Wohnungsnot zu beheben. Es ist sicher sehr viel ein* acher, an der Hand der aufgestellten Wohnungslisten und der Wohnungsuchenden mechanisch Zu- trrisungen von Mietern zu Verfügern Biel schwerer ist es, selbst zur Herstellung von Mieträumen zu (freiten, zu prüfen, welche öffentlichen ober der Stabt gehörigen Gebäude zu Mieträumen hergerichtet werden formen und welche Gebäude des Staates, bie zur Zeit anderen als Wohnzwecken dienen, von ber Stadt für Wohnungsuchende gemietet werben könnten; bie in dieser Richtung -in ber letzten Stadtverordnetenversammlung von den Vertretern ber Mehrheftssozialisten unb der llSP. hervorgehobenen Gesuhtspuntte scheinen durchaus richtig und beachtenswert. Auch Beschlagnahme der vielen schlechtgehe.ftten Wirtschaften unb Herrichtung zu Wohnungen ist zu erwägen.
Daß ben Wohnungsuchenden, insbesondere ben Arbeitern, ausreichende Mteträume zur Verfügung gestellt werden mässen, daß auch insbesondere bei der neben ber Wohnungsnot eintretenben ftoblcn- not in Bälde fnr Wärmehallen, Volks- und Mft- telstandsküchen, Verteilung des Es ens durch herumfahrende aus Heeresbeständen erworb.ne Feldküchen gesorgt werden muß, ist rigentltch selbstverständlich. Es müßte aber auch Den wohnungsuchenden Arbeitern klar gemacht werben, daß bie Wohnungsnot größtenteils durch unüberlegte Ehesästießungen ber borg trafen wirb, und in solchen Fällen bei einem so selbst geschaffenen Woh- nungsmangel nicht der Stadt die Beschaifung von Wohnungsgeleg irheit iugemutti werben kann.
Tie vorstehenden Zetten enthalten nur einen Test der auftaucfcnben Fragen und zeigen nur, nie notTO' H’ig es ist, daß, wie der Hausbesr^r, auch der Mi.ierverein sich neu bildet und aus baut. Es ist sehr bedauerlich^ daß in der letzten Versammlung der Mieter die ^genannten beßeren und gern! beten Stände aus Interessent igt ft ferngeMie- txn sind und die zweifellos von großem Witzen beseelten Vertreter Der Arbeiterschaft bet ihren Bc- catungeii im Stich gelesen haben. Cs ftt unbe- .ing. notwendig, baß in dem Vorst-ande bes Maeter- oerrins alle Stünde verrieten sind und dem Mteter- verein insbesondere geschulte juristische und lwlks airtsckx-stlcch grJnL^te Persönlichkeiten zur Sette stehen, die bie Mieter gegen etwaige behördltcht Uebrrgriffe in Schutz nehmen und ihre Interesiet. gegenüber bem' Hausbejitzervercin behaupten können Rur gesetzliche, zweckmäßtae und unparteiisch Maßnahmen können irifolg haben.
Was bie Frage der Beschlagnahme unbenutzter Wohnungen anlangt, so sind bie dafür erlassenen Bestimmungen ber Stadt, wie halben Jahr sich im Gießener ;dn finden, Bar; vergeblich,sucht
Maßnahmen gegen die wohmngr not in Stehen.
Bon einem in der Materie offenbar wohlunterrichteten Juristen erhalten wir nach- stchende Zuschrift:
Mft wachsender Sorge versvlgen wir Gießener bie steigende Wohnungsnot unb mit wachsendem Bedenken die Turchführung der Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden. Wenn man die Verhandlungen in der letzten Stadtvervrdneten-Ver- fammiung liest, wenn man gehört hat, was in ber Treulichen Versammlung der Mieter gesprochen worden ist, wenn man vernimmt die Beschwerden ber Hausbesitzer, ber Inhaber größerer Wohnungen tnü) der Wvhnungsuchnden, so scheint es so, als ob man sich doch sowohl in den Kreisen ber Bürgerschaft als auch ber Behörde nicht garcz klar wäre, nelche Maßnahmen ergriffen werben müssen, die bä Gemeindebehörde zustehen, unb welche Anordnungen nicht zulässig sind, weil für sie eine gesetzliche Unterlage fehlt. Hierüber einmal zum Nachdenken anzuregen, ist ber Zweck dieser Zeilen.
Zunächst ist es eigentlich nicht verständlich, daß nach bett Veröffentlichungen ber Stadtverwaltung im „Gießener Anzeiger" im Juni bs. Is. Wohnungsamt und Mieteinigungsamt vereinigt feien uttb jetzt wie ans ben Beschlüssen ber Stadtverordneten-Versammlung her vor geht, eine Tren- tamg ftattfinben fall, ohne daß eigenllich Har ge- mad^: wirb, was nun eigentlich das MieteinigungS-- rmt unb was das Wochrungsamt zu tun hat. Es liegt doch die Gefahr bann nahe, daß bet Vorsitzende des Wohnungsamts unb der Vorsitzende bes Mieteinigungsamts sich darum strecken werden, was ber eine ober der andere anorbnen darf. Es besteht weiter bie Gefahr, baß das Wohnung-samt Anordnungen für sich in Anspruch nimmt, die durch bi: Verordnungen nur bem Einigungsamt zustehen und wenn diese ben Mietern zum Schaden gereichen, diese bann völlig wehrlos werden, weil ihnen nur beim Einigungsamt eine Vertretung zugesichert ist. Wenn man glaubt, daß durch Verordnung oder durch Bekanntmachung für bte Stadt Giefcn diese Frage geregelt wäre, so ist das un» richtig, denn bis iefet hat die Stadtbehörde darüber keinerlei Bestimmungen erlassen, jedenfalls müßten, w.'nn nach ben gesetzlichen Bestimmungen Entscheidungen des Mieteinigungsamts unanfechtbar sind, bejen Zuständigkeit ganz genau begrenzt werden und für ote Maßnahmen des Vorsitzenden des Wohnungsamts müßte im Interesse der Hausbesitzer und der Mieter eine Beschwerde an eint
Forst- unb KamerolverwaÜung hat an die Oberförstereien ausführliche Anweisung wegen Ausführung ber Verorbnung vom 10. Oktober 1919 betr Vertilgung über Brennholz aus Waldungen ergehen lassen. Die Bürgermeistereien haben sich mit ben Oberförftereien wegen Durchführung der Versorgung alsbald in Verbindung zu setzen, habet für bie Zuteilung an die Gemeinde zugrunde liegenden Maßstab auch bei ber Verteilung bes Holzes an bie Gemeindeangehörigen zu berücksichtigen unb dies zu überwachen. Die Verteilung tarnt jedoch auch nach Haus altungen er olgen' die zu tetei.te,Menge würde alsdann etwa zwei Raummeter je Haushalt entsprechen.
Berwendungdes Mehrer!ösesaus den Häuten von Schlachtvieh und Schlachtpferden. Für die Zeit vom 15. Oktober bis 14. November 1919 einschließlich werden folgende Latze als Mehrerlös für ben Zentner Lebendgewicht festgesetzt für Rinder, ausgenommen Kälber, 54 Mk., Kalber 75 Mk., Schafe 60 Mk., Pferde, einschifeßlich Fohlen, Esel, Mstulttere und Maulesel 36 Mk. Hiernach betragen ber Haute- zuschlag, ber an den Viehhalter zu bezahlen ist, unb ber Anteil, ber an das Reich abzuführen tst, auf den Zentner Lebendgewicht bei: Rindern, ausgenommen Kälber, je 18 Mk., Kälbern je 25 Mk., Schafen je 20 Mr., Pferden, einschließltch Fohlen, Esel, Maul.iere und Mauleseln je 12 Mk.
Ter Erzen gerhöch st preis für Winter s p e i se t a r 10 f f e l n ist mit Wirkung vom 15 Oktober bis auf weiteres auf 8 Mk. für den Zentner einschließlich aller Prämien festg-setzt.
Backsteinblattern sind unter bem Schweine bestände des Friedrich Schmidt zu Utphe ;c|"igefKllt, unter dem Schiveinebestande des Aböl, Bornmann zu Utphe erloschen.
Süßstoffverteilung. Die Firma Benner & Krumm in Gießen hat die Süßstossver- ieilun^fteUe für Ober Hessen mit dem 1. Oktober ö. I niedergelegt. Die Belieferung der Süßstoff- oerkanssstellekl erfolgt von diesem Zeitpunkt an ausschließlich durch die Firma Ernst Weis in Darmstadt.
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