Erstes Blatt
169. Jahrgang
Gicfctfltr Anzeiger
erscheint In glich, anher
Vie Nationalverfaminlung für Unterzeichnung des Friedens.
Die deutsche Nationalversammlung hat Punkten Entgegenkommen. Tie grwähtten Er- Alliierten das deutsche Volk versetzen, eine liche und soziale Gleichlierechtignng, den Wiederauf
bnu unserer Wirtschaft, unb die Demokratisierung
jene Kabinett Bauer ein Vertrauensvotum ininnoh mit 236 gegen 89 Stimmen bei 68 Stiinrn- Ullllcn Mallungen.
Man karm nicht sagen, daß sich die große
’-uiun IUHH iruyn ,ugcn, uuy [inj uie gLuyt ^nwrtin«, ind «hlußtragödie ganz ohne Beimischung von diinn-Eirtxindiw. Wzulänglichketten abgespielt hätte. Es man- । Vompnrtü von lellp nn voller Klarheit. Der neue Minister- i 30 pf Präsident kündigte an, daß das Kabinett ent w dir* dn** Wessen sei, den Gewaltvertrag zu unterzeich- ' . \ ich mit der Einschränkrmg, daß dis Unter»
veiss u.ferbi
In mehrere
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Ausstattuep
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sewährter, solider ui: timackvoller Ausfihnr
laut im vorliegenden Blatte wieder. Danach sind nicht mir die Vorbehalte der oben er-
ichren innerhalb des Völkerbundes einer Hision unterzogen wird. Es war mizuneh- eit, daß der Rat der Vier in Paris auf che Anregungen nicht eingehen würde, chdem der Beschluß der Nationalversamm-
schien: Ln;eiger Sieben, postfcheütonto:
lkianhurt a. M. 11686
[> die umgehende, durch Reuter veröffent- ssh-te Antwort, daß die Zeit zu Diskussionen -rüber sei und der Vertrag so unterzeich- t werden müsse, wie er vorliege.
Was geschieht nun? Das Kabinett Bauer ß zeigen, daß es auch anders kann. Eine n liche Sache. Das Ende des Weltkrieges t die ganze Tragik der Nibelungennot, und c Schlußakt erinnert in seinen Einzelheiten it$ gewaltig und erschütternd an den Schluß
Liedes/ wo die rächende Krimhilde vor einzig übrig gebliebenen Todfeind Hcv- ii steht und von diesem die Auslieferung i-i Nibelungenhortes forderte. Der grimme
gleichen ^chietienen abiygeben
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Punkten Entgegenkommen. Tie gwabricit Erleichterungen mindern die Schwere der Bedingun-
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18 ’VL, für Dt e (l a in e*- au zeigen von 70 nun l’ic ic 48 Pi. Bei Platz» v o 11 rt) v i 11'20°/ u^t ui \ dil a q. Hauptfchrutleiler: Ang.
Perantworllich für Politik: Ana. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zeitz; für den Anzeigenteil: H. Beck; iämtlid) in Gießen
■de. Heber diese Einschränkungen hat die k'ksvertretung nicht abgestimmt. Auf einen kl t'prechenden Hinweis des deutschnativnalen Äl'geordneten Srhultz-Bromberg am Schluß btc Aussprache schwieg man am ßiegie- ningstisch, und der i>lbg. Dr. Rießer von der $iiirfd)cn Volkspartei erklärte, die „juristische Auslegung" würde dahin lauten, daß die Ult» tkizeichnung ohne Vorbehalt erfolgt.
Nach der Sitzung der Nationalversamrn- hntg hat um 7 Uhr abends die Regierung
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is;te die entsprechende Erklärung an die gner das letzte Wort sein. Wir stehen r bitterster Enttäuschung.
sich von der unmenschlichen Frau Haupt abschlagen lassen. ^Wollte das chinett Bauer die nationale Ehre retten, so
Alliierten das deutsche Volk versetzen, eine Zwangslage, wie sie drückender und folgenschwerer einem Volk rax(j> nie ans- erlegt worden ist, und unter Berufung auf die ausdrückliche Zutage der alliierten und assoziierten Regierungen in ihrem Memorandum vom 16. Juni 1919 berechtigt zu sein, folgendes billige Ersuchen an die alliierten und assoziierten Regierungen zu richten bi der Erwartung, daß die alliierten und assoziierten Regierungen
an. UnW'
konn- und Feiertags.
Bezugspreis: monatl.Äik.1.35, viertel- jährlich Mk. 4.05; durch iiwhole- u. Zweigstellen moimtl. 9)11.1.25, durch die Post Mk. 4.05 viertel«
hat nicht die Gegenfrage getan,। ihm geschehen würde, wenn er Geheimnis nicht verrate. Er
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Hirten Art gemacht, sondern es ist auch noch Aashttwp iimal der Versuch gemacht worden, die Geg» II OejcM*: icc zu überreden, ihr Einverständnis zu er» " miren, daß der Friedensvertrag nach zwei
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ttiie deutsche Note an die Latente.
Weimar, 22. Juni. Noch im Lause des ntag nachmittag hat der MinisterpräsioeM tuet im Namen der Reichsregierung durch den iianbten von Hantel in Versailles folgende i tc zugleich mit dem Abstimmungsergebnis der Iwnalversammliing über die Vertrauensfrage erreichen lassen.
„Die Regierung der deutschen Republik hat von tu Augenblick an, wo ihr die Frieden^bedingungen r alliierten imb assoziierten Regierungen bekannt dMn wurden, teilten Zweifel darüber gelassen,
sie in Hebereinstimmung mit dem ganzen beut» Wi Volke diese Bedingungen als in schroffem über sprach mit der Grundlage befind- § verstehen muß, die von den alliierten und asso- öerten Mächten einerseits und Deutschland an» tlmseits völkerrechtsverbindlich für den Frieden '> dem Mschluß des Waffenstillstandes angenom- in loorden war. Sie Tjat unter Berufung auf t Dioischm den Verhandlungsteilen vercinbatte ghiiltnisse in Deutschland nichts mwersucht ge- «y Isgrundlage und unter offener Darlegung der fieui, nm zn unmittelbarem tnründlichenMei- luag s a u s t a u s ch ^u gelangen, um dort eine Milderung der unerträglich l-arten Bedingungen, k ttvirken, die es der Regierung der beiitfdien Mublik möglich machen sollte, den Friedensver- [i'i vorbel-altlos zu unterzeichnen und seine Durch- jfcnung zu gewährleisten.
1 'Tiefe im Interesse des Weltfriedens und der Wlecrv?rsöl)uui!g unternommenen Versuche der Stfji itrung d r deutschen Republik sind an dem gWi Festhalten an den Friedensbedingungen stOb eitert. Weitgehende GegenmHschläge der «ckHen Delegation fanden nur in einzelnen
Der Rücktritt der Sachverständigen.
Mei'inar, 22. Juni. (Wolff.) Die in Weimar versammelten Finanz- und wirtschaftlichen Sachverständigen der Friedensdelegation haben infolge der Stel- lung der neuen Regierung zur Friedens- frage sämtlich ihre Mandate nicber» gelegt Es sind dies die Herren: Wilhelm Benkeitberg, Wilhelm Cuno, Louis Hagen, Philipp Heineken, Ewald Hilger, Georg Lüb- seu, Karl Melchior, Emil Georg v. Stauß, Franz Urbig, Max Warburg, Otto Wiedfeldt und F. H. Mitthüfft.
Eine Erklärung der demokratischen Fraktion.
Weimar, 21. Juni. Die Fraktion der Demo k r a t e n hat einmütig folgende Erklärung "besclstossen: „Die Fraktion hält den uns augesvn- nenen Gewaltfrieden für dasgrößte Unglück, Idas unser Vaterland treffen konnte. Sie ist überzeugt, daß ein besserer Friede hätte erreicht werden können, wenn die Regierung das „Unannehmbar" den Feinden gegenüber mit innerer Gesclstossenheit (unb folgerichtig vertreten hätte. Wir fühlen das furchtbar Schwere der Entscheidung. Dieser Friede ist nach der einmütigen Ueberzeugnng der Fraktion unerträglich und unerfüllbar. Er ist und bleibt nach der Ansicht ihrer übergroßen Mehrheit unan- n e h in bar. Deslve.gen scheiden wir ausderRe- gliernn g aus, und es kann bei dieser Sachlage fein Mitglied unserer Fraktion in die neue Regierung eintreten.
Die bisherige Koalition hat ihre dringendsten Aufgaben erfüllt. Sie hat in den gefahrvollsten Monaten nach dem Zusammenbruch der Regierung und der Volksvertretung überhaupt erft die Arbeits» Möglichkeit im Innern und ore Verbcindlungsmög- lichkeit nach Außen gegeben. Sie hat das Verfas- fungswerf bis zum Abschluß gefördert. Sie hat die Mittel zur Aufrechlerlnliuiig von Rnl;e und Orb’ nung im Innern geschaffen. iDie weiteren Aufgaben, die sich die bisherige RegierungAiiehrlMt gestellt lmtte, werden wir fördern. Zur Mitarbeit int Rahmen unserer Grundsätze sind wir auch in Zukunft bereit. Opposition schlechthin liegt uns fern. Dem Aufbau des neuen Deutschlands, der durch diesen Frieden imendlich erschwert wird, soll lunsere ganze Kraft gehören. Nach wie vor sehen wir die einzige Grundlage für die Wiedererstattung Deutschlands in einer demokratischen ytegieriing, deren sozialer Geist allen Volksangehörtm'N das Bewußtsein der Gleichheit und Zusammengehörigkeit ziu geben vermag. In diesem Geist erstreben wir vor allem die Neubelebung der nationalen Würde und Geltu ng, die wirtschaft-
gen nur in geringem Maße. Tie alliierten unb assoziierten Regierungen haben die stiegierung ixr deutschen Republik durch ein am 23. Juni ,tb- laiifendes Ultimatum vor die Entscheidung gestellt, ben von ihnen vorgelegten Fnedensent- ivurt zu unter-eichnen, ober die Unterzeichnung zu verweigern. Für den letzteren Fall würde ein völlig "wehrloses Volk mit ixr zwangsweifen Auferlegung der gefvrdetten Fttedensbedingungen unb der Vermehrung der fchwci-en Lasten bedroht.
Das deutsche Volk will nicht die Wiederaufnahme des blutigen Krieges, es will aufrichtig einen dauernden Frieden. Es hat gegenüber der Haltung der alliierten und assoziierten Regierungen keine andere Macht als die Berufung auf das einige unveräußerliche Recht eines selbständigen Lel>ens, das wie allen Völkern, so auch dem deutschen Volke zusteht. Die Regierung der deutschen Republik kann diesem heiligen Recht des beut)eben Volkes durch Anwcnbung von Gewalt feinen Nachdruck verleihen. Sie kann nur auf die Unterstützung durch das Gewissen der Menschheit hoffen. Kein Volk, auch die alliier- ten und assoziierten Mächte können dem deutsck)en Volke zumuten, einem Friedensinstrument ans innerer Heberzeugung beizustimmen, durch das lebendige Glieder vom Körper des Deutscknm Reiches ohne Befragen der in Betracht kommenden Bevölkerung losgelöst, die deutsck)L Staatshoheit dauernd verletzt und dem deutschen Volke unerträgliche wirtschaftliche unb finanzielle Lasten auferlegt werden sollen.
Die deutsche Regierung hat aus den im O ft e n abzutrctenden Gebieten leidenschaftliche Kundgebungen der Bevölkerung erhalten, daß sie einer Ab trennung dieser größtenteils feit vielen Jahrhunderten deutschen Gebiete sich mit allen Mitteln widersetzen werde. Die deutsche Regierung sieht sich daher genötigt, alle Verantwortung für etwaige Schwierigkeiten, die sich aus dem Widerstand der Bewohner gegen ihre Loslösung von Deutschland erheben können, abzulehnen.
Wenn die Regierung der deutschen Republik gleichwohl bereit i st, die Forderung der Alliierten unter nachstehenden Vorbehalten zu unterzeichnen, so geschieht dies nickt aus freiem Willen. Dre Regierung der deutschen Republik erklärt feierlich, daß ihre Haltung dahin zu verstellen ist, daß sie der Gewalt weicht, in* dem Entschluß, dem unsagbar leidenden deutschen Volke einen neuen Krieg, die Zerreißung seiner nationalen Einheit durch weitere Besetzung deutschen Gebietes, entsetzliche Hungersnot für Frauen unb Kinder und unbarmherzige längere Zurückhaltung der Kriegsgefangenen zu ersparen. Das deutsche Volk erwartet in Ansehung der gewaltigen Lasten, die es übernehmen muß, daß sämtliche deutschen Kriegs- und Zi- vilgefangenen mit Beginn vom 1. Juli in ununterbrochener Folge und in kurzer Frist zurückgegeben werden. Deutschland hat die feindlichen Kriegsgefangenen in zwei Monaten zurück- geführt.
Tie Negierung ber deutschen Republik verpflichtet sich, die Teutschsland auserlegteu Fttedens- bcbiiigungen zu erfüllen. Sie will sich zedoch in diesem feicrlidjcn Augenblick mit rückhaltloser Klarheit äußern, um jedem BoNourf einer Unwahrhaftigkeit, die Teutsckstand jetzt oder später gemacht werden könnien, von vornherein; entgegenzutreten. Tie auferlegten Bedingungciii. übersteigen das Maß dessen, was Deutschland tatsächlich leisten kann. Die Regierung der deutschpn Republik fühlt sich bal>er zu txer E r klärung verpflichtet, daß sie alle Vorbehalte macht und jede Verantwortung ablehnt gegenüber den 'Folgen, die über Deutschland ber» bangt werden könnten, wenn die Hndurchführbar- keit der Bedingungen mich bei schärfster Anspannung des deutschen Leistungsvermögens in Ersck>eb- itung treten müsse.
Teutschland legt weiterhin den größten Nculn- druck auf die Erklärung, daß es den Artikel 2 31 des Fttedensvertrages, der von Dentschland fordert, sich als alleinigen Urheber dis Ktteges zu bekennen, nicht annehmen kann und dnrch s eine Un ter schrist nicht deckt. Tarans folgt ohne weiteres, daß Deutschland es auch ablehaen muß, die Wleilung der ihm >mifge- bürdeten Velastting mis der ihm zu Unrecht zn geschoben en Urheberschaft am Krieg anzuerkennen.
Ebensowenig kann es ein Deutscher mit seiner Wurde und Ehre vereinbaren, die Ättikel 227 bis 230 anziinehmen und miszusühren, in denen Deutschland zugemntet wird, A n g e h ö r i g e d e s beu tschen Volkes, bie von den alliierten und ässoziierten Mächten der Verletzung internationaler Gesetze und der Vornahme von Handlungen gegen die Gebräuche des Krieges bezichtigt werden, den alliierten und assoziierten Mächten zur Aburteilung auszulicfern.
Weiter legt die Regierung ber deutschen Republik entschieden Verwahrung ein gegen die Wegnahme des gesamten deutschen Kolonialbesitzes und die hierfür gegebene Begründung, die Deutschland die Befähigung zur kolonialen Betätigung dauernd absvricht, obgleich das Gegenteil feststeht und überdies in den Bemerkungen der beut* scheu Friedensbelegation zu den Friebcnsbediugun- gen univiberlcgbar nachgewicsen ist. ,
Tie Regierung ber deutschen Republik nimmt an, daß es den glliierten und assoziiertni Negie- rirugcn erwünscht ist, daß sie offen gespvi»hen hat, sowohl was ihren guten Willen als auch ihre Vorbehalte aiigeht. Sie glaubt baber. unter Hinweis auf die Zlrmngslage, in die die Forderungen der
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bie nachstehende E rk lärnng als wesentlichen Bestandteil des Vertrages ansehen werden:
„Innerhalb zweier Jahre vom Tag der Unterzeichnung des Vertrages ab gerechnet, werden die alliierten unb assoziierten Regierungen den gegenwärtigen Vertrag dem hoben Rat der Mächte, so wie er im Volker'oiuid nach Artikel 4 eingesetzt ist, zwecks Nachprüfung unterbreiten. Vor diesem hohen 3dit sollen die.deutschen Bevollmächtigten dieselben Rechte und Vorrechte genießen wie die Vettveter der anderen konttahieren- ben Mächte bes gegenwärtigen Vertrages.
Dieser Rat Volk über die Bedingungen des gegemnäriigen Vertrages entscheiden, die die Rechte der S e l b st be st i m m u n g des deutschen Volles beeinträchligen, ebenso wie über die Bestimmungen, durch nxldfe die sr.be gleichberechligte wirtschaft l i ch e E n t f a l t u n g Deutschlands gehin- bert <mirb."
Tie Regierung der deutschen Repul>lik gibt Istemach die in dem Schreiben vom 16. Juni 1919 geforderte Erklärung ihrer Zustimmung in folgender Form ab:
„Die Regierung der deiltsckien Republik ist bereit, den Friedens vertrag zu unterzeichnen, ohne ledoch damit anzuettennen, daß das deutsche Volk der Urheber des Krieges sei, unb ohne eine Verpflichtung zur Ausliesermig nach Artikel 227 dis 230 bes FriebeiisVertrags zu übernehmen." (gez.) Bauer, Ministerpräsident.
Line schroffe Antwort ans Paris.
AmsterÄ am, 23. Jmn. (WTB ) Das N-cuterfckrc Vitrcau iMldct aus Mris, daß L! cr u c c a u, W i l s o n und L l o p d Georg e auf dir d e u t s ch e N o t e, dir mir 7 Uhr abends eintraf, bereits gcanlwortet haben in dem Sinne, daß die Zeit für Diskussionen. EinMünttmgen und Vorbehalte vorüber sei unD die deutfckicn Vertreter unzweideutig den Friedensvertrag als Ganges, wie er vor liege, annehmen müssen oder nicht. Nach» der Hnterzeicknimig müssen die alliierten und assoziierten Atüchte Dmtsch- land für die Durchführung jeder Bedingung des Vertrages verantwortlich machen.
des Äroeitsverhältuisses."
Die -euijche $loUe von ihrer Besatzung versenlt!
London, 21. Juni. (WTY.) (Reuter.) Die Aorniralität teilt mit: .Heute nachmtttag ist eine Anzahl ber internierten deut - schcn Schiff-e in der Skapa-Bucht von ) e n B e s a tz u n g e n v e r l a f s e n u n d v e r- e n k t worden. Die Besatzung befindet sich tn icherern Gewahrsam.
London, 21. Juni. (WTB.) Reuter meldet amtlich: Mle in der Scapa Bucht internierten deutschen Sckstachtschiffe und Schlachtkreuzer mit Ausnahme des Schlachtschiffes „Baden" sind versenkt worden. Desgleichen wurden fünf leichte Kreuzer versenkt, während die übrigen drei durch dort befindliche Schleppdampfer auf Strand gesetzt wurden; 18 Zerstörer wurden auf Sttand gesetzt, vier sind schwimmend, ber Rest ist versenkt. Der bentfdre Konteradmiral und die meisten Deutschen von Bord ber Schiffe befinden sich unter Bewachung auf britischen Kriegsschiffen. Einige Boote von den Sckps- feu sind zum Stoppen aufgefordert worden, wei- yicrten sich dies zu tun, unb wurden beschossen; eine geringe Anzahl Deutscher Nmrde getötet oba verwundet. Entsprechend den Wafscmstillftandsbe> Dingungen waren die Schiffe mit gelingen deutsche (Besatzungen ohne britische Wache an Bord intet’ niert gewesen,
London, 21. Juni. (WTB.) Reuter. Ein Telegramm auS Edinburg meldet: Es waren Vorkehrungen getroffen worden, um die deutsche Flotte am Montag zu besetzen, falls der Friede unterjeidhuet würde, da die Sckstsfe in diesem Falle automatisch an die Alliierten übergegangen wären. Die deutschen Vesätzungen ber versenkten Schiff« hatten diese Absicht indessen vormisMsehen.
Amsterdam, 22. Juni. (Wolff.) Nach einer Reutermelduna aus Thurso vom 21. Juni mittags bildete das Hissen einer roten Flagge das Signal für das Versenken der deutschen Schiffe. Die Besatzung ging in die Rettungsboote und ruderte dem Ufer zu. Als bie Bewachunßs- schisfe feuerten, sprangen bie Deutschen utS Wasser und schwammen an die Mste.
Nach einer Meldung des „Telegraast' aus London wurde nicht eine rote Flagge, sondern die deutsche gehißt. Das Versenken der Schiffe scheint lange gedauert zn haben, denn das erste Schiff sank kurz nach Mittag und das letzte erst um '/ch Uhr.
bdttl,___ ....
rl riung dort legt, den Frieden auf jeden Fall zu
bwnHlMNk »verzeichnen. Man hätte sich die Weitschwei- Pleiten schenken können. Sie haben uns nur ^^**^^* riie erneute Demütigung eingetragen, näm-
nni mit der Einschränkung, daß ......
Icaift nicht das Schuldbekenntnis und nicht di.'Auslieferung angeblichschuldigerDeutscher
Die deutsche Nationalver'sammlung hat nOSSßn^nhoft ,im «estrigen Sonntag mit 237 gegen 138 "«wlldll äiimmen bei ö Stimmenthaltungen ben An- Oer9 i.H. mg angenommen, welcher lautete: „Die Mionalversammlilng ist mit der Hnterzeich- ■rung des Friedensvertrages einverstanden". Die Mehrheit besteht aus Sozialdemokraten, jintrum und Huabhängigen und einer Min- eihcit der Demokraten. Ferner erhielt das
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheflen
SroiinncisrimMrud ».Verlag: örühl'sche Univ.-Vach- u. Steindruckerei R. Lange.Schristleitnng, Seschäskflelle u,vru«-r-I: SchnIIlr. Z.
Vas neue Kabinett
Weimar, 21. Juni. Das neucReichS- Ministerium setzt sich wie folgt zusammen:
Bauer, Präsident des Rcickisministermms, Hermann Müller, Reichsminister des Auswärtigen,
Dr. David, Reick-sminister des Innern, Erzberger, Vertreter des Reichs^Minister«
Präsidenten und Reickisminister der Jnnanzcn, Wissel, Reichswirtschaftsministcr,
Schlicke, Zicichsarbcitsmunster, Mäher- Kaufbeuren, Neichssckxitzministcr, G i e s b e r t s, Reick-sposMiinister, Bell, künftiger Reichsverkehrsminifter und weiter betraut mit der Führung des Rnchskolo- nialamts,
N o s k e, Reickiswehrminister,
Schmidt, ReichseruährimgSminiftcr, Reichsjnstizminister bleibt offen.
Von maßgebender Stelle wird Wert auf die Feststellung gelegt, daß dem neuen Kabinett bret Süddeutsche angebören, nämlich die Württem- berger Schlicke und Erzberger und ber Daher Mäher- Kaufbeuren.
Die Meldung, daß Dr. Bell das Rcickisver- kehrsministerium übernommen habe, ist in dieser Form nicht richtig, denn ein solches Ministevmm besteht noch nicht. Wohl, aber wird Dr. Bell neben feiner Tätigkeit int ReichKolonialamt btc lieber» sühnliig der Eisenbahnen in den,Besitz des ReickieS durchführen und bann wird sich allmählich ans dem bisherigen Neickpseijenbahnamt das Neichweikehrs» Ministerium entwickeln.
Der preußische Kriegsminifter Reinhardt fimd der Flottenchef Konteradmiral v. T h r o t a bleiben im Amt.
Der Vorsitzende ber demokratischen Fraktion in der Nafionalversammliing non Paher Ijat seine Amtstätigkeit an den ?lbgcord» neten Schifter Magdebnrg übertragen. orbneter v. Paher war ber einzige Abgeordnete/ der bei der Probeabstiimniing in bet bemotratt« Wen Fraktion für bie Annahme des Fnedeitsver- träges gestimmt hat. Abg. Fchr. v. N t ch t h o f
IHontag, 25. Amt 1919 Annahme von Lnzeige» die Lageonimimer tn# zmn Nachmittag vorbeo oimc jkdeVervindlichketU preis für \ mm Höhe für Sin,eigen u.34nun breite örtlich 15 Pi.onSwärt»
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Silier eine ziemlich lange Note an bie En- apirten Fi* abgchen lassen. Wir geben ihren Worts-


