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S>er^ndlung vor dem Berwaltungsgericht Hin I fang die Verfolgung ihrer Rentenansprüche wurde mm txz Gemeinde omirtolt, dem Ge-1 den MditäroersoraunaSaerichten. di- bei den L

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Ae- * den MUitLrversorgungSgerichten. die bei den Ober-

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rungszulage Drrnx-igrrt. Sd> ieß ich dtt sich dann der neue ®enriitiy.TMt bereit finden lassen, den Gemeindebcamt m 10 $ rotem Teuerungszulage für baf Jahr 1919 zu bewilligen. Dem ÄtnSamt seinen dies zu wenig unD es brachte die Lachen zur

Berlin, 19 »ild Tic 6tin ab^icut. tlflnmyh i|t m ftofrn. Bei Mar rfirfgäng-: aufynx Hfc m die $ kchantung-ahn, iktorrtt btitetl skhritlverte intb rüdgängifl biS sich txi uiumga

,,.^kntenansprache der Kriea-be- schädigten ufro. Die Verordnung vom I. (Vrbt 1919 über Aenderung des BeriahrenS in Militär- oeri'orgungssachen ermöglicht den KriegSbeschä- digten und Krieg-Hinterbliebenen in weitem Um»

ütinifhie, auch die Sch leider reu lind so stark bc- schästigt, daß gar nicht genug Leute berangeschafft merben können Auch pc.s k.'e Stvnotypist.nn.'n wer­den in großer Zahl gesucht 2268 Manner und 491 Frauen beziehen noch in Frankfurt Erwcrbsloseu» uut er stütz uug.

_ Der Dl ff»S tsvs ffJi dem Ärenzgc lyfrn unö dem i tcn Stoff bat de Labe erlebt zum km alten fcuM m4 da« wrbäng Voll unbedingt ui *ktd) aber auch I $u unoeratdene i be;i 3Reni<vn der dieses Luches-

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iimiiiderechivei 50 Pro zerrt intb terrt PoliAndi'enrr in Anbetracht seines außerordentlich jciin gen Grundgehalte- 70 Prozent Teuerungszulage zu bezahlen. Dem Kommunalforstivart wurde dre chm vom Krrisausslchuß gegen den Sillen der dte- nurinde im Jahre 1917 bereits -ugrdUligtze Teuv- rungszulage unter Erhöhung aus Die runde Lumme von 3(X) Mart für dao Jahr 1919 jugcfprodjcn-

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kr. Fran kfurt a. M , 17 Dez. Ter Frank- furter Arbeitsmarkt zeigt dauernd eine Ver­minderung b?r Einoerb'lasigkeil in du meisten Be­rufen, mit Ausnahme der Gaidvirtschaft'amgesbIl­ten und der Sttinmetzc' und Bil>hauer. Die Metall-

KrriS Dctzlar.

Da. De hl ar, 18. Dez Unfrre städtische Gasanstalt siebt sich zu Ein chrSikungen grnötig:.

Krcisansschuß.

9n der Kr-iSausschusFitzimg am 13. Dezember wurden drei Klagen des KreisdirettvrS gegen die Ciemtinbe Nieder-Bessingen verhandelt Trotz vieler Bemühungen des KrriSomts hatte sowohl der alte wie der neue (Semeiliberal den Gemrindeboomten und -bediensteten jegliche Teue-

Sonntag nachnckttag, die zu DoMprrisen stattstu- bct, die letzte des DerkeS ist.

** Deihnachts bäume sind Gegen­stände täglichen Bedarf- Nach Au.kunft d r vollswirtschaiiluhen Abteilung des Reichswi^t- ichaflsministerrumS Berlin iinb Weihnachtsbäume als GegensLnde des täglichen Bedarfs anjuieUtn und unterliegen do her den Bes.i.nmungen'der Be- kannimachungen über Zritungsanzei en, Preis­wucher, Ät.ten.xinbcl u w. Tie Preisprüsungs- stelle ter Provinz Ober seifen ersucht daher die Po- li', ibchör en g-.gen alle bekannt roerxnOen 5a.It von Preis rci^erri usw. umiachfichUich vorzugeh.» und Anzige zu erheben.

** Lund der Ausländsdeutschen E V, Ortsgruppe Gießen Dir Pernri en nochmals aus die heutige Anzeige einer näd/t.m Persamml"ng im Hotel Köhl r Durch den Beschluß des Larrdesverbanres ist nunmehr die Ortsgruppe auch für sämtliche ehern Zioilinterni rte und Aus­ländsdeutsche der Provinz Ol^erhessen zuständig Tie neuen Entschädigungssormulare sollen d.mnächst zur Ausgabe kommen und zwar geschieht des durch Den Bund, der als alleinige Interessenvertretung vom Reiche anerkannt ist Es in baber all.n ehem Zivilinternierten und Auslandoteutichen zum so­fortigen Anschluß an die Ortsgruppe zu raten Das vom Bund imterhaltene NachrirtKenblatt ist durch die Ortsgruppe zu bziehm Alle ipcüert Auskunft durch die Herren K. I Breu r, Alicestr. 25 sowie Erhard Attig, Stephanstr. 42 I.

** Ter Evang. A r b e i t e r ve r e i n blT cnn Montag in der Turnhille am Oswalosganen knte Weihnachtsfeier, beseliend in mu i kolischn Tarlietungm, Gesangsvorträgen, Tira- teraurfübrimoen, Teklama vonen ufro., ab. Tie An­sprache über die Bedeutung des Weih­nacht s s e st e s hält Pßirrer Bechirlsheimer.

Landkreis Gießen.

T Heuchelheim, 16. Ter Ein grösvr.s Treibiagen Hi lten biefer Tage ©icfrrxr Jäger im Lahntal zwischen fil i -Linden und hier ab. Es wurden 24 Dosen zur Streche gebracht.

ks Inheiden, 18. Dez. Der Gemeinde- iagdteilhaber Fr. Wilhelm erlcitc am letzten Samstag einen Fischreiher. Dieser stattliche Vogel mußte sich walnscheinlich hierher verirrt haben, da er sonst nie in unserm Bezirke zu sehen war.

Kreis Büdi-'aen.

* Orten berg, 18. Dez. Am Sonntag vor Weihnachten hell die demokratische Partei «abends um 8 Uhr in der Post eine ösf nlliche Ver­sammlung ab, in der Fi na n z m i n i st e r He n- r i ch aus Darmstadt über .Deutschlands Sorgen, Deutschlands Zukunft" spre- ckien wird. Am 2. Weilmachtsfeiertag Abend veranstaltet der hiesige Turnverein eine Weih- nachtsfei.n, bn der n.ben turnerisch n irtb sonstigen Aufführungen vor allen Tinern ein größeres Theaterstück gediegenen Inhaltes zur Vorführung kommen wird. Die Hauptprobe des Stückes wird am Dienstag vorher als Kindervorstellung gegeben werden.

Kreis Lauterbach.

* Landenhausen, 18. Dez. Völlig über­raschend hat unser an ge ebener Bürgermeister Henkel sein Amt niedergelegt. Gründe sind bis jetzt nicht bekannt. Er besaß das volle 93er- trauen der ganzen Gemeinde imd der Behörde Wie verlautet, findet die Neuwahl am 8. Febr 1923 statt. Die Häl te unserer Gemeinde strahlt schon einige Zeit im Olan.^e des elektrischen Lich­tes, während sich die andere noch mit Petroleum oder SpirituSlicht behelfen muß.

Kreis Schotten.

Q Gedern, 17. Dez. Die Ehefrau des zur Zeit hier wohnhaften und aus Straßburg vertriebenen Eisenbahn-Unb-rassistenten Franz Herzog machte durch Erhängen ihrem Leben ein Ende: sie führte die Tat offenbar in einem Anfall geistiger Umnachtung aus, die sich ihrer infolge des ausgestandenen Flüchtlingselends be­mächtigt hatte. Nach Vollendung der Wieder- herstcllungsarbeiten am Kirchturm wurde nach altem Dachdeckerbrauch der mit Bändern ge­schmückte Turmlmhn im Ort herumgetragen, wo­bei den wackeren Arbeitern reiche Gaben gespen­det wurden. Der Turmhahn wurde dann wieder aus seinen lustigen Besttrnmungsort verbracht. In den Turmknops wurden die alten bei den Ar­beiten ausgefundenen Urkunden wieder eingelegt und eine neue vom Ortspfarrer verfaßte, die Zeit- und Ortsverhäftnisse beschreibende Urkunde hmzugesügt. Weiter brachte man darin nodj unter die gegenwärtia gültigen Lekxmsmittel- und Wirt- schastskarten, sowie ein ver.iegeltes Kästchen mit KricgSgeld mancherlei Art.

KrciS Friedberg. Flnanzminister Senr ch üb r die Finanzlage.

Z. Bad-Nauheim, 17. Dez. In einer von der hiesigen Ortsgruppe der Deutschen demo- kratischen Partei ein berufenen öl' entwichen Ver­sammlung, die Apotheker Heß leitete, sprach heute abend Finanzminister H e n r i ch - Darms adt vor emer ausxrgewöhnlich großen Zuhör^rfchait über Deutschlands Unglück und Deutsch- landS Zukunft". In zweistündiger Rede suchte der Vortragende die Ursache un eres Zu­sammenbruchs und der heutigen Not zu ent- wickeln, um dann zu -eigen, wie nur Arbeit und Einigkeit uns wieder langsam hineinsühren könnte in eine erträglichere Zukunst. Den arößten Raum in den Auslührungen nahm die Etellunimahme zu unserer Finanzlage und den neuen Steuer- gefefcen ein. In der Aussprache meldete sich nur Pros. Dr. Werner-Butzbach »um Wort. In vielen Punkten der sinanzpolitischen Dar- Itellungen erklärte er seine Uebereinstimmunq mit Henrich, zog dann aber einen scharfen Strich Lv'lchen der Auffassung der Deutschnationalen Volkspartei und der demokratischen Partei über bie Ursachen des Zusammenbruchs. Nur die Wiederbelebung des nationalen Gedan­kens könne uns Rettung bringen Die Frage, ob Republik ober Monarchie, sei ihm einerlei; er fordere nur. daß nicht die Partei- tüchtigen, sondern vor allem die Fachtüchtigen in der Regierung vertreten fein müßen, und t»a& die Geschicke Deutschlands nur von Deut- fck^n geleitet werden sollten. - In seinem «chlumvort setzte sich Finanzminister Henrich mit den Ausführungen Dr. Werners auseinan- der und betonte, daß auch die Regierungspar­teien national seien. Finanzminister L>mrich erntete nach Vortrag und SchlusgvoN lebhaften Beifall, ebenso Brot. Werner Tie gan e Ver­sammlung konnte erst nach Mitternacht ge- schlossen werden

Ans Stadt und Catifc.

Gießen, den 19. Dczcmbor 1919.

Der Zugverkehr in der Weihnachtswoche.

An den Weikmachtsfeiertagen bleibt falls «richt in letzter Stunde von zuständiger Stelle eine anderslautende Verfügung ergebt die bisherige Einstellung des Sonntagsvcrkehrs bstehen

Am 20 , 22., 23., 24. und 29. Dezember ver­kehren neben den fahrplanmäßigen ^ürnm auf der Strecke FrankfurtCassel noch zwei Vorzüge zu den Zügen 793 und 794: FrankfurtGießen, Gießen an 3,06 Uhr nachm., GießenFrankfurt, Gießen ab 4,52 Uhr nachmittags

Am 23,24. und 29. Dezember wer dm außer­dem »u den Schnellzügen 1/5 und 176 auf der Strecke FrankfurtGi ßenEss nDuisburg z eei Vorzüge ein»-legt: FrankfurtDuisburg, Gießen an 3.32 Uhr nachm., Gießen ab 3,42 Uhr nachm. ; DuisburgFrankfurt, Gießen an 1,26 Uhr nach­mittags, Gießen ab 1,36 Uhr nachmittags.

Sonntag den 28. Dezember verkehren sämt­liche fabrtckanmäßigen Schn-llzüge (wie an Werk­tagen , so i auf der St eck Fr m ur7 a e zw i Personenzüge: FrankfurtCasel, Gi ßcn an 3,08 Uhr nachm., Gießen ab 3,12 Uhr nachm ; Gaffel Frankfurt, Gießm an 5,12 Uhr ab.irds, Gießen ab 6,27 Uhr abends.

Um bei der noch immer überaus schwierigen Betrieb.'läge, dem starken Mangel an Lokomotiven imd Kohlen die dringendsten Erfordernisse des Güterverkehrs besri-.chigvn zu können, muß auch toäfrrnrb der fr-t>orftebitKen Weihnachtsz it für den Personenverkeln die äußerste Zurückhaltung grübt werden Vor der AuSführurrg aller nicht unbedingt nötigen Reifen muß daher erneut nachdrücklichst ge­warnt werden.

Lcbensmittcl.

** Die Wochenkartofkelmarken 46 biS 63 r 50. Woche w-rden beliefert ba: Carl Löbs^ck. Weft-Anlage. Fritz Rumm ZvzelS- goste Die Marken können bis einfchl^'füich Sonn» abeub den 20. Dezember 1919 ei igelöst werden.

** Bei der städt. Obst- und Gemüse» stelle kommen morsen und foLienbf Tage Gelbe­rüben, Roterüben, Wirfinq und Zwiebeln zum Verkauf. Auch Tafelävel werden noch Pfund- und zentnerweise abgegeben.

Frei bank. S mS aet bet 20. Dez. wer­de» von 13 Ulx die Nrn. 51200 bel ehrt.

t?ei anstaltvngen

Freitag: Neue Aula. 8 Uhr, WeckmachtS- feier d - Truts.chen Jug nd.ui.d»s Üditinrl- hanS,Gebannt und erlöst". LichtspieleDer 6a> Urion".

Vrbeitspsan des LandeSkfeaterS wur^e Fymm btrr- Sflfgt. Von heute auf morgen können wir das iHeater nicht in ein Äulturtbeat-T umwandeln. Man daN auch die f nanzielle Seite nicht überfetm. Der Redner gibt sehr b zeichnen> Zal/len, was die Aufführung eines leichten Stuckes und was die Ausführung eines ernft.m Stückes einträgt. Wtt Ixi ben 6. er offenbar für - ernste Theater Pro­bleme doch nicht das Publikum, wie die h«e,igen Literaturfreunde annehmen Leichte Stücke kön­nen wir nicht entlx-hreu im Siri lplan, nur den Schund müssen wir sernhalten. Ernste auslmrdischc ffunft darf nicht aiisge.ck/altet w.rden. Die Ver­suche, die wir mit Telia uss ührungen im hohen Vogelsberg machten, woll.n wir fort» setzen Ter Redner freut sich, daß man links und rechts in diesen (tulturfragen einig sei

Al»g Vetters (So.;.): Es müßte darauf hingearbeitet werden, daß die Einnahmen und lAusgaben in Einklang gebracht werden müßten. Darmstadt hotte mirrdestens die Häls.'te des Defizits tibentebnvm mfif'en Das Gießener Theater ist dadurch, daß es auch in Bad-Nauheim spiil c. ohne Zuschüsse ausg> kommen F-tzt will die Re- merung die einfWlicken Lp retterworführungen in Bad-Nauheim d m Landestl.eater in Darmstadt zu- K«inzen Ich bitte, nicht das Gießener TI>eater, s für Obenh.'sfen dasselbe ist, wie das Mainzer für Rheinhessen und das Darmstädter für Starken­burg, zu schädigen, sonst müßten wir auch das da­durch enlstvhende Defizit des Gießener Theaters ^übernehmen.

in>l Loos Cßem ) freut sich, daß die Un- ficherheit beseitigt wurde, die dem Ifratcrbctricb »licht günsdg Ivar Die Frage der Eintrittsp ei c muß auch vorn sozialen Gesichtspunkt betrachtet tterben, es muß ein Volksttfeater w^-rden.

Abg. Münzer (D. Dpt): Wie die Wissen­schaft in der Universität, trr Techn. Hochschule und dem Larrd smus um ihre Bildungsstätte Hit, so muß eS die fihmü im Land^stheater be itzen Und unser Landestheater ist eine solche Bildungsstätte. Gegen die leichte Muse darf der Herr Präsident des Lan­des bi ldnngsamts keine zu scharfe Zensur mtsüben Mein Freund Dorsch braucht keine Angst vor den kurzen Röckch-n des Balletts zu haben, die Röcke der oberhessischen Mädchen sind noch kür'er Ich bin überzeugt, daß mit größerer Sparsamkeit die (tfrito künstlerischen Leistungen erzielt wer­den können.

Abg. Eißnert lSoz): Denn der Zitschetß für das Landestheater dauernd gewährleistet wer­den soll, muß es auch für andere Städte fruchtbar gemacht werden, daß die hiesigen Künstler auch in anberen Städten auftreten.

Präsident Adelung bittet die Redner, sich kurz zu faffen eS wurde heute ein Pimkt er­ledigt, 86 Whm noch ans der Tagesvrdnu'ur.

Abg Knoll ffltr.) fordert vvl sbildende Stücke. Das flache Land versiebt solche hoben fflutyaben für daDarmstädter Tbeater nicht. Der Betrag der Stadt Darmstadt müßte höher fein

Es sprechen noch die Abgg. Schorn sZtr.l, Fenchel lH V.) unb Dorsch (6.8 ). Die beiden letzteren begründen ihre Ablelmung noch einmal damit, daß der Betrag für drei Jahre bewilligt werden fülle. Su lange sich zu binden, tonnten fie nicht verantworten Die Debatte artet schließlich in eine Art Karnevalssitzung aus, gegen die die Glocke des Präsidenten machtlos ist. 'Die Regierungsvorlage betr. des Landestheaters und der Zuscknitz an das Mainzer Theater werden argen die Stimmen der Abg. Fenchel und Dorsch angenommen.

Bezüglich einer Vorstellung der Gewerk­schaft deutscher Eisenbahner und Be­diensteten betr A n s b b n a Srr Hun"er- blockade ulw., feri er bezüglich einer Vorstellung deS R h e i n he s s i s che n i c 0 u a n b (e r i> c r » «in- betr. Mns;na Innen zur Bekömpfung deS Schleichhandels werden die Vorschläge deS Ausschusses ohne Debatte einstimmig ange­nommen (Schluß der Sitzung 1 Uhr.)

£)od>fcbitlimcbricbten,

0 Marburg, 18 De, Der ordemliche 8rt>- feffor der romanifdx-n Philologie, Dr. Eduard Dechßler, Hal den an ihn ergangenen Rus als Nachfolger Morst an die UmixDÜät Berlin an­genommen. Der Gclhrte kam im Frühjahr 19ül von Halle aus nach Marburg.

Turnen.

«C- Turnverein von 18 46. Al- mit der Demob.lmockzung unR-re Turner wieder Einzug dielten, ba fanbe-t ite die Turnhalle in trostlosem Zustande vor Turivvart Erd unb der Re t der Viten 8ortumerfd)aft Haden uiu-nn üblut) gc- arVrii.l. so daß am 9. Marz di« erste Turrismude odrehalten werden konnte. Ü4 Turner traten an. Jede Turnstunde bruchte neue Annieldungen, und in kurzer Zeit wurde wieder in G R».gen geturnt Die SxUülerattviiung zah.t heute 82 Turner Auch das Frauenturnen und die FeclKriege lebten wieder auf. von allen beschickten iSklturncn wurden Siege mit brimgdxradi

= Bad-Nauheim. 16. De» Der tre> sige Männerturnverein Vielt gestern ein Schülenvettumen ab, an dem sich 26 VoU'stthüter der Scbülcrrügt des B.reiiiS betrili ,tvn. To? aus einem Achlkampl bestehende Wettumen wur.e unter Leitung von Tunnoart Wack durch mufterbait auS- gtiülmc Freiübungen eii gcUntft. 20 Schüler tonn

provlnztalaurschntz.

Gießen, 18. Dezember 1919.

In der öffentlichen Sitzimg vom 17. Dezember 1919 wurden 2 BerwcldingSstreitsachen verbanSat.

1. D i e Gemeiuderatswabk Södel, Kreid Friedberg Ge en bic Wall M 0>e- meinderatS am 15. Juni 1919 in Söd.l erhoben Phil. Fischer intb zwei andere Persons Einspruch, weil die Dahl in unlaiihrer Weise d.ei»stußt wor­den sei. Der Kveisdirektor des Kreises Friedberg sah keine Vi'ranlassu'ng aut Grund der von den Rr- fiamanten geschilderten Vorgänge, die Wahl zu be­anstanden. In der müidlich.n Verlandlung vom 8. September 191!) vor dem Kreisansschuß zu Frjedlerg sand Semeiderbebung statt. D,r Kreis- ansschnß konnte al»er ebenfalls keinen Grund iin- beu, den erhobenen Eiuwendung.n we'er in for­meller Noch in materie.ler B ziehu^g flatjugelen und wies die Reklamatton unter Verurtzrilung der Yfemeinde zu den Stoiten des VeNahrims. zurück. Gegen daS Urteil verfolgten die Re Kamariten Be­rufung an den Provinzialausschuß.

In der heutigen Verlmndlung führte der als Beistand der Berufungs.läger erschienene Pattei- lefretär Bruno Wittig aus Butzbach u. a. folgen­des aus:

Es sei bei der GemeinderatSwahl in Södel von Anfang an beschlossen gewesen, zur Wahrung des Friedens in der Gemeinde nur eine gemein- schastliche Vorsck»<agS iste ci tjureidjen. Durch das Vorgelien der Bauern sei aber ii letzter Stunde ein Dahlvorschlag zustande getommen, der nur den Bauern und Bürgerlidien zukagte. Solche Handlungsweise sei morali ch zu terroerfen, nxil dadurch nicht der Voltswil e bei t-er Gcnuind - catswall zum Ausdruck ltätte kommen Kn nm, der größte Teil der Wähler sei auch d-mzusolge der Wahlurne fern geblieben. Auch sei cd noch recht fraglich, ob der Wahlvorfchag rechtzeittg eingereichi worden sei, wenn ihn der Bürger­meister erst nachts um 11 Uhr erl-alten habe, oÄo zu einer Zeit, in der von Dienststunden nicht mehr ^ie Rede sein Kurie. Die Reck-tsprechung müfle in dieser Beziehung unb.dinrt Austlärimg bringeri, denn über das Dal.krerfahren habe bc- kanntlich in beit Okmcinben anf-mgs große Un­klarheit geherrscht. Nach ben Vorgängen bei der GemcinderatSwabl in Södel fei es of >mficht!ich, daß die Wahl in unlauterer Weise boi.f ußt wor­den sei, dos Urteil des KreiSausfchus es zu Fried­berg sei daher aufzuheben und die Dahl für un­gültig zu erklären.

Der VrovinzialauSsckmß wieS die Berustmg der Kläger zurück unter Verurteilung berfe-bm in die Stoßen des B<ntiabrens.

2 5klage de- Job. Jakob Michel in lklein-rkarben gegen ben Kre i Sbi re k- tor beS streileS Friebberg out Authe- bungeineS Polizeibefehls Nachdem der Kläger intb ber alS AuskunstSperfon ge adene Bou- lefrelär Sckrilv aus Frü-dbera oebört worden waren und ber Wäger über feine Pflichten Nochmals k- lehrt worden war, nahm er seine Wage zurück.

üben. Die GkffirNnmg wird aut die Stunden von 58 Uhr morgens und 59 Uchr abbends be­schränkt. Das tit bei anders für viele Haushal­tungen, namentlich solche, die aui Gas zum Lock-en angewiesen jütd, sehr unangenchm, aber nicht zu ändern.

Hkisen-Nassaa.

Eine reut Schicberra^zia.

Frankfurt a. M, 18. Tez Die Wrimi» nalvvlizei bob in der letzten Nacht von 12'/, Uhr bis gegen 4 U.'n in um a enden S.rei en gemein- fam mit der R- ichswe-tx etwa 20 Der bekanntesten Nachtlokale, Tvelen und Kabaret.s auS. Der Er'olg mtsprach een Erwartungen. In fast allen Lokalen ioaf man tin reiches, ott allzu reichen Nachtleben an. So überraschte man nachts 1 Uhr im EUo- vado-Palast m hr als 203 P^r on n, dir bei g äu­gender Beleuch ung vor den Settkübeln saßen: stn fitiitoUpnlaft überrasch e man 60 Pertonen. Insgesamt nruiYen aus allen Lokalen mehr ab 450 Pertonen den nächtlichen Gan i i ts ^lizet- «'efäi-fltiU an treten. n>; ihre Pertowilien seslgestelt wurevn. Rund 40 Sät eben, m i je; d Kvn o i in­nen, Ur sich in Gesell ick» st ausHndi scher Schieber h.-fan'm, und 20 iner blieben t il»f i rt. D Iche- Rie-lCniummen in bt ien Animierkneipen allnächtlich verludert werden, davon ein Beispiel: Ei > Gast Ua:te in der Fledermaus allein 12 0 0 Ptark Zeche gemacht und dem Kellner 1230 Mk IrinfgilD beschert. Gehören tolrfx Leute nicht ins Irrenhaus ? Gegen die Gefchäitssühre-r der über­raschten Betriebe nrirb nri: der größten Schärfe vorg-gangen. Wi- wir hören, steht ixe p lizeiliche 5d)lk-timg deS Eldoraio-Palastes unmittelbar bevor.

Postscheckamt Tarmffaöt oder Coss:!?

kr. Frankfurt a. M., 17 Dez. In den Krei en d r Obrvostd r ktion schurben augmilcklich Beratmigen, ob es nicht ratsam sei, eine Teilung des Frcmksurter Postschckamiei vorzunelmien, bei- fen Arbeit eine außerorbentlich um sangreiche' ge- worbm ist. Man benh an bie Errichtung eines neuen Postscheckamtes in Cassel, anbere Per­ton m schlagen auch D a r m st a b t für ben Bereich bes ehemaligen Großherzogtums Heilen vor. Je­doch hat Cassel jedenfalls mehr Aussichten, wie das nahe bei Frankfurt gelegene Darmstadt.

Zeichen ö:r Zeit.

fr. Frankfurt a. M., 17. Dez. An der Zivilkammer des Landgerichts und Oberlandes' gcridits standen am Dtontagnur" 75 Termine in El-cscheidungen an.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt atler unter dieser Rubrik stehen den Artikel übernimmt die Redaktion Dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Linoe.iattee der Hochstraste.

Münster, 18. Dezemb r 1919.

Von Grün berg nach dem Hessenbrückondamm« führt die allbekannte Hochstraße, ivelche mit einer prachtvollen Lindenallee bepflanzt ist. Die Straße wanderte schon Luther, als er nach dem Reich'tag »u WormS ginn Am Sonntag den 14 b. M fand nun eine Versammlung aut Ein­ladung des Herrn fRcdjner Schi!,in wr-Oueckborn im Gastt»uS zum HesjlMdrückeuhammer statt, $n> ckS Beseitigung Der praditvollen Lindenallee an der Lodritraße: Beteiligte halten sich einaesunden auS Ouedborn, Lauter, Wettcrield unv Münflrr Herr Sd>iüingcr sührle bie 'Nachteile an, welche Die Lindenallee brächte, es würden dadurch ungefähr 25 Morgen Land gcfd>äbigt, auf benen man nichts eniterr konnte. So schlimm ist der Schaden Doch nicht, denn die Einsender sind selbst Besitzer an bet Strobe. Die Allee hat auch ihre Vorteile. Im Sommer hat bet Bauer, ber dort artvitet, bei idxuerem Regen für sich und sein Vieh einen l'doncn Unterhalt, und wenn die Sonne hoch swht. freut man sich, memt man feine Mahlzeit unter den schattigen Bäumen eiimehmen kann. So geht es auch einem jeden Wanderer, sei es ein Auto- sohrer, Fichnverk, Radfahrer ober Fußgänger, rin lebcr ireut sich, ivenn er im Gvmma btz 9ui<-r r%- veidjt hat, besonder- wenn die tiinDen blühen In der Gemarkung Münster jwird ieM durch die öelbbcrriniguny ein Weg läng- Der Allee gelegt, wodurch der Schaden auägcglidxm ist: da- btV.te Quecklwm auch tun tollen In Lauter unb Deller» felb wirb bie Feldb^-reinigung auch eirtmal Km- men. Hoffentlich trägt ba-3 Eingesandt dazu bei, baß bie Behörben bie Sadr erst prüfen, ehe man ben Bäumen bie Az4 au bie Wurzel legt

Dcrmifcbfcf.

Sturm im Atlantischen Ozean.

* Neu York, 18. Dez. (Wolfs.) Der furcht­bare Sturm, der | mehr als einer Woche im Norden deS Atlantischen OieanS wütet, hat die Kobel zerrissen und die Schifsahrt erheblich berinträdjiigt Im Hasen von Neunork werden mehr als 100 Schisse erwartet, bie Verspätungen von 3 bis 10 Tagen haben 15 bieser Schiffe finh mit ungefähr 20000 Pafsagieren untmoa^.

AnS »cm rlmtsvcrkündiftnngsblatt.

* TaS AmtSverkünbigungSblatt Nr 137 vorn 18. Dezember enthält: Verordnung betreffend Abänderung der Verordnung über Die Freimachuna von Arbeitsstellen während ber Zeit ber wirkichaitlichen Demobilmachung vom 28 März 1919 (ReichS-Gesetzbl. S. 355). Vom t Dezem­ber 1919. Bekanntmachung zu der Verordnung über die Verwendung des MehrerlöfeS auS Den bauten von Schlachtvieh unb Schlachtp erden vom 26. November 1919 (Reick)4-Gesevbl. S 1903). Oeffentliche Sammlungen ui Wohl ahrt-- zwecken. Durch Sperlinge verursachte Schäden. Einreisegenehmigung in das von Polen be­setzte Gebiet. Die Dersolgung Der fRcntenan- smüche der Kriegsbeschädigten und Kriegshinter­bliebenen vor den Militärversorgung-gerich:en. Erledigung von Anträgen heimgekehrt-er Kriegs­gefangener. Gesundheitliche Ueberwachvng der zurückgekehrten Krieg-gefangenen und Rückwan­derer. Schafräude ;u Mainzlar

Mehrerlös au- den Häuten von Schlachtvieh und Schlachtp f erden Für die Zeit vom 15. Dezember 1919 bis »um 18. Ja­nuar 1920 werden einschließlich folgenbe Sätze als Häulczuschlag, der an den Tierhalter in be­zahlen ist, für den Zentner Lebendgewicht iest- gesetzt: für Rinder, auS benommen Kälber, 48 Mk., für Kälber 87 Mk.. für Schafe 54 Mk., für Vierde emfck»ließlich Fohlen, Eiet, Mauttiere und Maulesel 33 Mk.

Durch Sperlinge verursachte Schä­den. Da von den Landwirten Klagen über die durch die Sperlinge verursachten Schäden vorge- brachr worden sind, macht das KrriSamt aut daS Kreisblatt Nr. 97 vom 13. August 1918 auf­merksam. in dem Abschuß und Ausbeben der Nester durch geeignete Personen nebst Ge- Währung einer Prämie für bie Vertilgung emp­fohlen wurde.

Die Einreisegenehmigung in da­von Polen besetzte Gebiet wird durch daS KreiSomt erteilt.

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