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vaugenoffenschast 1894*.

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Feuilleton.

Memcl.

Man schreibt unS aus Ostpreußen:

Gegenüber der Südfront des Memeler Rat- .Hauses steht das Nationatdenkmal der Stadt. Au> hatem Postament die wehrhafte Boruffta, bic bic -Ketten der Erniedrigung zersprengt, jener Ec niedrigung Preußens durch Napoleon L, welche die damalig Voniglichie Familie zwang, hier oben im äußersten Norden des Landes von 18071808 -Schutz zu suchen.

Ter Weltkrieg neigte tem Ende zu, als tra Nugust 1918 der Haushai tsausschuß des Nbge- vrdnetenhauscs Memel besuchte und auf einer Rundfahrt durch die Stadt ten Hafen das neue prächtige Börsengebäude und bie hnrorrtchen Trrrk- ,Mrbigfciten besuchte und aus dem Munde des Oberbürgermeisters und Des Odcroor^ehers der altangesehenen Memeler Kaufmann! chast die Wünsch" der Stadt eni gegennahm: neue Bahnver­bindungen durch Litauen, großartigen Ausbau tev ^fens und Ausbau der Memeler Wasserstraßc M^nel ist direkt mit dem Ntemendelia .verbunden) W Grodno zum Anschluß au das Water traßen- ,vetz, der Ukraine. DasMemeler Dampf

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Memel hat in diesem Krieg Schweres durch- zumachen gehabt. Am 19. Marz 1915 meldete ter Tagesbericht des Großen Hauptquar iers:An- scheincnd sind schwache russische Abtei ung n ,st M^mcl cingedrungen." In banger Erwartung terrte man ter kommenden Meldungen. ^>ic wa­ren bitterer, als man zuerst vermuten durfte Bald nachter gingen durch die teutsche Pres^ lange Berichte über Memels schreckenstage Tret Tage war die Stadt tu ter Gewalt ter Russen, die plünderten, sendeten und mortelcit und tn ter Umgebung sengend mid brennend umterzogen Etna 1000 sMmeler konnten lich rechtzeftlgauf die Ku rische Nehrung retten, aut der sich 78000

Vie Uleinhaurfledlung der

Eine KleinhauSsiedlung, die unter den schwie­rigsten Bauverhältnissen erstellt werten soll, muß sich lediglich darauf teschcän'en, Schönheit in der Zweckmäßigkeit der Bau^englieterung und der An- ordimng im Gelände zu suchen. Wir glauben, daß die uns vorliegenden Entwürfe des öcrrn Ar chi-

deutsche Truppen zurückerobert wurde, tobten i tige Straßenkämpfe in der Stadt, bei denen v Russen etwa 150 Tote hatten. Ächt Tage na dem Abzüge der Russen kam Sven Steten nach Memel: er drahtete damals demAstonblatet" erschütternde Einzelteilen von ter furchtbaren' Raub- und Mord gier ter russischen Rcick>swete- 'bujbcn. Ter .Schaden, den die Ristsen gemacht hatten, iintrte auf fast 2 Millionen Mark taiiert. Tie tapferen Telephonistinnen pari Memel, dm auch nach dem Eindringen ter russischen -Solda­teska mutig auf ihrem Posten blieben und die ganze folgende Nacht hindurch Verbindungen yer- stell'ten, u. a. auch mit Hindenburg, sind unver-

Als dann später der teutsche Vormarsch durch Kurland und noch später über Riga hinaus er- fstgte da schien über Memel das Morgenrot erner ,reuen Zeit zu leuchten. So strafend wie das Licht des hochragenden Memeler Leuchtlurms, ter bereits 1796 crrich et wurde und zu den ältesten Seezeichen an ter Ostsccküste gehört. Unvergessen ist wobl auch ter Telcgrammwechsel der Offiziere von Memel und Lindau a. Bodensee, ter alle Jahre am 2. Januar erfolgte, und der umdie Ofsijierkorps der nördlichsten und der suteichsten

Kreis Lauterbach.

O S chl i tz. 19. Mai. Zn einer stnrck besuchten Versammlung, in ter ter Landtagcabgeordnete, Lehrer R a i b e r - Mainz gestern abend. über die Fr ied ensbedinguirgeu svrack^. wurde einstimmig Protest g gen den Gewalt frieden erhoben und dies auch, in einer Entschl-eßung kundgetan.

Kreis Friedberg.

oa. Friedberg. 18. Mai. In ter Stadt­verordnetenversammlung vom Donnerstag teilte ter Vorsitzende, daß Beigeordneter Falck sein Amt nietergelegt hat Es soll nochmals, so wird beschlossen, die Gründung einer Bürgerwehr beraten werten. Aus Antrag des sozialdemokra­tischen Wahlverrins werden dem Mieteinigungs­amt noch drei Beisitzer zuyewählt und es wird eine Entschädigung für den Zeitverlust Mitwirken der Arbeiter bewilligt. Aul Antrag des hessifthen Siedlungsausschusfes soll das Ersatzbautvesen be­rücksichtigt werden.

Hessen-Nassau.

DieFrankfortcrPlünderer vor dem Schwurgeriht

= Frankfurt a. M 19. Mai. Bor dem Schwurgericht begannen heute früh die auf 14 Tage berechneten Verhandlungen gegen die Plün­derer vom 31. März. Auf ter Anklagebank sitzen heute fünf der Plünderung und des Landfrie-' densbruchs an geklagte Männer. Jftr einge-f weihten Kreisen »erzählt man, daß es schwer hielt, Verteidiger zu finden. Tic Angeklagten gebet zu, bei Esters und Tvckhofs Kleidungsstücke aus tem zertrümmerten Laten geholt zu haben, wollen aber an den Tumulten selbst nicht teilgenommen haben. Tie Feststellung ter Plünterungsschäten ergab, daß Esters und Tycktest ihre Verluste auf 730 000 Mk .bewerten, für 30000 Mk. Ware konnte wieder herbeigeschafft werten. Der Gs^ samtschaten an rb auf mehr a l s 6 Millionen Mark angegeben. -Im Gerichtsgefängnis wur­den 216 Gefangene befreit, die Akten vernichtet und die Kassen ausgeplündert. Ter hier ange­richtete Schaden beträgt rund 110 000 Mk. In ter Nachmittagssitzung, die bis 6 Uhr dauerte, sprach ter Vertreter ter Anklagebehörte.

In späteren ^Ausführungen erwähnte ter SteatsaNwalt noch u. a., daß amFrankfurter <r.of" tem Publikum die Eleganz der Plün­derer ausgefallen -sei. Sie erkläre sich daraus, daß die Plünderer int Hotel die Pelze und Seidenmäntel der Gäste abgehängt Härten. Tie Gesch.vorenen sprachen Meurer, Bühl imb Schneider der Unterschlagung, Wurbs des einfachen und Stein des sch.veren Trebstahls. beite unter Zubilligung mildernder Umstände, schuldig. Ter Staatsanwalt beantragte gegen Meurer em Jahr, gegen Bühl und Stein je sechs und gegen Wurbs und Schneider k acht Monate Gefängnis.

DaS Urteil.

Tas Gericht verurteilte Meurer zu neun, Bühl zu vier, Wurbs zu sechs und Stein und Schneider zu ie fünf Monaten Gefängnis. Allen Angeklagten wird ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet.

Schwerer Antomobilnnfall.

= Bad Homburg v. d. H., 19. Mai. Am Eilenbalmhotel stieß S-onrtag nachmittag in voller Falwt ein mit lieben Personen besetzter Kraftwagen mit einer Straßenbahn zusammen. Tre Jnsalsen des Autos wurden teils schwer, teils leichter Der» - letzt: zwci mußten so ost tem Krankenhvuse zugc- r führt werden, die übrigen fairten ui einem rwljen Hotel Aufnahme. Ansck>einend trifft die Schuld die : Straßenbahn, die in schnellster Fatet und ohne Warnungszcicksten die Straßeitkreuzungen durchfuhr.

untereinander zu einzelnen Gruppen von zwei bis acht Stück zusammengesaßt und als kleine Häuserblöcke wieder in sich gegliedert sind. Es entstehet so 12 Häuserblöcke, die aus unserer Skizze durch Schraffur kenntlich g.'macht sind

Bei der Verteilung über das Gelänbe folgen sie erst der Grundform des Kreisviertels. Hier­bei sind die Häuserreihen an der Licher Straße von bet Straße selbst zurückgeschoben, um sie dem Staub ter Landstraße und dem Schalten ihrer Baume zu entziehen und den Gärten Sonne zu geben. Eine zweite Häusergruppe umsteht inmitten des Geländes einen schmalen, rechteckigen Platz von 15 Meter Breite und etwa 60 Meter Länge. Zu diesem Platz führt von. .ter Lickwr Straße aus die einzige ausgebaute Straße von 5 Meter Breite. Ter Zugang zu den anderen Häusern erfolgt von der Ächer Straße und bem Anneröder Weg. Zur Bewirtschaftung der Gärten führen zwisch n den einzelnen Häusergruppcn noch Wcrtschastswege. Tie meisten Gruppen haben einen zweiten Eingang von den Wirtschastswegen her.

Um jeden Koslenaustvand zu vermeiden, mußte man zu einheitlichen Häuserthpcn greifen Ter Entwurf ficht im wesentlichen nur zwei Häuscrtyven vor, aus denen sich durch leichte Abänderung int ganzen sechs Typen ergeben, die wiederum durch die Art, wie sie miteinander verbunden sind, für ein abwechslungsreiches Bild sorgen. Typ I umfaßt 6 Fünfzimmerhanser, Typ II 10 Vierzimmerhäuser, Typ Ila 4 Vier­zimmerhäuser, Typ III 16 Dreizimmerhänser, Typ IV 16 Dreizimmerhäuwr, Typ V 2 Vier- zimme.rbäuser mit kleinen Läden. Diese schließen den mittleren Platz auf der Schmalseite ab. Zu jedem Haufe gebärt ein doppelgeschossiger Stall von etwa 9 Quadratmetern, der Raum zur Hühner-, Ziegen- und Kaninchenzucht bietet. Die Ställe sind teilweise an die Häuler angeschlossen.

teilweise liegen sie in der Tiefe des Gartens, be) eine durchschnittliche Freifläche von 230 qm hat.

Sämtliche Häulertvven sind so angelegt, bafc sie im Kellergeschoß eine Wafchküchenanlage be­sitzen, bei ter gleichzeitig eine Badeeinnchtun; vorgesehen ist. Die Küche im Erdgeschoß ist in beit meisten Fällen zugleich Wohnküche, .stets bei ten Treizimmerwohnhäusern. Der eigentlich- Küchenteil ist batet mit D^n belegt,., ter Rest gedielt. Neben der Wohiikuchie teuntet sich int Erdgeschoß ein zweiter Wohnraum, wate renb die Schlafzimmer int Otergclchon unter- aebracht sind Die einzelnen Häuter haben eine Grundfläche von etwa 45, 51 und 63 Quadrat- Metern, das Erdgeschoß eine Raumhohe von 2,90 Metern, das Obergeschoß von 2,60 Metern nut Decke Die Häuser find innen praktttch unb bequem eingeteilt. Typ 1 der Fünszimmerhäuser tft röt kinderreiche Familien berechnet. Wer in der Sied­lung wohnt, kann in Hellen, behaglichen Räumen, bei Licht und Sonne, gesunden und wird außer­dem ein recht schmuckes Heim besitzen.

Tie Außen an sicht der Häuser macht einen gediegenem Eindruck. Die Mitt^lgrupven an ter Licher Straße sind so gegliedert, baß btt Eckhäuser den Eingang von der Seite ter ge­winnen. Hierdurch wird ter Gruppenachchluß durch ruhige, nur durch vier große auadratisch- Fenster geglieterte Flächen gebildet, über Denen bas Schieferdach als ruhiges Dreieck lagert. Die da- zwisckienliegemten Häuser fpvingen soweit zurück, daß über bem Erdgeschoß eine schmale Lchte^r- abdachung herlaufen kann, während die Dächer in eine gemeinsame Flucht zusammengefaßt sind. Diese Sckkieferabteckung feiltet bie Ueterdachung ter in ben Wohnzimmern ter Erdgeschosse

Sind in den Eckhäusern die Fenster breiteifig- so zeigt in den Zwischenhäusern die ^Wohnküch« vierteilige Fenster, baneben an kurzer Schrägtvans nach ter zurückspringenben Türe in ein ein­teiliges Fenster und abermals ein kleines Fenstrp chen auf der andern Seite ocr Tür Zum Eingana führen zwei Stufen. Im Obergeschoß sind ie zwei Dreiteilige Fenster nahe an den Dachvorsprunü gerückt. Aehnliche Verhältnisse weist die Hinter­ansicht ter Achthäusergruppe auf. Die übrigen Häusergruppen sind etwas ein'acher und ruhiger gegliedert. Den nicht an der Licher Straße liegen­den fehlt bie tefonocre Dachgliederung der Eck­häuser, sowie bie Schieferabdachung über Dem Erbgeschoß. Die ganze Wandfläche liegt in eiltet Flucht Die Eingangstüre betont jedesmal N( Mittelachse des Einzelhauses und ist durch etnrt fte- -! Ä'etel überhöht. Hi-rdurch wird bic w tcilung der F nster ander ' . Je zwei Fen' erqua' rat! ftp. .. neben der Tür, während ooerhatb dieser eu kleineres Fenster dem Flur des Odergelchoßck Licht gibt.

Vom ästhetischen Standmrnkte ist gegen btt Eiftwürse nichts einzuwenden. Sie werden no<i einen natürlichen Schmuck durch die grünen <5ar- ten und die Bep'lanzung der Wandflächen M Kletterpflanzen erteilen.

Nun heißt es bauen, damit die Häuser utld! Dach kommen und der Wohnungsnot sobald allf möglich abgeholfen wird. Ein Teil der Häu!« soll sofort in Angriff genommen werden, unb zwar soll zuerst die mittlere Gruppe gebaut werden. Dadurch tarnt einem großen Teil der Pächter dll bisherige Grundstück noch zur Benutzung fib«* lassen bleiben. _ ,. , . I

Eine perspektivische Ansicht t® Siedlungsanlage ist im Aushang desGic»! A n z.", Schulstraße 7, ausgestellt. n*. \

Aus und Land.

Gießen, 20. Mai 1919. \

Eine neue Sendung amerikanische- Schweinefleisch.

Von Tarmstadt gebt uns unter dem gestrigen Datum diese frote Vvtsck»aft zu:

Heute firtb wieder sieben Wagen amerna- «isches Schweinefleisch hier eing.ftrosfen. Es wur­den batxnt alsbald w eder vier Wagen, die für Oberhessen bestimmt sind, nach Gießen taeiterbeförtert."

Tie Botsckvaft ist richtig wie wirchurch Anfrage beim Kommnnalverba d Gießen feftflclien konnten.

Es iss! Inur noch, zweifeltest, ob von tem beite begehrten ,,Trichinenzeug" die Gießener diesmal etwas mitbekommen. Vermutlich sollen die bei der letzten Sendung belieferten Gemeinten diesmal bei ter Verteilung aussallen. Bestimmtes ist aber hierüber erst zu sagen, nxmn ter Berteiluugs- schlüssel, ter als (rilbriet von Darmstadt aus unter- weas ist, feier eingetroffen ist. Wir hoffen morgen unseren 'Lesern nähere Mi'teilung über die Art ter Verteilung madxen zu können.

Reue Erhöhung der Strompreise für die Ncberkandanlage.

Ter Provinzialausschuß ter Provinz Ober­hessen teilt mit:

Ten Arbeitern in ten staatlichm Braun-- Kohlengruben und ter Kraftzentrale Wölsersteim, die erneut ganz erfcblidpe Lohn - und andere Forderungen unter Andrvhung vo n S t re i'k für ten Fall ter Nichtbewill gimg gestellt hatten, muß.en sämtliche Forderungen bewilligt werten, um den Streik unter den teutigen Verhältnissen zu verhüten. Ta das straft^ hrrf und bie damit jammen bange ttten Gruben nicht in ter Lage sind, noch derartige Lasten zu tragen, hat ter Staat an die,P r o v i n z als Ab­nehmerin ter elck rischen Energie das Ansinnen ge­stellt, diese Lasten zum g-oßen Teil iu übet- nehmen. Tie Proviyz kann sich demzufolge gefeiüicker Bestimmung nicht entbieten. Tie ihr dadurch aufff'bürbeten Lasten muß sie in Gestalt von Zuschlägen zu ten Strvmv)>^en ten Ab­nehmern ter elektrischen Ucbcrlaitbaitlage weiter verreckimen.

Außerdem aber sind jetzt die Arbeiter ter elektrischen U ebe r l an dan la ge ter P v- vinz selbst mit Lohnsorterungen hervorgetreten, bte teilweise bis 300 Proz ent.und mehr bic bisherige Löh re übeckchri en und die Folterungen ter Gruberarbci'er rock» in ten S-strrtt"n sbl'en. Tiese Forterungm sind für die ProvinTialverwal- tung unerfüllbar: sie hofft jedoch auf eine Ver­starb igurg mit ihren Arbeitern. In jedem Falle müssen die Stromabtiehmer ter eliftrifdicn Heber» lantanlagc vom 1. Mai ab mit ganz erbeb- l ichen Erhöhungen der Strompreise rediinen."

Freiwillige unsere» Bataillons für den Osten.

Wie wir hören, wird am Samstag in ten ISltendstunden ein Transport des Hiesigeft Äeichswchrtetaillons nach tem Balticum ab» iaeben. Es sind alles Leute einer Kompagnie, die sich zusammen mit ihrem Kompagnieführer dort-? hin gemeldet haben, um die deutschen Grmzeir gegen die Bolschewisten und polnische Banden zu schützen- Tie besten Wünsche ter Gießener Ein­wohnerschaft begleiten die Koynpagnie, die poft neuem gewillt .rst, ihr Leben für ihr Vaterland

testen Hamann diesen Forderungen in jeder Weise gerecht meroen: Es ist, um die tetbniicbcn Vorzüge vorauszunehmen, für zentrale Heizun­gen und gute Durchlüftung gesorgt. Die Schorn­steinanlagen sind so, daß sie im First münden. Der Straßenaufwand ist gering und die Entwässe­rung durch W.rtschaftswege günstig burcheeLhrt; bas sind alles nicht zu verkennende Vorteile. Ferner kann durch den Erdaushub der Bauten ber tiefer gelegene Gftändeteil au gefüllt werden, wo­durch eine große Kostenersparnis eintrift.

Das Siedlungsgelände selbst verdeu.l.chen wir durch die beigeiügte kleine Skizze. Es wird ein­gegrenzt durch die Licher Straße, den Schienen- sträng der Oberhessifchen Eisenbahn, ben alten Anneröder Weg unb den Saum des feier be­ginnenden Stadtwaltes, hinter bem die Freilicht­bühne liegt. Das Ge.ande umfaßt etwa 30 000 Quadratmeter und ist von ter Stadt Gießen zu billigem Preise zur Veriügung gestellt worden. Die näh.ren Änzelheiten des Ver ragsabsch!usses sind bereitet im G.esteuer An^iger veröffentlicht.

Tie Form des Geländes bildet etwa ein Kreisviertel, wobei bie Radien durch die Licher Straße unb ben Waldsaum gebildet werden. Bei der Aufteilung des Geländes ist daraus ge­achtet worden, daß jedes der 51 Wohnhäuser stinen eigenen Garten besitzt und möglichst viel Sonne hat. Tem kommt auch zugute, daß die Häuser, die mit einer Front nach Norden liegen,, nur die Tiefe von einem Zimmer besitzen. A" '

Linzusetzen.

Ein Protest de» Gießener Hansabunde» gegen den Gewaltfrieden.

Wie uns heute nritgeteilt wird, hat Die hiesige Ortsgruppe des Hansa-BunDes für Gewerbe, Han­tel und Industrie auf einstimmigen Beschluß tes Vorstandes imb tes Aussichtsrates folgenden tdc» yravhisckstn Protest gegen ten Gewaltsrieden an die Reichsleitung igeridjtet:

Die hiesige Ortsgruppe des Hansa-Buntes er­hebt in schärfster Form Einspruch gegen den Go- toaltfrieten/ den .uns unsere Feinde auferlegen wollen. Für das erivcrbstätige Bürgertum Deutsch­lands ist dieser Frieden unannehmbar. Unsere Wirtschaft unb unsere Kultur wären für absehbare Zeiten iCrftört. Wir bitten bie Reichsleitung den Frieden in dieser Form abzulehnen, jedoch alles zu (unternehmen, um denselben auf andere Basis zu stellen." *

DasAmtsverkündiaungsblattNr. 31 vom 19. Mai enthält: Fortsetzung ter Befeannt- machnng Nr. K 10 über Beschlagnahme, Bestands- Erhebung und Höchstpreise von Lumpen unb neuen Stoffabsällen aller Art. Born 1. März 1919.

** Geheimrat ProfessvrDr. Bruno Sauer, Vertreter ter Archaeoliogie an ter Kieler Universität, ter lange Iatee ter Ludoviexrna <nv ge()ört hatte, ist am 10. Mai unerwartet entschlafen. Gebvrerr 1861 zu Leipzig, hatte er ursprünglich die Laustehn ter Arckntc'kten g?wühlt, ging aber bald zum akatemischm Berufe über. Nach mehr ährigm Reisen in Italien. Griechenland und Kleinasien (18881891) habilitierte er sich 1892 in Gießen für Archaeolag e, wurde 1897 zum außer-ordent­lichen und 1898 zum orteittlidjen Professor unb Direktor tes funüroiffenfd,aftlid>en und arck-a>w- logiscken Instituts ernannt. Auch über die aLi- temisch-en Kreise hinaus fanden seine Vorlesungen eine zahlreiche dankbare Zuhörersckwft. Im Jahre 1909 folg'e er einem Ruse an die Uniterfität Kiel.

Von seinen Veröffentlichungen sind die bekanntetren die über die berühmten Torso von Belvedere und das sogenannte Tteseion in Atl-en. Mit Haupt gab er 1907 zur Jalirhundertfeier der Universität die FestschriftLudoviciana" heraus. Auch an ten Ausgrabungen des Geschichtsvereins hatte er regen Anteil geiwmmen uni) eine Bearbeitung der Kimst- benTmäler des Kreises Gieß.m für das hejfische Tenfmälei-werk vortereiiet. Mit K. Etel zusammen hat er 1895 auch eine Schrift über Kloster Arns­burg zugleich als Führer durch bie dortige Ruine erscheinen lassen.

** Ausgabe von Bückingen. 91bDiens­tag ben 20. Mai erhalten bie Kunden verschiedener Geschäfte je V< Pfund Bückinge zum Preise von 85 Pfennig.

** Die Stadtverordneten-Ver- f a m mlu ngi . hat folgende Stimmterechtigte zu Beisitzern ter Stadtwahlkommifsion gewählt: Rent­ner Theodor Hmibach, Eisendreter Gustav Krüger, Geh. I istizrat Dr. Wolfgang Mittermaier, Kauf­mann sKarl Röhr, Lehrerin Auguste Schneiter- Hoggeumüller, Metzgermeister Friedrich Schreiner. Zum Protokollführer ist Stadtassistent Wilhelm Muhl gewählt.

** Entwendet worden sind in ter Nacht zum 17. Mai ein Fahrrad, Mackke München- Mailand Doctedv. sckMarzen Rahmenten mit g ünen Streifen, Rennsatt?l und Rennlen'kilange, g Ibe Holzfeigen. Bo tere Decke grau, hintere rot. Fa'fti'knummer 163 551. Werk 250 9J2nxT: in ter Nacht zum 18 aus einer verschlossenen Gnrng' zwei Autoreifen. 820 Gummi (Heeresgut). Wert 1600 Mark Zw?rkdienliche Mitteilungen an bie Krimi­nalabteilung erbeten. .

** Ter VortragJesus und die Weltgeschichte" des Predigers R. Rall im Hotel Großherzog versuchte nachzuweisen, daß sämt­liche Vorgänge im Leben ter Völker in der Bibel volherbestimmt unb gedeutet sind.

d o o t", die alte originei.i vcnuiuuv ocuuhu wv , Stadt, wieg e sich in Hoffnungen, denn noch immer ütersah man ja in Deutsch and die Anzeichen ter nabenden Katastrophe. .Niemand ahnte, daß man acht Monate später in starrem Schrecken die un­heimliche Karte vor sich baten würde, in ter uns ter Verband die Frietensbedingungen Funbgibt. Tas ganze iiürdlicheOslPreusten soll a ae rrteti wer­ten, Memel und Heytetrug dazu. Jedes preußische Herz blutet bei dieser Botschaft in zuckendem Schmerz. Ein Blick in Memeler Zeftungen zeigt den furchtbaren Schrecken, ter sich auf bie alte kerndeutsche Ostseestadt gelegt hat.

inell benannte Zeitung ter! Flüchtlinge ansammelten.' Bevor Memel durch! tz^arnifon Teutschlands ein besonderes Band jnei.l oenannce oeiiuiig w-v v. r 9T,'a i>;^ Tf^nrnmnif rum Ic

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i.-fe, drahtete die Memeler in poe.ischer Form '<* U^cknnfl.tz', «ue ch j stets zurück, und wir lesen heute in fLumirtti« f]unb ffr Schmerz die Verszciten: ,Lum Lohn erstand eiifgcn Sieger tes deutschen Reiches W Pracht." Tics galt tem Gedenken an 1870^71 Vom Bodensee bis zum Kurischeii Haff rci(W bic Schwingeri des stolzen deutschm AdlerS. sollen ihm zerbrrlchen werten. Während lauter Protest um Oberschlesien und das SW gebiet, um Danzig und Malmedy erhoben itntP» sei auch .Memcl nicht vergessen, die alte ct' würdige Stadt, bie 1252 durch ten TeutM Orten von Livland aus gegründet wurde. ~L geschäftige Stadt, durch deren Straßen frische luiute wehen, die geweiht ist durch untergeßt«« ©riiinerungcn aus der preußischen Geschichte, u deren Nähe in Jbenhorst noch ein UrW ter streitbare .Elch, haust, bic Stadt nut W t.iorrigen deut schien Bevölkerung und mit nnß I Umgebung von wahrhaft großartiger herber ewj teit. Was auch kommen möge, Memel nnro Herzen deutsch bleiben, es würde, von uns j trennt, nur einen Gedanken haben. Den m Rückkehr zum Baterlande.

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