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gefährlichen Charakter der Krank-

Turnen

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Siegen, 18. Sept. IN dem Städtchen Eversberg treten seit einigen Wochen die Pocken auf. Der Seuche, die zunächst nicht als echte Pocken erkannt wurden, fielen bereits mehrere Personen zum Opfer. Erst als jetzt ein aus­wärtiger Arzt, der Don der Regierung Jbie Stadt aufsuchte, den gefährlichen Charakter der Krank-

** Albach, 18. Sept. Bei dem am letzten Sonntag veranstalteten Wetturnen des Lahn- Dünsberg-Turn er Hundes auf dem Altenberg w toten folgende Turner des hiesigen Turnvereins Sieger: Otto Wehrnm mit 61 Punkten 13., Wtth. Langsdorf mit 58 P. 16., Ludwig Langsdorf mit 55 P. 19., Otto Balfer mit 62 P. 22., Heinrich Lanj mit 46 P. 28. In der Zöglingsabteilung <

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Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik tehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Vorgänge im Gießener Stadtparlament.

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«ui beit Jitntn aus ena, Mifbau tätig M M Bahnhof ' iuesmal toiebei bie mig dnmkehrendcn gleitete. Am gwfen Volks- * Empfangs^-, und Zivilge- Oberbürger. e Begrühungsan- L Mitglied des M der üblichm durch Tamm des Zug, geleitet Von angsloger in Bk- levülfenntg hnz. > ganz besonders uf der Durch« isport mit 1000 in Tefangmfchait tu abtnb ton 11 it Midi dm Ci?« mrch vaterlänM ttsmusik verkill?: pflegt warm, fuhr chfeld toeiter. alnachrichtei. Nmtssch in um &eriiftäx.

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Gicht u. Podagra, Blasen- u.Nierenleiden, vttgl.il Steine in Nieren und Blase, Gallensteine, Eiweißabgang, Zuckerkrankbeit, nervöse Magen­leiden, Grippe u. alle Arten Katarrhe trinkt man Heilquelle KarlSsprudel, nahe der Selter- sergrenze, Biskirchen 14, Fernruf Nr. 1. l630üv

Garbenteich, 18. Sept. Wer die Streck GießenGelnhausen oft fährt, wird die Beobach­tung machen, daß gerade auf der Station Gar- benteich, wie dies auf allen in der Nähe der Stadt liegenden Stationen der Fall ist, ein sehr reger Personenverkehr herrscht. Demgegenüber aßt aber die Beleuchtung dreies Bahnhofes irnb einer Bahnhofsräume viel zu wünschen übrig, ja sie ist sogar eine jämmerliche zu nennen. Sehr ost kommt es dem Schalterbeamten vor, daß er mangels Beleuchtung die richtige Fahrkarte nicht intet, oder sein Papiergeld erkennen kann. Ter Postbote muß .in der Dunkelheit oft am Zug hin- und herspringen, um den Postwagen zu finden, und nicht selten mußte fdjiim dieser ihm entfal­lende Postbriese mit Mühe wieder suchen. Fremde Fahrgäste machen ost beim Aussteigen mit der an­grenzenden Nadelholzheck Bekanntschaft, weil sie ich in der Finsternis nicht zurecht finden. Dem Uebelstand wäre durch Anschluß an die Heber-

landzentrale leicht abzuhelfen.

Airchttche Nachrichten.

Israel. Religivnsgemeinde. Gttteö- dienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, 20. Sept. 1919. Vorabend: 6 Ufa. Morgens: 8.30. Abends: 6.35 u. 7.15.

Israel. Religions-Gesellschaft. Sabbatseier den 20. Sept. 1919. Freitag abend: 6.00. Samstag vormittag: 8.00. Nachmittag: 4.00. Sabbatausgang: 7.15. Wochengottes­dienst: Samstag u. Mittwoch morgens 5.00, an den übrigen Tagen 5.15; atente 5 30.

Wilhelm Wagne r und Ludwig W eber mit je 59 Punkten den 9., Philipp W a gne r mit 53 P. wn 15. und Karl Stumpf mit 40 P. den 28. Preis.

,__** Klein-Linden, 18. Sept. Sonntag

Ach 21. September hält der Turn-Verein Klein- r.mden aus Anlaß seines 30jährigen Bestehens 'em Abturnen ab. Bei dem Brzirkswett- turnen in Grünberg erhielten in der Unterstufe die Turner PH. Germer, Hugo Germer, Karl Volk, vemr. Lang und Heinr. Weiters Hausen, in der ZöOlükgs-Untcrstufe die Zöglinge August Rinn und Mohr Preise. Ebenfalls konnten auch die zum Gauwetturnen entsandten Turner Hugo Germ.'r, Richard Germer, Karl Volk, Heinrich Lang und Heinrich Weitershausen als Sieger heim kehren.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

m ** Tas Amtsverkündigungsblatt 90 vom 18. September enthalt: Verordnung irter die Cnteig'mmg und vorläuftge Sicherstellung von Betriebsstoffen. Tie Wahlen zum Kreistag .Dresses Gießen.i Die Kriegsanleihen. Aussührung des Rcichsviehseuchjengesetzes vom 26. Ium 1909; hier: Crneimung der Schätzer. Auszahlung der Gchalts- usw. Bezüge. Kreis- vermmmlung über dieAufgaben und die Ausge­staltung des Volksbildungswesens in Hessen". Ged-enlblatt für die im Welttrieg für das Vater- . Verbrauchsregelung ter in dre öffentliche Bewirtschttstung genommenen Nähr- mittel; hier: Bestellung von Nährmitteln. Tie Beitreibung der Gememdegefalle. Feldbereini- gung in der Gemarkung Großen-Linden (Kreis Gießen).

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6iofl. Tiefer Descklluß war eine innere Ang-legen- heit der etabt Gießen. Wer aber waren die Te^ monstranten? Ein großer Teil Leute aus ten Nachbargcmeinden, und nicht nur solche, die hier arbeiten, sondern viele, die besonders zu diesem! Zwecke nach! Gießen gekommen .varen. In die Wirkung ter Worte der beiten Redner auf Os- waldsgarten, die die Versammlung zur Ruhe mahn- ten, konnte jeder Zweifel setzen, ter die nur schlecht oder gar nicht organisierten Arbeiter femit. Ties gilt .insbesondere in Bezug auf die Gewerk­schaften. Diese sind fester gefügt als die poli- tischen Organisationen. Nicht erst seit den Nv- vembertagen, sondern schon lange torljeu macht sich aus Seiten der überradikalen Elemente das Bestreben geltend, die Gewerkschaften von der all­gemeinen Arbeiterbewegung auszuschalten, sie als, überlebt und abgewirtschaftet zu betrachten und ihre MitgliÄxr in den allgemeinen Strudel hinein-, zustoßen. Tas ist bedauerlich Die Gewerkschaften sollen neutral sein und es jedem ihrer Mitglieder überlassen, sich politisch zu betätigen, wie es seiner Gesinnung entspricht. Die durch jahrelange Ge­werkschaftsarbeit geschulten Arbetter sind für Put­sch, wie wir einen solchen am Montag erlebt, in der Mehrzahl nicht zu haben. Ich bezweifle sehr, daß die Hauptschreier des Tages, die die Stadt­verordnetenversammlung störten, Dnohwvrte aus­stießen usw., Gewerkschaftler waren. Gegen den Zug nach dem Stadthaus und Ueberreichiung ter Protestresolution durch eine Abordnung wäre nicht- einzmvenden, aber was dann folgte, war der Arbeiterschaft unwürdig. Wenn man in -Zukunft wieder etwas derartiges veranstaltet, und ter Erfolg" von Montag läßt darauf schließen, daß es geschieht, so scheite man das Gewerkschafts­kartell aus. Die Gewerkschaftler, die es ehrlich mit ihrer Organisation meinen, sollten gegen deren Hineinziehung in diese Art von Bewegung pro­testieren, sonst geht das Ansehen, das sie im all­gemeinen (ausgenommen bei den Hyperradikalen) nwch genießen, verloren. Ihre ultima ratio mag ter Streik bleiben, aber Drohung mit Totschlag und Verwüstung nie.

Ein alter (vrelleicht ältester) Gewerkschaftler.

=»= Fran kfurt a. M., 18. Sept. Tas fdimere Gewitter, das in der 9!acht zum Mittwoch! in ter Mainebene nieterging, hat ver- schiedentlichen Brandschaden verursachst. In Hor­nau und Seulberg brannten je eine Scheune infolge Blitzschlages nieder.

Frankfurt a. M., 18. Sept. Auf einem Ackergrundstück ter Adickes-Allee wurde der Leicheneinsteller Wächter, Nordendstr. 8, bei ter Bewachung ter Feldfrüchte von zwei Männern, die er beim Diebstahl überraschte, angeschossen und so schwer verletzt, daß er im M ar ien kranken - haus seinen Verletzungen erlag. Ein Freund des Wachster wurde Lurch einen Schuß in die Beine erheblich verletzt. Als Täter wurden ein Arbeiter und ein Händler ermittelt und verhaftet. Ein dritter Täter ist noch nicht ermittelt.

= Frankfurt a. M., 18. Sept Regie- runßärat Co ßma nn-Kassel wurde zum Re- grerrmgspräsrtenterl in Frankfurt a. M. ernannt, jiamit geht ein langgehegter Wunsch Frankfurts nach Unabhängigkeit in verwaltungstechnischer Na­tur ^von Wiesbaden in (Erfüllung. Regierrmgsi präsitent Coßmann war früher Bürgermeister van Mühlhausen i. E.

Frankfurt a. M., 18. Sept. DemJe- uitenvrden wurde von der Stadtverwaltung die Genehmigung zu einer Niederlassung in Frünto furt erteilt.

= Frankfurt a. M., 18. Sept. Die Zahl der Arbeitslosen ist von 13 000 im Frühjahr auf 5000 im Herbst zurückgegnngen. Unter dieser Zahl befinden sich 1200 weiblich: und 1100 kaus- mänische und technische Angestellte. Bon dm zurückkehrenten 7000 Frankfurter Kriegsgefange­nen verspricht man sich, keine wesentliche Berin-- lussung des Arbeitsmarktes.

X. Hanau, 19. Sept. Der in Kassel unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters a. D. Dr. Gebeschus-Hanau zusammengetretene Landes- ausschuß für den Regierungsbezirk Kassel hat zu den Kosten der ersten Einrichtung der in Hanau, Frankenberg und Kirchhain zu errichtenden neuen) landwirtschaftlichen Winterschulen eine einmalige außerordentliche Beihilfe von je 2500 Mk., zu- antmen 7500 Mk., bewilligt. Ter ter Landwirt- chaftskammer für den Regiermrgsbezirk Kassel zur InterhaltunA der landwirtschaftlichen Winterschulen bisher gewährte Bedürfniszuschuß von jährlich 19 500 Mk. aus Mitteln des Bezistksverbandes ist vom Landesaüsschiusie für jede ter neu zu erricht lenden drei.Minterschnlen um 1950 Mk. erhöht irorten.

Landkreis Kletzen.

U Lang-Göns, 19. Sept. Hier versagt äast j-cten Abend die elektrisch: Lichtleitung um ibic Zeit, wo der Landwirt daS Füttern und Mel- b.m des Viehs besorgt. Jetzt, bei der beginnenden Kartoffelernte, wo bei den kürzer wertenden Tagen bis in die Nacht auf dem Acker gearbeitet wird, tft es unmöglich, diese ohne Licht in den Keller i11 J^affen ober an ter Bahn zu verladen und nachher noch in den Ställen zu arbeiten, wenn fein unterer Lichtersatz vorhanden ist. Es wäre 1-chr angebracht, daß diesem liebel ab geholfen wird. , r- Leihgestern, 17. Sept. Gestern gelangte daS dem Kreis Gießen gehörige Obst an der Wraße GießenLeihesternLang-Göns zur 93 er» Weigerung. Zahlreiche Steigerer von hier und auswärts waren erschienen. Dementsprechend wur­den auch außerordentlich hohe Preise gezahlt, die zum größten Teil in keinem Verhältnis sowohl zur Quantität als auch zur Qualität des Obstes ilanden Zum größten Teil handelt es sich um den Rheinischen Bonapfel, der gerade in diesem Jahre .Kiner Entwicklung viel zu wünschen übrig liefe Im übrigen wurde vielfach die Ansicht ver­treten, daß der Zeitpunkt für ö«ie Aberntung gerate dieser Obstsorte um mindestens 14 Tage früh sei. Hierorts nimmt die Kar­toffelernte allmählich ihren Anfang. Im ^gensatz zu anderen Jahren ist diesesmal kaum «me Mittel ernte zu erwarten, da die Reben nicht Itan befangen und die Kartoffeln auch nicht Konters entwickelt sind. Es ist dies auf die seit Nonaten anfaltcnbc Trockenheit zurückzuführen, Siimal auch die Gewitterregen in diesem Jahre

Tie Veranstaltung deS Dem^onstrativns- zuges nach dem Stadt hause am vergan­genen Montag hat zu bedauerlichen Ausschreitun­gen geführt,' deren schlimmste Form nur dadurch vermieden wurde, daß die Stadtvervrdnetenver^

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Enteignung und vorläufige Si­che r st e l l un g vo n B e t r ie bs sto ff en. Rah- benzole, einschließlich ter benzolfaltigen Borerzeug- 1 nilse der Gasanstalten; Leichtöle aus ter Stein- 1 kahlen- und Braunkohlenteertesttllattan; die bet ter weiteren Ausarbeitung dieser Rohbenzale und ' Leichtöle entflefanben benzolartigen Körper, die bei ter Testtllatton bei 760 Millimeter Baramet er­stand bis 200 Grad Celsius mintestens 90 vom Hundert Testillat ergeben, z. Benzolvarlauf, Benzol, Xylol, Lösungsbenzole und sogenanntes Schwerbenzol; alle sonstigen benzol- und ben­zinartigen Körper, die aus Prozessen ter Destil­lation, ter pyvogenen Zersetzung, ter Truckrwär- mung, ter TrucLesttllation i^>er der Wasserstoff- ad ditto n von Kohle, Kohleerzeugnissen, Mineral­ölen oder Mineralölerzeuynissen stammen ober aus Erdgas hergestellt sind, hinsichtlich deren gegen die Beschlagnahme-, Höchstpreis-, Verteilungsvorschrif­ten und sonsttgen einschlägigen Bestimmungen ver­stoßen wird, können von ter Betriebsstofsabteilung der Mineralölversorgungsgesellschaft m. b. H. ent­eignet werden.

Tie Wahlen znm Kreistag des Kreises Gießen. Nachdem ter Kreisausschuß des Kreises Gießen die, Kreistagswalstm geprüft und nicht beanstantet hat, werten hiermit nach­stehende Personen als gewählt erklärt: Bausch, Heinrich, Metzgermeister und Landwirt, Grünberg: Becker, Jakob, Landwirt und Küfermeister, Kessel­bach: Beckmann, Georg, Krankenkassenangestellter, Gießen: Benner, Joh. Karl, Güterbodenarbeiter, Wieieck: Sommtr§faim/ Friedrich, Landwirt, Längsten: Dörr, Ludwig, Landwirt, Queckboni: Fenchel, Wilhelm, Landwirt, Ober-Hörgern; Gott- mann, Heinrich, Landwirt, Gießen; Haas, Lud­wig II., Zigarrenfabrikant, Steinberg; Hirz, Jo­hannes IX., Mühlenbesitzer, Watzenborn-Stein­berg; Hornberger, Paul, Rechtsanwalt, Gießen; Hilter, Märianne, Hausfrau, Gießen; Koller, Karl, Oberbürgermeister, Gießen; Lindemann, Gustav, Ingenieur, Gießen; Lintenstruth, Ludwig, Sager» hallerarbeiter, Heuchelheim; Müller, Gg. Fri.'dr., Bürgermeister, Vellersfaim; Müller, Otto, Unter» assistent, Reiskirchen; Ranft, Kaspar, Bürger­meister, Grünberg; Rohrbach, .Heinrich VIII., Schlosser, Lollar; Rolshausen, Johs., Schreiner- meister, Allendorf a. d. Lda.; Rompf, Wilhelm Anton, Landwirt und Altbürgxrmeister, Lang- Göns; Rudloff, Heinrich, Laute und Gastwirt, Trais-Horlofj; Sack, Ernst Ludwig, Metzgermeister, Gießen; Schieferstein, Hermcrnn, Fabrikant, Sich; Schilling, Willi, Installateur, Lollar- Schirmer, Heinriche, Fabrikant, Gießen; Schmidt, Ludwig III., Taglöhner, Heuchelheim; Schudt, Ricfard, Land­gerichtsrat, Gießen; Weißgerber, Otto, Oberlehrer, Gießen; Wetz, Heinrich II., Bürgermeister, Holz­heim.

Bestellung von Nährmitteln für die Landgemeinden des Kreises. Es ollen ausgegeben werten: 1. für brotgetreide­versorgungsberechtigte Kinder bis zu 12 Jahren (rote Karte): auf die Marken ter Nährmittel­karte B Nr. 53 Haferflocken und Teigwaren, Nr. 54 Erbsen zum ungefähren Preis von 1,25 Mk. das Pfund, Nr. 55 Kunsthonig; 2. für die übrige brot- getreideversorgungsberechttgte Bevölkerung (blaue Karte): auf die Marken der Nährmittelkarte C Nr. 64 Erbsen zum ungefähren Preis von 1,25 Mk. das Pfund, Nr. 65 Kunsthonig. Die Menge wird päter bekanntgegeben. Wer die auf ihn entfallende Ware zil beziehen wünscht, hat unter Vorlegung einer Karte bei einem Kleinhändler feines Wohn­ortes bis zum 25. September l. I. eine Bestel­lung aufzugeben.

Kett, Jo vosten biefeCbeit insgesamt 333 Mk. oder nahezu 221A Pf. das Gespräch. Zahlt man statt 'Grund-- und Gesprächsgebühr Pauschsatz, so kostet 6er Anschluß jetzt 353 Mk. Man würde also bei rund 1650 Gesprächen im Jahr gleichteuer fahren, «ls wenn man Grund- und Gesprächsgebühr zahlte. Bei mehr als 1700 Gesprächen im Jal-r ermäßigen sich, die Kosten des einzelnen Gesprächs, wenn man Pauschgebuhren bezahlt, stellen sich, also dann bil­liger als bei Grund- und Gesprächsgebühren, -h-

** Die Sammlung für die Unwet­ters chäden im Mvdautal. Um den durchs ba3 Unnetter vom 8. Juli 1919 im Modautal ent­standenen Schaden zu mildern, hat sich ein damals sofort gebildeter HUfsaussckMß an die private Wohl­tätigkeit g.'wandt. Ter Aufruf hatte bis jetzt einen, großen Erfolg. Tas Sammelergebnis beträgt zur Zeit 44 9/3,67 Mark, wettere Beträge gefcn noch ein. Allen Gebern gebührt herzlicher Tank. Be­trüge von 500 Mark und darüber sind wie folgt ju verzeichnen: Gemeinte Reinheim 940 Mark Dank für Hantel und Industrie 500 Mk., Firma Gebrüder Trier Tarmstadt 500 Mk., Kreis Erbach 500 Mk., canb. ing. Franz Ohlerich Nieder-Ram- stadt 2000 Mk., Stadt Lauterbach 500 Mk von den Mitgliedern der Fraktion ter Teutschen VoltAi Partei .in ter Nationalversammlung, gesammelt und übenriesen durch Finanzmrnister a. T. Dr. Becker, 2600 Mk., Gemeinte Groß-Umstadt 645 Mark, Stadt Tarmstadt 10 000 Mk., Kreis Bens­heim 7000 Mk., Gemeinte Groß-Bieberau 612 Mark, Stadt Pfungstadt 1000 Mk., Ueberschuß ter Wohllätiakeitsoeranstaltung des Hess. Landesthea­ters 1916,88 Mk. Diese freiwilligen Gaten sollen in den Fällen Hilfe bringen, in denen die vom

Staat gemährte Unterstützung mcht ausreicht, um große 9tu>t zu beseitigen. Die endgültige Verteilung^ «folgt nach Abschluß der int Gang befindlichen Schatensseilsetzung bind) eine Kommission, die sich aus Vertreteni sämtliä.er gefefabigben Gemeinten zusammenfetzt. In Fällen dringendster Not sann bereits jetzt eine vorschußweise Unterstützung ein« treten.

** Polizeibericht. Gestern wurde in einem Haufe in ter Ludioigstraße eine wertvolle goltene Uhr gestohlen. Ter Verdacht lmkte sich -auf die erst seit kurzem dort beschäftigte Lauf- frau, die auch dem Kriminalbeamten die Tat cin- gestand, so daß dem Eigentümer die Ubr nnd>?r ^irrüffgegeben werten konnte. Zwei unge- treue Hausburschen! Ein hiesiger Geschäfts- inann falte entdeckt, daß er von feinem in einem ten ach barten Tvrfe wohnenden Hausburschen be­stohlen wurde. Auf Vorfalt gab ter Bursche die Tat zu, worauf man in seiner Wolmang für meh­rere 100 Mk. Waren vorfand. Hierbei hatte man uutb die Wahrnehmung gemacht, daß sich in ter Wohnung eine Menge Waren von einem anderen hiesigen Geschäftsmann befanden, bei dem sein Bruder als Hausbursche in Stellung war. Bei der nun gestern durch die hiesige Kriminalpolizei vor- ticnommencn Durchsuchung wurden von diesem Ge- dchüftsmann auch für etwa 1000 Mk. Waren vor- uefunden, beschlagnahmt und dem Eigentümer wie­der zugestellt. Ein schon seit längerer Zeit tragen Fahnenflucht steckbrieflich verfolgter Sol­dat tonnte von einem Kriminalbeamten ergriffen rmd feinem Truppenteil wieder zugeführt werten.

** Die Rückgabe der Scheine über Verbilligung von Kohlen und Holz «für .Kriegsbeschädigte usw. erfolgt an den aus dem Anzeigenteil zu ersehenden Tagen.

**BeiderStädt. Obst-undGemüse- stelle trifft voraussichitlich morgen waggo'wveise Weißkraut, Wirsing und Rotkraut ein. Es kommt Wrißkraut zu 10 Pf., Wirsing zu 15 Pf. und Rot- Iiaut zu 25 Pf. pftmte und zentnerweise zum Verkauf.

** Die Wochenm ärkte finden vom kom­menden Samstag ab von vormittags 8 bis nach­mittags 2 Uhr statt. _

** Die Deutsche Volkspartei hält heute abend 81/2 Uhr im Hotel Schütz eine Mitglie­derversammlung ab, die u. a. Ausklärung über die Vorgänge in der letzten Stadtvevordnetenversamm-, llung geben soll. (Siehe Anzeige.)

** Der Landes-Pferderuchtverein für Hessen hat auf Sonntag, 28. September, 7,u Friedberg eine Versammlung anberaumt. Siehe Anzeige.

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völlig ausgeblieben sind, denn die meisten Ge­witter zogen durchs Lahntal und die Wetterau. Ebenso schlecht steht es mit Dickwurz- und Kraut- pslanzen, bei denen eine Mißernte in Aussicht steht.

Kreis Büdingen.

* Büdingen, 19. Sept. In den Kreis­ausschuß wurden gewählt als ordentliche Mit­glieder: Bürgermeister Birtenstock-Altcnstadt, Bür­germeister Erk-Nidda, Pfarrer Herpel-Lißberg, Bürgermeister Jakobi-Rohrbach, Bautechniker Knas-Büdingen, Landwirt MogfaGrund-Schwal- heim. Als Ersatzmänner wurden gewählt: Land- tvirt Brack-Altenstadt, Landwirt Tietz-Rommel- hausen, Arbeiter Eberhardt-Büdingen, Bürger­meister Fendt-Büdingen, Bürgermeister Mäser- Woll, Bürgermeister Melior-Vonhaufen.

U Aus de m Nidder tal, 19. Sept. Wie fehr unfern Bauern die Zwangswirtschaft durch falsche,Maßnahmen vom grünen Tisch verleidet wird, so daß sie schließlich überhaupt nichts mehr danach fragen, gebt wieder deutlich aus einer Ver- sügung an eine kleine Gemeind; hervor, die jede Woche ein Kalb abliefern soll. Dabei sind nur 30 Kühe im ganzen Dorf. Wie oft da jete Kuh un Jahr zu kalten hat, kann sich ja jeder selbst ausrechnen. In einem anderen Dorf; wurde ein Kalb angefortert, es war jedoch überhaupt feind vorhanden. Und ixt bei werden immer weiter flei­ßig Bestandsaufnahmen gemacht, Viehkataster ge­führt usw.

Kreis Friedberg.

Aus der Wetterau, 18. Sept. Tie gute Wrizenernte in ter Wetterau ist arg gefährdet, da unter ten Körnern der Brand sehr stark auftrttt.

Hessen-Nassau.

ga. Frankfurta. M., 19. Sept. Riesige Mengen landwirtschaftlicher Maschi­ne n liehen seit einiger Zeit auf dem GMerbahnhofo Bischofsheim zum Abtransport nach Belgien und Frankreich bereit. Fast unübersehbar reiht sich Mähmaschine an Mähmaschine und Pflug an Pftug-, alle sorgfälttg angeftrid^n und auf flcvchß Wagen verpackt. Ist ein Transport abgcgmgeti, so füllen neue Sendungen aus Deutschlands großen Maschi-. nenbauzentten die Lücken sofiort wieder auf. Tiq hj^r zum Abttansport tont menten Maschinen be­ziffern fick auf viele Zehntaufente, und der Wert, den diese Maschinen repräfentteren, stellt sich au ungezählte Millionen.

Antwort auf den offenen Brief der Frau Huntemann.

Sehr geehrte Frau Hunteinann!

Ihr Eingesandt in Nr. 217 vorn 17. September 1919 hat für mich keine neuen Momente gcbraiifh und wäre ich Jhneiv sehr dankbar gewesen, wenn Sie mich« eines besseren hätten belehren können. Was Ihre Klarstellung über die Ursache, wie die Thcateriasse zu der Einteilung ter Plätze gekommen ist, anbetrifft, muß ich bemerken, daß der Herr Oberbürgermeister in derselben Sitzung fefan die Sache in derselben Wesse richtig stellte, womit id> befriedigt war. Ich habe ferner nicht testritten und besttette au(f,| heute noch mcht, daß Sie eine große Arbeit mit dem Theater faten. Sie werden doch auch hoffentlich für Ihre segensreiche Tätig­keit entsprechend temhlt werden. Etwas habe fei« jedoch in Ihrem Schreiten nicht gesunden, und das ist die Bevorzugung in dem Vergeben ter Plätze. Tiefes war nämlich ter Hauptgrund, weshalb ich die Angelegenheit auf Trängen von Theater­besuchern hin anregte. Es gibt Leute, die glauben,, sie würden nicht so behandelt wie andere. Wenn nun in solchen Beschwerden auch vielfach ein guter Kern stecken mag, so will ich ter Sache doch nicht weiter nachgehen, da ja, wie mir versprochen tourte; die Platzverteilung künftig durch ten Theater-Aus- schuß erfolgen soll. Tieses zu verlangen, ist mein gutes Recht, denn der Tfaater-Ausschuß ist gebildet für die das Stadttheater betreffenten Slngelegen- teften, insbesondere zur Wahrung ter Rechte ter Stadt gegenüber dem Stadttheater. Dieser Aus­schuß setzt sich nun zusammen aus Vertretern aller Parteien und wird hier ter Bürgerschaft gegen­über die Gewähr geboten, daß die Dheaterbesuchep nichlt mehr in ten Glauben verfallen, einer würde, tem anderen vorgezogen. Ich kenne Ihre Tätigkeit^ als Kassiererin des Stadttheaters sehr gut, und weiß Ihre Leistungen mich einzusssMen, aber mein Antrag ist doch nur eine Entlastung für Sie und feisten Endes eine Herstellung ter früheren Vei- hältnssse.

Emil Silnon^tMvervrdneter.

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