Ausgabe 
20.12.1919
 
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m. 298

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesien)

Samstag, 20. Dezemder |9I9

Drittes Blatt

verfaffrrnggeden-e Bolfsfammer des

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braudi?tegclung.

ging Kiner Frau nach, ohne rin einziges Wort

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be- eint.

Aus dem Amtsverkundiaungtzbratt.

** Das AmtSverfündigungSblatt Nr. 138 tont 19. Dezember enthüll.: Zuckerver-

Sreiftaatcs tjefien.

48. Sitzirng vom 18. Dezember.

Präsident Adelung eröffnet um 9.15 die Sitzung.

Tagen will ich dich hier wiQerseHen, du sollst mir bann deine Antwort sagen."

In v'^rzehn Tagen," hölmte Estrid, obwvl'l ihr das Hrz in bangen Schlägen klopfte. .Wte bmksr tm br das? In vierzehn Tagen wirst du längst dieses $xui5 verlas'en haben."

Bestimmst du das?"

3a, denn es ist mein SxntS, das Haus Peter BonlenS."

Mit einem wahnsinnigen Schrei fuhr der Ver­wundete in die Höhe und aus wilden Augen stierte er Sölve an.

Auch Ihr habt betrogen, Sölve Wedberö-m," schrie er.Habt Ihr mir nicht gesagt, ich sei in einem Hause der Barmherzigkeit?"

So ist es, Jngeivart Ferks. Ter Gotteskoog war immer eine Stätte, wo Müde und Schiff- brüchige austuhen tonnten in treuer Hut," gab Sölve sanft zurück.

So sei das Haus verflucht und auch die, denen es zu eigen. Fort will ich! Sogleich? Nicht eine Stunde mehr unter diesem Tackle atmen, wo Trc-ubruch und Verrat zu Hause sind? Hall'.t mich nicht, ich muß fort, und öu," schrie er drohend Estrid an, ,/m roirft mir folgen."

Estrid riß laut rufend die Tür ans und stürzte davon. Sölve mühte sich, den im Fieber Rasen­den, der sich den Verband von der Stirn riß, mit aller Kraft zu ha ten.

Peter und Bent eilten herbei und ihren t>n> einten straften gelang es batm auch endlich, den Tobenden zu band gen. Sölve zitterte. Wie viel oder wie wenig Ixittcn die beiden Männer von dem Austritt gehört?

Bleich und ers böpft lag In^ewart ari fei' em iÄLgcr, ohne ein Zeichen des Bewußtseins. ,^r

Zv einer 9b tQ im Gteßme treffend Erhöhung Der Mtelprerie

Er rooc außer sich, als er hörte, daß ihn der Gotteskoog beherbergte. Er wollte frort. Er hat das Haus verflucl>t luib nie, nie mehr können Estrid und Peter glücklich sein."

Schluch^nd deckte sie beide Hände über bte Augen.

Bent Banken nahm chr die Hände sanft von ihrem tränenüberströmten Arttlitz.

Wie furchtsam Ihr seid, stink, der Mann redet im Fieber. Was er sagt, hat nichts zu be­deuten. Wie kann er ein Haus verfluchen, das stets voll Segen war?"

Sölve sah verzweifelt zu dem Sarit ör auf.

Er muß fort," stüsterte sie.klommt er wieder zu sich und er findet sich noch hier, so wird er von neuem rasen. Helft mir, Käpten."

Sic sah so stechend zu ihm auf, daß Bent ihr jedes Versprechen zugegeben hätte.

Natürlich könnt Ihr auf mich rechnen. Wo­hin aber mit bgn Kranken?"

Ich habe schon an meiner Mutter Haus gedacht. Tre Mutter würde wohl damit rintor- standen sein. Nur furckste ich, Jngeivart Frris w rd auch in meinem Elternhaus nicht weilen wollen."

Endlich fragte der Kapitän:

Wie kam das, Sölve SSebberten? furchtbar."

Sölvcs Antlitz war ganz blaß Md blauen Augen schimmerten Tränen.

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Kaffee-Ersatzmittel-Dewrd-

gesprochen zu haben. Bent Banken Sölve voll Sorgen an dem Hager lange, lange Zett.

Auch sie sprachen kein Wort.

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Eingesandt.

®ur Form und Inhalt aller unter dieser'sltudrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Lerantwvrtmkg.) Heuchelheim, 17. Dezember.

Büchertisch.

Carrh BrachvogelsDer 9fa(5« f o I g e t" x 9tommi aus Byzanz (Derlag von Carl Flemming inrd C. T. WiStott, Berlin) eMrvllt phantasievolle Bilder aus dem Orient und bietet eine spannungsvolle Lektüre.

Del le Grazie, Eines Leben- Sterne. Roman-Verlag von Breitkopf & Härtel, Leidig. Ein Werk der Wiener Schristtdellerin^ das viel bemerkt wurde und einen interessanten Stoff mit feiner Psychologie behandelt.

Die Männer der Freiheit « ihren Sck^iften, Briesen, Armierungen, Tage­büchern von Alfred Semerau. Bongs Schön - bücherri. (Deutsches Verbigshaus Bong & Co., Berlin W 57.)

Um die Ostmark Posen. Denkschrift des Deutschen Hrimatbundes Posener Flüchtlinge. Preis Ml. 1.50. Zu beziehen durch die Haupt­geschäftsstelle des Deutschen Heimatbundes Posener Flüchtlinge, Frankfurt a. O., Berliner Stt. 1214

ist sollendes zu bemerten:

Die meisten Vermieter haben wührend des Ä-riegev die Miete schon zweimal gei'aeigert tmix sind unserer Ansicht nach bei dem beuligcrt Gekri markt nicht geschctoigt. Ste be*itiLeu nicht mehr Zinsen für eventuell geliehene KttpUulum als ww vor zehn Jahren. Es könnte höchstens davon die Rede fern, wenn der Vermieter zur jetzigen Zeit Ausloendungen dem Mieter gegenüber zu machen hätte. Ties Kommt aber bei den Heuchel- Heimer Mietsverhältnissen fast überhaupt nicht vor, da ein jedes Mietverhältnis anders ist und der Mieter für Reparaturen uiro. selbst auftlommt.

Ferner wird noch bemerkt, daß unter dem. Logis zwischen Stadt und Land ein gewaltiger Unterschied tfL Was fehlt bei den hiesigen Logis?. Die Wasserleitung, Gas, Wassersteine in denKüchen, Korridorasbchlutz und (StM.cfnmmmt usw. Wie sieht es mit den hygienischen Verhältnissen aus? T« weitgrößte Anzalsl der Mieter stellen Herde- Dcftn und Lampen selbst zur Verfügung. Es fehlt aljo beinahe Lee Hälfte zu einer ordnungsmäßigen Wohnung, alle Bequemlichkeiten sind ausgv-^ schlossen. Man darf sich dann nicht wundern, «rat auch die Mietpreise noch rüdMrebig sind.

M

Nein, ganz gewiß nicht," beteuerte der blonde Seemann und seine ernsten, grauen Augen senkten sich tief in die ihren. (Fort)etzung folgt'-

Die Vorstellung des Kreisgeometers Schov- bach m Friedberg bett. Tagegelder der Kreis­geometer usw. wird für erledigt erfiäit, die Vor­stellung des Vereins Hess. Geometer II. Kl. Anerkennung der im Staatsdienst ttcrroenbetm Geometer II Kl. als Staarsdiencr wird vorläuftg für erledigt erHärt. Die Vorstellung der B u r e a u b e a m t e n bei bien Kulturinsvek- tionen bett. Gehaltsregelung wird der Regie­rung als Material für die neue Gehaltsordnung überwiesen. Auf eine Besprechung der Anfrage Hofmann bett. Ausfuhrverbot von Baumate­rialien aus Baden wird verzichtet.

Die dringliche Anfrage Kiel sünabh.) bett. Arbeitslosigkeit im Tabakgewerbe wird vom An- rragsteller begründet. Die von der amtt Gewerde- mspektwn festgestellten Verdienste werden höchstens in zwei Dritteln erreicht. Die Tabakarbeiter leben sich hauptsächlich aus schwächliäien Personen zusammen, die nicht leicht einen anderen Berus ergreifen können. Die Abg. Geiser (Ztt.) und VetterS (Soz.) unterstützen die Ausfüh­rungen des Antragstellers.

Die dringliche Anfvage des Äbg. Dorsch und Gen. betr. den Mangel an Arbeits- ?rästen wird vom Abg. Dorsch (H. B.) be­gründet. Er wünscht, daß der Abwanderung land­wirtschaftlicher Arbeitskräfte in die Stadt entgegen­gewirkt werde, denn mit städttschen Arbeitern ist den Landwirten nicht gedient. Abg. Roß Soz.): Die Landwitte wenden sich im Kreis Dcns- eim noch immer nicht an den Arbeitsnachweis. -Freilich müssen die Landwirte auch auskömmliche sLöhne zahlen. Äbg. Frenchel (H. B.): Für Ober Hessen ist ja bereits ein Lohntaris ab* ^schlossen. Abg. Dorsch (H. B): Sollen wir so hohe Löhne zahlen, dann geben sie uns angemessene Preise für die Erzeugnisse. Abg. H o i m a n n (Ztt.) schließt sich den Ausführungen der Abgg. Dorsch und Fenchel an. Abg. Roß (©os.): Der Taris in Oberhejsen ist noch nicht unter Dach und Fach.

Tie dringliche Anfrage Dorsch betreffend Truschkvhlen wird von ^itragiMIrr begrün­det: Wir wandten uns gegen dir Holzrattonierung, weil wir fürchteten, daß uni bei dem Mange! an T rusch kotzen nicht senügend Holz zum Dreschen tzütten. Wenn unsere Ablehnung der Rsgierungs- vvrlage in der amtlichen Zeitung in vcr- Ürckter Weik als Landesverrat bezeichnet wird dem AusschLchaittrag entsprecherü» ohne Do- Gemeinheit. (BrifaL)

Abg. Roß (Soz.) empfiehlt rechtzeitige Biri kmg von TruschL)Äenreserven.

Tie Vorstellung des Vereins deutscher Heitungs verleget in Mainz betreffend Rückvergütung auf Zeitungspapier wird bein Ausschußantrag entsprechend, ohne Te- hüto adgelehitt.

Dem Antrag Kiel (Unabh.) betreffend Er - ßöhungder RentenallerRentenemv- süngerum 200 Prozent empfiehlt der Aus- |6u6 in der Weise statttugeben, daß die Regie- nmg ersucht wutt», bei der Rrichsrogierung auf eine Neuregelung der ganzen Bersicherungsordnung au dringen. Abg. Kiel (Unabh.) weist darauf hin, daß die RerttcmempfLnger die Aermsten der Annen sind, und 1)611 eine Unterstützung ton fetten deS Staates für unbedingt Twtroenöig.____________

Geegespenstec.

Roman von Anny Wothe.

trliBii-f T Copyrittrt W18 by Aasy Wotbe-Mrim. U*dC

(Nachdruck verboten.) Fortsetzung »2.

Esttid, deren Kräfte jetzt langsam .wieder- kehrten, warf hochmütig den Kvpi zurück und streifte mit unwilligem B uk Solve, d« ^npenxirt j-rgsam nützte. Aeußerl ch ruUg eut»'g«le Estrid:

Du bist krank, Jng< wart Ferks NE rch verlieh dich, sondern du mich Ern J-ahr nach^ter Ausreise desSchwarzen Falken sol. b- den Kranz im Haar", wie du sagtest, erwartou Du bist nicht gekommen. Treulos liewt du d*e SJraut Jahr um Jahr deiner girren. Weun ertwr Hier die Schukd ttägt, bist du es allem.

Tu verstehst es meisterlich, bi? Sache um- Zudrrheu Selbst wenn die Briefe, btt ito ichrred, dich nicht erreichten, burftrft du nie eurem tau­beren angehören. Und wett b#i das niajt darstt, -ordere ich ton dir, daß du dich von dem Muim trenn ft, der dich mir genommen. Ge>ch«ht es »icht, so wird dich mein Fluch verfolgen. Tug und Nacht werde ich bei dir sein, brr nre Ruhe gönnen in deinem leickrtfertigen Herzen mrd orch «ndlich mit mir nehmen in den Tod."

Estrid schrie aui und klammerte sich angstvoll wn die Tür, die sie glücklich errercht hatte

Lch bm eines anderen Mannes Derb, stam- intelte fte,nr.e könnte ich mich ton ihm trennen, eher mich nie lasten wurde."

, Es Fommi brr i* aut einen Treubruch mehr .»der weniger nicht an. Tu muht sehen. Schon- »Lsttid, wie bu fertig wirst. Heute tn^vrerzehn

Dieser Auffassung pflichten sämtliche folgenden Redner, Engelmann (Soz.), Knoll iZtt.), Diehl (H H.) und Loos (Dem.), bei.

Ter Eintrag Hofmann und Gen-, aus 8er- leihung des M u t u ngs rech le s wird der Re­gierung als Material für eine Neuordnung des Bergrechtes übenvieiat.

t)?ach der AejckMsocdmrng (Artikel 7 Abs. 3) mutt nad) Ablauf von drei Mviuuen das Bunan her Kammer neugewä.l)ll ioerben. Tie Präsidenten und Schriftführer werden aus Anrrag des Abg. W ü n z c r en btoc wiedergetuühlt.

Eine Borstellung des Reichsbunde- der Kriegsbeschädigten usw.: Anstellung von L r i e g s b e s ch ä d i g 1 e n als Hilfsdicner usw. sott nach Möglichleit berücksichtigt werden, iorveit Stellen vorhanden sind.

Bei Arilrag Fenchel u. Gen. bett. Post- hilfsstellen beantragt der Ausschuß, dem An- ttag auf'bessere Bezahlung der Posthilfsstelft-n bei­zutreten und die »icgicrung zu ersuchen, bei dem Postmmisterium vorstellig zu roerben.

Abg Fenchcl (H. Äpt.) weist daraus hin, daß die Ausfassuug, daß die Posthilfsämter Ehveirämter seien, nicht mehr aufrecht erhalten iverden könnte.

Abg. Herbert (Ztt.) weist darauf hin, daß es nicht Sache des Reiches, fonbern der (Sfcnicüiöai sein müsse*, die Jrchaber der Posthilfsänuer aus­zubessern.

Bei dem übttray Knoll (Str.) u. Gen. bett, gleichmäßige Urlaubsertcilung an mittlere und untere Beamte erkennt sich das H<uZ mit den Maßnahmen der Regierung einverstanden.. Bei der endgültigen Regelung des llrlaubsioescns soll das Lebensalter und nicht das Die astalter­berücksichtigt werden.

(Es tritt eine Pause ein.)

Eine Borstellung des Verbandes Mainzer Frauenoereine, Stellenbesehung betr., tmrb für erledigt erklärt.

Die Barstellrmg der freien Vereinigung der Offenbacher Staatsbeamten bett Er­höhung der Ortszulagen wird der RcgiL- rung als Material überwiesen, da auch in anderen Städten die Drtäiulagrn nicht mehr zureichen.

Abg. Herbert (Ztt.) foebert eine schleunige Revision des OrtsznlagengesttzeS. Dem schließt sich Abg. Fenchel (H. Vpt.) an.

Bei dem Anttag Scherer u. Gen. (Ztt.) Zugverlegungen auf den Bahnstrecken FrankfurtHanau und Offenbach- Dieburg beantragt der Ausschuß die Regie­rung zu ersuchen, für bessevc Zugverbiadungcn ein­zutreten.

Die flßbgg. Scherer (Ztt.), Fenchel (H Bpt.) und Widmann (Soz.) bringen einzelne Klagen vor. Dabei erhebt Abg. Widmann die schwere Anschuldigung, daß die Mißstande absicht­lich nicht gebessert würden, um den Arbeitern zu erklären:Seht, da hebt Ihr jetzt Euere Regierung."

Abg. De kV (Soz.) crfTSrt ausdrücklich, daß die Eisenbahndirektion in Mainz und Frank­furt stets das größte Entgegenkommen bewiesen habe. Die Bau- tmb dir Industriearbeiter haben verschiedene Wünsche und müssen sich eben ver­ständigen.

Durch die Äegtenmg«nttitx)tt für glebiat er­klärt werden eure Borstellung der h-isischen Brückenwärter zu Oppenheim und GernsHeimer Fahrt, eine Vorstellung des Vereins hessischer Privatgeo meter 1. und 2. Masse betr. Neufestsetzung der Gebühren, eine Vorstellung des Maschinisten 9L in Michelau bett. Rückzahlung von EinÄommensteuer.

Der Antrag der Abgg G e s s e r und Genossen (Ztt.) Wehranlage bei Klein-Krotzen­burg und der Antrag Hofmann und Genossen (Ztt.) betr. Turbinenanlage an dem Mainwehr bri Klein-Krotzenburg Toct- ben grundsätzlich angenommen und der Regierung die Freigabe des Steges überlassen.

Die Vorstellung der Eisenbahn-Unter­assistenten in Worms, bett. Gleichstel­lung mit den Eisenbahn-Assifl-nten, wird der Regierung überwiesen mit der Ditte, sie der preußischen Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Ein Aittrag Re h und Genossen (Dem.) bett. Schaffung gehobener Stel­len für die Bezirkskassierer der Städte soll der Reick^regierung zur Berücksichtigung über- iriesen werden. Eine Vorstellung der hessischen Katastergeometer, ihre Tagegelder betr., wird für erledigt erklärt, ebenso eine Vorstellung des Verbandes der Gemeinde^ und Staatsarbeiter in Frankfurt bett, eine einmalige Be s cha s fu n g sbei h i l fe. Erne Vorstellung des Privatiers C. R. in Langen wird abgctefjnt. Eure Vorstellung der Inari wirtsckpftlickren Bezirkstorei« Groß-Umstadt uitb Dieburg zum La ndge setz wird für erledigt erklärt, eine,Vorstellung des Konr. Appel in Wo l f wird der Regierung zur gesetzlichen

Erledigung überwiesen. Eine Vorstellung des Ei»eichalmerverbMldcs bett, br Lohnorts- gruppe 6 in Kvanichstein wird für erledigt erklärt. Eine Vorstellung des Siedlungsaus' schusses Lützelwiebelsbach, Nachttag zum Siedlungsgesetz bett., wird dem Sieb-* lungsaml übenrieicn. Eine Vorstellung des SckMrioentoltcro R. L. in U l s a wird für erledigt erflärt; dcsgleulrn eine Borstet! ung des Geometers Josef Millmann in Klein-Zimmern uto Genossen bett. Berloendung: desgleichen eine Vorstellung des Sozialdemokratischen Vereins Fränkisch-Crumbach bett. Be- oritstellung von Baugelände: des^leickrn eine Vor­stellung des F. R. in Mainz bett, seine müi- täriidjen Entlassungsgebührm.

Der Antrag Schild dach tmb Genossen (Soz.) bett, die Aussicht desStaates über alle Fürsorge- und Erziehungsan­stalten wird vom AnttaMteller damit begründet, daß viele an sozialen Krankheiten Leidende nicht erBannt und desizatb üt den Fürsorgeanstalten falsch behandelt würden. Abg. Frau Balser warnt tor Verallgemrinernng von Einzelsällen. Der Präsident des Laitdesbildungsamtes Dr Strecker weist auf das in Vorbereitung befvtd- liche RcichS-Fürsorgvgesetz hin. Der Antrag wird für erledigt erfiärt. Eine Vorstellung des Verbandes hessischer Frauen vereine in Osfenbach auf Schaffung eines Frauen­beirats wird durch die Schaffung eines Schul- brirats für erledigt erklärt. Für erledigt erflärt wird eine Vorstellung deS Reichsbundes der Kriegsbeschädigten betr. uuentgelt-- l iche Kurse für Kriegshinterbliebene als Pflegerinnen ufro.? desgleichen eine Vorstel­lung des V i e h ver sl ch< r u n g s ve rba n des für Hessen und Rhrimprovftrz bett. Hüutever- wertunq in Sammeladdeckereien - Abgermesen wird die Vorstellung eines Jnsaffen der Heilanstalt Philippshospftal auf Aufhebung der Entmündigung imb eine Vorstellung einer Witwe in Worms auf Entlassung ihres Sohnes aus der Anstalt Goddelau.

Die Regierungstorlase bett. Aushebung der besonderen Gerichtsstände der Standes Herren wird ohne Schatte nach dem Vor­schlag des LuSschusses ohne Aendenmg ange­nommen.

Endlich werden durch die RerierungsMrtwonon für erledigt erflärt eine Vorstellung der Regi­stratoren an den hessischen Amtsge­richten, eine Dori'teNung des Gerichtsvoll- ziehe raspira n teil R. in Worms, eine Vorstellung des Justizvats Lindt in Darmstadt, Anrechnung ton Unteriuchungshaft bett., eine Voi> stellung zioeier Gefangenenaufseher in Butzbach und ül Darmstadt und die Beschwerde des A. S. in Hechtsheim gegen das Landgericht in Mainz.

Schluß Ixn Sitzung 1.30 llhr.

tuntg vom 6. DezLmber 1919.

D ic AmtsrSume der Provinzial- direktion Oberhesfen, des SYctiamiS Gie­ßen, sowie der KreiSkasse und Provinziallasse blei­ben der Knappl)eit der Kohlen wegen am Samstag Den 27. Dezember geschlossen.

Zuckerverbrauchsregelvng. Die für den Monat Dezember zu stehende Zuckermenge in Höhe von 750 Gramm auf den Kopf der Bevöl­kerung gelangt zur Ausgabe. Es können auf die Zuckermarken 129, 13J und 131 je 250 Gramm = 750 Gramm für den Monat Dezember be­zogen werden.

Kasfee-Ersahmittel-Berordnung. W-r Kaffee-Ersatzmittel in nicht vervackter Form (lose Ware) abgibt, ist verpflichtet, durch deutlich sichtbaren Aushang in den BerSaussräumen den Namen ober die Firma und den Ort der gewerb­lichen Hauptniederlassung desjenlgen, der die Ware herstellt, sowie den Kleinhandelspreis bekanntzu­geben. Kaffve-Ersatzmittel aus Getreide ober Malz und Koffec-Ersatzmittelmischungen, die Getreide oder Malz enthalten, dürfen nur in geschlossenen Packungen oder Behältnissen in den Verkehr ge­bracht werden. Als Kaffee-Ersatzmittel im Sinne der Verordnung gelten auch Mischungen von sol­chen mit Bohnenwsfee.

Das Vermischen von Kaffee-Ersatzmitteln aus Getreide ober Malz mit anderen Kaffee-Ersatz­mitteln ist nur mit Genehmigung der Rohstoff- Verteilungsstelle der Kaffce-Ersatz-Industrie, G. m. b. H. in Berlin zulässig. Der Preis für Kaffee-Ersatzmittel aus Malz darf nicht über­steigen: beim Verkauf an Großhändler 288 Mk. für 100 Kilogramm, beim Berkaus an Kleinhänd­ler 313 Mk. für 100 Kilogramm, beim Verkauf an Verbraucher (Kleinhandel) 1,90 Mk. für 1 Pfd.

tzierung, in Berlin daraus hinzuwirkn, daß nächstes Jabr keine Frühdruschprämie mehr ein geführt werde. Präsident des Landesernäh- runnsomles Neumann erflärt: Die Früh­druschprämie war abgeschafft, die schlechte Ab­lieferung deS Brotgetreides, die unsere Ernährung gefährdete, zwang zur Einführung von Lieft- rungsprämien Wir haben uns in Serlm dagegen anSgcipr-jcrir.

M>g. Hofmann (Ztt.) unterstützt die Aus- fülirungcn dee Abg. Dorsch. Die Frühdrusch­prämie tarn bloß Den gr-ßen Landwirten zugute.

Abg. Fenchel (H. ÄI) begründet seine dring­liche Anfrage betr. Ablieferung von Hafer. Die auf Lassen ausgeschlagene Hafermenge ist zu hoch. Sie ist höher als im Kriege. Abg. Lux (Soz.): Auch wir Sozialdemvttaten sind Gegner her Frülchruschprämie und wünschen für das nächste Jahr einen einheitlichen auskömmlick)en Getteideprris Abg. Schulte (Soz.) bczrichnct vom Verbraucherstandpunkt die Frühdruschprämie als einen groben Unfug.

Der Preis für andere Laffee-Ersatzmittel darf nicht übersteigen: beim Verlauf an Großhändler für Ware in geschloffenen Packungen ober Behält­nissen 2139 Mk. für 100 Nilogr., für lose Ware 250,50 Mk. für 100 Kilogr.: riim Verkauf an Kleinhändler für Ware in gcschlosienen Packungen ober Behältnissen 294 Mk. für 100 Kilogr., für lose Ware 2/6 Mk. für 100 Kilogr.; beim Ver­kauf an Verbraucher (Kleinlxmdel) für Ware, die in geschlossenen Packungen oder Behältnissen an den Klelnhändler geliefert worden ist 1,80 Mk. für 1 Pfd., für andere Ware 1,72 Mk. für 1 Pfd.

Die Nohstosf-BerteilungSstelle der Kafsee-Er-. satz-Industrie, G. m. b. H. in Berlin, kann für die Preise von Frigentoffee und Ztaffee-EssenzL abweichende Bestimmungen treffen. Die in dieser Verordnung festgesetzten Preise sind Höckptpreise. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu fünf« zehntausend Mark bestraft.

Äofstt-Lrse'.'mittel aus Getreide oder Malr und Kaffee-Ersatzmittel Mischungen, die Gettride ober Malz enthalten, dürfen, sofern sie sich bei Inttafttrcten dieser Verordnung bereits im Set* kehr befinden, bis zum 15. Januar 1920 in nicht verpackter Form mit der Maßgabe abgesetzt wer» den, daß für sie die seitherigen Hüchitpreise für lose Ware gelten. Der Preis für soickp Mhft»* Ersatzmittel darf hiernach nicht übersteigen: beim Verkauf an Großhändler 82,50 Mk. für 50 Kilo^ gramm, beim Verkauf an Aleinhändler 90,75 Mk. für 50 Kilogr., beim Verkauf an Verbraucher 1,12 Mk. für 1 Pfund.

8« SiB parate ^hlllstr. nseb^er

Da blid> also bloß das Haus t einer Mutter in List."

Aber Geilen FerE, JngewattS Mutter, ist sehr krank fte kann den Sohn nicht pflegen."

So müßte es em anderer tun, ©dito Deri betEen."

Ja," sagte Sölve tief aufatmend, ,,unb retzi kommt meine Bitte, Bent Doi.teit. Ihr müßt mir briien, chn nach List zu bringen. In Peters Segelboot wird es geilen, wenn wir ihm dort ein weiches Lager bereiten. Die Luft ist nach den Stürmen weich und mild, und wir hüllen ihn gut ein."

Ist das alles, was Ihr ton mir wollt?"

Nem, Äävten. Ihr müßt dann zu meiner Mutter nach Se tum geben und ihr lagen, daß ich nicht eher wieder nach Hanse komme, als bis ich Ingewart Ferks und feine Mutter gesund gepflegt."

Bent Donken sah das natge Dmg beroun- bernb an.

Das ist vrri zu viel für Eure schwache Stuft. Ihr könntet bet Löst erliegen."

Sorgt Euch nicht und helft mir lieber. Ganz früh, wenn der Morgen graut, müssen wir aufbrechen. Jngcwart darf hier nicht mehr er­wachen."

Und wenn es doch geschieht? Wenn er wieder zu toben beginnt?"

,Lhr bleibt ia bei mir," antwortete sie mit einem köstlickxm Lächeln vertrauender Zuversicht. Ihr roerbet mich gewiß nicht verlassen, Bent

m SCHMUtoVOlXER packunq wieder erhältlich

die Frühtzruschprümie.

Die dringliche Anfrage Brauer und troffen bett. Frühdrufchprämie wird von dem Abg. Dorsch (H.V.> begründet; er weist auf bie allgemrine Mißstimmung auf dem £anbe durch die Frühdruschprämie und bittet die Re-

nilW^riett,_____

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