5£hiede
voMerstag, J9. Juni 1919
Ketzmer Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)
Zweiter Blatt
V.W
Nachweis.
Stadw.
i
beten.
Oberbürgerm. Keller erkennt die Klagen on
Sie tonnte von der Schaukel aus in das Te
ber Arader. ,Zch
neuen Zeit entsprechende Ausbildung der Arbeitsnachweise, denen besoldete Vertreter der organisierten Arbeiterschaft onaegliedert werden mühten. In der Arbeiterschaft herrsche eine
Badewanne, tim ituhl afta; < beiovd. terfrwHi
1 beäiAtviutch^
erjüm beiden Teilen glatt erlogen war wie die Millen Dementis, tat Ruth sehr wohl und sie schaukelte vergnügt. Jetzt glaubt sie selbst daran, Mil sie nicht verliebt war! Es ist eine eigen tüm» !utze Erscheinung, daß sich viele Leute am besten
Kuss«ge ihre Erledigung finden.
Stabfo. Vetters (Soz.) tvunscht, daß die ; Ausschreitungen retten möge. Auch den nächt
gewisse Antipachre gegen die Arbeitsnartzveise, besonders gegen die Art der Ausführung der gesetzt lichen Bestimmungen.
Stadtv. Krau sinüller (D. B.) nimmt die ‘ ‘ : bot
unb 4 Sessel, 1 feig Wett, Aeiderik« Covba. fiomni Nachniich, RegWk Stüble:
Vere^
Titel ,44. Polizei und Srsentliche Sicherheit.
Swdw. Krausmüller/D.B.) beantragt " ' "se der öffentlichen Sicherheit eine ver- *" " —t Polizeihunden; für
in »unb angeschafft werden.
( U. S. P.) rügt den schlechten ustand des Polizeiamtsgebäudes.
Versammlung.
2 Gießen, 17. Fran 1919.
Stadtv. Dtteryl-S. P.lbetont, doch weniger die Kinder, sondern die Hausbesitzer wegen Ber- mrremigung der Straßen ermahnt werden sollten^ Titel 4 5, Arbeit^- nnb Wotzurrngs--
raugen des yorcaxneca. zoet Der oemnachn erivi- genben Wahl der Verwaltunysorduung würden die etäbte mit einem entsprechenden Antrag hervor-
Beamten des Arbeitsnachweises gegenüber Ausführungen des Stcästv. Kiel in S-clmtz.
Oberbürgerm. Keller schließt sich dem an. Unser Arbeitsnachweis ist von anderen Großstädten sogar als Muster hrngeitellt morden.
Stadtv. Weih (U. S. P ) beantragt die Ge- wahrlmg eines Wohnungsgeldzuschusses für Schwerkriegsbeschädigte. Mainz hat z. B. einen 80prvzentigen Wohnungsgeldzuschuß
Mrmg der Gebühren der Versitz«. Eitel 41, Stiftungen.
Stadtv. SB e i 6 (11. 6.beantragt eine Kom- rMon auS Kriegsbeschädigten zur Kontrolle der
-Ld«er,aN'?^.Ä
. „Aber ich werde Ihnen die Suppe versalzen, Herr Emil Schnepfe Y’ keuchte Ruth. „Für mich finb Sie Lust?" - . -
Sie überlegte blitzschnell.
,Mich betommtn Sie nW -u sehen, mein bester Herr Schnepfe! Und da Sie nicht dumm sind, so werden Sie wohl merken, daß Ihr neuestes Projekt schon in zartesten Anfängen mißglückt ist. Sollten See das aber nicht merken, mein lieber und unternehmungslustiger Herr Schnepfe, so werde ich das tun, was ein vernünftiges Mädel unter solchen Umständen tut, und meinem Vater die ganze Geschichte erzählen! Wozu hat man denn schließlich- einen Vater?" -
Auf einmal schrak Jte von neuem zusammen.
Was war denn das? , .
Neben diesem — bfcfem Emil Schnevfe staub jetzt der Rittmeister von Umbach und dieser Rittmeister benahm sich, als sei ihm Herr EmU Schnepfe Freund und Bruder und gottroeye, was sonst noch. Er klopfte ihm auf ixt er schob den Arm unter den seinen — er erzählte offenbar ihrer Mutter etwas über diesen Schnwfe — Nein, dieser Umbach war ja em furtmbar guter Mensch, aber doch entsetzlich dumm. Ta hatte er, -der M-cum, der Ofstr^r, diesem Spitzbuben hineinlegen lasien! xims mochte der ihm wohl alles vorgeschwrudelt haben!
Wo er ihn wohl kennen gelernt harte?
Und Ruth starrte und starrte und hämmerte ihre arme, -kleine 6afe zusammen zu härtestem Stuhl.
Unerbittlich wollte He fenti
DrntaU
lowie: IkoMl.W« zimmer, mit fce Vaschilsch, bviel'chai Vountall mit !»on?
antragt gänzliches Fallmlassen der indirekten Steuern. Ferner hebt er hervor, daß der Wein vor allem zu Heilzwecken verwendet werde.
Stadtv. Diener (Soz.) erllärt die Kohlen abgabe Der Großbetriebe als zu gering, schon aw> Diesem Grunde seien die indirekten Steuern un*
Stadtv. Ei chcrt (Angest.) fctont, daß auch die Angestellten Gegner der mdirelten Steuern eien. -
Stadtv. Fourier (U.S.P.) beantragt so- artige Abstimmung deS Antrages betreffend Ab- ckjasfung der indirekten Steuern.
Stadtv. Ebel (Dem.) beantragt Ueberwersunp an den Finanzausschuß.
lieber Antrag Fourier wird abgeftimml und gegen 10 Stimmen abgelehnt; der Antrag geht an den Finanzausschuß.
Titel53, Hundesteuer.
Stadtv. Krausmüller (D.B.) beantragt, die Steuer auf 20 M'k. hevabzusetzen, da heut< Hunde im Interesse der öffentlichen Sicherheit gehalten werden müssen.
Ter Antrag wird dem Finanzausschuß Über- wiesen.
Titel 54, Besitzwechselabgabe.
Stadtv. F v u r i e p (U. S. P.): Die Emgänge sind mit 10 000 Mk. zu gering Mi gesetzt. Sie toer Den bedeutend mehr ergeben.
Oberbürgerm. Keller: Die Erträge srnd nicht crrfreulich, da der starke Besitzwechsel imge sund ist und nicht bleiben wird.
Stadtv. Fourier (U.S.P.) tritt abermals
der Stiftungstommissirm.
Titel 42, Wttke deS Kreisetz und der Provinz
Stadtv. Fourier (U.S.P.) fragt an, war- M der Beitrag gar Kre^toffe gegen das Borjahr m 120000 Mt. erhöht worden sei.
Oberbürgerm. Keller: Tas ÄteiSamt Habe «diesem Jahre größere Fehlbeträge gehabt und mitze deshalb die Umlage erhöhen. Gießen hat
.,Was denn^-
„Sei doch mal nett —"
„Ich bin immer nett, und we mal — was machst du -beim für ein Gesicht? Du srE aus. als hättest du eine Spinne verspeist. Du siehst aus wie der bekannte Bauer, dem bte ganze Bescherung verhagelt worden ist. Hm — du hast bei Tisch auch reiÄich viel Erdbeeren gegessen!
mehrt, so das Landesamt für BildunaSweseu. Die Prüfungen sind vom Stadtbeamtenvervand Hessens beschlossen. ~
Stadtv. Mann (Svz.>: Die ftäbt Beamten werden sich organisieren müssen. Bei den Arbeiten, die das Stadtbauamt vergibt, muß darauf gesehen werden, daß die richtigen Löhne gezahlt werden.
Stadtv. Höhn (Dem.): Die Stadt Gießen
Stadtv. Krausmüller (D. B.) schließt ich den letzten Ausführungen an. Prüfungen sind als Anreiz nottocnbxg sich Kenntnisse zu erweichen, aber kein Maßstab. Für jeden, der etwas leistet, oll die Bahn frei sein, aber ohne Prüfung wird der Schiebern die TÄo geöffnet. Jetzt müssen UebergangSbestimmungen geschaffen werden. Es dürfen auch keine Rückversetzungen vorgenommen werden.
Oberbürgerm. Keller: Zurückversetzungen liegen nicht vor. , . „
Stadtv. Fourier (U.S.P.) verlangt, daß ohne Zustimmung des Angestelltenansschusses niemand versetzt werden kann.
Oberbürgerm. Keller: Tie Versetzung der Beamten trägt dazu bei, sie vielseitig auszuvllden und ihren GesichtskreiÄ zu erweitern.
Titel 4 6a, Kriegs teuer ungszula gen.
Stadtv. Höhn (Dem.) fragt, welche Kriegs- zulaae beabsichtigt sei.
Oberbürgerm. Keller bemerkt, daß sie den staatlichen Teuerungszulagen angepaßt sein wird.
Titel 4 7, Ruhegehälter ufto.
Stadtv. Beckmann (U. S. P.) beantragt Neuregelung der Ruhegehälter der ftädttschcn Angestellten und Bediensteten. .
Oberbürgerm. Keller überwerft diesen Antrag dem sozialpÄitischen, sowie dem Rechts- imo Finanzausschuß.
Titel 4 8, Schuldentilgung.
Stadtv. Fourier (U.S.P.) halt es nicht für angängig, daß man aus allgemeinen Steuern Vermögen anhäufe und beantragt, unter diesem Titel den Betrag von 67 500 Mk. zu ftreuhen, da er tatsächlich nicht zur Schuldentilgung verwendet werde. ...
Oberbürgerm. Keller Werst daraus hm, daß ein solcher Abstrich unzulässig ist. Ter beanstandete Betrag betreffe die fogmtotnte innere ober Voraus- tilgung. Bei der Anleil-e im Jahre 1914 ift die Verpflichtung übernommen worden, die Boraustilgung einzuführen und darum müßte» ine Beträge eingestellt werden.
Titel 51, KaPitwl-ittseL.
Stadtv. Fourier (U. S.P.) beanstandet, daß die.Zinsen der Straßenbahn so niedrig angesetzt sind. Weiter fragt er, warum unter der Rubrik 24 „aus der.zur Bestreitung von Krtegsausgaben aus Anlerhenritteln geleisteten .Vorlage m Höhe von 1 700 000 Mk. Zinsen zu 4 »/o" in diesem Jahre keine Einnahmen eingesetzt färb.
Oberbürgerm. Keller: Wahrend des Kriege-, war den Städten der Anleihemarkt verschlossen. Wegen der enormen Höhe ihrer schwebenden <-chufa den sind die Städte jetzt dazu über gegangen,Jneie zu konsolidieren. Tie schwebende Schuld der Lotadt Gießen ist geringer geworden, weil sie bereits zum Teil durch Kapitolaufirahme tonsvlidiert rst. Ter Oberbürgermeister erllärt sich bereit, in einer nichtöffentlichen Sitzung eingehende Auskmtst über diese Frage zu geben.
Titel 52, Berbra»chS«bg«vrv-
Sttüstv Ebel (Dem) ertMrt sich als Gegner der Verbrauchsabgaben. mit Ausnahme der Besteuerung des Alkohols.
Stadtv Diener (Soz.) beantragt Abschal fang Der Verbrauchssteuer, einschließlich der au Alkohol, und zwar noch in diesem Jabre. T^r Wem werde jetzt in viel größerem Maße als früher auch von den ärmeren Bevölkermrgsschichten getrunken, wie auch die Branntweinsteuer mnft die schwächeren Schultern belaste. Der Einnahmamssall tonne bei zu niedrig angesetzten Titeln wieder hermngeholt werden. . ,. .
Oberbürgerm. Kellar gibt zu, daß die xn< direkten Steuern an sich ungerecht seien; an° gesichts der jetzigen Finanzlage der Stadt tonne aber noch ntfct auf sie verzichtet werden. Weiter stellte er sich ganz entschieden auf den Standpunkt, daß der Wem ein Luxusgetränk fei Was die Kohlenversorgung anlangt, so werde sie tm nächsten Winter zweifellos nicht besser werd«: daher sei die Belastung der Konsumenten durch die Kohlensteuer nicht allzu groß.
Stadtv. Schmahl (D.-N.) weist daraus hin, daß gerade von der Reichsregierung Zetzt wieder umfangreiche inbirefte Steuern geplant feien.
Stadtv Krausmüller (D. V.) meinte daß bei Aufhebung des Oktwis die betreffenden Artikel nicht billiger würden: die erlassenen Beträge würden in ganz andere Taschen als in die der Konsumenten fließen. L
Stadtv. Simon (Dem.) erklärt sich als Gegner dieser Abgabe, meint aber, daß die mit der Eifentahnverwaltnng tareinbjrrten Steuersätze auf Brennmaterial viel zu niedrig seien.
Stadtv. Fourier (U.S.P.) zwenelt bte Folgerungen des Stadtv. KrausmüNer an und be-
l8|rrfÄtr5™ in 5!
hat früher eine BeMrtenpolrM «trieben, ine einzig dastand. Tie Berhällnffse haben sich seit Herbst 1Ö18 wesentlich verbessert. Die widerrufliche Anstellung ist abgeschafft. Em Angestelltenausschuß hätte jedenfalls noch beftbmnte Wünsche Vorbringen können.
Stadtv. Ebel (Dem.) nimmt die alte Stadt- vervrdnetcnversammlung in Schutz. Sie beantragte immerwährend bei Oberbürgermeister Mecum eine zeitgemäße Besoldungsresvrm. Deshalb hatte die alte Stcst>tverott)netenverfammlung, um ihr Versprechen zu erfüllen, die Besoldunasfrage noch erleoigt. Prüflingen sind keine" Gewähr, aber notwendig, um ein bestimmtes Maß von Anwrde- rungert aufzustellen. Tie Namen der Beamten sollen im Voranschlag, auch bei den städt. JReberp fassen, fvrtbleiben, damit nicht jeber (aw m ihre Privatverhältnisse erhalten kann.
eingeführte „ .
Ctadw. Erhardt (Dem.) möchte dieArbetts- nachweise ntehr von svzmlen GesichtspunDen geleitet wissen; insbesondere mutzten die Kriegsbeschädigten mehr berücksichtigt werden.
Stadtv. Mann (Soz.) fordert gleichmatzige Beteiligung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an der Verwaltung der Arbeitsnachweise.
Oberbürgermeister Keller: Für den Arbeits- rwchweis besteht bereits eine paritätisch zusammen- ges^te Deputation.
Stadtv. Krausmüller (D.B.) tierteüngt nochmals die Leitung des Arbeitsnachweifes, be- anders in der Kriegsbeschädigtenfrage.
Stadtv. Kiel (U.S.P.) erllärt, daß er in der Arbeitsnachweisfrage nicht Personen, sondern nur das System angegriffen habe.
Stadtv. Weiß (U. S. P.) beantragt, dem Arbeitsnachweis einen Kriegshes chädigtenvertreter einzngliedern.
Stadtv. Krausmüller (D.D,) tmterftüht diesen Antrag.
Titel 4 6, Allgemeine Verwaltung.
Stadtv. Krausm üller (D. B.): Die Frage der Besoldung der städtischen Aushilfsbeamten muß gelöst werden. Die Desoldungsordnung vom 29. April 1919 enthält Härten, Die beseitigt werden müssen. . r L,
Stadtv. Kling (D.-M.) beantragt, daß die Besoldungsordmmg durch eine besondere Kommission nachgeprüft wird. Es müssen vielfach Ueber- gangsbeslimmungen geschaffen werden.
Oberbürgerm. Keller: Die Beamten smd sehr ausführlich gehört, tijre Wünsche sind erfüllt worden. Gie Beamten hatten Einsicht in die Vorlage. Der Verein städt. Beamter hat unveränderte Verabschiedung der Vorlage erbeten. Die Sekvetärprüfungen sind von den Beamten selbst erwünscht worden. .
Stadtv. Fourier (U.S.P.) wundert fich, daß die alten Stadtverordneten die schwerwiegende Vorlage noch verabschiedet haben. Die Vorlage muß, was die Prüfungen angeht, abgeändert werden. Die neuen Tüel sind unsinnig. Werter steltt er den Antrag, daß die gesetzlich vorgeschriebene Wahl eines Beamtenavsschuffes vorgenommen wird. Die ftäbt. Beamten zeigten bisher zu wenig EharckkterstSrL, um sich zu «rgainsieveu.
werden
«dtzgw» fön
HS* ©IcjenAiasioij
Ta kam Bruder Ott». ...
„Tie alte Tarne sagt, du sollst mal rem vorn men," beridjtete er. „llmbach ist da. In den bist du übrigens ja auch verliebt. Und er hat einen Freund mitgebracht. Interessanter Mensch. War früher deutscher Offizier, hat aber feinen Abschied genommen, well er eine grobe Erbschaft gemacht hat und nun den vielen Mammon verwalten muß. Minen in Brasilien —"
„Was?" i
„Na, Bergwerke tn Brasilien — weißt tm nicht, was eine Mine ist, Schaf? Kolossale. werke Ist aber wirttich auch ein sehr netter Mensch. Umbach hat eben erzählt, oder er selber hat erzählt, -daß er erst vor kurzem aus Brasilien zurückgekommen ift
„Aha!" sagte Ruth.
„Wie meinst du^
„Ach, nichts."
„Na, bann unterbrich mich doch nf< tmnter Tas ist ja ekelhaft. Er ist also eben erst <rW Brasilien zurückgekommen und ift ein sehr netter Mensch, und nun komm gefälligst mal rein!" „Wie heißt der Herr?" fragte Ruth.
„Annbrüster."
„Wie?"
„Armbrüster. Vornamen habe ich irtöt ter# standen. Jedenfalls ist er Freiherr. Freiherr von Armbrüster. Frag doch nicht so gräßttch vück. Jetzt komm' rein!"
„Das ist mir ganz unmöglich," erklärte Rutb hvhkitsvvll „Ich habe rasende Kvvffchmerzen und bin gänzlich außerstande, mich mit fremden Men^ scheu zu untei'balteu. Bitte, sei doch so freundlich, lieber Otto, und emschuldige mich bd der Mama Es ist mir wirklich ganz unmöglich!"
(Fortsetzung folgt.)
in >... 7^2
Nttlliffl, »eite Sitzung ötr Stadtverordneten-
SWwI
W Diese qchamischte Erllärung, dte in^ihrm
Bauchweh?" ‘
Mack' doch keine Witze!" bat Ruth ganz stmft „Sondern sei einmal ausnahmsweise nett und ltebcnswürdig, geh' hinem und erkundige dich, mvs das für ein Besuch ist. Ich — rchhabe nam- lich Kopfschmerzen und. — mochte mich furchtbar gern drucken, wenn es trgenönnc grht.
• Bruder Otto stand faul uns. , „
„Na, meinetwegen," sagte er. ,Mell dus mch ^aum war -er gegangen, als Ruth mit eurem gewaltigen Satz, der auf den .ö^mlichengm Rvck auch nicht die germgfte Ruckftcht nahm, rwn der Schaukel sprang, zur BerbcntzeAecke alte unb mit weit aufgerissenen Augen nach dem Terasten- zimmer hinübcrspähte. '
Tas war doch empörend! . ,
Das war doch eine Beleidigrmg sondergleichen^ Das zeigte jo recht, daß sie sich btefat törichten Traum auS dem Herzen reifem mußte — und wenn es noch so !»«h tat!
Sie lachte bitter auf.
Die Ritterlichkeit war nur Mttel zmu Zweck gewesen.
Die bescheidene ^Selbstverleugnung war weiter nichts als der wohlberechnete Einsatz für em größeres und an Ertragnissen reufareö 6piri. Sve hätte fick würgen mögen vor Etel Da stand a, ihr Ritter. Ta stand Verr Emll schnAfe M ~ ' immer ihres elterlichen Hauses! Tas
die erste Borhevertimg zu einer
Nacklakr. cberbürgerm. Keller: Die Frage einer Skis- «X CL ! 0 mrgskommissiou erscheint zweckmäßig.
'vCtficigctili Stadw. V o l z (Soz.): Die Stiftungen müssen bM tierrldjaftfci^geatitr nageben werden. n.
nut erhallen und Stadw. F o u r r e r (U. S. $,) stimmt Mzvm
gene Abek Mstimgen für Kriegszwecke, zumal Ludendorff- 1 öobnifllon, fa fanbe, sollten mit durch den Voranschlag laufen.
ausCovbam.22ch Oberbürgerm. Keller: Dte Ludendorffspcnde vufelt,^titbnuten bie Säualinasspende sind nicht dem städtischen
Nennögm^geschlossen. Sie. werden durch einen K&feP Ausschuß geprüft, lleber diese Frage möge der stmenlE » ich- Ältestenrat beraten.
geeignet & Stadw. Ebel (Dem.): Es- ist merst sehr schwer, bnürnmente, Mi die-richtigen Bedürftigen ausrnftuhen, da man durch Weihzeoa; bieffleftimmantyn der Stifter gebunden ist.
ßUBctbcmJ la.?* Stadw. Kr au s m ü l le r (D. B.): Die Frage btt Ludendorsffpende gehört unter die Verwaltung
dafür ein, daD eine Position nach dem zu ettoar tenben Ergebnis eingestellt werden muß. Der Bor anschiag ist nur danach ausgestellt, um möglichst hohe Steuern zu erzielen.
Oberbürgerm. Keller: Die Eingänge fach nicht vorauszusehen. Ter Voranschlag muß Elastizität besitzen, Tie Angaben Müssen Wer, w Einnahmen geringer angesetzt werden.
Stadtv. Fourier (11.S.P.): In bem Boi anschfag srich andere Posten, die die Elastizität her- beiführen.
Oberbürgerm. Keller weift aus ferne spätem Fmanzr^re hin.
Titel 56, Filial-und Warenhaus- ftener.
Stcchw. Fourier (U.S.P.) beantragt, bv Steuer zu beseitigen, ebenso die Billettsteuer.
Stadtv. Noll (Dem.) spricht für Beibehcü timg der Fllialsteuer, um auswärtige Konkurrenz fernzuhalten.
Stadw. O tter (U. S. P.) wacht darauf aufmerksam, daß am 1. April 1919 die Fllialsteuer reichsgesetzlich aufgehoben ist.
Oberbürgerm. Keller bemerkt, daß dies für Hessen noch nicht der Fall ist.
Titel 58. Zwecke der LandeSuui - der sität.
Stadw. Fourier (U.S.P.)! Das Gebäude an der Marburger Straße ist dem Land». Juftitttt zu billig abgegeben worden. Außerdem müßte ein Teil der dort gezogenen Produkte der Stadt Mh die minderbemittelten Einwohner überlassen werden
Oberbürgermeister Seilet will dies beim Landw. Institut beantragen. t
Stadtv. Simon (Dem.) beantragt daß bte baulichen Arbeiten an der Landesuniversität nicht während der Borlesungszeit ausgeführt werden.
Titel 60. Sand-, Kie-gr»hen und Steiubruch.
Stadw. Beckmann (U.S.P.) beantragt, daß alles, was aus den Kiesgruben kommt, fr» gemeinnützigen Bauten verwendet wird. ’
.Titel 65. Reservefonds.
Stadtv. Fourier (U.S-P.) fragt an, was von dem im Vorjahre angesetzten Posten von 95 292 Mk. verbraucht wurde und wozu in diesem Jahre 296130 Mk. eingestellt sind.
Oberbürgermeister Keller: Der Reservefonds ist ein Puffer zum Ausgleich und zur Ergänzung unzureichender KrÄ>ite. Die Aussichten in diesem Jahre sind durchaus nicht zu übersehen. Der Reservefonds darf nicht zu groß fein, muß aber unvorhergesehenen Ansprüchen genügen können.
Stadtv. Fourier (U. S. P.): Die Verwaltung hat sich bei mehreren Titeln großen Spiel- raum Vorbehalten. Der Voranschlag ist darauf angelegt, möglichst viel Steuern zu vereinnahmen. Der Posten möge ganz gestrichen, oder auf den Etat des Vorjahres zurückgesetzt werden. Eine neue Bewilligung kann >von Fall zu Fall erfolgen
Oberbürgermeister Keller: Die Verhältnisse, sind durchaus unsicher. Kohlen, Material, Fuhr- lohn ufto. steigen derart, daß die Summe des
® Ditqet..
Sitzungsbericht.
<4 JLÄ3 kSchdM
S S • Ditel 3 7, Detii.lmg schädlicher
ImSt■ Stadw. Ebel (Dem.) swE dafür, daß bte Mwohner beim Ausbremren ihrer Keller «ttgegen- n'en i EST Die Tümpel Em ansgettocknet oder -VolitiiS™,8 S. ; ^mert werden. Die Forftverwaltiing muß ebenso ^beitragen zumal für den Phllosophenwald. "d an den ; staubeim ist völlig «ttschn^t morben, siennllMek , ' Stadw. 011er (U. S. P.) btttet hier Abstriche
ben » it wachen und -für Hinterbliebene zu verwenden.
Rüsten 31 Sfadtv- G m elin(D.B.) unterstützt den Aw» ' mersEbel. Malariakranke sind hierhergebracht toor- to. Durch Schnaken kann die Krankhett über- idjten ' 3uli Y;s Ireaflrn werden. \ .
Stadw. Otter (U. S. P.)r Man sollte dann SB*. rtMÄT- ■*—
BI den Stadw. Fovrier M.S.UP Die Frallivn Mer G-oclcntcn MXt Antrag auf Anstellung eines Armen- feklJIM «t.teTwe 6»t^temb4ufet 6abtn -rh-Uich-
DLtel 39, Reichsgesetzliche Versicherung.
tabto. Fourier (U. S.P.) erbittet Er-
JBn bist scheuWch langweilig!" erllärte Urcßllch- der beleidigte Bruder.
„Findest du?" . ,
, Sch finde lehr! WaZ ßst denn Ltgeuttrch los
f Auflage seiner beliebten Spezralttät: dem Verrats- schwindel'. Ta stand er, wir er (erbte und lebte!
I Ein Irrtum war nicht möglich. So lachte er, so sprach er, fo verbeugte er sich
Ichzur Zahlung dicker Summe verpflichtet.
Stadw. Fourier (ll.S.P.) wünscht die Lmtiative der Stadt, bei der Volkskammer vor- ; foi8 SU werden, daß daS VerwattungSge^ bafan
S'lVi 5 Lbr«mdert wird, daß die Lasten der Kreise Ä Ä W mefa aut bie iWgemd^cn abgetoöst toe^ii, Äit sie lache nicht fo tote b* ShSdte ratter den Lasten
gerate
Freitag d. W. d
cachm. 11® meistbietend gegen r radlung im
Bestaorant rJ
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SeWigung vn
Griechisch inehtte Anschaffung von Gründl Nackd- l M iSen Bezirk müsse ein (et gef- ©ÄnfJ Strchtv. Maier (U 0il9(*)fln_k5S kvstand des Poltzeiamrsgevauves. -Mssirieist Sre müsse unbedingt durch Beschaffung geeigneter Kitarre Unterr'e Remedur geschaffen werd«:.
S^riltL A°seb°k - Oberbürgerm. Keller erkennt bte Magen an. 0i20i2«L«ÜÄ Baudeputation liegen verschiedene Projekte kn, die aber alle nur Stückwerk bieten. Die Frage nimmt nH »unü(t vftb am besten im Zusammenhang mit der Rat- »1 NAf- ^n Ruhestörern fei endlich das Handwerk zu
Der Doppelgänger.
Koman von Carl Schüler.
Sott^ung to. 44.
_ GmS!" attirte Bruber £tto mit
w« brutalen Offenheit, die ine n^ifteii Brüder aS®'। m Verkehr mit ihren Schmettern haben.
^Tu solltest dir diese kräftigen AuÄwücke ^"!twcchiel »“ Ägemöhnen!" bemerkte Mtth gemütlich. K&l?; ,^öift du wieder mal verliebt?" i %ngfte ' »Erstens bin ich überhaupt nie verliebt, Jtoev tes”biTX gegenwärtig bestimmt nicht verliebt, Ad drittens gtfjt dich das gar nichts an!
f.rW|<4S^-5 ’tlSier etwas vorschwindeln tonnen, toenn sie den kchwbidel recht laut unb deutlich sprechen! Wie !G«u doch die Kiefern waren . . . „
h« ! 2hrf einmal rourbe Ruch's Gesicht starr ’ySjoi 'i'-. ■ Sie tonnte von der Schaukel aus in das De- t»-1' ftsisenzimmer hineinsehen, dessen breite Fenster weit
<!!' ^Asfliet waren. 1
,Otto?" sagte -sie.


