Einzelbild herunterladen

5 UH

vier->2 «ktimj

nt. i;9

trt <l<8<rn Snjtlftt trfttftni mH*, außer t<nn- und Feiertag«.

»#ieg«prtli:

nvnati. Vit. 1.35,uieitei- jtorlict) B«. 4.05 durch gbhole- tu Zwei plellen menail Bit. 1 25 durch hetoft BIt. 4.05 viertel« janrL au»ld)L ^eneltj, ^milrredi flnld.lüfie: tirbiee*rtif ftiungll2 terlnf,^fld)aii6ftelie51 Lnlchrtti füeTrabhirtdp mt.un 3njtifl(t6ie|)tB.

psfischeittonls:

triwfhirl a. M. U686

Erstes Blatt

169. Jahrgang

ßreltag, 2?. Mal 1919

SietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

5®intng$run6brttd a. Verlag, vrühl'fche Unio.-Vuch. u. Steinbruderei 8. Lange. Zchriftleimng, Sejchäftrstelle u. DnidereL Schnfftt. 7.

Ännabmt hm ledigen die knqrtnumntet v,s jum ^tattimiuaq r order ohneirdeVcrdn>d!ich5eit

Äeilei»td|<: ulr örtliche .'inje^er 25M.,lür au«wärt»q« 30 tur Reklamen Mk.l. - nebfi 20' ,leue- runq«zulcdlaq;^la';vor- lchrili 20 X "Hu'lchlatu bauptki)n<t.eilet: Aug. *«>eR. Lerantwortlu'., tor Politik: 9lu<k Wort», für den übrigen teil: Dr. Re iidolh Zenj; für beti Sinje ment eil: S. Bett: fäinilich in Ließen

BfF:

eine ifltn, finb, btr- lieb* allo nien

t für 8ich>

ibes

Wad elbai Mai Debet mnic

liefen > be.

über denn *

itlwl»

irii« zum 1)1 if n be­

it an« listen

bei er r wer , wild )is i« iiiicui in er

ort- fernen elfen

bnuna

lkises.

L 2t* ) nickt ert.

Irob- Räude

Mr-

1919, i 1919, 56 der iegcl<n

wirf zu ver-

Die

ebensalts nacf) Spa. Dort findet am Frei-

('♦epenDorfdilänc statt. Die Zusammen- ;Dolen. F'.inft wurde notlvenoig, weit der Berkelir zwi-

Waffenstittstandtverletznugen her Polen.

|d>eii Berlin und Versailles außerordentlich erschwert war, andererseits aber die Reichs- rrgierunfl fest entschlossen ist, dem deutschen E-olk so schnell wie möglich Klarheit über die deutschen «Ycgenvorschläge und damit zugleich te die FriedensauSsichten zu geben. Der A.ichskolonialminister Be 11 nimmt ebew- fclU an der Reise nach Spa teil.

Der Notenwechsel in Versailler.

Versailles, 22. Akn. (Wolff.) Von deut- 5ter Seite wurden heute Derrn Clcinenceau zwei ^oten übergeben, die erste über die Frage des f.ulschen Pr ioateigen tum s im Aus­lande, die -weite über daS Ar bei ter recht, y iepirre als (Erwiderung auf die von grgnmdwr hierher ^langte Llnttvortuvte. GteiZrzc.tig d zwei Noten Clemenceaus eingc- 'm den. erstens die Antwort auf unsere Nate -der Die wirtschaftlichen Folgen des Ent- . wirses der Friedcnsbcdingungen, zweitens die Ant- ort aus unsere Utotc bctr. den Völkerbund.

Amsterdam, 22. Mai. (WTB.) derDt.iiy Herald" aus Paris meldet, schlug

denSdeleaation chr RücktrittSge- fud) cinreichten. Drei Gesuchen nmtbe ent­sprochen.

Die Gntente und die Polen.

die Ankündigung des Rücktritts Pade- rewskis auf der Friedenskonfe- renzwieeineVombcein. Sic bedeutet, daß die polnischen Imperialisten, die von der Entente ermutigt werden, nicht die geringste Neigung haben, ihrem Schutzherrn zu ge­horchen. Man fragt sich, was der Rat der Vier tun wird, wenn sich die polnischen Im­perialisten seinen Anordnungen nicht fügen und ihre Angriffe gegen die Ukraine fort* führen. Der Rat befindet sich in ttnern Di­lemma; wenn er den Polen nachgiöt, treibt er die Ukraine in die Arme der Bolschewisten, zeigt er sich den Polen gegenüber unnach* gicbig, macht er sich die Polen zum Fcii.d und damit feinBollwerk" wirkungslos.

öerlin, 22. Mar. (WTB.) Ein amerika* irischer Funkspruch au- Lyon vom 20 Mar meidet: Ter Friedenskonferenz rrwachsen einige Schwie­rigkeiten durch die Polen, den Zkrieg zu beendigen. Paderewfki verhandelte ftunkmlimg mit W i I» s on inti> £)lvrft House, um Amerikas Zustirn- nriing für den Krieg Polens zu erlangen. Er avilte die Erlaubnis haben, einen Feldzug gegen die Ukrainer führen zu dürfen. Er erfiärte auch, daß ganz Polen das Recht zu erhalten wünsche, die AngelegenlseitDechen" den Tst.'«cho-Sl-'- ix>jfen ausznsechten. Tie heimliche frr humg ocs polnischen Premierministers schien die zu sein, daß Teuischland sich der Ausfülirnng der Friedens- bedingungen für bcu Osten widerte den möge, was Polen die 9Jtogli*fcit gebe, dem verstümmelte« Preußen den endgültigen großen Schlag zu Ver­se Yen Tie Theorie der panischen FLHver ist, einfach zu kämpfen und den Krieg gegen irgend jemand zu gewinnen. M>an achtet noch! viel dar­auf, gegen a*cn man kämpfen will oder welches die besondere Ursache zum Kriege ist. Es erforderte den größten Druck auf Padevewfki. um ihn zu bewegen, in die Einstellung der Feindseligkeiten, zu willigen. Paderervski war drroerftemben, aber als man in< Entteö. >m«.g fti Pol.« f.ilb,

entstörst, in der Regierung sofort eine KrisiS, oie Paderewffi «rrockaßie, seine Entlassung cm* zureichen. Es beftehrn ernste Zweifel, ob durch die Nichtannahme seines Gesuches die Schmi-rig- kciten für den Premierminister au-5 der Welt ge- fdKfit sind. Polen nau(»t Heu e die stärkste Armee im Osten zu besinn und betrachtet diese Armee als nichtigstes Instrument.

Dieser amerikanische Funkspruch ist em er»

Berlin, 22. Mai. (WTB.) Die Po- len machten sich in den letzten Tagen erneut grober Verletzungen des Waffen- ftillstandes schuldig. Sie setzten nordwest­lich K e m p e n, diesseits der Demarkations­linie, zwei Feldscheunen in Brand und wur­den in Merzdorf, nordwestlich Groß-War­tenberg, beim Plündern von unseren Pa­trouillen überrascht. Ebenfalls wurde das hinter unserer Demarkationslinie gelegene Gut Alyrode, südwestlich Margonin, von ihnen angegriffen und vollkommen ausge- vlündert. Die Polen schleppten den Gemeinde­vorsteher von Altzrode und einen Mann fort. Der Ort selbst wurde später wieder von uns besetzt. An der gesamten polnisch-vberschle» fischen Front herrschte rege polnische Patrouil- lentängkeit. Erneut wurden Polen mit fran­zösischen Stahlhelmen und grau­blauen Mänteln sestgestellt.

Berlin, 22. Mai. (WTD.) Minister­präsident Scheidemann begab sich, be* Weitet von den Reichsministern Dernburg inb Erzberger und dem Vorsitzenden der Geschäftsstelle für die Fricdensverhandlun- flen, dem Grafen Bernstorff, nach S v a. tic deutsche Delegation reist von Versailles

flnt entscheidende deutsche Kon­ferenz in Spa.

Me Hauptmi kg lieber des Kabinett-, an tzrer Spitze Scheibemann, sind nach Spa »fahren, um mit der dort gleichfottS ein- ssefsenden Fricdensbelegation die Lage zu teraten. Die Frist bis zur Abgabe der deut jdrrt Gegenvorschläge, die, wie es heißt, leuerdings auch in französischer und eng­lischer Uebersetzung abgegeben werden müf- f'n. ist biS 29. Mai verlängert worden, und pu bannt gewonnene Zeit nutzt unsere Re» gimnifl aus, um Klarheit über die etwa Notwendig werdenden Schritte zu gewinnen. Sine solcl-e große gemeinsame Konferenz war naentlich selbstverständlich;nur müssen «usammen halten", das gilt nicht nur 'ür dos Volk, sondern auch für die Kabinetts­mitglieder. Der Erzbergersche Einspänner­ragen kommt hoffentlich auf diese Weise auch ;i btt Rcmise. Ein holländisches Blatt will Men, Graf Rantzau werde um die Anbab« rung mündlicher Verhandlungen bitten, und tsilson werde vielleicht geneigt sein, darauf «nzugehen. Das sind wohl Kombinationen. Tatsache aber ist es inzwischen geworden, daß änztlne Mitglieder der amerikanischen Dele- zalwii, die von dem Vertragswerk des Viercr- tdtej nichts wissen wollen, zurückgetreten sind, »erner hat die Entente Scliwierigkeiten mit ten Polen bekommen, die sich jetzt militärisch i.irk fühlen und gegen die Ukraine kämpfen vollen. Auf der andern Seite braucht oie ssntente den Widerstand der Ukraine gegei tas bolfchewistifche Rußland. Also: guter Rat ft teuer Man versteht dietausend pratz- chchen Schwierigkeiten", voir denen Wilson ni seinem Telegramm an den Frauenkvn- areß schrieb. Indessen, für einen Mann von fc entschiedenen Idealen und einer so aus- qesvrochenen Geistesrichtung dürfte es doch nicyt so schwer fein, überall den reckten Weg m finden und feskuhalten. Aber der Lett- rem der materiellen Interessen führt auf ' i «vorrenc Bahnen. . .

twtiMun» Iiuu, ©pu. 4/uu fuiuc,. um um- Neuter Beweis für die sogenannte und ost be- tag die endgültige Redaktion der deutscheni^nptete Friedfer.iglcit und Aufrichtigkeit der

ijanin°)

erein®.

Tcr Protest der amerikanischen Friedensdelegarion.

.............fit der einzige, der an dem ^chslaben des Abkommens festhält. Man

lonoon, 22. Mai. (WTB.) Reuter. Die

-^aily Mail" meldet, daß neun Mit- >er der amerikanisüheu äxi«*

m-...

Vn>

Mündlicher Gedankenaustausch?

Haag, 22. Mai. Wie derNieuwe Rot- i-^damsche Courant" aus London meldet, be* 1 chtetDaily Expreß" vom Mittwoch aus ^^ris: Grat Brockdorfs-Rantzau sich morgen zum letztenmal an_ die ^liierten wenden und in dieser Note höck)st- ^ahrsclfeinlich um eine mündliche Be-

^-N'.mt an, daß der wahre Grund, weshalb Wortlaut der FriedenSl>edingungen in und Frankreich noch nickt veröffent- Ikl'ü "Wt wurde, der ist, daß man derartige Acnde- ' r mgen voraussah.

Te)tn g zwischen den Deutschen und den Jlü'rten ersuchen. Es kann wohl sein, daß Gilson he m zu stimmt. Wilson ist ein «-banger deS mündlichen Gcdankenaus- Aüche6 und wird hierin von den einslnß- £ V * ^i'-en Herren der britischen .ikronlätider kVerstützt. In maßgebenden Kreisen rechnet damit, daß wichtige Pestimmungem vor

* rundlich geändert wer-

,a viiHin lU|j luuqi

# ev'l-. <^1 ;:r Unterzeichnung ai SdirÜc?l Tlemenceau i;t b-

Tie Entente und die Lchweiz.

Bern, 21. Mai. (Wolff.) Die Schwei­zerische Deveschenagentur teilt amtlich mit: Die Vertreter von Frankreich, Groß­britannien, Italien und den Ver­einigten Staaten haben dem politttchen Departement eine Note zugehen lassen, in der gefragt wird, ob, falls die alliierten und assoziierten Regierungen durch die Um­stände gezwungen werden sollten, weitere Maßnahmen zu ergreifen, die schweizerische Regierung sich verpflichten würde, iede Aus­fuhr sowie den Transit von Waren aus ihrem Gebiet oder durch ihr Gebiet nach oder von D e u t s ch l a n d zu verbieten, es sei denn, daß die assoziierten Regierungen ihre Zustimmung dazu erteilten. Es wird hinzugefügt, dieser Vorschlag entspreche dem Wunsch der assoziier­ten Regierungen, dem schweizerischen Import die Nachteile oben erwähnter Maßnahmen ge­gebenenfalls in weitgehendestem Maße zu er­sparen. Insbesondere könnte, wenn eine be­jahende Antwort erteilt werde, die Wiederein­führung der Kontingente und die dadurch be­dingten Formalitäten vermieden werden. Ter Bundesrat hat die Angelegenheit dem Depar- tenrent für auswärtige Angelegenhei­ten zur Prüfung üfceneUUn.

Graf vrockdorff Ncmtzav über öie tage.

Versailles, 22 Mai. Icr Reichs Minister bei Auswärtigen ©rat v. Drockdorss-Ran- tzau gemährte heute dem Verlreler des Nachrichroi- Bureaus des Vereins Deutscher ZeitungS- verleger in Versailles eine Unterredung, in deren Verlauf der Führer unserer FriedcnÄele- pctimi auf die Frage, wie die augenblickliche Lage lei ungefähr folgendes antmonete:

. Vie Sie missen, ist unsere Delegation in engster Fühl'.mg mit her Reich-regiernng in Ber lin bannt brschäfiigt. die unendtült verrntckelkkr.' Bestimmungen des Vertrr^e:- auf ihre Tragweite bin zn prüfen und festzustellen, ob wir in der Lag kin werden, bai B.drngungen zu entsprechen, bie uns der Vertrag auferlegt. Tiefe Prüfung tair.i natürlich nur im Einvernehmen mit den maßgebenden Vertretern unserer öirtfdxift und Fm in; erfolgen, die aus Grund eines sehr ein- gefr-nrxit Studium- der in vielen Fällen kaum üvn-sebb-aren, von unS verlangten Dervfiichlungen bo'lei Stlai^it zu schüfen haben, ob uns Erfüllbares oder Unerfüllbares zu m tel mirb, bemt das möchte ich ganz be» svders betonen: In diesem Augenblick Han­de" eS sich noch gar niete1 um btc ®cont mortiing der FrageUnterznchnen" oderNichl- uTi erznchnen", sondern darum, sich darüber klar zu werben, ob ein ehrlicher Mann das, was die Entente verlangt, unterfdtreiixm kann oder nicht, denn loeiut er unterschreibt, dann muß er auch innerlich davon L.-crzeugt sein, daß bad' d ulschc Volk, so schioer es i>nn auch werden mag, in wmlicb begrenzter Frist die B^^dinzungen zu crsü'.len imstande ist, auf die die Untcr>ichnung es festlegt."

,,können Derr Graf vielleicht mtttetlen, ob die Prüfung des FriedensentwurfeS schon so weit vorgeschritten ist, daß ein Urteil über bie Annahme ober Nichtannahme desselben ichon jetzt besteht?" . .

Davon kann in diesem Augenblick noch temr Rede fei»- Der un- vorgclcgte Entwurf ist so kom- rtUuTt und sicht in seinen Einzelheiten so viele internationale VerpsliäNungen vor und hat für alle Ztverge unseres Wirtschastslebens fo unübersehbare Folgen, baß eS gar nicht möglich ist, in einem Zeit­raum von etwa 12 Tagen sich über all« diese Tinge "techenschast abzulegm. In etn^elneit Punven

'nuten wir bereit- unsenvn Gegnern in großen eiten. Beschlüsse qber bnf.T« Stellung zu dem ganzen Vertrag konnten, bisher weder hur noch in Berlin gefaßt werden."

Das halten Herr Goas txm bert in ber gegnerischen Presst an die Reist des Mar­sch a l l s 'F o ch in die besetzten Rhemgebiete ge- knüp'ten Fo'gernngen?"

?luf diele Frage kann ich mich nicht ernlasien. Sie können sich aber denken, daß diese Zeitungs­meldungen und die daran geknüpften Kombina­tionen mich und mein Arleitsprogramm in keiner Weise beeinflussen werden freute kommt alles darauf an. das; das deutsche Volk und seine be- ruientn Führer bi» Ruhe bewahren, die zur Lösung des schwierigsten Problems erforderlich ist. Das deutsche Volk ilebt vor einer schnxren Anfaabe. und ich habe die Gewißheit, daß es dieser Ausgabe gewachsen sein- ."ttnrb; es kann a'*er überzeugt sein, daß die Reichsregier-ung und die Friedensdelegation in gemeinsamer Beraiimg einen Entschluß lassen werden, ber die Interessen aller Bevölkerungs­schichten l»erücksichtigt, und daß sie vor a'lem ihre frauvtansgabe darin selten werden, alles Menschen­mögliche ?u tun, um Deutschland seine Lebens- unb Entwicklungsmöglichkeit zu sichern "

Vie Treibereien in der Pfalz.

Mannheim, 22. Mai. (WTB.) Die Versammlung in S p e y e r, welche am letzten Sonntag au dem Putschversuch Stellung nahm und von Vertretern aller Streife der pfälzischen Bevölkerung besucht war, hat be­kanntlich einstimmig verkündet, daß die Pfälzer deutsch sind und deutsch bleiben wollen. Diese Vorgänge, der Pittschversuch imb feine Dereitelima, haben nun weitere Folgen gehabt. Die deutschen pfälzischen Behörden haben bie vier Haupt- rädelssührer bei dem Putschversuch ver­haftet. Nun hat aber die französische Militärgewalt eingegriffen und nicht nur die Freilassung dieser Mcttmer erzwun­gen, sondern auch ihrerseits den deutschen Staatsanwalt, den Amtsgerichts- bir eftor und den Ge f än g n i s v e r- w alt er, welche bei diesen Verhaftungen mitgetoirft haben, verhaftet. Gleichzeitig ist Hofrat Mahla, der Bürgermeister von Landau, heute morgen in das unbesetzte rechtsrheinische (Gebiet abgeschoben worden. Der Achtstunventag im besetzten Gebiet.

Berlin, 22. Mai. (Wolff.) Die En­tente hatte nach Besetzung des linksrheinte ichen Gebiets die Einführung des A ch t ft u n - dentages untersagt. Für die Aufhe­bung dieses Verbotes trat das Eisenbahnmint-' fterium durch die WaffenstillstandskomTnis- sion und seinen Bevollmächtigten bei der interalliierten Eisenbabnkommis wn in Trier immer von neuem ein. Diese Bemühungen hatten nunmehr endlich Erfolg. Arn 26. Mai wird der Achtstundentag für die Arbeiter der Haupt-, Neben- und Betriebswerkstätten und des Streckendienstes eingesührt: irne Gewäh­rung auch für bie übrigen Eisenbahnbecken- ftticu Mtttze >a» SLuuMkudp m ge­

stellt. Die Eisenbahnvcrwaltung wird nicht (iufhören, für das Recht ihrer Beamten und Arbeiter einzutreten.

Kämpfe der Engländer mit Afghanen«

London, 22 Mai. (Wolff.) Reuter. Ainllich. Die brilischen Streitkräfte nahmen nadi der Zurückweisung des afghanischen An­griffs am 16. Mai dei Dakka am 17. Mai einen Hügel westlich Dakka und brachten acht afghani'chen Bataillonen eine Niederlage bei Die Afghanen lichen über hundert Tote zurück

Riga

Berlin, 21 Mai. lWTB.) Die wir att znstLndigcr Stelle erfahren, ist über die Ein­nahme von Riga bei dem deutschen Ä O.K.« Nord, das mit Lil>au in unausgesetztem Nachrich« tenverlcbr steht, nichts beka n n t. Tic von Kopenhagen verbreitete Meldung, bi-' am 19. Mai mittags von Libau abgegeben worden sein soll, wird durch die bisher vorliegenden miliiäril'd» Meldungen nicht bestätigt.

Aus dem Ueiche.

Eine neue Quertreiberei der Berliner lltmd- hängigen.

B e r l i n, 22. Mai. (Wolsf.) Zum ersten Male seit dem Bekanntwerden der Frieben'- bebingungen tagte am 21. Mai bie Vollver­sammlung der Großberliner Arbei­ter- und Soldatenrate. Als erster Punkt stand die yriedensfrage auf der Tcd- aeSordnung. Nach stellenweise sehr erregter Debatte wurde ein Antrag der Unab­hängigen angenommen, der die Unter­zeichnung des Friedensvertrages fordert. Die Haltung der Regierung wird darin aufs schärfste verurteilt. Die Erklärung schließt mit einem Appell an das Proletariat der Entente.

eine Kundgebung der Marine.

Kiel, 22. Mai. (Wolff.) Heute vormittag fenM auf dem alten Exerzierplatz in Kid eine machtvoll« Kundgebung der Marine gegen den <nv- gefonnenen Gewalt- und Raubfiieder statt, wozu Offiziere, Teckosfi^iere, Unteroffiziere und Mann- fmaften der Garnison Kitt uno FrickrichSort sich zu Tausenden Derfammdten. Nachdem mehren Redner die Frickcnsbedingungen für unannehmbar erklärt und die Rotwendiglctt geschlossener Unter­stützung der Regierung betont hatten, mahnte Sla« teonschkf Konteradmiral Meurer in eiubring- lichcr ?lnsvrache zur Einigkeit, an der allein die feindliche Raub- und Rach ucht zuschanden Werder könne. Er verlas schließlich eine an den Chef bet Admiralität und d n Reichswehrminister gerichtete Entschließung, die einstimmig angenommen wurde. Rrbeitervertretnngen bri der Eisenbahn

B e r l i n, 21. Mai. Vergangene Woche haben im Ministerium der öfientlichen Arbeiten mit den Veitrelcrn der Verbände ber Eil'enbalmarbeitey Derhondluugen über die im Bereich ber preußisch- irssii'chen Staalscisenbahnverwaltung neu zu biW tenben Arbeitervertretungen stattgesunben.

Tie von ber Nationalversammlung genehmigte Verordnung über Tarisvcrtroge, Arbeiter- una Angestellten Ausschüsse und Schlichtung von Ar- l»eitsstreiiigkcitett vom 23. Tezcmber 1918 siehts bie Errichtung von A r be i l e ra u S schü s sen bei den Verkehrsanstalten des Reiche- und der Bundesstaaren aus Grund besonderer Vereinba­rungen zwilchen der zuständigen Verwaltung und den letfiligtcn ArbeiMebmeroerbänden vor. TaS Mii.isteriuin ber öfientlichen Arbeiten l)a te hier­nach einen lEnkwurf auSgearbei'et, der die Gnintz- Icge der ttVerHandlungen bildete. Tarin sind ört­liche Drbeitervertretungen «bei jeder fraiw:a^rk^ slättc und n*ber Tiemckelle mit mindef.enS 20 Arbeitern vorgesehen Durch bte SXTcinmur.rf kleinerer Tienstitellcn zu einem Dadlkörpee ist dafür gesorgt, oaß jeder Arbeiter der Staats- eisenbofinverwaltung ohne Ausnahme ;u ryier ftn- chen örtlichen Vertretung wählt. *te Enenoahn- <n beiter sind in dieser Hinsicht besser gestellt alS die Arbeitcrscbaft im allgemeinen, denn bas Ge- ietz vom 23. Tezember sieht eine Errichtung von Aivciterocrtret'.mgen nur in Betrieben von min­destens 20 Arbeitern vor, ,so baß oJe tn fteuitrcn Bctriebm igtn Arbeiter imomretat bl eiben J Bei jeoer Eisenbahnbirektion so'l fcc.ier für derea Bczir, ein Tlrbciterrat gebildet iwrixn, und im Ministerium soll die Arbrlterschafi durch eine aus 20 Mitgliedern bestehende Arbeirertam- mer oertretm sein, in die sowohl Eisenbahnar- leiter wie in gewissem Umiang- Angestellte ber Ärbeilerver'oände gewähtt werden dür'en. Drst aktive Wahlrecht für alle Derlrelungen er* hekt-n nach dem Entwurf ber Verwaltung all« mindestens Jahre alten Arbeiter und Arbei­terinnen. wählbar sind alle nnnbeiten3 20 Jahre allen Wal l -erechtiglen. Alle Wahlrn finden nach den Grundsätzen der Verhältniswahl statt.,

Als Regel (ielrt der Entwurf gemeinsame §itzur.gen der 91 rlxiteröcrlrciimgtii mit den ui- fläi.bigin Verwaltungsorganen vor, es bleibt Den Arbeitern jedock unbenommen, auch unter sich Be­sprechungen abzultalten, so ofi es ihnen nöiip er­scheint. Ta bie Arbeiterräte bei bm Direktionen: unt die Arbeilcrkammer nur periotnsch Silungen weckm zusammentretcn tönnen, ist ote Bildung hon Organen aus ihrer Mitte borge* idnm, bie dauernd die Fühlung tut den zirtl* turnen und dem Ministerium aiifrcchterhaltete sollen Tie Arbeiteroer.-retungen, die dieser Ent­wurf regelt, werden anerfmnt als be r n f e n < Vertretung der Arbeiterschaft« out*