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t9 getanzten, mit enter grofrm ^rnnn fotgenben Vertrag afatr« ef/m: D:e ?rirma utfrft far gut yetTxxfnetc un£> yipa mte Tret le 15 Mart für das IKJogramwt ober 15 Pf für je 10 Mumm. Aus- Br'lop tr und u Ttrefpan-i c T- nrrben nicht ab» fTvmmtn. Frik^v, nas e 5rilc können di«- 2am- «elstellen mm l:a bett Preis wrnelMen Ter fne ßy. flantKdctvucftt* uns Tffnirretit bat wla n

n Herren Sarnrrt ( tKn ü er.rag n: (<ul fimb, toe'erf.r. 20 5Ru>>. Rörig r. L'all'vri-r .35, St Io- Kannten. 5ff'j'ffenbero'r W?g 56, ftnrl b ischer, Miere Ipß'b 35 imb $>. fceiT , ^rranfurter 5 r 73 EpaiwraInnen finb m den Tamm ! eilen zu falben. Ter Vertrag bebrütet eine (ftföburg um das ®vDhf tc Irr bisher gemhl en Pr i>.'. Je e weitere Erhöhung ober Herabsetzung der Preise wird den -Rüth1 ern bekanntg-g-ben Mucnvimg der Felle erfolgt jeden 15. eines Moua s

** Warnung In der letzten Zeit haben sich zu rorberbolten Ma^en bei den Fami im von KrieaSge'angenen elnnnalige Gefangene vor» aestellt, die anqaben, in den leisten Taten au? FeindeS'and entkommen ober ausgetauscht jnx fein und neue Nachrichten von den Gegangenen xu bringen Sie teilen sodann mit, dast sie den Ckfangenen ein Tarlebn g-'währi Mftnt, um dessen Rückerstattuna sie ieht bitten müßten Bei weiteren Nachiorlchungen hat es sich dann heraus- ge stellt. das, die Angaben der Betreffenden u n richtig waren, das, es sich um Gefangene han­delte, die schon vor längeren Jahren ausgetauscht waren und jetzt ihre Kenntnisse zu oenver^ti suchen Dir machen die Angehörigen auf diese Schwindler tnr'metffom und hoffen, dast es ihnen bei einiger Aufmerksamkeit nicht schwer fallen wird, einen wirklich eben heimgekehrten Gegange­nen, der den Angehörigen seiner Kameraden eine Freu5- bereiten will, von einem Schwindler zu unterscheiden.

Zur Förderung de 4 bargeldlo­sen Zahlungsverkehrs nehmen die Post­ämter bei der Aushändigung von Nachnahmen int Gesamtbetrag: bis zu 300 Mk und beim Ber­ka u l von Wertzeichen im Gesamtbeträge bis zu 100 Mk von solchen Personen, die auf ihren au das Postamt zu richenden Antrag zu dem Verfahren zugelassen sind, Schecke oder lieber» n eifur geu in Zahlung. Ferner ist es allgemein stat'bart, Zeitungsgeld.'r, gestundete Porto- und Tc'fftr-mnr ebü ren, Fernftr chg bilhren, SchlLest fc.ckaebübren usw mit Scheck ober Ueberweisung zu begUchen. Hiervon milchen neuerdings erfreu* lichenrrise viele Post scheckrunden Gebrauch. Es hat sich jeboef) der Miststand herausgestellt, dast in vielen Fällen von trn Postscheckkunden auf den Scheck- odr Ueberweifungsabschiiifen nickst anw- g-beu wird, welchem Zweck die überwiesenen Be­träge dienen tollen. Dadurch werden die Post­dienststellen gezwungen, zunächst durch Rückfragen den Zweck der ihnen Überwiesenen iBcträge zu ermitleln. Ties hat Weiterungen und schliestlich auch Verzögerungen in der Erledigung der Auf­träge zur Folge. Es ist baber unbebinat erforder­lich, dah bei Zahlungen an Postkassen mittels Schecks oder Uelkrtocinntg in allen Fällen aus dem Abschnitt deS Schecks oder der Ucberweifung kurz der Zweck des überwiesenen Betrags ange­geben wird

** Ter Gießener Lesehalle -Ver- t i n hat, wie er uns mitteilt, im Jahre 1918 unter scksmerigrn Derhältnissen seine Ausgaben nach Krüfttm erfüllt. Aus derBücherballe sind 24 577 Bände ausgeliehen worden Ter Mangel an Brennstoff nötigt wiederum, die Ausleihstun- ben während der kalten Monate aus Samstag nachmittag und abend zusammenzudrängen. Ter Leserkreis war unständig, imb die meisten fitcfacn mehr Ablenkung als Sammlung, wollten sich eher betäuben und zerstreuen als bilden und belehren. In jedem Falle ist die Last der Gegenwart manckgem erleichtert worden, und die Anstalt hat sich er­halten für ihren Berus m kommenden besseren Zci en Tie Preise der Düch'r sind in die Höhe «esckwellt, bi? Vuclchinderei ist vi arger Bedrängnis Trotzdem war es mörstich den Beitmid durch Werke über Na'ur und Ofehlzichtc zu ergänzen imb auch die Abgänge zum Teil zu ersetzen, denn nicht nur durch den reglmästigcn Verbrauch, auch durch irn- pfleglicke Behandlung und unterlassene Rücknabe entliehener Büickvr bat der Verein empfindlickie Verluste erlitten. Möge jeder Benutzer der Bücher- Halle bedenken, dast er öffentliches Gut verwaltet, dast er in der O^cnvsstmschift des Volkes steht. Tas Tor Häuschen am Selterskvr wurde Anfang Dezember zunäckist für m lilärisch' Zwecke bcan- spruckr Tie Lesehalle fand in der Ilniv-wsitäts» bibliothek vorlänf g' IPntcrTunft. DenrnäckHst wird für ft? voraussichlich daS Torhäuschen an der Ecke der Ost-Anlage und far Neuen Baue der Bibrir balle gegenüber ein-ierichtet wer­den. Tie Zufcktüsse von der Bezirfasparfasfa, von bet Stabt und vom Kreis sind toi'' in früheren Jahren auch diesmal roieber g-währt worden, auch der besonderen Zuwendung eines biffrefirfrn Soen- derS darf famfbar gefavl,' wwden. Tie Zahl der

Der Doppelgänger.

Roman von CarlSchüler.

Fortsetzung Ar. 10.

oberen Jteil der Ebarfatenstratze b-ckanv sich tm ersten Stock eines grasten BureaulniuseS die Anstatt ,,Prmne h-'us" des Herrn Zah l, eines früheren Kbnmii a'k.'inniiss'rs Herr Zalm nur ein Mann des Erfo'gs Sein- Erfolge verdankte er einer gewissen kaufmännischen Begabung und Sn em stark aus^r prägten Verständnis für ge- iefte R f in- Leim A - - tmt in allen

T fle.^ze'tun en u b i hr'rer m Fl->mi'ienblätt''rn. Seme Abtzi ung für Auskü if e empfahl er allen, die die Abiicht ha ten, sich zu verhiraten unb Ach über das V 'rieben und oie Geldverbältnifse deS Geliebten oder der Geliebten vergewissern trollten, und seine Abteilung für gewissenhafte Beobachtung empfahl er ebenso dringend allen, die sich scheiden laEen wollten und die nötigen Ghüitbc für eine Sch iduug suchten

Dorthin lenk e am aitirrt Tag der Frei­herr von Armbrüster seine Schritt

Vorher hat e er seinen iHccbt.'brilLinb aufge» fncht. der sehr erstaunt und entlüftet gw.sen roir, hast seinem dienten eine Angi'legenheil Schnevfe überhaupt p siierrn foun'e, aber sofort versprachen hatte, wenigle 's ben Fall der Baronin von Maar- katz äugend ick,ich aus d'r Welt zu schaffen.

Doch ba.t genügte Torival nicht.

Emil Schnepfe selber mußte aus der Welt geschafft werden?

Im übrigen war er sch echter Lonne

Tas Isstitut PromrilreuS nahm den ganzen ersten Stock fas g^räumi'-en Hau'es in fa-r 6hir- lottenslraste ein. Grostc R.cklameschi.der in jcfaici-

Mitglieder ist etwas yrdUg aangen. Im 15. Ok­tober narb der Diener Heinrich NachtignN Er hat sich vor allem durch .Handreichung bei her Ausleihe in der Bütfarhalle trotz körperlichen Siech' tums jahrelang hinflcbaib betätigt.

* Ter Tentsche Bund südameri­kanischer Auswanderer in München hat in Giesten eine Lrrsqmvr^ für Hessen, Rfarinlond und Destfalen errich'et. Tem Bunde g-hören be­reits mehrere Mitglieder an. Er vertritt die In- terrffen bet Auswandercr und gew h t seinen Mit- gliedern Auskunft, Rat, Schutz und Hilfe in allen Auswandererangelegerh iten. Tie Gelchä t^stellc beiinbct sich St?vhanstr 37, I Ter T. B. S. A wird d nr.rächst dem R.ich^au-toanderungsamt tuv geslAossen werden.

Landkreis Gietzen.

N Ettingshausen, 22. April. Nach lanchähriger Kri.gsraufe fang am ersten Feier­tage wieder derGemischte Thor" im Oster- goNcsdicnst. Herr Lehrer Türmer aus Lich, der die Uebungtm geleitet bitte, dirigierte die beiden Gesänge, de.ien eine zahlreiche Feslgemeind< dankbar lauschte.

ÄrciS Friedbcrg.

Q. Bad-Niuheim, 22. April. Trotz Bahnsperre hatte unser Bad an dm D".rrfeirrtagen vorzügl ichen Besuch aufzuweisen. Grostc Anzi. hurg.k^aft übten die Osterscker auf dem Jo­han, isberg, bei der ßinlimrat Wissig eine An- ftrracfc hielt, und die idonzertc des Kurorchesters tm Konzertbause aus. Biele hundert Besuche be­teiligten sich fai beiden Be'anstaltunaen. Ein hier zur Kur weilender Herr liest sich vollständig entlleidet an der Sck/val Heimer Eisenbahn Unter­führung von einem Zuge überfahren. Ter Tod trat auf der Stelle ein.

Bad-Nauheim, 22. April. Wie die Bad- Nauh'imer Zeitung hört, haben die Bürger­meister von Beienheim, Wisselsheim und Schwalh?im ihre Aemter niedergelegt. Ter Grund dürfte wohl in den herrschenden un­sicheren Verhältnissen zu fachen sein, die an die Bürgermeister sowohl sachlich als persönlich immer unangenehmer und in fast bedrohlicher Weise herantreten.

Hessen-Nassau.

** Die Wohnungsverhältnisse in Hessen-Nassau. B i der genwärtig Dcrall in den Städten zutag tretenden Wohnuiiasnot sind bie jetzt v.wöfsentlichten Ergchnisse der Wohnungs­zählung vom Mai 1918 von b o lderem Jnleresic. Nach dieser sind in Hessett-Nassau von 100 vorha.l- benen W-)hnunsrn 34 Kleimvohnungen, 45,4 Mit- teln'vhnui'gen und 20,6 graste Wolmungen. Von 100 KleinwvhluiiS'n hatten 0,3 nur eine Küche, 5,8 einen Wohnraum olyne Küche, 11,3 einen Wohnraum mit Küche, 72,6 zwei Wohnräilme mit -ch? und 3,5 drei Wohnräume ofate Küche. Als Kleinnohnunsrn sind Ijierbei Wohnungen bis zv drei Zimmen« ohne Kückp ein schriest! ich, als Mittel- nvfmungen Drei- und Bierzimmerwolmungen mit Küche, als Grostwohnungen alle übrigen gerechnet worden.

Frankfurt a. M., 22. Avril. Lehrer Christoph König von der biefiarn Frankeschuke, Mitglied der preustischen Landesv.r'ammlung, ist vorn 1. Mai ab zur Mitarbeit in das vreustisck>e Kliltusministeriurn berufen worden. Lehnn Kö­nig, der Mehrheitssozialist ist, steht im 37. Le­bensjahre und wurde in Lutter (Kreis Heiligm- stadtl geboren. Seit dem 1. Oktober 1908 wirkte er hier als Volksschullehrer.

Marburg, 22. dlpril Selbstmord durch Oeffnen des GaSl)ahnes beging die 22jährige Toch­ter eines hiesigen Bürgers. Es wird angenommen, dast die Tat in einem Anfall von Schwemmt be­gangen wurde.

Aus d?m besetzten Rheingebiet.

- --T a s g e f ä b r l i ch e R e a l i en b u ch. Auf Anordnung des militäri chen Verwalters'fcit in allen Gemeinden des Kreises Höch't a. M. sämt- lidf Eremplare des ,,Realienbuch s", Geschichts- budl, Verlag von Velkngeit und Klasmg, Leipzig 1917, durch die Gemeindebehörden g sammelt und bis zum 21. April im Höchlcr Kreishause mit namentlichen Verzeichnissen der Eigentümer abge- licfert fern.

= Königstein, 22. April Bis auf Wider­ruf müssen sich säm'liche vom Militär entlassenen Königsteiner Einwohner an iebem Sonntag vor­mittag 11 Uhr der französischen Militärbehörde zurKontrollemder Adelh idstraste Porstellen.

= Wiesbaden, 22. April V er Schu l - kn ab en, die französischm Sol^a'en Schimpf- Worte zugerusen hatten, müssen ilyrcn Tummen- fangenstreich mit je drei Monaten Gesängins büsten. Ter Inhaber der Buch/mch-lung Moritz und Münzel, I. Moritz, wurde mit 3090 Franks Geldstrafe belegt, weil er ohne Befragung der fnan» zwischen Zensur eine Karte von Elfast-Lo- t hr i n ge n m seinem Schpnf nfier au^grl g! batte.

- -- Fr an kfu r t a M, 22 Avr-l Im Vor­ort Rödelbeim prangrn feit einigen Ta ten Schilder mit der Aufsch-ift: ..Bes'tzbare Zone".

=« Tikleuburg. 22. April Au? 72 Ge­meinden des Tillkreises wurden im Durchischnitt wöchentlich insge'arnt nur 30 Kälber <r.i die Schlachtviehsammelstelle abg V |Tt Tie übrigen Kälber p.rschtvanden im Schleich bandel.

Aus dem AmlsoeNündigongrdlatt.

TaS ArntSverkündigung-blatt Nr. 17 vom 22. April en hiit: B kanntmachung ^Nr W. 20/3. 19.) der Reickrswirtscha tsstelle iür Wolle betreffenb Besch agnehne von r i irr Schafwolle, .Kamelhaaren, Mohär, Alpaka, Kaschmir sowie deren Lalberzeugnisfen unb Abgängen, vorn 1. März 1919. Bekanntmachung über Höchst­preise für Ferkel und Läuserschwine, vom 11 April 1919. Bekanntmachung über den Ausschlag unb die Erh bung der Beiträge der Viehbesitzer zur Entsch.biguna für Viehverluste. Bekanntmachung über die Qänfahr von Gemüse unb Obst aus dem Ausland. Bekanntmachung betr. Ausbruch bet Räude bei einnn Pferde des Heinrich Weist III. in Allenbori an der Lumda. Bekanntmachung betr Erlöschen der Räude bei einem P erde der Wilhelm Hest Witwe in Münster. Bekanntmachung betr. Weh des Ar­beiterausschusses für die Kreisst.ast nverwaltung des Kreises (Sieben. Bekannlmackmng betr. Feldbereinigung in Allendors a d. Lda Be­richtigung betr. Brmnsto i Versorgung der Haus­haltungen der Laichwirtscha t unb des K.eingewcr- beS in ben Landgemeinden des Kreises.

Die Einfuhr von Glemüie und Lbft ans dem Ausland.

Alle Anträge auf Einfuhrbewilliguna und Einkaufsgenehmigung für frisches Gemüse und frifdic» Obst aus dem Ausfande nach Hes''en find künftig nur bei der Hessischen Landes-Gemüse- stclle in Mainz, Erneranssiratze 23, zu stellen. Bei den Anträgen sind Art, Menge unb Preis der Ware, Herkunftsland, Empsanger und Grenz- übergangsplatz genau anzngeben. Tie vorgckchrie- benen Vordrucke für die Einkaussgeiuhmigung sind bei den Hanbelskammern erhältlich Sie müssen gehürig ausgesüllt, den Anträgen in br.-facher Äusser igung beigefügt werden. Zur Einfuhr wird der Fackchandel in Gemüse und Obst soweit er im Besitze der nach 8 9 der Ver­ordnung über Gemüse, Obst unb Sübsrüche vom 3 April 1917 (Reichs-Gesetzblatt S. 307) vorge­schriebenen Grosthandelsgenehmigung ist, innv-r- halb des von der ReichMelle für Gemüse und Obst, Einfuhrverteilungsstelle, für den betreffen­den Zeitraum jugeliefen.m Zah u "gskontingentes und gegen die für Ire Erteilung d s Eii fnhricheines zu entridtfenbe Gebühr zu gelassen werden. Ter Händler hat den Nack)weis zu erbringen, dast er die erlassenen Zah ungsvorsd/risien, die bei den Handelskammern zu erfahren sind, einhalten wird.

Beiträge der Biehbesitzer zur Entschädigung für V ie hver l u ste.^Für Rindvieh ist zur Teckung der Ausgaben nach Art. 10 des Aussührungsgesetzes vom 29. April 1912 für das abgelaufcne Rechnungsjahr 1918 ein Beitrag von 30 Pf. für 1 Tier mit ein ge­tretenem Zühnwechel und von 10 Pf. für 1 Tier ohne Zahnwoch'el zu erheben. Für P'erde ist ein D.iriag> von 30 Pf. für jede anft.fcnrffvnen 1000 Mk. des Wertes (Art. 12 Ms. 1) zu erheben. Tie Hebge­bühr für die Vereinnahtnung und Ablieferung der Verträge wird auf 12 vom Hundert festgesetzt. Austerdem erhalten die Erhcher Irach § Abs. 3« der Ausführungsanweifang für die bei der Erhe­bung der Beiträge vorgenommene Vieuaufaafane der Vich'-estände 6 vom Hundert der vereinnahm­ten Beiträge.

Wahl des Arbeiterausschusses für die Kreisst rasten Verwaltung des Krei­ses Giesten. Ta bis zum Ablauf des 11. l. M. nur eine Vorschlagsliste beim Wahllriter ein gelaufen ist. sind die in der Vorschlagsliste aufaeführtem Personen in der nadrstehendm Rrihensolge als gewählt anzusehen, nämlich: Mitglieder: 1. Ger­mer, Johannes, Kreisbaunnvari, Klein-Linden: 2. Balser, Gustav, KreiSstrastenwart, Eberstadt: 3. Kestler, Karl, Kreisstrastenwart, Giesten: 4. Hermann, Karl, Krnsstraszenwart, Steinbach: 5. Ewald, Peter, Kreisstrastenwart, Rübdingshausen. Ersatzmänner: 1. Bolkmann, Ludwig, Ktteis- strastenn>art Heuchelheim: 2. Becker, Heinrich, Kreisstrastenwart, Garbenteich: 3. Sefav, Wil- h lm, Krriöstrastenwart, Leihgestern: 4 Völzel, Philipp, Kreisstras-enivart, Wi'leck: 5. Löschhorn, Heinrich, Kreisstrastenwart, Billigen.

Tie Räude ist bei einem P' nde des Heinrich Weist III. in Allendo'-f a.'t der Lumda fellgestellt worden: erlo'chm ist s e bei einem Pferde der Wil- hckm Heb Witwe in Münster.

Dcrmi|d)kf.

* Der Kompaß. Wo, wann und von wem der Kompaß erfanden worden ist. wird in emg«4

enden Farben lockten die B.'icke der Borübergeben­den aufdringlich an. An der Vortüre fragte bi? Kunden ein uniformiertes Bürfchckwn, die Hand an die goldverbrämte Mütze gelegt, ob sie die Auskunftei ober die Tetektei in Anspruch nehmen wollten. Tie BureauS der einen tagen rechts, die der anderen li iks vom Vorraum.

Als Torival dem Knirps den Wunsch ins- sproch. mit Herrn Zahn selbst zu spreefam, wurde er iu ein mit bunten Eichemnöbeln sta tllch aus- siaffierteS Wartezimmer g'führt. Hier nahm in ein magerer, bocb-Tiifgefcbofieter H rr mit glatt- rasiertem Sch u pi. c ge ich! in 6 rpfani, d r 'ich a s Privals.k c är d s Öerrt Direktors vvrstc'lte Er leg:e Torival. nah.', zunäch't ihm seinen Fall ürtaiitragen, da der Herr Tirek.or sehr beschäf­tigt sei »

Bedaure!" ronr die kurze Antwort.

Ist der Fa'l von größerer Bedeutung?"

Bon allergrößter!" *

Einen Augenblick!" bat d.r Privalsekretär. Tenn b?r Herr sah doch aus, als ob sein Fall wirklich von größerer Bedeutung fei t fomite: im Sinne de» Insti.u S Promet 'eus na'ürlich Für daS Institut to ren nur diejenige FL l von Be- benhmg, die viel fltefe Unb er per*

schwind in ei tmt grofa-n N bennum, dessen Tür er offen ließ, bnmit der Besucher daS rasende Ge- Davver der wllf jungen Mäxfam an ben zwölf Schreibmafck i en auch rech' deutlich hören fomite. So etwas ro-tr eindrucksvoll!

Torival machte di Türe schleunigst zn.

Nach wenigen Miimten eridjien der Privtt- fefretär wn d r:

Herr Ttrek'or Zahn läßt bit rt!"

Ter ehemalige Kriinin l'ommis'ar hatte fein Sprechzimmer tu einem Ldn«n Verbrechermufeum

an5grstat et. An den'den hn^n abscheuliche Mord- und Tiebec-toerkzeug', bi? alle numeriert unb mit kleinen er!äu.crnb?n Zetteln beklebt wa­ren, unb daneben Ptzotogrivhien utti> aus Zeit­schriften herau g sch 'i tene Köpfe von mänm vfrn und w?ib ichen MissetL ern. Auch Tankschrriben unter Ga) unb Rchmen hoben sich wirkungsvoll von dn dunkel roten Tape c ab.

Ter Direktor sch vor einem groben Schreib­tisch, mi dem Rücken gegen das Fenster, das so von Gardinen und Portieren verhängt mar, dost es nur ein Tümm r icht in dem Raum aufkommen liest. Auf dem Schreibtisch lagen grobe S öfa von Akten, urb rech s sta ib ein Tiiticr iptxirat.

Beim Ci itri t Torivals erhob sich Zahn mit einer weltmännüchen Verbeugung. Ter Held so vieler Prv.vsse, b.*r B r incr Sherlock H"lmeS. machte keinen ül>e!n 5i:ti>rucf. Er wir groij und febnig, gut gek cib?t und ver?.a b, Vertr uen rin» -uflönen. In d m scharsg schnit cnen GefakK, b-m die Scheiteluny des HaareS und der oekürzte Schnurrbart ein strafes, mi i ärisches (W-präge verliehen, fielen die dunkekgrauen. harten Augen bcsondTrS auf. Seine Stimme klang <>efcblmb. Er vfttgtr sich kurz u nmt ansMibrücke'i

Se en Sie sich. Herr von Armbrü'er," s g e er >n TorioaLunb erklären Sie mir möglichst kurz, welche Äng-lewnheit Si- zu mir führt."

,,Hm kennen Sie einen geivissen Herrn Emil Schnepfe?^'

Nehmen Sie an, Herr Emi> Schnepfe wäre mir nicht bekannt. Sic stellen dann den Fall klarer bn!" sagte der Herr Tirrk or Dor übrig.

Nun Heer Emil Schnepfe ist ein Sri-bube Er stieblt in Ho elS, treibt HeiratSsckuvindelei und fa weiter. Er wird von ei ter ga-iym Reibe in­ländischer unb ausländischer Behörden bnngcnb

Dunkel gehüllt bleiben. Tast der cnoven^alisM Sänger Hugues de Bercv im Jahre 1193 in einem längeren Gedichte u. a auch die Magnetnadel de« bandelt, deutet darauf bin. dast sie schon lange be­kannt war Ter Techter beschreibt in rinein Gesänge olasiührlich, wie der Steuermann de- SchtffeS bie Nadel vor dem Gebrauche magneti>cb machte unb sie auf ein Holzstückchen legte, das in et tum Ge­fast mit Wasser itbiwmm. Tie richtete sich bann noch der HimmelSstrlle, wo der unter JSolfen otr- bo.gene Polars^rn mi suchen war. Tie auf dem Wasser schwimmende Magnetnadel 'vor Demnach d:e erste Form deS Kompaifes, und di' Schiffer «be­dienten sich ihrer anfangs nur ut trüben Machten, wenn der Polarstern nicht zu sehen war, dec feit uralter Zeit den Seefahrern als Führer diente. Tas Verdienst, den rtompast in seiner fauligen Ote» statt erfanden zu haben, wird dem Loten Flavio Gioja aus Amalfi Augefcbrieben, der ihn um 1300 zuerst angewandt haben soll.

Letzte Nachrichten.

Ebert über die Weltlage.

Paris, 23. April. Hava» RricbSPräsident Ebert gr-wäbr.e am Ostermontag einem Ver­treter derT emp S" eine Unterredung. Tte innere L g: Teutfifaanb'S, so erf &rte Ebert, hängt wie übrigen# bie von allen Ländern« von der allgemeinen Weltlage ab. Tie inneren Bebing- ungen Deutsch!anbS seren solidarisch mit denen aller Länder der Welt. In der allgcmrinen Er fenntnid dieser Solidarität erblickte Ebert .die beste Garantie für bi: Weltlage. Ter ungeheuer­liche vor dem Krieg von einem Engländer aus­gestellte Satz, d'st der roirtfebaftfiefte Ruin Deutsch­land; eine Bereich runq Englairfa? bedeute, stelle in der neuen sozia.istischm Welt einen erschrecken­den Walmsnm fair. Dem französischen .Regime verdankt der Sozialismus einen grasten Teil fei­ner zahlreichen Id.en. Deshalb vertraue Ebert Frankreich, bist es sich dem Godankeit der Vvli- b^rität nicht oerfchltesten werde Dieser Gedanke werde sich auch in Frankreich durchsetzen unb c4 werden sich gute Beziehungen zwischen beiden Län­dern einfle I n. Teutschlanb il berci, diesen Ge- danken zur Tat toerben zu lassen unb Frankreich aus ginjer Kraft zu helfen, die durch ben Schrecken des Mrieffc4 verursachten Schäden wir der gut zu machen. Es wäre vorteilh .f er, roerm di'se Arfarit auf Kosten TeutschlandZ durch Freiwi lig? geleistet werde, als durch die Massen der versk.aotrn brut­schen Kriegsgefangenen. Eben protestieNe dann gegen die Zurückhaltung der Kriegs­gefangenen in diesem Augmb.ick, in dem die Versöhnung angebah.lt löerlxnt solle.

Tic S«i ai 'ung eines Rhein isch - westfä­lischen Pufferstaates kenne er nicht alS Gamntie für den künftig-n Frieden ober für die tünflipen guten Beziehungen zu Franckreich ansehen.

Er hofft, dast bie französischen StaatSrnärmer von Tcutfaianb nicht die Unterschrift unter einen Vertrag verlargen würden, der tm Gegensatz ui den roabceu Iiueressen FrankreiichlZ stehe

Die tage in Bagern.

Ulm, 23. April. (WTB.) In Augsburg herrscht vollkommene Rul-c Bei der Ablieferung von Waffen in der Vorstadt Oberfamien tarn es gestern abenb zu einem kleinen Zimich nfull. bei dem es einige Beewirndete gab. Zum Teil ist die Arbeit wieder aufflmommen.

Gestern vormrtlag bi Pen dir Gewalthaber bi M ünche n in der Lu.wig ras» rinc Truppen- scha u über bie Role Armer ab Degen Fimmz- fcf-rjierigrfeitcn unb Unzufriedenheit der Arbeiter tourbe heute der Generalstreik aufge­hoben.

Tie Stimmung ber Bevölkerung ist infolge des Terrors Lusterst «spannt. Zeitungen unb Nachrichten von auswärts fbnrmen nich in bie Stab, mit Ausnahme ber von Regierungöflie^-nr abgmwrfenen Flugblätter. Tas Aufheben dieser Flugblätter ist fai Todesstrafe verb.ten.

Vormarsch ber rschecho-Llowaten

W ien, ^2. April WTB ' In d plvn a i irm ffreifen Vn:laute1, dast tsckrcl»-sloawifchc Truppen die Offensive an den TemarLrrionslincen ergriffen laben imb bereits vor Waitzen, eine Stund- von Dudopest, stehen.

Strelkunruhe« in Arland.

Rotterdam, 22 Avril 'WTB.)N'euwe 9tot:erb'*m,'(62 Eeurrut" schreibt, baff der Streik in Limerick ^Ir'a b schrofa're Formel an» nimmt. Das <;.r irfamrh'c ist titsächich ein Sowjet. ES bat die Verwaltung ber Stabt m Härden, kvaussichtia! den VTrkehr unb regelt die Preise. ES bat wgar Papiergeld im Werte von 110 SdnfTing ausgeg'ben Tie Sinnfeiner Organif a tion arl- iet S*r b in Horch mit den iri cfam Arb i ern. Sie hat ben Streik über ganz Irland au?yibrci en.

geiudtt. Unb bie Polizei fastl ihn nicht! Aber mich bat sie schon ein paarrnul einerrrtfl! Ter Memn siebt mir nänriich fabelhaft ärmlich Er ist nernbcin mein Toppelgärp-r Ich habe mir uvar d e e Legi ima i mSk irt-' anSsteIen lassen"

Er reichte dem Tetektiv das Schriftstück zur Einsicht hin, daS er dem Polizeipräfidium ver­dankte.

Jahn las eS mit aroßem Interesse, prüfte a-wohnfantSmästig Unteridjnft und Stempel und gab es zurück

Tiefe Legi imalion genügt ooFstänbig, um Sie vor Unannedmlichkriten b'irch die Po izei zu schützen. Aber es können Fälle erntreten, dast Sie von Leuten, die durch diesen Schn-pse hinein- gelegt w irden sind, mit ihm verwechfe t werden. Smd Ihnen solche Verwechslungen schon zuge- stvxen?"

Leiber ja. Deswegen wende ich mich ja an Sie . .

Unb er erzählte bmn aufborifmben Tirtftor bie Siene im Hotel Unter ben Linden.

Tie Sache wirb mir unerträglich!" schloß er ..Ihr Institut fotT nun diesen Emil Schnepfe aussinbig machen unb seine Verhaftung veran­lassen "

Herr Direktor Zahn horcht»' auf.

Efae schwierige Ausgabe!" bemerkte er. ..Die Poli ei"g' Leu e wie di fei Schnepfe nie!"'

Ta* f-.ffte er in sehr bestimm em Ton.

Unb bi er van Dorival berei'S einigermaßen über hm Hochstapler unterrich et wir, spielte er sich v'ötz'ich auf, alS sei ihm Emil Schnepfe durch­aus bekannt, unb als sei er ber Einzige, der tm* stand' wäre, den geriebenen Svitzbufan gur StreA zu bringen.e

(Fortsetzung folgt.)