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müssen besondere gesetzliche Wege

gegangen

werden. . Diese

** Bei

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Tie Instinkte eines Schnepfe beherrschten i Er war ganz Hochstapler.

Mehr als Hochstapler!

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brauchen nicht im Wi-

I 9.

Und da« Traurige begab sich, daß der Frei­herr von Armbrüster nun wirklich in euren Emil Schnepfe verwandelt wurde . . .

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Mft mlhtt htiritw hnbos, btt be mebr In Wdilw ^ache frcnbdt t wufrn am J?o chrbaudcS, die ?5 von den B- Jnfro und 3» Wen 8üi ^"f^ter, $n llche Lcdürfn "s der Lausch VÄeu in tir "Me um t J^rodterer Bahn, Äderung (»iei " fibtftig ober. P ___ , ^NipfE'c ^dillen unter ^r.^üdbau g - tint T IlJJ?1. wahren Murla.! J etivr de §K! MS Wiss en dir kK sju«?

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Slattenburg ! jSns Rheir l.igt ist i s in letzter Ztr M öf in hehl, -tfm 15 Stück Alheim 15 Drim 12 Stück » Ä NI je 6800 M

Der Doppelgänger.

Roman von EarlSchüler.

Fortsetzung Nr. 29.

Dorival senkte den Kopf. Er tat, als über* fege er. In Wirklichkeit wollte er seinem Gegen­über sein triumphierendes Lächeln nicht zeigen. Also nicht im Gcldschrank pflegte Herr Labwem den Dries aufzudewahren, fomhent er trug tim' mit sich herum. Tas vereinfachte dre L-ache sehr.

Labivein, der annahm, fetn Besucher stoße sich an der Höhe der SM>^n Lumme ver­suchte dem Elberfelder tue Hergabe des Geldes schmälsterjagte er, I.Sir sind mir sehr sympathisch. Ich weiß, wir hxrtxtt Freunde werden. . Ich besitze Mensä-enkeimtins, bas können Sie mir glaubem Ich sehe Ihnen an. Sie sind ein ehrlicher Mann. Nett entern ehrlichen Mann mache ich gern Geschäfts Und ich werde mit Ihnen Geschäfte machen. S-ad Ge.d, bai Sie jetzt ausgeben, um Generalkonwl zu werden und den Gröbstem der .Ehrenlegion von Costalinda zu erhalten, werde ich Ihnen zurück- geben, innerhalb non zwei Jahren. Was sage ich, innerhalb von einem Jahr. Ich werde eie in den Aussichtsrat von einigen großen Gesell- fchasten bringen. Sie werden Tantiemen vom ReingewLim erhalten, ine höher sind wie em Mi- nistcraehalt. Ernennen Sie mich zu Ihrem Hof- banNer und ich irerbe Ihnen Geschärte zuweisen, beiten Sieln einem. Jahr das Tappelte ^on dem verdienen, ,«vas Sie letzt ausgeben. Lassen Sie mich nur dafür sorgen. Jntereisieren Sie M fIv-NUn." «rtr8!tete ®e;

schäftsmonn.Heute noch eine Frage. Laßt M

Sache nicht etwas beeilen?, Sve meinten. Sie

beschlafen. Morgen teile ich Ihnen meine Ent­schließung mit. Ich glaube, daß ich das Geld opfern werde. Ich würde dann morgen nachmittag nach Elberseld fahren, um das Geld flüfiip zu machen. Ich "fann in zwei Tagen, also am Sonn­abend, mit dem Geld wieder zurück sein. Sie hätten es also noch vor Ihrer Reise nach Eng­land. Ist Ihnen das recht?"

Vollkommen, mein lieber Herr Rotmüller."

,Lch würde morgen vormittag wieder um diese Zeit bei Ihnen sein. Es wäre mir lieb. ir<nn ich nicht zu warten brauchte. Weil ich doch mit dem Mittagszug schon nach Ell^rfeld fahren möchte."

Ich werde mich zu Ihrer Verfügung halten und meiner Bureanvorsteherin Anweisung geben, daß ich für niemand zu sprechen bin. Mem lieber Herr Rotmüller, es hat mich sehr gefreut. Sie kennen gelernt zu haben."

Er drückte Tvrival die Hand in fester, bteder- männischer Art.

Ich hoffe. Ihnen dienen zu können."

Er ahnte nicht, was für Gedanken in diesem Augenblick das Hirn seines Gegenübers durch­kreuzten. Einen Augenblick lang nämlich durch­zuckte Tvrival der heiße Wunsch, den kleinen Mann durch einen kräftigen Fauftschlag zu betäuben und ihm den «Brief zu entreißen. Ein bißchen Bru­talität, und er war im Besitz des Briefes.

Er wunderte sich über sich selbst, wie er ruhig läcbeln konnte, wie er eS über sich brachte, seinem Gegner die Hand zu drücken, sich höflich zu ver­abschieden ... I.

KnvsStellnehmer müssen angeftebeTt Werben, dem Kleinbauern reicht das Land nicht zur Arbeit für seine Familie. Hierzu kommt die bevölkerungs­politische Seite: In jebem Fall wird die bisherige wirtschaftliche Struktur des Landes gründlich ge° Ludert. Hunderttaufende, die nicht verhungern oder ausrvandern wollm, müssen auf das Land. Tiesem Zweck soll das Laud^esetz dienen. Tie Rcidysver- orbnung Win 29. Januar über das Siedlungs­wesen ist für hessische Verhältnisse nicht anwendbar. Im Dum des Reichs ist Land genug, es schien dazu nur die Menschen. Bei uns in Hessen fel/lt es für die Menschen an Land. Die reichsgesetzlicheii Be- flimmungeu sind in Hessen nicht anwendbar, darum

VbM. DvrsB (S>.fc.p Um unserer Jugend willen m Offen wir mit allen Mitteln der Woh- simngsnot .steuern, auch um die für Mieter und Vermieter unangenehme Zwangsmiete möglichst zu vermeiden. Ter Massenzumg vom Land in die S a t ist schuld an der Wohnungsnot in dort G- Hooten. Mit der Bewilligung von Geldern ist es nicht getan. Es ist notwendig, Baumaterialien zu besäxmen.

Abg. Ur (labt (Dem.) erklärt die Zustimmung seiner Fraktion zu der Vorlage, auch die Bereit­willigkeit, eine weitere Rate zu bewilligen, ebenso stimmen wir der Bürgsilwftshübernahme zu. Die von dem Aba. Schildbach vorgcsihlagene Organi­sierung des Wohnungsbaus können mir nicht als taugliches Mittel aus.hen zur Behebung ter Woh­nungsnot und stimmen ihr nicht zu, dagegen sttm- men wir oen versäsiedenen Verbesserungsvorschlä- gcn zu, die zu den Vorlagen gemacht wurden.

Abg. Knoll (Ztr.) erklärt die Zusttmmung seiner Fraktion, die höchstens gegen einzelne Klei- iiigfeiten Bedenken hat. Der Redner nimmt als Bcisil^r des Mainzer MieteinigungSamteS diesem gegen Vorwurfe des Abg. Söiildbach in Schmtz. Die für Hessen Derfügbaren Mittel müfien gleichmäßig «uf die Kreise verteilt weroen. Es müjfcn ferner Zwangsmaßregeln für renitente Gemeinden vcr- laitgt werden. Statt des Kd-eisdivcktors s Ute ein kleiner Änssilmß in jedem Kreis die Entschnduiig haben, lBürgschaft sollte mir für Tilgungshypv- tHelen gewährt nxrben.

Abg. Dinaeldey (D. B.): Wir stimmen den Grundsätzen biefer Vorlage zu Auch wir stemmen Zwangsmaßregeln gegen renitente Gemeinden zu uyp werden auch nxitere Raten beitnlligen, wenn wir fin Ankunft noch in der Lage kein iverden, «solche Mittel aufzuwenden. Wir möchten die Re- (güerimg bitten, auf die Gemeindeverbände einzu-- wirken, gemeinnützige fBaiigefellftbaften zu errich­ten. Auch wir können eine Sozial fierimg der Woh­nungsproduktion nicht gutheißen, sie würde nur schaden.

Abg. Kiel (Unabh.): lieber die Not s nd wir alle einig. Wir müssen so schnell wie möglich helfen durch Zwangseinmietun^ in V U.it und Paläste. In Frankfurt hat man eingegriffen und 400 Woh­nungen frcigemacht. Das kann auch anderwärts je» säiehen. ,

Abg. Eißnert (Soz.): Mit der Bereits'l- lung von Mitteln sind noch teine Wolmnngen ig*» Sljatfen, da die Ersatzstoffe, die al'ei-i ein schnel-es Bauen ermöglichen, bei den h ssischen Bauunter- nehmenr leinen Eingang gchml>ejt. Die Reg eruug, die banrcisis Gelände besitzt, will deshalb Lrobc- häuser aus Ersatzstoffen errichten. Der Redner ste lt namens des Finanzausschusses den dringlichen Aii- trag, .200 000 Mark zu bewilligen, die ans dem Domänenergänzungssonds entnommen werden sollen.

Damit ist die Atlssprache beendet. Die Vor­lage wird dem Siedlungsou!.schuß überwiesen. Der Anttag Eißnert nnrb einstimmig angenommen.

Das Haus tritt hierauf sofort in die allge­meine Aussprache über das

Landgesetz und das tzideikommitzgesetz.

Finanzminister Henrich bespricht zunächst die SchwierigLciten, die sich bei der Ausstellung uns Bearbeitung neuer gesetzgeberischer Probleme ergeben, wodurch zu Unrecht in der Bevölkerung der Gedanke entstehe, daß die neue Regierung mög­lichst alles beim alten lassen wolle. Allgemein wird die Besoitigung deS gebundenen Besches als Mittel zu nirtsil^aftlicher und politikcher VvrzugZstellun' verlangt. Bekannt ist, wie die Ausdehnung dcc Fideikommisse aus ganzen Gemeinden unseres Lan­des lastet. Tarum der Rus von allen Seiten auf Aufhebung der Fideikommisse und auf Aufteilung des Landes. Allerdings macht man sich in letzterer Hinsicht vielfach salsihe Dorstellmigm. Mit der Beseitigung der Fideikommißwirtsck-aft wird mir ein Reckstszustand in der Bcsitzsorm beseitigt, aber nicht über das Schicksal des Landes selbst entsclnc- ben. Tie Aufteilung imb anöernxiiige Zuteilung des Landes ist eine vornteegend politsick^eehtlickL Frage, soweit die Aufhebung der Fideilvmmiise verlangt wird. Eine fobfc Maßnahme oljme gleirfx zeitige Bestemmuna über das fernere Scl/icksal des Landes wäre jedoch wirkmigsl^ und vielfach schäd­lich. Tas Land würde unter UmslLnden in Hände L> in men, in denen es mxh weniger für die Ge­samtheit dienlich wäre, als das bisher der Fall mar. Darum lassen sich derartige Maßnahmen nur treffen in Verbindung mit der Zweckbesiiin- mung des LmideS. Darum erfd>eint als das Wich­tigere die Frage der L a n d ve r t e i l u n g. Jeden­falls ist Ixute der Ruf noch Land stärker bann je, nickft zuletzt hervorgerusen durch die unerhörten Ernährungsschwierigkeitcn. Ter Ruf muß gehört Serben, selbst wenn man annimmt, daß später wieder seine Bedeutung verlieren könnte. Ter Ar­beiter Witt Land für seine Familie, berufslose

hätten drei bis vier Monate nötig, um die Ge­schichte in Ordnung zu bringen. Könnte nicht innerhalb von zwei Monaten die Sache geregelt.

Herr Labwein lächelte verständnisvoll.

Sie wollen -gern heiraten? Verliebte Leute sind immer ungeduldig. Run, ich will sehen, was ich macken kann. Ich reife in der nächsten Wocke nach Englano. Wilsen Sie zu wem? Zu einer dec bedeutendsten Persönlichkeiten in der ganzere europäischen Geschäftswelt. Sehen Sie hier, lesen Sie den Namen."

Er hotte von seinem Schreibtisch einen Bries, hielt seine Hand schützend über den Text des Briefes und ließ seinen Besucher nur den Brief­kopf lesen. Ter Brief war abgesandt von Howard Frederik Bhford in Liverpool.

Tie Firma wird Ihnen doch bekannt sein?" fragte, mit einem Anflug von Stolz, Herr Ti- reftor Erich Labwein.

Natürlich," staunte der Elberfelder Fabn- kant,bas ist jo die größte Baurnwollsirma Errg- lands. Mit den Leuten stehen Sie in Ver- lindung?"

Ich besitze eine persönliche Einladung des Sir Bpsord," prahlte Direktor Labwein.Er bittet mich, zu einer Konferenz nach Liverptpll zu kommen. Sie wissen doch, man nennt ihn den Baumwollkönig. Da sehen Sie, daß rch nicht nur mit Präsidenten, sondern auch mit Königen auf gutem Fuße stehe. Ich will Ihnen einen Vorschlag macken, Herr Rvtmüller. Uebedenen Sie sich die Sache bis morgen und geben Sie mir morgen Bescheid. Wenn nichtt dann nidyt. Wenn Sie aber wollen, bann ist Vorauszahlung meine erste Bedinaung."

Ich nehme Ihren Vorschlag an," erllärte Torwal Ach -choib sich. werde b« Sache

bcrspruch zur Reickrsgesetzgebung zu stehen, wenn anerkamit wird, daß bte letztere als eine Mindest Vorschrift anzusehen ist, über welche die Einzelstaaten je nach den Bedürfnissen ihres Landes hinausgel'«n können. Tie Ausführung der Landzut i!ung wird in Hessen sick, besonders schwie­rig gehalten, da Land hierfür nur in verhältnis­mäßig geringem Untätig zur Verfügung steht, ba-5 in der Hauptsache bereits in dem Besitz von Bauern ist. Es fall der sidei'ommissarisch gebirnbime Besitz und der sonstige Besitz vorderhand neben dem des Staates, soweit dies wirtsckxlftlich oeitretbar ist, für Sicdlungszwede Verwendung finden, aber es kann schon heute gesagt werden, daß angesichts der geschilderten Verhältnisse manche Envariung luuersullt bfciben muß. Ter Redner geht kurz auf dem Ausbau imb den Inhalt des Landgejetzos em. Ter Artikel 1 umschreibt ziemlich allgemein den Zweck des Gesetzes Er grenzt die Siedlungs- an'gaben ab. Sie werden beschränkt auf die ab- lomt Landlosen (Arbeiter ufro.), die etwas Grab­land lvdürsen, aus ficine Gewerbetreibende und Taglöhner, die ihre Cr-iährungsverhällnisse ver- beifeni wollen, und aus diejenigen Kleinbauern, die für den Unterhalt und die Beschästigimg ihrer Familie nicht genug Land haben: alles dies übrigens aud) nur nach Maßgabe der in den ein­zelnen Grmarfungen verfügbaren Landmenge. Ge­setzliche Regeln lassen sich hierüber nicht aufstellen. Tas ganze Gesetz stellt eigentlich im wesentlichen nur eine weitgehende Vollmacht für die Regierung und die zur Ausführung des Gesetzes geschaffenen Organe dar, die sich daraus erllärt, daß die Aus­gaben in ihren Umfang sich derart verschieden in den einze nen Gemeinden gestalten, b<ü ei ie gesetz- lidje Jesllegmig unmöglidy ift Eine derartig weit­gehende Vollmacht wird nur erträglich unter dem Gesidstspuult, daß die Beteiligten (Landeigentümer und Landbegehrende) in weitgehendem Maße bei der Ausführung des Gesetzes mitbeteiligt sino und daß schließlich die Regierung als Ausschuß der Volkskammer unter der ständigen Kontrolle der letzteren steht Der Redner erläutert die in Aussicht genommene Art der Enteignung und der Zwangs- padit und hebt hierbei besonders heteoor, daß bei aller Anerkennung der Entschädigungspflicht auf dem Boden dec bestehenden Rechtsanschauung doch derart weitgehende - Eingriffe in das Eigentum und namenllich in die Bewertung des Eigentums gemacht würden, wie sic bisher in der Gesetzgebung noch nicht zutage getreten sind.

Bei der heutigen Beratung komme es weniger <*if die Einzelheiten der Gesetze an. Auch die Rv- lsiemng ifefle sich nicht auf Einzelheiten fest, sie betrachte ihre Vorlage alS einen Versuch, einen geeigneten Weg zu finden und sir erwarte eine ^Verständigung cn der Beratung des Ausschusses. U/Hbcr «die Grundgedanken ntüfe map sich jedoch^ klar und einig fein: Erkennt man eS als Aufgabe des Staates an, den Lanbbedürftigen Land zu Der* schaffen, W Zahl, die auf und von dem Land leben, nach Kräften zu vermehren? Ist es richtig, das Land dem zu nehmen, dem es lebigtidi eine Quelle Jür die Rente und das gesellschlastliche An- solyen ift und ist es richtig, es dem zu geben, der es als Grundlage für feine Existenz und für seine Arbeit bedarf? Kann man sich entschließen, bei aller Anerkennung der Entschäsigungspslicht gegen­über dem Großgrundbefitz derart scharfe Eingriffe in die herkömmliche Werlbennffung zu machen, daß die LandbesiebeUmg auch für die Mindcstbemittel- ten möglich wird? DaS ist frte Frage, die heute zu löfen ift Darüber hinaus gibft es in der Boden­frage gewiß noch ungelöste Probleme. Ob die vor- iiegcnbe Gesetzgebung hier u als erster Schintt be» trachtet werden kann, muß die Praxis lehren. Ge­wiß wird in Zukunft die Frage zu lösen sein, was aus dem nidyt durch die Siedlung beanspruchten sL>eikommissarifchen Grund und Boden wird, na­mentlich gilt das für den Wald. Und hier kann heute schon gesagt werden, daß weniistenS efnS un­erläßlich ist: Die Bereinigung der Beioirtsclyastting aller Waldbestänbe in einer Hanb und zwar in der des Staates. Aber über alle di se Fragen können heute Enls.l)<lüsfe nicht a fa6t werten. E n G und- geb ante darf jedoch bi der öefrinblung ie. Bvden-

BXi dem ArbeitsverMdckS sich rtgtbenbai Fragen und haben tnsbesoudeve bei der Regelung und Dmchsüi/rui.g der Lohn- und sonstigen Ar­beitsbedingungen mitzitwirken. Tie Handlungen, die kurz vor dem Abschluß [tauben, mußten vorläusig abgebrochen werden, da der deut­sche Eisenbahnerverband .forderte, daß neben den durch diesen Ent.vurf neu zu schaffende n Arbeitervertrelungen die bei einzelnen Eisenbahn- tnreftioiieu ohne ved>tlid)e Grundlage bestehendes Arbeiterräte, soweit sie sich wcitergehende Befug- nisie angccignet haben, weiter in Wirksamkeit Weihen sollten. Tiefer Forderung, der die übrigen) Shbntertereinigungen geschlossen widersprachen, konnte die Skramltung auch ihrerseits nicht zu- stimmen, bn es sich ja jetzt eben barum handelt, eine eiilliritllche, allgemeine und geordnete 91t-' feitemcrtrclung für den ganzen Bereich der Ster» Wallung zu schaffen._______________________________

verfaffunggeben)e Dolsfammer des

Sreiftaates heffen.

23 Sitzung am 22. Mai 1919.

Präsident Adelung eröffnet um 10V» Uhr die Sitzung. Ain Regierungstisch find die Minister v. Brentano, Henrid) und Tr. Fulda, Msinstvriit- direkwr Raab und Neurnmm. MinisterpräsibenL Ulrich befindet sich, wie wir hören, in ärjtlidycr $elxmblung und kann an den Verhandlungen nicht teilnehrnen.

Das Haus>wird das Landgesetz und das FidetkornrnißgesetzalS ein Gan»es ge­meinsam zur Aussprache stellen. Zunächst tritt das Haus in die allgemeine Aussprache der Re- gterungsvorlage bett.

Förderung des WohnnngswesenS ein. Sie besteht aus zwei Gesetzesvorlagen, die eine betr. Gcwährun g von Baukostenzu­schüssen, die andere bett. Uebernahme von Bürgschaften für nachstellige Hypotheken.

Ministerialdirektor Raab erläutert kurz die beiden Boriagen. Das Reich hat 300 Mill, für Ueberteueru! gSzuschüsse aus geworfen. Davon rief­ten nach der Bevölkerungszisfer 6 Mill, auf Hessen. Vorbedingung ist, daß Staat und Gemeinden zu gleickten Teilen dieselben Summen ausbringen. Danach treffen auf den Staat 3 Mill. Einer Hand­habe zur Ausübung eines Zwanges gegen säumite Gemeinden, berat Aufnahme von verschiedenen Seiten im Hause gewünscht wird, steht die Regie­rung xuftimmeni) gegenüber. Ta die Baukosten­zuschüsse nicht ausrndyen, ist zur Belebung der Bautätigteit noch die Uebernahme von Bürgschaften für nachstellige .Hypollyeken notwendig, die schon im Frieden für Kleinwohnungen schwierig war. Der Staat übernimmt die Hälfte des Verlustes, der die >Gerneiaden bei solchen Bürgschaften trifft. Der Redner teilt zum Schulsse mit, daß die zur Deriügung stellenden Dauldstenzuschüssc bereits oer- yeben siich Tas Reich hat weitere Mittel in Aussicht gestellt. Taml werden auch tmr weitere Vorlagen machen. _

Abg. Schildbach (svzd.): Da die private Wohnuugsproduktwn versagt hat, stellen die Ge- tetzvoriagen ein staatliches Emgrriten dar. In der Frage des Wohnungswesens muß die private Produktion wegen ihrer schädlichen Folgen aus- «fchattet weiden. Wohnungsprobullion muß In die Hände deS Staates oder der Gesellschaft tzelegt werben. Ter Redner fordert die Ausnahme einer Handhabe 'für renitente Gemeinden, die aus Scheu vor den Lasten sich ihrer Pllicht entziehen wollen Ta die verfügbaren Gelder bereits Der* Mchen sind, sollte der Staat, ohne die neuen Zu­weisungen des Reiches abzuwarten, sogleich grö­ßere Mittel bercifftellen. Tie schemattsche Fest­stellung her Kleinwohnungen und des BegnfseÄ her Minderbcmitteltheit ist zu beanstanden. Beide Begriffe müssen mit der Größe der Familie kom­biniert werden. Das Woßmmgselend steigt von Tag zu Tag. Meine neulichen Aussülyrungen über das WohnungSelend sind keine Uebcrtreibung, wie mir Frau Kollegin Balser vorgeworfen hat, wie ich an der Hand von amtlichem Material nachweise. An Hessen wahnen 57 000 Menschen in ttnge» etflgeitbcn Wohnungen, wobei die Orte unter 3000 Seelen gar nicht einbegriffen sind. Redner ver­liest Material des Landes'wo'hnimgsmfpektorS. Es handelt sich nicht um Ausnahrnesälle, sondern um Massenelend. Tie für bas Wohnungswesen ausgegebenen Beträge werden durch Ersparnisse auf den übrigen Gebieten der Fürsorge wettge- macht Wofmungselend ist die Brutstä te her Ver­brechen. Ter Redner leat Photograplnen ans Mainzer Wohnungszustänsen auf den Tisch des Hauses nieder. Ich hoffe, daß alle Parteien einig sind in der Bekämvfmig des Wohnungöelends.

(Es tritt 'eine Pause ein, in der der Aeltesten- rat zusammentritt.)

tzK K--

Ten ganzen Nachmittag verbrecht er aus nem Zimnter. Wirre Pläne stiegen in ihm die er aber bald wieder als undurchführbar warf. Er wurde nervös, gereizt. Er bed<m< sich heute morgen nicht mit Geivalt in bat sitz des Briefes gesetzt zu haben. Gegen A ging er aus. Er war zu keinem Entschluß kommen.

Er wußte nicht recht, waS et mit seiner anfangen sollte. Eine Stunbe war er plo durch die Straßen geschlendert, immer nur bedacht ovn deinem Bekannten gesehen zu i den, und mit dem Gedankm beschäftigt, tw dem Direktor Labiorin den Brief wegnolnnen kl den dieser vorsichtige Mann mit sich auf Brust Herumtrug und den er in der nm Woche an Str Byford zu verkaufen gebädA-

Eine Möglichkeit gab es.

Wenn es ihm gelang, den Herrn ttR Labwein in eine obskure Weinkneipe zu fW. ihn dort voll süßen Weines zu pumpen uni> wenn er betrunken war, die Brieftasche ab; men, dann hätte er sein Ziel erreicht. Tie Jfl Frage war nur die, ob der schlaue Winkrttan sich auf eine solche Kneiperei, mit einem ihm» ganz fremden Menschen einließ. Tas fdyieit rival mehr als zweifelhaft. Aber es mußte sucht werden . . .

Man sieht: Ganz Schnepfe!

(Fortsetzung folgt) .

kaufstelle, Brandplatz, kommt morgenM im,tn gHttftei folgende Tage Blumenkohl, Rhabarbri, - ötern^nn 6 Spinat, Spargel, Sauerkraut und Dön» «M ö Hlück zv gemüse zum Verkauf. Ferner noch DörroT Apfelsinen und Zitronen.

** D i e b ft a h l. In der Nacht zvm 22. wurden aus einem hiesigen Untersuchungsa 6 Platinöfen, 1 Platinnadel und ein Mik skop entwendet. Das Mikroskop befindet sich i einem rötlichbraunen Kästchen, ist vernick und trägt die FirmaWinkel Göttinge Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kri nal-Abteilung entgegen.

** P o st v e r k e h r. Der Paketverkehr n Mlhelmshaven und Rüftringen ift gespe worden. Pakete nach diesen Orten werden v den Postanftalten deshalb bis auf weiteres Beförderung nicht angenommen.

** Berkaus von Heereszigarrt Aus beit Beständen der Heeresverwal aelangen in Bremen lagernde bolländi! Zigarren zur Verwertung. Die Abgabe folgt durch die Wirtschaftsgemeinschaft V. b. H., Abteilung Tabakfabrikate, Breni Gustav-Beetjen-Allee Nr. 4. Beliefert wer aus diesen Beständen folgende Gebiete: $ men, Groß-Berlin, der Freistaat Sachs

frage ntemalS außer ackft gelassen werden: ttt; Daterlänbifctie Boden ist im Grunde GemeiiPf! aller. Er gehört bt die Hand dessen, der ihn uff^l )er seiner als Wohn- uno W<rkstätte bebari, bgl «mit feiner Hilfe Werte fdyafft, die der Gesamrhe« dienen. Der Boden darf aber niemals Mittel arbeitslosen Bereid-ermig und zur wirtschuftlichc,j Behercsclyung sein.

Sdtluß der Sitzung um ly» Uhr.

Nächste Sitzung Freitag den 23. Mai, Vvi. mittags 9 Uhr.

Der Ael testen rat beschloß, das Haus mor^.1 bis zum 24. Juni zu vertagen, nachdem die Sk- lagen dem Aussdmß überwiesen worden sind. T« Stedlungsausschuß soll schon in der nächsten Wvh keine Beratungen aufnehmen. Man hofft, daß n sie bis Ende Juni zum Abschluß bringen kann.

Ans Statt unb Land.

Gießen, 23. Mai 1919.

Erleichterungen im Ciseubahnvertehi.

Wie dieBerliner Neuesten Nachrichten" a> fahren, ivirb die Einfchränkuna, daß die gelöstr, Eifenbahnkahrkarten nur am jxige brr Ausgakj venntzt werden Dürfen, sowie, daß Fahrkartenzur Rückfahrt gültig" nicht auSgegeben weri-en, nun. mehr ausgetwben. Tie Fahrkarten gelten al» nrifber an vier Tagen einfchticblich des Lösuitgj. tages, doch können die Besitzer solcher an in Vortagen gelöster Fahrkarten und von Rückst, und Dvppelkarten bei starkem Andrang zu bei Zügen keinen Anspruch auf BorzugSdesörderuaV geltend machen. >

Speisewagen verschren aur Zett fiter-l Haupt nicht mehr, nachdem dir Parlamentszügi 5 aifd>en Berlin und Weimar dngcftdlt sind. Tai EifenbalMminister hat jetzt genehmigt, den S ptv sewa genbetrieb wie oe r a u | i u n ehmau soweit die Betriebslage eS zuläßt. DlaßgeteM für diese Anordnung war in erster Linie die ficht auf die Angestellten dieser Betriebe, die art diese Weise wic-er Beschäftigung finden Kiuttu ES "werden deshalb schon vom 1. Juni ab nridxj einige Speisewagen eingestellt, so von Berlin nq| Frankfurt a. M., T.orn und Wir allen, toi Frankfurt a. M. nach Leipzig und Hamlrnrg, M Hannover nach Debra, von Tüsselborf nach Tritt mund und zurück.

Lebensmittel.

** Vom Lebensmittelamt. amerikanische Speck gelangt im Laufe btt nächsten Woche zur Verteilung. Der für bit Stadt Gießen bestimmte Anteil wird vorhtll auf Trichinen untersucht. Aus den Kopf btö Einwohnerschaft entfallen 125 Gramm.

** Butter wird ab Montag, 26. Maa gegen Abgabe der jeweils gültigen Suttermaii fen in den Filialen der Firma Gebrudts Grieb nach der bisherigen Bezirkseinteilunz, und in den im Inseratenteil verzcichnem, Kleinhandelsgeschäften täglich ohne RückiD auf die Bezirkseintcilung verkauft.

** Hülsenfrüchte (Bohnen oder Grfe sen) werden vom 24.31. Mai einschließl« in den Kleinbandelsgeschäften abgegeben, n» die Vorbestellung erfolgt ist. (Siehe AnzeiW

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