SwIMngrninddruck u. Verlag: vrühl'fche Unio.-Bud): u. Steindruckerel R. tanze. Schrlftlelwng, Seschäsuft-II- ttDrudereb Schulstr. 7.
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Geldes ins Auge zu fajjen. Die Sektion für Transporte, mit einem 3takener an der Spitze wird be-
gemeiner Weise mit dem Wohle der Menschheit belassen. (Eine Sektion wird gleichfalls die verschiedenen wirtschaftlichen Bureaus in Lern eingliedern. Die juristische Sektion wird unter der Leitung eines Hollanders, vorn juristischen Standpunkt aus, alle Fragen, die dem Völkerbund vorgelegt werden, prüfen. Die Derwaltungssektion kontrolliert schließlich die Tätig-
DaS deutsch-polnische Wirtschaft^ avtommen.
der Verwaltung der Saargebietes, von Danzig, Fiume und Thrazien durch den Völkerbund be- fassen. Die wirtschaftliche Sektion, *■'" t*k' wahrscheinlich eine Finanzkommhsion angegliedert tDirb, beschäftigt sich unter der Leitung eines Engländers mit der Weltproduktion und ihrer Verteilung au, die einzelnen Märkte: außerdem hat sie das Problem der Wechselkurse zu bearbeiten und die Schasiung eines internationalen
1 Uhr 20 Minuten.
Düs Hurns ist schwach besucht.
Fortsetzung der -werten Beratung des Reichs- haushaltseilats, Abteilung AuswäNigeS Amt.
Abg. Or. Wald stein (Dem.) berichtet übssr
o Das Rekfosnofopfet
hnnat/iue von ditjeigen f. die Taqesrmmmer biä 8um9lachmiitaq vorder onue jedeVerdindl icbteit Dreis für \ mm höhe für Anieirenv.34min Breite örllt 'n 15 bi, auswärts 18 V', für Reklame-' ameiaen von 70 mm kre ie 48 Vf. Bei Platz- ooi'cliri'l20" ,Ai>isN'lag. Hauolschri'Uetter: Ang.
. Gveg. Veraulivortlich für Politik: Ang. Goetz, für ben übrigen 2etk Dr. Reuchold 3eng; Jur den Anzeigenteil: p. Beck; sämtlich tn Gießen
f ' Berlin, 23. OkL (Wolff.) Der Gesetzentwurf ' r h 4 betreffend das Reichsnotopfer wurde heute im
energisch' gegen die jetzige Politik der Regierung gegenüber Rußland wandte. Er sagte, England dürfe auf die Entsche.dungen und das Verhallen des russischen Volkes, soweit dessen innere Poiltik in Betracht komme, keinen Einfluß ausüben. (Er fuhr fort: Och werde sicher Bolschewist genannt werden. Aber mein Protest beruht auf Grundsätzen, wofür wir kämpften, und die, wie behauptet wird, im Friedensvertrag zum Ausdruck kommen. Ich protestiere dagegen, daß unser Geld, unser Material und unsere Männer für die Regelung der inneren Angelegenheiten des russischen Volkes verwendet werden. Schließlich erklärte Asquith es als Pflicht Englands, in der übrigen Welt auf Grund des Selbstbestimmungsrechts der Völker die neuen Staaten gegen jeden Angriff zu schützen.
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Abg. Wels (Soz.): Die Träger der Schülb am deutschen Volk werden sestg^stellt werden. Tre> Wahrheit ist auf dem Marsch in Deutschland. Das werden auch die französischen Genossen einsehen., Die kaiserliche Politik in Washington hat Teuft ch- lands Untergang besiegelt. Unsere Hauptfeinde waren die Halbheit und die Unehrlichkeit. Die Königs^ berger unabhängige „Freiheit" hat ein angeblich Protokoll veröffentlicht von einer Juli.itzung ders Negierung, das von Anfang bis zu Ende erlogen ifL Ten Saboteuren des Friedens gegenüber darf es keine Schonung geben. Die Existenz der Sowjets regierung ist ein Unglück für den Sozialismus. Als ein noch größeres Unglück würden wir freilich den Sieg der Reaktion hatten. Tie franzostsck-en Sozialisten haben bis jetzt wenig getan, um die Brücke der Verständigung zu stärken. Ter Völker- bnnd von ($ntentcgmten ist eine Verzerrung. Aber darum müssen nur doch hineinkommen, um unseren Einfluß geltend tzu machen. (Beifall bei den Sozialdemokraten.)
Abg. Dr. Pfeiffer (Ztr.): Don der angc« kündigten Gesandtschaft des Reiches beim Vatikan steht noch nichts im Etat. Wir halten es von größter Wichtigkeit, daß eine solche Gesandtschaft errichtet wird, auch wenn Preußen und Bayern ihre Gesandtschaften nicht aufgeben. Tie deutsche Industrie wird fdyon wieder gesucht. Darum ist die Einrichtung der Außenhandelsstellen und der Handelsattachees zu begrüßen. Man verriegelt uns den Westen. Darum müssen nur nach dem Osten gehen Ich billige das, was Minister Müller darüber gesagt hat. Aber es klang anoers als das, was der Reichspräsident gestern gesagt hat. Hoffentlich haben wir nicht wieder Anzeichen eines. p.r.önliÜMl Reg m.-nts M sparen. W.r .rno würdig und fähig, am Völkerbünde teilzunehmen. Belgien hat eine Schandtat begangen, indem es.bei der Abbeförderung unserer Gefangenen 20 Geiseln zurückte hielt unter dem Vorwande, es befänden' sich noch belgische Gefangene in T^itsMand. Ich überreiche dem Minister die Namensliste dieser Geiseln (geschieht), in der Hoffnung, daß sofort Schritte getan werden, um diese Unglücklichen zn befreien. Unauflösliche Bande verknüpfen uns mi£ den Bewohnern der besetzten .und abzutretenden! Gebiete. Hoftentlich tritt bei den Abstimmungen jede Politik in den Hintergrund und es heißt da nur: Deutsch sein ist alles! (Beifall im Zentrum.)^
Abg Schulz- Bwmberg (Dentschnatl.): Wie steht es denn mit der Ausführung der Raftftka- tion? Was ist zu ihrer Beschleunigung geschehen i Wie man sich in einen Völkerbund drängen kann, in dem man uns nicht haben will, Der|£*-^ nicht Das ist würdelos. Wir glauben, datz das altt Reich in seiner Herrlichteit mehr und mehr die Sehnsucht des Volles werden wird. Wir haben keine Sehnsucht nach neuen Kriegen (Zuruie: Na, na') Aber wir wollen wieder stark werden Die Behauptung, daß der U-Boot-Krieg maßgebend gewesen ist für die Haltung Amerikas, ut widerlegt. /Die weiteren Erörterungen des Redners werden durch heftige und lang andauernde Zwischenruf« unterbrochen. Präsident Fehrenbach bittet ben Diebner, mit Rücksicht auf die Verhandlungen des Untersuchungsausschusses das Thema nicht allzu« weit auszudehnen.) Unsere Braven im Baltikum haben sich auf einen Vertrag verlassen, ben unsere 'Regierung unterschrieben hat. Sie haben ein.’ bessere Behandlung verdient. Gegen das regionale Gruppensyltem im Auswärtigen Amt bestehen manck)e Bedenken.
rm. Darmstadt, 22. Aug. Die Abgg. Herbert, Knoll und Gen., sowie brr Abg. Hofmann hrbe Anträge betr. die Teuerungszulagen für Gemrindebsamt: und Bedienstete der Bolk-5kammer emg:reicht. Tie Abgg. Widmann und E i ß n e r haben beantragt, Erhebungen über die von Staatsbeamten ut dm stoatlicken Gebäiünn benützten Wohnungen anzu- stellen,' insbesond-ere über A:rufsstellung, Kopfzahl der Familie, Zahl und Ausmaß der bewohnten Räume, etrtl. Gärten, bezahlte Miste usw. Ls soll eine neue Taxation erfolgen und em neuer Mietpreis yestges'.tzt werden. Zur Behebung der Wohnungsnot lollen alle Wohnungen von Staatsbeamten über vier Zimmer, Küche, Sp'-ise- kammer, (Eoutarpain und Mansarde, snvrtt nicht besondere Schwie'ngkeiten borltzgen, zu neuen Warnungen umgebarft werden. — Einen dringlichen Antrag haben die Abgg. Schulte und E i b n e r
posten kommen. Man muß draußen den Eindruck' gewinnen, daß die Republik in Deutschland ge- lestigt set. Die juristischen Vorkenntnisie bunen nidjr vernachlässigt werden bei der Auslegung dieses monströsen Friedensver.rages und bei der Schaffung des neuen Völkerrechts. Aber allein maßgebend darf bte juristische Vorbllbung nicht; sein. Tie Abtellungen des Landes sollen nach, Ländergruppen arbeiten. Tie Wirtjchaftsc-oli.ik soll mit der äußeren Polstik Hand in Hand gehen. Sozialpolitische Vertreter sollen den Mis.iomn bet-' gegeben werden. Tie Rechtsabtellung. |oU teilte Polttik treiben. Wenn wir die Baiis unserer Aus-^, tcV- verbreiten wollen, so muß der Auslands oet-, tretet draußen von fernem Gewalt anitanuig leben tönnen. Tas Schwerste kommt erst, wenn wir liefern und zahlen sollen. Wir werden tun, n»aä unc können, mehr nicht. Ob die Feinde bajüx Verq slünbnis haben werden, ist zu bezweifeln. Auch die Länder der Sieger haben fürchterlich gelitten. Wir müssen die Geisiesverfassung der fremden Völker vct^ stehen lernen. Die deutschen Sozialisten haben keinen' größeren Feind als Ludendoris und seine Garde.. Der ichöne Satz: Wir wollen frei sein, um zu befreien! läßt uns eisig kalt, so lange unsere Ge.ang.neii noch nicht fr eigegeben sind. Unsere Mütter gehen an Herzeleid zu Grunde. Ich appelliere an die Mütter der ganzen Welt. Wir wollen den Frieden. Darum muffen die beutidjen Truppen au* dem Baltttum zurück. Die Reichsregierung mißbllligt das Telegramm des Generals von der Goltz an AwalofU General von der Goltz ist hossenllich der letzte pott- ttsche General. Ich bedauere die Teutsck>en, die sich verlocken lassen, nach Westrußland zu gehen. Wir müssen gute Beziehungen zu den Randitaaten unterhalten, und dagegen hat das Militär gesündigt. Wir sind keine Freunde der Bol.chewiti, aber bet Bolschttvismus wirb genährt durch die Methoden, die die Entente anwendet. Rußland muß in ben Kreis der europäischen Warenver.orgung einbezogen werden, bann wird es selbst des Terrors Herr werden. Gegen die Ostseeblockade haben wir schärsstens. protestiert. Tie deutsch-polniickren Verhandlungen sind dem Abschluß nahe. Trotz unserer schlimmen wirtschaftlichen Verhältnisse hegt man drautzen doch überall das Vertrauen, daß wir uns wieder heraus-!
1 arbeiten und als Volk behaupten werden. (Deftall.>
deutsche Nationalversammlung.
106. Sitzung.
Berlin, 23. Oft.
Am Minister tisch: Müller.
Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung
An; den Erinnerungen Lzerninr.
Berlin, 23. Okt. (WTB.) Die .Poff. Zig.« | veröffentlicht ein Protokoll des Grafen Czernin aus einer Sitzung des Ministerrats vorn 20. Januar 1917 in Wien, worin es heißt, daß die maßgebenden deutschen und österreichisch-ungarischen Stellen zur Frage der Aufnahme des verschärften U-Bootkrieges Stellung nahmen. Die deutsche Marineleitung stellte sich auf den Standpunkt der unbeding- ten Notwendigkeit der ehebaldigsten Aufnahme des verschärften U-Bootkrieges. Die Zeit arbeitet gegen uns, wegen des schwindenden Menschenmaterials der Zentralmächte, der progressiven Verschlechterung der Ernteergebnisse, der bevorstehenden englisch-französischen Offensive an der Westfront mit verbesserten und ver- mehrten Kampfmitteln und der hieraus sich ergebenden Notwendigkeiten, die zu einem derartigen Unternehmen «forderlichen Nachschübe zu verhindern oder zum mindesten zu stören, der Unmöglichkeit der Herbeiführung der Entscheidung zu Lande, der Notwendigkeit,
Berlin, 23. Okt. (Prio.-Tel.) Zu dem Abschluß des deutsch.polnischen Wirtschaftsabkommens, das gestern unterzeichnet wurde, erfährt das „Berliner Tageblatt": Es wurde festgelegt, daß gegen Lieferung von 75000 Tonnen monatlich nach „ ____________3 ____________________ Polen von diesem nach Deutschland sechs
die sinkende Moral der Truppen durch rücksichtslose, I Millionen Zentner Kartoffeln für 16 Mark offensichtliche (Erfolge zeitigende Ausnützung der zu aentncr auf Neichsqrenze geliefert werden,
Gebote stehenden Kriegsmittel zu heben, der Sicherheit P rnnnn wwmVnntipn Wiuprol-
des (Erfolges des verschärften U-Sootkrieges in An- ferner etwa sOOM-80000 Tonnen Mineral- bettacht der nur für 2'/, bis 3 Monate reichenden öle. bltUNUlwse Produkte, Cltie Mllll0N Liter Nahrungsmittelvorräte Englands, sowie der Unter- Spiritus, eine große Menge Gänse. Die binbung ber OTunitions^eugung ber inbuftneaen s^n Eren die Schiffahrt auf der Weichse Produktwn infolge ber Verhinderung ber Rohstoff- -p 9fiirh hip N.P-
zufuhr nach England, und des Unmöglichwerdens und chrkN Nebenftuften frei. Auch oie Jte der Kohlenzufuhr nach Frankreich, Italien usw. gelllNg des Eisenbahnverkehrs zwischen Ost- Der deutschen Marine ständen derzeit 120 U- j)Eeufien Ünd Jnnendeutschland wurde be- Doote zur Verfügung gegen 19 WBoote alten - d Die endgültige Festsetzung der ZU- M7 an \X" »u Aüh?' -A den -ngiisch-n künftig gellenden Ordnung ersolgt demnächst. Küsten wie zur Westküste Frankreichs für alle Voraussetzung für das Zustandekommen der Schiffe als gesperrt erklärt werden. Auf diese Weise obigen Abmachungen ist, daß die polnischen hoffe man England in etwa 4 Monaten zur Rai on Verhandlungen, wobei sich bekanntlich eine zu bangen. Admiral Holtzendorff habe sich expressis M 9 > • $11..«Ft«* prnnb au
oerbis dahin geäußert, er garantiere für den Erfolg, große Anzahl strittiger Zuni g , ö
-—-— einem befriedigenden Abschluß gelangen.
Der vötterdund. „ ——r
Vern, 23. Oktober. (Wolff.) Das .Journal be ElN Erdbeben »N 8»alten.
GenL^" veröffentlicht Einzelheiten über die zukünftige Sern, 23. Okt. (MTB.) Gestern Morgen um Daanifation des Völkerbundes. Als 7 Uhr wurden die meisten Provinzen Italiens, wie Generalsekretär wird Erik Drummond fungieren. Das bereits gemeldet, von einem (t r b b e b e n heimges ch , Sekretariat hat vollständig internationalen Charakter, das aber nach den jetzt eingelausenen Rachach l. Seine Mitaliede werden nicht von den einzelnen Ländern, keinerlei Schaden verursacht hat. ^n Rom Dauer sondern direkt vom Völkerbund ernannt, sodaß sie nicht der h e f t i g st e E r d st o ß sieben Sekunden. D Dertteter ihrer Staaten, sondern Beamtedes Völker, von Paitilr ergriffene V e o o l k e r u n g v e r i i B bundes sind. Dem Sekretariat unterstehen etwa lOSeht- die Häuser. Es sind aber keine Baulichkeiten zu ionen. DreiSektionen sind mit Bearbeitung der bejonde- Schaden gekommen. Die Stoße roaren am Jefttgiten ren Ausgaben betraut, die der Friedensvertrag dem Vöb an der Küste des -yrrhenischeii Meeres. Das Vam- herbunb xuaeroiejen hat. D.e eine wird unter Leitung sterium ber oßenthegen Arbeiktzn gibt bekannt, daß eines Ameriuaners die Ausübung ber Mandate über nach den bis jetzt en.gelau,en Nachrichten an keinem bie beutjchen Kolonien überwachen, bie anbere der von dem Crdbeoen betroffenen Orte nennens« wirb sich, mit einem Norweger an der Spitze, mit • werter Schaden entstanden |eu
Steuerausschuh ber 3lattonalversammlung in zweiter Lesung mit 17 gegen 4 Stimmen ber Deutschnationalen Dolkspartei unb ber Deutschen Dolkspartei angenommen.
Aus öcm Ueichs.
Verbrecherische Anschläge auf ciucu Schnellzug.
Osnabrück, 23. Okt. (Wolff.) Auf ben Nachtschnellzug Bremen-Osnabrück D 92 wurden in den beiden letzten Nächten Anschläge verübt. 5n der vorigen Nacht wurden an einer einsamen Stelle in der Nähe des Blocks Meyerhöfen-Lemförde zwischen Bohmte und Lemförde eine Schiene gelöst unb zur Seite geschoben. Anscheinenb konnten die Verbrecher die mehr als 20 Meter lange Schiene nicht über eine kleine Erhöhung ber Unterlage hinweg bewegen, sonst wäre ein Unglück unoermeibbar gewesen. 3n der verflossenen Nacht wurde eine schwere Eisenbahnschwelle über bas (Beieis gelogt Das Zugpersonal bemerkte das Hindernis, als bereits die Maschine unb ber Postwagen über die Schwelle hinübergefahren waren und diese sich zwischen den Rädern verfangen hatte. Der Zug konnte zum Stehen gebracht werden. Die Kriminalpolizei entsandte mehrere höhere Beamte nach Bohmte zur Untersuchung.
A^r Hessen.
Äommereingänge.
beit innerhalb des Sekretariats.
Amsterdam, 23.0kt. (Wolff.) Wiebte„Times* aus Paris erfährt, befragte ber oberste Rat Wil - s o n um seine Ansicht über bie burch ihn zu bestim- menbe (Einberufung bes Rates bes Dölkerbunbes noch vor ber Ratifikation durch ben amerikanischen Senat. Wilson antwortete, baß er mit ber Einberufung einverstanden sei. Darauf habe ber oberste Rat ber amerikanischen Delegation einen Entwurf über bie (Einberufung des Rates bes Völkerbundes durch i Wilson überreicht. Der Text sei sofort nach Washing- ton telegraphiert worben. Wenn ber Präsibent seine Zustimmung bazu gebe, würben bie brei historische- mu uem jniiujanumjict, «m d! Ereignisse gleichzeitig eintreten, ber Austausch ber
Ludenborff gehabt. (Er führte aus, daß er von Luden-1 Ratifikationen, bas Inkrafttreten bes Friedensver- borff mit ben Worten empfangen worben sei: „Sie I ^oes unb bie erste Zusammenkunft bes Dölkerbunbes. «vollen tn Amerika Frieden machen; Sie dachten wohl, I -----------
vir wären am Ende.* Darauf erwiderte Bernstorff: I netten die ViNMischM»-
-3d) glaube nicht, daß wir schon verendet (mb; aber] ich wollte Frieden machen, bevor wir zu Ende semi x <n m:
werden.* Unter großer Bewegung ber Zuhörer fuhr I Rotterdam, 23. Okt (W. D.) Dtt „Rieuwe Bernstorfs fort, daß ihm Lubendorff geaniworet habe: Rotterbamsche Courant* meldet aus London: As- 3a. aber wir wollen nicht, wir werden jetzt durch quith hiett in London eine Rede, worin er sich ben U-Sootkrieg die Sache in drei Monaten been-1------" x5° iohin* <nnI,t,b hpT R-ni«»runn
ben.* - Die Vernehmung Bern stör ffs war damit beendet. 3n der nächsten Sitzung am 31. Oktober wird der frühere Reichskanzler v. Bethmann Hollweg
eingereid;t, in »»rlchem sie bie Verordnung von 1875 betr. die B eau s sichtig u n g ber Schu l- ti nbe r an Sorm- und Feier la g-en fordern. Wetter liegt vor die schon betaambe Vorlage tetr, bie Verfügung übeit Brennholz, sowie verschiedene Ausschußberichte, unb bie Regierungsantwort auf die bringlühe Anfrage des Wg. Fenchel bett, bie Mieserung von Hafer.
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rm. Darm stabt- 22. Oft. Der dritte Ausschuß der Volisskammer setzte heute unter dem Vorsitz des Abg. Ur stabt seine Beratungen fort unb wurde zunächst noch einmal ber Antrag Delp tetr, die Herstellung von Gebäck aus W e i ß m e h l behandelt. Es wird beschlossen, die Regierung zu ctrsuchen, baß sie ein Verbot erläßt, durch welches die Verwendung von Weißmchl, das nicht nach der V o r s ch ri f t a u s g e m a h l e n ist, verboten wird. — Es kommen dann verschiedene Borste.lungen von Kriegsbeschädigten zur Sprocke, und der Wunsch »oird ausgeiprock-en, das alles geschehen müsse, um deren mißlickie Loge zu erleichtern, wenn auch vermieden werden muß, daß ihre Unterstützung mit anderen Interessen kollidiert. In einer Sonderzuweisung von Lebensmitteln fEitlen ihnen nach Möglichkeit Erleichterungen gewährt toe^ben. Versäst chene Einaabm von Frauen vereinen tetr. Stell mdesetzung, Pfircht- f-crtbildungsichule für Mädchen usw. werden nach der Erftärung ber Regierung, daß eine Rff»rm ia naher Aussicht steht, als Material überwiesen.
Hu$ dem besetzten Gebiet.
Wieder ein Mord französischer Soldaten.
Mannheim, 23. OKtbr. (Wolff.) Die «Pfalz- Zentrale meld et: Die fünfzigjährige Katharina Graf in Weyer ist am Sonntag Abend 10 Uhr in ihrer Wohnung von französischen Soldaten erschossen worden. Die näheren Umstände bes Morbes werben wohl, ttotz der Derschleierungsversuche bet französischen Mckitärbehörbe balb ans Tageslicht kommen. Katharina Graf war eine burchaus brave unb ordentliche Person, die feit längerer Zeit auf der Villa Ludwigshöhe beschäftigt war.
Die Vernehmung vernftorsss.
Berlin, 23. OkL (Wolff.) Parlamentarischer Untersuchungsausschuß. Die Befragung Bern storffs wirb in ber heutigen Sitzung fortgejetzL Graf Dern- swrff bezweifelt keineswegs, daß Wil,on, wie er in feiner Botschaft vom 21. Januar erklärte, bie Wiederherstellung Polens wollte. Ob dazu Preußen Ge- biete ab treten sollte, würbe noch seiner Ansicht erst aus ben Berhanblungen hervorgegangen sein. (Es würbe sich dabei sicherlich um Kompensationen |lul -
gehandett haben. Es set munbuch mit igm ^usttagt, in enger Verbindung mit bet wirtschaftlichen tn dem Sinne verhandelt worden, daß gegensettige bektion, die internationalen Transporte zu Wäger Kompensationen nicht ausgeschlossen seren. -Bettens un^ -u £Qn&e gU organisieren unb wirb so bie Fort- eines neutralen ffieges zum Meere wäre Damals nin |C^UItg ^er inleraUiierb shipping anb chartering gesagt worden, ber Zugang zum Meere solle burch exekutive bilden. Die politische Sektion unter- Eisenbahn ober begleichen erreicht werden. Das I einem Franzosen. Sie hat bie großen polv Gebiet sollte ber beutschen Hohett nicht entzogen wer» I H(hen arQgen zu studieren, bie dem Völkerbunb vor- ben. 3n ber weiteren Verhandlung bes Untersuch« | -e[egt v>etden unb chte Erledigung durch bas (Efe- ungsausschuffes erklärte Graf Betnstorff, baß er im-1 ^tio^omitee vorzubereiten. Ferner hat sie alle authen» mer ber Ansicht war, daß der U-Bootkrteg Sluskünfte über biese Probleme zu besorgen, den Krieg Amertkas mti Deutschland herber,ühren Sektion für Informationen untersteht müsse. Der (Eintritt Amerikas in ben «^9Lm.uv I gleid)faas einem Franzosen unb soll bie Verbindung seiner Ansicht nach unbedingt zum Stege ber (Entente I ,ö|;*en jj€in Völkerbunb unb ber öffentlichen Meinung führen. Auf wieberholte Anfragen etickätte Graf ^br ejnzeinenLänber aufrechterhalten. Sie wirb authen- Bernstotff, daß ihm gegenüber in allen Verhandlungen , e Dokumente über alle ben Völkerbund berühren- niemals eine Gebietsabtretung zngemutet wurde. I j)cn g;rQgen veröffentlichen unb in enger Verbindung Die Verhandlung ging bann auf bie Vorgänge nach mit bcn einzelnen Depeschen-Agenturen arbeiten. Die der Senatsbotfchaft über. Der Referent Dr. 2 i" 3" I 2Irbeitssektion untersteht ber Leitung eines Belgiers Heimer verlas bas Telegramm bes Reichskanzlers l Sektion für soziale Werke wirb sich in all,
o. Bethmann-Hollweg an Betnstorff, indem aus- -.......— •• ■ —
schließlich für bie Person bes Herrn Wilson bie Bedingungen auf gezählt werben, unter benen wir bereit gewesen waren, in Friebensvethandlungen einzutteten, falls die (Entente unser Friebensangebot vom 12. Dezember angenommen hätte. Dem Beginn bes neuen U-Dootkrieges zu entf^gen, fei jetzt ans technischen (Brünben leider zu spät gewesen. Auf eine Anfrage > bes Vorsitzenden erklärte Betnstorff, daß nach der (Erklärung bes uneingeschränkten U-Vootkrieges «in weiteres Verhandeln mit Amerika vollkommen ausgeschlossen gewesen wäre unb baß bie wetteten Versuche in bisset Richtung kein (Ergebnis gehabt hätten.
Der Vorsitzen!)e kam bann auf bie gestern verhandelten Aeutzerungen Wilsons Im Senat zurück. (Es würbe nach dem englischen Original festgestellt, baß Wil on tatsächlich geäußert hat, Amerika wäre wahrscheinlich sowieso in ben Krieg hineingekommen. (Einen wetten Raum in ber Verhanblung nahm bie Unterredung ein. bie Betnstorff nach seiner Rückkehr mit bem Reichskanzler, dem Kaiser, Hindenburg unb
nr. 249
Ter 15ieter.er Anzeiger erscheint täglich, ai.ßer Sonn- und Feiertags.
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Erstes Blatt 159. Jahrgang §reltag, 2<. Oktober 1919
GietzenerAnzeiger
Eeneral-Anzeiger für Gberhesien
die Verhastdlungen des Ausschusses.
Reichsminister Müllet: Tie Ntehrsotderun- gen im Etat ves Ausioärtigen Amtes beruhen darauf, daß bte Ausführung des Friedeusoet-- trages uit» zwingt, die Arvettsinei-t-oden tes Anttes zu prüfen und zeitgemäß ulnzugeitalten. Sie Gleichstellung der dipwmattschen uno koniulatlichen kartiere hat allgemeine Zustimmung gesunden. Tie Entn-Lhme der Beamten aus ber « “mf '«STr W6.
müsen terangezogen iverden. Wer gegen die Re- Volkerbund ist nichts anderes ^ls eine .orgailt- Mtblik agitieren nnll, darf nicht auf euren Äußert-> >attrr>,che Zusammensaismlg der Sieger^ Sein: crsts


