Samstag, 24.IHatVW
Asehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefien»
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die Frag« stellt, ob bcr _ .
Protestes ober bet Mißba.ligung gegen bad aller Zivilisation, -Iler Humanität, allen, christlichen Empfinden ins Gesicht schlaflende Berichten brr englischen Regierung bezüglich bet Hunger- blockabe g fiinden habe. Dollen Sie nicht, Herr Erzbischof, Im fit cS weiter ,bas Furchtbare des Getankens erwägen, daß bie Marter, die der Frie- densschluk unS auferlegt, einen 6 a fe in bie zen pslairzen muh, ber auf Geschlechter hinaus die Beziehungen ber Völker vergiftet?
an etwas anderes denken.
6t lebte sich in den Hintergrund einer Lage
Der Doppelgänger.
Roman von Carl Schüler.
Fortsetzung Nr. 30.
Schließt landete Tvrival in einem Lickst-- spiel-Theatcr. Er war müde geworden, toollt-S
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AA1BI- Dachstein-Maschine für Handbetrieb arbeitet raaetz, sparsam und zarertAasig
igehen lassen, worin er Erzbischof ein Wort beS
«Mligtett.
Zur Errichtung ber „Zwangsinnung für das Schuhmacherhandwerk tm Bezirk der Stabt und des Landkreises Gießen" M die Unterzeichner ber vorg legten Satzung zu einer Versammlung auf Dienstag ben 17. 51 uni, nachmittags 4 Uhr, in den Sitzungssaal des hic- 'igcn Rcgicrungsgebüubes etngdaben, wo bie Errichtung ber 3mtung und Wahl des Jnnungsvor- ßandeS und brr Inhaber der Übrigen Jnnungs- dmtet vorgenvmmen werden soll.
Bekanntmachung
Am Montag den 26. d. MtS. wird in den Metzger geschälten Schmalzersatz und Blutwurst rn Büdfen verteilt. Die AuSgabe gefdftcht in den Metzgcrgeschäften, in denen bie ?lbgabe der Fleisch- marken für die 21. Woche erfolgt ist; auf tebc Person entfallen 150 Gramm SckMalzersatz zum Preise von 1,2-3 Mark. Auf je 4 Personen erne Büchse Blutwurst zum Preise von 7,50 Mad. Einzelpersonen erhalten 430 Gramm Blutwurst zum Preise von 1,80 Mark
Gießen, den 22. Mai 1919 K302V
Der Oberbürgermeister (LebenSmittclamt>.
* nne flcirigfeit, ihm den Brief abzunehmen.
Mitten astl Inend der Bbrstellung verließ Do- mval bae Lichtspicl-Dtaatcr. So ging's. Jetzt prtte er den rid) igen Weg gefunden. Tie Durch- R l^hurng erschien ihm durchaus nicht schwierig. Er
alb Titel eines Schaucrdramas, auf der Leinwand tcichien: Opiumrausch. Tas Wort haftet«. Es geb seinem Denken erne neue Richtung.
Opium!
Opium betäubt -so weich und sanft. Es lullt m wonnige Träume. Es war das, was er brauchte. Unb das Belte war, er verfügte über Tschandu, wie die Chinesen den Extrakt ans Rohvpium tonnen. Er hatte einmal, der Wissenschaft wegen, tr. Buenos Aires eine Oprumtahle besucht unb fih dort ein Deines Llertaöschen des gesährlrck)en< Äntges gekauft. In seinem Schlafzimmer, in einem Minen Ädiränkchen, das altertet Arzneimittel enthielt, stand auch sein Rauchopium.
Tirekror Labwein war ein leidenschaftlicher Zigarette,'räucher. Wenn er den Tabak etner 3t- gytte mit Opium mischte, unb Labwein diese frarette rauchte, so verfiel dieser in die tiefe wußtlosi gleit des Opiumrausches. Dann war es
ntng zog er die Klingel. Er hoffte, Galdrev» wurde bereits int Opt um rausch liegen. Tas Klingeln sollte eine Probe auf sein Exempel kein
Und er batte sich nicht verrechnet. Er mußte die Tür des Vorplatzes mit seinem eigenen Schlüssel öffnen.
Er eilte sofort in daS ArbeitSzrmmer. Als er eie Tür ayfftieß, kam ihm ei« unangenehmer brenzlicher Geruch entgegen. Galoimo lag in set- nrm Klubsessel, anschcinend leblos. Aus ber schlaff herabhängenden rechten ü>anb war ihm eine brennende Zigarette geglitten. Tie Zigarette hott^ d-n dicken Smyrnateppich, auf ben sie gefallen aar, in Brmid gesetzt. Ein handbreües Lach, an teffen glimmenden Rändern sich das Feuer wei- rerftcch, war entstanden. Schwelender Rauch stieg von dem Teppich auf.
Schnell trat Dorival das Aeuer aus. Ern kleiner Guß aus der Wasserkarafie vollendete seine Löscharbeit. Tamr öffnete er weit btt beiden Fenster des Zimmers Klare, frische FrühlingS- lut't drang herein
Er untersuchte Galdinos Herztätigkeit. Tie war in Ordnung. Ter Mulatte stöhnte unb nfynrntte im Schlaf unverdrossen weiter, -tudl als Dorival ihm in dos Kraushaar packte unb seinen dicken, runden Kops gehörig schüttelte. Auch als Dorioal ihm ein Glas Walser ins Gesicht goß, wachte er nicht auf. Er lächelte. Sein Geist schien sich im Schlaf mit sehr angenehmen Tin gen zu beschäftigen. .
Ta ließ Dorival von ihm ab. Galdinos Zustand flößte ihm keine Besorgnis ein. Allmählich nur de sich dos träge arbeitende Gehirn in diesem dicken N<qerschädel schon wieder in die Wirklichkit zurückfinden. (Fortsetzung lotfltJ
kannte jetzt seine Nerven. Er wußte, was er ihnen ziimuten konnte. Er würde mit liebenswürdigem Lächeln, ohne mit bet Land zu »ittern, dem Direktor Labwein seine Sigarcttenbofe Hinhalten unb er würde dem betäubten, wehrlosen Mann ruhig Rock und Weste aufknöpten unb ben Brief roegnebmen. Tie Sache war ganz ungefähr- lidi Sie schien ihm schon so gut wie gegluckt.
Es mußte nur alles vorsichtig vorbereitet werden.
Ten Tabak aus einigen Zigaretten he rau S- nehmen, mit dem Tschandu zu mischen unb wieder in bie Papierhülsen zu stecken, war ein leichtes Ting AVer um an das Opium heran zu kommen, muffte er sich heimlich in feine Wohnung schleichen, (taldino, der glaubte, er wäre verreist, burfto ihn nicht sehen
Unb bann noch eins.
Um feiner Sache ganz sicher zu ,ein, mußte er die Wirkung einer solchen Opiumzigarette aus- probieren. Tie Dosis dürfte nicht zu schwach ietn. Trat nicht völlige Betäubung ein, so war bte OLT.je Sache verloren.
Er beschloß, an Galbino die Wirkung ferner Opiunrzigaretteu auspiprobieren.
Gegen zwei Uhr nachts schlich er, vorsrcbttg wie ein lieb, in seine Wohnung. Ein Glück, daß er die Schlüssel bei sich hatte. In Strümpfen schlüpfte er über ben Korridor. Dor ber Türe, die zu der Kammer Galdmvs führte. Hieb er einen Augenblick stehen. Er horchte. Galdino schnarchte laut und gleichmäßig. In seinem Schlafzimmer machte er Licht unc> ging an die Arbeit. Nur den oberen Teil des Tabaks in ber Zigarette oa> mischte er mit bem Tschandu. Am Mundstück Der- raubte et nur reinen Tabak. Tschandu schmeckt
Berlin, 24. Mai. Im Sinne der b e u t - scheu evangelischen Geistlichkeit unb in Bezugnahme <aut frühere Verbindungen mit der englischen Gei stlichkeit hat D. o. Drhanber einen Vries bittch Vermittlung eines buben neutralen .Geistlichen bem Erzbischo von Ganterbury ijui ' "
Letzte Nachrichten.
Die ftanzösische AnntsionSpolitik in ber Pfalz.
Mannheim, 24. Mai. (WTD.) Der Kommandeur der Besatzungsarmoe in der P s a I». G e - n er al öer a rb , li ß durch Maneranschlag folgende Bekanntmachung Derdficntlidim:
An bie Bevölkerung? Es ist bem Generalkommandeur ber Armee Mir Kenntnis a'Bcnrrmcn, daß Landauer Bewohner wegen ihrer sympathischen Gesinnung zu Frankreich sei'ens gmnsfer deutscher Beamten Unge- erfahren halten. Solche Landungen bilden seitens jener Beamten einen Mißbrauch bei Mack'.b.fngnisse, verstoßen gegen bie Beselchc des Marfckvills Foch und sind eine U ntorreft beit dem sieg eichen unb wolstwollenden Frankreich gegenüber. Tamm ftnb soßort angepaßte Maßnahmen prgen bie erwähnten Beamten ergriffen norben. Tie französischen Mili arb'hjrden Halen c5 stets vermieden, irge:rl>.inc politische Propaganda zu machm, sie sorgen ausschließlich unb vor allen Tingm für bie Fördcumng des Wohlstandes ber Bevölkerung jntb ber Arbeüersd-afi. Sie eiwarten dagegen, daß diese tmem terro-i ristisd^.m Einfluß ausg setzt werden unb daß sie zum größten Wohle des wirtschaftlich«' Gedeihens des Landes ihre Wünsche ungelfinLoert tmbgebni können, unter der einzigen Bcdingunq aber, daß die öffentliche Ordnrmg, für bie das franko fijdy Leer verantwortlich ist, nicht yftint wirb. Zn- svlg.'dessen legt ber Generalüvinmand.-ur ber Armee einen großen Wert darauf, bie Dcdxfetaff’enen Bür- gw zu beruhigen. Es wird alle Maßnahmen er« greifen, um sie gegen bieicnigen zu verteidigen, die ihre eigmen Interessen bem Mgcmeinintenesse des Landes vorstellen.
fitation deS ungerechten Vertrages unb ein engere* Zu ainmengehen mit Frankreich zu verweigern. Cs ist nur allzu bekannt, daß Sie sich selber am meisten den ungerechten Abmachungen widersetzten, daß Sie ihnen nur unter stärkstem Drucke bei pflichteten. Trotzdem gebt meine Uc'.^rzcugung ha bin, daß Sie, wenn Sie ben Kampf, anstatt ilm hinter verschloßenen Türen zu kämpfen, offen auegefockstcn hätten, bie öffentliche Meinung her Wst'lt auf Ihrer Seite genxfen wäre und diese Sic in bie Lope versetzt hätte, allen nfinnen zu mibcrittben, mit denen Sie nicht emverstanden gewesen wären.
Groß-Thüringen.
Rudolstadt, 23. Mai. (Priv.-Tel.) Ter Landtag von Schtvarzburg-Rubolstiabi bat als erster ein Gesetz über den Zusammenschluß Llmringens zu einem Einheitsstaat angenommen; die übrigen Staaten ।verben alle ein glcidrlautcnbcv- G^setz nmteljmcn. Tie Cstiz<lstaatrn Li.bcit c^ngch eine Gcimiuschaft zur Boroereitung b.*r gänzlubcn Verschmelzung. Tiefe ökmcinfdtait nnrb zu em- Itci Lieber Esverbindlid^r Gk-kfarcbimg und Mw- iraltung ermächttgt; die finanzielle Au>evlander- h v-ung wird gesondert bearbeitet. Als Gemein- schastc-organe sind ein Bo.ksrat von 42 unb ein Staatsrat voiz 12 Miigiebern vorgesech.m. Zer Bvlksrut soll als Bvrparlament spätcfl ns am In. August zusamment eten; er wird durch bie lanbtagc gcn>äl)It, während später allgem-.r-ie Wob len für bie tliürstlgiiche Lanbesver ammlwiy statt' finden sollen Eine Aufhebung der Gemeuifchatt ist mir bei Einverständnis aller Staaten oberem stimmigem Volksratsbeschluß möglich W. tt )
StmbmbaWTftrdf in Köln
Köln, 24. Mai. kWTB.) Wegen Derttoige- rmtg von Teuerungszulagen bef(Honen bte mengen Straßenbahner, von heute ab feine Fahrscheine zu verkaufen, bi» ihre Forderungen bo willigt fmb. Infolvedesstn ist der Strom gesperrt, so daß dir Bahnen überhaupt nicht fahren können.
VTi)teftt>rn)ffrniUMnfl eines amerikanischen FrirdenSdelegirrten.
Berlin, 23 Mai. DTB > Dor „Alend" verbreitet nach einem Funkspn.ch ans Lvon^ ein Schreiben des Miigliedes der amcriTamidi.m Frie- densdciegation, Bulllitts. an Wilson, wo durch dieser feinen Rücktritt auS der Tel e g a t i 0 :t begr-mbet Er faqt darin:
Ich bin einer ber Millionen, die rückhaltlos Ihrer Führerfchait vertraute unb glaubte, Str wollten nichts gerin-xre» als einen dauernden Frieden erreichen unb daS auf der Bt'is brr selbstlosen Gerechtigkeit. Aber die Regierun-i da' fiel» nunmehr dazu entschlossen, die Icibcnbcn Völker ncueiillnterbrüdungenunbacr- stückclu n göan griffen MtSzu etzen unb chi neues Fahrhundert beS ftriegeö zu eröffnen Ungerechte Entschlüsse, wie die veiiLchan tung, Tirol. Ungarn, Ostpreußen, Danzig unb ba« Snarbedcn, sowie die Preisgabe wichtiger Frei- Häsen führen unweigerlich zu neuen Konflikten Meiner festen Uebcrwugung nach ist der durch den vorliegenden Entwurf gefchaifenc fRölfcrbunbcnb luurf viel zu machtlos, um diese Kriege zu verhindern. Dafa'r ist e3 die Pflicht ber Regierung ber Bereinigten Staaten, zum Besten ihres BolkkS unb bem ber Menschheit bie Untcrfdm t, div Rati-
Ein Protest der englischen unabhängigen Arbeiterpartei gegen die Friedentbedtngungen.
Amsterdam, 23. Mai. (WTB.) „Det Volk" veröffentlicht den Wortlaut eines den ve shiebenen Sektionen der Internationale zugesandten Protestes der englischen unabhängigen Arbeiterpartei gegen bie Friedensbedingungen. Ter Protest lautet: Die Parteileitung ber ima>hä igiflen Arbci.erPartei weist bie ödbinflimgen des Friedensoertrage«, der mit Unrecht bvRm Namen führt unb ben bie Alliierten ber deutschen Republik vorgelegt haben, auf daS ever- ff-f fiste zurück. Diese Bedingungen tun den Grund- lagen des Waffenstillstanbes Gewalt an, beim fit widerspreckien allen öfienllichen Versich.-rungen ftlcr die Kriegsziele der Alliiertm. Sie enthüllen bie wahre Absicht der Alliierten und die Gründe für die Verlängerung des Krieges, die bie vollständige Vernichtung Deuff.hlanbs sowohl in polit ffier als auch wirtschaftlicher tzin.icht zum Ziele haben und daher zur Verarmung ganz Euro was führen werden.
bitter und brennt auf ber Zunge. DaS hätte den Argnohn Labweins erregen können. Tie Arbeit glückte vorzüglich.
Nun handelte es sich darum, Galdino eine tiefer Oviumzigaretten in bie öänbe zu spielen, ofine daß der Gelbe eine Ahnung davon hatte, baß sein Herr ihn zu einem Experiment gebrautfaui wollte Ter Mulatte war ein ehrlicher Bursch Obwohl er, wie alle Brasilianer, ein leidenschaft lieber Raucher war, plünderte er die Zigarrenkisten seines berrn nicht. Er begnügte sich damit, noch lohnende Zigarrenstummel auhurautfam, unb bann gehörten nach altem Brauch alle Zigarren unb Zigaretten, bie er gelegentlich auf dem Fußdoben sand, ihm.
Tvrival warf erne ber Oviumzigaretten in oei Nähe seines Schreibtisches auf ben Teppich Tori rtifrtr sic Galbino am Morgen finden unb, er kannte feinen Mulatten gut genug, auch sofort rauchen. ,
Leise anz er gekommen war, verließ Dorival taS Laus.
Ten Rest der Nacht verbrachte Dorival in mttuhigem ^albschlummer. Schlimme Träume auälten ihn. Er sah sich gefcftelt durch die otragen Berlins geführt. Tie Leute wblten der Kellner aus dem Wirtshaus zuni Ineberen Oldenburger ängstigte ihn mit Grimaffen und ließ den AdomSapfel tanzen. , ,
Als es Tag wurde, stand er auf. Nach alter Gewohnheit nahm er ein kaltes Bad. Tas tat seinen Nerven gut ... ,
Um acht Uhr ging er nach ferner Wohnung Er wollte sehen, wie bei Galdino die Zigarette l gewirkt hatte. An ber Bo Nike zu seiner Woh-
3 m Armeehauptquartier abgefaßt, den 23 Mai 1919.
Der Generalkommandeur bet 8. Armee, (gevk General Gerarb.
AuS diefer Bekanntmachung geht deutlich her- vor, baß die LoSlösungSbestrebungeu bei der höchsten Stelle des franjöfüdjen Besatzung^ Heeres in jeder Beziehung gefördert und. unter st ützt werden.
Eine Enthüllung über die russische Schuld am Kriege.
Berlin, 23. Mai. Wie systematisch die ruf- ,ische Regierung bä der Vorfarettmig des Äricgeo jii Werk gegangen ist. das wird besouders brafhld) leuchtet durch ein von deutscher amt sicher Stelle jetzt veröffentlichtes s^heimprotvksll vom 8. 9Zwrmbcr 1912, >.id sich mi. den vorbereitenden Arbeiten zur Cr- ganisalisu des rikönürtigen Tien'irs an ber Süd- j.ltl'üoii: gegen Ceii£rntcl> Ungarn) Lädwi.igt. E. Qdjt von der Boraussetzung änes Krieges Aimfdrn Ctfterrcid>Ungarn und Serbien aus, in dem bann Jhifelanb aus der Seite Serinis ftefarn mürb, und kommt >abci ju folgend?,! Folgerungen, dic . ilcraicn laßen, daß man baixh. ben Utira mit Tvut'cfiland als F«lae bcs Krieges mit Oester oiich-Ungani als ,elbswerständ.üli in Betracht ge- jungen hat; es heißt da:
Es ist unbedingt erforderlich, daß bj, Ber otbnimg, die Verkündung der Mobilmachung sei auch die Verkündung dc -7 M r ,< geändert wird: eine solche Devordnung kann zu sduveren Mifwerständniffen in ben Beziehungen zu denjenigen Mächten führen, mit denen aus Grund dieser ober jener pv'itischen Umftänbe Kri.'si oder bie Eröfinung ber Feindseligkeiten wenigstens nicht gldd) von Anfang an beabsich iqt ist. An^ dererseits kann es 'ich als vorteilhaft erweisen >n Aufmarsch zu vollziehen, ahne die Feind seligkeiten KU beginnen, damit dem Gegner nidit umviederbringlich die Hoffnung genommen wird der Krieg könne rod) vermied en werden U n -- fereMaßnahmenmüssenhierbeiburch diplomatische S che i n v e r ba n b * u n g ? n maskiert werden, um die Befürchtung des Gegners möglichst einz u s ch I ä f e r n, nwnn solche Maßnahmen die Möglickckcit gefam, einige Tage zu gewinnen, so müssen sie unbedingt ergriffen werben.
Man braucht sich nur ber bitfomatifdien Vorgänge zu erinnern, die sich ht ben letzten Julitugen 1914 abgespielt halben, um zu crfcnncn, daß die ruffische Regierung genau rttb biefctr Dorschlägen, duvch biöbmatifdK Schcinverhmid- hingen Deutschland über bie russischen Angriffs- obfiditen zu täu'chen, verfahren ist. Man tat es auf diese Weise dazu gebracht, baß Teutscfi- ianb formell ben Krieg erklärte und damit vor der Welt als der Frietansbrecher erscheinen mußte.
Ein Appell an die englische Geistlichkeit.
Dte Verordnung über döchstVreise für Honig vom 26. Juni 1917 ist mit bem 8. Mai । 1919 außer Kraft gesetzt
Annahme von Lehrlingen im S-chor n iie in fege r gewe r de. Aus Grund dc» 8 128 Absatz 2 der Renting werfa-vihnung wird bestimmt: Im Sckwrnstenifcg.rgewerbe darf der einzelne Meiner nicht mehr als emrn iJelyrling faxten ober neu einstellen. Diese Vorschrift fhibct ffine Anwendung auf Bettiebe, in denen zur Zeil bereite mehtert Lehrling ^hal:en w?rden. Neueim.eCun rn bürften in ihnen aber erst erfolgen, nachden iie twrtanbentn Lehrlinge i'ämtlid) ausgelernt ha ben. Tiefe Bestimmung ist mit bem 14. Mai i Kraft getreten unb gilt zunchh t bis zum 31. Mär- 1022.
Gerne inbewage zu ® urT^a rbd f eI • ben. Sogleich nach ber Wiegung fmb bie na.' dem Gebülffeutarif fällig.m Gtebübren an benötege meister zu entrichten. Bon diesen Gebühren fin ür Großvieh 15 Pf. unb für Kleinvieh 5 Pf. ai die Gemeinde^kassc atauführen. "Der darüber Innaiis g liende Beliag g.chört dem Wiegemei -er als Bei- ialtung. An Okbübreit werden erhoben: Von Crtr- finnofaicm: für Großvieh 40 Pf , für Kleinvieh 20 Pf, für jeben anderen zur ötnvicg t V'inmen- ben Gegen staub, als Frucht, Ätertoflil , bii 3 Zentner 10 Pf., für jeden weitere i ‘ ntner 2 Pf Von Ortsiremden w.rd bas Doppelte bti Wuggrbühren erhobcm. Tie Aenberung tritt mit Wnckung vom 1. fluni ds IS in Kraft.
Tie KreiSstraße, O r t Sb u r chf a hr t, Scita:l'-em nach Bah.rhot Großen Linden wird vom 17. Mai ab für ben Berckchr wieder foriygeben.
Rotlauf ist bei dem Gemeindeeber in Grü n in gen festgestellt worden.
Tie Räude ist bei dem Pferde dtS Georg Menges IX. in Großen^Linden crbofdxm.
Die Konzession als Die n st mann Hal Wilfalm Repp, Aslrrweg Nr. 7, mit der Nr. 11 erhalten.
Ztr ber Zeit vom 1.—15. M<rr 1919 wurden in Güßen gefunden: 2 Handtaschen mit Intakt, 2 Broschen und 1 Zigarrenetui; verloren: 1 filberne Armbandubr, 1 Briftasche mit Mill- tärpa vieren unb 275 Mt. Pcunergelb, 1 Voratees' reiher, 1 Portemonnaie mit 30 Mk. Inhalt, 1 Portemonnaie mit 25 Mk. und Kleinigkeiten Inhalt, 1 Brieftasche mit Militärpapieren, 1 lederne Bries- taflfic mit 170 Mk. unb Studentenausweiskarte, 1 Portemvmiaic mit 1 Füifmarkich-.i-i und etwas Kleingelo Inhalt, 1 Portemmmaie mit 3 Mark unb einer Flcischmarkc Firhalt, 1 Portemonnaie mit 55 Mark uno 3 Schküffel Inhalt unb 1 Srrsch- l;orn-Taschenmefser. . .
Während der letzten -Spielzeit t m Stabt t hea tc r liegen geblieben: ein Opernglas, 2 Theat.rbeutel, 13 Paar Handschuhe, 15 einzelne Hmidschuhe,^ 1 schwarzer Sdyal, acht Regenschirme und 4 Stöcke.
Tie Empfangstarechtigten der gefundenen Ge- genftäbe belieben ihve Ansprüche beim Poliznamt Gießen geltend zu machen.
des KreiscS die für die G'meinideratswahlen benützte fMblcrltibe ohnr nockpnaligc Offenlegung benützt
A| m Z^uckerverbrauchSregelung. Die für ten Monat Mar zu stehende Zuckermen« in Höhe ion 750 Gramm auf den Kops der Bevölkerung
Hus dem Zlmtsoerfünöigungsblatt.
TaS AmtSverkündigungsblati Nr vom 23. Mai enthält: Ve o.dnung über Höchn- preife für Honig Bo n 8 Mai 1919. — fingen * llnmta wegnr Besetzung. — Annahme von .» Primgen im SftamiteiitKgrTgmvrbe Vom u. Mat 1919. — Bvla.mim.ufamg fatreffend ben Schutz der Mieter Vom 30. Avril 1919. — Ge- änbrtooHen. — Gemeindeviebwag: *u Burk
(> - - Jiatlauf ber der ■ b
1918 Rr — Erlöschen der Räude bet dem i.-k " <i 111 " . IX. in Ohx>tan*£iid>.n
. örrittung ter „Zwwmsrmrung rar daS Sdwfa nadxrtar'btu.Tf tm Bezirk der Stabt und des ^nLlceif's Gteßen. — ErwerbSloftnrunterftützting. . Itc (Sinfenbimg der Skrwidmtik über Famt- glersmium»m 1919. — Tie Unterstützung ton
ten tn den Dienst emg trerener Mannschas- ,irr, Regelmra der Hinterbliebenenbezüae für eärigr Vennißter —■ Freigabe bet Ortsdurch- Lethg- ern rad) Bahnhof Grvgen-Lmden.
uckerverbrauchSrcgelung — stonz-effou als T unTunann mit der Nr. 11. — Feldbereinigung
l^b^önd; hier: daS torograpfafdr r*hitrrr-1 - Ejjnib. —- Poftzeivewebnung betreffend ben Vct- Er mit ft'raft'ntaKuyn in ber Stabt Gießen. — Jttaü der Vog l — Gefunden und verloren.
Verkehr mit «raftfahrzeugcn in der Stadt Gießen.
Auf Grund einer Verordnung deS Hessischen I^olizeiamts Olicfkm bürfat ab 1. Zmri 1919 die -väuSburg und Marttsttaf^ mit Kraftfabrzeitgen r.: d) r befahte.i TocrbeiL Ter Durchganc»sv?rckehr rtit Krasttahrzeugen ist bertaten in ben innerhalb t<r Anlagen gelegenen Stabiteilcn. Zuwiderhand- l'jngm gegen diese Vorschriften werden mit Geld- faafe bvö zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft.
Schutz der Vögel.
Das Polizciamt Gießen bringt ht Erinno natg, daß da-> Zerstören und Austal«n von Nc- farn oder Bruffcatten der Vögel, bas Zerstört« und Ausnehmen von Eiern, bas lufnebmcn unb Töten von Jungen trcboten ist. Zn gleidxr Weise ist bas Fkil- tittn iuw ber Berkaus der gegen dieses Verbot rttmwtai Eier unb Zungen untersagt.
Himhbrttanbehtb' werden mit Geldstrafe bis ii 150 Mk oX-r mit Haft tastraft. Tiefe Strafe tofft insbefonber.' auch denjenigen, der eS unter* list, Kinder oder andere unter feiner Gewalt Irtcnbe Personen, meldie feiner Aufsicht untergeben finb unb zu seiner HauSgenossenichaft ge* ’-ptm, von solchen Zuwiderhairdlungen abzutalteir.
Tas Auffidst.'.far anal ist angemi fen, auf die l'folffung ber vorsteheirden Bestimmun«ir ein [Id»arfr5 Augenmerk zu ta'xn unb jede Zuwidr- hndlung zur Herbeiführung der gerichtlichen Be- vafimg zur Anzeige zu bringen.
Schutz ber Mieter. Auf Grund deS 8 6 WC Verordnung des Bunde-ra's rvm 23. September 1918 zum Schutze der Mieter wird für sämt- lici» fceffifdien Geniernden fblgettixd bestimmt: t»e Kündigung eine« MictverhältnisseS ist nur nit voraus^ gangcner Zustimmung des ErmgungS- trte« rechtswircklOM. Tiefe Zustimmung ist auch *nn einzuholen. wenn eS sich nur um eine Miet- ißsterg rung Inmdelt, ohne daß damit eine Kün- Igung befl bi irrigen Mietverhaktnisses ausge- Drodxn ist. Ern olmt 'Kündigung al'lanfendes ?Kietpettaltni« gilt als auf unbcitimmte Zeit Der- [dngnt, wenn der Vermieter nickst vorher die Zustimmung de« EiniginkgSamtes zu dem Ablauf cr» hilft tat. Do MieteinigirngSämter nüfit errichtet surv, ist lew^-ils die Zustimmung des zuständigen KteiSdirrftorS einzuholen.
Zu ben Gemeindewahlen erteilt das Kteitzamt Gießen die gruirdsätzlickte Genehmigung, tefy für die bevorstehenden Wahlen der Bürg.-r- metner und Beigeordneten in den Lcn^gemeinden
, ______... . Landgemeinden zur Ausgabe. Es
leM bnnen auf die Zuckermarken 106, 107 unb 108 je : Cnihf 150 Gramm -» 750 Gramm Zucker für ben Monat I Mai te-zogen werden Mit Ablauf bes 15. Hirni l.
Sieinur* ucrlieren bie Marfrn 106, 107 unb 108 ihre
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ll,b^hlof° liefe teilnahmslos bie Bilder auf ber Lcin- fi. «nmb an sich oorüoerziehen. Plötzlich prägte «ich < fernen Augen 'ein Wort ein, das groß unb breit, • - - • - *■ • •


